Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Abflug Deutschland
Heute traf sich die Gruppe zum ersten Mal am Frankfurter Flughafen. Mit Aerolineas Argentinas flog sie schließlich über Madrid weiter nach Südamerika. Die argentinische Hauptstadt sollte planmäßig am nächsten Morgen erreicht werden. Guten Flug!
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Herzlich Willkommen in Argentinien
Früh am heutigen Samstag Morgen kamen Katrin, Alois, Katharina, Stephan, Angelika, Michaela, Paolo, Karla und Walter am internationalen Flughafen von Buenos Aires an. Hier wurden sie bereits freudig erwartet von ihrem Reiseleiter Fabi. Die Stimmung der Gruppe war trotz des langen Fluges ausgezeichnet. Leider war jedoch Alois`Rucksack irgendwo auf der Strecke geblieben; da dies allerdings nicht zum ersten Mal passierte, sind wir sicher, dass sich dieser schnell wieder auffinden wird. Nachdem wir uns dann noch mit den ersten Argentinischen Pesos eingedeckt hatten, ging es mit unserem privaten Bus zum Hotel ins Zentrum der Hauptstadt.
Nach den vergangenen Regentagen erwischten wir heute herrlichen Sonnenschein, ideal also für den ersten Teil unserer Citytour. Nach einem leckeren argentinischen Frühstück in einem netten Café brachen wir direkt auf in Richtung "Plaza de Mayo", dem Herz der Stadt. Wir überquerten die "Avenida 9 de Julio", eine der breitesten Straßen der Welt. Zudem passierten wir das schöne "Café Tortoni", das älteste der Stadt.
Dann erreichten wir den Hauptplatz, die "Plaza de Mayo", benannt nach dem Unabhängigkeitsmonat aus dem Jahre 1810. Der Platz befindet sich dort, wo sich im 16. Jahrhundert die alte Stadtfestung befand. Heute befinden sich dort der Präsidentenpalast (Casa Rosada), die Kathedrale, das alte Rathaus (Cabildo), die Nationalbank, sowie einige Regierungsgebäude.
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Auf dem Rad durch die 15-Millionen-Metropole
Buenos Aires per Fahrrad erkunden? Der helle Wahnsinn! Das haben sicher einige von uns gedacht und bestiegen etwas skeptisch an der "Plaza de Congreso" ihr Leihrad. Immerhin wimmelt es hier nur so von 12-spurigen Straßen und die mussten überquert werden. Und wer denkt, eine rote Ampel sei auch hier ein Zeichen, dass man anhalten muss, der irrt sich und zwar gewaltig.
Jeder, ob Fußgänger oder Auto-, bzw. Radfahrer, versucht irgendwie sowohl bei rot als auch bei grün über die Straße zu kommen. Doch unsere Skepsis wich einer großen Begeisterung. Nicht nur, weil das Wetter traumhaft schön war, knallblauer Himmel, strahlender Sonnenschein, sondern vor allem, weil Raphaella uns mit traumwandlerischer Sicherheit und Routine über die Gefahrenquellen hinweglotzte, uns in den "Parque 3 de febrero" begleitete und uns zu unserem ersten Mate einlud. Für einige sicher etwas gewöhnungsbedürftig, für andere bereits gut bekannt und gut genossen, besonders mit den köstlichen "Alfajores".
So gestärkt ging es dann weiter durch die Nobelstadtteile Recoleta und Palermo mit den wunderschönen Häusern, in denen die unterschiedlichen Botschaften residieren. Und dann erfuhren wir natürlich auch die Geschichte von Diego Maradona, der sich einmal hier eingemietet hatte und alle Leute mit lauter "Cumbia" (argentinischer Musikstil) so nervte, dass er nur noch ausziehen konnte.
Dann kamen wir zum bekannten Friedhof von Recoleta. Natürlich ist das Grab von Evita Peron/Duarte das Ziel für alle, auch für die Argentinier, die sie noch immer verehren. Aber nicht allein deswegen lohnt es sich, den Friedhof zu besuchen. Auch andere Berühmtheiten ruhen hier, die Statuen sind wunderschön… Ja, und dann gibt es hier noch diesen wunderbaren Artesanía-Kunsthandwerksmarkt, das Kulturzentrum, die schönen Straßencafés usw., leider zu wenig Zeit, um alles anschauen und genießen zu können. Irgendwann mussten wir ja wieder zurück zum Hotel und einige machten sich dann noch auf den Weg nach San Telmo zum Antiquitätenmarkt.
Und ja, da gab es ja noch etwas ganz besonderes an diesem Tag! Das Fußballspiel des Jahres! River Plate gegen Boca Juniors. Katrin hatte es sich nicht nehmen lassen, den "Superclasico" live im Stadion mitzuerleben, ein unvergessliches Erlebnis. Leider hatten wir uns entscheiden müssen, entweder Radfahren oder Fußballspiel. So ist das eben, man kann nicht alles haben, doch das, was jede(r) von uns erlebt hat an diesem Tag, war einzigartig.
Am Abend trafen wir uns frischgeduscht beim Hotel und fuhren mit Taxis in den Stadtteil Montserrat. Dort besuchten wir eine Tangoshow. Nachdem wir zu Abend gegessen hatten, ging das Spektakel los. Bei schöner Live-Musik und tollen Tanzdarbietungen ließen wir uns führen in die Welt des argentinischen Nationaltanzes. Gegen Mitternacht ging es zurück ins Hotel und ab ins Bett.
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Tagesausflug nach Uruguay
Nach einer kurzen Nacht und Busfahrt zum Hafen von Buenos Aires befanden wir uns schon nach einer typisch argentinischen mehrstündigen Wartezeit auf dem Schiff nach Colonia in Uruguay.
Direkt nach der Ankunft gingen wir in ein Restaurant zum Mittagessen. Frisch gestärkt begann die Stadtbesichtigung der ältesten Siedlung Uruguays. Highlights der Altstadt, welche von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, sind die älteste Kirche des Landes, der Leuchtturm und die nachgebaute neue/alte Stadtmauer.
Für einen Ausflug an den Strand war auch noch Zeit. Die anschließende Freizeit nutzten wir zur Besteigung des Leuchtturms, zum Fotos schießen und einen entspannten Stadtbummel.
Mit einem leckeren Chivito (einem typischen Burger) und einem, oder besser gesagt mehreren, Alfajores im Bauch begann die Rückfahrt nach Buenos Aires. Gegen 23 Uhr waren wir wieder im Hotel.
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Ein nasser Tag im Paraná-Delta
In aller Hergottsfrühe ging es heute für uns ins nahegelegene Tigre-Delta. Noch im komatösen Halbschlaf ging es mit dem Bus nach Tigre, ca. 30 km entfernt von Buenos Aires, wo es mit einem Motorboottaxi weiter auf einem der unzähligen Wasserstrassen ins Innere des Deltas ging.
Wir passierten prachtvolle Villen, als Zufluchtsort vieler "porteños" (der Bewohner von Buenos Aires), aber auch einfache Pfahlbauten, wo immer wieder unser Wassertaxi an den Anlegestellen anhielt und vor allem die Schulkinder einsammelte. Unser Ziel der Reise war die im Sumpfgebiet gelegene Insel "Bonanza".
Hier empfing uns Rosana mit einem typischen argentinischen Frühstück, was für einige von uns immer noch sehr gewöhnungsbedürftig, in Anbetracht der "kargen" Auswahl, ist. Währenddessen wurde die Frage, wie denn wohl die Pferde auf die Inseln gekommen sind, heiß diskutiert. Ergebnis: Ganz klar in einem Ei. Denn wer es noch nicht wusste, Pferde gehören neuerdings zu den eierlegenden Tieren. Sollte irgendwer etwas anderes behaupten, der möchte sich doch bitte an Fabi wenden, der dies dann klarstellt.
Nachdem sich alle in Gummistiefel gepackt hatten, ging es auch schon los, das Sumpfgebiet zu erkunden. Das dies eine sehr gute Idee war, wurde schon nach wenigen Minuten klar. Denn durch den Regen der vergangenen Nacht stand eigentlich alles unter Wasser und so manch tiefere Pfütze musste bezwungen werden. Hier trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Für Stephan und Walter konnte es in der B-Note nur eine 6 geben, aber im Unterhaltungswert eine glatte 1. Die Hoffnung auf trockenes Wetter wurde leider nach kurzer Zeit mit dem ersten Donnergrollen und Regentropfen zunichte gemacht. Für viele von uns war es der erste Härtetest der meist neu erworbenen Regenjacken. Um das Ergebnis schon vorwegzunehmen, Walters Jacke hatte komplett versagt, denn er wurde bis auf´s Unterhemd nass.
Leider fiel die Wanderung sprichwörtlich ins Wasser, so dass der Genuss der Natur viel zu kurz kam. Nichtsdestotrotz versuchte uns Rosana die einheimische Flora und Fauna (leider ließ sich kein Wasserschwein blicken) näher zu bringen. Nass und durchgefroren erreichten wir wieder die "Bonanza" und vor allem Walter konnte sich durch die Leihgabe eines Pullovers und Jacke wieder trocken legen. Zur Stärkung kam dann, wie kann es anders sein, ein tolles hausgemachtes Asado-Grillessen (so habe ich es mir von meinen Tischnachbarn berichten lassen) auf den Tisch und trug zur allgemeinen Stimmungserheiterung bei.
Da es sich so richtig schön eingeregnet hatte, konnte das geplante Faulenzen in einer der Hängematten oder eine gemütliche Kanutour nicht wirklich umgesetzt werden. Plan B musste her. Mit dem Wassertaxi ging es früher als geplant wieder zurück nach Tigre, wo uns unser Bus wieder in das Großstadtgetümmel von Buenos Aires brachte. Den Rest des Tages verbrachte jeder nach Lust und Laune. Der eine shoppend, der andere schlafend oder aber auch schon packend, da es morgen endlich auf nach Patagonien geht.
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Endlich in Patagonien!
Früh am Morgen verließen wir unser Hotel in Buenos Aires und fuhren zum nationalen Flughafen. Ungewohnt pünktlich starteten wir Richtung Bariloche, der Hauptstadt des argentinischen Seengebietes.
Um 10:30 Uhr waren wir schließlich da - endlich in Patagonien! Am Flughafen wurden wir erwartet von Ana, unserem lokalen Guide, und Pedro, unserem Fahrer. Gemeinsam ging es nun ins Zentrum der Stadt. Ca. 2 Stunden Freizeit waren angesagt. Man hatte also die Möglichkeit, in eine der vielen Geschäfte und Schokoladenfabriken zu gehen, sowie eine Kleinigkeit zu essen.
Anschließend besuchten wir den "Campanario-Berg", von dessen Gipfel wir eine herrliche Aussicht auf die fantastische Landschaft hatten. Wir wussten jetzt, warum Bariloche auch als die Schweiz Argentiniens bezeichnet wird. Als nächstes fuhren wir zu einem weiteren schönen Panoramapunkt und zum bekannten Hotel Llao-Llao.
Nachdem wir uns mit einigen Leckereien im Supermarkt eingedeckt hatten, begannen wir die Fahrt nach Pampa Linda, unserer Hosteria mitten im Nationalpark Nahuel Huapi. Vorbei an traumhaften Seen (Gutierrez und Mascardi) und typisch patagonischer Andenlandschaft erreichten wir gegen 21 Uhr das Tagesziel. Im Anschluss an das Abendessen ließen wir den Tag im Kaminzimmer bei einem Gläschen Wein Revue passieren.
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Der Schwarze Gletscher
Nachdem wir heute ein bisschen länger schlafen konnten, ging es - gestärkt durch ein für Argentinien untypisches (nämlich reichhaltiges!) Frühstück - zu Fuß zum ca. 7 km entfernten "Schwarzen Gletscher". In Begleitung unseres einheimischen Bergführers Facundo meisterten wir den Anstieg von ca. 100 Höhenmetern auf einer Schotterpiste.
Unterwegs war schon der Donner des Tronadors (3478 m) zu hören, zu deutsch daher auch Donnerberg genannt. Am Gletscher angekommen, konnten wir tatsächlich auch den Grund für das Donnern live beobachten: riesige Schneemassen stürzten lawinenartig vor unseren Augen den Tronador herab - ein gigantisches Naturschauspiel! Und das bei perfektem Wetter: es war nämlich total aufgeklart und die Sonne schien wie im Bilderbuch.
Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zu einem Wasserfall, dem "Saltillo de las Nalcas" - noch so ein atemberaubendes Naturschauspiel, welches wiederum unsere Kameras strapazierte.
Zum Abschluss dieses traumhaften Tages in Patagonien konnten wir sogar noch einen Kondor seine Kreise ziehen sehen.
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Reitausflug und Fahrradtour in einzigartiger Natur
Bereits um 7 Uhr früh war das Licht so fantastisch, dass es einige von uns nicht mehr in den Betten hielt, und sie raus in die Natur mussten. Die Berge waren in rosafarbenes Licht getaucht, ein unglaublicher Anblick! So nutzten einige dieses Naturschauspiel zum Fotografieren oder genossen es einfach. Die Anderen, die erst weit nach Mitternacht schlafen gegangen waren, da es in der Gruppe so lustig zugegangen war, schliefen endlich einmal aus, um dann gemeinsam um 9 Uhr zu frühstücken. Köstlich dieses Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft, Toast, Käse, Schinken und Keksen und natürlich Kaffee.
Die ganz Mutigen, immerhin 8 TeilnehmerInnen, entschieden sich für einen Ausritt, die anderen zwei, Katrin und Alois, nahmen die Fahrräder und erkundeten so ca. 4 Stunden die Gegend. Am Mascardi-See machten sie Rast und vom Aussichtspunkt hatten sie einen wunderbaren Blick auf den "El Tronador". Die Anderen, die sich für den Ausritt entschieden und bisher noch nie auf einem Pferd gesessen hatten, wie Stephan, Katharina und noch ein paar Andere, inspizierten die Pferde mit Skepsis und Respekt und überlegten dann, ob ihre Entscheidung wirklich die richtige gewesen sei.
Die Profis unter den Reitern schwangen sich natürlich sofort auf ihr Pferd und ermutigten die Anderen, dass alles ganz easy sei. Nun gut, ein Zurück gab es jetzt ja auch nicht mehr! Walter, der unbedingt das Ereignis filmen wollte, verlor einen Zügel und sein Pferd drehte sich im Kreis, was das Filmen natürlich erschwerte. Fabi war sofort zur Stelle und nachdem Walter dann beide Zügel fest in der Hand hatte, ging es weiter. Doch als Fabi das Pferd von Angelika überholen wollte, wurde dieses ärgerlich, scherte aus, ließ Fabi nicht vorbei und biss ein anderes Pferd kräftig ins Hinterteil. Auch das Pferd von Michaela hatte so seinen Eigensinn und machte das, was es wollte. Dennoch war es eher lustig, da es im Grunde ganz friedliche Pferde waren, und Fabi durch seine "Überholmanöver" wohl nur ein bisschen Spannung in diesen Ausritt bringen wollte.
Es ging durch Bäche und "Caña (Art Bambus)-Gassen", am Fluss entlang und durch ihn hindurch. Der kleinste der drei Hunde, die uns begleiteten, jaulte jedesmal vor Angst, wenn er wieder ins Wasser musste. Doch sowohl er, wie auch wir Anfänger unter den Reitern, überstanden diesen Ausflug glücklich und sogar voller Begeisterung.
Die, die noch über genügend Energien verfügten, schwangen sich dann auch auf's Rad, wie Michaela und Barbara, und natürlich fuhren auch sie zum Punto Panorámico. Karla, Angelika und Walter versuchten, jenseits der Straße, neue Wege zu finden, was nicht ganz so erfolgreich war, da Walter seine Machete vergessen hatte, um den Weg zu bahnen. Die Anderen erholten sich, schrieben Postkarten, Tagebuch oder taten sonstwas. Beim frühen Abendessen hatten alle dann viel zu erzählen und da Paolo eine Flasche Whisky spendierte, wurde es auch diesmal wieder ein langer Abend.
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Entlang des Sees Nahuel Huapi
Bereits um 8 Uhr holten uns Ana und Pedro aus Pampa Linda ab, da wir bereits um 9 Uhr den Nationalpark verlassen mussten. Nach 9 Uhr war nur noch eine Einfahrt in den Nationalpark möglich, da die Straße nur in eine Richtung befahrbar ist. So verließen wir also diese wunderschöne Gegend mit dem verwunschenen Märchenwald, den -zumindest für einige Flachlandindianer von uns- riesigen Bergen, klaren Flüssen und der unendlichen Ruhe.
Wir fuhren nach Bariloche und verbrachten den Vormittag damit, unsere Schokoladenvorräte bei den unzähligen Schokoladengeschäften aufzustocken, die Outdoorläden zu durchforsten, die Kathedrale (erbaut 1946) zu besichtigen oder einfach durch die Stadt am Nahuel Huapi zu schlendern. Wie uns Fabi später berichtete, soll im See eine Schwester von Nessi namens Nahuelito wohnen…
Wir verließen Bariloche und fuhren mit Ana und Pedro zu "Las cavernas del viejo volcán". Dies ist ein alter Vulkanberg, in dem man Höhlen der Ureinwohner (Tehuelche) fand. Mit unserem jungen Führer machten wir uns an den Aufstieg. In der ersten von uns besichtigten Höhle haben damals ca. 50 Tehuelche Platz gefunden. Während die Frauen kochten und die Kinder betreuten, gingen die Männer arbeiten - wie Fabi zu berichten wusste ;-) Die Männer hatten eine durchschnittliche Lebenserwartung von 35 Jahren, die Frauen hingegen nur von 25 Jahren. Tja, wären sie mal auch arbeiten gegangen und nicht nur Kinder betreuen und in Kochtöpfen rühren ;-)
Weiter ging es über teilweise steil ansteigende Schotterwege zur 2. Höhle. Hier konnten die ganz Mutigen unter uns (Fabi, Angelika, Michaela, Katrin, Alois und Katharina), mit Helm gut behütet, das Innere der Höhle erkunden. Die Herausforderung bestand darin, den hinteren Teil der Höhle durch einen ca. 1 m langen und nur 40 x 60 cm breiten Tunnel zu erreichen. Alle quälten sich teilweise auf allen Vieren und begleitet vom hohlen Klang der Plastikhelme am Stein durch diese Enge und erreichten so die dahinter liegende große Höhle mit einzigartigen Felsformationen und einer kleinen Lagune, in deren Wasser sich die Felswand spiegelte. Für 30 Sekunden saßen wir in absoluter Stille und Dunkelheit bis unser Guide wieder seine Lampe anmachte - ein einmaliges Erlebnis. Danach quälten wir uns durch die Enge zurück zu den anderen, die draußen gewartet hatten.
Weiter ging der Aufstieg bis wir von ganz oben einen Rundumblick genießen konnten. Wieder am Fuße des Vulkanberges (Cerro Leones = Löwenberg) angekommen, ging unsere Fahrt mit Ana und Pedro weiter. Auf dem Weg nach Villa la Angostura hielten wir am Nahuel Huapi See und konnten ein kleines Myrthenwäldchen besichtigen. Die eigentlich 1,50 m hohen buschförmigen Pflanzen wachsen hier in Seenähe zu riesigen Bäumen mit einem kalten rindenlosen Stamm heran und sind 350 bis 500 Jahre alt.
Am späten Nachmittag kamen wir in Villa la Angostura an, bezogen unsere Zimmer und trafen uns zum Abendessen im Restaurant "Los Amigos" bei Mario. Mit einem gemütlichen Verdauungsspaziergang beendeten wir diesen Tag. Den Heimweg fanden wir mit Hilfe des Kreuzes des Südens und tausend anderen Sternen über uns.
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Über die Anden nach Chile
Es ist schon ein Erlebnis der besonderen Art, sich in Südamerika mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen. Heute hatten wir dieses Vergnügen. Von Villa la Angostura fuhren wir Richtung Puerto Montt. Um allen Vorurteilen deutscher Pünktlichkeit gerecht zu werden, standen wir bereits 1/4 Stunde vor fahrplanmäßiger Abfahrt am Bahnhof, um dann fast eine 3/4 Stunde auf den Bus zu warten. Dennoch war die Stimmung gut, denn wieder hatten wir knallblauen Himmel, kein einziges Wölkchen war zu sehen.
Wir fuhren durch eine richtige Winterlandschaft. An den Strassenseiten türmten sich hohe Schneewehen, zwar schon etwas verschmutzt, doch immer noch hübsch anzusehen. Die erste Kontrolle hatten wir nach ca. 20 Minuten Fahrzeit. Schließlich wollten wir die argentinische Grenze passieren, um dann unsere Reise in Chile fortzusetzen. Einige Papiere mussten natürlich ausgefüllt werden. Ein freundlich lächelnder Argentinier drückte wieder mal einen Stempel in unsere Pässe und verabschiedete sich auf deutsch mit:"Guten Tag". Er freute sich, dass wir uns über seine deutschen Sprachkenntnisse freuten.
Wieder im Bus, mussten wir wieder neue Formulare ausfüllen, denn schließlich stand die Einreise nach Chile noch bevor. Endlich am Grenzübergang gab es eine längere Pause. Das gesamte Gepäck wurde ausgeladen, durchleuchtet und wieder eingeladen. Natürlich wollten die, die dabei geholfen hatten, ein wenig Trinkgeld, was wir ihnen auch bereitwillig gaben. Die Uhr eine Stunde zurückzustellen, erübrigte sich, da seit gestern hier in Chile Sommerzeit ist. Mit dem Übergang nach Chile erlebten wir auch einen Übergang in den Frühling. Jetzt säumten weiß-, rosa- und rotblühende Bäume die Straße und der Ginster leuchtete knallig gelb. Wunderschön!
Wir konnten einen Blick auf den Llanquihue-See werfen und tatsächlich war die Sicht so gut, dass wir beide Vulkane, den Osorno und den Puntiagudo gleichzeit sehen und auch fotografieren konnten. In Puerto Montt angekommen, fielen uns natürlich die Stromleitungen auf, die sich abenteuerlich von Haus zu Haus schlängeln, geziert mit allerlei Plastiktüten, die sich da wohl verfangen hatten. Doch in unserem Hotel funktionierte das Licht einwandfrei, wenn auch die Dusche eiskalt blieb. Michaela erlitt noch eine Beinahepanikattacke, da sie ihren Pass vermisste, doch als sie ihn schließlich in einem Geheimfach in ihrer Tasche entdeckte, konnten wir beruhigt los, um uns den Hafen Angelmo anzusehen. Die kleinen Stände mit Artesanía konnten uns nicht so sehr begeistern wie Paolo, der endlich einen Akkordeonspieler gefunden hatte, der ihm sein Akkordeon lieh, so dass wir uns von seinen Künsten auf diesem Instrument überzeugen konnten und er einen flotten Tango spielte.
So eingestimmt, konnte die Stimmung nur noch besser werden. Fabi lud uns in eine kleine Garküche ein, in der doppelt so viele Menschen waren, wie eigentlich hineinpassten. Zur Vorspeise gab es Ceviche, das ist mit Zitonensaft gebeizter roher Fisch, gewürzt mit Cilandro (frischer Koriander) und ganz typisch für Südamerika. Als Hauptgericht gab es dann frisch gegrillten Lachs mit Salat und Kartoffeln und kalten Kaffee (Rotwein, der aber so nicht genannt werden darf) und kalten Tee (Weisswein), der auch so nicht genannt werden darf, da hier eigentlich kein Alkohol ausgeschenkt werden durfte. Da die Portionen so riesig waren, teilten wir uns zu zweit eine und wurden trotzdem richtig satt.
So gestärkt erklärte Fabi uns dann ein wenig die Geschichte der Stadt, die 1853 von Vicente Pérez Rosales gegründet wurde. Bereits ein Jahr zuvor, waren hier die ersten deutschen Einwanderer gelandet und da die Chilenen Denkmäler lieben, wurde natürlich auch hierfür eines errichtet. Den Abend verbrachte dann jeder nach seinem eigenen Gusto, allein, zu zweit oder mit den Anderen der Gruppe, denn alle wussten, am nächsten Morgen müssten wir wieder sehr früh aufstehen, um rechtzeitig den Flieger nach Punta Arenas zu bekommen.
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Zu Besuch in der südlichsten Großstadt der Welt
Früh ging es heute aus den Betten. Ein kurzes (erstes) Frühstück und ab zum Flughafen. Dort angekommen erfuhren wir, dass unser Flieger rund zwei Stunden Verspätung haben sollte, der Pilot war krank… Dank eines Gutscheins der Fluggesellschaft gönnten wir uns das zweite Frühstück des Tages. Ein Fleischsandwich mit Tomate und/oder Avocado - ein Steak am Morgen, mal was anderes!
Dann durfte es schließlich losgehen. Für den Flug nach Punta Arenas hatten wir alles in die Wege geleitet, um die tolle Gletscher- und Seenlandschaft aus der Luft zu beobachten, alle hatten einen Fensterplatz. Doch leider machte uns die dicke Wolkendecke einen Strich durch die Rechnung :-( Am Mittag erreichten wir also die südlichste Stadt des Kontinents. Ein typisch grauer Himmel begleitete uns auf dem Weg zum Hotel im Zentrum der Metropole. Später sollte uns noch ein kurzer Regenschauer erfrischen, bevor für den restlichen Tag die Sonne rauskam.
Während unseres Stadtrundganges besuchten wir den Hauptplatz mit seinem Monument (siehe Foto) zu Ehren Fernando Magellans, dem Entdecker der gleichnamigen Meeresdurchfahrt. Bei dem Aussichtspunkt am "Berg des Kreuzes" hatten wir einen besonderen Blick auf die Stadt. Zu Fuß marschierten wir weiter zum bekannten Friedhof, welchen wir dann ein wenig erkundeten. Hier sahen wir "normale" neben absoluten Luxus-Gräbern.
Nun spazierten wir zurück und direkt in das beste Schokoladen-Café weit und breit. Bei heißer Schokolade, Kaffee und Tee wärmten wir uns auf. Denn draußen bließ mittlerweile der berühmte patagonische (kalte) Wind. Zur weiteren Stärkung dienten Sandwiches, Kuchen und Eiscreme.
Die nächsten Stunden bis zum Abendessen konnte jeder auf unterschiedliche Weise nutzen. Später gingen wir in einem tollen Restaurant sehr lecker essen. Natürlich durfte hier der berühmte Pisco-Sour nicht fehlen ;-)
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Zu Besuch bei den Pinguinen
Heute konnte wer wollte so richtig ausschlafen. Einige nutzen diese Gelegenheit, andere waren auch schon wieder früh unterwegs. Der Vormittag stand für jeden zur freien Verfügung. Das Angebot, das gegenüberliegende Museum (Museo Regional Braun-Menendez) zu besuchen, nahmen auch einige Wissbegierige unter uns war. Der Rest vertrieb sich die Zeit in Punta Arenas mit einem ausgedehnten Spaziergang entlang des Ufers der Magallanstraße.
Um 15:30 Uhr war dann Abfahrt zu den Magallanpinguinen in der Kolonie Seno Otway. Wir hatten Glück, dieses Naturschauspiel sehen zu dürfen, da erst mit dem heutigen Tag das Reservat wieder für Besucher geöffnet ist, da bis dahin die Pinguine während der Paarungszeit nicht gestört werden durften. Begleitet wurden wir von Tora, einer deutschen Biologin, die schon viele Jahre in Chile lebt und an einem Forschungsprojekt über die Magallan-Pinguine arbeitet. Auf einem Rundweg konnten wir die putzigen Tiere fast hautnah beobachten. Es wurden natürlich unzählige, wenn nicht sogar hunderte, Fotos geschossen. Neben Pinguinen konnten wir aber auch den chilenischen Kolobri, Ñandus (ähnlich dem Strauß) oder chilenische Riesenhasen beobachten. Hier spürten wir auch zum ersten Mal so richtig die mächtigen patagonischen Winde. Mal schaun was da noch so kommt…
Nach viel Natur stand viel & lecker Essen auf dem Plan. Fabi lozte uns ins "Remezon", wo Spezialitäten wie Biber, Guanako, Königskrabbe, Tiefseebarsch oder Krill (wo bis jetzt leider noch keiner genau weiß, was er da gegessen hat) auf dem Speiseplan gestanden haben. Ein Pisco durfte natürlich auch nicht fehlen, der diesmal allerdings "Pisco Calafate" (eine patagonische Beere) hieß und super lecker fruchtig daherkam. Mit prall gefülltem Bauch ging es zurück zum Hostel, wo alle hoch zufrieden, aber müde, ins Bett fielen.
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An der Magellanstraße
Zur Abwechslung regnet es und zwar heftig. Das beschert uns zwar einen wunderschönen Regenbogen auf unserer Fahrt zum historischen Fort Bulnes, doch steigert es nicht gerade die Lust, sich außerhalb des Busses aufzuhalten. Mittlerweile mischt sich auch Schnee unter den Regen und der typisch patagonische Wind kommt auf. So hat keiner den Wunsch, ein Foto von der geografischen Mitte Chiles, die durch ein Monument gekennzeichnet ist, zu machen. Tora, die uns auch heute wieder begleitet, erzählt uns etwas über die Fauna des Landes und macht uns aufmerksam auf die Dominikaner-Möwen mit ihrem schwarzen Gefieder und den Austernfischer, der eifrig mit seinem roten Schnabel nach Essbarem sucht.
Wir fahren weiter zur ersten chilenischen Befestigung und Siedlung im extremen Süden des Landes. Es regnet und windet immer noch so heftig, dass die etwas Zimperlichen unter uns, zuerst Paolo, dann Angelika, nach den ersten Schritten aufgeben und ins Café flüchten. Hier werden sie herzlich mit heißen Getränken und einem knisternden Kaminfeuer empfangen, während die Anderen tapfer die Gegend erkunden, wobei der ein oder andere festellen muss, dass die als wasserdicht gepriesene Outdoorkleidung nicht unbedingt den Ansprüchen dieses Regengusses standhält.
So kommen dann auch Karla und Walter ins Café, während die besonders Hartgesottenen Michaela, Katrin, Katharina, Alois, Stephan und natürlich Fabi sich nicht einschüchtern lassen. Vielleicht "üben" sie aber auch schon mal für ihre 4-tägige Wanderung mit Übernachtung in Zelten, die übermorgen beginnen wird. Minuten später klart der Himmel auf. Es scheint sogar die Sonne und so trauen sich alle raus, als Fabi über die Hintergründe der Namensgebung des "Hungerhafens" berichtet: Zwischen 1584 und 1587 starben hier alle 300 Siedler, die von den gut 3000, die sich auf den Weg gemacht hatten, noch übrig geblieben sind. Das Klima und die Vegetation war einfach zu hart zur damaligen Zeit.
Ein kleines Picknick im Bus rundet diesen Ausflug ab und wir fahren zurück ins Hotel, um uns dann wieder zur öffentlichen Busstation aufzumachen und den Bus nach Puerto Natales zu nehmen. Wir fahren durch die patagonische Pampa und sehen jede Menge Ñandus. Das Wetter wechselt 1/4-stündig, so erleben wir an einem Tag alle Jahreszeiten gleichzeitig. Im Bus ist es bequem, wir können uns entspannt zurücklehnen, die Eindrücke der vergangen Tage Revue passieren lassen, Musik hören oder einfach vor uns hindösen.
So kommen wir ausgeruht in Puerto Natales an. Auch hier regnet uns, doch bis zu unserem Hostal bei Nancy sind es nur knapp 150 Meter. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben (Gott sei Dank wurde mittlerweile eine Heizung eingebaut) wartet ein köstliches Abendessen auf uns: Königskrabben, Hühnchen mit Reis, Mais und Salat und zur Krönung gibt es wieder Pisco. Nach einigen "Unterseifsieden" (bayerisch-chilenischer Cocktail, Rezeptur nur auf Anfrage und gegen Bezahlung!) gehen dann alle gegen Mitternacht ins Bett!
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Vorbereitungen auf die große Wanderung
Heute durfte jeder ausschlafen. Erst um 9 Uhr verabredeten wir uns zum Frühstück. Anschließend bekamen die 5 Wanderer Michaela, Katharina, Katrin, Alois und Stephan von Fabi das obligatorische Briefing. Hierbei wurde die Wanderroute erklärt und alle offenen Fragen geklärt. Anschließend ging es in den Supermarkt, alles nötige (aber nicht zu viel) für die kommenden Tage eingekauft. Und nach der Übergabe des Equipments wie Zelt, Isomatten, Schlafsäcken und Kochausrüstung machte sich jeder ans Packen. So war am Nachmittag noch Zeit um Puerto Natales zu erkunden.
Karla, Walter, Angelika und Paolo hingegen nutzten den freien Tag, um sich ganz entspannt das schöne Städtchen an den Fjorden anzuschauen. So spazierten sie u.a. hinunter zur Bucht und genossen dort die herrliche Landschaft Südpatagoniens.
Am Abend gingen wir gemeinsam in einem tollen Restaurant essen. Gereicht wurden leckere Steaks und frischer Lachs. Und zum Nachtisch gab´s Calafate-Eiscreme und -Mousse, sowie den fast schon obligatorischen Pisco-Sour. Früh ging es dann ins Bett, da morgen schon zeitig der Wecker klingeln sollte.
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Ein wunderschöner Tag
Heute haben wir unsere gemütliche Familienunterkunft schon sehr früh verlassen. Vor uns lag eine etwa 2-stündige Fahrt in den Torres del Paine-Nationalpark und zum Lago Grey. Nach einem kurzen Stopp in der Hostería Grey entdeckte Paolo 2 Füchse (einer davon war riesengroß), die anscheinend zum Inventar des Hauses gehörten. Bereits auf dem Weg zu unserem Schiff leuchteten durch die Bäume die ersten Eisberge im azurblauen Licht. Nachdem wir unsere Schwimmwesten angelegt hatten, ging die Fahrt in Richtung Grey-Gletscher. Die Hörner des Torres del Paine blickten noch verschlagen durch den Nebel auf uns herab.
Auf der Hälfte des Weges zum Gletscher verließen uns unsere 5 "Gipfelstürmer" und fuhren mit dem Schlauchboot zum Ausgangspunkt der Wanderung. Als erstes besuchten sie einen nahegelegenen Aussichtspunkt auf den Grey-Gletscher, um sich im Anschluss auf den ersten Abschnitt der "W"-Wanderung zu machen. Nachdem der Tag mit Nebel begonnen hatte, kam nun doch noch die Sonne heraus. Zu Füßen des Paine Grande (3050 m) und vorbei am Grey-See marschierten sie in Richtung des türkisgrünen Lago Pehoe. Von dort bot sich ihnen ein atemberaubender Blick auf die bekannten Hörner. Weiter ging es nun in Richtung Französisches Tal, stets zu Füßen des mächtigen Paine Grande. Vorbei am Lago Skottsberg erreichten sie am Nachmittag ihr Tagesziel, das Campamento Italiano. Nach dem Aufbau der Zelte bereiteten sich Michaela, Katrin, Alois, Katharina und Stephan leckere Pasta, bevor sie sich müde in ihre Schlafsäcke kuschelten.
Walter, Karla, Angelika, Paolo und Fabi bekamen auf der Weiterfahrt zur Abbruchkante des Grey-Gletschers von der Schiffscrew einen Pisco oder Whisky mit 1000-jährigem Gletschereis serviert - ein Hochgenuss. Entlang der ca. 30 m hohen Gletscherkante boten sich uns grandiose Bilder, die mit Worten nicht zu beschreiben sind. Man muss sie einfach gesehen haben. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und verwöhnte uns mit viel Sonnenschein, die die Eisblöcke in hell- bis dunkelblauen Farben schimmern ließ.
Nachdem wir das Schiff verlassen hatten, wanderten wir am Südufer des Lago Grey entlang zum "Eisbergfriedhof". Nach der anschließenden Fahrt mit unserem Kleinbus durch die faszinierende Landschaft am Lago Pehoe vorbei, besuchten wir den großen Wasserfall "Salto Grande", dessen Wassermassen kraftvoll in die Tiefe stürzen. Nach diesem erneuten Höhepunkt schloss sich eine 1-stündige Wanderung zum Lago Nordenskjoeld an. Auch hier boten sich uns wieder bilderbuchmäßige Aussichten. Während der Rückfahrt zu unserem Hostal Nancy fotografierten wir noch einige Guanacos, die am Straßenrand weideten. Dieser Tag war Spitze!
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Aufstieg ins Französische Tal
Unsere Wanderer wollten heute ins Französische Tal hinaufsteigen. Hoffentlich war der Wettergott auf ihrer Seite! Gleich zu Beginn hat man einen tollen Blick auf den Französischen Gletscher, welcher oft durch lautes Krachen auf sich aufmerksam macht. Nach rund 600 Höhenmetern erreicht man einen Pass, der Eingang ins sogenannte Amphitheater, einer wunderbaren Kulisse aus riesigen Granitformationen. Nach dem Abstieg werden die im Campamento Italiano zurückgelassenen Sachen abgeholt und die Wanderung um die einzigartigen Hörner fortgesetzt. Nach ca. 2 Stunden erreichen sie das Ufer des schönen Nordenskjoeld-Sees. Hier befindet sich der Campingplatz "Los Cuernos", wo Michaela, Katrin, Katharina, Alois und Stephan ihre Zelte aufschlagen. Auf die dortigen heißen Duschen freuten sie sich bereits ;-)
Paolo, Angelika, Karla, Walter und Fabi ließen den Tag ruhig angehen. Nach dem Frühstück ging man erstmal einkaufen fürs gemeinsame Abendessen. Paolo wollte unsere Gaumen mal so richtig auf italienisch verwöhnen ;-) Später fuhren wir in die rund 25 km entfernte Höhle des Milodons, des bekannten Riesenfaultieres. Eine beeindruckende 10.000-jährige Höhle durften wir besichtigen und uns ein wenig hineinversetzen in das Leben der Vorzeit. Nach einem heißen Café, Tee und Schokolade ging es zurück nach Puerto Natales.
Am Abend servierte Paolo schließlich leckere Spaghetti a la Bolognese, sowie Hühnchenschenkel mit Gemüse in Rotweinsoße, mmmmmmm! Dann noch ein guter chilenischer Weiß- bzw. Rotwein und das perfekte Essen war komplett! So ließen wir den Tag genüsslich ausklingen.
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Bootsfahrt in den chilenischen Fjorden
Da der gestrige Tag sehr erholsam war, fiel uns Nichtwanderern das frühe Aufstehen heute nicht schwer. Bereits um 6:30 Uhr saßen wir beim Frühstück und um kurz vor halb acht machten wir uns auf den Weg zum Hafen, um das Schiff durch den Ford der letzten Hoffnung zu nehmen.
Zunächst durchquerten wir aber den "Canal Señoret" und hatten einen wunderschönen Blick auf den Dorothea-Berg. Paolo hatte das Glück, einen Delphin zu sehen, der das Schiff ein Stück begleitete. Da das Wetter nicht so gut war, waren wir anderen nicht an Deck, doch als die "Colonia de Cormoranes" sichtbar wurde, gingen natürlich auch alle anderen an Deck. Ein fantastischer Anblick. Auch als wir weiterfuhren und die "Colonia de Lobos" (Seelöwen) sichtbar wurden, gab es viel "Oh"- und "Ah"-Rufe.
Wieder zurück auf dem Schiff stärkten wir uns mit heißen Getränken und landeten dann nach weiteren 1 1/2 Stunden auf der Estancia Perales. Da es jetzt trocken war, hielten wir uns nur im Freien auf. Walter filmte die Tero-Tero, eine Vogelart, die ihrem Namen Terro(r) alle Ehre machte. Fabi tollte mit den Hunden herum, was Karla filmte und Angelika ließ sich eher von der kleinen grauen Katze beeindrucken, die große Lust auf Schmusen hatte.
Dann ging es zurück und leider etwas verspätet, schien dann die Sonne, so dass wir bei herrlichem Sonnenschein an Land gehen konnten. Ausklingen ließen wir dann den Abend im "El Rincón", einem super Lokal, in dem es auch frisch gezapftes "Austral"-Bier gab.
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Durch die patagonische Steppe nach Argentinien
Die Nichtwanderer konnten heute mal wieder so richtig ausschlafen. Erst um 9:30 Uhr wurden sie abgeholt. So konnten sie in Ruhe frühstücken. Zum letzten Frühstück hier bei Nancy gab es zur Feier des Tages nicht nur die üblichen Toasts sondern Medialunas. In den 5 Tagen, die wir hier verbracht hatten, haben wir ein bisschen vom Alltag einer patagonischen Familie mitbekommen. Unser Frühstücksraum grenzte an das Wohnzimmer der Familie und so gab es immer wieder nette Begegnungen. Die 4-jährige Enkelin, Katalina, begeisterte uns mit ihrem kindlichen Charme, ihre Mutter Andrea und der Opa Manuel sorgten abwechselnd rührend für das Frühstück.
Manuel war es auch, der dafür sorgte, dass Angelika, die etwas kränkelte, sich die hauseigene Thermoskanne ausleihen konnte und ständig mit warmen Tee versorgt wurde, so dass sie auch auf den Exkursionen immer warmen Tee bei sich hatte. Zum Abschied bekamen alle ein "regalo" (Geschenk), eine Ansichtskarte von Puerto Natales mit herrlichem Sonnenaufgang, so dass wir den Ort in guter Erinnerung behalten sollten.
Manuel begleitete uns an diesem Morgen auch bis zur Grenze. Es nieselte ein wenig als wir losfuhren und es schien auch ein wenig die Sonne. So sahen wir einen Regenbogen nach dem anderen in einer Farbintensität, die wirklich unglaublich ist. Wir fuhren durch die weite patagonische Landschaft. In der Ferne sahen wir die schneebedeckten Berge und vor uns breiteten sich grüne Wiesen aus, die teilweise durch blühenden Löwenzahn hellgelb leuchteten. Schafe mit ihren neugeborenen Lämmern weideten hier, wie auch Rinderherden. Und dann sahen wir sie: Die ersten drei Kondore! "Lolos", wie Manuel uns erklärte, Jungtiere. Paolo und Karla fotografierten, während Walter filmte.
Weiter ging die Fahrt und wir erlebten ein beeindruckendes Naturschauspiel: Wir fuhren genau durch die Wetterscheide. Auf der linken Seite die Sonne, die Sonnenflecke auf die Berge zauberte, auf der rechten Seite Regen und dunkle Wolken. Und dann lag er plötzlich vor uns, der Sarmiento-See. Leider hatten wir aufgrund des nicht so guten Wetters keinen Panoramablick. Die Türme des Torres del Paine lagen im Nebel. Dann sahen wir ganz, ganz viele Guanako-Herden und Ñandus (Strauße) und dann hatten wir unser erstes Ziel erreicht. Wir trafen die Wanderer wieder, die wohlbehalten und auch ganz fröhlich am Treffpunkt angekommen waren. Katharina und Stephan hatten 14 Stunden geschlafen, während Michaela, Katrin und Alois bereits um 5:30 Uhr aufgestanden waren und bereits die Basisstation erwandert hatten.
Erzählend fuhren wir Richtung Grenzübergang, wo einige im Souvenirladen noch einiges einkauften oder ihre letzten chilenischen Pesos für einen Kaffee ausgaben. Natürlich mussten wieder Formulare ausgefüllt werden, aber diesmal gestaltete sich der Grenzübergang viel schneller als bei der Einreise. Als wir die argentinische Grenze erreichen, mussten wir uns von Manuel verabschieden, ganz herzlich und mit Küsschen auf die Wange.
Auf argentinischer Seite kehrten wir dann in das Restaurant "La Esperanza" ein und natürlich gab es wieder Berge von Fleisch und so gut wie kein Gemüse. Nach dem Essen ging es weiter nach El Calafate, wo wir übernachten würden. Wieder fuhren wir durch weite Steppe mit dem typischen Steppengras und unendlich vielen Schafen. Plötzlich gab es eine abrupte Landschaftsänderung mit tiefen Tälern und wir erhaschten einen ersten Blick auf den "Lago Argentino", den größten See Argentiniens.
Da es um 20:30 Uhr noch hell war, sahen wir gleich als wir in Calafate hineinfuhren, dass dieses Städtchen sehr hübsch gelegen ist, es viele Geschäfte gibt und viele Menschen unterwegs waren. Einige gingen sofort ins Bett, da sie Schlaf nachzuholen hatten, während die anderen sich das Städtchen ansahen.
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Zu Besuch beim Perito Moreno!
Um gemütliche halb zehn Uhr ging es heute morgen mit dem Bus zu einem der nächsten Highlights dieser Tour. Der ca. 80 km von El Calafate gelegene Perito Moreno Gletscher im Nationalpark Los Glaciares war unser Ziel. Begleitet wurden wir von Ramiro, einem lokalen Guide, der uns bereits auf der Fahrt einiges zu El Calafate aber auch zum größten See Argentiniens, dem Lago Argentino, sowie der Entstehung vom Perito Moreno Gletscher erzählte.
Nach knapp 2 Stunden Fahrt zeigte sich dann zum ersten Mal der Perito Moreno in der Ferne. Zwar war der Himmel grau und die ersten Regentropfen fielen, doch ließ sich bereits jetzt das gewaltige Ausmaß des Gletschers erahnen. Auf einer kleinen Wanderung konnten wir die beeindruckenden Eismassen, die sich bis zu einer Höhe von 70 m vor uns auftürmten, bewundern.
Natürlich wurden wie immer die Fotoaparate und Videokameras bis aufs Äußerste strapaziert. Dass der Moreno-Gletscher zu einem der dynamischsten und auch akustisch hörbaren Gletschern zählt, konnten auch wir live miterleben. Zwar alles nur im kleinen Format, leider blieb uns ein großer Abbruch vorenthalten, aber dennoch überwältigend und beeindruckend.
Danach ging es zu den Balkonen und Aussichtspunkten auf der "Peninsula de Magallanes", wo wir mit einem super leckeren Lunchpaket, welches in liebevoller Handarbeit von Fabi, im Angesicht seines Schweißes, vorbereitet wurde, versorgt wurden. Da uns jetzt leider ein Dauerregen begleitete, wurde es eher ein Picknick im Stehen bzw. Unterstellen, dennoch vor einer grandiosen Kulisse.
Am Nachmittag wartete dann noch eine Bootsfahrt auf uns. Bis auf 300 Meter näherten wir uns der Abbruchkante des Gletschers. An Bord wurde zur Feier des Tages erstmal eine Flasche Rotwein entkorkt. Wieder einmal wurden unzählige Fotos geschossen. Auch auf dieser Seite des Moreno-Gletschers wollte sich uns kein spektakulärer Abbruch zeigen, so dass wir uns mit einem zweiten Fläschchen Wein trösten mussten ;-)
Auch dieser Tag wird wohl jedem in unvergesslicher Erinnerung bleiben. Bis zum gemeinsamen Abendessen durchstreiften die meisten noch auf Souvenirsuche das Städtchen oder sendeten ein paar Grüße in die Heimat.
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Bis ans Ende der Welt
Am heutigen Morgen gab es ein ganz besonderes Frühstück, denn Paolo hatte Geburtstag - Herzlichen Glückwunsch! Wir tranken Sekt und aßen leckere Torte, mmmm. Das Wetter meinte es heute ebenfalls gut mit uns, Sonnenschein und im Gegensatz zu gestern keinerlei Wind, ungewöhnlich für Calafate.
Erst um 10 Uhr wurden wir abgeholt und zum "Parque de la Bahia" gebracht. Bei einer rund 2-stündigen Show wurden uns die Gepflogenheiten auf einer typischen patagonischen Estancia näher gebracht. Zunächst gab es eine Vorführung mit "Schäfer"-Hunden. Dann lernten wir das Schaf "Beto" kennen, einen zutraulichen Merino-Opa. Anhand alter wie neuer Maschinen und Geräten erklärte uns Alexis den Vorgang der Schur und die Verarbeitung der Wolle.
Schließlich erwartete uns das Highlight der Schaf-Schur-Show: 9 verschiedene Rassen stellten sich uns vor, jede weist spezielle Eigenschaften auf. Gaucho Hector zeigte uns dabei live, wie ein Schaf perfekt geschoren wird. Und Angelika durfte anschließend sogar einem Lamm ein Fläschchen Milch zu trinken geben. Wir hatten viel Spaß!
Gegen Mittag wurden wir zum Essen gebeten. Riesige Fleischberge, typisch bei einem "Asado Patagonico", und leckerer Salat wurde verzehrt. Am Ende war es wie schon des öfteren viel zu viel. Aber gut, für den Nachtisch war natürlich noch ein bißchen Platz. Nach dem Essen gingen wir zu Fuß zurück in die Stadt, wo wir noch gut eine Stunde Zeit hatten.
Später fuhren wir zum Flughafen. Leider mussten wir noch knapp zwei Stunden warten, bis unser Flieger ans Ende der Welt startete. Nach einem kurzen Flug erreichten wir Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt. Taxis brachten uns zu unserem Hotel im Zentrum. Einige blieben nun direkt in ihrem schönen Zimmer, andere wiederum ließen den tollen Tag bei einem frischen Beagle-Bier ausklingen.
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Natur pur auf Feuerland
Wir sind angekommen "al fin del mundo" (am Ende der Welt) und es gibt Ende-der-Welt Bier und Ende-der Welt-Wein, wie auch eine Ende-der-Welt-Bahn und ein Ende-der-Welt-Postamt, wo man sich - wenn es geöffnet ist - auch einen Ende-der-Welt-Stempel für den Pass abholen kann. Wir erlebten einen uns sehr bewegenden Tag (im doppelten Wortsinn) hier in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, also in der Ende-der-Welt-Stadt.
Malerisch schön gelegen am Fuße der Berge und am Ufer des Beagel-Kanals zeigte sich heute die Stadt im strahlenden Sonnenschein und Fabi sagte nur: "Das ist nicht normal. In dieser Jahreszeit regnet es meistens." Die Nachtschwärmer unter uns freuten sich, dass sie heute ausschlafen konnten, während die Frühaufsteher, die bereits um 8 Uhr am Frühstückstisch saßen, es kaum abwarten konnten bis es endlich losging.
Um 10 Uhr wurden wir von den lokalen Guides abgeholt und es ging in den Nationalpark "Tierra del Fuego" (Feuerland), der gleich an die Grenze zu Chile gebaut wurde (das hat natürlich Bedeutung!). Wir fuhren am Pipo-Fluss vorbei und Fabi erzählte uns, dass dieser Fluss den Namen eines ehemaligen Strafgefangenen trägt, der versucht hatte, über den Fluss zu schwimmen und so zu flüchten, doch leider nie am anderen Ufer ankam. Weiter erklärte er uns auch den Namen des Berges mit den 5 Gipfeln ("5 hermanos"), die fünf Geschwister, Kinder des Padres, der die Ureinwohner missionieren wollte.
Am Anleger angekommen, wurden die Boote abgeladen, denn wir wollten heute auf dem Beagel-Kanal eine Kayaktour machen und unsere sportlichen Konditionen testen. Das Equipment war perfekt: wasserdichte Hosen, die einen besonderen Chic aufwiesen, Schwimmwesten und Paddel. Da einige von uns vorher noch nie die Gelegenheit zu so wassersportwaghalsigen Unternehmungen hatten, war die Aufregung groß. Das erste Boot bestiegen Katrin, Angelika und Alois und nach spätestens der Hälfte der Strecke hatten sie es mit der Koordination gut raus und erreichten sicher das Ziel. Das zweite Boot, in dem Karla, Walter, Fabi und der lokale Guide saßen, überholten nach wenigen Metern und dann erfuhren wir auch den Grund: Karla war lange im Berliner Kanu-Verein und hatte bereits an mehrern Meisterschaften teilgenommen. Die anderen vier Michaela, Katharina, Paolo und Stephan taten ihr bestes und erreichten nach kleinen Hindernissen auch das Ziel. Auf jeden Fall hatten wir alle riesigen Spaß bei dieser Unternehmung.
Die Mühe wurde belohnt und wir fuhren zu einem sehr schön gelegenen Rastplatz und es gab Würstchen, Käse, Hamburger, Brot, Oliven etc. und natürlich einen "Ende-der-Welt-Wein". Dann hatten wir noch das besondere Vergnügen, einen Specht zu sehen, der mit seinem knallroten Kopf doch sehr auffällig war. Nach dem Essen sollte unsere 3-stündige Wanderung beginnen, doch es regnete und die nicht so Wanderbegeisterten freuten sich schon, doch mittlerweile hatten ja alle gelernt und ihr Regenzeug dabei. Also ging es über schlammige Wege durch eine wunderschöne Landschaft am Wasser entlang, durch den Wald, wobei wir die Guindos (die immergrüne falsche Buche) bewundern konnten und die früheren Rastplätze der Yamana (Ureinwohner), die hier als Nomaden von Ort zu Ort per Boot zogen, sich hauptsächlich von den Miesmuscheln ernährten und ihre Spuren hinterlassen hatten. Wir waren so gut in der Zeit, dass wir bereits vor der Zeit ankamen. Doch leider hatte das "Ende-der-Welt-Postamt" geschlossen, so dass wir etwas enttäuscht waren. Doch Fabi tröstete uns, wir würden am nächsten Tag auch noch im Museum einen Stempel bekommen.
Der Bus holte uns ab und wir fuhren in eine wildromantische Gegend mit einer noch wildromantischeren Hütte, wo wir - nach einem kurzen Fußweg - die Biber beobachten konnten. Diese niedlichen Tierchen sind zwar hübsch anzusehen, doch sind sie mittlerweile eine Plage für das Land. 1946/47 ins Land eingeführt, haben sie sich in rasender Geschwindigkeit vermehrt, da sie keine natürlichen Feinde haben, und nagen sämtliche Bäume an, die dann absterben. Es war eine unwirtliche Landschaft: umgefallene Bäume, Baumgerippe, leblose Bäume, die ihre toten Äste in den Himmel reckten. Dazwischen Sumpf, Wiese, Wasser, immer wieder durchzogen von den Biberdämmen und -bauten.
Nun mussten wir uns still verhalten, keine hektische Bewegung, kein lautes Sprechen. Es regnete mittlerweile recht heftig und wir standen schweigend und beobachtend in dieser Landschaft und hielten Ausschau nach den Bibern. Einige wurden etwas ungeduldig, die Kälte kroch unter die Klamotten und unsere Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Unser lokaler Guide Facu war aber auch auf diese Situation eingestellt. Er hatte heißes Wasser, Tee und Kaffee dabei und so verkürzten wir uns die Wartezeit. Und dann kam er endlich, der erste Biber. Ruhig und unbeeindruckt durch unsere Anwesenheit zog er seine Bahnen durch das Wasser. Mehr und mehr Kumpane gesellten sich zu ihm und nun konnten wir endlich die so erhofften Fotos und Videos machen.
Ziemlich durchgefroren gingen wir dann zur Hütte zurück. Mit einem knisternden Kaminfeuer und einer dampfenden Linsensuppe wurden wir empfangen und es schmeckte köstlich! Auch der "Ende-der-Welt-Wein" fehlte nicht und es ging uns richtig gut. Da dies das letzte offizielle gemeinsame Abendessen sein sollte, kam schon ein bisschen Abschiedsstimmung auf und es wurde sogar ein bisschen feierlich. Fabi sagte, dass er sich mit der Gruppe sehr wohl gefühlt habe und alle bestätigten, dass wir es trotz unserer (Alters-) Unterschiede ganz gut miteinander gemacht hatten und dass Fabi ein ganz toller Reiseleiter sei. Ja, und dann endete auch dieser Abend. Mit Taschen-, bzw. Stirnlampen ausgerüstet, machten wir uns auf den Weg zum Bus. Wieder durch schlammigen, matschigen Untergrund. Wir sahen zwar alle entsprechend aus, doch es ging uns gut und so fielen wir dann todmüde ins Bett, als wir später das Hotel erreichten.
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Bootsfahrt auf dem Beaglekanal
Nach dem Frühstück gingen wir gemeinsam zum Hafen Ushuaias. Dort bestiegen wir unser kleines Boot, mit welchem wir rund vier Stunden den Beaglekanal befahren wollten. Erneut hatten wir super Wetter mit Sonnenschein und so gut wie keinem Wind.
Bei einer der so genannten Bridges-Inseln durften wir live das Zusammenleben von Seelöwen, Kormoranen und anderen Seevögeln erleben. Ein wirklich beeindruckendes Schauspiel! Als nächstes gingen einige von uns bei einer der Inseln an Land und machten eine kurze Wanderung. Anschließend setzten wir unsere Fahrt weiter gen Osten fort. Unser Ziel war "Les Eclaireurs", der Leuchtturm am Ende der Welt und ein bekanntes Postkartenmotiv.
Nach der Rückkehr gingen wir im Zentrum der Stadt zum allerletzten Mal gemeinsam essen. In einem typischen Restaurant wurden neben leckerem Fisch, Meeresfrüchten (Muscheln, Calamar, Königskrabbe u.a.) und Fleisch auch noch einmal das köstliche Ende-der-Welt-Bier "Beagle" bestellt.
Nun hatten wir den restlichen Tag zur freien Verfügung. Denn erst um 21 Uhr mussten wir beim Flughafen sein, unser Flieger hatte mal wieder Verspätung. Es war also noch genug Zeit, das ein oder andere Museum zu besuchen, sich den begehrten "fin del mundo"-Stempel für den Reisepass abzuholen, in den vielen Geschäften einzukaufen und in einer herzlichen Schokoladenfabrik einen Capucchino zu trinken.
Als wir die Taxis zum Flughafen nehmen wollten, begann es plötzlich zu regnen und zu stürmen, was ja eigentlich so "authentisch" ist ;-) Am Flughafen ging dann aber alles relativ schnell, um 22:30 Uhr saßen wir im Flieger. Jetzt fehlte nur noch wenig bis zu Walters Geburtstag. Ein außergewöhnlicher, denn wer feiert seinen Jahrestag schon in vielen tausend Metern Höhe. Pünktlich um Mitternacht sangen wir unserem Geburtstagskind ein Ständchen. Walter konnte sich zudem über ein neues Stück für seine Mützensammlung und einen anschließenden Blick ins Cockpit des Flugzeuges freuen.
Nach der Ankunft beim Hotel erwartete die Gruppe die letzte Nacht auf argentinischem Boden. Nur Michaela sollte noch ein paar Tage länger bleiben. Sie wird sich im Nordosten des Landes die weltbekannten Wasserfälle von Iguazú anschauen. Von ihr mussten wir also nun bereits Abschied nehmen, wir wünschen ihr viel Spaß bei dem feuchtfröhlichen Abenteuer!
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Abschied von Argentinien
Der letzte Tag in der argentinischen Hauptstadt und genug Zeit, um den tollen Urlaub bei sommerlichem Wetter ausklingen zu lassen.
Angelika wollte unbedingt nochmal in "ihr" San Telmo. Dort verbrachte sie schöne Stunden im Parque Lezama und an der Plaza Dorrego, trank laut eigener Aussage in fast jedem Straßencafé ein Orangensaft und kaufte sich ein neues Paar Schuhe.
Katrin und Alois wiederum gingen lange flanieren im Hafenviertel Puerto Madero. Später kauften sie noch die ein oder andere CD, um somit das Latino-Flair mit ins heimische Wohnzimmer zu bringen.
Katharina und Stephan liefen zweimal die lange Florida-Fußgängerzone auf und ab und schafften es, im Parque San Martín endlich ihre dreißigste Postkarte zu schreiben.
Paolo, Karla und Geburtstagskind Walter gingen ebenfalls nach San Telmo. Zum Mittagessen trafen sie sich mit Katharina und Stephan in der berühmten Pizzeria Güerrin im Zentrum. Zum ersten Mal auf der Reise hatte Stephan wirklich mit seinem Essen zu kämpfen ;-)
Am späten Nachmittag trafen wir uns alle im Hotel, wo wir nochmals mit Sekt auf unseren Walter anstoßen konnten. Um 19 Uhr ging es dann zum internationalen Flughafen. Nach dem Check-In war es leider soweit: Fabi verabschiedete sich von seiner Gruppe. Drei unvergessliche Wochen haben wir gemeinsam verbracht. Über Madrid fliegen Katharina, Stephan, Katrin, Alois, Angelika, Paolo, Karla und Walter weiter nach Deutschland, wo sie am Sonntag Abend ankommen werden.