Reisetagebuch viExplorer Peru Süd - 13.10.2008
Reisebericht | Tour vom 13.10. - 03.11.2008
"Und schon sind die drei Wochen vorbei. Es war ein sehr schöner Urlaub mit viel Hochs und keinen Tiefs. Nur etwas hecheln manchmal (zum Beispiel von der Oase wieder hoch nach Cabanaconde). Danach war der Inkatrail dann fast ein Klacks.
Es lief alles harmonisch ab und ich denke, dass vielleicht sogar neue Freundschaften geknüpft worden sind. So hoffe ich zumindest.
Lasst es euch gut ergehen! Und sollte es eine Hochzeit geben, so lasst es mich wissen. Es war wirklich schön mit euch."
nachdem wir unser blühendes Hotel zwischen lauter ruinösen Baracken verlassen hatten, stiegen wir in unser Nußschalenspeedboot, um die Ballestas, die Galapagos des armen Mannes, zu erkunden. Über den tollen Candelabro, ein großes Scharrbild auf dem Wege am Berge, fällt uns jetzt nix elementar-geistreiches ein. Dafür, liebes Tagebuch, beschreibe ich dir jetzt die Robenpracht der Robben bis ins kleinste Detail!!!! Also..... wir haben knutschende säugende, fauchende, öhöh-machende, liebe-machende, schwangere Robben auf der Wöchnerinnenstation gesehen, neben dem gigantischen Ausblick einen gigantischen Gestank genossen, der auch noch Geld bringt, nämlich Guano-Abbau (Vogelsch....).
Jeder von uns hat mindestens 320 Robben, 535 Humboldtpinguine, 78 Pelikane, 56 halbe Delphine und sturzbesoffene, einige äh ins-Wasser-stürzende Tölpel u.s.f.. Wenn wir dann noch unsere Bilder austauschen, bringen wir vielleicht ne Festplatte zum platzen.
Nach einem opulenten Meeresmahle in der Lagunilla-Bucht -diktiert mir Alex - ging’s ins die Wüschschde von Huacachina, wo wir touristisch vom Tim-Maelzer-Verschnitt (oder war er´s doch???) zur Buggy-Achterbahn in den Dünen geladen wurden, mit integriertem sand-boarding (Übersetzung: Sand-schiffen ;)), während sich Sonja und Eric ums kulturelle Programm gekümmert haben - brauch ja keiner wissen, dass die kopierten Bilder nicht von uns allen gemacht wurden!! Psst nicht weitersagen!) Danach Konfrontationstherapie mit Hunden für Alex beim Abendessen in der Oase. Spruch des Tages:
Lass dir bloss nicht aufn Kopp scheissen, das wussten schon die INKA-Weisen.
Nach dem festen Frühstück ging’s schnurstracks zum Flüssigfrühstück, sprich Degustation des erlesenen Pisco in jeglicher Variation, inklusive "Wahre Liebe", ein lieblicher Dessertwein (laut Gabriele hatten wir Sonderstatus, was die Anzahl der Becherchen betraf). Deshalb betraten wir daraufhin ordentlich angeschickert unsere Cessnas Sky-hawk II zum "Trip in die Hölle" (Gruß ans Auswärtige Amt, alles im Lot; die wollen ja schließlich auch in Zukunft ihr Geld damit verdienen!! Sicherheitscheck und PiPaPo, damit keine hysterischen Fluggäste mehr die Piloten würgen können).
Ein bisschen lummelig war’s einigen schon, ob Pisco, fehlendes Mittagessen, ruppige Luft oder die Strahlung des kosmischen Astronauten konnte bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissenschaftlich geklärt werden. Auch hier wurde ausreichend Kamerahitze verbraten, sprich fotografiert! Unser Hotel hinter dem allerletzten strohhüttenähnlichem Sonstwas - auch Landbesetzerhütten genannt - entpuppte sich als tauglich... bis auf den tatschenden Guide (Paolo) der Engländer. Aber unsere Gabriele rächte sich für die ganze Gruppe und warf ihn mit einem lässigen dreifachen Schulterwurf - das Schwimmbecken leider verfehlend - hinter sich - Quatsch alles nur Blödsinn, bis auf die Rache.
Der abendliche Pisco-sour hatte bei Gabriele nicht öffentlich erklärbare Auswirkungen. (An die Geschäftsführung: Alles im Lot!! Naja...) Deshalb hier ENDE!! Spruch des Tages:
Hicks!!!
Danach folgte eine lange, lange Fahrt mit einer unglaublich langen Dürre. Picknickstop gabs dann doch ohne Nazcas und ohne Orlandos Mam (unserer heutiger Tourguide) in der Bucht "Puerto Inka".
Darauf folgte eine langen, lange, lange Fahrt mit immer noch langer, langer Dürre. Kurze Pause in Camana und dann Weiterfahrt nach Arequipa. Auf der Fahrt verhalf uns Gabi mit einem langen, langen Vortrag wieder in den Komaschlaf. Aus dem Bus fielen ins Kolonialbett.
Spruch des Tages:
"Hoch die Schädel-Prost!"
Unglaublich leckeres chinesisch-südamerikanisches Futter im viventura-Büro, gekocht von Camencita und untermalt mit Hintergrundklängen von Carlos Dantana de la viventura.
Kaffee bei d'Juanita, genauer: das geopferte adelige Mädchen aus der Tiefkühltruhe, sprich gefunden am Kraterrand des Ampato, gewinnende Konkurrenz von Ötzi.
Huteinkauf uff´m Markt und diverse Kadaverfotografie. Besonderes Highlight: Behaarte Eselsschnauze mit heraushängender Zunge. Abschließendes Alpaca-Essen.
Rucksackpacken für die frühe Abfahrt (5:00 Uhr ins Colca-Tal)
Spruch des Tages:
"Wo issen der Stefan? Der is doch immer noch Schlappen kaufen!!"
Dort aßen wir noch schnell etwas und sind dann gleich auf. Mehr als auf eher ab, denn es ging nun ab in die Schlucht des Colcas. So gingen wir Stufe um Stufe, Schritt für Schritt und Meter um Meter immer weiter runter. Und dann kam sie, die Brücke. Danach ging es endlich wieder ein Stückchen bergauf einen sehr schönen Weg entlang.
Und da war dann unsere Lodge. Wer hätte so ein schönes Plätzchen erwartet. Jeder machte sich erstmal breit, und dann relaxten wir einfach den Rest des Tages. Stefan bekam seinen Supertee- Geheimrezept gegen, wie er immer so schön sagt: "Flitzekacke". (Der Effekt war unglaublich ...)
Abends genossen wir alle den Sternenhimmel.
Am Nachmittag dann hieß es: Bergauf nach Cabanaconde. Der Aufstieg war kein Zuckerschlecken, ganz sicher nicht, aber wir sind alle gut angekommen.
Danach saßen wir aber noch eine ganze Zeit am Cañon und warteten auf den König der Lüfte. Endlich kam er dann auch. Wenn er auch nicht viele Runden zog, so konnten wir ihn dennoch bewundern.
Dann ging es weiter. Der Terassenbau des Colca Tales, Gräber und der Ort Maca mit seiner Kirche und Pedro el Bueno, der Andenadler. Auf dem Weg nach Capachica sahen wir noch Alpaca - und Lamaherden, Vicuñas und auch jede Menge Flamingos.
Abends angekommen in Capachica mussten wir uns von unserem lieben Fahrer Omar verabschieden. Alle waren traurig. Er war immer sehr lieb, ist gut gefahren, sein Auto war toll und er hatte prima Musik mit!
Dann kosteten wir die uns schon vorher angekündigte leckere Suppe und gingen dann mit unseren Gastfamilien zu unserer Unterkuft.
Nach dem gemeinsamen Frühstück sind wir auf unserem Privatschiff zu den Urus gefahren. Sie warteten schon auf uns. Es war toll zu sehen, wie anders diese Menschen hier leben. Wie einfach. Wir schauten uns alles an, spielten mit den Kindern und kauften auch ein paar schöne Handarbeiten. Danach fuhren wir auf einem echten Schilfboot. Es war so schön, so ruhig, wir hätten noch stundenlang daherwackeln können.
Am Nachmittag hieß es dann wieder wandern, bis auf die Anhöhe, und den wunderbaren Blick genießen. Sonja bekam wieder neue Hoffnungen bezüglich ihrer eigenen Fähigkeiten, den Inkatrail zu schaffen.
Abends im Speisesaal klopfte es an der Tür und wer kam rein?? Eine Frau und ein Mann in typischen Trachten. Wir mussten dreimal schauen, und da erkannten wir sie: Daggi und Stefan. Es sah so schön aus, dass gleich alle wollten. Und so standen bald alle in ihren typischen Trachten dort. Alexandra war hellauf begeistert. Und in all der Begeisterung entschieden Sonja und Erik den Schritt zu wagen und zu heiraten. Die Zeremonie wurde vollführt.
Nach einer ruhigen Überfahrt stiegen wir um in den Bus. In einem Ort der Sicuani heißt, wurde gerade gestreikt, deswegen mussten wir einen anderen Weg fahren. Der Umweg, den wir machen mussten (den unser Busfahrer übrigens auch noch nie gefahren ist) war ganz toll. Wir kamen dann erstmal an einem riesengroßen See vorbei. Es gab die ganze Zeit viel zu gucken. Dann kamen wir an eine Stelle wo wir theoretisch wieder Verbindung mit der Hauptstrasse hätten haben sollen, aber die die Brücke war verschweißt, so ging es weiter durch die Pampa auf einer bekannten Rute, die der 4 Seen. Die zweite Lagune an der wir vorbeikamen war voll von Flamingos und anderen Vögeln und Enten. Es war wunderschön. War echt toll.
Dann ging es weiter auf der Hauptstrasse nach Cusco. Abends dann, wie geplant, wurde endlich Meerschweinchen probiert.
Danach ging es erst richtig los. In einem Pub wurde dann Pisco Sour getrunken, Billard gespielt (die Männer hatten, wohl ganz zufällig, einen guten Tag) und so feierten wir rein in Alexandras Geburtstag.
Dann haben wir schön zu Mittag gegessen, Glückstee getrunken, uns noch mal San Blas angeschaut, und dann tat jeder noch mal wozu er Lust hatte: shoppen, Marktbesuchen usw. Nachmittags haben wir Alex dann überrascht mit einer Erdbeerkäsetorte mit der viventura gratulierte, und kleinen Geschenken von uns wie ihr Alpakaflamingo der wahrscheinlich den Namen Pichi Pichi bekommen wird.
Dann hieß es aber vorbereiten auf den Inkatrail, sowohl mit packen als auch psychologisch.
Daggi und Stefan als erste Richtung Lares. In Calca machten sie noch mal einen Stopp, um ein wenig einzukaufen. Da die anderen beiden aufgrund von Darmverstimmungen abgesagt haben, sind sie nun drei Tage allein unterwegs mit dem Führer. Nach einem Bad in den wunderbaren, warmen Thermalquellen von Lares geht es dann los mit dem Wandern.
Alex und Wolfi, Sonja und Erik durften ein wenig länger schlafen, aber dann schlug auch für sie die Stunde. Der Bus war da, alles war fertig. Der Bus fährt sie nun bis zur Ausgangsstelle des 4-tägigen Inkatrail, wo dann erstmal alles organisiert wird mit den Trägern. Und dann.....geht es los. Auf den Inkaweg entlang, so wie damals die Chaskis, die Inkaboten.
...und danach ging es auch wieder runter. Um zwei Uhr waren wir auch schon an unserem Camp angekommen. Nach einem sehr guten Essen von unserem Koch "Ulli" (Er sah wirklich aus wie Ulrich Wickert), wappneten wir uns mit allen Klamotten die wir hatten (denn es war verdammt kalt) und fielen (unsere Multi Kulti Gruppe) in einen komatösen Schlaf.
Spruch des Tages:
"s'isch alles reine Kopfsach!"
Als wir in Aguas Calientes ankamen war alles dunkel, nur Kerzenschein. Seit drei Tagen hatten sie keinen Strom. Erst als wir im Hotel ankamen und meinten wir bräuchten nun unbedingt eine warme Dusche, da auf einmal wurde es hell, und der Strom war wieder da. Abends sind wir dann superlecker essen gegangen. Es war so lecker, und hinterher sind wir praktisch aus dem Restaurant rausgerollt.
Zur gleichen Zeit sind Daggi, Stefan und Gabi von Aguas Calientes mit dem Bus nach Machu Pichu gefahren, um das morgentliche Spektakel erleben zu dürfen.
Um Acht Uhr war das große Wiedersehen. Die Führung durch die Ruinen war dann aber getrennt. Daggi und Stefan sind dann noch den Wainaj Picchu hochgeklettert und genossen einen gigantischen Ausblick von dort oben.
Dann hieß es zurück nach Cuzco. Wir schauten uns noch das schnuckelige Dörfchen Ollantaytambo an und machten einen Halt an einer Stelle wo Chicha zubereitet wurde. Die haben wir dann auch probiert, und auch das für hier typische Froschspiel gespielt.
Spruch des Tages:
Wolfi beim Chicha kosten:"Arriba, abajo, al centro y adentro"
Am Nachmittag gingen wir dann gemeinsam noch in einen Alpaca-Laden wo uns so einiges vorgeführt wurde. Den Abend beendeten wir in einem schönen Restaurant in San Blas.
Dann erstmal frühstücken, ausruhen und auf gings zum nächsten Fußmarsch durch den Dschungel. Vorbei an verschiedenen Plantagen. Unser Führer Daniel schüttelte an einem Papayabaum. Eine reife fiel tatsächlich herunter. die wir genüßlich verspeisten. Wir sahen auch Bananenstauden, Apfelsinen, Mandarinen, Zitronen und Limetten und vieles mehr.
Am Nachmittag machten wir noch einen Ausflug. Erst mit dem Boot, danach zu Fuß und dann mit unserem Katamaran.... Dann hieß es Piranha fischen. Alex war der absolute Sieger. Dreimal hatte sie einen Piranha an der Angel. Zu erwähnen waren auch noch Stefan und Erik. Sie gaben sich wirklich ausgesprochen Mühe und ausdauernd waren sie auch! Aber....na ja, so ist das manchmal im Leben.
Es wurde dunkel und wir gingen auf die Suche nach Kaimanen. Lautlos paddelten wir durch die Dunkelheit und sahen plötzlich zwei Augen rot blitzen. Wir näherten uns und konnten den Kaiman tatsächlich sehen. Daggi schaft es sogar ein paar schöne Fotos zu machen. Später sahen wir noch einen. Auf dem Weg zurück zu unserem Boot sahen wir am Flussufer noch einen Kaiman.
Den Nachmittag hatten wr zur freien Verfügung. Wir hingen in den Hängematten, schlummerten und lasen etwas... Am Nachmittag machten wir noch einen kleinen Spaziergang und am Abend wurde Karten gespielt. Es wurde noch viel gelacht, besonders wenn ein Tierchen vorbeiflog und die Damen erstmal schrien sich aber danach totlachten. Der Gewinner des Abends war Erick, aber die moralischen Sieger waren Sonja und Gabi, ohne Zweifel.
So ging unser letzter Abend zu Ende, ganz entspannt mit gutem Essen, Drinks, Snacks, Spielen und Lachen.
Angekommen in Puerto Maldonado, haben wir noch an der Plaza de Armas ein wenig herumgeschaut, was gegessen oder getrunken und dann ging es ab zum Flughafen.
Der Urlaub war nun vorbei. Es hieß Abschied nehmen von Peru, von Gabi und von Daggi. Daggi bleibt nämlich noch 2 Monate. Sie fährt heute Abend ersteinmal nach Huaraz an die weiße Kordilliere. Dort wird erstmal gewandert und vielleicht geklettert. Viel Spaß Daggi. Hasta la vista.
15.01.12Michael
Auf der Tour hatte man einen schönen Einblick in die verschiedenen Regionen von Kolumbien. Von den Städten über landschaftliche Highlights (z.B. Nuqui) bis hin zur...
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Mirjam