Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66770.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66995.jpg&w=1920&q=75)
Der erste Tag in Lima
Ein Auftakt nach Mass sieht wohl anders aus. Bei der Ankunft unserer kleinen Gruppe (Margarete, Ralf, Christoph, Uli und Gabi) am Flughafen Lima hatten wir uns noch alle gefreut, dass tatsächlich alle unsere Gepäckstücke mit uns angekommen waren. Keine Selbstverständlichkeit, wie wir später von einer österreichischen viventura-Reisenden in unserem Hotel "Bonbini" im Zentrum von Lima hörten, die erst Mal ohne ihre Koffer auskommen musste.
Am Ausgang erwartete uns auch schon unser Guide für die Reise, Alejandro und brachte uns mit Mini-Bus durch das hupende Verkehrsgewühl zum Hotel.
Trotz des langen Fluges frisch motiviert, brachen wir gleich gemeinsam zu einer kleinen Besichtigungstour in das Stadtviertel Barranco auf. Und da wartete leider auch gleich die erste Konfrontation mit der nicht so schönen Realität des Großstadt-Molochs Lima und seiner Schattenseite der Kriminalität.
Tja, der Rest des Tages bestand dann aus einer kleinen Tour durch die Polizeireviere Limas. Denn erst auf dem dritten Revier fühlte man sich dann doch gnädigerweise zuständig, eine Anzeige aufzunehmen. Während Gabi und Alejandro einen ausführlichen Bericht lieferten, was passiert war, konnte sich der Rest der Gruppe mit den Polizisten im Fernsehen "Ein Fisch namens Wanda" ansehen. Aber das Highlight des Tages war wohl die Fahrt im Polizeiauto durch Lima - und das ganz umsonst. Wer bekommt schon so eine Stadtrundfahrt?!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66771.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66772.jpg&w=1920&q=75)
und wieder Polizei in Lima - dieses Mal eine Demo
Nach der Polizei-Tour gestern gibt es heute doch noch eine "richtige" Stadtbesichtigung in Lima. Am Morgen holt uns Local Guide Ursula zu einer Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ab: Plaza Mayor mit Präsidentenpalast, Rathaus, Kathedrale und das Kloster San Francisco mit den eigenwilligen Katakomben, in denen die Knochen in hübschen Mustern dekoriert sind.
Kaum den Katakomben entkommen, wartet aber schon die nächste Begegnung mit der Polizei auf uns - dieses Mal aber sehr viel angenehmer. Denn die Polizisten demonstrieren gemeinsam mit sämtlichen Schulklassen Limas gegen Raubkopien. Die Jugendlichen haben sich dazu in die verschiedensten bunten Landestrachten geworfen und jede Schule hat ihre Schulkapelle in Uniform geschickt. Ein buntes Spektakel, genau richtig für unsere Kameras, und ein erster Vorgeschmack auf die bunten Trachten des Hochlandes.
Nachdem wir uns von den tollen Fotomotiven losgerissen haben, wartet um die Ecke schon die nächste Polizei-Demonstration - dieses Mal in Form der Wachablösung vor dem Präsidentenpalast, zu der wir gerade rechtzeitig kommen. Ebenfalls ein grosses Spektakel.
Nach einem Mittagessen, bei dem die meisten von uns einen Spiess mit Rinderherz probieren, ist das Kapitel Lima dann auch schon abgeschlossen und auf der Panamericana geht es weiter durch die trübe, recht trostlose Küstenwüste in Richtung Süden. Den Strassenrand säumen hunderte Hühnerfarmen, Verschläge aus Plastikfolie und Strohdächern, in denen Millionen Hähnchen gemästet werden. Uli beschliesst bei dem Anblick, für den Rest der Reise kein Hähnchen mehr zu essen. Dafür tun wir am Strassenrand tatsächlich die Eisbude mit Lucuma-Eis auf, die Margarete - nach eigener Aussage eissüchtig - in der Reisebeschreibung gefunden hatte und die wir keinesfalls verpassen wollten.
Am Abend tut sich nach zwei Tagen unter einer diesigen Dunstglocke das erste Mal ein klarer Sternenhimmel auf, als wir die Oase Huacachina besuchen - ein fast unwirkliches Idyll inmitten der Küstenwüste. Ob am Himmel tatsächlich das Kreuz des Südens zu sehen ist, lässt sich aber nicht abschliessend klären.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66877.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66878.jpg&w=1920&q=75)
Pisco zum Frühstück
Pisco zum Frühstück - wer das nicht verkraftet, der sollte keine viventura-Tour durch Peru machen. Denn gleich nach dem Frühstück besuchten wir heute eine Piscobrennerei. Neben der Besichtigung von antiker Presse und Destillerie stand dabei natürlich auch eine Verkostung des Sortiments der Brennerei auf dem Programm - vom süßen Most über den Pisco Sour-Mix bis zum puren Pisco-Schnaps.
So ruhiggestellt, fuhren wir dem für den Nachmittag geplanten Rundflug über die Nazca-Linien in einer kleinen, wackligen Propeller-Maschine ganz entspannt entgegen. Zunächst besichtigten wir in Nazca aber das Museum “Maria Reiche” im ehemaligen Wohnhaus der Deutschen, die die Nazca-Linien maßgeblich erforscht hat. Das Museum zeigt Vermessungsskizzen, Fotos und Werkzeuge, mit denen Maria Reiche arbeitete. Im schönen Blumengarten liegt ihr Grab. Von einem Aussichtsturm mitten in dem Areal, in dem sich die Nazca-Linien erstrecken, hatten wir dann einen ersten Blick auf einen Teil der Linien: Man konnte einen Baum, eine Hand und einen Teil von einer Eidechse erkennen. So richtig beeindruckend war dann aber der Rundflug über die Linien. Die einzelnen Figuren, auf die der Pilot uns jeweils aufmerksam machten, waren tatsächlich sehr gut zu erkennen. Damit auch jeder einen guten Blick darauf hatte, legte der Pilot die kleine Maschine für die links und rechts Sitzenden jeweils kräftig in die Kurve. Die arme Margarete konnte das mit ihrer Flugübelkeit allerdings nur begrenzt auskosten.
Als Vorgeschmack auf den morgigen Tag, an dem wir uns die Überreste der Nazca-Kultur ansehen wollen, ging es dann nach dem Rundflug nochmal ins Museum, und zwar in das Museum Antonini, in die archäologischen Funde der Nazca-Kultur ausgestellt sind. Der “local guide” Orlando erklärte uns da ausführlich, was es mit den mumifizierten und skelettierten, abgeschlagenen Zeremonien-Köpfen, Keramiken, Stoffen und Werkzeugen auf sich hat. Im Garten des Museums gab es sogar noch ein Original-Aquädukt aus der Nazca-Kultur.
Am Abend war dann noch Grillen am Pool unseres Hotels angesagt, bei leider nicht ganz pool-tauglichen Temperaturen. Aber der Pisco, den wir heute in der Brennerei erstanden haben, wärmte zumindest von innen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66879.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66881.jpg&w=1920&q=75)
Im Wüstenbuggy den Nazcas auf der Spur
Ein Tag voller Kultur, Natur und Fun im Wüstenbuggy: Schon um 7.30 Uhr wurden wir mit dem offenen Buggy, in den unsere sechsköpfige Gruppe auf den Zentimeter genau hinein passte, am Hotel abgeholt. Zuerst ging es zu einem alten, noch perfekt erhaltenen Aquädukt der Nazca-Kultur, das noch heute in Betrieb ist und glasklares Wasser führt. Mit dem Buggy ging es dann weiter nach Cahuachi, einer Tempelstadt der Nazca, die gerade wieder ausgegraben wird. Eine 28 Meter hohe Stufenpyramide mit insgesamt 7 Stufen haben die Archäologen dort zum Teil rekonstruiert. Unter den Sandhügeln daneben liegen angeblich noch weitere solcher Pyramiden begraben. Aber dass das mit dem Erhalt des Kulturerbes so eine Sache ist, zeigte sich bei der Weiterfahrt durch die graue, öde, steinige Wüste auf recht erschreckende Weise. Am Rand der Staubpiste tauchten plötzlich immer mehr “weiße Steine” auf. Bei genauerem Hinsehen entpuppten die sich als menschliche Knochen. Wir fuhren mitten durch ein Gräberfeld der Nazca: 2000 Jahre alte, zerfledderte Mumienreste, Schädel, Knochen, bemalte Tonscherben, Stoffstücke, geflochtene Kordeln etc. lagen ohne jede Absperrung rings um uns verstreut - alles eben, was dir Grabräuber nicht brauchen konnten, die hier gewütet haben. Für uns ein schockierender Anblick!
Bei der wilden Achterbahnfahrt über die hohen Sanddünen, die sich anschloss, verdrängten wir diesen Anblick allerdings schnell wieder. Jetzt wussten wir auch, warum der Buggy mit Renngurten ausgerüstet war. Fast ebenso rasant wie mit dem Buggy rauschten wir später mit den Sandboards die hohen Dünen abwärts. Ein riesiger Spaß!
Und zum Abschluss folgte dann auch noch ein Natur-Highlight: Mitten in der Wüstenlandschaft tauchte unvermittelt die Pazifikküste vor uns auf mit der Halbinsel San Fernando. An der Steilküste mit ihren rot, gelb und weiß schimmernden Felsen tummelte sich eine riesige Robbenkolonie, dazwischen hockten Pinguine mit ihren Jungen in den Felsen. Und über unsere Köpfe flogen tatsächlich auch noch Kondore hinweg. Mehr passt wirklich nicht mehr in einen Tag!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66947.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66950.jpg&w=1920&q=75)
Fluss-Shrimps und ein Inka-Hafen
Spätabends sind wir gestern in Puerto Inca angekommen. Heute Vormittag hatten wir Zeit, uns die Ruinen des alten Inkahafens in der hübschen Bucht anzusehen. Von der Hafenstadt haben Stafettenläufer innerhalb von 24 Stunden frischen Fisch für die Inkas nach Cusco gebracht. Die Ruinen der Hafenstadt sind noch immer gut erhalten.
Am Nachmittag ging es dann in mehrstündiger Fahrt, erst entlang der Steilküste, dann durch triste Wüstenödnis, nach Corire - unsere Zwischenstation auf dem Weg zum Colca Canyon. Am Abend konnten wir im Restaurant die Spezialität der Gegend probieren, Fluss-Shrimps aus dem Rio Majes. Sehr lecker!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66952.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66953.jpg&w=1920&q=75)
Erster Höhenrausch mit Coca
Steiniger Vormittag: Nach dem Frühstück holte uns Local-Guide Mauricia von der Hacienda Majes ab zur Besichtigung der Petroglyphen von Toro Muerto. Auf den unzähligen in der Wüstenlandschaft herumliegenden Steinbrocken dort haben die Wari, ein Vor-Inca-Volk, jede Menge Felszeichnungen hinterlassen: Kondore, Raubkatzen, Schlangen, Schamanen, Regenmacher, … In der Nähe haben außerdem Dinosaurier, knapp 150 Millionen Jahre vorher, ihre Fußabdrücke im Fels hinterlassen. Für so riesige Viecher sind die Abdrücke allerdings ganz schön klein. Das stellt man sich beeindruckender vor. Nach diesem Blick in die Vergangenheit traten wir unsere Fahrt in die Höhen der Anden an. “Auf unbekanntem Weg”, so Alejandro, brachen wir auf Richtung Colca Canyon - und unterwegs trafen wir auf der Serpentinenpiste tatsächlich keine anderen Touris. Über mehrere Viertausender-Pässe gelangten wir schließlich zu unserem Ziel für die Nacht auf 3300 Meter, Cabanaconde. Dank Alejandro verkrafteten wir den Höhenanstieg alle relativ gut. Er hatte in weiser Voraussicht Coca-Blätter für uns besorgt, die teils in unseren Wasserflaschen, teils direkt in unseren Backen landeten. Der Rekord-Konsum an Coca-Tee pro Person lag an diesem Tag bei fünf Litern - was zwar viele Pinkelpausen zur Folge hatte, aber eben keine Höhenprobleme.
Am Abend konnten wir in unserem Hotel dann zum ersten Mal Alpaca-Fleisch probieren. Und trotz der Höhe gönnten sich die meisten von uns noch einen Pisco Sour zum Abschluss. Coca allein macht halt auch nicht glücklich.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66996.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66997.jpg&w=1920&q=75)
Kondore und Touristenhorden
Cruz del Condor: Den “König der Anden” soll man von dem Aussichtspunkt im Colca Canyon am Besten beobachten können, weswegen wir heute auch frühmorgens dorthin aufbrachen. Zuerst einmal erblickten wir aber ein Heer von Touristen, die dasselbe vorhatten wie wir. Der erste Punkt unserer Rundreise, an dem wir dem Massentourismus begegneten.
Unbeeindruckt davon tauchten dann aber tatsächlich Kondore am “Cruz del Condor” auf und boten eine beeindruckende Flugshow für die wartende Fotografen-Meute.
Nach dieser Vorstellung erholten wir uns erstmal in den heißen Quellen von “La Caldera” vom frühen Aufstehen in der Kälte.. Anschließend probierten wir beim Mittagessen das erste Mal Meerschweinchen. Viel ist da ja nicht dran!
So gestärkt - und außerdem bestens präpariert mit Alejandros Coca-Blättern - überquerten wir bei der Weiterfahrt nach Arequipa den 4900 Meter hohen Patapampa Pass.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66998.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F66999.jpg&w=1920&q=75)
Das bekannte viventura-Team
Heute konnten wir ausschlafen, denn unser Tag fing erst um 10 Uhr an. Sonja hat uns vom Hotel abgeholt, sie macht ihr Praktikum bei viventura und heute war ihr Geburstag. Begleitet wurden wir auch noch von den drei neuen Praktikanten aus Deutschland.
Wir besuchten eine von viventura geförderte Grundschule, die etwas auswärts des Zentrum ist. Dann fuhren wir weiter zum San Camilo Markt von Arequipa, dem ältesten Markt der Stadt.
Unser Mittagessen hatten wir im viventura Büro mit den ganzen Team gehabt. Zum Essen gab es "Lomo Saltado" und Chicha Morada (maishaltiges Getränk)- sehr lecker.
Gestärkt gingen wir dann zu unserer Stadtführung, die wir im Santa Catalina Kloster begannen. Viviana, unsere lokale Führerin begleitete uns mit zur Jesuiten Kirche und zur bekannten Kathedrale, wo sie uns viel Interessantes erklärte.
Zum Glück hatten wir Zeit für Shopping und fuer ein leckeres Essen in einem türkischem Restaurant .
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67031.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67032.jpg&w=1920&q=75)
Der Tag beginnt früh
4.15 Uhr - der Wecker klingelt. Die Frisur sitzt nicht, doch wir fliegen mit der ersten Maschine nach Cuzco mit Zwischenlandung in Juliaca. Immerhin gab es für den frühen Start grandiose Blicke auf die Anden. Im Hotel durften wir das Frühstücksbuffet entern, bevor die dreistündige Citytour mit Guide Celso anstand.
Erster Halt war an den Inkaruinen oberhalb von Cuzco, bevor es ins Stadtzentrum und dort weiter zu Fuß ging. Dominikanerkloster, Kathedrale, der berühmte zwölfeckige Stein, zahlreiche kleine Gassen und schnuckelige Plätze wurden von uns besichtigt, erlaufen und fotografiert. Wir beendeten unseren Tag mit einem leckeren Abendessen und Ralf mit seinem "Cuy Chactado" hatte eine lustige Erfahrung.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67065.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67066.jpg&w=1920&q=75)
Folklore
Unser Tag begann um 8:45 mit dem Frühstück. Heute haben wir den Tag zur freien Verfügung und besuchten Museen und Kirchen. Schade war, daß einige Museen geschlossen waren weil heute Sonntag ist. Zum Glück haben wir die Möglichkeit einen Umzug auf dem Hauptplatz zu sehen. Der 22. August ist der Tag der Folklore in Peru. Deswegen tanzten 13 Provinzen in Cuzco. Jede Provinz hat seinen eigenen typischen Tanz. Zum Abendessen bestellten wir heute "light".
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67067.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67201.jpg&w=1920&q=75)
Auf dem Inka-Trail
Eines der Highlights dieser Reise: Heute absolvierten wir unsere eintägige Inka-Trail-Wanderung ab Kilometer 104 bis Machu Picchu. Dazu fuhren wir frühmorgens in Cusco los mit dem Zug Richtung Machu Picchu und stiegen bei Kilometer 104 aus. Dass es keinen anderen Namen für den Stopp gibt ist kein Wunder, wir sprangen praktisch mitten in der Pampa ab.- Kein Ort, kein Bahnsteig, nur ein Schild mit Hinweis auf den Inka-Trail.
Unser Guide Celso hatte uns eine “ganz leichte Wanderung” versprochen, gar nicht steil. Nachdem wir dann gut drei Stunden lang bei mindestens 25 Grad bei knallender Sonne ohne Schatten steil bergauf gekeucht waren, über geschätzte 1000 steile Stufen, war klar: Unsere Vorstellungen von “einfach” unterscheiden sich doch erheblich. Für den anstrengenden Aufstieg wurden wir aber entschädigt durch den Blick auf die Inka-Ruinen von Winawayna: eine Terrassenanlage, die in den steilen Hang geklebt ist wie ein Adlerhorst.
Von dort ging es dann zum Glück relativ eben durch Regenwald-Vegetation mit Orchideen, Bromelien, Bambus … weiter bis Machu Picchu - bis auf die “kleine Überraschung” zum Schluss, die Celso schon angekündigt hatte. Noch mal 50 steile Inkastufen, bis dann das Sonnentor und dahinter der erste Blick auf Machu Picchu im diesigen Nachmittagslicht auftauchten. Und Celso konnte uns stolz mitteilen: Wir haben die Strecke in neuer Rekordzeit geschafft!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67202.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67205.jpg&w=1920&q=75)
Machu Picchu
Nach dem ersten Blick auf Machu Picchu stand heute die ausführliche Besichtigung der Ruinen-Stadt an. Nach einer gut 2,5-stündigen Führung mit vielen Infos zur Inka-Kultur hatten wir dann auch noch reichlich Zeit uns auf eigene Faust umzusehen und zum Beispiel zur Inkabrücke etwas außerhalb der Anlage zu laufen - die dann allerdings für allgemeine Heiterkeit sorgte durch ihre doch eher bescheidenen Ausmaße. Sonst aber hat Machu Picchu uns wirklich beeindruckt. Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Zug wieder zurück nach Cusco.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67204.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67206.jpg&w=1920&q=75)
Auf geht´s zum Titicacasee
Gespannt erwarten wir den Morgen, hat uns doch Alejandro eine "Überraschung" versprochen! Und tatsächlich: wir haben vor der Abfahrt noch Zeit für einen Besuch im Inka-Museum. Ein Besuch besonderer Art - es gibt keinen Strom und alle Exponate befinden sich im Dunkeln. Doch mit Hilfe von Taschenlampen können wir die Ausstellungsstücke bewundern - dies hat einen ganz besonderen Charme und als dann auch noch um 9.00 Uhr das Licht angeht (das Museum öffnet wohlgemerkt um 8.00 Uhr!), ist die Freude perfekt und die Überraschung gelungen.
Dann geht´s auf die Reise zum Titicacasee. Juliaca mit seinen halbfertigen Häusern als Steuersparmodell und mit unglaublich viel Schmutz lassen wir hinter uns. Dann ändern sich die Landschaft und die Trachten der Frauen - sie tragen "Bollerhüte", allerdings nur mit zwei bunten Wollkugeln. Und endlich sind wir auf der Halbinsel Capachica und im Dorf Chifron bei Emiliano.
Wir bekommen unsere kleinen eigenen schilfgedeckten Lehmhütten zugewiesen. Die Wände sind nur mit Schilfmatten bedeckt, auch das Bett besteht aus Lehm, allerdings mit einer weichen Unterlage. Es gibt kein fließendes Wasser, das rechtfertigt die Katzenwäsche. Strom ist zum Glück vorhanden, so daß alle strapazierten Akkus und Batterien der Fotoapparate aufgeladen werden koennen. Bereits um 21 Uhr fallen wir todmüde ins Bett, es kommt uns vor als wäre es bereits Mitternacht.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67207.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67208.jpg&w=1920&q=75)
Inselleben
Mit Hundegebell und Hahnen- und Eselsgeschrei werden wir geweckt. Der Blick auf den See ist umwerfend und auch das Dorfleben fasziniert uns. Vor Emilianos Haus sammeln sich die Frauen des Ortes. Wir erfahren, daß heute zwei Mitarbeiterinnen vom Sozialprojekt Copesco kommen. Die beiden werden mit den Frauen mit heimischen Produkten kochen und sie in Ernährungslehre unterrichten.
Wir machen uns derweil mit Emiliano auf zu einer kleinen steilen Wanderung zum Berg hinter dem Dorf. Es geht auf 4200 m Höhe. Emiliano erklärt uns die Kräuter der Berge. Wir erfahren, mit welchen man Wäsche waschen kann und welche Kopfläuse bekämpfen. Vielleicht brauchen wir dieses Wissen noch nach unserer Heimkehr??!!
Der Ausblick von oben entschädigt uns für alle Strapazen und als wir wieder unten ankommen, gibt´s als Belohnung leckeren Kuchen aus gefriergetrocknetem Kartoffelmehl, den die Frauen des Dorfes inzwischen gebacken haben.
Am Nachmittag bietet Emiliano eine Bootsfahrt an. Als Gabi und Uli jedoch sehen, wie Emiliano sich mit seinem uralten Ruderboot abmüht, um die drei anderen um einen kleinen Berg zu schippern, verzichten sie freiwillig auf eine zweite Tour. Da ist uns ein Strandspaziergang doch angenehmer. Margarete seilt sich ab zum gemütlichen Nachmittag, während die restliche Gruppe mit Alejandro den nächsten Berg besteigt. Bis zum Sonnenuntergang, den man von oben besonders gut beobachten kann, vertreibt sie sich die Zeit mit Malen und Rätseln: "Hund, Katze, Maus…".
Der Abend klingt aus mit einer kleinen Gesangsdarbietung zweier Mädchen aus dem Dorf, die in ihrer schönen Tracht Lieder der Volksstämme rund um den Titicacasee darbieten.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67209.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67210.jpg&w=1920&q=75)
Lange Tage
Heute mußten wir uns leider von unserer Gastfamilie in Capachica verabschieden. Per Boot ging es zunächst auf eine der Uroinseln wo wir mit dem Prozess der "Inselerschaffung" vertraut gemacht wurden. Zudem hatten wir die Möglichkeit, unsere neugierigen Nasen in einige Hütten zu stecken, um mehr über die Lebensgewohnheiten der Uros zu lernen.
Über den ruhigen Titicacasee setzten wir dann unsere Reise zum Hafen in Puno fort wo schon der Bus zur Grenzstation in Puno auf uns wartete. In Desaguadero bestaunten wir das geschäftige Markttreiben und das geschickte Manövrieren der Rikschafahrer zwischen Fußgängern und Bussen. Hier wurde die Ausreise zum Erlebnis.
Im bolivianischen Teil wartete bereits Carlos, um uns mit Bolivien vertraut zu machen. Mit ihm machten wir vor der Ankunft in La Paz noch einen Abstecher zum berühmten Sonnentor bzw. zum Museum, in dem das Sonnentor zu finden ist. Am Abend können wir von einer der Anhöhen der bolivianischen Hauptstadt einen ersten Blick auf die beleuchtete Millionenstadt werfen. Die Fotoapparate haben einmal mehr jede Menge Arbeit.
Im Hotel angekommen, hieß es dann Essengehen. Doch leider nahmen wir auch Salat und hatten bald die Folgen zu ertragen! Wir gingen schlafen und waren auf die angenehmen und unangenehmen Ereignisse des nächsten Tages gespannt.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67234.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67235.jpg&w=1920&q=75)
Pico Austria- City Tour
Für Uli und Gabi begann der Tag sehr früh. Sie frühstückten um 6:00 Uhr und wurden um 6:30 von Miguel, dem lokalen Führer für Pico Austria abgeholt. Die drei wanderten heute bis auf 5.200m.
Der Rest der Gruppe machte eine ruhige Tour durch La Paz. Das war super. Wir hatten auch Zeit für Shopping. Die bolivianische Hauptstadt ist das richtige Pflaster für kaufwütige Touristen: niedrige Preise und gute Qualität.
In La Paz gibt es auch viele Museen, aber einige waren heute leider geschlossen. Mit etwas Glück können wir sie morgen besichtigen. Zum Abendessen gingen wir reduziert (3) in das Restaurante "Traffic". Die Atmosphäre im Restaurant war sehr schön und das Essen sehr lecker. Der Rest der Gruppe testete bolivianische Hoteltoiletten auf ihre Leistungsfähigkeit und die Wirkung von Imodium. ;-(
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67236.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67237.jpg&w=1920&q=75)
Drei Städte an einem Tag!
Heute hatten wir auch noch Zeit für unsere lezten Einkäufe und einen Besuch der restlichen Museen. Danach fuhren wir zum Busbahnhof, um unsere Reise nach Oruro zu starten. Nach vier Stunden Busfahrt erreichten wir Oruro. Hier blieben wir allerdings nur kurz, um auf den Zug nach Uyuni zu warten.
Sieben Stunden Bahnfahrt lagen vor uns. Gemütlich ratterte unser Zug seinem Ziel entgegen. In Uyuni wurden wir gegen 2 Uhr nachts vom Schaffner aus unseren kurzen Träumen gerissen. Bei niedrigen Ortstemperaturen fuhren wir mit einem Jeep zu unserem Hotel wo schon ein gemütliches Bett auf uns wartete.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67263.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67293.jpg&w=1920&q=75)
Salzwüste
Nach wohlverdientem Schlaf und einem deftigen Frühstück brachen wir heute mit Jeeps zu unseren Zielen in der Salzwüste auf. Zunächst besuchten wir einen Eisenbahnfriedhof auf dem der einstige Stolz der bolivianischen Eisenbahn vor sich hinrostet. In der Salzwüste begutachteten wir die von den Einheimischen angehäuften Salzhügelchen, welche wir auch nutzten, allerdings nur für eine Fotosession der besonderen Art.
Im einstigen Salzhotel der Wüste bestaunten wir als nächstes die im Gebäude ausgestellten Salzsteinfiguren und die besondere Architekturform. Dann ging es zur Isla de los Pescadores, einer Insel in der Salzwüste. Markant hebte sich das dunkle Gestein vom grellen Weiss der umliegenden Salzwüste ab.
Vor der Wanderung auf die höchste Erhebung der Insel füllten wir unsere hungrigen Mägen bei einem Picknick, auf Salzsteintischen serviert. Der Weg zur Spitze führte uns vorbei an einer Unzahl von riesigen Kakteen und versteinerten Korallen. Von oben hatten wir fast den Eindruck, wirklich auf einer vom Meer umspülten Insel zu stehen.
Gegen 16.00 Uhr verabschiedeten wir uns von der Insel. Wir waren gespannt was kommen würde, denn Alejandro hatte wieder eine seiner Überraschungen angekündigt. Mitten in der Salzwüste stoppte unser Jeep: hier wollten wir bis zum Sonnenuntergang verweilen. Mit Schattenspielen vertrieben wir uns die Zeit und und plötzlich zauberte Alejandro zwei Flaschen Rotwein und Becher hervor - eine gelungene Überraschung!! Die Stimmung stieg und so ließ sich unser Quartier - ein Massenlager im Sechs-Bett-Zimmer - ohne Strom und Wasser leichter verkraften.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67369.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67373.jpg&w=1920&q=75)
Von Lagune zu Lagune
Heute ging es wieder früh raus. 3 Uhr morgens!!! Ein schnelles Frühstück und ab in den 4x4. Zusammengesunken hockten wir im Wagen und wärmten uns gegenseitig gegen die schneidende Kälte der Hochanden. Es waren sicherlich Minusgerade. Bis zum Sonnenaufgang versuchten wir noch ein bisschen Schlaf zu finden, was bei dem Geholpere des Wagens nicht leicht war.
Als die Sonne über die Berge kroch machten wir unseren 1. Fotostop bei einem Vulkan, der an seiner Seite rauchte. Und es war immer noch schweinekalt. Mit höhersteigender Sonne wurde es draußen und auch uns wärmer.
Die Landschaft war einfach überwältigend. Vulkankegel, Bergketten in verschiedensten Rot- und Brauntönen, Lagunen mit weißen Salzrändern, himmelblauem Wasser und Unmengen an Flamingos, dazwischen immer wieder Strecken mit grauen Sandflächen und Dünen.
Höhepunkte des Trips waren die von roten Algen gefärbte Laguna Colorada; die türkisfarbene Laguna Verde; ein in 5.000m Höhe gelegenes Geysir-Feld - kleine, stinkende Krater mit gelben Schwefelablagerungen, in denen hellgrauer Schlamm blubberte… ein lustiger Anblick.
In San Pedro ging´s noch zum Essen und dann nach 18 Stunden ins Bett.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67377.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67387.jpg&w=1920&q=75)
Ausruhen in Chile
Endlich mal wieder ausschlafen! Ein Luxus, den wir in den letzten Tagen nicht mehr kannten. Nach einem späten Frühstück bummelten wir durch den Ort San Pedro und waren erstaunt was es in diesem kleinen Nest doch alles zu sehen gibt: eine wunderschöne alte Kirche in Adobe-Bauweise mit einem Dach aus Kaktusholz, nette Dorfstraßen mit vielen kleinen Shops, einen musikbeschallten Dorfplatz und einen großen Friedhof mit für uns fremden Totenhäusern und Grabhügeln mit Papier- und Kunstblumenschmuck.
Bis 15.00 Uhr konnten wir wieder faulenzen oder unsere lädierten Därme pflegen, dann gings zum letzten Ausflug mit Alejandro ins Valle del Marte (Mars), das nur wegen eines Hörfehlers Valle de la Muerte (Tod) heißt. Die rote Farbe der Steine faszinierte uns mehr als die Gruppe Sandboarder, die ihre ersten Versuche mit dem Brett machen. Da waren wir doch viel besser!!!
Dann gings weiter zum Valle de la Luna. Die Salzmine fanden wir nicht, stattdessen gab es aber bei den "Drei Marien" wilde Spekulationen: Frosch, Kröte, Steine werfender Mensch…??? Von der großen Düne aus betrachten wir den Sonnenuntergang. Und dann??
Jetzt bleibt uns nur noch das Abschiedsessen, das Alejandro für uns in Viventuras Namen organisiert hat: japanische Glasnudelsuppe mit Pilzen, kandierter Lachs mit Apfel und und Kartoffelgratin und Crema Catalana. Mmmmh, das war lecker und die Stimmung wurde trotz Abschied dank dreier Flaschen Wein nicht traurig.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67381.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67487.jpg&w=1920&q=75)
Abschied
Heute hieß es Abschied nehmen von Alejandro. Wir bummelten zum letzten Mal durch San Pedros Straßen, tauschten Geld, schrieben Tagbucheinträge und warteten bis 16.00 Uhr auf den Bus, der uns zum Flughafen nach Calama bringt. Das war der Plan…
… Plötzlich um 14.00 begann ein schrecklicher Sandsturm. Schnell rief Alejandro den Busfahrer an und wir fuhren schon um 15.00 in Richtung Calama um den Flug nicht zu verpassen. In Calama warteten wir bis 18.15 und flogen pünktlich ab.
Eine wunderbare Reise neigt sich dem Ende zu. Schade!!!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67488.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F67489.jpg&w=1920&q=75)
Citytour in Santiago
Obwohl das Wetter in Santiago für chilenische Verhältnisse recht winterlich war und wir nun am Ende unserer Reise angekommen waren, fehlte es nicht an Lust und Neugier die Metropole zu erkunden und uns von Diana durch das Zentrum führen zu lassen. Besonders interessant war das Kulturzentrum der Moneda (Präsidentenpalast) wo einige von uns vor einer gigantischen Landkarte von Chile schon ihre nächste Reise planten. Gegen die Kälte half ein Kaffee in einem der in Santiago typischen Cafés con piernas, wo nicht nur der Kaffee erwärmt. ;-) Mittagessen gab’s im Fischmarkt Mercado Central und zum Abschluss bestiegen wir noch den letzten Berg auf unserer Reise. Den Aussichtsberg Cerro San Cristóbal! Dort verabschiedeten wir uns gebührend von Südamerika. Bis zum nächstes mal!!!!