Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Nachtleben im Szeneviertel Miraflores
Endlich ist es soweit…. Aus allen Ecken von Deutschland und auch aus Luxembourg begeben sich 14 Leute auf die abenteuerliche Reise ins unbekannte Peru. Mit 3-stündiger Verspätung und nach knapp 12 Stunden Flug werden wir in Lima von unserem Reiseleiter Omar herzlich empfangen und in Peru willkommen geheißen. Müde aber glücklich erreichen wir nach einer weiteren Stunden (Irr-)fahrt unser Hotel in Miraflores. Einige von uns stürzen sich noch ins Nachtleben von Lima, andere stürzen ins Bett und träumen von dem, was uns erwarten wird….
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Citytour
Am Flughafen von Lima erwartet uns schon unser Reiseleiter Renato und Arno sein Praktikant. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu unserer Citytour und entdecken diese imposante 9 Millionenstadt, denn Lima hat geschichtlich und kulturell einiges zu bieten. Wir besuchen das San Francisco Kloster mit seinen beeindruckenden Katakomben, die Plaza de Armas und auch die Plaza San Martin. Zum Mittagessen gehen wir in das bekannte Restaurant "RUSTICA", wo wir zum ersten Mal auf unserer Reise die gute peruanische Küche kennenlernen. Gegen Nachmittag machen wir uns dann auf den Weg Richtung Süden in die Stadt Pisco wo wir auch übernachten
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Und wieder ein langer Tag
Um 5:20 Uhr klingelt heute der Wecker, wir freuen uns auf eine erfrischende Dusche zum wach werden. Doch wo am Abend zuvor noch Wasser lief, kommt heute Morgen leider gar nichts raus. Also keine Dusche. Die Wasserpumpe hat versagt, wie wir später erfahren. Das ist dann auch der Grund, warum das Frühstück erst später anfangen kann als ursprünglich geplant. Aber nach und nach steht alles auf dem Tisch und wir frühstücken etwas schneller, damit wir uns rechtzeitig auf den Weg zum Flugplatz von Nazca machen können - der Flug über die Nazca Linien steht heute auf dem Programm. In großer Vorfreude auf eines der Highlights dieser Tour laufen wir mit unserem Gepäck zum Bus, wo uns unsere beiden Fahrer Adolfo und Mitchell schon erwarten, leider mit offener Motorklappe und etwas ratlosen Gesichtern. Der Motor will nicht anspringen. Nach ein paar weiteren erfolglosen Versuchen sind sich Adolfo und Dominik jedoch sicher, es ist die Batterie. Wir müssen also den Hotelbesitzer bitten, das Überbrückungskabel an sein Auto anzuschließen. In der Zwischenzeit gehen wir uns schon wieder im Hotel einchecken, insbesondere als dann auch noch das Auto des Hotels nicht anspringt… Aber Dominik und Adolfo kommen auf die glorreiche Idee, die Batterie des Hotel-Autos auszubauen, sie an die unseres Busses anzuschließen, so dass sich schlussendlich der Motor unseres Busses wieder läuft. Wenn das nichts ist! Wir packen nun alle begeistert unser Gepäck in den Bus, um uns so schnell wie möglich auf den Weg zum Flugplatz zu machen, wo wir um 7 Uhr unseren Flug gebucht hatten. Als wir dort etwas verspätet ankommen, erfahren wir, dass der Flugplatz bis eben gesperrt war aufgrund des Wetters. So haben wir Glück und können nach einem etwas chaotischen Morgen doch mit einer der ersten Maschinen unseren Rundflug starten! :) Die Nazca-Linien sind wirklich beeindruckend und man muss sich wundern, wie diese Linien so präzise "gemalt" werden konnten. Nach rund 30 Minuten einiger Links- und Rechtskurven setzt unsere Cessna zum Landeanflug an und wir steigen alle etwas blass um die Nase aus dem Flugzeug aus. Wir sind es wohl nicht gewohnt, so viele Kurven zu fliegen. Nun machen wir uns auf den Weg Richtung Arequipa - 10 Stunden Busfahrt stehen uns bevor. Auf der Panamericana geht es entlang an wunderschönen Stränden, einsamen Sand- und Steinwüsten, die an manchen Stellen grün leuchteten. Hier hatte es vor kurzer Zeit doch mal geregnet. Zum Mittag essen wir in Puerto Inca, dem alten Inka-Hafen in einer traumhaften Bucht. Es gibt ein leckeres Fisch-Buffet! Danach geht es weiter auf der atemberaubenden Panamericana. Atemberaubend in zweierlei Hinsicht: einerseits ist die Landschaft, links die hohen Berge, rechts die steil zum Meer führende Felsküste. Andererseits ist die Fahrt an sich atemberaubend. Immer wieder kommen uns auf der recht engen Serpentinenstraße LKWs entgegen oder wir überholen welche. Hoffentlich halten die Bremsen! ;) Nach vielen Stunden abwechslungsreicher Fahrt und lustiger Stimmung im Bus kommen wir abends um 10 Uhr in unserem niedlichen Hotel in Arequipa an und fallen fast alle sofort ins Bett.
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Wüste, Tiere und leckeres Essen!
Und wieder früh um 6 wach – und das ohne Wecker…draußen zwitschern die Vögel und die Hähne krähen. In den Innenhof des Hotels scheint die Sonne – nur im Aufenthaltsraum ist es noch kühl. Das Frühstück besteht wie üblich aus Brötchen, Marmelade, etwas Obst und Rührei. Dazu Papayasaft, Tee und Kaffee.
Um 7:30 packen wir die Rucksäcke in die Buggies: stark reduzierte Gefährte mit 4 großen Reifen, 11 Sitzen und einem Gestell aus Stahlrohren mit einem laut tuckernden Motor. Die Rucksäcke werden festgezurrt und los geht's. Die Sandpiste ähnelt entfernt einer Straße, aber noch hält sich der Staub in Grenzen. Den ersten Stopp machen wir an einer kleinen Hütte mit diversen Hunden und Kühen, welche direkt neben einem alten Aquädukt steht.
Noch eine halbe Stunde später gibts die Reste eines Ortes zu sehen: Beeindruckend angeordnete Steine am Hang einer Düne. Auch die Überreste einer nicht bestätigten Kultstätte mit uralten, aufrecht stehenden Pfählen geben Anlass zum Anhalten. Allerdings sind die diversen zu findenden Knochen und die wundervolle Bergsilhouette im Hintergrund schöner.
Im immer heißer werdenden Sand gehts weiter durch die stets karger werdende Landschaft. Treibsanddünen, Johannisbrotbäume und mitten im Trockenen Felder, die gerade bestellt werden. Faszinierend: Alles ist trocken und unwirtlich und doch leben hier Menschen und das Grün breitet sich aus. Nachdem Probleme mit zu hohen Dünen und Reifendruck bewältigt sind, dringen wir immer tiefer in die heiße Wüste ein – erstaunlich abwechslungsreiche Strukturen und Farben. Die Suche nach versprochenen Fossilien ist mäßig erfolgreich, aber das Anschieben des Buggies mit Startschwierigkeiten umso mehr, dank unserer schiebenden Männer.
Nach diesem letzten Stopp gehts weiter - die Hitze nimmt schlagartig ab und es wird empfindlich kalt. Eine Jacke, wo vorher selbst ein T-Shirt zu warm war, wird nötig. Mittlerweile erkennt man auf dem totgedachten Boden die ersten Sukkulenten. Nach einer erklommenen Düne wirds plötzlich grün und nach der nächsten noch mehr – Frühling in der Wüste – irre!
Wie aus dem Nichts erscheint vor uns das Meer mit den zwei Halbinseln – ein großartiger Ausblick. Durch den mittlerweile empfindlich kalten Wind fahren wir die Dünen durch das wachsende Grün hinunter zur Bahia San Fernando. Mitten im Nirgendwo, 100 m von der Kliffkante entfernt steht eine Hütte mit einem windgeschützten Bereich für die Zelte. Der Aufbau ist nicht einfach, da der Wind die Zelte immer wieder wegreißt. Nachdem es geschafft ist, gibt es einen kleinen Imbiss.
Danach bietet Omar an mit dem Buggy zu den Seelöwen und Pinguinen „spazieren zu fahren“: Selbstfahren ist angesagt. Trotzdem laufen die meisten – froh endlich etwas Bewegung zu bekommen. Nach nur 15 Minuten erreichen wir die Steilküste und ein unglaublicher Blick öffnet sich:. Schroffe Felsen und eine unendlich weite Bucht. Geier kreisen über uns und unten brüllen die Seelöwen. Der Wind treibt die Vögel und den Sand vor sich her, es ist kalt – egal: Geier, Pinguine, Seelöwen lenken ab. Im traumhaften Licht räkeln sich die Seelöwen in der ca. 15 m tiefer liegenden Bucht, während die Geier mit dem Wind spielen und sich treiben lassen. Unser Highlight ist ein riesiger schwarzer Schatten auf Kliffkante: ein Kondor! Erheblich größer als die Geier erhebt er sich irgendwann in die Luft und schwebt über uns davon. Genial!
Zurück im Camp ist Ruhe eingekehrt. Alles hängt herum während die begleitenden Peruaner das Essen vorbereiten. Es vergeht noch einige Zeit, in der wir gern beim Knoblauch schneiden und Koriander hacken geholfen hätten – aber so bleibt noch die Zeit nach unten in die Bucht vor dem Camp abzusteigen: Das Wasser ist eiskalt aber die Wellen und die untergehende Sonne sind traumhaft schön!
Nach 40 Minuten sind wir wieder oben im Camp. Mittlerweile stehen Gemüseplatten auf den Tischen und der Grill brutzelt Unmengen von Fleisch - kommen noch mehr????? Das Essen ist megalecker: Frisches Gemüse und Salat mit frischem Limettensaft, leckere Papas mit scharfer Soße und ohne Ende Pollo, Lomo und unendlich Burger mit Chimichuri - einer Art Pesto mit unendlich viel Knofi, frischem Koriander und Olivenöl – LECKER!!!!!
Satt bis zum Umfallen geben einige doch der Salsamusik nach und bewegen nach einigen Bier die Beine zum Gute-Laune-Rhythmus – oder war es nur ein Berliner, der sowohl die Peruaner, als auch die willigen Stuttgarterin(nen) über den Sandboden wirbelte…??? Der Rest der Gruppe schaut derweil vom Lagerfeuer zum tanzenden Pärchen und träumt sich in den hoffentlich warmen Schlafsack unter einem wunderbaren Sternenhimmel….
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Die lange Reiseee..am Ende ein Pisco Sauer
Der Tag begann mit der Aussicht auf eine lange Busreise nach Arequipa. Dafür mussten wir erst einmal mit unseren Offroad-Buggys die Wüste verlassen und uns mit dem Bus an der Transamericana treffen, um dann ca. 11h Busfahrt vor uns zu haben. Dies klingt jetzt nicht gerade sehr spannend und einladend. Deshalb klammere ich mich an die schönen Details, die auch an diesem Tag vorhanden waren.
Als wir so gegen 6 Uhr aus unseren Zelten krochen, begrüßte uns die Crew bereits mit einem reich gedeckten Frühstückstisch und vor allem mit guter Laune, die dann auch schnell abfärbte. Persönlich habe ich mir einen kleinen Strandlauf gegönnt, was mir, nach dem vorherigen und anschließenden Extremsitzen im Bus, ausnehmend gut tat. Auch der kleine Fuchs, der sich unsere Reste vom gestrigen Grillabend schmecken ließ, soll nicht unerwähnt bleiben.
So, nun war es soweit. Aufbruch. Obst und Brötchen waren gegessen, das Gepäck wieder in die Buggys gestapelt und….die Motoren sprangen auch tatsächlich an. Es konnte losgehen. Mit teilweise wieder sehr rasanter Geschwindigkeit ging es dann innerhalb von knapp 2h zum Treffpunkt, ein herzlicher Abschied und dann begann die gnadenlos lange Bustour. Ich würde jetzt nicht im Hotel, in Arequipa, am Computer sitzen und den Bericht schreiben, wenn wir es nicht alle gut überstanden hätten. Eine nächtliche Runde durch die Innenstadt hatte den Tag rund gemacht, Omar hat uns in seine Lieblingsbar geschleppt und der Pisco-shower :-) floss in Strömen, was auch der Grund dafür ist, dass ich hier noch ziemlich alleine in der Lobby bin.