Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99336.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99337.jpg&w=1920&q=75)
Aufpassen!!! Sechs Frauen kommen!!!
Ich gönne mir einen ziemlich ruhigen Abend um an alles andere zu denken, anstatt an die Tatsache, dass ich viele Tage mit sechs Mädels durch den Süden und Ende der Welt Reisen werde. Tja, was für einen traurigen Job ich habe, gell?
Na, wie immer auf diesen Reisen, wird meine Aufgaben sein den Besuchern… also ja, Besucherinnen in diesem Fall, einfach die Tore zu öffnen vor eine Welt voller Magie, Schönheit und unvergesslichen Erlebnissen. Morgen geht es los… mal sehen wie wir gemeinsam diese Welt durchstöbern :-)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99338.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99339.jpg&w=1920&q=75)
Auf zur trockensten Wüste der Welt
Der Wetterbericht sagte, in der trockendsten Wüste der Welt solle es diese Tage Schauer geben, was schon für ausnähmliche Zustände am Anfang der Reise sorgen sollte. Aber nichts geschah… Wir kamen in Calama an und nach einer kurzen Einkaufsrunde für Proviant, fuhren wir zu einem der historischen Schätze dieser Region, die schon die Präsenz der Menschen seit 11.000 Jahren registrieren kann. Erstmal die schöne von den Spaniern gebaute Kirche in Chiu Chiu, dann die alte Atacameño-Festung in Lasana, die uns dran erinnern wie sich der Mensch an extreme (und ja, sehr heiße) Bedingungen anpassen kann. Das konnten wir dann auch gleich in Lasana zu verkosten bekommen, da wir in einem kleinen einheimischen Restaurant ein schönes Mittagessen genießen konnten, das auch Quinoa - der sogenannte Inka-Reis - enthielt
Alle froh, bewegten wir uns dann endgültig in Richtung San Pedro, umzingelt von… WÜSTE, die aber unglaublich viele Geheimnisse verbirgt. Um das zu bestätigen, machten wir uns kurz nach Ankunft auf den Weg zum berühmten Valle de la Luna, wo einer der schönsten Sonnenuntergänge des Planeten zu erleben ist. Logischerweise war der Guide (also ja, ich…) clever genug um noch einen Pisco Sour und Mango Sour mitzunehmen, so dass die Stille und Ruhe des Mondtales nach dem Sonnenuntergang, auf herrlicher und lachender Weise vom lustigen Gerede der Gruppe gestreichelt werden konnte. Die Drinks verhinderten natürlich auch, dass manche in den Abgrund sprangen vor lauter Emotion. Mensch Mädels, ihr seit sooooo lustig :-)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99340.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99341.jpg&w=1920&q=75)
Salzsee und Altiplano-Lagunen
Um die Flamingos gut sehen zu können (und die empfindliche Haut der Mädels vor der Hitze zu schonen) fuhren wir früh zum Salar de Atacama. Dieser größte Salzsee Chiles fängt schon kurz nach dem Dorf an und ist ein riesiges, unüberblickbares weiss-braunes Becken. Und ja, die Flamingos waren da und die Kameras knipsten wie vom Wüstenteufel erfasst.
Danach ging es zum ersten Mal richtig in die Höhe. Die Straße fuhr bis auf über 4.000 m an kleinen Dörfern und uralten Hausungen und Terrassenanbauten vorbei bis zu den wunderschönen Lagunen Miscanti und Miñiques, an den Füßen der gleichnamigen Berge (5.600 und 5.900 m.). Es ist schön zu erleben, so ein bisschen vom Hintergrund, wie diese ersten Tage sich schon voller Ausdrücke wie "Boooo…!!!", "Uuuuuhhh…!!!" und "Das ist der Haaammeeeerr…!!!" füllen, denn ja, dieses Land, diese Gegend, diese schwierige Geschichte der Menschen hier, diese verrückten geographischen, geologischen, natürlichen Erscheinungen gehören zu den Schätzen, die man in der Seele trägt wenn man von hierzulande ist…
Als wir wieder langsam auf vernünftigere Höhen kamen, machten wir eine Pause im kleinen alten Dorf Socaire, wo wir wieder was leckeres einheimisches zu essen bekamen. Danach ging es in Siesta-Stimmung weiter abwärts, noch am Dorf Toconao vorbei wo ein bisschen Wüstenshopping getrieben wurde, und dann nach Hause. Am Abend gönnten wir uns noch ein gemeinsames Essen, wo von Zweien auch der berühmte Maisauflauf (mit hohem Erfolg) probiert wurde. Uuuuund… ab ins Bett, morgen geht es sehr früh in die Höhe zu den Geysiren :-)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99342.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99343.jpg&w=1920&q=75)
Tatio und Thermalbäder
Wieder gaaanz früh aufgestanden, um ein anderes Naturwunder rechtzeitig vor den Augen (und das Auge der Kameras) zu haben. Wir flogen über die nächtliche Schotterstrasse, die unser guter Fahrer Exequiel auswendig kennt, und kamen noch vor Sonnenaufgang zu den qualmenden Geysiren an. Obwohl mein Lieblingsgeysier heute zu faul war (oder zu neidisch wegen meiner höchst weiblichen menschlichen Umgebung), konnten die Mädels das Spektakel geniessen. Die Minustemperaturen wurden dann auch mit einem leckeren und teilweise süßen Frühstück bekämpft.
Wir "flogen" dann wieder runter, vorbei an Vicuñas, Vizcachas und Vulkane, zu den Termalbädern in Puritama, wo die Mädels sich eine Weile im warmen Wasser austoben konnten… bis eine Gruppe aufdringlicher Brasilianer sie "anzog", sich besser am Picknickplatz schön von der Sonne toasten zu lassen. Das war seeehr gemütlich, und natürlich fehlte beim leckeren mitgebrachten Mittagessen nicht der Pisco Sour und schöne Weinchen, die dafür sorgten dass bei der Rückfahrt nach San Pedro das Geplabber und Gelächter nicht aufhörte. Ja, eine der Mitglieder dieser höchst seriösen Gruppe musste auf dem Weg, kurz vor Ankunft zum Hotel, noch aussteigen und am Strassenrand den Pisco Sour und Wein der Pachamama schenken, natürlich zur Faszinierung der vorbeifahrenden Einheimischen.
Wir gingen dann spät noch auf ein Häppchen und einen Drink, bevor wir uns zum letzten Mal in diesem schönen kleinen Ort auf über 2.000m Höhe zu Bett begeben… Morgen geht es wieder Richtung Süden, zu einem der Kulturerben das Chile der Menschheit bietet: Valparaiso.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99344.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99345.jpg&w=1920&q=75)
Zum schönen, bunten Valparaiso
Nach der faszinierenden Wüste ist es trotzdem angenehm mal wieder richtiges Grün zu sehen. Auf der Fahrt vom Flughafen Santiagos in Richtung Küste, hielten wir in einem netten Lokal an, um den Magen zu stärken, da wir wieder gaaanz Früh schon auf dem Weg waren. Aber ja, logisch, es dauerte ein Weilchen, um mal richtig zum Essen zu kommen, denn es werden dort ja auch Dinge verkauft ;-)
Gestärkt durch Mote con Huesillo (ein typisch chilenischer Nachtisch, erfrischend und ernährend) und anderes, konnte es die Gruppe nicht vermeiden noch schnell im Casablanca Weintal für eine kurze Weinprobe anzuhalten. So kamen wir dann lustig in Valparaiso an und der Eindruck dieser farbenfreudigen Hafenstadt verführte natürlich gleich alle. Wir spazierten über die laberynthischen Hügel, fuhren in den berühmten Aufzügen und hatten dann freie Zeit, um noch mehr romantische Ecken der Stadt zu erforschen.
Valparaiso hat einen ganz anderen, einen eigenen Charakter als Santiago. Man spürt hier eine andere Kraft, ein anderes Selbstbewusstsein, und das haben die Mädels auf jeden Fall mitbekommen. Die Lieblingsstadt des Reiseleiters hat also die weibliche Probe überstanden… dank auch den Lokalen wo man schöne Mitbringsel einkaufen konnte :-)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99348.jpg&w=1920&q=75)
Kurz in der Haupstadt um Luft zu schnappen
Wir fuhren heute noch ganz schnell durch Viña del Mar, um uns den Kontrast zwischen den zwei Nachbarstädten anzuschauen. Wirklich zwei verschiedene Welten. Danach flitzten wir über die Autobahn Richtung Isla Negra, wo die Gruppe mit vielleicht keinen großen oder genauen Erwartungen das Haus von Pablo Neruda kennenlernte und sich definitiv beeindrucken ließ.
Leider war es zu bewölkt, um richtig in den Pazifik zu springen und 'ne Weile zu baden, aber ein bischen freie Zeit am Strand tat auch sehr gut. Es blieb dann nur noch ein Weingutsbesuch im Maipotal übrig, um diesen ersten Teil der Reise abzuschließen, und da sie alle Weinliebhaber sind, haben sie das natürlich kommentierend und lachend genossen… Glücklicherweise war die Quote der magischen Flüssigkeiten dieses Mal etwas begrenzter, so dass wir nicht extra auf der Autobahn anhalten mussten :-D
Wieder in Santiago, gestalteten sich die Mädels einen schönen Abend in der Stadt und der Guide fuhr schnellstens alles waschen und alles vorbereiten für die nächsten vielen Tage, die noch vor uns stehen. Morgen gehts in eine der wunderschönsten Ecken der Welt: mein geliebtes Patagonien.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99346.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99347.jpg&w=1920&q=75)
Aufbruch zum Ende der Welt
Die "normalen" Stunden schlafen, wenn man sich an einem heftigen Reiserythmuss angewöhnt, fühlt sich irgendwie seltsam an, als wenn man irgendwie schlapp ist. Wir standen also zu zivilisierter Uhrzeit auf und flogen nach Süden, also so richtig nach Süden, wo man fast aus der Landkarte fällt.
Gleich nach Ankunft in Punta Arenas besuchten wir die Pinguine am Seno Otway, und genossen diese kleinen Leute mit ihren lustigen Latschen. Der Macho der Pinguintruppe brüllte durch die Gegend und nach einer Weile waren dann auch alle Weibchen und Kleingemüse um ihn herum. Hmm, auf gewisse Weise identifizierte ich mich mit ihm ;-)
Der Fahrer war so nett und fuhr uns auch noch kurz zum Modell der Nao Victoria, das Schiffchen mit dem Magalhaes die Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik (was er ja so taufte) endlich fand. Und noch netter war es, dass er uns auch noch zu einem Aussichtspunkt fuhr, von wo man einen Überblick auf die Stadt, die Magellanstrasse und sogar bis auf Feuerland hatte.
Das Hostel war so schön, dass man gleich Lust bekam sich dort niederzulassen und am Kamin ein Weinchen zu geniessen, was wir für die Nacht planten. Erstmal mussten die Mädels den schönen Friedhof besuchen, und dann noch den viventura-Tip fürs Abendessen folgen, der natürlich alle Seelen und Magen zufriedenstellte.
Wie gesagt, ermüdet von einem Tag, der eigentlich ziemlich relaxt war, gingen manche dann gleich schlafen, und andere erfüllten sich noch den süßen Wunsch eines Weinglasses direkt am Kamin… obwohl der Kamin gar nicht funktioniert :-O Macht nichts, so ist der Tag trotzdem schön und ruhig ausgeklungen, und wir schauen schon Richtung Pto. Natales und Torres del Paine, die magischen und letztens leider geschädigten Türme des Südens.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99804.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99805.jpg&w=1920&q=75)
Tief in Patagonien
Wieder ein ruhiger Tag als Anlauf für die nächsten, die intensiver werden. Früh nahmen wir den Linienbus Richtung Puerto Natales, knappe drei Stunden, wo man ab und zu am Horizont auch das Paine-Massiv klein und niedlich sehen konnte.
Puerto Natales ist immer schön, weil es dieses Pionier-Flair hat, dieses neue und "eben angekommen" Gefühl, wo sich auch viele Touristen entweder auf die Entdeckung der Torres del Paine vorbereiten oder andere das soeben erlebte Abenteuer tüchtig feiern. Heute spielt sogar eine ganz populäre Cumbia-Band auf einem Platz, aber die Mädels wollen sich für Morgen ausruhen. Manche haben am Nachmittag ja auch einen schönen Reitausflug in die Berge hinter Natales gemacht, so wollen sie sich den… na sagen wir mal, hmmm… also bestimmte Körperteile schonen, um die Bergwanderungen von Morgen und Übermorgen gut auszustehen.
So siehts aus, alle sind schon in ihren Zimmern nach den letzten Einkäufen, unser Tagebuch verabschiedet sich bis Montag, da es innerhalb des Nationalparks keinen Internet-Anschluss gibt. Ich hab etwas Angst, wegen der großen Zerstörung der Wälder, die ich morgen nach dem schweren Brand vor ein paar Wochen leider sehen werde… aber die Natur ist weise, und wenn wir Menschen in den nächsten Jahren keinen Unfug treiben, werden unsere Nachkommen den Park wieder in seiner vollkommenen Pracht erleben und genießen können. Mal sehen… Gute Nacht.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99806.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99808.jpg&w=1920&q=75)
Auf zu den Torres
Gaaaanz früh starteten wir von Puerto Natales in Richtung des Nationalparks, das normalerweise wegen seiner Schönheit weltbekannt ist, in den letzten Wochen leider auch wegen des riesigen Waldbrands viele Schlagzeilen gemacht hat. Ja, ich selbst war sehr nervös, sogar ängstlich, mir die vor kurzem geschehene Katastrophe direkt anzuschauen.
Nach Sonnenaufgang, als wir zum Lago Grey fuhren, um dort die Bootsfahrt zum Gletscher zu machen, wurde alles schon sichtbar: ganze Wälder in "Ruinen", die Erde, die bis vor kurzem grün war, ganz schwarz, und sogar noch etwas Brandgeruch in der Luft.
Die Seele zukneifen und weiter… Wir konnten leider die erste Bootsfahrt des Tages nicht nehmen, so unternahmen wir eine Wanderung am Flussufer zu einer schönen Halbinsel um "aktiv" auf die zweite zu warten. Dass uns die Sandra auf einmal verlorenging, blieb nach ihrer Wiederfindung dann auch als Anekdote des Tages… sie sah uns auf einmal nicht mehr und lief zurück. Danach ein schöner aufwärmender, beruhigender Kaffee, und ab ging es zum Grey Gletscher.
Aber das war ja eigentlich nur die Einführung in diesen ganz intensiven Tag. Wir fuhren danach dem Paine-Massiv näher, machten schöne Bilder der sich von den Wolken befreienden Cuernos del Paine, sahen Kondore und Guanacos, bis wir zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung kamen.
Der nette Manuel, unserer Fahrer und Hauswirt des Hostels in Natales, ließ uns mit einem ermunternden Lächeln dort, und wir fingen an zu laufen. Ja, die Mädels haben diese kurze, aber ganz bergaufgehende Wanderung seeehr gut überstanden, so machten wir es uns in der großen Berglodge gemütlich mit Dusche, warmen Essen und Wein. Morgen muss es dann weiter nach oben bis zu den Türmen gehen… mal sehen wer dabei ist.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99810.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99811.jpg&w=1920&q=75)
Bis zu den Türmen
Wiedermal gaaanz früh, genau gesagt um 3:30 Uhr, sollte die Jenny nachschauen wie der Himmel aussieht, um die Möglichkeiten die Torres im frühen Sonnenlicht zu erreichen einzuschätzen. Nach einigen Diskussionen wie es denn nun "aussah", machten wir drei (inklusiv mir) uns auf den Weg. Und nach zwei Stunden(wo ich selbst die erste Hälfte für einige Verzögerung sorgte, da ich zu spät merkte, dass meine Taschenlampe keine geladenen Batterien hatte) waren wir auch schon oben, vor diesen Wächtern Patagoniens. Nach einigen Minuten war die Sonne auch schon da und wir konnten das goldene Spektakel genießen, wenn unser Stern direkt aufs graue Granit der Torres stößt.
Auf dem Rückweg zur Lodge trafen wir noch auf zwei von uns, die es dann auch noch bis nach oben schafften. Stückweise fingen die Mädels dann auch an wieder runter zu wandern, wo uns um 13 Uhr Manuel erwarten würde.
Der nette Manuel hatte natürlich auch Colas und Bierchen für jedermann mitgebracht, so machten wir uns ermüdet, schläfrig, aber total glücklich auf den Weg nach Natales. Man musste ja heute den letzten Abend in Chile noch feiern, und obwohl alle ziemlich kaputt wegen der zwei anstrengendsten Tage der gesamten Reise waren, schafften wir es noch zu einem guten einheimischen Essen, bevor es zu Bett ging.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99812.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99813.jpg&w=1920&q=75)
Zur anderen Seite Patagoniens
Das Wörtchen "früh" ist wohl eins der meist benutzten bei diesen Tagebüchern ;-)
Ja, früh setzten wir uns in einen Linienbus Richtung El Calafate, auf der argentinischen Seite Patagoniens. Die Reise war etwas extralang weil wir vieeeel Zeit an der Grenze brauchten… also an BEIDEN Grenzübergängen. Leider schafften wir es deswegen nicht eine Bootsfahrt zum Gletscher Perito Moreno zu arrangieren, weil die Zeit zu knapp wurde.
Die Mädels schauten sich diesen Gletscher, von anderer Perspektive als den Grey vor einigen Tagen an und genossen ihn wie vorgesehen.
Nach der Rückkehr zum netten Hostel in Calafate zerstreute sich die Gruppe gleich - je nach "dringenden Interressen"… also Shoppen, Essen, Bummeln, Geld wechseln, etc.
Morgen geht es dann gleich weiter, noch näher zum Ende der Welt, eine Stunde Flug nach Ushuaia.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99814.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99815.jpg&w=1920&q=75)
Zur südlichsten Stadt der Welt
Wir konnten heute endlich mal zu zivilisierten Uhrzeiten aufstehen :-)
Nach einem ruhigen, leckeren Frühstück im Hostel fuhren wir zum Flughafen und verabschiedeten uns von der Luft aus von Patagonien und flogen direkt rüber zum legendären Feuerland, eine Insel die sich Argentinien und Chile teilen.
Der letzte Teil des Fluges wurde ziemlich beweglich und am Flughafen angekommen merkten und spürten wir auch den Grund dafür… EIN WIND, der uns die Koffer wegreissen wollte. Aber gut, schon im Hotel wählten sich die Mädels verschiedene Aktivitäten für den Nachmittaga aus, und wir einigten uns auch gleich auf die Optionen von morgen.
Jede machte sich dann auf den Weg in die Stadt, wo als allererstes natürlich der Ende-der-Welt-Stempel geholt wurde. Danach noch ein bisschen bummeln, was essen, und ins Hotel.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99816.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99817.jpg&w=1920&q=75)
Feuerland durchstöbern
Vier von den Mädels entschieden sich für die Exkursion in den schönen Nationalpark Tierra del Fuego, der nur ein Weilchen von der Stadt entfernt liegt. Eine schöne, drei Stunden lange Wanderung durch einen schönen Wald mit Sicht auf den Beagle-Kanal -auf dessen anderer Seite man das schöne Chile sehen kann ;-)… und nach einem Schmaus aus Hühnchen mit Käse und logischerweise einer gute Quote argentinischen Weins, noch eine Paddelfahrt im Kajak durch die inneren Kanäle. Die wurde zwar etwas verkürzt, weil der Wind sehr heftig blies, aber trotzdem hatte es Spaß gemacht.
Die anderen zwei machten sich früh auf den Weg zum Hafen um eine Bootsfahrt zu unternehmen, die sie auch genießen konnten bis auf das Detail, dass sie leider nicht -wie sie mochten- auf eine Insel gehen konnten. Danach machten sie noch eine Exkursion zu einem der Gletscher der Gegend bis sie zurück in die Stadt fuhren.
Bis auf eine Ausnahme, fuhren wir dann alle gemeinsam in diese seltsam schönen, märchenhaften aber eigentlich zerstörten Wälder der Bieber. Wir sahen auch welche an ihren unglaublich riesigen Staudämmen herumarbeiten, und dann konnten wir endlich mal einen schon uralten Wunsch der Mädels erfüllen und toll genießen und zwar ein leckeres Essen (der Ende-der-Welt-Eintopf war hervorragend), mit genauso leckerem Wein, gute Unterhaltung und viel Lachen und… EIN KAMIN…!!!
In Höchststimmung fuhren wir dann zurück ins Hotel und bereiten uns mit einem guten Schlaf auf morgen vor, wo der Süden mit all seinen unvergesslichen Erlebnissen verlassen wird und wir wieder Richtung Zivilisation und Großstädte steuern.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99818.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99819.jpg&w=1920&q=75)
Wieder zur (lauten) Zivilisation
Wiedermal ein ruhiges Frühstück nach einem Aufstehen ohne Eile, wofür man sich am näher kommenden Ende der Reise natürlich sehr dankbar fühlt.
Heute verließen wir den Süden, mit Patagonien und Feuerland, wo der längste Teil unserer Reise verlief. Etwas Traurigkeit ist schon dabei, aber sowohl in den Erinnerungen als auch in den TAUSENDEN Fotos, die geschossen worden sind, wird diese Erlebnisreise weiterhin für lächelnde Gesichter sorgen.
Von der Luft sieht man schon die gewaltige Stadt, das Paris des Südens, Stadt des Tangos und… der unglaublichen Schwüle, die uns empfängt. Mit einem freien Nachmittag konnten sich die Mädels dann etwas umschauen, bevor wir morgen die Stadt uns näher mit einem lokalen Guide ansehen. Alle haben es noch geschafft hier oder dort noch spazieren zu gehen, wo Puerto Madero natürlich gleich an der Tagesordnung war und auch Recoleta.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99820.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99821.jpg&w=1920&q=75)
Die Stadt des Tangos (und der Hitze…)
Der nette und schon lange in Argentinien lebende Robert holte uns früh ab und wir begannen unsere Stadtbesichtigung mit… unglaublicher Hitze. Also gaaanz langsam und in aller Ruhe schauten wir uns den historischen Teil von Buenos Aires an, wo ich ihn andauernd an den Rippen stieß um doch bitte da anzuhalten wo es ein bisschen, auch nur ein bisschen Schatten gab. Während Liter Wasser durch unsere Münde flossen, erfuhren wir von der interessanten und ziemlich beweglichen Geschichte der Hauptstadt dieses schönen und vielmals schlecht behandelten Landes. Dass es Samstag ist war ein super Vorteil, da Buenos Aires als eine der lautesten Städte der Welt überhaupt gilt.
Wir fuhren dann noch im Bus zum legendären Viertel La Boca, wo der Tango seinen Ursprung haben soll. Natürlich ist das obwohl schön, heutzutage sehr viel für "Touris" aufgestellt, so waren die Mädels nicht all zu begeistert von diesem Flair. Aber danach nahmen wir wieder den Bus zum, sagen wir mal "normalen", Viertel San Telmo, eines der wirklich schönen Ecken der Stadt, wo sich alle wieder in ihrem Element fühlten. Hier verabschiedete sich Robert mit einem super guten letzten Tipp um super leckeres Eis zu kaufen, und dann zerstreuten sich die Mädels in den vielen Antiquitäten- und Handwerksläden.
Wie konnte es auch anders sein. Natürlich ließen wir den letzten gemeinsamen Abend mit einer schönen Tango-Show abklingen. Zum letzten Mal genossen wir es uns gegenseitig die Weingläser zu füllen und auf dieses und jenes anzustoßen, vor allem auf die gemeinsamen Erlebnisse der letzten Wochen, die irgendwie zu schnell vergangen waren. Und logischerweise wollten nicht alle gleich ins Hotel, sondern versuchten in der Nacht von Buenos Aires noch einen letzten Drink mit Musik aufzufischen, um die letzten Urlaubsnacht vollkommen zu fühlen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99823.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F99824.jpg&w=1920&q=75)
Der Abschied
Bei einer Gruppe von netten, spielfreudigen Mädels konnte es natürlich nicht anders kommen als mitten in der unendlichen Schlange des Flughafens noch ein Weinchen zu trinken. Oh, die Leute schauten mit fassungslosem Spaß wie die Gruppe die einzige war die bei dieser langweiligen Bürokratie ihren Spaß dabei hatte.
Der Tag verscholl in der üblichen Hitze. Die letzten Einkäufe wurden gemacht, das letzte Essen irgendwo in der leeren sonntaglichen Stadt genossen, das letzte (äußerst schwierige) Einpacken und Koffer zumachen wurde erledigt, und dann ging es zum Flughafen um nach Hause zu fliegen… ganz bestimmt um sich einige Tage von einer erlebnisreichen, sehr intensiven Reise etwas zu erholen.
Der Guide sitzt in seinem neuen Hotel, denn er hat auch ein Paar Tage um sich selbst von dieser Arbeit voller Flüge, Lachen, Wandern, Essen und Unterhalten etwas auszuruhen, und schon vermisst er die Stimmen im Flur, die Witze in den Bussen, die so verschiedenen Charakter, die trotzdem eine kleine, schöne Menschengruppe ergaben… und der Guide weiß, dass er wenn er auf die Fotos der Reise schauen wird, diese üblichen "Geräusche" der letzten Wochen wieder herbeizaubern wird.
Machts gut, Mädels, diese Tage waren unvergesslich. Vielleicht wird noch irgendwo in Frankfurt oder Luxemburg ein erfrischender Stammtisch entstehen.
Nun sitze ich am Rechner und schreibe… und auch ich träume schon von der Heimfahrt, von meinem Santiago, wo alles anfing.