Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

04 Nov. 2007 • Frankfurt - Buenos Aires

Aerolineas Argentinas
Aerolineas Argentinas

Und auf nach Patagonien!

Direkt nach dem Fruehstueck ging es heute zum nationalen Flughafen in Buenos Aires. Von dort flogen wir um 10.50 nach Bariloche. Nach gut 2 Stunden Flug landeten wir am etwas ausserhalb gelegenen Flughafen, wo bereits das Viventura-Mobil auf uns wartete. Nach einem kurzen Aufenthalt im eher touristisch gepraegten Bariloche fuhren wir mit dem Viventura-Mobil in teil "atemberaubender" Geschwindigkeit zu einem Aussichtsberg, dem Cerro Campanario. Von dort hat man einen sehr schoenen Blick ueber den Nationalpark Nahuel Huapi. Bevor es dann ueber Schotterpisten zu unserem Hotel, dem Pampa Linda ging, machten wir noch eine kleine Rundreise durch die Seenlandschaft. Dabei erfuhren wir auch, dass es hier Rehe gibt, die nur 50 cm gross sind, Geraeusche machen wie Schafe und wenn man sie erschreckt, fallen sie tod um. Glaubt ihr nicht? Da hilft nur: Viventura Patagonien buchen! Auf dem Weg nach Pampa Linda hielten wir noch an einer Stelle an, an der es ein herrliches Echo gab, dass sogar Deutsch konnte. Als wir gegen 20.30 Uhr in Pampa Linda ankamen waren wir beeindruckt: Ein wunderschoen gelegenes Hotel, inmitten unberuehrter Natur und einem grandiosen Blick auf den gletscherbedeckten Berg Tronador.

Danke Daniel für den schönen Bericht!

05 Nov. 2007 • Amsterdam - Buenos Aires

Das erste Mittagessen auf der anderen Seite der We
Ingeborg und Petra in La Boca

In der Stadt der guten Lüfte…

Mit einer leichten Verspätung kam die Boeing 747 in Buenos Aires an. Die Ersten, die mit ihren Koffern raus kamen, waren Lotti und Ursula. Willi erwartete sie schon bereits mit großer Freude. Wir begrüßten uns alle herzlich und warteten nun auf Edith, Sondra, Petra, Ingeborg und Birgit. Nach etwa 3 1/2 Stunden stellten wir dann aber fest, dass deren Koffer wohl definitiv nicht mehr kommen würden. Dennoch war ihre gute Laune immer noch da. Nachdem die Adresse vom Hotel angegeben wurde, in das die Koffer gebracht werden sollten, fuhren wir dann mit unserem privaten Bus los.

Im Hotel angekommen machten wir uns kurz frisch und erkundeten danach die Stadt. Avenida 9 de Julio, die breiteste Straße der Welt, der Obelisk als Wahrzeichen von Buenos Aires, der Kongress mit seiner wunderschönen Architektur und die älteste U-Bahn von Lateinamerika waren die ersten Eindrücke. Natürlich auch die Menschen und das gute Essen.

Gegen Mittag wurden wir dann in ein Fleisch-Restaurant zum Essen eingeladen. Jeder bekam bestimmt eine ganze Kuh mit einer großen Auswahl an Salat. Danach waren Lotti, Ursula, Edith, Sondra und Birgit so satt, dass sie ins Hotel fuhren, um sich etwas auszuruhen. Petra, Ingeborg und Willi gingen weiter nach La Boca, wo der Tango seine Wurzeln hat, und nach San Telmo.

Den Abend ließen wir alle in einer schönen und interessanten Tango Show ausklingen.

06 Nov. 2007 • Buenos Aires

Wo ist Lotti...? Isst sie heimlich...?
Wir alle im Delta Tal

Vom Lärm in die Natur…

"Warten aufs Gepäck, oh du Schreck, denn es blieb weg. Wir in Buenos Aires, Gepäck in Madrid. Son "Shitt".

Es half kein kein Jammern und kein Fluchen, wir müssen es halt ohne versuchen.

Gepäck wieder da, Urlaub kann beginnen; Wunderbar!!"

Petra und Ingeborg überraschten uns auch mit ihren Texten.

Nach dem Frühstück und dem guten Schlaf, den wir uns verdient hatten, ging es morgens Richtung Tigre, der subtropischen Region von Buenos Aires. Wir waren alle froh, denn das Gepäck war wieder da. Nach etwa 40km kamen wir am Fluss an, von wo wir ein Taxiboot nahmen, um durch die Kanäle des Tigre-Deltas, eines der größten Deltas der Welt, zu fahren. Die Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde bis wir bei Roxana ankamen, die uns herzlich Willkommen hieß.

Wir stellten unsere Rucksäcke ab und cremten uns für die Wanderung durch den Wald und das Sumpfgebiet ein. Unglaublich, dass es in der Nähe einer 14 Millionen Stadt einen so ruhigen Ort voller Natur gibt. Nach der Rückkehr wartete schon das Mittagessen auf uns und für die Verdauung machten wir dann alle eine gemütliche Kanufahrt durch den Kanal bis zur einer großen Lagune. Auch heute war das Wetter einfach wunderschön.

Nach dem Kaffee fuhren wir dann wieder zurück nach Tigre, wo schon unser Transfer auf uns wartete, um uns zur Estancia Santa Rita zu fahren. Mit Anbruch der Dunkelheit kamen wir dort an und wurden in unsere Zimmer geführt. Hier hatten wir den Eindruck Königinnen und König zu sein, denn alles war herrlich eingerichtet. Das Abendessen wartete auch schon auf uns und nach einigen Gläsern Wein fielen wir dann totmüde ins Bett.

07 Nov. 2007 • San Antonio de Areco - Buenos Aires

Die Königinnen und der Prinz vor dem Schloss
Achtung! Der Zug kommt!

Zurück in die Stadt…

Nach einem erholsamen Schlaf weckte uns das Zwitschern der Vögel. Edith war bereits schon früher wach und hatte so das Glück, etwas von der Sonne zu sehen. Da wir gestern erst spät angekommen waren, konnten wir nicht richtig sehen, wo wir uns befanden. Daher war es heute Morgen eine umso schönere Überraschung. Ein Schloss, umgeben von großen alten Weiden, Truthähne, die frei herumliefen und eine Lama Familie begrüßten uns.

Das Frühstück war lecker und reichlich. Ingeborg hatte sich stark darauf vorbereitet, ihre Reitkünste zu zeigen, aber leider spielte das Wetter nicht mit. Ein kräftiger Sturm mit Blitz und Donner ließ uns nicht aus dem Haus. Lotti erschrak bei einigen Donnerschlägen, während Petra jedes Stoppen des Regens nutzte, um alles auf ihrer Super-Nikon festzuhalten.

Das Wetter machte unserer guten Laune aber keinen Strich durch die Rechnung, denn wir machten es uns in einem der vielen Räume des Schlosses mit Kerzen und Wein gemütlich. Ein sehr schöner Moment, den wir alle genossen haben. Gegen Mittag gab es dann wieder Essen und kurz darauf fuhren wir zurück nach Buenos Aires. Wir packten unsere Koffer, denn morgen geht es nun endlich nach Patagonien. Den Abend ließen wir gemeinsam mit etwas Wein und Käse ausklingen.

08 Nov. 2007 • San Martin de los Andes - Buenos Aires

Endlich frische Luft (Patagonien)
Unsere kleine (große) Poetin genießt die Landschaf

Endlich in Patagonien!!!

"Vierter Tag, neues Glück, Bariloche Flug ist vorgerückt. Flieger da, Flieger weg, irgend etwas war defekt. Nach einer Stunde Wartezeit ist es endlich doch soweit, Aerolineas Argentinas wird gleich starten und neue Abenteuer werden auf uns warten."

Früh um 6 Uhr wurden wir von Willi mit dem Frühstück unter dem Arm abgeholt. Heute ging es nämlich endlich los nach Patagonien. Nach dem Einchecken im Flughafen schien es, als ob der Flug planmäßig abfliegen sollte. Kurz vor dem Einsteigen gab es dann aber eine Verzögerung von einer halben Stunde. Nachdem wir endlich im Flieger saßen und gespannt auf den Start warteten, gab es dann wieder eine Verzögerung von einer halben Stunde. Wir nahmen es locker hin und als wir in der Luft waren, konnte uns nichts mehr von Patagonien fernhalten.

Am Flughafen von Bariloche wartete bereits unser Guide Claudio auf uns. Wir verstauten unser Gepäck und fuhren Richtung San Martin de los Andes. Eine wunderschöne Strecke mit frischer Luft und atemberaubenden Anblicken. Wilde Natur und Seen waren das Highlight. Im Tal der Wunder konnten wir durch die verschieden geformten Felsen unsere Fantasie spielen lassen.

Gegen Abend kamen wir dann in San Martin de los Andes an. Wir machten uns frisch und erkundeten die Stadt. Das Abendessen war hier auch ein Highlight. Der Besitzer vom Restaurant überraschte uns mit einem Riesentablett voller geräucherter Leckerbissen - von Forelle bis Hirsch. Als wir unsere Hauptgerichte bestellen wollten, schlug der Besitzer vor, dass wir uns von ihm überraschen lassen sollten. Dies war auch so. Jeder bekam ein anderes Gericht und wir konnten die Teller durch gehen lassen, um alles zu probieren. WUNDERBAR!!! Nach diesem guten Essen konnten wir alle gut schlafen.

09 Nov. 2007 • San Martin de los Andes - Villa La Angostura

Ist Mann sein schön???
Fürstliches Mahl in der schönen Natur

Entlang der Sieben-Seen-Route..

Heute ging es um 8Uhr los. Nach dem leckeren Frühstück holte uns Claudio, unser Guide, und Julio, unser Fahrer, ab. Es war etwas bewölkt. Wir besuchten die verschiedenen Seen und machten natürlich unsere Fotostopps. Unsere liebe Fotografin Petra kümmerte sich um dieses. Es ist unglaublich, so viel trinkbares Wasser zu sehen. Kurz vor Mittag stoppten wir bei einer Mapuche Familie. Die Mapuche sind die Ureinwohner und eigentlichen Besitzer dieser Länder. Leider wurden viele während der Kolonisation vertrieben. Hier tranken wir einen Kaffee und aßen Torta Frita, ein typisches Gericht aus Argentinien.

Danach fuhren wir an die Küste, um ein Picknick zu machen. Wir bereiteten alles vor. Sondra brachte einige Blumen und ein Kopftuch, welches als Tischtuch diente, danach wurden Schinken, Käse, Oliven und Brot auf den aus Stöcken gebauten Tisch gelegt. Ein wunderschönes Picknick mit Wein am Wasser.

Gegen 14Uhr kamen wir in Villa La Angostura an. Die Sachen wurden in die Zimmer von unserem netten Hotel gebracht und danach ging es weiter zum Hafen vom nahe gelegenen Nahuel Huapi See. Dort nahmen wir das Schiff und fuhren zur einem der bekanntesten Myrtenwälder der Welt. Dort machten wir eine schöne Wanderung. Gegen Abend kamen wir wieder im Hotel an und gingen essen. Auch dieses Mal was das Essen wieder sehr gut. Und wieder waren wir satt und müde. Gute Nacht Patagonien.

10 Nov. 2007 • Bariloche - Villa La Angostura

Nötige Abkühlung vom Reiseleiter
Willi und seine Damen

Entlang der Seen…

Heute konnten wir etwas länger ausschlafen. Nach dem leckeren Frühstück wurden wir wieder von Claudio abgeholt. Es ging entlang des Nahuel Huapi Sees nach Bariloche, in die argentinische Schweiz. Dort machten wir einen kurzen Stopp, um die Post zu besuchen und einige Postkarten an unsere Freunde und Familien zu schicken, denn an euch denken wir nämlich auch. Ursula war unsere offizielle Übersetzerin, während Willi anderes erledigte. Den Supermarkt besuchten wir auch, um für den heutigen Tag unser Picknick zu kaufen.

Danach ging es weiter zum Berg Campanario. Mit dem Sessellift fuhren wir hoch und oben überraschte uns eine atemberaubende Aussicht auf die Seen-Landschaft. Wieder haben wir festgestellt, dass es unglaublich ist, wieviel sauberes Trinkwasser es in dieser Gegend gibt. Nach diesem Besuch knurrte uns allen schon der Magen, also fuhren wir in einen Wald und wanderten bis zur einem See, wo wir unser Picknick vorbereiteten. Sondra brachte sogar eine Tischdecke.

Man darf nicht vergessen zu sagen, dass das Wetter heute sehr schön war. Klarer Blick und warme Sonne. Nach mehreren Fotostopps fuhren wir wieder zurück nach Villa La Angostura. Am Abend gingen wir wieder ins bekannte Restaurant, welches nur 30 Meter vom Hotel entfernt ist.

11 Nov. 2007 • Puerto Montt - Villa La Angostura

Ein Ständchen für Ursula
Puerto Montt

Über die Anden zum pazifischen Ozean…

Heute ging es wieder früh los - um 7.15Uhr saßen wir schon am Frühstückstisch. Gegen 8Uhr fuhren wir zur Busstation. Und der Bus, der uns über die Anden nach Puerto Montt in Chile fuhr, kam sogar pünktlich. Der Grenzübergang verlief ohne weitere Probleme und nach 5 Stunden waren wir dann endlich da. Auf der Fahrt hat es geregnet und zum Teil auch geschneit. In Puerto Montt schien aber die Sonne, also machten wir uns nach dem Einchecken im Hotel auf den Weg, um die Stadt zu erkunden. In einem angenehmen Hotel aßen wir zur Mittag, begleitet von einem romantischen Sänger, der Ursula sogar noch ein Ständchen sang. Danach gingen wir zum Hafen und besuchten San Angelmo.

Am Abend tranken wir einen Cocktail in der Lobby des Hotels und fuhren danach noch in ein nettes Lokal zum Abendessen. Ab morgen werden wir drei Tage mit der Navimag durch die chilenischen Fjorde fahren…

12 Nov. 2007 • Puerto Montt

Unser Heim für die nächsten Tage
Puerto Montt

Durch die Fjorde…

Heute konnten wir etwas ausschlafen, dennoch waren wir alle gespannt auf die nächsten Tage, denn heute ging es aufs Schiff. Unser Privatbus holte uns pünktlich ab und fuhr uns zum Hafen, von wo aus unser Schiff auslaufen würde. Der Check-In klappte gut und danach hatte wir etwas Zeit, den Hafen zu erkunden, bzw. einige Sachen für die Tage auf dem Schiff zu kaufen.

Um 14.30Uhr trafen wir uns dann alle wieder. Nach einem kurzen Sicherheits-Briefing von der Besatzung ging es dann endlich auf die Navimag - unserem Zuhause für die nächsten 4 Tage. Die Navimag ist ein Frachtschiff und eine der wichtigsten Verbindungsmöglichkeiten zwischen dem Festland und den in den Fjorden liegenden Dörfern. Jeder bekam sein Zimmer zugewiesen und danach erforschten wir alle das 250 Passagiere fassende große Schiff.

Es dauerte aber noch eine Weile, bis das Schiff seinen Anker lichten konnte, denn die ganze Fracht musste noch geladen werden. Dann war es aber soweit und alle guckten zu, wie die Navimag Richtung Fjorde fuhr. Am Abend gab es Abendessen in der Kantine des Schiffes. Wir wurden alle gut satt und setzten uns anschließend oben in die Bar. Der Gedanke, das wir auf dem Meer waren und durch die Fjorde fuhren, gab uns ein schönes Gefühl.

13 Nov. 2007 • Patagonische Fjorde

Ein schöner Tag...
Wilde Natur...

Ein schöner Tag überraschte uns…

Morgens wurden wir sanft von der Lautsprecherdurchsage aufgeweckt, dass es jetzt Frühstück gebe. Es war ein sonniger Tag. Blauer Himmel, strahlende Sonne und fast kein Wind - dies sind Bedingungen, die man an diesem Ort der Welt selten hat. Nach dem Frühstück genossen wir deswegen so richtig den Tag. Mancher von uns holte sein Buch heraus, während andere Postkarten schrieben oder draußen das Wetter genossen. Wilde Landschaft zog an uns vorbei. Kaum zu glauben, dass hier einst die Kaweshkar Indianer in Frieden mit der Natur gelebt haben.

Gegen Mittag wurden wir wieder von der sanften Stimme in das Esssaal gerufen, um dort zu Mittag zu essen. Mancher von uns hatte sich das Essen viel schlechter vorgestellt, aber wir waren alle angenehm überrascht und wurden auch ordentlich satt. Am Nachmittag konnten wir einige Filme und interessante Berichte über Patagonien sehen. Nach dem Abendessen trafen wir uns dann alle noch einmal in der Bar und ließen den Abend mit einem Weinchen ausklingen.

14 Nov. 2007 • Patagonische Fjorde

Ursula und Lotti vor dem Pio XI
Pio XI, der größte Gletscher von Südamerika

Der größte Gletscher von Südamerika…

Heute standen mehrere Highlights auf dem Programm. Nach dem Frühstück bekamen wir die Nachricht, dass wir Puerto Eden, ein Dorf in einem der vielen Fjorde, anlaufen würden und die Möglichkeit hätten, dieses zu besuchen. Es ist ein kleines Dorf mit ca. 180 Einwohnern, in dem noch die letzten Kaweshkar Indianer wohnen. Als wir ankamen legte das Schiff den Anker und wir wurden mit kleinen Fischerbooten an Land gebracht. Es war wirklich ein kleines Dorf und als wir alle an Land waren, gab es mehr Touristen als Einheimische…

Nachdem alle wieder auf dem Schiff waren und die Fracht entladen war, fuhren wir weiter und zwar zum Pio XI, dem größten Gletscher von Südamerika. Seine 9 Meter hohen Wände ragten aus dem Wasser und das tiefe Blau seiner Gletscherspalten überraschte uns freudig. Ein wahrhaftiges Wunder der Natur. Das Schiff fuhr ganz nah heran, so dass alle einen guten Blick bekamen.

Nach diesem Highlight wurden wir zum Abendessen gerufen - einen schönen und leckeren Lachs konnten wir heute genießen. Dies war unsere letzte Nacht auf dem Schiff, denn morgen kommen wir in Puerto Natales an. Für diese Nacht hatte sich die Besatzung etwas schönes ausgedacht und zwar einen Bingo-Abend und danach ein Fest mit guter Musik.

15 Nov. 2007 • Patagonische Fjorde

Wunderschöne Landschaft
Sonnenuntergang

Wieder auf dem Festland…

Nach diesen 4 Tagen auf dem Schiff waren wir wieder froh, an Land zu können. Nach dem Frühstück bekamen wir Anweisungen für die Ausschiffung, die nach dem Mittagessen stattfand. Unser Fahrer Manuel wartete schon, um uns zum Hotel zu fahren.

Puerto Natales mit seinen ca. 20.000 Einwohner machte einen guten und netten Eindruck. Wir hatten Zeit, etwas die Stadt zu durchlaufen und unsere Füße mal wieder zu bewegen. Willi machte eine Reservierung in einem netten Lokal, La Picada de Carlitos, und gegen 19.30Uhr trafen wir uns alle im Hotel und gingen gemeinsam Essen. Das Essen war gut, nur die Gerichte von Ursula und Birgit waren etwas gewöhnungsbedürftig. Ñoquis sollte man auf dieser Seite der Welt nicht bestellen… Danach gingen wir wieder zurück ins Hotel. Morgen müssen wir schon um 4Uhr morgens aufstehen, denn es wird ein langer Tag. Der Nationalpark Torres del Paine steht auf dem Programm.

16 Nov. 2007 • El Calafate - Nationalpark Torres del Paine

Vor dem Grey Gletscher
Sonnenaufgang vor den Hörnern

Ein langer Tag…

Der Wecker klingelte bereits gegen 3.50Uhr in der Früh. Das Bett war schwer zur verlassen, aber es ging kein Weg daran vorbei. Gegen 4.10Uhr saßen wir dann alle am Frühstückstisch. Manuel kam pünktlich um 4.30Uhr. Das Gepäck wurde ins Auto gepackt und die Fahrt konnte losgehen. Im Bus hatten wir etwas Zeit zum Ausruhen, bzw. den Sonnenaufgang zu erleben. Langsam öffnete sich der Himmel für uns und die bekannten Felshörner des Torres del Paine Nationalparks kamen zum Vorschein. Der Wind war stark, aber das hielt uns nicht davon ab, einige Fotostopps zu machen.

Nach drei Stunden Fahrt auf Schotterpiste kamen wir am Hotel "Los Glaciares" an, von wo das Schiff zum Gray Gletscher ablegt. Zwei Rotfüchse spielten eifrig vor uns und ließen sich auch nicht stören. Als Willi die Tickets hatte, ging es zum Uferbereich der Grey Lagune. Dort gingen wir aufs Schiff und fuhren eine Stunde Richtung Gletscher. Schon von Weitem sah man ihn, aber als wir direkt vor ihm standen waren wir überrascht über seine Höhe und seine blaue Farbe. Sooo viel Eis auf einmal. Ein Pisco Sour oder ein Whisky auf Gletschereis durfte natürlich nicht fehlen. Als wir wieder ankamen, ging die Fahrt weiter Richtung Grenze, um dann wieder nach Argentinien zu gelangen. Auf dem Weg sahen wir Hasen, Guanacos, Ñandus und wieder einige Füchse. Der Grenzübergang verlief ohne Probleme. Gegen 22.00Uhr kamen wir dann in El Calafate an. Schnell aßen wir noch etwas und dann ging es schlafen. Diesen Schlaf hatten wir uns auch verdient.

17 Nov. 2007 • El Calafate - Perito Moreno

Ursula, Birgit und Lotti vor dem Perito Moreno
Sondra vor den Eisschollen

Durch die Steppe zum Gletscher…

Das Ausschlafen tat uns allen gut. Die Sonne schien und das Frühstück war lecker, also waren wir wieder alle munter und gespannt auf den heutigen Tag. Um 10.00Uhr holten uns Claudia, unser guide für heute, und Gaston, unser Fahrer, ab. Heute war ein besonderer Tag, denn wir wollten zum Perito Moreno Gletscher.

Am Argentino See entlang, dem größten von Argentinien, fuhren wir durch die Steppe bis zum Nationalpark. In nur 80km änderte sich die Strecke gewaltig - von trockener Steppe bis hin zu hohen Nothofagus-Bäumen (Südbuche). Langsam öffnete sich der Blick auf eine große weiß-blaue Eismasse, den Perito Moreno Gletscher. Je mehr wir uns ihm näherten, desto größer und größer wurde er.

Als wir schließlich ankamen, hatten wir etwas Zeit, ihn von ganz nahem zu besichtigen. Der Wind war stark und es regnete ein wenig, dennoch hat er uns sehr beeindruckt. Nach dem näheren Besuch machten wir eine kleine Wanderung am See entlang, um einen Picknick-Platz zu finden, der nicht zu stark dem Wind ausgesetzt war. Die Stärkung und der Wein taten dem Körper gut, also fuhren wir danach weiter auf die andere Seite des Sees, um von dort mit einem Schiff richtig nah an den Gletscher heranzufahren. Am Abend gingen wir in ein nettes Lokal zum Abendessen.

18 Nov. 2007 • El Calafate - Ushuaia

Am Ende...der Welt
Typische Landschaft in Patagonien

Ans Ende der Welt…

Es war ein schöner Morgen. Die Sonne schien kräftig und die Straßen waren ruhig. Heute konnten wir wieder gut ausschlafen, denn unser Flug nach Ushuaia ging erst gegen 17 Uhr. Den Tag konnten wir frei gestalten.

Einige von uns gingen in die verschiedenen Souvenir-Läden, um Geschenke für die Daheimgebliebenen zu kaufen (es erwartet euch alle etwas Schönes!), andere tranken einen Kaffee oder schrieben einige Postkarten. Flamingos wurden auch besucht und zwar in einem Reservat am Argentino See. Ein wunderschöner Ort mit vielen verschiedenen Vogelarten.

Gegen 15Uhr trafen wir uns alle wieder im Hotel und eine halbe Stunde später war auch schon unser Transfer da, der uns zum lokalen Flughafen brachte. Der Flug verlief gut und wir hatten dank des klaren Himmels einen guten Blick auf die kilometerlange Steppe unter uns. Auf einmal kamen wir in die Wolken hinein und alles war weiß. Als wir wieder "draußen" waren, konnten wir Feuerland sehen. Von Feuer konnte hier allerdings nicht gerade die Rede sein, denn alles war weiß bedeckt mit Schnee und in Ushuaia selber erwartete uns ein starker Schneefall. Überrascht stiegen wir aus dem Flugzeug aus und fuhren ins Hotel. Am Abend gingen wir in ein nettes uriges Restaurant am Ende der Welt, um Königskrabben zu essen.

19 Nov. 2007 • Ushuaia

Vor dem Beagle Kanal
Es geht auf die Insel

Entlang des Beagle Kanals…

Nach dem Frühstück wurden wir von Pato, unserem Guide, abgeholt. Heute ging es in den Tierra del Fuego Nationalpark.

Ushuaia war sozusagen das Alcatraz von Südamerika. Hier wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ein Gefängnis für die schlimmsten Kriminellen erbaut. Da es auf dieser Seite der Erde sehr kalt ist, mussten sie Holz sammeln und es gab einen Zug, der sie jeden Tag zum Bäume fällen in den Wald fuhr. Diesen Zug gibt es immer noch und wir hatten die Möglichkeit, mit ihm zu fahren. Natürlich nicht nur wir, sondern auch andere Touristen, die sich in diese Zeit zurückversetzen lassen wollten. Nach der gemütlichen Fahrt, die im Nationalpark endete, fuhren wir mit unserem Privatbus weiter an die Küste des Beagle Kanals, wo unsere Wanderung begann. Pato erklärte uns die verschiedenen Pflanzen und Tiere und erzählte uns von der Yamana Kultur, die einst hier lebte.

Nach der 2-stündigen Wanderung holte uns ein Zodiac Boot ab und fuhr uns auf die Redonda Insel. Dort wartete schon ein leckeres Mittagessen in einer gemütlichen warmen Hütte auf uns. "Das Leben ist gut", sagten einige von uns, während der leckere Wein getrunken wurde. Am späten Nachmittag kamen wir wieder in Ushuaia an. Am Abend gingen wir in ein nettes Restaurant und genossen unser letztes gemeinsames Mahl. Man fühlte auf einmal, dass die Reise dem Ende zu ging und in so manchem kam das "Gruppenweh" auf. Edith sang uns allen ein Ständchen und las uns ein wunderschönes Gedicht vor.

20 Nov. 2007 • Ushuaia - Buenos Aires

Ein Weinchen für das Warten
Ingeborg vor dem Flug

Auf zu den Pinguinen…

Einer der Gründe für diese Reise waren die Pinguine (die wir bis jetzt aber noch nicht gesehen hatten), also war hier eine gute Gelegenheit. Nach dem Frühstück begleitete uns Willi zum Hafen, von dem wir Richtung Estancia Haberton fuhren. Unser Guide für diesen Ausflug war ein lebenslustiger Kerl, der uns oft zum Lachen brachte und uns alles gut erklärte.

Nach der Ankunft wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Eine fuhr auf die Insel, wo die Pinguin-Kolonie war, während die andere die Estancia erkundete und das Biologische Museum besuchte. Es war unglaublich, wie nah man an die Pinguine heran gehen konnte, ohne dass sie sich gestört fühlten. Man merkte, dass sie sehr gut durchorganisiert waren. Nach dem Pinguin Besuch bekamen wir Mittagessen und zwar ein leckeres Asado mit Lamm. Am Nachmittag fuhren wir wieder zurück nach Ushuaia und hatten das große Glück, mehrere Kondore in der Luft zur sehen. Dies war noch ein Pluspunkt für den heutigen Tag. Als wir am Abend in Ushuaia ankamen, wartete Willi schon auf uns - denn gegen 21 Uhr ging unser Flugzeug nach Buenos Aires, wo wir morgens gegen 1 Uhr ankamen.

21 Nov. 2007 • Puerto Iguazu - Buenos Aires

Vor der Abreise
Präsidentenpalast in Buenos Aires

Wieder nach Hause, bzw. in die Sonne…

Der letzte Tag ist gekommen… wir versammelten uns wieder alle zum Frühstück, um gemeinsam die letzten Stunden zu verbringen. Heute fliegen Ursula, Birgit, Ingeborg und Lotti nach Deutschland, während Edith, Petra und Sondra eine Verlängerung bei den Wasserfällen in Iguazú verbringen.

Pünktlich um 9Uhr kam der Bus, um die ersten 4 zum internationalen Flughafen zu fahren. Wir verabschiedeten uns alle herzlichst. Der Check-In verlief normal und alle gingen direkt in den Duty Free Bereich. Sondra, Petra und Edith freuten sich dagegen sehr, in die Wärme zu fahren. Auch ihr Transfer kam pünktlich und brachte sie zum lokalen Flughafen.

Es war eine sehr schöne Reise und eine nette Gruppe. Wir werden uns vermissen!