Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

29 Okt. 2011 • Frankfurt - Buenos Aires

"Gruppe vor dem Obelisken"
Unterwegs in Buenos Aires

Herzlich Willkommen in Buenos Aires!

19:45 Uhr am Abend. Gespannt warte ich auf meine Gruppe, die mit dem Flug von Iberia in Ezeiza, dem internationalen Flughafen von Buenos Aires gelandet ist. 27 Tage mit vielen Höhepunkten stehen uns bevor. Hoffentlich sind die Leute nett ;-) Etwa eine Stunde nach der Landung, mein rechter Arm schläft so langsam vom Schild halten ein, kommen Jutta und Walter mit einem fröhlichem Lächeln auf mich zu. Nach und nach trudeln Emil und Axel, Ingrid und Rita, Miriam und Elke ein. Donatella und Manfred waren bereits gestern früh angekommen um Buenos Aires auf eigene Faust schon einmal zu erkunden.

Der erste Eindruck, und der trügt ja meistens nie, ist super. Eine bunte Truppe von Tirol bis Hamburg und ich als ostfriesischer Argentinier als Reiseleiter das wird schon schiefgehen…

Nach 30 Minuten Busfahrt kommen wir im Hotel Milan im Zentrum von Buenos Aires an. Der Check-in läuft reibungslos und einige begeben sich nach der anstrengenden Reise in die Nachtruhe.

Mit dem Rest, das sind unsere beiden Pfälzer Emil und Axel, unsere Nordlichter aus der Weltstadt Hamburg sowie Miriam, unserem jüngsten Gruppenmitglied beschließen wir das Nachtleben am Rio de la Plata noch zu erkunden. Es ist Samstag Abend und wir sind nur 50 m von der Avenida Corrientes, der Theaterstraße von Buenos Aires entfernt.

Nach ein paar Bier in einer kleinen Kneipe ums Eck, stellt sich aber doch die Bettschwere ein und wir schlendern zurück zum Hotel und ab in die Kojen.

30 Okt. 2011 • Frankfurt - Buenos Aires

Auf der Brücke der Frau
Jutta und Walter auf dem Flohmarkt in San Telmo

Ein Bilderbuchtag in Buenos Aires

Nach einem guten Kaffee beim Frühstück im Hotel mache ich das erste Briefing mit der Gruppe. Jetzt sind auch Donatella und Manfred mit von der Partie, die ja schon einen Tag früher angekommen sind.

Ich zücke die große Landkarte von Argentinien und Chile und gehe den Verlauf der Reise mit den Teilnehmern durch. Nach Hinweisen zur Sicherheit in Buenos Aires und … worauf man noch so alles achten sollte, machen wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden.

Zu Fuß geht es zuerst am Justizpalast und dem Teatro Colon, einem der schönsten Opernhäusern der Welt, weiter auf die 9 de Julio, der breitesten Straße der Welt. Das Wetter spielt super mit. Ein wunderschöner weißer Wäsche Morgen mit strahlend blauem Himmel. Vor dem Obelisco, dem Wahrzeichen der Stadt mache ich das erste Gruppenfoto.

Weiter gehts über Diagonal Norte zur Plaza de Mayo, dem wichtigstem Platz mit Kathedrale, Präsidentenpalast und der Freiheitspyramide um die die Mütter der Verschwundenen jeden Donnerstag Nachmittag den Verbleib ihrer Kinder noch heute, fast 20 Jahre nach Ende der Diktatur, reklamieren.

Über Puerto Madero, dem modernsten Stadtteil mit restaurierten Lagerhäusern geht es dann nach San Telmo, wo uns Renzo, der Leiter des örtlichen Partnerbüros zum Wilkommensessen erwartet. Hier gibt es jetzt das erste bife de choriso (etwa 400 g Argentinisches Rumpsteak) und wir taufen unser Maskottchen, eine Plüschtierkuh, auf den Namen Patagonia.

La Boca mit den bunten Häusern fällt heute aus weil Boca Juniors spielt und es mit der Gruppe in der Nähe des Stadions zu gefährlich wäre. Das holen wir Morgen nach!

Den Tag runden wir mit einem Besuch der Milonga in der Confiteria La ideal ab. Ein schöner erster Tag mit der Gruppe.

31 Okt. 2011 • Buenos Aires - Buenos Aires

Der erste Mate
Fahrradtour durch die Stadt

Citytour zweiter Teil und Tangoshow

Heute ging es mit dem Fahrrad in den Norden von Buenos Aires. Silvina, unser Guide von "bicicleta naranja" führt uns zuerst vorbei an der Fakultät für Rechtswesen (im Baustil eines römischen Tempels). Wieder haben wir strahlend blauen Himmel und eine erfrischende Brise. Gute Voraussetzungen für den Tag. Hinein in die großen Parkanlagen von Palermo, durch das Villenviertel von Palermo chico.

Beim Evita Monument machen wir eine kurze Fotopause um dann weiter zum Friedhof La Recoleta zu radeln. Hier liegen Evita und die oberen Zehntausend der argentinischen Gesellschaft begraben.

Dann der erste Mate mit Alfajor zu dem uns Silvina erwartet. Mate, das Nationalgetränk der Argentinier. Ein etwas bitterer Aufguss, den man aus einem Kürbisgefäß mit einem Metallstrohhalm, der bombilla trinkt.

Dann wieder weiter, hinein in die Innenstadt über die breiteste Straße der Welt ins Gewusel einer 13 Millionen Einwohner Metropole. Der letzte Teil der Fahrradtour war schon abenteuerlich.

Jetzt kurz einen Happen essen, noch ein excelentes Eis von Freddo und dann nach La Boca zum berühmten Bombonera Stadion und Caminito.

Am Abend geht es dann in die Tangoshow im "Piazzola". Wir sind alle sehr beeindruckt von den erotischen Tänzen und der virtuosen Tangomusik. Ein tolles Erlebnis.

01 Nov. 2011 • Puerto Iguazu - Buenos Aires

Ingrid und Rita im Resisebus
über den Paraná

Im Liegebus zu den Wasserfällen

Auschecken hieß es heute nach dem Frühstück. Heute verlassen wir die Großstadt am Rio de La Plata. Vom Busbahnhof Retiro geht es im gemütlichen Reisebus in den äußersten Nordosten Argentiniens nach Iguazù. Wein und Schinken noch kurz eingekauft und dann gehts los.

Nach etwa einer Stunde sind wir endlich raus aus der Stadt und fahren durch die Pampa Humeda bis Zarate wo wir über zwei lange hohe Brücken fahren. Jetzt weiter durch die Provinzen Entre Rios und Corrientes nach Misiones die Provinz wo die Jesuiten ihre Missionen bauten und später von den Mächtigen wieder vertrieben wurden.

Ein neuer Tag hat schon angefangen…. Gegen 6 Uhr morgens sind fast alle wach. Jetzt sind wir schon in Misiones. Das Land ist hügelig und unwahrscheinlich grün.

Mit etwas Verspätung kommen wir gegen 9 Uhr in Iguazú an und werden dort von unserem Fahrer des lokalen Partnerbüros abgeholt und zum Hotel gefahren.

02 Nov. 2011 • Puerto Iguazu

Donatella und Manfred an den Wasserfällen
Naturkraft

Das erste Naturhighlight

Nach einigen Tagen Buenos Aires und einer langen Fahrt mit dem Reisebus steht heute das erste große landschaftliche Highlight auf dem Programm: die Wasserfälle von Iguazú. Unser lokaler Guide ist ein brasilianischer Indianer, der deutsch in Neuschwanstein gelernt hat, "schau mer mal" und zum Abschied ein "Habe die Ehre" waren etwas überraschend, aber klangen speziell für die "Südfraktion" der Gruppe (Tirol/Stuttgart/Wien und die in Wien lebende Mailänderin) sehr heimisch.

Oft ist es ja so: wenn man geschildert bekommt, wie toll etwas ist, dann ist man etwas enttäuscht, wenn man es in natura sieht. Hier war das nicht so: die einhellige Meinung war, dass die Erwartungen übertroffen worden sind. Wir hatten auch eine Portion Extra-Glück, dass der Izuagú mehr Wasser führte als normal. Heute war der Weg auf der brasilianischen Seite dran - mit dem Steg, der ganz nahe an die Wasserfälle führt, wo man das Tosen der Fälle aus der Nähe hört und auch das Hemd nicht ganz trocken bleibt (es gab natürlich ein paar Weicheier, die einen Regenschutz übergezogen hatten - aber nicht in unserer Gruppe!). Die Sonne trocknete uns ohnehin rasch wieder, und eine Hälfte der Gruppe gönnte sich anschließend auch noch einen Helikopterflug über die Wasserfälle.

Nach einem kurzen Imbiss schlossen wir den Brasilien-Ausflug mit einem Besuch des Ornithologischen Gartens ab, wo Flamingos, Tucane, Papageien und viele andere Vogelarten aus nächster Nähe betrachtet werden konnten.

03 Nov. 2011 • Puerto Iguazu

Elke un Jutta nach der "Gran Aventura" Bootsfahrt
"Garganta del Diabolo" Des Teufels Rachen

Auf der argentinischen Seite der Wasserfälle

Heute war der zweite Tag an den Wasserfällen angesagt. Um zehn Uhr holt uns der Kleinbus ab. Unser Guide für Heute ist Eugenio, dessen Familie aus dem Elsass stammt und der schon in der 5. Generation Brasilianer ist. Also wieder ein Guide mit Mundart was dem Ganzen etwas Farbe verleiht.

Nach 20 Minuten Fahrt kommen wir im Iguazú Nationalpark an. Zum Glück ist nicht viel los und das Wetter ist wie bislang immer fabelhaft. Bis auf Miriam, entscheiden alle die Gran Aventura zu machen. Hier geht es zuerst im offenen LKW durch den subtropischen Urwald. Ein Führer erklärt uns den Dschungel und gibt uns eine Menge Info über Flora, Fauna und die Geschichte der Guaraní Indianer. Nach etwa drei Kilometern kommen wir am Bootsanleger an, wo wir in ein Boot mit 500 PS Motor einsteigen. Jetzt geht es 1,5 km Flussaufwärts auf dem Iguazú in Richtung Wasserfälle. Zuerst mit etwas Abstand machen wir alle unzählige Fotos dieses Weltwunders der Natur. Unglaublich aber war. Dann heißt es Fotoapparate und Taschen in einen Wasserfesten Beutel verstauen und ab unter die Dusche.

Mit voll Speed geht es fast direkt unter den San Martin Fall, einen der größten der 275 Wasserfälle. Wir werden alle Patschnass. Ein tolles Erlebnis. Beim Aussteigen haben alle ein Strahlen im Gesicht, das so schnell nicht wieder verschwinden soll. Eugenio wartet schon auf uns und wir erwandern jetzt die Fälle. Einer schöner als der Andere. Hauptattraktion ist gegen 5 Uhr die Teufelsschlucht:“Garganta del Diabolo“.

04 Nov. 2011 • Puerto Iguazu - Bariloche

Mit local Guide Eugenio an den Wasserfällen
Im bUs nach Bariloche

Ein langer Reisetag und endlich Patagonien!

Heute verabschieden wir uns von Iguazú. Beim checken des Fluges heißt es auf der Webseite von LAN: Flug gecancelt… Na prima. Jetzt also zum Airport und schauen wie wir von hier nach Bariloche kommen. Wir haben Glück mit dem Koordinator der Fluggesellschaft, der sich bemüht und uns auf den nächsten Flug umbucht. Nach etwa zwei Stunden warten geht jetzt alles im Galopp und wir sitzen im Flieger zurück nach Buenos Aires. Dort gelandet steigen wir gleich in den Nächsten um, der uns nach Neuquen, etwa 500km von Bariloche verfrachtet. Der Flughafen in Bariloche ist wegen Umbauarbeiten geschlossen und wir werden unsere Reise mit 6 Stunden im Bus beenden. Aber da wir das ja schon wussten kann das unsere Laune nicht trüben.

In Neuquen angekommen nehmen wir den Bus nach Bariloche, den wir ganz für uns allein haben. Leider ist der Koffer von Rita nicht angekommen. Hoffentlich kommt er Morgen nach!!! In Bariloche angekommen werden wir vom lokalen Operator abgeholt und zum Hotel gefahren. Es ist geschafft. Ein langer Reisetag geht glücklich zu Ende.

05 Nov. 2011 • Bariloche

Miriam am schwarzen Gletscher
Die Supergruppe vor dem Donnerberg

Ausflug zum Donnerberg

7 Uhr Morgens, mein Wecker klingelt. Jetzt schnell die Gardinen auf und aus dem Fenster geschaut. Wir sind in Bariloche und die Asche des Volkans Puyehue hat uns verschont. Beim Frühstück gibt es heute auch Rührei und Schinken. Emil und Axel bedanken sich. Um zehn Uhr holt uns Ezequiel, unser Local Guide ab und es geht hinaus aus der Stadt und hinein in den Nahuel Huapi Nationalpark zum Donnerberg.

Während der Fahrt mit dem Kleinbus bekommen wir viel Information über die Vegetation, die Tierwelt und die Region im Allgemeinen. Nach etwa 90 Minuten und zwei Fotostops halten wir an einem kleinen Pfad und wandern durch den kalten Urwald Patagoniens zu einem wunderschönen Wasserfall, wo wir unser mitgebrachtes Picknick inklusive Wein verköstigen.

Danach geht es noch etwas weiter mit dem Bus, hinauf zum Tronador mit seinen imposanten Gletschern, von denen der Untere durch die Anhäufung von Sedimenten, schwarz ist. Heute kommt man als Fotograf voll auf die Kosten. Wir sind praktisch allein am Gletscher und können die Stille, die nur durch ein Rauschen der Rinnsale am Berg untermalt wird, sehr genießen. Auf dem Weg zurück nach Bariloche kommt dann noch ein Anruf vom lokalen Operator mit der Info, das Ritas Koffer gefunden wurde. Jubel kommt auf. Das war wiedermal ein erlebnisreicher Tag.

06 Nov. 2011 • Bariloche

Ingrid am Naturkunstwerk, einem Arayan
Ausblick heute mit Aschewolke

Circuito Chico und Campanario

Um 9:00 Uhr morgens geht es los. Ezequiel und Agustin, unsere lokalen Begleiter holen uns ab und es geht auf den Circuito Chico in die nähere Umgebung der Stadt Bariloche. Hier besuchen wir zuerst den Berg Campanario und fahren mit dem Sessellift hinauf zur Aussichtsplattform. Heute ist der Himmel bedeckt. Nicht etwa durch Wolken. Nein, der Staubschweif des Puyehue Vulkans hat sich heute über Bariloche gelegt.

Die tolle Aussicht ist zwar etwas behindernd aber es hat auch seinen Reiz die Auswirkungen dieser Urgewalten kennenzulernen. Überall sieht man den feinen Staub und Kleidung und Kameras werden schnell weiß. Nach dem Campanario fahren wir vorbei am legendären Llao Llao Hotel zum Wald der Arayanes, wunderschöne verschnörkelte Bäume. Hier sehen wir auch überall vertrocknete Bambussträucher die im letzten Jahr abgestorben sind. Alle 70 Jahre blüht der Bambus und stirbt dann in der ganzen Gegend gleichzeitig ab um nach einigen Jahren wieder neu zu wachsen. Eine sehr schöne Wanderung

Der Nachmittag ist frei und wir treffen uns um 19:00 Uhr zum Abendessen wieder, das wir bei Familie Weiss, einem Restaurant deutscher Einwanderer genießen. Auf der Speisekarte werden uns die schwäbischen Spätzle zwar als ungarisch verkauft, das Essen ist aber super. Der Tag wird abgerundet mit einem leckeren Eis bei Jauja, der besten Eisdiele Patagoniens.

07 Nov. 2011 • San Martin de los Andes - Bariloche

Ingrid und Axel auf dem Boot
Unsere Gruppe am Laccar See

Wir nähern uns Chile

So, das wärs mit Bariloche. Heute gehts um 8 Uhr morgens los mit Agustin unserem Fahrer nach San Martin de los Andes. Nach etwa 10 Minuten Fahrt merkt unser Reiseleiter (Autor dieses Berichts) das er die Reisekasse im Hotel vergessen hat..

Die Gruppe steigt kurzerhand nochmal am See Nahuel Huapi aus um vielleicht doch noch das Seemonster Nuehilto zu sehen. Desweilen fährt Robert zurück um das Geld zu holen. OK, dann gehts weiter über die Route 40 durch die Aschewolke gen Norden. Die Asche ist hier teilweise feiner Kalkstaub der bei jedem Windstoß aufwirbelt.

Durch das verwunschene Tal mit tollen Felsformationen und Türkisfarbenen Flüssen geht es dann nach San Martin an den Lacar See. Am Nachmittag nutzen wir noch die Zeit einen Bootsausflug zu einem Mapuchedorf zu machen wo einige auch ein paar Kunsthandwerke einer Mapuchefrau abkaufen. Gegen 6 Uhr gehts zurück und die Gruppe teilt sich. Einige gehen noch etwas Essen und die letzten argentinischen Weine vor Chile testen. Der Rest geht zurück zum Hotel zum ausspannen. Morgen um 7 Uhr gehts weiter nach Chile.

08 Nov. 2011 • San Martin de los Andes - Pucón

Manfred im Lawatunnel
Ein Teil der Gruppe in der Lawatunnel

wir wechseln von Argentinien nach Chile

Der Morgen graut, ja leider in grau. Nach vielen schönen Tagen ist heute der Regen mit von der Partie. Naja, war ja auch nicht zu erwarten das immer die Sonne scheint. Um 6:20 Uhr gibt es Frühstück und dann um 7 Uhr geht´s los im Van Richtung Chile. Zuerst fahren wir aber wieder etwas zurück nach Osten um dann im Bogen wieder auf die Anden zuzufahren. Die letzten Kilometer vor der Grenze führen durch einen Wald der hier typischen Araucarier Bäume die auf Mapuchesprache Pehuen heißen und die Lebensgrundlage für die Indios dieser Region bildeten.

Um nach Chile reinzukommen müssen wir an der Grenze alle frischen Lebensmittel entsorgen da diese aus bromatologischen Gründen nicht eingeführt werden dürfen. Nach der Grenze sind wir dann recht schnell in Pucon, einem kleinen Örtchen am Fuße des Villarica Vulkans. Es regnet noch immer. In der urigen Pension "Donde Germán" richten wir uns für die nächsten zwei Tage ein. Am Nachmittag machen einige von uns noch einen Ausflug Richtung Vulkan zur Höhle die aus einem Lawastrom entstanden ist. Trotz des Regens ein netter Ausflug. Mit dem Restschnee den wir bei anschließender Wanderung noch vorfinden, machen wir eine kleine Schneeballschlacht. Den Abend verbringen wir in der gemütlichen Hütte bei German. Hoffentlich klärt es Morgen etwas auf.

09 Nov. 2011 • Pucón

Der Tagesbericht im Einfingersystem
Relax in den Thermen

Vulkanbesteigung Villarica durch Regen verhindert

Liebe Leser, wundert euch nicht: der folgende Bericht wurde von allen Teilnehmern nacheinander verfasst, mal sehen wie das zusammenpasst.

Der heutige Tag begann mit einem reichhaltigem Frühstück, das uns für den Start in den Tag stärkte. Emil und Axel suchten eine Badehose Größe M. Nach längerem Suchen wurde Emil für Axel fündig. Nach so einem anstrengenden Vormittag waren ein gutes Essen, ein Glas Sekt und eine Flasche Wein angesagt.

Statt Vulkanbesteigung genießen wir den Wasserfall von Pucon. Im Mapuche Museum bewundern wir die Skulpturen und Masken und fragen uns, wie wir wohl damit aussehen würden. Nach Kultur und Stadtbummel am Vormittag genießen wir einen gemütlichen Nachmittag in unserem schönen Hostal. Danach kam der Höhepunkt des heutigen Tages: ausgiebiges Genussbaden unter offenem Himmel in herrlich warmen/heißen Thermalwasserbecken. Wohlig bewegten wir uns von den warmen zu den heißen. Und zum Schluss ein Tauchgang im eiskalten Wasser des nahebei vorbeirauschenden Gebirgsbaches. Und dann erwartet uns noch ein Spitzenessen von Robert eigenhändig gekocht. Da kann man Regen, Hagel und Kälte bestens ertragen. Ein Supertag!!!

10 Nov. 2011 • Pucón

Saltos del Petrohue
Vulkan Osorno

Verabschiedung vom Volkan Villarica

Heute geht es zeitig in den Linienbus um von Pucón nach Puerto Monnt zu kommen, wo unsere Reise mit dem zur Touristenfähre umgebauten Frachter Navimaq weitergehen soll. Am Morgen können wir zumindest noch ein Foto vom Volkan machen, da wir ja Gestern wegen des Regens nicht aufsteigen konnten.

Jetzt geht es mit Buses Jac weiter gen Süden. Über die Panamericana Norte, der Nor-Süd Autobahn und über Landstrassen geht es durch viele Orte des Südens. Auffallend sind die kleinen, Holzhäuser, die teilweise sehr prekär wirken. Nach einer langen Busreise sehen wir dann die das erste mal Meerwasser. Nicht das offene Meer sondern die Bucht an der das von deutschen Einwanderen geprägte Städchen Puerto Montt liegt.

Nach dem Einchecken im Hotel Tren del Sur machen wir noch einen Ausflug zu den Stromschnellen Petrohue wo wir einen schönen Blick auf den Volkan Osorno bekommen und die Natur nach viel fahren noch genießen können.

Morgen geht´s auf das Schiff, weiter gen Süden. Alle sind auf diese Reise mit dem Schiff gespannt und haben die Pacha Mama (Mutter Erde) um gutes Wetter gebeten. Wir melden uns wieder, wenn wir in Puerto Natale sind!

11 Nov. 2011 • Puerto Montt - Puerto Natales

Manfred und Jutta, erster Abend auf der Navimak
Wein und Lachs vor der Abfahrt

1. Tag auf dem Navimak

Ein Supertag erwartet uns heute. Frühstück um acht und dann los zum "einchequen beim Navimak". Wir alle sind gespannt auf diese dreitägige Reise auf einem umgebauten Frachter durch die chilenischen Fjorde Südpatagoniens. Als Zugabe haben wir auch noch wunderbares Wetter. Strahlender Sonnenschein. Nach dem Einchequen haben wir noch etwas Zeit um uns mit Proviant (hauptsächlich Traubensaft in gereiftem Zustand) zu versorgen. Einige gehen auch noch Mittagessen. Lachs ist hier im Süden fast immer mit von der Partie.

Um 12 Uhr geht es dann aufs Schiff. Durch die Laderampe steigen wir ein und dann über die Treppen in den Fahrgastbereich. Wir beziehen unsere Kabienen und dann erst einmal das Schiff erkunden. Alles ist sehr relaxed hier an Bord. Am Oberdeck genießen wir die Sonne und eine Flasche vom "Gesöff des Bacus" und etwas geräuchertem Wildlachs. Gegen 14:30 Uhr legt der Frachter dann ab. Die Aussicht ist einfach atemberaubend, zumal sich am Himmel viele Schönwetterwolken zu unendlichen Bildern formen. Später haben wir dann die Sicherheitseinweisung und lernen Perce, unseren Oberentertainer an Bord, kennen. Ein toller Typ, der sich hier um alles kümmert und jedem Antwort gibt. Und das auf Spanisch, Englisch und Deutsch. Danach wird’s ein ruhiger beschaulicher Abend mit einem guten Abendessen und tollem Sonnenuntergang.

12 Nov. 2011 • Valparaíso - Puerto Natales

Himmel über Navimak
Düstere aber faszinierende Lnadschaft

Navimak, zweiter Teil

Nach einer ruhigen Nacht stehen wir gegen halb acht auf um zu frühstücken. Ein Blick nach draußen verrät uns das sich das schöne Wetter erst einmal wieder verabschiedet hat. In einem Gebiet, das 8000mm Niederschlag pro Jahr hat ist ein sonniger Tag wirklich ein Glückstag. Nach dem Frühstück gehen wir an Deck um nach Fauna und Flora ausschau zu halten. Die ersten Waale sollen gesichtet worden sein.

Jetzt ein bisschen Gymnastik, Pilates und Qui Gong sind mit von der Partie. Rita und Ingrid starten Ihren Navimaq – Marathon und marschieren mehrmals an uns vorbei. Von ihrer tyrolesischen Energie angesteckt, reihen sich Robert, Donatella, Manfred und später noch Axel, Emil (mit I-pad unter dem Arm), Elke und eine Fremdläuferin ein. Nach etwa einer Stunde machen wir dann noch etwas Gymnastik, Bankdrücken und Mastklettern. Der Rest der Gruppe schaut sich den Vortag über die Fauna Patagonies an, den Perce Multimedia im Speisesaal gibt.

Dann Mittagessen und das hingleiten der Fjorde genießen. Gegen 16 Uhr ist eigentlich die von Robert versprochene Tangostunde angesagt. Da es aber anfängt zu schaukeln, wird diese auf Morgen verschoben. Es geht raus aufs offene Meer, da eine Halbinsel den direkten Weg nach Süden versperrt. Jetzt schaukelt es doch ganz ordentlich und das für die nächsten 12 Stunden. Bis auf Jutta, die leider Seekrank wird sind eigentlich alle recht Seefest. Viele Mitreisende lassen sich aber das Abendessen noch einmal durch den Kopf gehen. Am besten geht man ins Bett oder an die frische Luft.

13 Nov. 2011 • Puerto Natales - Patagonische Fjorde

Fischerboot in Puerto Eden
Donatella und Miriam im Boot nach Puerto Eden

Navimak, der dritte Tag

Gegen etwa 5 Uhr morgens hört die Schüttelei auf, da wir wieder in die Kanale oder Fjorde einlaufen. Schon sehr früh sind die ersten auf den Beinen. Es ist immmer noch grau und regnet ein bisschen. In dieser Gegnd regnet es 365 Tage pro Jahr, also immer. Trotzdem ist es ein Erlebnis an Deck zu stehen und die vorbeiziehende Landschaft zu betrachten. Es geht durch Meerengen, die nur bei Tageslicht befahren werden dürfen. Eine wahre Herausforderung für Kapitän und Steuermann. Auf einer kleinen Insel ist eine Marienstatur zum Schutz aller Seefahrer aufgestellt.

Weiter geht’s Richtung Süden. Der Zeitplan erlaubt es in Puerto Eden, einem kleinen Fischerdorf mit etwa 170 meist indianisch stämmigen Einwohnern. Die ganze Gruppe nimmt den Ausflug war um auch mal wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Das Ausbooten und der Ausflug an Land sind sehr interessant und auch eine finanzielle Hilfe für die lokale Bevölkerung. Perce hällt einen Vortrag über Gletscher und gegen etwa 16 Uhr nähern wir uns dann dem Gletscher Pius IX, dem größten Gletscher Südamerikas. Wir fahren sehr nah an den Gletscher heran. Wirklich wunderschön.

Danach gibt Robert dann seine lang versprochene Tangostunde bei der sich aus einer anderen viventuratour mit Reiseleiter Miguel einige Teilnehmer anschließen. Auch haben wir Zulauf von ein paar Jugendlichen einer internationalen Austauschgruppe. Nur der Walzerkönig aus der Pfalz kneift und zieht es vor die Jury zu machen. Nach dem Abendessen gibt es dann gegen 21.00 Uhr Bingo im Speisesaal und oben im Pub reichlich gekeltertes, die Heilige Rita mundet besonders gut. Patagonia unser Maskotchen ist mit von der Partie. Dann geht im Pub noch die Diskobeleuchtung an und die Jugendlichen zeigen uns auf der Tanzfläche wie´s geht. Aber auch bei uns fangen die Beine an zu zucken und wir eröffnen den Ü-30 Teil der Tanzfläche. So alt wir aussehen sind wir doch noch nicht!!!

14 Nov. 2011 • Puerto Natales - Patagonische Fjorde

letzte Bilder auf dem Schiff
Ingrid und Rita hissen die Flagge Tyrols

Ankuft nach fast vier Tagen auf See

Nach einer durchtanzten Nacht weckt uns die schon bekannte Stimme von Perce um acht Uhr zum Frühstück in viersprachiger Ausführung. Es gibt heute Morgen noch den Gletschervortrag auf Englisch und dann einen Vortag über die Torres del Paine - unser Ziel für die nächsten drei Tage. Das Schiff navigiert wieder durch extrem enge Fjorde und es regnet teilweise wieder in Strömen. Doch, siehe da, je näher wir uns Puerto Natales nähern um so lichter werden die Wolken. Wir laufen tatsächlich bei strahlendem Sonnenschein in diesen beschaulichen durch den Tourismus geprägten Örtchen ein.

Jetzt das warten auf den Ausstieg. Die Sonne ist toll, es weht aber eine sehr steife Brise, die die norddeutschen unter uns an zu Hause erinnert. Am Anleger werden wir von Ivan, einem der Söhne von Nancy, unserer lokalen Gastgeberin, erwartet. Nach einigem hin und her bekommen wir auch alle unsere Koffer.

Gegen Abend bereiten wir uns dann beim Briefing auf unsere Trekkingtour im Torres del Paine Nationalpark vor. Wir freuen uns alle sehr auf diese Tour und werden heute den Wettergott in unsere Gebete mit einschließen.

15 Nov. 2011 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Wander bei Orkanböen
Lachsfrühstück auf dem Katamaran

Patagonien hautnah

Ab in den Nationalpark Torres del Paine - wir melden uns wieder! So da sind wir wieder. Am frühen Morgen fahren wir zum Lago Pehué, wo ein Katamaran auf uns wartet. Wir überqueren den See um zu unserem Startpunkt der Wanderung zu gelangen.

Die Sonne scheint, aber es stürmt. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 km/h ist es nicht leicht zu laufen. Dennoch gehen wir frohen Mutes los da es ja wider Erwarten nicht regnet. Sofort sind wir von der tollen Landschaft begeistert.

Im französischen Tal machen Rita, Ingrid, Axel und Emil sich auf, bis an die höchste Stelle zu laufen um die Torres Del Paine schon von dieser Seite zu sehen. Die jungen Männer aus der Pfalz haben die Mädels aus Tirol zum Wettgehen angestachelt. Sie wussten jedoch nicht, dass Rita eine erfahrene Bergmarathon-Läuferin ist und so wurde die Flagge Tirols zuerst an der Aussichtsplattform gehisst. Axel zieht den Hut vor den patagonisch-tirolesischen Bergziegen.

Am Nachmittag kommen nach und nach alle an der Hütte Los Cuernos an und erzählen sich von den individuellen Eindrücken. Alle sind überwältigt und nach einem guten Abendessen geht es früh in die Kojen um für den zweiten Tag fit zu sein.

16 Nov. 2011 • Nationalpark Torres del Paine

Der Mann am Berg
fantastische Stille

Zwischen Hörnern und Chilenen

Der zweite Tag im Nationalpark beginnt um 7:30 mit dem Frühstück. Der heutige Teil ist nicht so anstrengend und so gehen alle ihren individuellen Rhythmus und genießen diesen Tag. Vom Refugio Los Cuernos geht es heute zum Refugio el Chileno.

Im Gegensatz zu Gestern ist es heute absolut windstill. Das volle Kontrastprogramm. So laufen wir bald im T-shirt und genießen die spiegelglatten Seen, in denen sich die Berge spiegeln. Es gibt so viel zu schauen und alle machen tolle Fotos und saugen die Eindrücke in sich auf.

Gegen drei Uhr sind wir alle am Refugio El Chileno. Da das Wetter toll ist, entscheidet sich Rita noch den Aufstieg zu den Torres, dem Hauptziel der Wanderung zu machen. Sie kommt mit tollen Eindrücken zurück. Der Rest der Gruppe außer Emil, Axel und Jutta, entscheidet sich Morgen aufzusteigen.

Beim Abendessen kommt die Bedienung in der Hütte kaum nach die Weißweinflaschen kalt zu stellen. Ein toller Tag geht zu Ende und alle sind super glücklich, da es nicht immer so ein schönes Wetter hier gibt. Noch so ein Tag und der Ausflug zum Paine Massiv ist perfekt.

17 Nov. 2011 • Nationalpark Torres del Paine

Walter und Robert an den Torres
El Guazo

Aufstieg zu den Felsnadeln

Vier Uhr morgens. Es ist etwa 5°C und der Himmel ist sternenklar. Nur Walter und Robert machen sich zusammen mit einigen Mutigen aus der Viventuragruppe von Miguel auf den Weg um bei Morgendämmerung an der Aussichtsstelle der Torres zu gelangen.

Mit Stirnlampen und wenig Gepäck geht es durch den Wald zuerst zum Campingplatz Las Torres um von dort den dann recht steilen Aufstieg anzugehen. Wir kommen flott voran. Schweiß gebadet kommen wir nach 1:40 h durch riesige Geröllfelder laufend, oben an, wo sich uns ein tolles Schauspiel präsentiert.

Die Eindrücke sind schwer zu beschreiben. Einfach toll, es verschlägt uns die Sprache. Das frühe Aufstehen hat sich wirklich gelohnt. Wir machen viele Fotos um dann später Euch, liebe Leser, an diesem Spektakel teilhaben zu lassen. Nach etwa einer Stunde steigen wir wieder ab. Runter gehts schneller und nach einer Stunde kommen wir wieder am Refugio an, wo uns schon das Frühstück erwartet.

Donatella, Elke und Manfred haben entschieden den Tag ruhiger zu gestalten und machen den Aufstieg genüsslich. Sie klinken sich aus dem restlichen Tagesprogramm aus und fahren am Nachmittag mit dem Taxi nach Puerto Natales zurück. Der Rest der Gruppe, außer Miriam, die Punta Arenas gebucht hat und erst heute am Abend wieder zu uns stößt, verlässt den Park in Richtung einer chilenischen Schaffarm, wo ein tolles Lamm-Mittagessen auf uns wartet.

Nach dem Essen gibt es noch eine Rodeo und eine Schafscherungsvorführung des chilenischen Gauchos, der hier Guazo heißt. Wieder geht ein toller Tag zu Ende. Morgen gehts dann zurück nach Argentinien, wo noch einige Highlights auf uns warten.

18 Nov. 2011 • El Calafate - Puerto Natales

Condor
die unendliche Steppe

Zurück nach Argentinien

Der Tag danach! Die Torres del Paine liegen hinter uns. Noch ein letztes Frühstück im Hostal Nancy wo wir uns alles sehr wohl gefühlt haben. Schlichte Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft zeichnet die Familie um Nancy, Andrea und Ivan, unserem Fahrer aus.

Jetzt geht es im Linienbus Cotra zurück nach Argentinien. Nach etwa einer Stunde Fahrt sind wir an der Grenze um uns wieder einmal zwei Stempel im Reisepass abzuholen.

Dann geht es durch die endlose Steppe Patagoniens Richtung El Calafate, der Stadt der Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner. Die Landschaft mit hier nur 300mm Regen pro Jahr ist ein krasser Gegensatz zum kalten Regenwald auf der chilenischen Seite.

In Calafate angekommen, ruhen wir uns von der Busfahrt aus und flanieren ein wenig über die mit Andenkengeschäften übersäte Hauptstraße. Hier müssen wir uns wieder an die Argentinier gewöhnen, die für die Fußgänger nicht anhalten.

Am Abend gibt es dann noch ein tolles Essen in La Tablita, wo Ingrid das größte Steak ihres Lebens isst. Dann noch kurz ins örtliche Casino, wo wir fast alle etwas gewinnen. Ein beschaulicher Tag geht zu Ende.

19 Nov. 2011 • El Calafate

Perito Moreno
Die Gruppe vor dem Perito Moreno Gletscher

Weiß-blaue Eisträume

Heute steht wieder ein Highlight unser Reise auf dem Programm, der Perito Moreno Gletscher etwa 80km nördlich von El Calafate. Wir haben beschlossen früh loszufahren um nicht mit den großen Menschenmassen am Gletscher zu sein.

Auf der Fahrt in den Nationalpark erklärt uns unser lokaler Reiseleiter Ignacio viel über den Gletscher und die Umgebung. Nach etwa einer Stunde bekommen wir am Ausblickspunkt „EL Suspiro“ eine ersten Blick auf den Perrito Moreno.

Wir fahren aber schnell weiter um dieses Welterbe der Menschheit aus der Nähe zu betrachten. Über die sehr gut ausgebauten Besichtigungsstege gelangen wir auf die Balkone, von denen wir diese Schönheiten betrachten können. Die Sonne, die immer wieder auftaucht und verschwindet, verändert die Farben andauernd und der Gletscher zeigt sich immer wieder von einer anderen Seite. Einfach toll.

Auf dem Katamaran machen wir dann noch eine Fahrt um den Gletscher auf Augenhöhe zu sehen. Wir nähern uns auf etwa dreihundert Metern der blauweiss schimmernden Eiswand.

20 Nov. 2011 • El Chalten

wandern im verwunschenem Wald
Am Fusse des Fitz Roy

Wanderung am Fuße des Fitz Roy

Nach dem Frühstück, holt uns unser Bergführer Jorge, den alle wegen seiner Herkunft nur Peru nennen, am Hotel ab. Aufgrund der Wetterlage, der Fitz Roy ist immer noch bedeckt, entscheiden wir einen Dreieckskurs zu wandern, der es uns ermöglicht bei Verbesserung des Wetters den Fitz Roy noch zu sehen. Beim ersten Anstieg haben wir das Glück einen der Riesenspechte oder auch Maggelanspecht zu sehen. Dieser Specht ist nicht leicht zu finden. Das Männchen ist schwarz mit einem feuerroten Kopf.

Es geht weiter durch den verwunschenen Notofagus Wald, der an den Herrn der Ringe erinnert. Auf dem Weg kommt die Sonne durch, dann fängt es an zu schneien. Ein richtiges Bergwetter. Der Fitz Roy lässt sich nicht blicken. Seine Nebenberge, die drei Franzosen schimmern aber schon durch die Wolken und für Momente glauben wir das sich die Wolken komplett verziehen werden.

Dem ist aber nicht so. Trotzdem können wir die wunderschöne Natur genießen. Unterwegs machen wir noch Halt um unser Mittagessen in freier Natur zu genießen. Auf dem Weg zurück nach El Chalten wandern wir durch das wunderschöne Tal des Cerro Torre. Am Abend zurück im Dorf reißt dann endlich die Wolkenschicht auf und wir können den Fitz Roy sehen. Was wäre El Chalten ohne diesen tollen Berg gesehen zu haben.

21 Nov. 2011 • Ushuaia - El Chalten

Les Ecleures
Panoramafoto am Morgen

Zwei Höhepunkte an einem Tag

Uff, wieder früh aufstehen. Aber für den Tag der uns erwartet lohnt es sich allemal aufzustehen. Schon um 5:30 stehen einige aus der Gruppe auf um das Morgenglühen am Fitz Roy zu sehen. Jaaaa er zeigt sich endlich und zwar komplett ohne Wolken.

Als wir alle nach dem Frühstück mit dem Bus Richtung Flughafen El Calafate fahren, machen wir noch einen Fotostopp am Aussichtspunkt über dem Dorf. Eine tolle Aussicht mit dem kompletten Panorama des Massivs rund um den Mount Fitz Roy. Ganz toll, sogar der Cerro Torre ist zu sehen.

Wirklich glücklich fahren wir dann weiter Richtung El Calafate um den zweiten Teil des Tages in Angriff zu nehmen: Der Flug ans Ende der Welt nach Ushuaia auf der Insel Feuerland. Alles läuft perfekt und wir landen pünktlich gegen 13 Uhr. Nach dem Einchecken im Hotel, treffen wir uns um 15Uhr um zum Hafen zu gehen.

Von dort fahren wir mit dem Katamaran Elizabetha auf den Beagle Kanal. Ganz dicht fährt das Schiff an die Vogelinsel und dann später an die Seelöwen Insel.Es ist kalt aber allen gefällt der Ausflug sehr. Es gibt noch einen kurzen Landgang und dann geht es zum Leuchtturm am Ende der Welt.

Am Abend gehen wir dann individuell Essen. Morgen machen wir unseren letzten Ausflug im Süden Südamerikas!!

22 Nov. 2011 • Ushuaia

Miriam beim Anlegen der Schwimmweste am Ende der W
Mein Name ist nicht Justin!

Am Ende der Welt mit Bibershow

Heute können wir etwas länger schlafen. Die Guides unseres lokalen Operators holen uns um 09:30 am Hotel ab. Zwei Lustige Burschen. Im Minibus gehts jetzt in den Nationalpark Feuerland. Auf dem Anhänger reisen drei Schlauchbootkanus mit, denn heute gehts wieder einmal aufs Wasser. Mit Gummistiefeln, Regenhose und Schwimmweste geht es auf die eher beschauliche Fahrt vom Lago Roca in die Lapataia Bucht.

Ein gemütliches Dahingleiten lassen der wunderschönen Natur. Es ist zwar noch kalt aber fast Windstill. Nach etwas mehr als einer Stunde kommen wir in Lapataia an, wo wir am Schild, das das Ende der Nationalstraße 3 und somit für die Argentinier das Ende der Welt markiert, eine Menge Fotos machen. Danach erwartet uns ein warmes Mittagessen mit Wein und anderen Getränken. Alles super organisiert. Unsere Guides haben wirklich Spaß an ihrer Arbeit.

Nach dem Mittagessen machen wir noch eine etwa dreistündige Wanderung durch den Park. Keiner will heute so wirklich ankommen, da es unser letzter Naturtag ist. Ein letztes Highlight haben wir noch am Abend. Wir besuchen einen Biberstaudamm und können zwei Bibern beim Abendessen zuschauen. Ein tolles Spektakel, das so nicht einmal unsere Guides erwartet haben. Nach der Bibershow, die besser als Justin ist, bekommen wir in einer urigen Hütte noch den Eintopf des Endes der Welt, am Kaminfeuer.

Ein sehr schöner letzter Tag in Patagonien geht zu Ende. Wir nehmen viele Erinnerungen mit nach Hause.

23 Nov. 2011 • Ushuaia - Buenos Aires

Das letzte Gruppenfoto
Patagonia trinkt mit

Zurück in der Metropolis

Heute heißt es Abschied nehmen von Patagonien. Wir nehmen Erinnerungen und Eindrücke aus dieser tollen Landschaft mit, die wir in den letzten drei Wochen entdeckt und lieben gelernt haben.

Von Ushuaia geht es im Flugzeug über Calafate wieder zurück nach Buenos Aires. Am Nachmittag landen wir am Flughafen und merken gleich, dass mit der Stille erst einmal Schluss ist. Nach dem Einchecken im Hotel gehen die meisten noch einmal zum Einkaufen um die letzten Mitbringsel für die Lieben zu Hause zu kaufen. Unser TC besorgt als ortskundiger Tangotänzer noch Tango CDs.

Um 20 Uhr treffen wir uns dann für das letzte gemeinsame Abendessen in "Chiquilin", einem der besten Restaurants gleich neben dem Hotel. Es gibt wirklich das beste Steak der Reise. Emil gibt noch eine Runde Sekt aus, da er Morgen seinen 60sten Geburtstag feiern wird. Mehrmals heben wir unsere Gläser und stoßen an auf eine gelungene Reise ohne große Komplikationen. Robert hat seine rote Notfallmappe nie benötigt und ist darüber sehr glücklich.

Zum Abschluss des Abends gehen einige noch in ein uriges Tangolokal. Ein schöner Abend geht zu Ende.

24 Nov. 2011 • Feuerland (Tierra del fuego) - Frankfurt

letzte Bilder vom Ende der Welt
Das Ende der Welt

Eine ereignisreiche Reise geht zu Ende

Um 6:30 Uhr verlassen uns Emil und Axel in Richtung Punta del Este zu ihrem Zusatzmodul mit Strandurlaub. Gute Reise für Euch zwei und herzlichen Glückwunsch Morgen an Emil, der seinen 60. Geburtstag am Strand feiern wird.

Noch einen letzten Blick auf Buenos Aires und schon geht es nach 27 Tagen wieder Richtung internationalem Flughafen Ezeiza von Buenos Aires, wo unser Reisebericht begonnen hatte.

Es scheint eine Ewigkeit her zu sein als wir uns zum ersten Mal in der Gruppe getroffen haben. So viele tolle Eindrücke haben wir gesammelt.

Es fing an mit Buenos Aires mit Fahrradtour und Tango, dann die Reise nach Iguazú mit den berauschenden Wasserfällen.

Schlag auf Schlag haben sich die tollen Momente aneinandergereiht. Bariloche, Pucón im strömenden Regen!!! Navimag ein ganz spezielles Erlebnis, Torres del Paine, der Perito Moreno Gletscher, der Fitz Roy, der sich erst kurz vor Abfahrt in seiner vollen Pracht zeigte und zum Schluss Ushuaia, wo wir zwei super Tage verbrachten…

All das bleibt uns im Gedächtnis und jeder hat sicher seine eigenen Empfindungen und Erlebnisse gemacht.

Es war eine tolle Gruppe mit der richtigen Würze. Guten Heimflug.