Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

02 März 2007 • Frankfurt

Alle sind gut angekommen!
Wir erleben "La Candaleria" - bunt und kolonial

Ein sonniger Tag in Bogota

Wir landeten fast planmäßig in Bogota und brachten das beste Wetter mit. Noch um 5 Uhr nachmittags strahlte die Sonne und machte den Wartenden Ole, Francisco und Miguel die Zeit angenehm.

Nachdem alle sich mit Geld versorgt hatten, konnte es zum Hotel los gehen. Während der Fahrt erzählte Ole wissenwertes über die Stadt und ihrem Straßensystem und wir konnten erste Eindrücke über die quirlige Geschäftlichkeit auf den Straßen sammeln.

Nach einer kurzen Erfrischungspause auf unseren jeweiligen Hotelzimmern ging es zum Abendessen in ein benachbartes Hotel. Obwohl wir alle sehr müde waren, genossen wir die frischen Säfte und das Huhn in Currysauce sehr.

In Erwartung an den kommenden Tag und völlig müde von der Reise und der Zeitumstellung gingen wir früh schlafen.

03 März 2007 • Bogota

Im Erlebnisrestaurant "Andres Carne del Res" - yam
Auf 3000 m angekommen: Monserrate - der Hausberg B

Stadtrundgang Bogota / leckeres Essen

Am frühen Morgen sind wir erwartungsvoll gestartet - zu einem der Wahrzeichen Bogotas, mit einer Seilbahn auf luftige 3125 Meter! Ein super Ausblick über die Stadt! Später dann durch die koloniale Altstadt mit ersten kulinarischen Erkenntnissen! Die Kolumbianer essen gefüllte Hühnerhälse und Speckschwarte! Aber nicht nur :-). Wir haben es aber probiert.

So gestärkt gingen wir ins berühmte Goldmuseum und schauten uns die Schätze vergangener Kulturen an.

Wir sind eine ganz gemütliche und sehr interessierte Reisegruppe und haben uns in die schönen Cafétrias und Souvenirläden verliebt.

Am Nachmittag fuhren wir ins Stadtviertel Manitas, eines der ärmeren Viertel, in dem viventura ein Sozialprojekt unterstützt, wo wir schon sehnlichst erwartet und herzlichst empfangen wurden.

Neben genauen Informationen zum Projekt wurden wir sogar in die Hütte einer 80-jährigen Bewohnerin eingeladen.

Party zu guter Letzt: am Abend nach Chia! Ein eindrucksvolles Nightlife Lokal mit viel Rindfleisch und heißer Salsa!

Die Ernüchterung zum Schluss! Es wird keine Postkarten geben :-(

Weil es in Kolumbien keine bezahlbare Post gibt, die Briefe und Karten über die Landesgrenzen hinaus verschickt.

04 März 2007 • Bogota - Villa de Leyva

 ... besser: Biathlon - Mit dem Rad auf der Plaza
Wir machen Frühsport :-) Aerobic in Bogota ...

Radtour , Aerobic , Salzkathedrale , Kolonialdorf

Früh aufgestanden … und kein Frühstück! Die Früstücksfrau wollte länger im Bett bleiben, also haben wir uns erst einmal gemütlich zusammengesetzt und Kaffee auf Kosten unseres Hotels getrunken. Nachdem wir dann endlich frühstücken durften, konnten wir die Kalorien beim Frühsport abtrainieren! Mit dem Rad auf 2600 Meter Höhe durch Bogota, unterbrochen von einem, Kirchenbesuch, Aerobic und Salsakurs!

Mittagspause in einem schönen Park und der Schock kam zum Schluss!

Ein ausländischer Diplomat verhielt sich gegenüber unserem Bus undiplomatisch und rief wegen Parkens vor seiner Tür die Polizei, die gleich mit drei Motorrädern und zu sechst anrückte. Unser Busfahrer erbleichte angesichts des horrenden Strafzettels, allerdings mit viel Diplomatie unsererseits konnten wir unbeschadet abrücken.

Wir haben dann auch gleich Bogota verlassen und sind zum büßen in eine Kathedrale in einem alten Salzbergwerk gefahren, was in Deutschland auch ein Atommüllendlager sein könnte. (Einschätzung einiger heidnischer Reiseteilnehmer). In einem waren wir uns aber alle einig, das Ding ist richtig imposant und hat eine tolle Akustik. Wir haben es getestet und das Lied "Kumbaya my Lord" angestimmt!

Zurück an der Erdoberfläche sind wir auch gleich losgefahren um noch unser schönes Kolonialdorf Villa de Leyva zu erreichen.

Ein Ort voller Überraschungen und wir merken Kolumbien ist vielfältig! Einige von uns haben Whirlpools im Zimmer und im Ort haben wir die Auswahl zwischen österreichischer und italienischer Küche!

05 März 2007 • Villa de Leyva

Auf die Pferde - fertig - los! Wir starten zum Aus
Wir geniessen die Mittagsruhe in Villa de Leyva!

Hoch zu Ross durch die Kolonialstadt

Nach der morgendlichen Fruchtplatte waren auch schon die Pferde da!

Aufgesattelt - und schon ging es los durch das Kolonialstädtchen und wir kamen uns wie stolze Spanier vor.

Der Erster Trab begann hinter der Stadt und es stellte sich heraus, dass auch totale Anfänger sicher im Sattel sitzen können. Mutig folgte dann der Galopp - vorbei an blühenden Agaven und blauen Lagunen. Reingesprungen sind wir nicht; das Wasser war viel zu kalt.

Ein paar Kilometer weiter stießen wir auf ein Millionen Jahre altes Fossil und seine Exkremente - versteinerte Saurier Kacke!

So langsam hatten wir dann aber auch Hunger und geplagte Pobacken und wunde Schenkel. Und unsere Pferde waren auch nicht mehr die Frischesten. Also ab zur Futterstelle! Das Fleisch war schnell vorbereitet und die Avocado aufgeschnitten.

So gestärkt fuhren wir am Ende unserer Kräfte mit dem Bus nach Villa de Leyva. Die kurze Erholungspause im Bus weckte neue Energie, die Meisten der Gruppe blieben gleich spontan am Hauptplatz der Stadt und kehrten eine Stunde später ins Hotel zurück.

Und dann stand Erholen auf dem Programm ….. und ein freier Abend.

06 März 2007 • Bogota

"Der Paso del Angel" - Für einige von uns war der
Ist das nicht schön? Wasserfälle bei der Wanderung

Vom Kolonialdorf zurück nach Bogota

Es fiel uns schwer, Abschied von unserem Hotel und der netten Wirtin zu nehmen. Unsere Zimmer waren sehr geräumig und einige hatten sogar einen Whirlpool.

Aber wir mussten ja weiter, schließlich stand eine Mutprobe auf dem Programm! Der "Paso del Angel". Ein schmaler Grat war zu überwinden, links und rechts ging es tief hinunter. Die Belohnung war eine wunderschöne Aussicht und ein anschließender Spaziergang an einem Flussbett.

Über den Ort Raquira und eine kurze Käseverkostung in Ubate fuhren wir zurück nach Bogota, wo wir aufschlussreiche Erklärungen von einem Politologen über die aktuelle Lage in Kolumbien bekamen.

07 März 2007 • Nuqui

Nuqui - da wollen alle hin!
So läßt es sich leben - Ausblick von der Lodge

Relaxen in Nuqui

Leider war die Nacht sehr kurz, denn unser Bus fuhr schon um 4.30Uhr los zum Flugplatz. Zum Wecken unserer Lebensgeister gab es von Miguel und Nicole am Flugplatz erst einmal Kaffee oder heiße Schokolade sowie selbst geschmierte Nutellabrote :-). Wegen des Besuchs von G. W. Bush waren die Sicherheitsvorkehrungen schnell noch dem westlichen Standard angepasst worden!! (Glas- aber keine Plastikflaschen im Handgepäck?!).

Wir verlassen Bogota fast pünktlich zu unserem Anschlussflug in Medellin und kommen schon einmal in den Geschmack einer etwas kleineren Maschine vom deutschen Dornier-Fabrikat . Aber der Flug - sogar mit einem kleinen zweiten Frühstück - verlief ausgesprochen ruhig.

Etwas mulmig wird es einigen aber schon, als wir vor dem Flieger nach Nuqui stehen, der mit 15 Mann schon voll ist - dafür können wir dem Pilot bei der Arbeit zusehen. Aber auch diese Etappe schaffen wir ohne Turbulenzen. In Nuqui angekommen, fahren wir mit dem Boot unter zwei Motoren zu unserer Lodge, der Ecolodgia "El Cantil".

Dort werden wir mit einem fruchtigen Gruß empfangen. Alle sind sehr nett und die Hütten gaaaanz gemütlich, vor allem die Hängematten davor! … und wir sind ganz alleine in der Lodge!

Nach dem ersten Mittagessen (Fisch in seiner frischesten und feinsten Form zubereitet mit Reis, Salat und Bananenchips), starten wir mit Pozo (unserem lokalen Guide) auf einen "kurzen" Spaziergang am Strand?! Nach ca. 200 Metern geht es in den Regenwald und an einem Bach entlang.

Die Versuche, die Wanderschuhe noch trocken zu halten gelingen nicht immer und die Träger von Trekkingsandalen freuen sich! Mit einigen Schrammen gelangen wir zu der zuvor angekündigten Bademöglichkeit.

Relaxed geht es dann am Strand zurück und wir beschließen den Tag mit einem erneut super leckeren Essen.

08 März 2007 • Nuqui

Ein kleiner, bunter (aber nicht so ungefährlicher)
Bääh, wie sehen wir denn aus...?

Giftpfeilfrösche

Endlich konnten wir mal ausschlafen - Frühstück ist je nach Belieben zwischen 7 und 10Uhr! Ganz relaxed sitzen wir auf der Terrasse und geniessen dabei den Ausblick auf den Pazifik und die Grünanlagen mit den Geräuschen des Regenwaldes im Ohr.

Gegen 20 Uhr starten wir (nach einhelliger Abstimmung nach den ersten Erlebnissen im Regenwald gestern) zu der kürzeren, nur vier Stunden dauernden Tour zu den Giftpfeilfröschen.

Heute ist Eduardo unser Trekkingführer und erklärt immer wieder etwas über Pflanzen und Tiere. Die Kameras laufen heiß, dank der Vielfalt, die wir zu sehen bekommen. Eduardo befürchtet zwischenzeitig schon, mit uns im Wald übernachten zu müssen, ob unseres Tempos! Aber wir sind ja im Urlaub :-)

Fies wird unser erstes Zusammentreffen mit den Ameisen! Die beißen ganz schön doll und wir vollführen einige Tänzchen. Obwohl wir unterwegs schon einige Frösche sehen, treibt uns Eduardo doch noch auf den Berg und tatsächlich, dort sind noch weitere ganz schöne Exemplare. Auch wenn der Abstand immer geringer wird, so bleibt uns ein Erlebnis mit den Giftpfeilen zum Glück erspart.

Inzwischen sind schon 2,5 der prophezeiten 4 Stunden vergangen!

Wer nicht schon eingedreckt war, wird es spätestens auf dem Weg wieder bergab und da wir alle schon hungrig sind wird ein Fotpgraphierverbot verhängt. Außerdem legen wir nun bei jeder Ameisenstraße kleine Zwischenspurts hin.

Nach doch ziemlich genau vier Stunden sind wir dann zurück, der Schmutzgrad wird erstmal im Bild festgehalten, bevor wir - zum Teil mit den Kleidern - in die Fluten springen.

Nach dem verspäteten Mittagessen wird gefaulenzt; die Hängematten sind der Hit! Ganz gemütlich lassen wir den Tag nach dem (kaum nötig zu erwähnen) fangfrischen Fischessen ausklingen, wobei Meer und Wald eine einzigartige Geräuschkulisse bieten.

09 März 2007 • Nuqui

Guide Pozo erklärt uns das Segeln
Uns geht´s guuut!

Fischerforf und Thermalquelle

Auf die 7-stündige Wanderung zu den Wasserfällen, die möglich wäre hat heute keiner Lust. Außerdem sind Schuhe und Hosen vom Dreck sicher noch doppelt so schwer!

Ganz gemächlich machen wir uns lieber auf den Weg (nur am Strand entlang) zur Thermalquelle am nächsten Fischerdorf.

Nach ca. einer Stunde (es ist nicht einfach herauszufinden, wann die Olesche Zeitrechnung gilt, z.B. 2 Stunden = 3-4Stunden), wie voher gesagt, erreichen wir das Fischerdorf. Dessen Erde wird zu unserer Ankunft gerade sauber gefegt. Insgesamt wirken alle sehr entspannt.

Nachdem einige noch ihrem Spieltrieb im Kindergarten nachgegeben haben, geht es nach erstem Stopp in der Bar zur Thermalquelle.

Wahrscheinlich nicht gerade im Sinn der bereits badenden Einheimischen fallen wir ein - was zum Teil durchaus wörtlich zu nehmen ist! Bis auf Ole, dem das Wasser (bei geschätzten 26°C) zu kalt ist!! Hat da einer Weichei gesagt?

Den dezenten Schwefelgeruch kann man, je nach Abhärtungsgrad danach im vorbeifliessenden Bach (der aber sicher auch 20°C hat) abwaschen. Teilweise ganz schön verschrumpelt geht´s zurück, zum Mittagessen…..

Da Jacueline morgen Geburtstag hat, sind wir doch gleich bereit, die zufällig gestrandete lokale Band zu engagieren (mit Unterstützung des Lodgebesitzers und viventura). So können wir zu Trommelrhythmus und Flötenmelodie nach dem Abendessen (leider das letzte hier) noch das Tanzbein schwingen. Und die Lodgecrew ist auch dabei. Ihr Temperament passen die örtlichen Tänzer dabei - ganz charmant - unserem individuellen Können an. Erschöpft fallen alle ins Bett (oder auch in die Hängematte).

10 März 2007 • Medellin

Unsere luftige Fahrt zum Flughafen Nuqui
Fototour durch Nuqui - Es hat ein bisschen :-) ger

Abschied von Nuqui-erste Eindrücke in Medellin

Noch zu einer entspannten Zeit - nach der Feier gestern und nach Geburtstagskuchen - geht es mit dem Boot zurück nach Nuqui. Dort haben wir noch etwas Zeit, uns im Dorf umzusehen.

Da es in der Nacht ziemlich gewittert hat sind wir froh, dass sich das Wetter beruhigt hat. Nicht alle können über die Witze über die Flugtüchtigkeit lächeln. Aber auch dieser Flug verläuft weitgehend ruhig und zum letzten Mal sehen wir den Regenwald und die Flussläufe von oben.

Medellin empfängt uns mit Sonne, wärmer und im Vergleich zu Nuqui mit trockenem Klima.

Nach dem Einchecken im Hotel starten wir mit neuem lokalen Guide und ortsansässigen vivntura-Mitarbeitern zu einer ersten Begegnung mit dem "berüchtigten" Medellin. Fast wäre schon ein Teil in der (überirdischen) "U-Bahn" verloren gegangen.

Wir fahren mit der Seilbahn weiter über die dadurch befriedeten früheren "Escobar-Einzugsgebiete". Danach schlendern wir noch durch das Zentrum. Durch Polizeipräsenz allenorts kommt kein mulmiges Gefühl auf.

Leider ist bei der Rückkehr ins Hotel unser Bus mit dem Hauptgepäck aus Bogota noch nicht da (wie sich später herausstellt wegen einer Sperrung der Autobahn auf Grund eines LKW-Unfalls). Dabei steht doch nach dem Grillen bei Andre (dem viventura-Gründer) noch ein Discobesuch auf dem Programm!! Aber da hilft alles nichts, dann muss es eben noch mit den schon etwas stinkenden Klamotten und ohne die Highheels los gehen!

11 März 2007 • Pereira

Ruhestätte des Drogenbarons
Ankunft auf unserer Kaffee-Finca

Durch die kolumbianische Kafeezone

Juhu! Während des Frühstücks kamen auch Jonathan und unsere Koffer aus Bogota an! Deshalb kamen wir auch nur leicht verspätet los ;-)

Wir machten uns auf den Weg zum Grab von Pablo Escobar. Unterwegs erzählte Andre noch allerhand zu dessen Geschichte. Für Manche war es schon ein etwas komisches Gefühl, so über die Gräber zu gehen, da diese mehr oder weniger geschmückte Steinplatten sind. Escobars Grab war deutlich größer als die Anderen, und dafür, dass die Familie wohl mittlerweile im Ausland lebt, sehr schön gepflegt.

Danach machten wir uns auf den Weg in die Kaffeezone.

Mit dem Bus über Stock und Stein, Berg hoch und runter zogen zunächst karge Steppenlandschaften an uns vorüber.

In der Mittagshitze machten wir im Schatten Rast mit riesigen Fruchtsäften und leckerem Essen.

Die Gegend wurde immer grüner, als wir noch vor Einbruch der Dunkelheit auf unserer wunderschönen Kaffee-Finca ankamen. Hier wächst das Frühstück im Garten, der Pool verspricht Abkühlung - wir sind schon wieder in einem kleinen Paradies!

12 März 2007 • Pereira

Blick von unserer Kaffee-Finca
Wir beim Canopy

Auf der Kaffee-Finca

Nachdem wir geschlafen haben wie die Engel, machten wir einen gemütlichen Spaziergang über die Finca. Wir lernten, dass manchmal drei Bohnen in einer Kaffeefrucht sind, und dass sie süss schmecken, wenn man sie lutscht!

Große Bewunderung löste das Bambushaus aus, das für die Kaffeepflücker erbaut wurde und das komplett, inklusive Dach, aus Bambus besteht.

Während wir erfuhren, wie hierzulande Kaffee gemacht wird, kam dann auch noch die Sonne raus!

Mit dem Geschmack leckeren Kaffees auf der Zunge machten sich einige von uns auf, um über Kaffee und Bananen zu fliegen. Schnell waren wir uns einig, dass es Spass macht, auch wenn man bei der Landung fast den Guide umhaut…gell?

Die Anderen erholten sich währenddessen auf der Finca, und genossen Sonne, Pool und die einzigartige Landschaft.

Hmm, Urlaub pur!

13 März 2007 • Salento

Wachspalmen
Unsere Finca in Salento

Rauf zu den Kolibris

Wir starten heute wieder früher und müssen die heimelige Kaffee-Finca verlassen. Leider erweist sich der vermutete Langschläfer als erstes (und hoffentlich einziges) Opfer einer Magen-Darm-Grippe, aber an der kurvenreichen Strecke führt kein Weg vorbei.

Nach etwa zwei Stunden Fahrt, erreichen wir Salento. Es geht direkt weiter zum Naturpark "Valle de Cocora" kurz hinter Salento.

Das Gebiet ist von Bergnebelwald bewachsen, außerdem sind dort noch viele Exemplare des nun geschützten Nationalbaums von Kolumbien - der Wachspalme - zu sehen. Unser Ziel liegt 4,3km, ca. 400 Höhenmeter und 7 Brücken entfernt vom Startpunkt.

Nach gut zwei Stunden haben wir den Berg zu Fuss erklommen, wobei manche der Brücken (Zick-Zack über das kleine Flüsschen) recht wackelig sind und auch nur jeweils von einer Person betreten werden dürfen. Oben schauen wir Kolibris verschiedener Arten zu, die vom Zuckerrohrsaft angelockt umherschwirren. Außerdem tut die Pause gut und kann zum Trocknen der T-Shirts genutzt werden.

Den gleichen Weg und nochmals über die sieben Brücken zurück, gibt es endlich Mittagessen, auch wenn es schon 15Uhr ist.

Erst am Ende der Tour regnet es ein paar Tropfen, ansonten haben wir es trockenen Fußes durch den Nebelwald geschafft.

In Salento ist noch Zeit für ein bisschen Bummeln durch die zahlreichen Souvenirläden, bevor die, die Lust haben, sich ans Schmuck basteln machen können.

14 März 2007 • Rivera

Reifenwechsel am Tourbus
Unsere Nacht in der Tatacoa Wüste

Über den Bergpass "La Linea"

Wir mussten ganz früh aufstehen, eine lange Busfahrt erwartete uns, die Linea! Bis 3.300 m hoch windet sich dieser Pass. Wir sehen Radfahrer, die sich von LKWs hochziehen lassen, die Vegetation verändert sich.

Hunderte alte Fords, Dodges.. schön! 20 Min. vor Neiva hat der Bus dann einen Platten! Reparatur vor Ort - es ist heiss, aber wir finden superfreundliche Menschen, Wasser und einen Papagei, der sich nicht im Spiegel angucken mag…

Kaum sind wir wieder unterwegs, knallt es au einmal - Mist! Gleiche Seite, diesmal halten wir sehr dekorativ an einem Schrottplatz. Der Reparateur im Blaumann gibt wirklich absolut alles! Während er kompletten Körpereinsatz zeigt, erfrischen wir uns mit frischgepresstem Zuckerrohrsaft mit Limetten!

So langsam freunden wir uns mit dem Gedanken an, dass es wohl eher nix mehr wird, mit dem Grillen in der Wüste, mit Wüste überhaupt.

Doch weit gefehlt! Bizarre Felsformationen, aus den Quellen des Ur-Meeres entsprungen, und pittoreske Kakteenbäume erwarten uns- leider im Dunkeln! Wir lernen, warum es auch nachts in der Wüste nicht immer ruhig ist und sehen viele Sterne- und eine Kröte. Die Kühe erinnern an zu groß gewordene Schafe, gleiche Farbe, gleiche Ohren… Nachdem der erste gesundheitliche Ausfall gebannt war, haben wir nun leider einen zweiten zu verbuchen, aber Spass kostet!

15 März 2007 • San Agustin

Wir am Rio Magdalena
Willkommensessen im Hotel

Umgeben von Steinfiguren

Nachdem gestern alle mehr oder weniger brummelig waren, schaut es heute schon besser aus! Das Hotel war schön, mit Pool zur Erfrischung und der Kaffee süss!

Wir fahren bei strahlendem Sonnenschein und ohne ungewollten Zwischenstopp nach San Augustin, wo wir schon von Rene mit selbstgemachter Lasagne und "Schwyzerdütsch" empfangen werden.

Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg, um uns geschichtlich fortzubilden! Wir sehen verschiedene Stein-Skulpturen, Mischungen zwischen Menschen und Tieren, die gebaut wurden um die Lebenden vor den Toten zu schützen. Man weiss wenig von dieser Kultur, so dass sie viele Rätsel aufgibt.

Schön, dass die Mystik noch nicht ganz in der Wissenschaft verloren ging. Unser Guide hatte wirklich zu jeder Frage die passende Antwort! Wieder zurück in unseren Chalets hatten wir ein wenig Siesta, bevor wir uns aufmachten um Francos Pizzen zu versuchen.

Die waren auch wirklich riesengroß und superlecker!( leider waren sie trotz mehrfachen Wunsches nicht mit Ziege belegt, dafür war die Bedienung eine grässliche Ziege) Es wäre ein schöner Abend gewesen, wenn wir nicht noch den schlimmen Aufstieg zu unserer neuen Heimat hätten bewältigen müssen…;-))

16 März 2007 • San Agustin

Steinfiguren in San Agustin
Vorbereitung zu unserem Ausritt

Reitausflug

Heute haben wir einen etwas entspannteren Tag. Für diejenigen, die wollen, liegt das Glück dieser Erde wieder einmal auf dem Rücken der Pferde. Wir reiten bergauf- und ab durch die schöne Landschaft um San Agustin.

Eine kurze Pause wird bei einem alten Grab sowie an der Chakira-Schlucht eingelegt, mit einem sehr beeindruckenden Ausblick. Die Pferde müssen teilweise ganz schön schnaufen.

Der Nachmittag ist für alle frei, einen weiteren Ausritt unternimmt keiner, die Meisten sehen sich San Augustin nochmal genauer an und lassen den Tag dann bei einem erneut sehr guten Essen und anschließend alten Geschichten aus dem Leben von Rene -viventura-Guide- ausklingen.

Da es morgen sehr früh weiter geht, müssen die Betten heute nicht lange auf uns warten.

17 März 2007 • Tayrona-Nationalpark - Cartagena

Unsere spektakuläre Ankunft in der Karibik mit ein
Wieder einmal ist unsere Gruppe 2 Tage im Paradies

Reisetag

Oh je, schon um 5.30 Uhr fährt der Bus los. Dafür sind wir sehr pünktlich wieder in Neiva, um unser erstes Teilstück bis Bogota mit dem Flieger zu überbrücken. In Neiva nehmen wir Abschied von unserem Busfahrer Jonathan. Heute ist das Wetter uns nicht ganz so hold gesonnen und der Flug insgesamt etwas wackelig. Bereits nach 45 Minuten landen wir aber in Bogota und werden vom freundlichen Bodenpersonal ohne viel Umweg zum nächsten Check-In geleitet, da wir die Fluglinie wechseln. Wir beweisen dabei ein gutes Timing und sind kurz vor dem Weiterflug nach St. Marta alle an Bord. Hier wurde der Tagebucheintrag der Gruppe abgebrochen - bestimmt aufgrund der nächsten Überraschung! Sie wurden mit einer Chiva inkl. viel Musik abgeholt und verbringen die nächsten 2 Tage im Tayrona Nationalpark., wo sie wieder einmal von der "Zivilisaton" ausgeschlossen sind.

18 März 2007 • Tayrona-Nationalpark

Parque Tayrona
Wir im Gänsemarsch

Wandern zum Karibikstrand

Früh ging es los mit einem privaten Sammel-Taxi zum National Park. Drei von uns fehlten und genossen das rauschende Leben in Santa Marta. Also waren wir zu acht unterwegs. Am Eingangstor sammelten sich die einheimischen Ausflügler. Sehr zu unserer Überraschung verlangt der kolumbianische National Park von und "Ausländern" das Vielfache der normalen Eintrittsgebühr. Auch wollen die Parkranger unseren Guide nicht hineinlassen. Aber das brauchte uns ja nicht kümmern, denn Ole regelte alles und wir bedienten uns solange an der Saftbar.

Nach einem guten Stündchen erreichten wir schon den ersten Strand und schlenderten ohne Schuhe weiter Richtung Capo San Jose.

Dort war die schönste Hütte auf einem Felsen zwischen den beiden Seiten des Strandes gelegen für uns reserviert. 'Überraschenderweise lagen dort schon ein paar Kolumbianer und hatten es sich in den Hängematten gemütlich gemacht.

Der Vermieter räumte uns die Hütte und wir probierten derweil den Karibikstrand aus. Strand, Wellen, Wasser… Ach war das herrlich…

Das Abendessen nahmen wir schließlich mit den kolumbianischen Ausflügelern und ein paar internationalen Travellern im einzigen Restaurant am Platz ein.

Bei Kerzenschein am Strand liessen wir den schönen Tag ausklingen.

19 März 2007 • Cartagena - Santa Marta

Stadtbesichtigung
Jetzt haben wir uns eine Pause verdient

Vom Land in die Stadt

Die Nacht in Hängematten war recht zugig. Wunderschönes Aufwachen mit Sonnenaufgang unter Palmen entlohnte dafür! Einen nach dem Anderen zog es zu den herrlichen Stränden - der letzte war schließlich FKK-Gebiet.

So muss Karibik sein!

Dann ging es immer den Pferdeäpfeln hinterher zurück zum Bus. Ab nach Rotadero und erst einmal richtig duschen und in einem richtigen Bett den Schlaf nachholen.

20 März 2007 • Cartagena

Schlammvulkan Totumo
Pause am Fusse des Vulkans

Weltkulturerbe an der Karibikkueste

Militärisch früh klingelten um 6 Uhr die Wecker. Dafür gab es frisches Früchte-Frühstück (drei F´s - literarisch sehr wertvoll, Bera) dank unserem Super-Guide Ole.

Mit vier Taxen ging es dann zum öffentlichen Luxusbus. Welch eine Wohltat nach zehn Tagen mit Jonathan im Hitzestau - endlich funktionierte die Klimaanlage und ein frisches Windchen machte die Fahrt angenehm!

In Barranquilla angekommen fuhr auch schon unser Bus aus Cartagena los. Also verbrachten wir anderthalb lauschige Stündchen mitten im Trubel von Baranquillas Bus Terminal.

Wieder in einem Bus unter uns fuhren wir zum Vulkan Totumo. Die Winterjacke, der Schal, die Handschuhe und die Pudelmütze waren umsonst mitgereist (der Packliste sei Dank!). Wir haben die Packliste jetzt optimiert :-) Statt eisiger Kälte erwartete uns blubbernder Schlamm. Drei ganz Mutige haben sich sofort reingestürzt.

Dafür versprach der Reiseleiter in den ganzen Winterutensilien für uns zu tanzen :-)

Dann ging es im gleichen Bus weiter nach Cartagena, wo sich der Busfahrer leider nicht auskannte. Daher haben wir schon viel durch die Busfenster von der Stadt gesehen, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Nach dem Einchecken in der Villa Colonial (sehr schön!) machten sich einige von uns gleich auf, die Stadt weiter zu entdecken.

Abends ging es dann gemeinsam zu einem netten Restaurant, wo Musik von Nena lief. Und zwar eine Scheibe, die den meisten von unserer OpenAge Tour noch als Kassette vorlag. Danach schlenderten wir durch die Abendstimmung Cartagenas und liessen den Abend richtig angenehm ausklingen.

21 März 2007 • Cartagena

Stadtführung durch Cartagena
Blick vom Kastell

Cartagena mit Hilde

Bei dem obligatorischen Ei-Frühstück erwartete uns schon ein Urgestein cartagenesischer Geschichte, die Hilde.

1951 kam die hübsche junge Stewardess in die Stadt, und daher hat sie viel zu erzählen. Zunächst erkundeten wir unser Viertel und erfuhren viel über die Geschichte der Stadt.

Aufgeteilt in vier Taxis ging es zum Castillo San Felipe, welches nie von den Engländern eingenommen werden konnte. Dort, wo die Engländer eins auf die Mütze bekommen haben, wurden wir mit kleinen Hilde-Klebern markiert.

Nach weiteren interessanten Anlaufpunkten in der Stadt gingen wir in ein Fischrestaurant am Strand. Danach zogen wir los auf eigene Faust die Stadt zu erkunden, Boca Grande, Castillo Grande oder einfach relaxen im Hotel.

Abends ging es dann zum Cocktailtrinken ins Café del Mar. Dies ist zwar nicht so legendär wie sein großer Bruder auf Ibiza, dafür waren die Cocktails richtig gut gemixt, die Kanapees groß genug für uns, die Atmosphäre loungig, und eine angenehme Brise wehte über die alten Gemäuer.

22 März 2007 • Cartagena

Frühstück! Yammi!
Einige von uns fahren an den Strand!

Freizeit in der Stadt und am Strand

Wir entspannen noch immer, einige sind an den Strand gefahren, um einfach nochmal einen Tag Urlaub zu machen, andere schauten sich die Stadt genauer an und trafen wieder auf Hilde.

Um halb acht versammelten wir uns alle wieder im Hotel, um gemeinsam zum Abschlussessen aufzubrechen. Wir hatten ein "Privatrestaurant" (vielleicht traute sich auch sonst niemand mehr rein). Und zum Dessert gab es einen Kuchenkrümel und viele leckere Schaummäuse aus Deutschland.

Wehmütig saßen wir noch einmal im Internet Café Columbiano und schrieben am Tagebuch von unserer richtig schönen Tour. Es gibt wohl keinen von uns, der den Abflug morgen Mittag nicht gerne verschieben würde!!

23 März 2007 • Frankfurt - Cartagena

Strasse in Cartagena
Denkmal

Zurueck nach Hause ..:-(

Am letzten Tag frühstücken wir noch einmal gemeinsam und haben noch etwas Zeit uns Cartagena auf eigene Faust am Vormittag anzuschauen, bevor es zum Flughafen von Cartragena geht und dann über Bogota zurück nach Deutschland.