Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

23 März 2007 • Frankfurt - Bogota

Unser erstes gemeinsamen Essen - eine lustige Grup
Die Altstadt von Bogotá, wo auch unser Hotel liegt

Bacatá - fruchtbarer Ackerboden

Fast nach Plan landete der Flug aus Madrid. Und fast zeitgleich begann es zu regnen. Nach langen Wochen strahlendem Sonnenscheins, legte das Wetter mit Ankunft unserer Gruppe ein Päuschen ein.

Regen - kann das eine viYoung-Truppe erschüttern? Nein, natürlich nicht! Und so konnten sich die wartenden Alejandro, Nicole und Miguel vom viventura-Partnerbüro in Bogota über das freudige "Hallo" der, trotz langer Reise, noch munteren Truppe freuen. Auch Barbara, die schon einen Tag vorher anreiste freute sich über ihre fitten Mitreisenden.

Nachdem alle sich frisch gemacht hatten, liefen wir durch die Altstadt zum Restaurant. Die Straßen waren voller Menschen, meistens Studenten und Musik klang aus den vielen "Tiendas": Ein lebendiges Viertel! So mancher vor uns freute sich schon auf das eine oder andere Bier vor dem Schlafengehen.

Das Restaurant hatte extra für uns noch geöffnet und im Kaminzimmer gedeckt. In gemütlicher Runde konnten wir uns so erst einmal kennenlernen. Das Essen war typisch für den Valle, einer Region im Südwesten Kolumbiens: Rindfleisch, Hühner- oder Fischfilet, Reis und Brat-Bananen. Dazu probierten wir alle den erfrischenden Lulo-Saft. Wie uns später die Wirtin erklärte, sind panierte Speisen typisch für den Valle. Und die Portionen müssen über den Teller ragen. Miguel hatte schon in Voraussicht auf unsere doch schon ruhenden Mägen (in Deutschland war es ja schon 2 Uhr morgens) nur halbe Portionen bestellt, die aber selber reichlich waren.

Danach gingen einige von uns noch auf einen Schlummertrunk in eine der zahlreichen Kneipen in der Nähe des Hotels.

Wie alle war auch diese recht voll. Die karibischen Klänge aus der Musikbox gaben dem Stimmengewirr eine lässige Note. Da störte es uns auch nicht, dass man einige Stühle für uns zusammen rückte, mit bestem Ausblick auf - die Männertoilette! Diese war hinter eine halb hohen Schwing-Tür und vermittelte Wild-West Atmosphäre. Richtig malerisch wäre es gewesen, wenn einer von uns mit der Zigarette im Mundwinkel sich hinter diesen Türen hätte fotografieren lassen, aber … so viel Bier haben wir dann doch nicht getrunken

24 März 2007 • Bogota

Nur für uns von viventura organisiert: strahlender
In Manitas besuchen wir das Sozialprojekt "Exito V

Über den Wolken und ein bunter Abend

Der Tag beginnt Wolken verhangen. Trotzdem lassen wir uns von unserem Plan, auf den Monserrate zu steigen nicht abbringen. Alejandro und Miguel sind sich sicher, dass es aufhellen wird. Also auf in die Wolkenwand!

Oben angekommen findet die Hoffnung auf Sichtverbesserung auch Nahrung. Zur Ost-Seite des Berges, der Stadt abgewandten Seite, ist die Sicht schon ungetrübt und wird fast mit jeder Minute besser. Einzig der Blick auf die Stadt bleibt verhangen. So starten wir unsere Tour mit der Besichtigung der üppigen Vegetation auf der Ost-Seite. Trotz 3000 Metern Höhe ist es hier sehr grün.

Trotz der frühen Stunde sind schon Sportler unterwegs, die den ganzen Weg hoch gejogt sind. Wir dagegen haben bequem mit der Seilbahn den 300 Meter Höhenunterschied zur Stadt zurück gelegt. Alejandro erklärt uns, dass Menschen zum Teil auf Knien hier hoch pilgern. Monserrate ist einer der bekanntesten Wahlfahrtsorte Kolumbiens.

Kurze Augenblicke lang, geben die Wolken die Sicht auf die Stadt frei, aber als Miguel zu der Frage ansetzt: "Findet Ihr das Hotel wieder?", ziehen die Wolken wieder zu und so bleibt es bei der Erkenntnis, dass Bogota von uns zu Fuß erobert werden will.

Wieder unten laufen wir durch die historischen Plätze im Viertel "La Candelaria", probieren hier und da von den Leckereien, die uns Alejandro und Nicole empfehlen. So gelangen wir dann auch zum Hauptplatz, dem Plaza Bolivar, wo gerade junge Kadetten der Präsidenten-Garde ihren Fahneneid leisten.

Die Zeit reicht gerade noch um in das Goldmuseum zu gehen und uns einen kleinen Eindruck der Kunstfertigkeit der prä-kolumbianischen Kulturen zu machen. Dann geht es weiter zu dem von viventura unterstützem Sozialprojekt im Süden der Stadt. In diesem ehemaligen Slum lernen wir auch Menschen wie "Pacifica" kennen, die ihre kleines Haus auf einem Hang selber erbaut hat und trotz ihres Alters die steilen Wegen zu den Läden täglich mehrmals und raschen Schrittes ab und auf geht.

Der Tag endet in dem etwas anderen Restaurant außerhalb Bogotas. Wir sind beeindruckt von der ausgefallenen und abwechslungsreichen Einrichtung. Die Stimmung in diesem "Restaurant" ist fröhlich und wir sehen Paare auf der Tanzfläche oder auf den Stühlen einige Runden drehen, bis ihr Essen gereicht wird. Langeweile kommt hier sicher nicht auf. Das Essen selber ist auch einmalig. Gestärkt können wir uns ebenfalls auf die Tanzfläche wagen. Irgendwann besucht uns eine Musikkapelle an unserem Tisch, Alejandro hat seine Beziehungen spielen lassen.

Nach Mitternacht geht es dann wieder zurück in das Hotel, es wartet ja eine Radtour am nächsten Morgen auf uns.

25 März 2007 • Bogota - Villa de Leyva

Unser Guide - Alejo!
In der Salzkathedrale

Wir werden berühmt!

Obwohl es geregnet hat, sind wir vormittags mit dem Fahrrad durch Bogota gefahren. Gleich zu Anfang wurden wir dabei vom kolumbianischen Fernsehen gefilmt, die einen kleinen Werbefilm drehen wollen. Unsere Fahrradtour dauert 14 km, aber natürlich gibt es dazwischen auch mal Pause – allerdings nur um Aerobics zu machen! Die Tour endet im Stadtviertel Usaquen, einem alten Viertel von Bogota. Dort belohnen wir uns u.a. mit einem leckeren Mittagessen. Danach machen wir uns auf den Weg zur Salzkathedrale in Zipaquira, wo uns ein netter Guide mit einem sehr lustigen Akzent die Geschichte des Salzes und die Entstehung der Kathedrale erzählt. Wir fahren weiter nach Villa de Leyva, aber nicht ohne uns vorher noch Käse für umsonst zu holen in Ubate. Wir erreichen unser Ziel erst, als es dunkel ist und beenden den Tag mit einem super Fondu-Essen und viel Wein. Heute schlafen wir besonders gut in unserem superschönen und natürlich superromantischen Hotel.

26 März 2007 • Villa de Leyva

Wie romantisch :-) Die Kathedrale in Villa de Leyv
Die Pozos Azules - unser erstes Ziel des Abenteuer

Das Glück der Erde …

Nach einer erholsamen Nacht stehen wir heute mal nicht ganz so früh auf und machen uns nach dem Frühstück gleich auf den Weg – dieses Mal aber auf dem Pferd, und das, obwohl wir alle "total gut" reiten können. Unser erstes Ziel sind die Pozos Azules, wo José ein paar Geschichten über die Gegend erzählt. Wieder auf dem Pferd, reiten wir weiter zu einem Museum, wo es echte Dinosaurier gibt – zumindest noch als Skelett! Dort endet dann auch unser kleiner Ausritt und wir steigen wieder in unseren Bus um, der uns mit ein paar kleineren Umwegen zu unserem Mittagessen bringt: gegrilltes Fleisch, Huhn, Chorizo, Maiskolben, Avocado, Kartoffeln, Salat und Kochbananen. Dann haben wir einen freien Nachmittag, um Bier zu kaufen (wir sammeln nämlich die Bierdosenöffner für das Sozialprojekt - sie bekommen dafür Geld von der Stadt) und unser Tagebuch zu schreiben.

27 März 2007 • Bogota - Villa de Leyva

Nicht alle von uns sind schwindelfrei :-) Der Paso
Leider verlassen wir jetzt Villa de Leyva

Angstschweiss

Nach einem leckeren Frühstück gibt es heute für mindestens einen von uns eine kleine Mutprobe. Der "Paso de Angel", ein schmaler Grat inmitten einer wundervollen Landschaft ist nichts für Leute mit Höhenangst. Wir überstehen den Weg aber alle gut und der Ausblick entlohnt uns für die Schweissperlen auf der Stirn. Auf dem Rückweg durch das Flussbett werden wir ein bisschen nass, aber das macht nichts, denn bald sind wir wieder im trockenen Bogotá :-) Bei einem leckeren vegetarischen Abendessen erklärt uns Ralf (ein deutscher Politologe der in Kolumbien lebt und arbeitet) die politische Situation des Landes. Wir können alle unsere Fragen zur Guerilla, den Paramilitärs und zum Drogenkonflikt loswerden. Es ist schön, die Zusammenhänge nun besser verstehen zu können und neben den vielen wunderbaren Dingen, die wir schon gesehen und erlebt haben auch die Probleme des Landes kennen.

28 März 2007 • Nuqui - Bogota

El Paradiso - Nuqui!
Wir sind gut angekommen!

Ab ins Paradies!

Nach einer kurzen Nacht (Aufstehen um vier Uhr!!!) machen wir uns auf den Weg zum Flughafen, um dort in den Flieger nach Medellin und von dort in den Flieger nach Nuqui zu steigen. In der zweiten Maschine gab es zwar nur 20 Plätze, aber zum Glück hat ja keiner von uns Flugangst…

In Nuqui erwarteten uns ungefähr 30 Grad und mindestens 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, und jeder wollte sofort seine Badehose anziehen. Darauf mussten wir uns allerdings noch etwas gedulden, denn erst ging es mit einem Motorboot übers Wasser zu unserer Lodge. Und extra für uns wurden 52 Delfine genau um 14:23 Uhr organisiert!! Weil wir noch ein bisschen mehr prahlen wollen: Sie sind auch ganz hoch in die Luft gesprungen, natürlich auch extra für uns!

Nach einem leckeren Mittagessen und nachdem wir aus dem Staunen über unser Hotel der nächsten Tage wieder heraus gekommen waren, machten wir einen kleinen Spaziergang zu zwei Wasserfällen. Das war schon sehr romantisch, bis auf die Skorpione im Wasser!! Immer dabei ist ab jetzt Pozo, der im El Cantil arbeitet und uns die nächsten paar Tage die Gegend zeigen wird.

Den restlichen Tag haben wir ausnahmsweise mal nur am Pazifik relaxt, gebadet, gegessen und das ein oder andere Cerveza getrunken. Natürlich nicht, ohne uns den Sonnenuntergang entgehen zu lassen. Traumhaft!!!

29 März 2007 • Nuqui

Es gibt nicht nur giftige Frösche in Nuqui
Das braucht keine Worte, oder?

Wanderung im REGENwald

Die Grundlage für die nächsten paar Stunden war ein superleckeres Frühstück! Die war auch wirklich nötig, denn es ging ab in den Urwald! Unsere Wanderung dauerte etwa vier Stunden und der Weg war nicht immer ganz eben.. aber für ein paar Giftpfeil-Frösche, Schlangen, Spinnen und viele andere tolle Tiere nimmt man ja gerne einmal ein bisschen Schlamm und Dreck in Kauf!

Pozo wusste glücklicherweise den Weg, denn sonst wären wir bestimmt immer noch unterwegs. Und zu einer anständigen Wanderung durch den Regenwald gehört natürlich, na was, genau, Regen!! Mit vielen neuen Eindrücken und froh, dass wir die Frösche überlebt haben, kommen wir kaputt zurück zu unserer Lodge.

Aber der Rest des Tages ist frei, und manche nutzen die Gelegenheit, um sich auszuruhen. Manche wiederum meinen unbedingt, Fußball am Strand spielen zu müssen! Hierbei geht natürlich ein ganz besonders großes Lob an die kolumbianischen Spieler, die sich tapfer geschlagen haben!

Vor dem Schlafengehen wurden wir dann nochmal richtig aktiv. Im Schein von Lagerfeuer und Mond haben wir mit ein paar Leuten aus der Gegend getanzt! Böse Zungen behaupten, die Leute seien alt gewesen. Hat aber trotzdem Spaß gemacht!

30 März 2007 • Nuqui

Lodge El Cantil
Entspannung pur!

Entspannung pur und Verjüngungs-Kur!

Nach der Entspannung am Vormittag am Strand gab es kostenlos Sonnenbrand für alle!

Nachmittags spazierten wir zu den Thermalquellen. Absolutes Highlight auf dem Weg dorthin, neben der natürlich atemberaubenden Aussicht, war die Überquerung eines ganz kleinen Flusses, entweder bis zum Hals im Wasser oder auf einem ganz wackeligen Boot!

Die Thermalquellen waren dann sehr entspannend, auch wenn es etwas nach Schwefel gerochen hat.. Das Naturstein-Peeling sorgte für allgemeine Erheiterung, vor allem bei denen, die den anderen dabei zusahen! Aber dafür sehen die Leute mit dem Peeling jetzt mindestens 10 Jahre jünger aus, haha!

Der Rückweg war dann relativ unspektakulär, der Fluss konnte uns ja nicht mehr schocken. Eigentlich schockt uns hier gar nichts mehr, wir rechnen immer mit allem, aber in Kolumbien gibt es ja keine Probleme, sondern nur Lösungen!!

31 März 2007 • Nuqui - Medellin

Wir in Medellin!
Botero Kunst in Medellin

Vom Urwald in den Disco-Dschungel

Mit Tränen in den Augen mussten wir uns am frühen morgen von der Lodge verabschieden. Mit nur einer Stunde Verspätung ging es wieder per Flugzeug nach Medellin.

Wieder in der Zivilisation angekommen haben wir bei einem Stadt-Bummel sehr viel interessantes über Pablo Escobar erfahren und einen kleinen Einblick über die Schönheiten von Medellin bekommen.

Nachdem wir uns für den Abend gestylt haben, gab es ein noch leckereres Abendessen und anschließend ging es ins Nachtleben von Medellin. Wir waren im Mangos, wo uns Carlos, unser local Guide, das Salsa-Tanzen gezeigt hat und dass unermüdlich.

Alejo hat sich derweil anderen Dingen gewidmet…

01 Apr. 2007 • Medellin - Pereira

Das Grab von einem der gefürchtetesten Männer Kolu
Im Kaffeeland!

Pablo und Pool!

Nach einer sehr langen Partynacht mit wenig (oder auch gar keinem Schlaf..) sind wir in unseren Bus gestiegen und zu Pueblito Viejo gefahren. Dort kann man die Aussicht über Medellin genießen und ins Aburra-Tal schauen. Bevor wir uns auf den Weg nach Pereira machten, durften wir natürlich eine Sache in Medellin nicht auslassen: das Grab von Pablo Escobar. Es war zwar schön mit Blumen geschmückt, aber trotzdem ist der Anblick etwas gruselig, wenn man sich vorstellt, welcher Mann hier begraben liegt.. Danach nehmen wir Abschied von Medellin und fahren gegen Mittag los in Richtung Pereira, wo wir erst am Abend ankommen und in eine kleine Kaffee-Finca einziehen. Diesmal ganz luxuriös mit Pool!!

02 Apr. 2007 • Pereira

Das macht Spass!
Unser fertig gerösteter Kaffee

Auf der Kaffeefinca

Heute Vormittag geht es los mit einer Führung über die Kaffeefinca. Unser Guide Freddy erzählt uns viel über die Herstellung des Kaffees, den wir so gerne morgens trinken!! Natürlich darf auch eine kleine Kostprobe des Kaffees der Finca nicht fehlen, und wer möchte, darf auch ein kleines Päckchen frische Kaffeebohnen mitnehmen. Nachmittags fahren wir wieder zu einer Kaffeeplantage, aber diesmal laufen wir nicht einfach durch, sondern wir schwingen uns an langen Seilen darüber. Das ganze heisst Canopy und es wird dabei richtig schnell: Mit bis zu 45 km/h fliegen wir über die Kaffeepflanzen und weil es dabei auch richtig in die Tiefe geht, macht es gleich nochmal so viel Spass! Der restliche Tag wird dann wieder etwas gemütlicher: Obwohl es schon ein bisschen kalt ist, springen einigen in den Pool, wir grillen auf unserer Finca und lassen den Tag mit einem ganz besonderen Wein :) ausklingen.

03 Apr. 2007 • Pereira

Thorsten im Valle de Cocora
Wer gewinnt beim Tejo spielen?

Valle de Cocora und Tejo

Heute sind wir früh aufgestanden und nach dem Frühstück sind wir nach Salento gefahren, wo wir eine 3-stündige Wanderung bis hinauf in der Nebelwald von Valle del Cocora unternommen haben. Dann haben wir uns unsere Essen verdient und eine leckere für diese Region typische Spezialität, eine Forelle gegessen.

Obwohl die Gruppe hatten am Anfang zweifeln um Basteln zu gehen, hatten dann doch alle viel Spass dabei und dazu hatten sie eine Schmuck für den Partner und sogar manche für die Mama daheim (Roy).

Um Schluss zu machen sind wir gegangen um Tejo zu spielen, eine beliebte und weit verbreitet "Sport"-Art bei der man versucht aus circa 9 Meter Entfernung ein Eisenstück in eine Kiste mit Schlamm wo man ein Papier Stück mit Schießpulver treffen sollte. Natürlich mit ein Bier immer dabei.

04 Apr. 2007 • Salento - Neiva

Sprachlos aber glücklich!
Ein "Wüstenbewohner"

Die Wüste

Heute geht es mal wieder etwas früher los. Nach einem Etappen-Frühstück in netter Oma-Atmosphäre fahren wir etwa sechs Stunden weiter nach Neiva. Dort machen wir kurz Pause in einem Einkaufszentrum, um uns für die kommenden Stunden zu stärken und unseren Local Guide Michelangelo zu treffen. Mit ihm zusammen geht es weiter, und das nochmal mindestens eine Stunde weiter nach Villa Vieja, ein kleines Dorf mit ca 7500 Einwohnern.

Aber unser eigentliches Ziel ist die Tatacoa-Wüste, durch die wir bei strahlendem Sonnenschein und mindestens 33,7Grad wandern. Und dabei haben wir noch Glück: denn normalerweise steigen hier die Temperaturen auf 35 bis 44 Grad, aber es ist ja Regenzeit! Ziel der Wanderung ist eine Sternwarte, wo wir den Sonnenuntergang abwarten, dabei gemütlich grillen (das Fleisch hat Alejandro eigenhändig durch die Wüste geschleppt - er ist eben ein echt perfekter Reiseleiter und wir wissen das wirklich zu schätzen :) ) und uns dann den kolumbianischen Sternenhimmel anschauen! Dabei erklärt uns ein echter Astronom die Sternbilder (z.B. Orion, den Löwen oder den Krebs) , und durch ein Teleskop können wir Venus und die Ringe von Saturn bewundern!

Manchen wird es dann aber bald etwas zu romantisch und wir machen uns auf den Rückweg nach Villa Vieja - in extra für uns gemieteten Jeeps - toll, was viventura so alles organisiert! Wir schlafen heute in Neiva, wo wir sehr nett empfangen werden ("La gente alemana!") und mit umwerfend schöner Clubhotel-Musik in den Schlaf gewiegt werden, den nicht mal ein Skorpionnest und sonstige Krabbeltiere stören können…

05 Apr. 2007 • Rivera

Der Schweiss läuft uns schon ein bisschen!
Wer sieht da jetzt wem ähnlich?

Kultur und Bier

Nachdem wir die Nacht überlebt haben, steigen wir wieder zu Jonathan in unseren Bus (er ist ein echt super Busfahrer, aber eben auch echt kolumbianisch..) und lassen uns nach San Agustin fahren, was etwa sechs Stunden dauert - oh Mann, immer dieses Busfahren! Wir kommen an und werden von René begrüßt, bei dem wir die nächsten zwei Nächte in ein bisschen abgefahrenen und echt unbeschreiblichen Hütten wohnen werden (man muss es sich am besten selbst anschauen). Dort treffen wir auch kurz Nicole und Miguel wieder, die gerade mit einer anderen viventura-Gruppe durch Kolumbien reisen. Wir bekommen zuerst einmal ein superleckeres und echt europäisches Mittagessen: Lasagne. Am Nachmittag steht der archäologische Park von San Agustin, der seit 1995 zum Weltkulturerbe gehört, auf dem Programm. Unser Local Guide ist diemal Gloria, die uns sehr viel interessante Dinge zur San Agustin-Kultur erzählt, die bis heute immer noch nicht ganz aufgeklärt ist. Manche sind doch sehr erleichtert, als die Führung durch den Park endlich vorüber ist (nach etwa 3 Stunden, es ist fast schon dunkel), und das nicht, weil sie aufs Klo müssen… Den Abend verbringen wir in San Agustin und manch einer macht heute wieder die Nacht zum Tage… mit nur ein bisschen Cerveza und Ron.

06 Apr. 2007 • San Agustin

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So sieht Shakira aus?

Wo ist Shakira? (Chaquira)

Heute war ein fast ganz ruhiger Tag, denn es hat die ganze Nacht und den ganzen Vormittag geregnet.. aber eben nur fast! Es gab ein paar Verrückte, die sich eingebildet haben, bei so einem Wetter reiten zu müssen, naja, wenn man schon mal in Kolumbien ist! Und der Matsch, den wir vorfanden, stellt bisherige Erfahrungen weit in den Schatten, vor allem, wenn man durchgaloppiert. Unser Ziel ist die Chaquira-Schlucht, wo man nicht nur einen super Ausblick auf den Magdalena hat, sondern auch in Stein gemeisselte Figuren der San Agustin-Kultur bewundern kann. Weil der Regen gar so schlimm war, haben wir uns vor dem Zurückreiten noch mit etwas Cafe tinto und Aguardiente getröstet, der jedoch nicht allen so gut bekommen ist. Der Ritt nach Hause war glücklicherweise nicht mehr ganz so lang (und das sagt vor allem die, die das hier gerade schreibt), aber wir wurden ja dann mit lecker Pizza für unsere Tapferkeit belohnt. Der Nachmittag und der Abend waren dann nur zum Relaxen da. Ist auch bitter nötig, wenn wir uns morgen früh um fünf auf den Weg in die Karibik machen…

07 Apr. 2007 • Budapest - Santa Marta

viventura goes football
Unsere Chiva-Fahrt!

Chiva-Fahren

Die Nacht ist für uns leider kurz, denn schon um fünf Uhr müssen wir heute frühstücken und uns auf den Weg zum Flughafen nach Neiva machen. Von dort bringt uns ein Flugzeug nach Bogota, allerdings mit nur ein bisschen Verspätung (so etwa drei kolumbianische Minuten…). Deshalb muss unser Reiseleiter am Flughafen in Bogota mal wieder seinen ganzen Charme spielen lassen, damit wir noch rechtzeitig unseren Anschlussflug nach Santa Marta in die Karibik bekommen. Wir kommen dort nachmittags an und werden von einer Chiva abgeholt! Für alle, die nicht wissen, was eine Chiva ist: ein Bus ohne Tueren und Fenster mit lustigen Musikern auf der letzten Sitzbank! Wir fahren also mit lauter Musik durch die Strassen (fallen dabei natürlich gar nicht auf) und damit das Karibikfeeling noch perfekt wird, organisiert uns unser Reiseleiter eine Flasche Rum dazu (er darf natürlich nichts trinken, denn er ist ja der Reiseleiter ). Nach einem kleinen Stopp beim Denkmal von Valderrama (irgendein kolumbianischer Fussballspieler, aber das kommt eben davon, wenn die Frauen Tagebuch schreiben müssen) geht es weiter bis zu unserem Hotel in Rodadero, fast wie in der Beschreibung romantisch gelegen in einem Fischerdorf direkt am Strand – bis auf das Fischerdorf , den Strand und die Romantik. Plötzlich sind wir in Mallorca am Ballermann gelandet, nur eben kolumbianisch, naja, es ist ja auch noch Semana Santa. Und deshalb ist am Abend, wenn für Deutsche in der Karwoche vielleicht auch schwer verständlich, auch Fiesta angesagt!

08 Apr. 2007 • Tayrona-Nationalpark

Schon wieder schwitzen???
Die Indianer aus dem "Pueblito"

Der Tag der Kokosnuss

Heute geht es weiter in den Tayrona Nationalpark. Wir fahren dorthin in einem kleinen Bus (der natürlich lange nicht so toll ist wie der von Jonathan) und werden begleitet von Jimmy, unserem Local Guide für die nächsten zwei Tage. Als wir in Tayrona ankommen, ist es wirklich heiss und wir schwitzen schon ohne zu wandern. Aber wir können es eben nicht lassen und machen uns auf den Weg zu einer „zweieinhalb Stunden Wanderung“, bei der wir zunächst alle nahe am Hitzeschlag sind. Nach etwa drei Stunden erreichen wir Pueblito, ein kleines Indianerdorf mitten im Nationalpark, wo wir viel über die Lebensweise der Tayrona Indiander erfahren. Nach einer Stunde laufen wir weiter zu unserem vermeintlichen Schlafplatz am Strand, zu dem es nur noch 20 Minuten sind (laut Jimmy..). Mittlerweile hat es zu regnen begonnen (IN DER KARIBIK!!!) und wir rutschen ungefähr eineinhalb Stunden auf dem Hintern über nasse Steine, rutschiges Laub und Wurzeln (zusammen ergibt das eine tödliche Mischung..) in Richtung Strand, wo wir gerade noch rechtzeitig für ein Mittagessen um vier Uhr nachmittags und nach etwa viereinhalb Stunden Wanderung ankommen. Dann dürfen wir noch mal vierzig Minuten weiterlaufen (und dieses Mal waren es wirklich vierzig Minuten, wir haben auf die Uhr geschaut), bis wir zu unseren Hängematten gelangen, in denen wir die Nacht verbringen dürfen. Wir können von Glück sprechen, dass keiner von einer Kokosnuss erschlagen wurde, hätte durchaus passieren können.. Trotzdem sind wir nass bis auf die Knochen und freuen uns, endlich in den Hängematten schaukeln zu dürfen, auch wenn sie auf die Dauer bequemer aussehen, als sie tatsächlich sind…

09 Apr. 2007 • Tayrona-Nationalpark

Badelaune
Unser letzter Tag in der Umgebung von Santa Marta

Mücken und mehr (Meer)

Der Tag fängt damit an, dass Uli sich nicht sicher ist, ob er gerade Pferde gesehen hat, die durch die Hängematten gelaufen sind. Das Gerücht wurde später von mehreren Personen bestätigt. Nach einer entspannenden Dusche mit kaltem Wasser und in fragwürdiger hygienischer Umgebung haben wir uns auf den Weg zur Bucht la Piscina gemacht, weil nur dort das Schwimmen erlaubt ist wegen der starken Strömung. Leider fing es auch hier nach kurzer Zeit wieder zu regnen an. Am Nachmittag haben wir uns wieder auf den Heimweg begeben, der angeblich 40 Minuten dauern sollte, was sich auch bewahrheitet hat! Wir wurden wieder von unserem schnuckeligen Kleinbus abgeholt und zu unserem „romantischen“ Hotel in Santa Marta gebracht.

10 Apr. 2007 • Cartagena - Santa Marta

Wer um Himmels Willen ist das?
Ohne Worte :-)

Schlamm, Schlamm und nochmal Schlamm :-)

Schon mal in einem Schlammvulkan gebadet? Nein? Wir schon, heute in Totumo auf dem Weg nach Cartagena. Um dorthin zu gelangen sind wir erst einmal mit dem öffentlichen Bus von Santa Marta nach Barranquilla gefahren. Es war echt bequemer als gedacht und es gab neben einem seltsamen Film auf spanisch sogar Klimaanlage!

In Barranquilla sind wir dann umgestiegen in einen kleineren Bus nur für uns, aber natürlich war auch der nicht lange so gut, wie der von Jonathan :-) In Totumo erwartete uns dann der 15m hohe Schlammvulkan, in den sich nicht alle unserer Gruppe hineintrauten. Die anderen hatten aber wirklich viel Spaß im grauen Schlamm des Vulkans. Man kann sich kaum selbst bewegen und wird deshaln von netten Herren (die anscheinend den ganzen Tag im Schlamm sitzen) hin- und her gedreht und dabei massiert! Das haben wir uns aber auch echt verdient ….

Nach dem Schlammbad geht es dann in den See nebenan, wo wir von ein paar netten Damen sauber gewaschen werden. Und um unsere Badeklamotten kümmern sie sich auch noch extra…. Als wir wieder sauber sind (manche haben nur noch ein bisschen Schlamm zwischen den Zähnen) geht es dann weiter nach Cartagena in ein nettes Hotel (mit einer sehr netten Martha) nahe der Altstadt von Cartagena.

Dort treffen wir Hilde, die uns am Donnerstag die City zeigen wird. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten gehen wir dann doch endlich essen - bei Crepes & Waffles - unendlich lecker!!!!

11 Apr. 2007 • Cartagena

Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt .
Im Café del Mar

Sonne, Strand und …. Cocktails

Heute machen wir einen Ausflug zu den Islas de Rosario, einer Inselgruppe vor Cartagena. Die Fahrt dorthin dauert etwa eine Stunde und dann haben wir den ganzen Tag zum Relaxen! Wir liegen in der Sonne, schwimmen im karibischen Meer und lassen uns Cocktails schmecken! Ein paar von uns gehen auch schnorcheln und können die tolle Unterwasserwelt der Karibik entdecken.

Viel zu früh fahren wir zurück nach Cartagena, aber der Tag ist ja noch nicht vorbei. Wir gehen ins Café del Mar, um dort den Sonnenuntergang zu bewundern - mal wieder sehr romantisch :-) Auch hier gibt es leckere Cocktails, die im Laufe des Abends auch etwas - aber wirklich nur etwas - ihre Wirkung zeigen :-) Die Stimmung ist einfach unbeschreiblich, und man sollte es auf jeden Fall einmal selbst erlebt haben!!!!

12 Apr. 2007 • Cartagena

Romantik pur!
Unser letztes gemeinsames Essen :-(

Unser letzter Tag!

Heute treffen wir Hilde. Sie ist unser Local Guide für die City Tour durch Cartagena. Unser Weg führt uns zunächst zum Castillo San Felipe, wo uns Hlde viel über die Geschichte Cartagenas erzählt. Es geht weiter in die Altstadt, wo wir noch mehr Geschichten hören, Smaragde anschauen und mittlerweile etwas schwitzen ( heute hat es 31 Grad und die Sonne scheint)! Zum Abschluss fahren wir nach Bocagrande an den Strand, wo wir noch einmal den leckeren frischen Fisch aus Kolumbien genießen dürfen. Nachmittags haben wir "frei". Die Meisten nutzen die Gelegenheit, um in den vielen Geschäften Souvenirs zu kaufen, durch die wunderschöne Altstadt zu spazieren oder leckere Säfte zu trinken. Abends treffen wir uns alle nochmal zu einem gemeinsamen Abendessen in einem gemütlichen Restaurant (aber Vorsicht, dass das Budget nicht überschritten wird :-)) Den restlichen Abend lassen wir eher gemütlich ausklingen und gehen früher schlafen, denn morgen haben wir - LEIDER - eine lange Reise vor uns.