Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

12 Jan. 2012 • Frankfurt - Buenos Aires

Obelisk auf der Avenida 9 de Julio
Bienvenidos en la Argentina!

Zusammentreffen in Buenos Aires

Heute ist es soweit: aus mehreren Richtungen machen sich alle auf den Weg nach Buenos Aires: aus Europa kommen am späten Abend Doris, Sabine, Waltraud, Katrin, Sonja, Lena, Monique, Dagmar und unsere Quotenmänner Klaus und Günther am Flughafen Ezeiza an und werden von Reiseleiterin Heike empfangen. Am Mittag waren schon Yvonne (schon einen Tag vorher) und Anja aus Iguazu eingetroffen und hatten schon mit Heike ein wenig die Stadt erlaufen und mit einem Eis die sommerliche Hitze abgekühlt. Da es schon sehr spät war als alle im Hotel zusammengetroffen waren, ging es für die meisten erst einmal schlafen. Nur vier Verwegene ließen sich noch auf ein kühles blondes Bier um´s Eck ein. Bienvenidos y buenas noches!

13 Jan. 2012 • Buenos Aires

Folklore in La Boca
farbenfroher Caminito

Citytour zu Fuß, per Bus und Taxi

Am Morgen trafen wir nach einem leckeren Frühstück und den ersten Informationen über den gesamten Reiseverlauf auf Christian, der für heute unser Guide des Tages sein würde. Zu Fuß gingen wir über die Einkaufsstraße Florida zur sogenannten breitesten Straße der Welt, der 9 de Julio, über die Plaza Lavalle zum Obelisken und weiter zur Plaza de Mayo. Und weiter ging es über den von den Jesuiten geprägten Teil " Manzana de las Luces" nach San Telmo zu unserem ersehnten Mittagessen.

Auf dem Weg erhielten wir Unmengen an interessanten Informationen zu Geschichte, Kultur und Anekdoten aus, um und über Argentinien. Da kam zwischendrin eine Stärkung zum richtigen Zeitpunkt. Wer wollte durfte das erste argentinische Steak genießen bei Wein, Bier oder auch Wasser. Danach fuhren wir im Taxi weiter nach La Boca und lernten den Caminito und einige sogar das Fußballstadion "La Bombonera" näher kennen. Den weiteren Abend konnte jeder verbringen wie er Lust und Laune hatte.

14 Jan. 2012 • Buenos Aires

Kayak im Tigre Delta
Paddelsalat!

Kayak, Wein, Weib und Gesang

Am Morgen wurden wir nach dem Frühstück von unserem Fahrer Angel abgeholt und ins Tigre Delta gefahren. Das Flussdelta befindet sich ca 30km nördlich von Buenos Aires und ist ein beliebtes Ausflugsziel am Wochenende für die porteños, den Einwohnern von Buenos Aires. Dem wollten wir gleich tun und ließen uns nach einer kurzen Einweisung durch Rodrigo und Augustin auf eine Kayaktour ein durch einen Teil des Deltas. Vorbei ging es an z.T. schmucken Häusern auf Pfählen über kleine und kleinste Kanäle, gesäumt von Weiden, Zypressen und Eukalyptusbäumen bis zu unserem ersten Pausenziel: dem Haus von Augustin. Dort gab es etwas zu trinken und leckeren selbstgemachten Kuchen. Wir fanden heraus, dass Kaffee im Teebeutel gar nicht mal schlecht schmeckt!

Am Ende unserer zweiten Paddeletappe landeten wir auf einer Freizeitinsel. Dort waren die Einheimischen schon fleißig dabei ihr Asado vorzubereiten, d.h. die Kohle für den Grill war angezündet worden und z.T. lagen die Fleischberge auch schon bereit. So lässt sich ein Samstag auch verbringen. Wir verstreuten uns auf der Insel unter mehr oder weniger schattige Plätzchen und ließen Gott einen lieben Mann sein.

Am Nachmittag fuhren wir mit einem der typischen Boote zurück zur Bootsanlegestelle in Tigre und trafen uns mit… hoppla… einem anderen Fahrer, Juan. Der brachte uns aber auch lustig und sicher ins Hotel nach Buenos Aires, wo wir noch genügend Zeit hatten, um uns frisch zu machen für unsere Cena (Abendessen) y Tango. Zu Fuß gingen wir ins Piazzola-Tango einem schönen ehemaligen Theater wo wir vor der Show zu Abend aßen. Die Show war beeindruckend, nur singen konnten wir leider nicht mit. Die Texte gilt es noch zu üben. Beeindruckend war aber auch die Klimaanlage am Ort, mussten wir uns z.T. richtig vermummen. Ein schöner Tag geht zu Ende.

Morgen ziehen wir weiter: es geht endlich nach Patagonien. Es bleibt aber auch spannend, wissen wir noch nicht ob wir direkt nach Bariloche fliegen oder über Neuquen. Aber macht nix, wir sind im Urlaub und flexibel! Hauptsache, wir haben Spaß!

15 Jan. 2012 • Bariloche - Buenos Aires

esrtes Gruppenbild
Assistent Herr Strudel bei der Arbeit

Patagonien, wir kommen!

Da wir am Morgen noch immer nicht sicher sind auf welchem Wege wir genau nach Bariloche kommen, gehen wir es gelassen an und nutzen den freien Morgen entweder fürs Ausschlafen oder für einen Besuch des Marktes in San Telmo. Um 13 Uhr fahren wir zum nationalen Flughafen. Und siehe da wir fliegen direkt nach Bariloche!!! D.h. wir werden schon gegen 19 Uhr im Hotel sein und können noch gemeinsam essen gehen. Gesagt, getan. Mit halbstündiger Verspätung heben wir ab und kommen oh Wunder vor der ursprünglich angegebenen Zeit an. In Argentinien ist eben alles möglich! Fede und Alejandro holen uns vom Flughafen ab und es geht ein kleines bisschen durch die patagonische Steppe hinein nach Bariloche, der Schweiz Argentiniens. Im Hotel verteilen wir uns nur schnell auf die Zimmer, denn wir möchten noch vor dem Essen für unser Picknick morgen einkaufen. Das Abendessen wird für so manchen ein echtes regionales Erlebnis: Von der Lachsforelle bis zum Wildschwein schmeckt es lecker! Und wieder bleiben am Ende ein paar übrig für ein letztes Glas Wein oder Bier vor dem Zubettgehen.

16 Jan. 2012 • Bariloche

Asche ueber Teufelsschlucht
Wandern im NP Nahuel Huapi

Nationalpark Nahuel Huapi

Um 9 Uhr stehen Fede unser Guide und Walter, unser Fahrer, bereit. Und wir ebenso. Frisch vom Bäcker gekommen, sozusagen. Auf geht es in den Nationalpark Nahuel Huapi begleitet von Fedes ausführlichen Informationen zu Geschichte der Region, Gletscherkunde und und und. Im Nationalpark machen wir zunächst eine kleine Wanderung zu Kaskaden und danach eine Mittagspause an einem idyllischen Steg um Ufer des Mascardi-Sees. Der zweite Teil führt uns nach Pampa Linda, zum schwarzen Gletscher und an die Basis des Tronadors sowie zur Teufelsschlucht. Begleitet werden wir von Asche und Glück, denn beinahe immer zum rechten Zeitpunkt lichtet sich der feine Aschenebel und gibt den Blick frei auf den Gletscher und den Gipfel des Tronadors. Bevor es nach Bariloche zurückgeht kehren wir erst noch einmal zu Bier und Kuchen in die Cafeteria vor Ort ein. So lässt es sich leben! Auf dem Rückweg lassen wir uns beschallen von Fedes Musik: Leon Gieco z.B. Bei freiem Abend scheren alle aus zum Essen.

17 Jan. 2012 • Bariloche

Aussicht vom Campanario
patagonischer Wald mit Colihue

Circuito Chico

Um 8.30 Uhr wurden wir von Walter, unserem schon bekannten Fahrer, und Ricardo unserem Guide des Tages abgeholt, um den sogenannten Circuito Chico zu erleben, d.h. wir machen uns auf, die Umgebung von Bariloche zu erleben. Zunächst einmal müssen wir einen um diese Zeit geöffneten Supermarkt finden, was uns auch gelingt. Ausgestattet mit einem Picknick fahren wir weiter durch Bariloche zum Cerro Campanario, wo wir uns fröhlich in der Schlange zum Sessellift einreihen, um oben eine wunderbare Aussicht auf Bariloche und Umgebung zu genießen. Das Wetter spielt zum Glück mit und ebenso der Wind, so dass der Aschenebel aus Chile zwar sichtbar ist aber dennoch einen Ausblick zulässt.

Weiter geht es zu unserem Spaziergang durch den patagonischen Wald und Picknick am See. Wir befinden uns in einem uns etwas fremden Wald, ist doch überall neben Nothofagusarten abgestorbener Bambus zu sehen. Im letzten Jahr hatte er hier geblüht, was er wohl nach ca 70 Jahren tut und dann stirbt. Außerdem sehen wir einen Arrayan-Wald, mit einzelnen Bäumen von ca 230 Jahren.

Nach unserem Spaziergang eilen wir zurück zu unserem Wagen, vier von uns haben schließlich noch eine Verabredung sei es mit Fede und einem Kayak oder mit einem Pferd. Nach dem wir die Glücklichen Vier abgegeben haben, fahren wir weiter und suchen noch nach geeigneter Stelle um das Malbec-Team "auszusetzen". Die drei Waltraut, Doris und Monique wollen nämlich noch etwas wandern. Und das sollen sie!

Der Rest fährt nach Bariloche zurück und darf Wetter, Schokolade und Eis und eine Dusche genießen. Die Zeit erlaubt es auch, endlich Postkarten zu schreiben. Am Abend gehen einige einer Restaurant-Empfehlung unseres Guides Ricardo nach. Mal sehen was der Abend so noch bringt.

18 Jan. 2012 • Puerto Varas - Bariloche

:-)
bei den Saltos de Petrohue

Über die Anden nach Chile

Wir ziehen heute weiter und verabschieden uns gleichzeitig für eine Weile von Argentinien. Carlin holt uns um 7.30 Uhr ab im Hotel und los geht es durch einen Teil der patagonischen Steppe Richtung Anden mit dem faszinierenden Wechsel der Vegetation je näher wir den Anden und Chile kommen. Aber nicht nur die Vegetation ändert sich, auch spüren und sehen wir die Auswirkungen der Vulkankette Cordon de Caulle und dem Vulkan Puyehue: überall Asche und dort wo es letztes Jahr im Juni besonders schlimm war auch eine gespenstische Landschaft durch mehr kahle Nothofagusbäume mit daran herunterhängenden Flechten. Bei schönstem Wetter können wir auch den Puyehue mit dazugehöriger Aschewolke bestaunen. Die Grenzformalitäten sind dank des Charmes unseres Fahrers erstaunlich schnell erledigt und wir können weiterdüsen.

Ziel ist der älteste Nationalpark Südamerikas: der NP Vicente Perez Rosales und die Saltos de Petrohue, wo wir von den ortsansässigen Bremsen bald gefressen werden. Deswegen fahren wir zum "Allerheiligensee", der schon 1676 vom Jesuitenpriester Mascardi entdeckt wurde. Da das Wetter und die Farbe des Sees nahezu dazu einladen, mieten wir uns einen Kutter samt Kapitän und schippern über den See mit herrlicher Aussicht auf die Umgebung.

Als sich der Osorno bedeckt, sind wir wir runter vom Wasser und bereit nach Puerto Varas zu fahren nach einem langen Tag. Dort verteilen wir unsere Koffer auf die Zimmer und gehen auf einen ersten Orientierungsspaziergang und zum Geld holen durch das Städtchen. Um 20.30 Uhr treffen wir uns alle wieder auf einen leckeren Lachs und seine vegetarischen Alternativen. Gutes Nächtle!

19 Jan. 2012 • Puerto Varas

Vulkan Osorno
schwarzwaelder Marienkirche in Chile

Verstreut in alle Winde

Heute haben alle einen freien Tag und können ihn nach Lust und Laune begehen. Die ersten drei sind Lena, Katrin und Sonja. Sie fahren zur Pinguinkolonie auf der Insel Chiloe. Günther fährt mit Yvonne, Sabine, Doris, Waltraut und Monique per öffentlichem Bus nach Petrohue und sie werden am Osorno wandern. Dagmar und Klaus wollen sich Fahrräder ausleihen und Schwimmzeug mit einpacken. Anja und Heike bleiben vor Ort und halten die Stellung. Habt Spaß und berichtet wie es Euch ergangen ist!

Morgen geht es auf die Navimag für vier Tage und wir verabschieden uns. Sobald wir wieder in der Internet-Zivilisation sind, melden wir uns und dann gibt es auch wieder Fotos. Anja und Yvonne fliegen morgen nach Punta Arenas und wir treffen alle wieder zusammen in Puerto Natales! Bis bald, liebe Lesenden und Daheimgebliebenen.

20 Jan. 2012 • Puerto Varas

Happy Birthday, Waltraud!
Aussicht von der Navimag

Auf die Navimag oder nach Punta Arenas

Heute heißt es Abschied nehmen: von Anja und Yvonne, die nach Punta Arenas fliegen und dem festen Boden unter den Füßen. Aber bevor wir uns zum Hafen Angelmo begeben, müssen wir noch feiern, denn unsere Waltraud hat Geburtstag! Mit Torte und Champagner beginnen wir unser Frühstück standesgemäß. Dann müssen wir auch schon los. Yvonne und Anja haben noch etwas mehr Zeit, bevor es für sie zum Flughafen geht. Wir fahren direkt an den Hafen in Puerto Montt und checken ein mit unserem Gepäck. Dann bleiben uns noch ca. 2,5 Stunden um uns den Hafen und seine Stände mit Fisch, Meeresfrüchten, Obst und Gemüse aber auch Souvenirs und Wollartikeln näher anzuschauen und den ein oder anderen chilenischen Peso unter die Leute zu bringen. Uns bis dato noch unbekannte Früchte probieren wir natürlich auch! Habe ich schon erwähnt, dass uns mal wieder die Sonne begleitet?

Endlich geht es auf das Fährschiff! Brav stellen wir uns in Reih und Glied auf und besteigen den entsprechenden Bus, der uns an die Fähre heranbringt. Über die hintere Rampe besteigen wir das Schiff und gehen auf die Suche nach unseren Kabinen. Verabredet sind wir um 16 Uhr zum Anstoßen auf unser Ablegen, welches dann aber doch noch etwas zeitlich verzögert stattfindet. Gut gelaunt bei bestem Wetter legen wir los und werden an diesem Tag noch in den Golf von Ancud vorbei an der Insel Chiloe fahren und einen wunderschönen Sonnenuntergang mit dem ein oder anderen Foto festzuhalten versuchen.

Auf die erste Nacht auf See auf ungewohnt engem Raum sind wir gespannt. und vermissen schon unsere beiden Mitreisenden. So schnell kann es gehen :-)

21 Jan. 2012 • Patagonische Fjorde

Maedels on board
Licht- und Wolkenspiele

Wasser, Wein und Wale

Die erste Nacht haben wir hinter uns gebracht und leicht war es nicht für jeden, denn es kann schon verdammt eng sein. Nur unsere Katrin kann nix erschüttern, sie schläft was sie kann ;-)

Bei erneut schönstem Wetter beschäftigen uns heute zwei Dinge: die Gedanken an unsere individuelle Entscheidung heute Pille nehmen oder nicht zum einen. Denn am frühen Abend geht es hinaus auf den offenen Pazifik und dem Seegang stehen wir skeptisch gegenüber. Zum anderen sichten wir Wale! Und noch mehr Wale! So viele wie man sie schon lange nicht mehr gesehen hat.

Zum Abendessen finden wir uns alle gemeinsam wieder ein, ob mit oder ohne Pille, auf jeden Fall zu einem Glas Wein und weil's so schön ist machen wir noch ein wenig weiter in der Bar und dem Aufenthaltsraum ein Deck drüber. Wer wollte konnte sich auch noch einen Film ansehen: wahlweise Herzschmerz oder die Reise der Pinguine. Dann ging es schlafen!

22 Jan. 2012 • Patagonische Fjorde

Sabine in den Fjorden
Dagmar und Klaus

Gletscher, Wale und Eden auf Erden

Die letzte Nacht war etwas angenehmer verbracht worden und das war gut so, denn heute hatten wir viel vor. Unser kommunikationsfreudiger Kapitän brachte uns bei einer Versammlung auf den neuesten Stand: da wir bei Gegenwind und gedrosselter Geschwindigkeit über Nacht mehr als zwei Stunden verloren hatten veränderte sich unser Tagesprogramm: gegen 14 Uhr sollten wir in den Iceberg Fjord fahren und dort dem gleichnamigen Gletscher begegnen. Danach fuhren wir aus dem Fjord wieder hinaus und auf gewohntem Wege vorbei an dem Schiffswrack Leonidas bis nach Puerto Eden, an dem wir abends nach dem Essen sogar noch ausschiffen und ca. eine Stunde verbringen durften. Auch heute zeigten sich uns Wale, Delfine und ein Seehund ward gesehen.

Und weils so schön war legen wir noch einen drauf, denn heute ist auch noch Bingoabend mit anschließender Fiesta! Und obwohl wir nix gewonnen haben haben wir alle getanzt, getrunken und einfach nur Spaß gehabt.

23 Jan. 2012 • Puerto Natales - Patagonische Fjorde

Maedelsspass!
Teilgruppe

Wiedersehen in Puerto Natales

Spät sollte es heute werden: Erst gegen Abend sollten wir in Puerto Natales landen, so dass wir den ganzen Tag nutzen konnten, um die Landschaft zu genießen (auch wenn es doch tatsächlich mal etwas regnete!), zu packen, den Vortag zu hören, auszuruhen und zu genesen. Zuletzt standen wir mit gepackten Koffern und Taschen an der Reling und warteten bei kaltem Wind auf grünes Licht für unseren Abgang vom Schiff, da entdeckten wir entfernt am Ufer eine vertraute Bewegung. ANJA! Anja und Yvonne erwarteten uns schon am Hafen mit unserem Fahrer. Was für eine schöne Wiedersehensfreude.

Also Abschied von der Navimag-Crew und ab ins Hostal. Wir mussten ja schließlich noch schnell einkaufen gehen für die nächsten drei Tage und uns noch unsere Zelte ausleihen. Am Ende wurde noch gepackt und wer wollte ging noch eine Pizza essen. Ab morgen sind wir wieder für drei Tage auf uns gestellt und ohne Internet. Aber keine Sorge: wir werden Spaß haben und auf uns Achtgeben. Dagmar und Klaus dürfen derweil nach Punta Arenas. Bis bald und macht's gut! P.S. : Unser Maskottchen hat endlich einen Namen und wurde getauft: Darf ich vorstellen? Unser Schaf Vinito!

24 Jan. 2012 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Regeneration am See
Wasserstellen

Torres del Paine versus Punta Arenas

Und wieder heißt es Abschied nehmen. Am Morgen früh nach dem Frühstück trennen sich noch einmal unsere Wege: Dagmar und Klaus haben noch ein wenig Zeit bis sie mit dem öffentlichen Bus nach Punta Arenas fahren, um sich unter anderem die Pinguinkolonie am Seno Otway anzuschauen.

Der Rest der Truppe steht mit Sack und Pack bereit für das Abenteuer Nationalpark Torres del Paine. Aufgrund des Feuers, welches vor 4 Wochen hier begann zu wüten, können wir nicht die ursprüngliche Strecke gehen. Wir beginnen wo wir in zwei Tagen hoffentlich alle wieder wohlbehalten zusammentreffen werden: an der Hosteria Las Torres. Gut eingecremt und mit ungewohnt schwerem Gepäck starten wir unseren ersten Teil des Trekkings Richtung Refugio Los Cuernos in 11 km Entfernung bei wolkenlosem Himmel.

Es geht über Stock und Stein und am See Nordenskjoeld entlang zu den "Hörnern" des Paine Massivs, an deren Fuß sich unsere Übernachtung befindet. Am Nachmittag kommen wir müde an und suchen uns zunächst einmal eine Möglichkeit zur Übernachtung, d.h. die einen einen geeigneten Ort ums Zelt aufzuschlagen. Die anderen ihr Bett in der Hütte, jedoch oje. Da scheint es Probleme zu geben, denn zwei müssen kurzerhand auch noch ins Zelt. Aber sie nehmen es mit Fassung hin und so kommt Doris zu ihrer allerersten Zeltübernachtungserfahrung! Respekt!

Bei schönstem Wetter begeben sich die,die noch können ans Ufer des Sees, aber richtig baden mag keiner. Ist das Wasser doch sehr kalt. Nach dem Abendessen verschwinden alle in ihre Betten und Schlafsäcke, denn morgen ist ja auch noch ein (Wander-) Tag.

25 Jan. 2012 • Nationalpark Torres del Paine

Neneo-Wiese
Huerden zu ueberwinden

2. Trekkingtag

Da in unserer Gruppe seit ein paar Tagen wohl ein Magen-Darmvirus sein Unwesen treibt und schon ein paar von uns geschwächt hat, gehen wir erst gegen 9Uhr los, Günther ist schon mal vor, auch gestern hat er für uns schon nach Zeltplätzen Ausschau gehalten. Wir Mädels gehen nach, jeder in seinem Tempo und wir treffen uns zur Pause und an der Weggabelung zu unserem heutigen Quartier, dem Chileno. Das Wetter ist heute bewölkt bzw. es hat sogar etwas geregnet als wir losgingen. Und es stört keineswegs, denn so brat uns keine Sonne und der Aufstieg ist Anstrengung genug.

Aber nicht zu viel, denn nachdem wir bei unserer Hütte angekommen sind, alle in Windeseile die Zelte aufgebaut haben und zumindestens die Reservierungen in der Hütte bestätigt sind legen wir nochmal los. Und es sollte gelingen: alle waren wir oben bei den Torres! Danach wollten wir alle aber auch nur noch duschen, essen und schlafen. Gute Nacht!

26 Jan. 2012 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Wiedersehen beim Lamm Asado
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Trekking, letzter Tag

Am Morgen wollte es nur einer noch einmal richtig wissen: Günther stieg zum Sonnenaufgang zu den "Türmen" und wurde belohnt. Die anderen blieben in ihren Betten, auch wenn es nur wenig Schlaf gegeben hatte bei heftigem Wind und hartem Boden. Nach einem letzten Frühstück im Park gehen wir los und träumen schon von weichen Betten und warmen Dauerduschen. Auf unserem Weg zu unserem Treffpunkt mit unserem Fahrer beginnt es richtig an zu regnen und wir können uns noch einmal glücklich schätzen. Am Treffpunkt fackeln wir nicht lange, steigen ein und fahren los zu einer Estancia zu lecker Lamm und vegetarischer Alternative. Dort treffen wir auch schließlich auf Dagmar und Klaus. Endlich sind wir wieder vollzählig beisammen und können es feiern. Den freien Nachmittag können alle frei nutzen. Erst am Abend treffen wir uns auf einen Wein in unserem Hostal. Denn wir wollen früh schlafen. Morgen geht es ja wieder früh los. Wir kehren zurück nach Argentinien. Buenas noches!

27 Jan. 2012 • El Calafate - Puerto Natales

Sabine und Lena
Sonja in El Calafate

Zurück nach Argentinien

So, zum Frühstück waren wir alle pünktlich bereit, jedoch… es war kein Frühstück da! Die Hausherrin hatte verschlafen und so halfen wir kurzerhand nach. Dann ging es zum Abfahrtspunkt unseres Buses nach El Calafate. Durch die Weite der patagonischen Steppe fuhren wir 5-6 Stunden nach El Calafate am See Argentino. Dort angekommen sammelten wir uns nach Zimmervergabe wieder zügig und gingen durchs touristische Zentrum, um uns zu orientieren und schließlich bis zur Laguna Nimes zur Vogelbeobachtung auf dem 2,5km langen Rundgang. Allerdings machten die meisten noch einmal kehrt, um sich ihr Regenzeug aus dem Hostal zu holen. Denn dieses Mal sollten die Wetterprognosen Recht behalten. Aber es regnete nur sehr kurz. Am Abend trafen wir alle wieder zusammen im gewählten Restaurant, wo wir vom Lammeintopf bis Pizza alle gut aßen. Ein paar Unverwegene machten danach noch weiter und gingen auf einen Absacker noch in einen Pub.

28 Jan. 2012 • El Calafate - El Chalten

Smiley im Eis
:-)

Perito Moreno Gletscher

Heute fahren wir weiter nach El Chaltén, ins ernannte Trekkingparadies. Aber nicht ohne vorher einen Besuch beim Perito Moreno Gletscher zu machen. So steigen wir alle gespannt am Morgen in unseren privaten Transfer mit unserer Guidin Rocio und erfahren auf der Fahrt einiges über Vegetation der Region und Geschichte, bis wir endlich den ersten Blick auf seine Majestät werfen dürfen. Glück haben wir heute auch, denn das Wetter bleibt stabil, zumindestens solange wir am Gletscher sind. So können wir nicht nur die Bootsfahrt, sondern auch unseren Spaziergang entlang der Stege mit Picknick und prima Ausicht in vollen Zügen genießen. Zurück in El Calafate sammelten wir unser Gepäck ein und weiter ging es nach El Chalten. Doch je näher wir kamen, desto dunkler wurde die Wetterfront, bis dass wir kaum noch die Andenkette wahrnehmen konnten. Es begann in Strömen zu gießen. Und auch das gehört zu Patagonien. In El Chalten bezogen wir unsere Zimmer in zwei verschiedenen Hostals und gingen zusammen lecker essen: Doris machte sich sogar daran, ein 480gr Steak zu verdrücken! Wir gehen mit der Hoffnung schlafen, dass für unser Trekking morgen sich das Wetter wieder bessert, hatten wir doch bis jetzt so viel Glück gehabt.

29 Jan. 2012 • El Chalten

Monique auf dem Weg nach El Chaltén
Submarino und mehr in der Chocolateria ;-)

Trekkingtag am Fitz Roy

Unsere Hoffnungen gingen leider nicht in Erfüllung: Der Himmel ist grau und vom Berg Fitz Roy ist nicht mal eine Spur zu erahnen. Aber es regnet nicht und das ist schon mal was. Also setzen wir uns in unseren Wagen und fahren 17km weiter entlang des Río de las Vueltas zur Hosteria Pilar, wo wir unsere Wanderung beginnen wollen. Begleitet und geführt werden wir von unserem kompetenten peruanischen Guide Jorge, der sehr viel zu erzählen weiss über Geschichte der Region, Gletscherkunde, Flora und Fauna. Nur das Wetter kann auch er nicht ändern. Der Berg Fitz Roy bleibt für uns eine Legende bei Regen und Schnee, den auf dem Weg fing es tatsächlich auch an zu schneien. Als wir aber auf dem Rückweg ins Dorf sind, kommt die Sonne raus. Willkommen im "echten" Patagonien! Den Fitz Roy bekamen wir nicht zu Gesicht, aber die Huber Buarn!!! Zu unserem ausgesprochenem Vergnügen, geht plötzlich die Tür zu unserer Chocolateria auf, wo wir einen wohlverdienten Submarino und Brownies verdrücken und herein kommen ein paar Männer, unter ihnen die beiden bekannten Speed Climber Brüder Huber. Was für eine Gaudi. Leider war es ihnen zu voll und sie wollten später zurückkommen und dies erlebten wir nicht mehr! Also Huber Buarn statt Fitz Roy, auch nicht schlecht ;-)

30 Jan. 2012 • Ushuaia - El Chalten

Berg Fitz Roy, der neinahe Unsichtbare
auf dem Weg

Bis ans Ende der Welt

Der Vormittag war frei und wurde besonders dazu genutzt doch nun endlich mal einen Blick vom Fitz Roy Berg zu erhaschen und per Foto auch festzuhalten. Es sollte gelingen :-) Am Mittag fuhren wir wieder nach El Calafate, zum Flughafen. Kaum angekommen erhielten wir schon die Nachricht: Der Flieger hat 1,5 Stunden Verspätung! Da machten wir Nägel mit Köpfen und picknickten einfach mit Keksen und Rotwein auf dem Boden im Gebäude. So verging die Zeit auch und Spaß machte es auch! Nach einstündigem Flug fuhren wir in unsere Hosteria außerhalb des Zentrums von Ushuaia und dann auch gleich wieder zurück ins Zentrum. Denn die meisten wollten ja schließlich einmal die berühmte "Centolla" (Koenigskrabbe) probieren. Danach ging es ab in die Falle. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

31 Jan. 2012 • Ushuaia

Vorbereitungen vor grosser Fahrt
Yvonne am suedlichsten Postamt

Tag im Nationalpark Tierra del Fuego

Am Morgen geht es um 9 Uhr los, alle bis an die Zähne bewaffnet mit… Klamotten, denn das Wetter ist gruselig: kalt, regnerisch, wechselhaft. Wir fahren westlich von Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, in den Nationalpark Tierra del Fuego und steigen dort auf zwei Raftingboote um bekleidet mit Extrahosen, Schwimmwesten und Gummistiefeln. Und wir haben wieder einmal Glück, denn das Wetter hält sich. Es ist zwar kalt, aber es regnet auch nur ein wenig zwischendurch. Und da der Wind auch nicht so heftig wütet wie ursprünglich befürchtet können wir auch noch den Beaglekanal befahren, um in die Lapataia-Bucht zu gelangen. Oder auch versuchen darin zu schwimmen für diejenigen die beim Aussteigen aus dem Boot ein wenig Koordinationsschwierigkeiten haben. Zum Glück kann Doris mit Extrasocken aushelfen. Der Rest trocknet schnell. Angekommen erwartet uns ein leckeres Mittagessen unterm Zelt, bevor wir wieder weiterfahren zu unserem Ausgangspunkt der Wanderung. Wir wandern auf und ab durch den feuerländischen Zauberwald an der Küste entlang zur Bucht Ensenada und dem Postamt am Ende der Welt. Anschließend darf sich entweder im Hotel frischgemacht werden oder aber die knappe Zeit im Zentrum von Ushuaia bei Kaffee und Kuchen verbracht werden, bevor wir in den Osten fahren und auf Biberschau gehen. Und wir müssen nicht lange in der Kälte ausharren: Ein paar Biber kommen aus ihren Bauten und schwimmen vor uns auf und ab. Als es dann noch anfing zu schneien konnten wir guter Dinge in unsere gemütliche Hütte im Wald gehen und den Abend bei Kaminfeuer, einem Ständchen von Nobbi und dem Eintopf am Ende der Welt mit viel Wein ausklingen lassen.

01 Feb. 2012 • Ushuaia - Buenos Aires

am Ende der Welt
Leuchtturm am Ende der Welt

Zurück in die Wärme

Heute fliegen wir zurück nach Buenos Aires. Doch vorher wollen wir die verbleibenden Stunden noch gut nutzen und fahren zum Hafen wo schon ein Katamaran auf uns wartet, um uns die Gegend des Beagle-Kanals ein wenig näherzubringen. Wir sehen Kormorane, Skuas, Seelöwen und den Leuchturm Les Eclaireux am Ende der Welt. Außerdem machen wir einen kleinen Spaziergang auf einer Insel, auf der es noch archäologische Fundstellen gibt der seit ca. 1930 ausgestorbenen Yamana-Ureinwohner, die den Beagle-Kanal in ihren Kanubooten befuhren. Und dies nackt! Kaum vorstellbar bei den heutigen Temperaturen und Westwinden. Nach der Fahrt verbringt jeder noch ein paar Stunden im Zentrum bevor wir uns im Hotel treffen und im organisierten Transfer zum Flughafen fahren. Am Flughafen angekommen erfahren wir, dass wir doch eine Verspätung haben und zwar von angestrebten 40 Minuten. Schließlich gelangen wir doch noch nach Buenos Aires, wo es warm ist und gewittrig regnet. Auf dem Weg zum Hotel verabschieden wir uns von Anja, die wir aber morgen Abend wiedersehen werden. Ein paar wenige zieht es noch nach Ankunft im Hotel zu einem Gute-Nacht-Schluck nach draußen während der Rest in seine Betten fällt.

02 Feb. 2012 • Buenos Aires

Reifenpanne
Floralis Generica

Citytour per Fahrrad

Am Morgen machen sich 9 auf, die Stadt per Rad zu erkunden. Das Wetter ist zum Glück besser als es seine Prognosen gestern versprachen. Es scheint die Sonne. So machen wir uns auf in Richtung Norden der Stadt nach Retiro, Recoleta mit dem einzigen beweglichen Monument der Stadt, der Floralis Generica und weiter durch das reiche Viertel von Palermo zu der grünen Lunge von Buenos Aires, wo wir zahlreiche leicht bekleidete Menschen bei ihren sportlichen Übungen beobachten können.

Als nächster Punkt steht der berühmte Friedhof von Recoleta auf dem Programm und wir besuchen die letzte Ruhestätte von Evita Peron, die bis heute eine Ikone v.a. für die ärmere Bevölkerung ist. Wir beenden unsere Tour in San Telmo, wo wir uns trennen und jeder die letzten Stunden verbingen kann wie er mag. Erst am Abend treffen wir uns alle wieder zu unserem letzten gemeinsamen Essen. Es darf heute viel Fleisch auf den Tisch kommen. Und ein Absacker ist auch noch drin.

03 Feb. 2012 • Frankfurt - Buenos Aires

ein letzter Marsch durch Buenos Aires
Lena und Vinito

Abschied in Raten

Heute ist Abschiedsstimmung: gleich am Morgen nach dem Frühstück machen sich Katrin und Günther auf den Weg per Transfer zum Flughafen. Sie reisen als erste nach Madrid. Der Rest hat noch den Tag bis um 18.40 Uhr zum Verbummeln. Die einen gehen ins MALBA Museum, andere einfach zu Fuss nach Recoleta oder zum Shoppen nach San Telmo oder wie Dagmar und Klaus, die sich in einen offenen Bus setzen um noch einmal eine Cityutour machen. Auf jeden Fall heißt es noch einmal Treffpunkt wer mag 16 Uhr am Obelisken. Dann gehen wir in den Lieblingseisladen und kühlen die Hitze vor Ort noch mit den leckersten Sorten ab. Im Hotel zurück kommt der nächste Abschied: Waltraud und Doris haben noch ein paar Tage in Buenos Aires angehängt. Stilecht gibt es noch einen letzten gemeinsamen Pisco Sour, noch aus Chile mit eingeführt. Dann fahren die übrigen nach Ezeiza. Und siehe da: es gibt Verspätung! 40 Minuten. Also noch mal auf zu McDonalds oder einen Cafe doble & Bier und dann ist wieder Zeit Abschied zu nehmen: Ich wünsche Euch allen eine sichere Heimreise und dass jeder einzelne von Euch viele wunderbare Erlebnisse und gute Gefühle mitnimmt und Ihr Euch immer gerne an unsere gemeinsame Reise durch Patagonien erinnert! Ich tus :-) Ihr ward großartig! Meldet Euch! Schreibt! Saludos, alles Liebe Eure Heike