Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

21 Dez. 2011 • Frankfurt - Santiago de Chile

Flage von Chile
Die Anden

Nachtreise

Über Nacht fliegt ihr nach Chile, so könnt ihr ausschlafen und kommt Morgens bei uns in Santiago an. Der Sommer erwartet euch bereits, jetzt heißt es Sonnenschutz und T-shirts anziehen, der Winter bleibt erstmal hinter euch! Gute Nacht und gute Reise, bis gleich am Flughafen.

22 Dez. 2011 • Santiago - Santiago de Chile

Willkommen in Santiago
Wache des Palastes La Moneda

Endlich da!

Viel Sonne erwartete uns heute bei unserer Ankunft in Santiago, so kamen wir direkt in Ferienatmosphäre, und holten uns gleichzeitig schöne Farben! Nachdem wir unsere Hotelzimmer in einem tollen ökologischen Hotel bezogen haben, gings erstmal ins Stadtzentrum um unsere Citytour zu starten. Am Palast la Moneda erwartete uns die Palastwache auf ihren Pferden. In der Fußgängerzone war Weihnachtsambiance angesagt, viele Personen waren unterwegs um ihre letzten Einkäufe zu erledigen.

Nach einem typischen Mittagessen im Fischmarkt wo wir Meeresfrüchteeintopf oder Ceviche probierten, fuhren wir auf den San Cristobal Hügel, wo wir eine tolle Sicht auf die große Sadt hatten. Zum Glück war nicht zu viel Smog da und man sah die Anden sogar ganz gut.

Mit Mathias teilten wir unser erstes Abendmahl in einem guten Steakhaus und kriegten einen guten Voreindruck vom köstlichen chilenischen Wein.

23 Dez. 2011 • Santiago de Chile

13 Kilooo
Cañon

Die Wüste

Sehr früh brachen wir Richtung Atacama Wüste auf, unser Flieger startete pünktlich 6h55, und gegen 9H00 kamen wir in Calama an. Nun war die Chuquicamatamiene heute geschlossen, also war das Programm leicht geändert. Zuerst gings zum Markt, wo sehr viel Obst und Gemüse im Angebot war. Wir überlegten fast uns die 13 Kilo Wassermelone mitzunehmen! Nach einem Einkauf in der Mall fuhren wir zu einem typisch kleinen Dorf, das Chiu Chiu heißt, und wir besichtigten die San Francisco Kirche und den süßen kleinen Dorfplatz.

Im Ort Lasana angelangt probierten die meisten von uns zum ersten Mal den Quinoa mit Fleisch: perfekt! In Lasana gibt es eine Einheimische Festung aus den 12ten Jarhundert. Nachmittags gings zum Valle de la Luna, herrliche Landschaft, die je nach Licht ihre Farben wechselt und dadurch verschiedene Gesichter zeigt. Müde aber fröhlich ließen wir den Abend in einem kleinen Restaurant ausklingen.

24 Dez. 2011 • San Pedro De Atacama

Weihnachtsstimmung
Laguna Miscanti y Miñiques

Andinismo

Gut gelaunt ist Heut die Truppe Gemütlich Früstücken heisst's für die Gruppe.

Der Salar de Atacama ruft Wir fahren hin bei guter Luft

Es ist der größte Salzsee hier, Auch mit Flamingos als Getier.

Weiter gehts zum Nationalpark Los Flamencos - das ist echt stark.

Die Lagunen heißen mystisch Miñiques und Miscanti - typisch

Für dieses schöne Reiseland, das wir durchfahren Hand in Hand.

Dann später gehn wir in den Ort San Pedro ist das rechte Wort

Wir feiern den heil'gen Abend mit Speis und Trank uns bestens Labend.

Dann sagen wir "gut Nacht" ganz heiter denn Morgen geht die Reise weiter.

25 Dez. 2011 • El Tatio Geysers - San Pedro De Atacama

El Tatio
Kuschellama

Fauna

Selten so einen schönen Weihnachtstag erlebt! Im Tausch gegen aufstehen um 4 Uhr bekamen wir heute: Rauchende, blubbernde Geysire vor grandioser, Schneebedeckter Bergkulisse bei Sonnenaufgang auf 4500 Meter Höhe. Auf der Rückfahrt durchs Altiplano waren z.B. Flamingos zu sehen und reichlich Vicuñas. Besondere Freundschaft schlossen wir mit einem zutraulichen Lama!

Und zum guten Schluss ließen wir es uns in der Puritama Therme gut gehen, einschließlich anschließendem leckeren Picknick, bei dem besonders der gute Rotwein großen Anklang fand.

26 Dez. 2011 • Valparaíso - San Pedro De Atacama

Reñaca Strand
Bunte Huegel

Von der Wüste zum Pazifik

"4h45 Abfahrt", lautete die Absprache nach der letzten Nacht in San Pedro. Nach der Fahrt zum Flughafen in Calama war die Sonne gerade aufgegangen und lies ein letztes Mal die Farben der Wüste leuchten. Nach einem ruhigen Flug setzten wir die Reise fort, wo uns Sergio im Empfang nahm. Durch die unterschiedlichen Cordilleren fuhren wir zunächst nach Viña del Mar, "dem St Tropez"Chiles, ans Meer. Nicht nur wohlhabende Menschen schätzen Strand und Promenade, auch Seelöwen, Kormorane und Pelikane sonnten sich auf einem nahen Felsen im Meer.

Höhepunkt des Tages war aber zweifellos die Stadtführung mit Virginia durch Valparaiso. Nicht nur die bunten Häuser und die Graffitis entzückten die Fotographen, wir haben auch viel über die vielfältigen Menschen gelernt, die die Stadt seit Jahrhunderten geprägt haben. Nach dem besten Pisco Sour (bis jetzt), erlebten wir zum Abschluss des Spazierganges die Fahrt mit einem der berühmtesten Aufzüge der Stadt. Nach dem exzellenten Abendessen in der Altstadt begann Celia das Briefing: "Morgen 4h45 Abfahrt" :-)

27 Dez. 2011 • Santorini - Valparaíso

Viña Undurraga
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Pazifik

Wir haben ausschlafen können! Dann sind wir über die Küstenroute am Pazifik nach Isla Negra gefahren (keine Insel, sondern ein Fischerdorf oder Ferienort). Dort steht eins der drei Häuser von Pablo Neruda. Sein Haus, das jetzige Museum ist mehr als schön. Es ist individuell von ihm selbst gestaltet und wohl auch gebaut worden und ist berührend und schön durch seine Handschrift. Es hat einen phantastischen Blick auf den Pazifik (jeder in der Gruppe wollte in dieses Haus einziehen!) und lebt durch seine Sammlungen von verschiedenen Dingen, die er im Haus präsentiert hat: Gallionsfiguren von Schiffen, bunte Gläser, Holzskulpturen und Masken von den Osterinseln, aus Afrika oder aus Asien, und Muscheln, Muscheln, Muscheln. Der Ausblick vom Schlafzimmer ist nicht zu toppen.

Danach haben wir ganz leckere Empanadas im Café gegenüber gegessen - für einen Pisco Sour war es dann doch noch zu früh. Ja, aber dann kam doch der Alkohol. Nach einer Führung durch ein Weingut konnten wir drei unterschiedliche Weinsorten verkosten, die uns allen sehr geschmeckt haben. Wie wir das uns geschenkte große Weinglas heil nach Hause bringen sollen, ist noch nicht ganz geklärt.

28 Dez. 2011 • Santiago - Santiago de Chile

13 Flagen
Stadtzentrum

Ein freier Tag mit tollen Tips

Kaum zu glauben, wir haben einen ganzen!! Tag frei. Mit vielen Tipps von Celia versorgt, waren wir hierfür gut gerüstet. Eine ganz tolle Empfehlung war der Besuch des Pueblito de los Dominicos, das sehr einfach mit der superschnellen Metro zu erreichen war. In dem kleinen Dorf waren Kunsthandwerker aller Couleur zu Gange. Es gab viel Schmuck insbesondere Lapislazuli, Kleidung, Taschen, Keramik, kunsthandwerkliche Sachen - alles auf hohem handwerklichen Niveau. Der Besuch war wirklich sehr lohnenswert, aber: eine weitere Tasche für die Rückreise wäre jetzt schon nötig.

Natürlich sind wir auch nochmal die bereits bekannten Wege abgelaufen und haben in der Markthalle (im gleichen Lokal!!) zu Mittag gegessen. Leider ist das Museo de Arte Precolombino für die nächsten zwei Jahre geschlossen und auch das Stadtmuseum hatte nicht offen. Aber wir haben den Cerro Santo Lucia besucht und den Aufstieg in der heißen Mittagssonne gewagt. Am Abend haben wir einen weiteren Tipp von Celia befolgt und waren an der Plaza del Mulato Gil de Castro toll essen.

Ja, und falls wir das noch nicht erwähnt haben: in Santiago hatten wir ein absolut schönes, sehr zentrales Hotel. GEN (go green) das erste Öko-Hotel in Santiago. Sehr schöne großzügige Zimmer mit einem separaten Wohnraum mit Küchenecke; und dass wir am Abend vor der anstehenden Nachtbusfahrt nach Pucon nochmals ein großes Apartment bekamen (weil wir eine kleine 5er Gruppe sind) und dort duschen durften, war wirklich sehr, sehr nett.

29 Dez. 2011 • Pucón

Vukanenhoehlen vom Villarica
Fuchsia blume

Vulkanhöhlen

Kurz vor Zehn kamen wir heute im Süden an. Nachdem wir uns frisch machten ging es zu dem Vulkan Villarica um seine Höhlen zu besuchen. Wir kriegen gleich unglaublichen Respekt vor diesem Giganten! Das Wetter ist kaum zu fassen! So warm und heiß, ob unsere Sonnencreme genügen wird? Nach einer kleinen Tour mit German, wo wir mehr über Bäume, Blumen und Vögel erfuhren, kriegten wir sexy Helme an - jetzt gings zu den Höhlen runter; UPSSS was für einen Unterschied, recht kühl und angenehm ist's hier.

Fasziniert von der Landschaft und der Sicht auf den Villarica See, fuhren wir zurück ins naheliegende Pucon um den Abend ausklingen zu lassen. Wir probierten echte frische Forelle der Region.

30 Dez. 2011 • Pucón

Parque Huerquehue
Eideckse

Vulkanbesteigung und Rutschpartie

Heute hat sich eine Dreier-Gruppe zusammengefunden für die Besteigung des noch aktiven Vulkans Villarica. Um 6.00 treffen sich Christa, Josefine und Lothar beim Frühstück, lecker zubereitet von Edith (Schwiegermutter von German). Rührei, Fruchtsalat, Joghurt, Grapefruit-Saft, warme Brötchen und Kaffee aus einer alten italienischen Espresso-Maschine? Um 6.45 fährt uns unserer Wirt ins Tourbüro und wir werden mit wetterfester Kleidung Gamaschen, Rutschhose, Bergschuhen, Steigeisen, Pickel und Helm ausgestattet.

Unsere lokalen Guides sind Leo und seine Assistentin Grace. Wir fahren ca. 30 min den Villarica hinauf zur Talstation des höchstgelegenen Lifts im Skigebiet Pucon bis auf 1850m Höhe. Danach geht es direkt hinaus auf den Schnee, der glücklicherweise sehr festgetreten ist. Der Pfad ist viel begangen und man tritt in die Fußstapfen der "Vorgänger" wie auf einer Treppe. Der Aufstieg ist jedenfalls für uns ältere Semester durchaus anspruchsvoll, während den Jüngeren/Fitteren noch Luft zum Quatschen bleibt. Wir machen ca. alle 200 Höhenmeter eine Pause. Es ist sonnig, aber es geht ein frischer Wind.

Nach knapp 5 Stunden haben wir es geschafft und schauen aus 2840 m auf einen gigantischen Krater mit ca. 1 km Durchmesser, in dem am Nordostrand ein Schlund mit 400 m 0/ in die Tiefe geht. Flüssige Lava sieht man nicht vom Kraterrand aus, die soll erst weitere 150 m tiefer kommen. Es steigt aber übelriechender Rauch aus dem Schlund auf, der in den Augen beißt und einem den Atem verschlägt (Schwefel?).

Nach einer starken halben Stunde machen wir uns fertig zum Abstieg und ziehen sämtliche Kleidung aus dem Rucksack an inkl. Rutschhose und Gamaschen. Zuerst geht es über Geröll, aber dann proben wir schon das Schlittenfahren auf dem Allerwertesten mit dem Eispickel als Bremshilfe. So kommen wir in ca, 2 Std vom Gipfel zur Talstation des Liftes, mit dem wir hochgefahren sind. An der Talstation fahren wir in unsere Unterkunft zurück. Jetzt duschen und dann ein kühles Bier! Unsere liebe Reiseleiterin Celia bereitet uns ein Picknick im Garten des Hostels mit Guacamole und einem guten Rotwein. Das ist der krönende Abschluss eines unvergesslichen Tages!

31 Dez. 2011 • Pucón

Wolle aus Chile
Ein Frohes Neues Jahr

Feliz nuevo añooo!

Heute hat unsere kleine Gruppe den Tag mit German geplant: Josefine und Lothar sind zum Mapuche Dorf Currarehue gefahren, um mehr über unsere Uhreinwohner zu erfahren, hier probierten sie Spezialitäten der Mapuches, wie Pinienkerne der Araucaria. Helge, Karin und Christa stiegen aufs Pferd und haben die Gegend erkundet.

Alle trafen sich um 20h wieder um ein tolles Neujahrsessen zu teilen. German und Familie haben ein Lammbarbecue vorbereitet, mit tollen Salaten und einen guten Pebre. Zum Anstoßen haben wir den hervorragenden Erdbeerpunsch probiert. Nun war es schon so weit: 2012 stand vor der Tür!!!

Mit hunderten von Chilenen liefen wir zum Villarica See um uns dort das Feuerwerk anzuschauen, pünktlich haben wir den Strand erreicht: Feliz año nuevoooooooo!!! Wie Kleinkinder standen wir unter dem so schönen Feuerwerk und freuten uns in Chile ein neues Jahr anzufangen.

01 Jan. 2012 • Puerto Varas - Pucón

Los Saltos de Petrohue
Vulkan Osorno

Müdeeeeeeeeee

Sehr früh mussten wir heute aufstehen um unseren Bus nach Puerto Varas zu nehmen. Obwohl alle eine sehr kurze Nacht hinter sich hatten, bereitete Edith ein super Früstück vor, und der Kaffee war heute echt willkommen! Nun fuhren wir durch schöne Landschaften, und durch die Region der Kühe (hier kommt der meiste Käse Chiles her), und da heute Feiertag und Sonntag war, lud der Bus immer wieder viele Familien in Bus ein und wieder aus - auf dem Land die einzige Möglichkeit weiterzukommen wenn man kein Auto hat.

In Puerto Varas angekommen, gings nun mit Busfahrer Lysam zu den Saltos Petrohue. Das Wetter war einfach super! So sahen wir viele Menschen im Llanquihuesee baden. Der Vulkan Osorno zeigte sich von seiner besten Seite, und war DAS Fotomotiv von den Wasserfällen Petrohue und der ganzen Strecke. Wir hatten sogar die Möglichkeit die Aschewolke des Vulkans Cordon-Caulle (bekannter unter Puyehue), der gerade in ganz Südamerika für Probleme sorgt, zu sichten!

Sehr müde kamen wir recht spät nach Puerto Varas zurück. Einige gingen direkt ins Bett, andere gingen noch etwas essen.

02 Jan. 2012 • Puerto Varas - Castro

Kirche Puerto Varas
Asado Patagonico bei Loreto

Nach Nordpatagonien

Nach einem guten Frühstück hatten wir Zeit Puerto Varas selbst zu erkunden und die letzten Einkäufe für die Carretera Austral zu erledigen. Der Flug nach Balmaceda war sehr kurz, vollgepackt, fuhren wir nach Villa Cerro Castillo mit Fahrer Hugo los. Bei Mary angekommen waren wir nicht die einzigen Gäste! So ungefähr 16 Schweizer Radfahrer (und ihre drei Busfahrer) waren hier weil sie die Carretera Austral mit dem Rad besuchen wollen. Nun war das Haus recht voll.

Zu Abendessen gingen wir zu Loreto und ihrer Familie. Sie hatten schöne Salate und ein Lamm aufs Spieß vorbereitet, genau so, wie man es hier in Patagonien isst. Ihr süßer vierjähriger Sohn Julian rannte hinter den Schafen und Ziegen her, weil er schon in seinen frühen Jahren lernen wird wie man sie fängt: so wird er schnell ein echter Gaucho werden!

Sehr früh gingen alle ins Bett. Am nächsten Tag waren das Frühstück und das Reiten früh angekündigt.

03 Jan. 2012 • Villa Cerro Castillo - Puerto Guadal

Sicht der Tehuelches
Marmorhoehlen

Carretera Austral

Trotz vielen Gästen bemühte sich Mary sehr ein tolles großes Frühstück pünktlich 6:50 Uhr zu servieren, immerhin waren wir mindestens 25, die heute Morgen abfahren. Es gab frisches hausgemachtes Brot, Kuchen, Schinken und Käse, fast ein Sonntagsbrunch!!!

Nachdem wir uns von ihr verabschiedeten, fuhren wir zu Loreto, wo uns ihr Mann Claudio mit den Pferden schon erwartete. Sehr staubig war es, weil es zur Zeit in Patagonien seit mehreren Wochen nicht geregnet hat. Es ist für die Gegend recht ungewöhnlich. Nach einem Besuch der Felsenmalereien der tehuelches, fuhren wir auf der Carretera Austral: jede Ecke bietet einen anderen Besichtigungspunkt!

Am See General Carrera angekommen, änderten wir unser Transportmittel und fuhren mit einem kleinen Boot zu den Marmorhöhlen: einfach schööön! Die verschiedenen Farben des Marmors und der türkisblaue See waren paradiesisch, und echt erfrischend!

Gegen 19h kamen wir im Mallin Colorado an. Mit einem guten Essen und einem chilenischen Wein ging der Abend angenehm zu Ende.

04 Jan. 2012 • Puerto Guadal

Mallin Colorado Ecolodge
General Carrera See

Wanderung zum Mirador

Heute haben wir uns eine mittelschwere Wanderung zur Laguna Mallin und weiter zu einem schönen Aussichtspunkt für den Lago Bertrand vorgenommen. Gestärkt vom Frühstück und geführt von Felipe und von ihm mit Mückenschutz (nutzlos!!!!) versehen, machen wir uns auf den Weg. Die sogenannten Pferdefliegen waren in der Hitze jedoch eine wirkliche Qual, so dass unsere Reiseleiterin Celia die Segel streckte. Belohnt wurden wir jedoch mit spektakulären Ausblicken auf den in allen Blau- und Grüntönen schillernden Lago General Carrera und den Lago Bertrand sowie die zahlreich vorhandenen schneebedeckten Berge und Gletscher. Eine wunderschöne, auch etwas anstrengende Tour.

Nach der Rückkehr hatten einige von uns tatsächlich noch etwas anderes als Ausruhen und Lesen im Kopf: ein Bad im etwa 12 Grad kalten, aber sehr erfrischenden Lago General Carrera. Das -bestimmt wieder sehr leckere- Abendessen haben wir uns jedenfalls redlich verdient.

05 Jan. 2012 • Puerto Guadal

zurueck in die Civilisation
Parrillada

Zurück in die Zivilisation

Heute fahren wir auf der Carretera Austral zurück nach Coyhaique. Eine anstrengende Fahrt mit ca. 200 km, davon etwa 100 km auf Schotterpiste steht uns bevor. Aber unser Fahrer Hugo meistert das ganze wunderbar. Und die Picknickpausen und Fotostopps tragen dazu bei, dass uns die Fahrtzeit nicht zu lang wird. Wieder sehen wir den herrlichen See in seinen Blau- und Grüntönen schillern sowie die umliegenden Berge und Gletscher. Die Landschaft ist beeindruckend, auch in ihrer Einsamkeit. Kaum Gehöfte geschweige denn Dörfer sind zu sehen. Nur Flüsse, Berge, Wind, Büsche und Berge. Heute ist es erstmals auch etwas bewölkt und Wind kam auf. Der vertrieb dann auch die lästigen Pferdefliegen.

Am Nachmittag kamen wir in Coyhaique an und konnten uns ausruhen, lesen, in die Stadt gehen, Internetcafes besuchen, was auch immer. Wir haben hier auch Gelegenheit zum Einkaufen und zum lecker Essen gehen am Abend.

Leider gab, und gibt es einen sehr großen Brand im NP Torres del Paine. Eine Katastrophe, sowohl für die Flora, Fauna und Natur, aber auch für die Menschen die in dieser Region leben. Zuerst geschlossen und alle evakuiert, haben die Behörden entschlossen einige Teile des Parks wieder zu öffnen.

Nun warten wir fieberhaft was mit unserem Grüppchen passieren wird. Werden wir oder werden wir nicht dieses Wunder der Natur sehen können? Und Teil der Zeugen sein, und den Lokalen mit unserer Anwesenheit unterstützen können?!

06 Jan. 2012 • Punta Arenas - Coyhaique

El ovejero
1850km von Santiago

Geschafft!!!

Coyhaique verlassen wir und bleiben doch nicht länger hier

Obwohl das Spucken des Vulkanes für Wirren sorgt betreff Flugplanes.

Die Reise geht nach Süden weiter, gen Punta Arenas das stimmt uns heiter

Das Durcheinander ist uns Schnuppe, wir sind nun mal 'ne gute Truppe.

Erfolgreich kommen wir zum Ziel Dank Celias Einsatz ein Kinderspiel.

Ihre Nerven sind wie Stahl, das eine und das andere Mal.

Der Tag war aufregend und schön, Morgen wird es wieder gehn!

Von Josefine

07 Jan. 2012 • Puerto Natales - Punta Arenas

Die Damen und ihre Wollmuetzen
Friedhof von Punta Arenas

Untypisches Wetter in Pta Arenas

Nach einem herrlichen Sonnenuntergang bei wolkenlosem Himmel und Windstille wachen wir heute bei typischem Punta-Arenas-Wetter mit bedecktem Himmel und ordentlichem Wind auf, es gibt ein gutes Frühstück in unserem schönen Hostal Oro Fueguino. Danach geht es auf Stadttour, erst Übersicht über die 1848 gegründete Stadt und dem Hafen vom Mirador aus, dann zur Plaza de Armas, die von imposanten Bauten aus der Zeit Anfang 20 JH umgeben ist. Insbesondere der Palast der Sara Braun fällt auf, eine der wichtigsten Personen der Gesellschaft von Pta Arenas.

Auf der Plaza probieren wir an den Buden der Kunsthandwerker diverse Mützen aus Schaffell etc. aus. Danach geht es zum Zentralfriedhof, wo die wohlhabenden Bürger der Stadt wahre Mausoleen für ihre Verstorbenen errichtet haben, zwischen Alleen von perfekt getrimmten Zypressen. Nach eine Stärkung im originellen Sandwichrestaurant Lomit's nehmen wir den Bus nach Puerto Natales. Schon bald sehen wir Nandus in der chilenischen Pampa neben vielen Schafen und Rindern. Nach drei Stunden Pampa gelangen wir an unser Ziel, im Hintergrund jetzt Seen und schneebedeckte Berge. Wir lassen den Abend in einem netten Restaurant bei lokalen Köstlichkeiten ausklingen.

08 Jan. 2012 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Torres del Paine: Offennnn
Refugio El Chileno

Kleines Wunder

Dass wir an diesem Tag in die Torres del Paine aufbrechen können, ist eigentlich ein kleines Wunder, denn ein riesiger Teil des Nationalparks war vor wenigen Tagen in Brand geraten. Dank der hervorragenden Organisation von Viventura und seinen Helfern vor Ort konnten wir statt des Grey Gletschers einen anderen Höhepunkt des Naturschutzgebietes ansteuern: die berühmten "Türme" in Norden!

So begann der Tag damit, sich Gedanken über den Inhalt des Wanderrucksacks zu machen und ihn zu packen. Anschließend kauften alle noch etwas Proviant ein, und dann ging die Fahrt los. Am Hotel "Las Torres" war die Busfahrt zu Ende, und der erste Abschnitt der Wanderung begann. Wir wollten bis zum Abend das "Campamento Chileno" erreichen. Wir hatten Glück, dass die ganze Gruppe in einen Raum einquartiert wurde, und nachdem wir uns eingerichtet hatten, konnten wir ein richtig leckeres warmes Abendessen genießen. Mit ein paar Gläschen Wein klang der Tag gemütlich aus.

09 Jan. 2012 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Morgendaemerung
Sehr junge Guanacos

Im Frühtau zu Berge wir ziehn

3:40 Uhr: der Wecker klingelt. Schlaftrunken und vorfreudig klettern wir aus den Betten, schalten die Taschenlampen ein und machen uns nach einer Katzenwäsche auf den Weg durch den stockdunklen Wald. Stetig geht es bergauf und irgendwann geht hinter uns die Sonne auf. Sie setzt die umliegenden Berge in rot-goldene Flammen _ toll! Richtig anstrengend wird es, als wir nach knapp 2 Stunden ein ausgedehntes Geröllfeld erreichen. Ohne Klettern (und ein bisschen Fluchen) geht hier gar nichts.

Aber der Mühe Lohn ist: um die letzte Kehre biegen und da stehen die Torres in voller Sonne! Was sind wir wieder für Glückskinder! Nach etlichen Fotos machen wir uns an den Abstieg. Der ist durchaus nicht leichter als der Aufstieg. Insbesondere das Geröll macht der Autorin dieser Zeilen zu schaffen. Doch schließlich ist auch das geschafft und das Frühstück in unserer Unterkunft ist einfach lecker. Danach ist noch eine gute Stunde Abstieg zum 'Basislager' zu schaffen, wo unser Bus schon auf uns wartet. Anstrengend wars - aber es hat sich gelohnt.

10 Jan. 2012 • Puerto Natales - Punta Arenas

Magallanes Schiff
Magelan Pinguin mit Kuecken

Letzter Einblick in die Tierwelt

Heute sind wir mit dem öffentlichen Bus zurück nach Punta Arenas gefahren. Um 14:30 Uhr ging es vom Hotel dann zur Pinguin Kolonie Seno Ottway. Auf der Strecke hielten wir kurz bei der Replik des Schiffes von Magellan an. Unglaublich dass er mit diesem kleinen Schiff um die Welt gesegelt ist!

Heute haben wir zum ersten Mal auf dieser Reise alle Jacken an, die wir im Koffer mit hatten, der Wind ist sehr stark und begleitet uns zu den Pinguinen. In der Kolonie angekommen, laufen wir auf einen kleinen Weg der durch die Steppe führt: herrlich! Es gibt so viele kleine mit ihren Müttern, und zur Zeit wechseln sie ihre Federn und werden erwachsen! Einfach süß!

Unseren letzten Abend verbringen wir gemeinsam im Restaurant La Marmita, und einige tapfere probierten sogar Guanaco! Prost auf unsere tolle Reise!

11 Jan. 2012 • Frankfurt - Hamburg

Wir kommen wiederrrr
Zurueck nach Deutschland

Zurück nach Hause

Wir sind heute um 03:00 Uhr aufgestanden um unseren Flieger nach Santiago zu nehmen. Um 5:25 Uhr flogen wir pünktlich ab. In Santiago hieß es schon Abschied nehmen, da Lothar und Josefine noch einige Tage hier in Santiago bleiben, und danach zur Osterinsel fliegen.

Karin, Helge und Christa haben noch einige Stunden vor sich bevor der Flieger sie nach Madrid nimmt. Nach so einer schönen Reise umarmen wir uns, und können es gar nicht glauben, dass die Reise sooo schnell vorbei gegangen ist..

Bis bald, wir müssen schließlich per Mail noch einige Chilenische Rezepte tauschen!