Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

09 Feb. 2012 • Frankfurt - Santiago

Wir sind auf dem Weg...

Wir sind auf dem Weg…

10 Feb. 2012 • Frankfurt - Santiago

In Santiago
Plaza Mori

Hot in the city!!!

Wir haben den Flug ganz gut überstanden. Nur die 3 kleinen Racker, die eine Reihe vor uns saßen und fast das ganze Flugzeug auf Trab hielten, lassen wir beim nächsten Mal weg.

In Santiago angekommen begrüßte uns Katharina, die uns auf der Reise begleiten wird. Aber …ohhh Schreck!!! Eine Tasche mit Pass und Kreditkarten weg!!! Der freundliche Herr vom Zoll hilft uns bei der Suche und tatsächlich, da ist sie!!! Unberührt und einsam wartet sie bei der Taschenschleuse, wo sie ihr Besitzer liegen ließ.

Der Rest des Tages verläuft nach Plan, wir besichtigen das Zentrum mit historischen Bauten, probieren Fisch im Zentralmarkt und richtigen Kaffee im Café mit Beinen. Zum letzten Teil der Stadtbesichtigung begeben wir uns auf den Hausberg von Santiago und genießen die Aussicht und die kühle Brise, die den Stadtdschungel doch etwas freundlicher erscheinen lässt.

Am Abend treffen wir Mathias und Andrea vom ortsansässigen Büro zum Essen und wir stimmen uns für die Tour mit einem dicken Rindersteak ein. Mal schaun wie´s in Argentinien schmeckt.

11 Feb. 2012 • Valparaíso - Santiago de Chile

mit Vicky
Blick auf Valparaiso

Perle des Pazifiks

Am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Valparaiso. Dort erwartete uns Vicky, die uns mit viel Schwung und Esprit durch ihre Stadt führte. Valparaiso bezauberte uns mit seiner bunten und vielfältigen Architektur. Die Häuser kleben förmlich an den 42 Hügeln der Stadt. Wir benutzten die alten Aufzüge die den unteren Teil der Stadt mit dem oberen verbinden. Die Einwohner (porteños) nennen ihre Stadt liebevoll - die Perle des Pazifiks.

Vicky zeigte uns eine Ihrer Lieblingsbars/Restaurants, das auch zu unserem neuen Stammlokal werden sollte. Am Abend haben wir dort sogar noch das Tanzbein geschwungen.

12 Feb. 2012 • Santiago de Chile

Pablo´s Bar
Badespass im Pazifik

Auf den Spuren von Pablo Neruda

Die Wolken, die uns am Morgen in Valparaiso noch ein bisschen aufs Gemüt schlugen, verzogen sich, sobald wir uns an der Küste entlang dem Haus von Pablo Neruda auf Isla Negra näherten. Das als Museum ausgebaute Haus, beherbergt eine vielfältige Sammlung an allen möglichen Dingen. Man muss schon sagen; Pablo hatte wirklich ein Auge für´s Schöne. So ein Schlafzimmer mit Blick aufs Meer hätte wohl jeder gern.

Wir sorgten ganz im Sinne von Pablo Neruda für unser leibliches Wohl und picknickten am Strand. Tom, Peter und Stephan wagten sich sogar in die kalten Fluten des Pazifiks. Wenn man im Weinland Südamerikas ist, darf natürlich auch eine Verkostung nicht fehlen und so war unsere nächste Station das Weingut Undurraga. Wir spazierten durch den hübsch angelegten Park. Probierten die Trauben direkt vom Rebstock und danach aus dem Glas.

Den Abend ließen wir mit einem Bad im Hotelswimmingpool ausklingen. Sicher lindert das etwas den Sonnenbrand.

13 Feb. 2012 • Puerto Natales - Santiago de Chile

Die Gruppe im Seno Otway
chilenisches Fastfood

Ab in den Süden

Unser Tag in Santiago de Chile beginnt mit Frühstück über den Dächern der Stadt, bevor es mit dem Bus Richtung Flughafen geht- heute ist großer Reisetag. Mit dem Flugzeug geht es in drei Stunden nach Punta Arenas, wo Patagonien uns mit seinem typischen Wetter begrüßt: Regen bei der Landung, anschließend schönster Sonnenschein und Wind, Wind, Wind.

Durch eine karge, aber eindrucksvolle Landschaft fahren wir – zur Freude unserer beiden Mitstreiter mit empfindlichen Mägen, die vorsorglich immer vorne im Wagen sitzen – über weitgehend unbefestigte Straßen direkt zur Pinguinkolonie Seno Otway. Vermutlich hat jemand die Magellanpinguine vorgewarnt, dass wir kommen, denn von den bis zu 5000 Tieren, die regelmäßig zum Brüten herkommen, standen nur einige wenige für Fotoaufnahmen zur Verfügung.

Irgendwo hier hat sich auch ein zusätzliches Mitglied in unsere Gruppe geschlichen: unser neuer Begleiter, ein kleiner Plüschpinguin, wurde zu Ehren unserer wunderbaren und energiegeladenen Führerin in Valparaiso VICKY PILSNER, GEB. FRÖHLICH, GESCHIEDENE KUNSTMANN getauft. Nachdem wir – jetzt mit Verstärkung – die schüchternen Tiere jetzt wieder Richtung Punta Arenas verlassen haben, blieb uns noch Zeit für einen kurzen Stadtbummel und ein ausgezeichnetes chilenisches Fastfood-Restaurant, in dem wir Hotdogs bzw. Sandwiches mit Schweinefleisch Tomate und Sauerkraut gegessen haben. Klingt gewöhnungsbedürftig, schmeckt fantastisch.

Am Abend fahren wir mit dem Reisebus, dem typisch chilenischen Inlandsreisemittel, nach Puerto Natales. Hier am Tor zum Torres del Paine Nationalpark lässt die Gruppe in unserem familiären Hostal gemeinsam und zuweilen ausgelassen den Tag ausklingen.

14 Feb. 2012 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Las Torres
Los Cuernos

Blaue Türme & Gletschereis

Nach unserer kurzen Nacht in Puerto Natales und einem gemütlichen Frühstück ging es zum Wandern in den Nationalpark Torres del Paine.

Wir entschieden uns für die große Runde mit dem Bus durch den Park, damit wir die Schönheit Patagoniens in vollen Zügen genießen können. Die überwältigende Landschaft zwang uns zu unzähligen Fotostopps. Unser Weg kreuzte sich mit dem von Guanaka-Kamelen, Schafen, Feldhasen, Füchsen und Straußenvögeln.

Mittags ging unsere Wandertour los. Erst zur Übernachtungshütte wo wir uns einen Kaffee gönnten und dann zu den Torres del Paine – den blauen Türmen. Der Wanderweg war sehr schön, immer wieder erstaunliche Landschaftsbewunderungs-Stopps nötig.

Am Ziel angelangt, zog der Himmel auf und wir genossen wärmende Sonnenstrahlen, den faszinierende türkisfarbene Gletschersee und die wunderschönen blauen Türme umhüllt von Gletschermassen. Der Rückweg zu unserer Berghütte gestaltete sich mindestens genauso staunend und überwältigend wie der Hinweg.

Mit einem leckeren 3-Gänge-Menü und mehreren Litern Rotwein beendeten wir den Tag in unserer Berghütte und spielten mit dem Gedanken uns am frühen Morgen erneut auf den Weg zu den Türmen zu machen um sie in der aufgehenden Sonne zu bestaunen.

15 Feb. 2012 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Wanderung
Patagonische Schafe

Das Leben ist schön…

Um 8 Uhr wachen wir alle, in der auf 409 m Höhe gelegenen Berghütte, in unseren Stockbetten auf. Die dicken Schlafsäcke haben uns gut in der kalten Nacht gewärmt. Zum Frühstück gibt es eine Kombination aus Schokoladenpudding und Müsli. Wir sitzen bei Kaffee und Brötchen vor dem großen Glasfenster der Hütte und schauen auf die wolkenverhangenen Gipfel. Zum Glück ist keiner um 4 Uhr zur Bergspitze aufgebrochen um den Sonnenaufgang zu erleben, denn den gab es heute nicht. Wir packen zusammen und als wir aufbrechen verdrängt die Sonne die Wolken und wir kommen trocken unten an.

Zum Glück aller, erwartet uns dort Ivan mit ein paar kühlen Austral-Bieren. Nach einer kurzen Fahrt mit Fotostopps an einem vom Puma fast verspeisten Guanako und einem Salzsee mit Flamingos, halten wir zum Mittagessen auf einer Schaffarm an. Im großen Raum steht schon der bunt gedeckte Tisch bereit und in der Mitte brät unser Schaf über glühender Kohle. Lecker!!! - das saftige Schaf, der Wein und die scharfe Soße.

Nach dem Essen gibt es eine Demonstration, oder auch - ich geh dir ans Fell- Aktion. Zurück in Puerto Natales haben wir Zeit für uns und lassen den Abend in einer Bergsteigerkneipe ausklingen.

16 Feb. 2012 • El Calafate - Puerto Natales

Geburtstagskind Frank
Argentina here we come

Happy Birthday, Frank!

Zum Frühstück überreichten wir unserem Geburtstagskind Frank unser Geschenk und stärkten uns mit Geburtstagskuchen. Danach ging es heute weiter mit dem Bus nach Argentinien.

Nach den Grenzformalitäten in Chile und Argentinien machten wir uns auf den Weg nach El Calafate. Am Nachmittag erreichten wir die Kleinstadt, die sich sehr sonnig und ein wenig windig präsentierte. Nach dem Bezug der Zimmer machten wir uns dann auch gleich auf den Weg, um uns neues Geld zu besorgen und etwas zu trinken oder zu essen.

Auf der Haupteinkaufsstraße wimmelte es nur so von Touristen. Klar, den der Nationalpark Los Glaciares ist nicht mehr weit weg. Zur Feier des Tages besuchten wir am Abend noch Don Pichon, ein als gut bewertetes Restaurant mit Sahneblick über die Stadt und den See. Mit gutem Essen und gutem argentinischen Wein feierte die Reisegruppe Fröhlich nochmals das Geburtstagskind.

17 Feb. 2012 • El Calafate

Perito und wir
Bettina, Ralf und Vicky

Ein mehr sonnig als eisiges Erlebnis

Also doch! Perito Moreno ist ein Gletscher und keine Kaffeesorte. Heute morgen hat uns Nacho (hat nichts mit Kartoffelchips zu tun) abgeholt und schwuppdiwupp gings mit dem Bus an den Eisberg. Dieses Mal über ordentliche geteerte Straßen und nicht wie an den blauen Türmen, 100 km Schotterpiste.

Leider müssen wir Euch mitteilen, das wir wiedermal das geilste Wetter hatten. Bestimmt 25 Grad und argentinische Sonne ohne Ende. Seltsam, wir dachten in Patagonien ist öfters mal Land unter. Bedanken wollen wir uns an dieser Stelle auch bei unseren vielen Canons, Nikkons und Fujis. Ohne die fleißigen japanischen Helfer müssten wir ganz viele Postkarten kaufen und im ungünstigsten Fall auch noch schreiben.

Und jetzt der Gletscher: Der war ja sooooooo toll. So groß, so weiß und so kalt. Nur gekalbt hat er nicht. Keine Kuh weit und breit. Aber einen Adler gabs mal wieder zu sehen, der hat so am Schiffsanleger herumgelungert. Dort sind Katha, Frank, Betti und Ralf (der andere Frank und der andere Ralf) nochmal fix auf den See gefahren und haben dem Gletscher unter den Rock geschaut. Man war gerührt.

In diesem Sinne, wir ziehen uns jetzt den feinen Zwirn an. Heute Abend spielt ne Reggae Band im Stadtpark von El Calafate. Und morgen gehts mit dem Flieger in die südlichste Stadt der Welt. Gute Nacht!

18 Feb. 2012 • El Calafate - Ushuaia

Seefahrer Tom
Vicky der Schluckspecht

Unterwegs zum Ende der Welt

Heute geht es von El Calafate nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Bei schönstem Wetter (18 Grad) stiegen wir in eine Boeing 737 - 700 der Aerolineas Argentinas und erreichten Ushuaia nach rund einer Stunde. In der Stadt empfing uns wie erwartet eine frische 8 Grad kalte Brise. Aber ohne Regen und mit Sonne (haben gestern wohl alle aufgegessen).

Es ging dann recht schnell mit Taxis in die Innenstadt von Ushuaia, wo wir in unsere gemütliche Hosteria Los Lagos gegen 13:30 Uhr einchecken konnten. Den Nachmittag haben wir individuell für einen ausgiebigen Stadtspaziergang inkl. stempeln des "Ende der Welt" Stempels für Pass und Postkarten genutzt, das Einkaufen hat natürlich auch nicht gefehlt.

Betty und Ralf probierten am Abend die für Ushuaia bekannte Spezialität - Königskrabbe. Der Rest der Reisegruppe entschied sich für Pizza und Pasta. Den Abend haben wir mit frisch gezapftem Bier in einem gemütlichen Pub ausklingen lassen. Vicky probierte sich auch am Bier.

19 Feb. 2012 • Ushuaia

Wassertauglich
Fans am Ende der Welt

Der Bierbär bei den Bibern

Nach kurzem Marmeladenfrühstück, ging es 9 Uhr in den Kleinbus, der heute einen Kayakanhänger hat. Unser Ziel: die Panamericana von hinten (also wasserseitig). Nach kurzer Einweisung wusste jeder worum es geht und wir stachen in See. Nachdem wir die Lapataia-Bucht durchquert hatten, standen wir trockenen Fußes am Ende der Welt. Die Kameras liefen heiß, es wurde eine Vereinsfahne ausgerollt - Bilder auf die 20000 Leute in der Heimat warteten!!!!

Nach wohlschmeckendem Picknick durchwanderten wir 3 Stunden den Nationalpark Feuerland. Unaufgeräumter Wald, Wurzeln und Müllberge von den Yamanas, die jahrhundertelang ihre Muschelreste dahin geworfen hatten, Natur pur!

18 Uhr - Wir gehen ins Biberland, um zu schauen was die Nachtaktiven Tiere für Schäden anrichten können. Drei von ihnen stellten sich unseren Kameras. Nach Ende der Welt Linsen und Merlot am Kaminfeuer - einen letzten Blick zum Kreuz des Südens fielen wir hundemüde und zufrieden in die Kissen. Ein toller Tag!

20 Feb. 2012 • Ushuaia - Buenos Aires

Am Beaglecanal
Auf dem Rücken der Pferde

Abschied von Feuerland

Da unser Abflug in die Millionenmetropole Buenos Aires erst am späten Nachmittag auf dem Programm stand, nutzten wir unsere verbleibende Freizeit, um noch einmal die einmalige, faszinierende Landschaft Feuerlands zu erkunden. Nur diesmal vom Rücken der Pferde aus. Einmaliges Erlebnis! Auch das Wetter zeigte sich noch einmal typisch patagonisch. Von Schneetreiben bis zu strahlend blauem Himmel bei max. 5 Grad war alles dabei. Nach unserem Reitabenteuer ging es 15 Uhr zum Flughafen. Gegen 22 Uhr und bei immer noch 23 Grad sind wir endlich in unserem Hotel in Buenos Aires angekommen.

Da es mit unserem gebuchten Hotel Probleme gab, hat man uns sogar großzügigerweise und zur freudigen Überraschung aller in einem 5 Sterne Hotel mitten im Zentrum absteigen lassen. Da es immer noch sehr mild und das Hotel sehr zentral gelegen war, sind wir noch einmal aufgebrochen, um die nähere Umgebung zu erkunden und wie bisher immer, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

21 Feb. 2012 • Buenos Aires

Plaza de Mayo
Mit dem Fahrrad durch BA

Heute auf zwei Rädern

Nachdem wir noch gestern bei Schneetreiben in Patagonien auf den Vierbeinern unterwegs waren, sattelten wir heute auf zwei Räder um. Bei 25 Grad führte uns Laura, unsere Lokalguide, durch die Metropole Buenos Aires. Ganz tolle, interessante, vielseitige Stadt mit vielen Grünanlagen. In Erinnerung wird uns auf jeden Fall die Besichtigung des Friedhofes Recoleta bleiben, der mit seinen Grabkammern und Gassen einer kleinen Stadt ähnelt.

Auch hatte uns Laura, das argentinische Nationalgetränk Mate, das aufputschend wirkt näher gebracht. Nach unserer Citytour hatten wir eine kleine Verschnaufpause, die wir auf der Dachterrasse mit Pool unseres Hotels verbrachten. Am Abend ging es dann zur Tangoshow.

22 Feb. 2012 • Frankfurt - Buenos Aires

Suite
La Boca

Noch schnell nach La Boca …

Wir sitzen schon wieder im Bus und fahren ins argentinisch-brasilianisch-paraguayanische Dreiländereck. Dort kommt man nur mit klimatisiertem Reisebus hin, 18 Stunden von Buenos Aires für ca. 1300 km. Vielleicht auch noch ein paar Meter mit Lamas oder Nandus. Hier ist alles möglich. Der Bus ist ok, einige von uns schlafen mindestens 16 Stunden durch und wachen nur zu der ständigen Essensversorgung kurz wieder auf.

Übrigens war die Tangoshow gestern ganz toll, vor allem für die, die auf Tango stehen. Und auf scary women. Das sind solche ernst aussehende Chanson Tanten, die zu Klaviermelodien traurige Lieder von Herzschmerz, verlorener Liebe und Selbstmord singen. Und vorher gab es tolle Chorizo Steaks, serviert von Tamara. Sehr lecker. Doof nur, das wir keine Fotos von der Bühnenshow machen konnten, war nicht erlaubt. Und die käuflich zu erwerbenden konnten wir uns nicht leisten, die Pesos werden knapp.

Zum heutigen Aschermittwoch hat uns Heike noch einmal fix nach La Boca geführt. Das ist so eine Mischung aus Armen- und Künstlerviertel. Und bekannt durch die Boca Juniors. Da hat doch der olle Maradonna gespielt. Als er noch jung war und schlank. Na ja, wir sind dann noch mit der ältesten U-Bahn der Welt gefahren, die hatte noch nicht mal einen Schaffner. Oder einen unsichtbaren? PS: Wir waren den ganzen Vormittag in BA unterwegs, aber von dem Zugunglück haben wir nichts mitbekommen.

23 Feb. 2012 • Frankfurt

Iguacu Brasilien
Stephan, Ralf und Vicky

Wasser, Wasser, Wasser!!!

Im Hotel tankten wir nochmal mit einem zweiten Frühstück auf, bevor wir die Grenze nach Brasilien überquerten und uns die Wassermassen von Iguacu anschauten. Die Niagarafälle können dagegen mal kräftig einpacken und der Lichtenheiner Wasserfall wirkt sowieso wie ein Rinnsal.

Wir lassen uns vom Wasserfall auch ein wenig erfrischen, denn die Stege führen direkt in die Nebel, die sich am Fuße des Teufelschlund erheben. Man kommt sich bei diesen Naturgewalten richtig unbedeutend vor. Neben den Scharen von Touristen trifft man auch auf Scharen von Nasenbären, die zur unserer Belustigung beigetragen haben und nicht zum Verzehr geeignet sind.

Pünktlich nach Ende unseres Rundgangs gab es einen tropischen Regenguss und wir kehrten nach Argentinien zurück. Am Abend investierten wir unsere fast letzten Pesos in ein argentinisches Steak.

24 Feb. 2012 • Puerto Iguazu

Im Boot unter die Wasserfälle
Iguazu

Iguazu auf argentinisch

Bei gefühlten 40 Grad, Luftfeuchtigkeit 120% stiegen wir in den mäßig klimatisierten Kleinbus und fuhren zur Überraschung aller an die Iguazuwasserfälle, aber diesmal zur argentinischen Seite. Am Eingang mussten wir in eine Bimmelbahn umsteigen – Warteschlange riesig, da die Züge im Interesse des Souvenirshopbetreiber nur alle 30, statt früher 15 Minuten fuhren.

Dank unserer emsigen Heidy gelang es uns als letzte Passagiere den schon vollen Zug zu entern. Sprachlos und mit ruhelosen Kameras legten wir die 7 km entlang der Wasserfälle zurück. Die argentinische Seite übertraf noch einmal die Eindrücke vom Vortag. Ein Teil der Gruppe wagte sich todesmutig noch näher an die Fluten und fuhren in einem Schlauchboot direkt in die Wasserfälle hinein. Gottseidank waren wir alle schon nass, so dass uns der einsetzende Monsun nichts mehr anhaben konnte. Heute gab es neben den Nasenbären auch Affen, Tucane, handtellergrosse Spinnen und natürlich viele bunte Schmetterlinge zu sehen.

Am Abend nochmal – wie auch nicht anders zu erwarten – argentinisches Rindersteak.

25 Feb. 2012 • Puerto Iguazu - Rio de Janeiro

Strassenkarneval
unterwegs

Karneval in Rio

Heute ist wieder Reisetag. Wir verlassen Iguazu in Argentinien und machen uns auf den Weg nach Rio. Auf dem Weg machen wir noch eine kurze Stippvisite in Sao Paulo. Mehr als den Flughafen konnten wir allerdings nicht entdecken.

Angekommen in Rio de Janeiro ging es in den Stadtteil Lapa in unser Hotel mit besonderer Note. Nachdem wir unsere Sachen auf den Zimmern hatten und wir sicher waren, auch drei Nächte bleiben zu können, machten wir uns auf den Weg zum Essen. Nach dem Essen ging es dann noch zu den Bögen von Lapa, wo wir noch einen der letzten Karnevalsblöcke sehen konnten und den ersten Caipirinha getrunken haben.

26 Feb. 2012 • Rio de Janeiro

Vicky an der Copacabana
Rio de Janeiro

Rio - volles Programm

Heute, bei mehr als 34 Grad Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit standen die Highlights der brasilianischen Karnevalsmetropole auf dem Plan. Zusammen mit Mike, der uns seine inzwischen Heimatstadt zeigte, fuhren wir zuerst zur weltberühmten Christusstatue. Von einer modernen Seilbahn wurden wir auf den 700m hohen Corcovado gezogen. Oben angelangt wehte auch kein kühleres Lüftchen, aber der Blick war toll. Trotz Menschenandrang gelang es uns ein Gruppenfoto mit dem 30m Jesus zu machen.

Nächster Halt: Zuckerhut! Ist eigentlich ein Zuckerbrot (portugiesisch), wie uns Maik erklärte. Trotzdem hat er ziemlich viel Ähnlichkeit mit dem Gebräu aus dem Heinz Rühmann Film. Wir erfrischten uns aber lieber mit Kaltgetränken. Geht garnicht anders bei der Wärme.

Nächster Halt: Gleitschirmfliegerstrand, bei dem wir Kokossaft aus fußballgroßen Früchten tankten und auch ein wenig Energie für die letzte Station - Copacabana. Wir verabschiedeten uns von Maik und Reynaldo, unserem Fahrer und blieben noch ein bisschen am Strand. Die überraschend kalten Fluten trieben den Erfrischungseffekt endlich ein bisschen voran. In Copacabana lässt sich's aushalten. Wir wären gern noch geblieben und hätten bestimmt noch einige Caipis vertragen. Mussten aber noch den Heimweg ins Hotel antreten, diesmal mit der U-Bahn.

27 Feb. 2012 • Rio de Janeiro

Ipanema
Treppe von Selarón

Rio die Zweite

Nach einer weiteren milden Nacht mit einigen Caipiriñas (wir sind in Lapa) starteten wir erst um 11 Uhr zu unserer zweiten Citytour durch Rio. Monika, unsere heutige Lokalguide, führte uns zu erst durch Santa Teresa, dem Künstlerviertel mit zum Teil noch kaufbaren Villen. Wir haben uns bereits eine ausgesucht.

Zurück nach Lapa, wo Reynaldo mit dem Bus auf uns wartete, stiegen wir die bekannte Treppe von Selerón hinab. Wie es der Zufall wollte, saß der Künstler der Fliesentreppe vor seinem Haus. Er hatte ein wenig Ähnlichkeit mit Tom, zumindest vom roten Hut und roter Hose her. Wir werden Selerón eine Fliese schicken, die er in seiner Treppe integrieren kann.

Weiter ging es ins alte Stadtzentrum mit Besichtigung der Catedrale und durch die alten Gassen Rios. In der Patisserie Colombo, eines der ältesten Cafés der Stadt mit viel Tradition, stärkten wir uns mit einem Café, bevor wir die Tour am Ipanemastrand beendeten. Bei Sonnenuntergang gabs den unter uns bereits beliebten Caipi als Sundowner. Mit dem wir beschwingt per U-Bahn nach Lapa zurückkehrten - viva Lapatown!!!

28 Feb. 2012 • Phuket - Rio de Janeiro

Schiff auf die Insel
Ihla Grande

Reif für die Insel

Wir sind uns alle einig: Jetzt kann der Urlaub losgehen und so steigen wir morgens in unseren Bus der uns zur Anlegestelle bringt, an der wir in ein Schiffchen umsteigen, dass uns zur langersehnten Insel bringt. Mit Sonnenfuss, betreten wir diese etwa eine Stunde später. Sonnenfüssler nennen die Insulaner die Leute, die gutes Wetter mitbringen. Wenn es regnet, dann war wohl ein Eisfuss an Bord. Wir ziehen gleich die Badesachen an, erkunden ein bisschen die Ruinen, die von der Geschichte der Insel zeugen und machen uns danach am Strand breit. Und im Wasser natürlich - das bringt Abkühlung und Entspannungsfaktor pur. Am Abend erkunden wir ein bisschen das lebendige Dörfchen, essen Moqueca - brasilianischen Fischeintopf und trinken Caipis in einer idyllischen Strandbar.

29 Feb. 2012 • Ilha Grande

Badespass
die haltlose Vicky

Vamos a la Playa

Auf unserer Insel gibt es keine Autos. Und so machen wir uns zu Fuss und mit dem Wassertaxi auf den Weg zum Lopez Mendes Strand. Nach der 2,5 Stunden langen Wanderung durch den Urwald kommen wir an einem der schönsten Strände in Brasilien an.

So lässt es sich Leben. Weisser Sand ein paar Palmen, früchtebehangene Bäume und natürlich Wellen, die für Spass und Abkühlung sorgen. Ralf wagt sich sogar mit einem Surfbrett in die Fluten. Total entspannt begeben wir uns auf den Rückweg zum Inselstädtchen. Am Abend schmeissen wir uns nochmal in die Inselausgehkluft und kehren in die bereits bekannte Strandbar ein. Der Besitzer, Martin aus Dresden, grillt uns leckere Sachen und natürlich darf auch der Caipi nicht fehlen. Es ist unser letzter gemeinsamer Abend. Noch lange sitzen wir am Strand teilen Bier, Wein, Geschichten und überlegen wie wir Iberia zum weiterstreiken bringen, damit wir noch ein bisschen hierbleiben können.

01 März 2012 • Frankfurt - Ilha Grande

frutas y zucos
Heimwärts

Aller Abschied fällt schwer… besonders dieser

Es war erstaunlich ruhig heute bei uns. In Gedanken versunken treten wir die Heimreise an, tanken nochmal Sonne auf dem Schiffchen, dass uns zurück aufs Festland bringt und stöhnen unter der Hitze, die Brasilien am letzen Tag für uns bereit hielt - ganze 38 Grad.

Es fällt uns nicht leicht dieses kleine Paradies zu verlassen und uns nach 21 Tagen voller Abenteuer zu trennen. Katharina bringt uns zum Flughafen und wir versprechen uns im August wieder zusehen. Nach etlichen Flugstunden und einem noch kurz-Madrid-Aufenthalt für einige, haben wir den heimatlichen Hafen wieder erreicht und träumen von weissen Stränden.

02 März 2012 • Santiago de Chile - Ilha Grande

Vicky Pilsner geb. Fröhlich le

Vicky Pilsner geb. Fröhlich lebt jetzt in Berlin im Dritten Ohr. Ab und zu schauen wir bei ihr vorbei und erzählen uns Geschichten aus Patagonien.