Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

28 März 2008 • Frankfurt - Lima

Unser Hotel in Lima
Flughafen von Lima

Ankunft in Lima

Nach einem langen aber ruhigen Flug wurden wir in Lima von unseren Reiseleitern Lukas und Alejandro herzlich begrüßt.

Unser Tourbus brachte uns in den Stadtteil Miraflores zu unserem Hotel. Hier erklärte uns Lukas kurz den Ablauf der Tour und hieß uns bei einem ersten Pisco Sour nochmals in Peru willkommen……. es war bestimmt nicht unser letzter Pisco. :)

29 März 2008 • Frankfurt - Lima

Kloster von San Francisco
Kurzer Stopp am Strand

Stadtrundfahrt Lima

Zum Frühstück wurden wir mit einem leichten Erdbeben "pacha mama" begrüßt.

Am Vormittag brachen wir zur Stadtrundfahrt in Lima auf. Unser lokaler Guide zeigte uns die schönen Seiten dieser Großstadt. Wir fuhren durch den modernen Stadtteil Miraflores, und hielten am "Parque del Amor" an.

Anschließend ging es in die Altstadt von Lima mit dem "Plaza de Armas". Wir besichtigten die Kathedrale, das San Francisco Konvent, gingen dort auch durch die Katakomben und waren rechtzeitig zur Wachablösung am Regierungspalast.

Unser Mittagessen nahmen wir in einem kleinen, überwiegend von Einheimischen besuchten Lokal ein und probierten dort zum ersten Mal die unterschiedliche schmackhafte Küche Perus.

Im Anschluss brachen wir auf zur Weiterfahrt in die Oase Huacachina, legten noch einen Zwischenstopp am Strand mit Bademöglichkeit ein, bevor wir ohne eine weitere Pause zur Oase weiterfuhren.

30 März 2008 • Paracas - Lima

Auf dem Boot Richtung Ballestas Inseln
Buggyfahrt auf den Dünen

Komorane, Pisco und Sand

Heute Morgen war um 6.00 Uhr Frühstück angesagt. Danach brachte uns unser Bus zu der Bucht von Paracas. Von dort fuhren wir mit einem Schnellboot zu den "Islas Ballestas". Beeindruckend war das Bild eines überdimensionalen Dreizacks, welcher auf der Fahrt dorthin an einer Hanglage im Sand zu sehen war.

Genauso beeindruckend waren die zerklufteten Klippen der Ballestas Inseln sowie die Massen an unterschiedlichen Seevögeln, Seelöwen und Pinguinen.

Auf der Rückfahrt wurde unser Boot von einem riesigen Schwarm von Vögeln begleitet.

Wieder an Land angekommen fuhren wir zu einer Pisco Destillerie. Nachdem uns der Ablauf über die Herstellung von Pisco erklärt wurde, kamen wir in den Genuss, die unterschiedlichen Arten zu probieren.

Zurück zur Oase waren wir alle sehr mutig und unternahmen eine Buggytour über die Sanddünen. Beim Sandboarden verliess uns allerdings der Mut, nur Caroline zeigte eiserne Nerven. In rasanter Fahrt ging die Tour über die Dünen weiter und endete mit einem faszinierenden Sonnenuntergang.

31 März 2008 • Paracas - Nazca

Nach dem Flug über die Nazca-Linien
Oase Huacachina

Flug über die Nazca-Linien

Wie in den zwei Tagen zuvor, hatten wir auch heute wieder viel Sonne mit Temperaturen von ca. 30 Grad.

Nachdem wir unser Hotel in der Oase verlassen hatten, fuhren wir die neue Panamericana in Richtung Nazca. Für eine kurze Strecke verließen wir die neue Straße und fuhren auf der alten Panamericana weiter. Diese kurze Strecke ist wesentlich kurvenreicher und auch schmaler. Auf einer Anhöhe hielten wir an und hatten eine sagenhafte Aussicht auf die Täler vom Rio Palpa und Rio Grande.

Weiter auf der neuen Straße besuchten wir das Maria Reiche Museum, in dem die originalen Aufmaße der Nazca-Linien, die Bandmaße und Winkelmesser sowie verschiedene Grabbeigaben zu sehen sind.

Von dem anschließend bestiegenem Aussichtsturm sahen wir die Scharrbilder "Hände" und "Baum". Unser Rundflug über die Linien sollte um 14.00 Uhr stattfinden, verschob sich aber auf 15.00 Uhr (peruanischer Zeit).

Also nutzten wir die Zeit vorher noch eine Kleinigkeit zu essen und eine Töpferei zu besuchen, in der die Tonwaren nach alter Nazcakunst hergestellt werden. Unser Flug über die Nazca-Linien fand ab 15.40 Uhr statt und wurde von unserer gesamten Gruppe gut vertragen.

Die Nacht verbrachten wir in einer zum luxuriösem Hotel ausgebauten Hacienda. Leider konnten wir die Annehmlichkeiten des Hotels nicht geniessen, da wir durch den verzögerten Flug erst am späten Nachmittag dort ankamen.

01 Apr. 2008 • Arequipa - Ica

Besuch vom Nazca-Friedhof Chauchilla
In Puerto Inca unterwegs nach Arequipa

Auf der Panamericana oder die endlos lange Wüste

Auch heute meinte es die Sonne wieder sehr gut mit uns.

Leider mussten wir uns schon sehr früh von dem schönen Hotel verabschieden, da uns eine lange Fahrt nach Arequipa bevorstand.

Kurz hinter Nazca besuchten wir noch einen Friedhof aus der Nazca-Zeit. Obwohl die meisten Gräber von Grabräubern zerstört und geplündert wurden, ist an den vorhandenen, rekonstruierten Gräbern gut zu erkennen, wie in dieser Kultur die Toten beerdigt wurden.

Unsere weitere Fahrt auf der Panamericana führte uns durch unterschiedliche, teilweise sehr malerische Wüstenlandschaften. In einem Tal tauchte ein Wald mit Olivenbäumen vor uns auf. Wir hielten an und hatten Gelegenheit, die dort geernteten Oliven zu probieren und auch das erzeugte Olivenöl zu kaufen.

Gegen Mittag erreichten wir die Küste und hielten an der "Puerto Inca" an, um noch einmal zu baden (Wassertemperatur wurde auf 17 Grad geschätzt) und die mitgebrachten Speisen zu essen. Während des Essens bewölkte sich der Himmel und es zog Nebel auf.

Wieder auf der Panamericana beobachten wir unterwegs noch Delphine, bevor wir nach 7 1/2 stündiger Fahrt endlich in Arequipa ankamen.

02 Apr. 2008 • Nazca

Klosteranlage Santa Catalina
Saftstand am Markt San Camilo

spanisches Dorf

Das Wetter in Arequipa war heute nicht mehr so schön wie an der Küste. Der Himmel war bewölkt, es zeigte sich nur teilweise die Sonne und das Thermometer stand auf ca. 20 Grad.

Nach dem Frühstück gingen wir zum Markt und kauften Obst zum Mitbringen für unser Sozialprojekt. Wir besuchten dann die Schule "San Juan Apostel", die am Stadtrand von Arequipa liegt. Die Kinder, ab Vorschulalter bis zu 14 Jahren, zeigten sich sehr aufgeschlossen und hatten keinerlei Berührungsängste. Unseren Besuch bei den Vorschulkindern beendeten wir mit dem Kinderlied "Alle meine Entchen".

Bevor wir zum Mittagessen in das Büro von viventura fuhren, besichtigen wir noch den Markt "San Camilo", die größte Markthalle von Arequipa und tranken frisch zubereiteten Obstsaft.

Im viventura-Büro lernten wir alle Mitarbeiter kennen und genossen das leckere, von Carmencita zubereitete Essen.

Mit Taxen fuhren wir am frühen Nachmittag in die Altstadt von Arequipa. Als erstes hatten wir eine Führung durch das "Santa Catalina" Kloster, das wie ein schönes, ursprüngliches spanisches Dorf mit intensiven Farben wirkt.

Danach besichtigten wir die Kathedrale, konnten allerdings im Innenraum nicht fotografieren, da ein Gottesdienst abgehalten wurde. Quer über den "Plaza de Armas" ging es dann zur Jesuitenkirche, mit ihren filigranen geschnitzten Sillarsteinportal und das der Kirche angeschlossene Kloster. Nachdem wir die Kreuzgänge des Jesuitenklosters bewundert hatten, ging es noch einmal zurück zur Kathedrale um die sehenswerten Kostbarkeiten im Inneren zu fotografieren.

03 Apr. 2008 • Arequipa - Cabanaconde

Kleines Anden Mannequin
Dorf Cabanaconde am Colca-Tal

Das Colca-Tal

Heute war unserer Ziel der Colca Canyon, einer der tiefsten Canyons der Welt und für die Peruaner ist er der tiefste.

Zuerst ging es aus Arequipa raus Richtung Norden. Nach einer knappen Stunde Fahrzeit erreichten wir ein Nationalreservat, hier konnten wir viele Vicuñas sehen. Die Wolle der Vicuñas hat eine sehr hohe Qualität und ist sehr teuer, deshalb wurden sie fast ausgerottet. Heute wächst die Zahl der Tiere wieder, weil viele in Reservaten leben.

Später kamen wir zum höchsten Punkt unserer ganzen Reise, der Pass Patapampa auf 4910 Metern Höhe!

Dann ging es weiter zum Ort Chivay, im Colca Tal. Nach einem Mittagessen in Chivay ging es weiter zu unserem heutigen Tagesziel Cabanaconde, ein kleines Dorf am Rand des Colca Canyons.

Vor der Ankunft in unserem Zielort Cabanaconde machten wir noch eine schöne Wanderung durch das Colca-Tal.

04 Apr. 2008 • Colca-Schlucht - Arequipa

Junger Condor
Bei den Thermalquellen in Chivay

Die Kondore

Heute standen wir füh auf, um Kondore zu sehen. Ungefähr halb acht fuhren wir aus dem kleinen Dorf Cabanaconde los. Nur dreizehn Kilometer entfernt liegt der Aussichtspunkt Cruz del Condor. Dort angekommen mussten wir etwas warten bis sich die ersten Kondore zeigten. Es kamen viele und einige flogen nur ein paar Meter über unsere Köpfe! Es war ein wunderschönes Spektakel.

Danach fuhren wir weiter Richtung Arequipa unterwegs am Colca-Canyon erzählte uns unser lokaler Guide vieles über die Geschichte, Pflanzen- und Tierwelt dieses Tales.

Vor unserem Mittagessen im Ort Chivay entspannten wir in den thermalen Quellen von "La Calera".

Nachdem Mittagessen und einer kurzen, aber schönen Wanderung ging es noch drei Stunden weiter bis in die Stadt Arequipa, dort kamen wir abensd an.

05 Apr. 2008 • Cuzco - Cusco

Inkafenster in der Tempelanlage Qoricancha
Hauptplatz von Cuzco

Flug nach Cuzco

Um 5.15 Uhr fuhren wir zum Flughafen von Arequipa. Während des Fluges konnten wir auf den Hausberg von Arequipa, den Misti, und auch in einen anderen, aber diesmal rauchenden Vulkan sehen. Nach einem Zwischenstopp in Juliaca landeten wir um 8.30 Uhr in Cuzco.

Nachdem wir unsere Zimmer in dem schönen, alten im Kolonialstil erbauten Hotel bezogen hatten, konnten wir uns noch etwas ausruhen, bevor wir uns am Nachmittag wieder trafen. Hier erhielten wir erste Informationen über den Inka Trail sowie die Fahrt ins Heilige Tal. Anschließend begann unsere Citytour.

Wir fuhren zuerst zu den Ruinen von "Saqsayhuamàn" und waren überwältigt von den riesigen, ohne Fugen aufeinandergesetzten Steinquadern. Auch hatten wir von hier aus einen sagenhaften Blick auf Cuzco. Danach ging es zurück in die Altstadt. Am "Plaza de Armas" besichtigten wir die Kathedrale in der sich u.a. wunderschöne Holzschnitzarbeiten, auch der ursprüngliche, aus Zedernholz geschnitzte Altar sowie viele Gemälde befinden.

Nach der Kathedrale ging es zum Sonnentempel "Koriconcha". Hier kann man sehr gut die dicken Mauern und deren Aufbau erkennen. Auch die Vertiefungen und Zapfen in den Steinen für passgenaues Aufeinandersetzen sind sehr gut sichtbar.

Den Abend ließen wir in einem Restaurant der neuen Andenküche ausklingen.

06 Apr. 2008 • Arequipa

Die Kathedrale von Cuzco
Das Heilige Tal der Inka

Freier Tag mit Cuy

Heute hatten wir einen Tag frei um uns die Stadt Cusco anzuschauen. Dieter, Birgit, Wilhelm und Irene machten einen Ausflug ins Heilige Tal der Inka, sie hatten viel Spaß. Sie sahen unterwegs zwei Inka-Städte und noch das kleine Dorf Chinchero, das bekannt für seine wunderschöne Kirche mit Fresken aus der Kolonialzeit ist. Auch für ihre Frauen ist das Dorf bekannt, die ihre Tradition des Webens noch zu Zeiten vor der Kolonie erhalten haben.

Sie hatten auch die Möglichkeit schöne Fotos von den Gletschern der Vilcanota Kordilliere zu machen und Meerschweinchen zu probieren! Außerdem besuchten sie einen Schamanen, der sie durch sein Haus führte und ihnen seine Sammlung an Totenköpfen zeigte.

Edwin, Christina, Joachim, Bärbel, Manfred, Caro und Christian blieben in Cuzco und erlebten auf der "Plaza de Armas" die Zeremonie bei der die Nationalfahne Perus und die Regenbogenfahne der Inkas gehisst wurde. Anschließend schlenderte man durch die Stadt, fotografierte die schönen historischen Gebäude mit den Balkonen aus der Konolialzeit.

Hinter der Kathedrale, durch die Gasse der "Calle de Hatunrumiyoc" in der sich auch der "Paradestein mit den 12 Ecken" befindet, gelangt man ins Künstlerviertel "San Blás". Das Viertel liegt auf einer Anhöhe und man hat von hier aus einen schönen Blick auf die Altstadt.

Zum Abendessen trafen wir uns wieder in Cuzco, um Cuy zu essen (wer wollte). Nur Achim und Christina konnten leider nicht mitkommen, ihnen ging es nicht so gut.

07 Apr. 2008 • Cuzco - Aguas Calientes

Terrassen bei Pisac
Das Heilige Tal der Inka

Hart am Limit

Heute trennte sich wieder unsere Gruppe. Caro, Christia, Christina und Joachim fuhren ins Heilige Tal. Für Birgit, Dieter, Irene, Willi, Edwin, Bärbel und Manfred wurde es ernst.

Wir wurde um 6.30 Uhr vom Hotel abgeholt, um mit dem Zug in Richtung "Aguas Calientes" zu fahren. Am Kilometer 104 hielt der Zug auf der Strecke an und wir stiegen aus. Nach der Registrierung aßen wir eine Kleinigkeit und begannen dann den Aufstieg auf dem "Inka Trail". Das Wetter war ideal, es war trocken aber bewölkt, also nicht zu warm.

Während wir die Inka Stufen erklommen, sahen wir eine Vielzahl an Pflanzen und Blumen. Wenn sich der Nebelwald lichtete, hatten wir eine fantastische Aussicht auf die grünen Berge der Anden. Besonders der Anstieg nach "Wiñawayna" war sehr heftig. Da an verschiedenen Stellen die Stufen sehr steil und in so großer Anzahl waren, dass wir unterwegs öfter pausieren mussten.

Allerdings wurden wir jedesmal durch eine sagenhafte Aussicht belohnt, wenn wir die schweißtreibenden Teilstücke überwunden hatten. Nach 5 Stunden erreichten wir das Sonnentor. Als wir über den Bergkamm den Blick auf "Machu Picchu" hatten, waren alle Anstrengungen vergessen und für uns die schönste Belohnung. Der "Machu Picchu" war super zu sehen, und es kam sogar die Sonne zum Vorschein. Bevor wir hinunter zum Bus gingen um ins Hotel zu fahren, gingen wir noch durch die Ausgrabungsstätte, um dort ungehindert Fotos zu schießen, da kaum noch Tagestouristen anwesend waren. Wir hatten "Machu Picchu für uns alleine".

Fazit: Wir würden den Inka Trail trotz aller Astrengungen jederzeit wiederholen.

08 Apr. 2008 • Cuzco - Machu Picchu

Die Inkastadt Machu Picchu
In Machu Picchu

Machu Picchu

Heute ging es für die gesamte Gruppe zum "Machu Picchu". Wir fuhren mit dem Bus schon vor Sonnenaufgang den Berg hinauf und waren mit die Ersten, die an der Ausgrabungsstätte ankamen. Leider lag "Machu Picchu" vollkommen im Nebel und es sah auch nicht danach aus, als wenn es sich bessern würde.

Aber unser lokaler Guide Radio war sehr zuversichtlich. Wir gingen also erst durch das einzige Tor in die Stadt und Radio erklärte uns lebhaft die einzelnen Ebenen, Gebäude, Plätze sowie die Interpretationen der verschiedenen Tempel. Während dessen verzog sich der Nebel und "Machu Picchu" war in voller Pracht im Sonnenschein zu sehen.

Nach dem Rundgang hatten wir den gesamten Vormittag zur freien Verfügung. Die meisten von uns machten in der Stadt noch einige Fotos und gingen dann langsam die Stufen hinauf, um die Inka-Brücke zu sehen. Wir gingen einen schmale Pfad endlang und standen an dessen Ende der Inka-Brücke gegenüber.

Caro und Christian bestiegen den "Waynapicchu". Der Pfad hinauf war sehr eng und steil. Teilweise musste der Anstieg in gebückter Haltung bewältigt werden. Am Gipfel angekommen waren allerdings alle Anstrengungen vergessen und wir hatten einen traumhaften Blick aus 2.700 m Höhe auf "Machu Picchu".

09 Apr. 2008 • Aguas Calientes - Capachica

Straße in Pikillacta
Lagerfeuer mit unseren Gastgebern in Capachica

Abendstimmung am Titicacasee

Heute verliesen wir gegen 7.00 Uhr Cuzco um an den Titicacasee zu fahren.

Kurz hinter Cuzco besichtigten wir noch eine ehemalige "Wari-Stadt". Hier sind die Gassen und Plätze noch sehr gut erkennbar. Danach fuhren wir weiter und folgten der alten Inka-Straße in Richtung Puno nach Juliaca. Dort kauften wir Obst für unsere Gastfamilien und aßen zu Mittag.

Gegen 17.00 Uhr kamen wir in Capachica, genauer gesagt in der Gemeinde LLachan, an. Wir wurden von unseren Gastfamilien bei unserer Ankunft sehr herzlich empfangen und dann auf die einzelnen Familien verteilt.

Unsere Schlafplätze waren für diese Nacht kleine, in den jeweiligen Hof integrierte Lehmhütten, in denen sich die Betten und ein Tisch befanden.

Zur Begrüssung erhielten wir frische Kräuter, die wir als Tee zubereiten konnten.

Zum Abendessen wurden wir mit den hiesigen Trachten eingekleidet und dann zum Gemeinschaftsraum des Ortes gebracht. Das Essen wurde von den Frauen der Gemeinde gemeinsam zubereitet und von den Männern serviert.

Nach dem Abendessen gingen wir in den Innenhof. Hier brannte ein Lagerfeuer und unsere Familien zeigten uns ihre traditionellen Tänze, zu denen wir auch mittanzen durften.

Unser Gastgeschenk überreichten wir im Anschluss dem Ortsvorstand und dieser verteilte es zugleich. Das Obst kam sehr gut an, denn es wurde sofort verzehrt.

10 Apr. 2008 • Cuzco - Puno

Binsenbootsfahrt auf dem Titicaca See
Am höchsten Punkt von Capachica

Fahrt über den Titicacasee

Bei Sonnenaufgang war schon zu erkennen, dass es ein sehr schöner sonniger Tag mit klarer Sicht wird.

Wir unternahmen nach dem Frühstück eine kleine Wanderung, die 1-2 Stunden dauerte. Während unserer Wanderung sahen wir den Gemeindeplatz mit dem Rathaus, die Krankenstation und die Schule.

Der Weg ging stetig bergauf bis wir den Gipfel eines Berges erklommen hatten. Von hier aus hatten wir einen sagenhaften Blick auf den Titicacasee, so dass wir uns von diesem Anblick gar nicht trennen wollten, aber das Mittagessen wartete.

Nach 3 Stunden waren wir zurück und gingen essen, das wieder von den Gemeindemitgliedern gekocht und serviert wurde.

Zum Abschied erhielt jeder einen Blumenkranz der Nationalblume Perus. Wir wurden dann zu unserem Boot begleitet, wo wir uns herzlich voneinander verabschiedeten.

Mit dem Boot fuhren wir nach Puno. Unterwegs besuchten wir eine kleine Uro-Insel. Hier erklärte uns unser Guide Hugo den Aufbau der schwimmenden Insel und wie diese verankert werden. Danach hatten wir noch Gelegenheit, uns die Insel anzuschauen, die Häuser zu besichtigen und auch mit dem aus Binsen hergestellten Boot zu fahren.

Unsere Fahrt führte uns weiter - die Binsenfelder, die sehr malerisch aussahen, bis wir in der Ferne schon Puno erblickten.

Im Hafen von Puno erwartete uns bereits unser Bus, der uns zum Hotel brachte.

Da es schon sehr spät war und wir morgen wieder früh weiterfahren werden, nahmen wir unser Abendessen im Hotel ein.

Unsere Abfahrt am nächsten Tag wurde von 7.00 Uhr auf 8.00 Uhr verschoben, da ein Streik angekündigt ist.

11 Apr. 2008 • Tiwanaku - La Paz

Monolith in der Tempelanlage von Tiawanaku
Ankunft in La Paz

Fahrt nach La Paz

Heute mussten wir uns etwas wehmütig von Peru verabschieden.

Unsere Fahrt nach La Paz führte uns entlang des Titicacasees bis zur bolivianischen Grenze. Unterwegs hielten wir an um auch von dieser Seite Fotos zu machen.

An der Grenze war es sehr chaotisch, da gerade Markt war und es eine Gewimmel an Menschen, Transportfahrrädern sowie Bussen gab. Wir mussten mit unseren Pässen zuerst zu den peruanischen Behörden. Danach holten wir unser Gepäck und liefen damit über die Grenze um uns in Bolivien wieder anzumelden. Es war sehr abenteuerlich. Hinter der Grenze erwartete uns wieder ein Bus mit dem wir dann weiterfuhren.

Auf der Fahrt nach La Paz besichtigten wir die eindrucksvollen Ausgrabungen von "Tiahuanacu", sahen das Sonnentor der "Tiwanaku-Kultur" sowie die Säulenmonolithe.

Danach fuhren wir weiter, hielten aber zwischendurch nochmals an, um das wunderschöne Panorama der schneebedeckten Anden zu fotografieren.

Zum Sonnenuntergang kamen wir in La Paz an, hielten kurz hinter der Oberstadt "Alto" noch einmal an bevor wir ins Tal fuhren. An diesem Aussichtspunkt hatten wir einen super Blick auf die Stadt, die sich vom Tal den Berg hinaufzieht.

Nach unserer Nacht bei den Familien auf "Capachica", die wir alle nicht missen wollen, freuten wir uns aber doch auf unser 5-Sterne Hotel.

12 Apr. 2008 • Puno

Wanderung zum Pico Austria
Abendessen in La Paz

Hoch hinauf - tief hinunter

Heute unternahm unsere Gruppe wieder unterschiedliche Aktivitäten.

Christina, Joachim, Caro, Christian, Bärbel und Manfred nahmen an der Stadtrundfahrt teil. Sie fuhren mit dem Bus in den Kessel von "La Paz". Sahen dort die Häuser der besseren Gesellschaft und dann weiter zum "Valle de la Luna" mit den bizarren Erd- und Steintürmen, dass einer Mondlandschaft gleicht.

Danach ging es ins Zentrum von La Paz. Zuerst fuhren wir zum Hauptplatz "Plaza Murillo" mit dem Parlamentsgebäude, dem Präsidentenpalast und der Kathedrale.

Heute war in Bolivien "Kindertag" und es fanden in der gesamten Stadt viele Aktivitäten für Kinder statt, so auch auf dem Hauptplatz. Es gab Clowns, unterschiedliche Spiele, es tanzten Folkloregruppen, spielten Musikgruppen und natürlich gab es auch ganz viele Luftballons.

Wir sahen die idyllische "Calle Apolinar Jean", die schönste Gasse von La Paz mit dem ehemaligem Haus des Freiheitskämpfers Pedro Domingo Murillo und dem malerischen Innenhof.

Danach besuchten wir den Hexenmarkt, sahen dort die verschiedenen Sachen wie Kräuter, Steine und Lamaföten, die Glück bringen und Leid abwenden sollen.

Mit einem Gang über die "Calle Sagárnagu" und dem "Plaza San Francisco" beendeten wir die Tour. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung.

Edwin nahm an der wohl spektakulärsten Mountainbike-Tour von "La Paz" nach "Coroico" teil. Die Teilnehmer wurden vor der Abfahrt vom Gipfel "Abra la Cumbe" (4650 m) mit Sicherheitweste, Helm und Schutzbrille eingekleidet und dann ging es zügig den Berg 3000 Höhenmeter hinab bis in den Urwald nach "Coroico".

Dabei fuhr jeweils vor der Gruppe ein Guide, der nicht überholt werden durfte und am Ende ein weiterer. Zum Schluss fuhr noch ein Bus hinterher für diejenigen, die aufgeben mussten. Die Gruppe fuhr über Schotter, Steine, Wasserläufe und durch einen Wasserfall. An den Pausenpunkten war die Aussicht grandios, erst die schneebedeckten Berge und später die üppige Vielfalt des Urwaldes. Trotz aller Anstrengungen ein Erlebnis, das Edwin nicht missen möchte.

13 Apr. 2008 • Uyuni - La Paz

**Die Zugfahrt durch die Hoche
Im Zug nach Uyuni

Die Zugfahrt durch die Hochebene

Heute hatten wir eine sehr lange Fahrt, es ging nach Uyuni, ein kleiner Ort in der Nähe der Saltzwüste von Uyuni.

Den Vormittag hatten wir noch frei in La Paz und konnten uns noch die Stadt anschauen oder im schönen Hotel relaxen. Nachmittags fuhren wir dann aus der bolivianischen Hauptstadt raus und begannen mit einer vierstündigen Fahrt zur Stadt Oruro in der Hochebene, von dort aus fuhren wir weiter mit dem Zug.

Die Fahrt dauerte um die sieben Stunden, aber es war nicht so schlimm. Wir konnten im Zugrestaurant abendessen und auch in den bequemen Sitzen ein wenig schlafen. Ungefähr um zwei Uhr Morgens sind wir in Uyuni angekommen, dann gings nur schnell ins Bett.

14 Apr. 2008 • Isla del Sol - Salar de Uyuni

Mittagessen auf der Insel Inka Huasi
Eine Wanderung auf Dieter

Die Saltzwüste von Uyuni

Heute sahen wir die Salzwüste von Uyuni! Wir konnten richtig ausschlafen, denn wir fuhren nämlich erst um elf Uhr los. Heute waren wir mit drei Jeeps unterwegs, das gab uns schon ein schönes Gefühl von Abenteuer.

Zuerst fuhren wir zu einem Eisenbahnfriedhof, ein toller Platz für Eisenbahnfanatiker, die kleine Stadt Uyuni war früher ein wichtiger Verbindungspunkt zwischen den Minen im Hochland und den Städten, wo hin diese Rohstoffe exportiert wurden. Nach diesem kurzen Halt ging es zu einem kleinen Ort am Rande der Salzwüste. Hier wurde uns gezeigt wie die Einwohner das Salz verarbeiten.

Danach fuhren wir in die Salzwüste. Diese Farben (weißer See, blauer Himmel und dunkle Berge) muss man einfach gesehen haben, man kann es nicht beschreiben. Wir besuchten ein Hotel, das nur aus Salzblöcken gebaut ist. Hier konnten wir auch sehr schöne Fotos machen! Später ging es weiter zu einer Insel mitten in der Saltzwüste, wo wir ein Picknick machten und wanderten im Anschluß über die "Isla Pescado" mit den riesigen Kakteen, die in Kontrast zu dem Salzsee wunderschöne Fotomotive darboten.

Noch vor den Sonnenuntergang fuhren wir weiter und erlebten zu einem Glas Rotwein einen schönen, romantischen Sonnenuntergang in der Salzwüste.

Danach gingen wir schlafen, heute am Rande der Wüste. Hier gibt es wenig Platz, deshalb schlafen wir alle verteilt in zwei Zimmern, einem Schnarcher- und einem Nicht-Schnarcherzimmer.

15 Apr. 2008 • Uyuni

Der Steinerne Baum
Unterwegs nach Chile

Landschaften von einer anderen Welt

Heute mussten wir um vier starten! Wir hatten eine sehr lange Fahrt vor uns. Es ging weiter mit den Jeeps, die Autos hatten schon bessere Zeiten gehabt. Mit ein paar technischen Problemen (wir mussten kurz zwei Jeeps um fünf Uhr morgens anschieben) war diese Fahrt unglaublich schön, die Landschaft wechselte ständig. Wind, Sand, Regen, Wärme und Kälte formten in Jahrtausende aus dem vulkanischem Gestein bizarre Formen. Die Farbe der Erde und das Fehlen von größere Lebewesen errinerte zeitweise an eine Landschaft auf dem Mars.

Wir fuhren auch an vielen Seen vorbei, die meisten enthalten Mineralien, die für Menschen tödlich sein können. Hier leben sehr viele Flamingos, die sich in diesen Gewässern von Mikroorganismen ernähren. Mittags erreichten wir die höchste Stelle unserer Reise auf fast 5000 m!

Abends kamen wir in San Pedro de Atacama in Chile an. Die Einreise dauerte wegen viel viel Bürokratie etwas länger. Als wir fertig waren durften wir ins Hotel und später gingen wir noch alle zusammen essen. Es war ein sehr langer, aber auch sehr schöner Tag.

16 Apr. 2008 • Chuvica - Atacama Desert

**Einen Tag zum Ausruhen**
Nach unserem Abschiedessen

Einen Tag zum Ausruhen

Heute hatten wir einen schönen Tag. Den Vormittag hatten wir frei, einige waren im kleinen Ort San Pedro ein bisschen unterwegs und konnten die letzten Souvenirs kaufen, andere genossen den Hotelpool.

Nachmittags um halb vier fuhren wir mit dem Bus zum Mondtal. Jetzt die chilenische Version, die Landschaft ist sehr schön, es sieht wirklich aus wie eine Science Fiction Landschaft. Nach einem Fotostopp an einem Aussichtspunkt fuhren wir kurz weiter zum Marstal oder auch Todestal genannt, dort machten wir eine kurze Wanderung. Anschließend fuhren wir weiter entlang des Mondtales bis zu einer großen Düne. Von dort konnten wir dann Abends den Sonnenuntergang genießen!

Heute hatten wir auch unser letztes Abendessen zusammen. Es war einer unseren schönsten Abende zusammen! Wir hatten alle Spaß, das Essen war ausgezeichnet und es gab auch viel Wein. Es wurde gesungen und wir saßen alle zusammen beim Lagerfeuer.

17 Apr. 2008 • San Pedro De Atacama - Santiago de Chile

Check In, in Calama
Abschied in Calama

Unser Abschied - Flug nach Santiago

Heute Vormittag hatten wir wieder zur freien Verfügung. Dieser wurde genutzt um auszuschlafen, da es gestern doch sehr spät wurde. Teilweise auch um noch Einkäufe in San Pedro zu erledigen und auch um wieder Ordnung in die Koffer zu bringen.

Nach dem Mittagessen fuhren wir eine Stunde auf einer asphaltierten Strasse mitten durch die Wüste nach Calama um von dort nach Santiago zu fliegen. Hier mussten wir uns leider von unseren Guides Lukas und Alejandro verabschieden. Nochmals vielen lieben Dank Euch beiden für die tolle Begleitung, Ihr ward super.

Der Flug dauerte ca. 3 1/2 Stunden mit Zwischenstopp. Am Flughafen von Santiago holte uns Maria ab und brachte uns in unser Hotel. Während der Fahrt, die ca. 45 Minuten dauerte, erzählte sie uns schon einiges über die Stadt und den Menschen, die hier leben.

18 Apr. 2008 • Frankfurt - Santiago

Plaza de Armas
Skyline

letzter Tag

Heute an unserem letzten Tag lernten wir noch einen Teil von Santiago kennen. Wir gingen bei sonnigem Wetter zum Präsidentenpalast "La Moneda". Leider konnten wir nicht hinein, da heute die Erziehungsministerin gewählt wurde.

Bei einem Spaziergang durch die Fußgängerzone "Paseo Ahumada" trafen wir auf Pantomimen und Musiker und tranken einen leckeren Capuccino in einem landestypischen "Café con piernas". Auf der "Plaza de Armas" sahen wir viele Künstler und besuchten die Kathedrale. Leider hatte hier ein Krimineller kurz vor unserer Ankunft eine der ältestens und schönsten Marienstatuen angezündet, so dass alle in Aufregung und Trauerstimmung waren.

Später gingen wir auf dem Fischmarkt "Mercado Central" essen und probieren eine köstliche "Reineta". Mit der Seilbahn fuhren wir nach dem Essen auf den "Cerro San Christóbal" einem 880 m hohen Aussichtspunkt auf dem sich eine Marienstatue und Kirche befindet mit Blick auf die 6 Mio. Stadt. Mit der Standseilbahn fuhren wir dann wieder hinunter in das Künstlerviertel "Bellavista". Nach einem weiteren Rundgang bei dem wir das Haus von "Pablo Neruda" sahen und erfuhren von unserer lokalen Reiseleiterin noch einiges über diesen chilenischen Dichter. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und wir mussten zurück zum Hotel und anschließend zum Flughafen.

Nach ca. 12 Stunden Flug hieß es dann in Madrid auch für uns untereinander Abschied nehmen. Vielleicht sieht man sich ja auf der einen oder anderen Reise mal wieder.