Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Reise Reise
Heute fängt unsere Reise an. Gemeinsam werden wir zwei Länder erforschen: Chile und Argentinien. Beide bieten eine unterschiedliche Kultur an, aber was nie fehlen wird ist der fantastische Wein ;) Willkommen in Südamerika!!!
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Willkommen!!!
Unsere Gruppe ist gut in Santiago angekommen, doch mit 50 Grad unterschied zu Deutschland: 30 Grad hatten wir in der Hauptstadt! Christina hat heute Geburtstag und wir haben Mittags direkt darauf mit einem Pisco Sour angestoßen! Nach einen schönen Stadtrundgang wo wir uns mit den enormen chilenischen Sandwiches im Schaufenster vertraut machten, erfuhren wir auch mehr über das Café con Piernas.
Die Maria war auf den Hügel San Cristobal leider gerade in "Wartung", aber dafür hatten wir eine super Sicht über die 6 Million Einwohnerstadt. Abends gingen wir in ein tolles Steakhaus und feierten Christinas Geburtstag mit einem Kuchen und Kerzen und Mitarbeitern des viventura Partnerbüros!
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Cajon del Maipo
Heute stand eine Fahrt in das malerische Flusstal Cajon de Maipo auf dem Programm: zwei Oscars begleiteten uns, der Fahrer und ein Bergführer, der das halbe Jahr in München Stadtführungen macht. Früh gings los durch die ganze Stadt Santiago in das bei den Chilenen zum Klettern, Wandern, Kajakfahren und Rafting beliebte Tal. Dort wachsen Wein, Mandeln, Pfirsiche, was die Attraktivität erhöht.
Unser erster Stopp war an einem Denkmal für die Opfer eines Attentats auf Pinochet im September 1986 in Cajon de Maipo. Pinochet hatte bereits den Wagen gewechselt und daher überlebt, aber es gab ihm Anlass zu seinen letzten Übergriffen.
Über San Jose de Maipo, ein alter Silberbergwerksort, erreichten wir den nächsten Stopp: den Wasserfall von Quebrada, den wir nach einer kurzen Wanderung zur Abkühlung nutzten. Weiter gings nach Baños Morales, wo zwei Aktivitäten zur Auswahl standen: Baden in den heißen Quellen und Wandern im Monumento Natural El Morado.
Die Wanderer stiegen 450 m hoch zu den Aguas de Panimavidas, Mineralquellen wunderbar gelegen im Amphitheater vor dem Morado. Es war ein wunderbarer Rastplatz mit einem Traumblick - Bergerlebnis pur. Beim Abstieg pfiff der Wind - zur Einübung für Patagonien! Belohnt wurden alle mit einem kühlen Bier im Wirtsgarten, dann zischte der Bus mit uns zurück. Ein herrlicher Andentag war zu Ende!
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Der Norden
Wegen des frühen Flugs nach Calama auf 2300 m Höhe in die Atacama mussten wir um 3:15 Uhr im Hotel abfahren - dafür hatten wir bei der Landung links den Vollmond und rechts die aufgehende Sonne! Das Wetter wurde wie angekündigt wechselhaft mit Gewittern. Über die Oase Chiu-Chiu am Fluss Loa - die Atacama hat viel Wasser unter ihrer Oberfläche - ging es zum indianischen Karotten-Frühstück (Marmelade, Muffin und frischer Saft) im Valle de Lasana, wo schon das Volk der Pukara siedelte.
Nachmittags waren 2 Stunden Führung in der Kupfermine von Chucicamata, dem weltgrößten Tagebau. Wir waren noch rechtzeitig: ab 2018 wird nur noch untertage abgebaut, denn die einstündige Fahrt mit den Riesentrucks mit 330 bzw. 400 to Gestein vom Boden der Mine wird zu aufwendig! Allende hatte die Mine verstaatlicht, sie trägt heute 28% des Bruttosozialprodukts von Chile bei!Der Blick in die Mine, 1km tief, 3km hoch und 5km breit, hat uns alle fasziniert.
Der nächste Höhepunkt war das Valle de la Luna mit seinen irren Salz-, Lehm- und Sandformationen. Der krönende Abschluss fand im Valle de la Muerte statt, wo wir mit einem Sundowner bei herrlichem Blick auf die Atacama überrascht wurden. Dann bezogen wir endlich für 3 Nächte unser Hotel Tulor in der Oase San Pedro de Atacama.
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Mal ganz anders
Heute war Ausschlafen angesagt! Beim Frühstück stärkten sich die meisten mit dem Cocatee um für die Höhe gewappnet zu sein. Auf der Fahrt zum Salar ist Celia von den Regenpfützen und den verhangenen Anden begeistert. So etwas sieht man hier wohl sonst nie! Unsere Freude hält sich in Grenzen… Am Chaxa wandern wir durch den Salar und sehen sogar Eidechsen und natürlich Flamingos. Norbert hat mit seinem Foto "Flamingo im Flug" den Vogel abgeschossen.
Die Tierwelt verwöhnt uns auch auf der weiteren Fahrt, da wir an einer Lamaherde vorbeikommen. Richtung Lagunen Meniques und Miscanti verlässt uns leider die Sonne und dass, obwohl Engel reisen… Scheinbar verwechselt uns der Wettergott, da es regnet und sogar hagelt. So erleben wir die Lagunen nass aber mystisch. Ferdi rettet jedoch mit Schweizer Schokolade die Stimmung. Beim Mittag heizt uns Pebre ordentlich ein und wir begießen das Ganze mit chilenischem Wein. Am Nachmittag und Abend erkunden wir San Pedro und lassen den Tag bei einem guten Essen ausklingen.
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Der Himmel fällt uns auf dem Kopf
Viel zu früh, gegen 5 Uhr, starteten wir in Richtung der Geysire am Tatio-Vulkan, auf 4100m gelegen. Es ging durch Schnee und vor allem viel Wasser und Matsch - diese Tour war am nächsten Tag gesperrt! Wir hatten also großes Glück, bei Ankunft sogar etwas Sonne und Temperaturen nur um den Gefrierpunkt. Gut eingepackt erlebten wir auf einer Hochebene, umgeben von Vulkanen, die Gewalt der Erde: es dampfte, spuckte, zischte, explodierte um uns herum, dass es gerade schön war! Die Geysire hatten alle Größen und Formen, auch ihre Sinterablagerungen.
Dazu kam die Tierwelt: Flamingos, viele Vicuñas, Vizcachas und hungrige Vögel. Denn zum Abschluss gab es ein Altiplano-Frühstück mit grandiosem Panorama. Der geplante Abstecher in das Dorf Machuca fiel aus, weil die Straße gesperrt war. So kamen wir schnell in die Thermalquellen von Puritama, zum Aufwärmen und Entspannen. Sie liegen malerisch in einem Canyon und bilden 8 Pools, die zwischen Pampasgras versteckt sind.
Nochmal ein Picknick im Freien und dann fuhren wir vor einem neuen Gewitter nach San Pedro zurück. Abends tobte und schüttete es wie aus Kübeln, das Hotel war nicht ganz dicht, der Strom fiel aus - und das alles in der trockensten Wüste der Welt… Unserer Laune hat es keinen Abbruch getan, so wurde es ein feuchter Abschied von der Wüste.
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Zurück zur Sonne
Zwei dramatische Ereignisse vom Morgen bleiben unvergesslich; der heftige Regen während der Nacht in der trockensten Wüste der Welt sowie der verloren geglaubte Ehering, der kurz vor der Ankunft beim Flughafen Calama wieder auftauchte. Während des Fluges nach Santiago hatten die Glücklichen mit Fensterplätzen eine herrliche Sicht auf die Anden. Nach bisher zwar unbestätigten Berichten befand sich auch der höchste Berg Südamerikas darunter, der Aconcagua.
In Santiago erwartete uns Angel, der uns mit dem Bus Richtung Valparaiso zuerst zum Restaurant Los Hornitos de Curacavi zu einem traditionellen chilenischen Mittagessen und anschließend nach Viña del Mar und Reñaca an die Pazifikküste führte. Der Michael Jackson-Felsen am Strand beherbergte Seelöwen, Pelikane, Kormorane, Möwen und, war das jetzt ein Humboldt-Pinguin oder ein Kormoran mit weißem Bauch?
Celia erklärte uns den chilenischen Verkehr in all seinen Facetten, vieles aus dem Leben und Leiden der Mapuche und, ganz wichtig, die Bedeutung von Ayün (Liebe) aus der Mapuche-Sprache. Die Fahrt zurück nach Viña del Mar und Valparaiso entlang der Küste gab einen guten Einblick in die unterschiedliche Entstehungsgeschichte dieser Städte. Entlang der Francia und der Alemania-Straße fuhren wir auf halber Höhe der Stadthügel zum Bismarck-Platz und ließen die Stadt von diesem Aussichtspunkt auf uns wirken. Die Zufahrt zum Hotel auf dem Concepciòn-Hügel war nicht möglich. Mit Hilfe des netten Hoteldirektors schafften wir unsere Koffer entlang der Baustelle auf der Urriola Straße ins Hotel Da Vinci.
Die temperamentvolle Führung durch zwei der vielen Hügel der Hafenstadt Valparaiso (genannt Valpo) mit Vicky (mi hija) bleibt allen unvergesslich und ihr Kommentar am Ende einer besonderen Ecke ebenso: Noch Fragen oder Witze? Und von Celia dazu der Spruch des Tages: Jetzt ist Schluss mit lustig!
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Der Sommer in Chile
8:15 Uhr Start von Valparaiso nach Isla Negra zum Haus von Pablo Neruda, dem Nobelpreisträger und großen Sammler. Auf dem Weg ein kurzer Blick auf den größten Swimmingpool einer Hotelanlage am Pazifik mit 1,1km Länge doch beeindruckend. Das Haus des Dichters liegt wunderbar oberhalb des Pazifik, und dank eines hervorragenden Audio-Guides erhielten wir einen Eindruck seiner Arbeit, seines Lebens und seiner Musen, nämlich dem Meer und den Frauen.
Dass der Blick aufs Meer von seinem Haus inspirierend ist, haben auch wir festgestellt. Ausgerüstet mit frisch gebackenen Empanadas fuhren wir an einen Strand, um wenigstens kurz den Pazifik zu erleben. Leider bleib dafür nur wenig Zeit, da Sonntagsstau war. Aber die Szenerie all dieser Familien mit ihren Strandvergnügungen zu sehen, war den Abstecher wert. Ins Wasser trauten sich nur zwei, die anderen hielten mal die Füße rein oder guckten nur - entspannend war es für alle.
Das ging so weiter bei der interessanten Führung auf dem Weingut Undurraga, wo uns die typischen Reben, die in Chile angebaut werden, inklusive Weinprobe vorgestellt wurden. Das war ein würdiger Abschied vom warmen Norden, denn morgen geht es nach Patagonien - Wetter heute: Regen und 14 Grad..
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Ende des Kontinents
Nach einem gemütlich späten Frühstück nahmen wir Abschied von Santiago, es zog uns in den Süden. Nach drei Stunden Flug landeten wir in Punta Arenas, mit Sonnenschein begrüßte uns Patagonien. Allerdings der Schritt aus dem Flughafen bestätigte alles, was wir über dieses "windige" Ende der Welt gelesen hatten: jeder zog so schnell es ging Mützen, Schals und Kapuzen an. Der erste Spaziergang am Seno Otway, einem Inlandssund, führte zu den Magellan-Pinguinen, die dort in Erdhöhlen brüten und ihre Küken großziehen.
Eine Wolke schüttet kurz mal Hagel und Regen aus, auch die Wolken künden von ständigem Wetterwechsel - das wird lustig! Wir stoppen noch kurz bei einem Nachbau des Schiffes von Magellan und können uns schwer vorstellen, dass man damit eine Weltumrundung segeln kann - ging aber mit zumindest einem Schiff doch.
Celia erntet mit ihrem Versuch, uns den Belag der Lunch-Sandwiches zu erklären, ein bestimmtes "Lass mich erst essen!" - es war dann aber doch nur eine Mischung aus Huhn und Paprika. Abends werden wir in das beste Restaurant in town ausgeführt - der erste Tag in Patagonien und unsere Stimmung sind super!
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Steppenlandschaft
Nach einer erholsamen Nacht in unserem schönen Hotel gab es Frühstück mit traumhaftem Blick über die 150 000 Einwohnerstadt Punta Arenas. Das Wetter war auch typisch – links Sonne, rechts dunkle Wolken. Aber unser Stadtrundgang blieb trocken, vor allem das Magellan-Denkmal an der Plaza Munoz Gamero leuchtete in der Sonne. Der Fuß des Indianers wurde heftig von denen geküsst, die wiederkommen wollen. Rundherum die alten Paläste der Schafzüchterfamilien, denen man ansah, wie reich sie auf Kosten der Ureinwohner geworden waren. Aber wie man sich auf dem Friedhof mit den prachtvollen Mausoleen und rundgeschnittenen Zypressen vergewissern konnte, konnten auch sie nichts mitnehmen…
Über die Ureinwohner informiert heute sehr gut das Museum der Salesianer, die wesentlich zur Vernichtung der Ureinwohner beigetragen haben, alles im Namen wohl nicht Gottes, sondern eher der Kirche. In einer dreistündigen Fahrt mit einem sehr bequemen öffentlichen Bus durchquerten wir die Steppe mit den Estanzias, Schafen, Kühen und Pferden – alles auf unermesslich viel Platz. Puerto Natales strahlte im Abendlicht, es ist bis 22 Uhr hell, und wir ließen den Valentinstag in einem Fischrestaurant ausklingen, das Celia wie immer gut für uns ausgesucht hatte.
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Natur
Um 9:30 Uhr starteten wir zu unserem nächsten Highlight - dem Nationalpark Torres del Paine. Geregnet hatte es am Morgen, das war also schon erledigt, und es wurde von km zu km besseres Wetter. So wurden die Fotostops an mehreren Miradores bei den Seen Amarga, Nordenskjoeld und Pehoe, bei den Wasserfällen Cascada Paine und Salto Grande eifrig genutzt. Die Temperatur war wesentlich wärmer, da kaum Wind ging - wir hatten also wieder Glück. Auch bei den Tieren: 2 Kondore, viele Nandus, Guanakos, Füchse, Kiebitze, Enten und Gänse!
Ein Mittagspicknick mit Blick auf die Cuernos del Paine brachte Stimmung, besonders wenn noch etwas Rotwein dabei war…Traurig ist der Anblick der verkohlten Wälder und Rangerstationen, die dem großen Brand im Dezember zum Opfer gefallen sind. Die letzten Brandherde waren erst vor 2 Tagen erloschen! Der Tag endete in unserem gemütlichen Hostal am Rio Serreno, wo es beim Spaziergang von Federn über Moos bis hin zu Pilzen alles gab - und natürlich Fotomotive für die Unermüdlichen.
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Blauer Gletscher
Der Trip zum Grey-Gletscher warf uns wieder mal früh aus dem Bett: um 6:15 Uhr brausten wir mit Celias Lieblingsfahrer - er war uns auch lieber, er lachte so sympathisch - zur Hosteria Lago Grey, wo die Tickets gekauft wurden. Die ersten Sonnenstrahlen holten unsere Fotoapparate aus den Taschen - und sie blieben lange in Aktion. Denn erst ein kleiner Spaziergang durch wunderbaren patagonischen Wald, dann am Lago Grey entlang bis zur Bootslandestelle, wo wir mit einem kleinen Boot zum Schiff gebracht wurden, das uns in einer Stunde an den Gletscher heranfuhr.
Durch das starke Abschmelzen auch hier hat er inzwischen drei Munde in den See, die alle unterschiedliches Eis haben. Der graue Belag auf dem Eis stammt von den umliegenden Felsen und gibt allem den Namen, da das Seewasser wirklich grau ist. Wir durften auf das Schiffsdeck, natürlich mit Schwimmweste, und dann bekamen die orangefarbenen "Zwiebeln" (ca. 5-6 Schichten pro Mann und Frau) stilgerecht Pisco oder Whiskey auf 100-jährigem Eis serviert!
Auch die blauen Eisberge, die im See schwimmen, wurden noch ausgiebig fotografiert - und viel zu schnell waren wir schon wieder am Bus. Dieses einmalige Erlebnis hatte für Hunger gesorgt, unsere Lunchpakete wurden im Bus geplündert, da wir mit zwei Abschiedsfotostops für die letzten Blicke auf die Torres del Paine zurück nach Puerto Natales sausten.
Dort steht noch Geldwechseln an und letzte Einkäufe von chilenischen Dingen - morgen gehts nach Argentinien! Aber die beiden Tage waren ein erholsames Naturerlebnis pur!
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Abenteuer
Früh ging's los mit Manuel und seinem Bus zur Grenze in Cerro Castillo, die wir kurz vor 8:00 erreichten. Der Grenzübertritt ging temperamentvoll vonstatten. Erstaunlicherweise dauerte der Papierkram in Chile doppelt so lang wie in Argentinien. Auf der Ruta 40 sichteten wir Nandu, Guanako, Fuchs, Bussard, Adler, bis uns ein platter Reifen des Anhängers aus unseren Betrachtungen riss. Rasch wurde der Schaden behoben und wir erreichten El Calafate.
Weiter ging's mit Leo Chauffeur und Leo Guide zum NP Los Glaciares. Ab jetzt müsste jeder Satz mit sieben Ausrufezeichen enden! Erstens, das schöne Wetter: ohne starken Wind und bei bester Sicht wollten wir dem Pfad entlang des Lago Argentino folgen. Ging aber erst nicht, denn wir wurden von Herrn und Frau Specht (carpinteiro gigante) aufgehalten, die eine große Meinungsverschiedenheit lautstark über unseren Köpfen austrugen. Wir ließen die beiden zurück, denn der Gletscher lockte!
Schritt für Schritt erschloss sich das atemberaubende Panorama, langsam steigerte sich die gewaltige Sicht und plötzlich krachte mit Getöse ein Stück der Abbruchkante vor unseren Augen herunter, versank langsam im Wasser und hinterließ eine blass türkisblaue Stelle an der 4km breiten Gletscherwand. Es jagte sich Höhepunkt um Höhepunkt. Kondore, - da hinten! Tatsächlich kreisten zwei dieser Riesenvögel über den Besuchern. Wieder knallte es vom Gletscher herüber. Diesmal schoss ein Eisberg von unter der Wasseroberfläche herauf und brach langsam auseinander. Nochmals krachte es und ein weiteres Riesenstück brach von der Abbruchkante weg. Das üppige Abendessen mit viel Fleisch vom Grill schloss den Abend nicht für alle ab. Einige Unentwegte ließen ihn am Festival del Lago Argentino bis in die Morgenstunden bei einem Reggaekonzert ausklingen.
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Ans Ende der Welt
Ausgeschlafen treten wir um 9:30 Uhr den Weg zur südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia, an (Puerto Williams in Chile ist die südlichste Siedlung). Am Flughafen in El Calafate klappte alles wie am Schnürchen und 1 Stunde später landeten wir in der von hohen Bergen umgebenen Bucht bei 8 Grad und Wind, aber auch Sonne. Für hiesige Verhältnisse ein wunderbarer Tag, den wir nach Bezug unserer Zimmer am Rande der Stadt im Hotel Mirabeagle beim Stadtbummel und Shopping verbrachten.
Beim genaueren Hinsehen zeigte sich der Charme dieser Stadt mit ihren 82 000 Einwohnern, die heute fast ausschließlich vom Tourismus lebt.
Ein guter Begleiter für die Reise "ans Ende der Welt" mit seiner Besiedlungsgeschichte durch die europäischen Pioniere und ihre Schafe und ihre Kollision mit den Ureinwohnern ist der größte chilenische Schriftsteller neben Pablo Neruda, Francisco Coloane. Er schreibt einfühlsam über die Südspitze des amerikanischen Kontinents und schildert Feuerland als unermesslich reich und zugleich unerbittlich. Wir sind - vielleicht gut so - nicht lange genug hier, um der Landschaft wie er zu verfallen. Aber auf den morgigen Tag im Nationalpark und seine Naturerlebnisse freuen wir uns schon.
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Eindrücke am Ende des Kontinents
Gut ausgerüstet mit Zwiebelschicht-Bekleidung geht's Richtung Westen zum Nationalpark Tierra del Fuego. Die Wanderung geht rauf und runter durch Wald und entlang dem Strand. Enten, Gänse, Raubvögel, Spechte, Baumläufer, Wasseramseln, Papageien sehen wir unterwegs. Die Landschaft und das Wetter wechseln ständig, - es bleibt jedoch trocken. Unser Guide Valentin erklärte uns die Plattentektonik der Region. Die Bäume wachsen in diesem rauhen Klima nur halb so viel wie weiter nördlich in Patagonien. Relativ kleine Bäume sind also schon mehrere Hundert Jahre alt. Speziell eindrücklich war das "Indian Bread", ein parasitischer Pilz auf Bäumen. Die Bäume wehren sich gegen das Anzapfen des Pilzes auf ihre Nahrungssäfte, indem sie mit knotigen Gebilden den Pilz von den Saftleitungen wegzudrängen versuchen. Der Pilz wäre im frischen Zustand essbar!
Nach dem Mittagessen vom Feuer packten wir uns in Gummistiefel, wasserfeste Hosen und Lifejackets und paddelten in einer geschützten Bucht des Beagle-Kanals. Einem Boot reichte das Fahrwasser nicht, sie mussten auch noch welches im Boot haben. Die Biberexkursion führte am Abend in die entgegengesetzte Richtung Osten wieder aus der Stadt heraus, am alten Gefängnis vorbei in ein Tal, dass von Bibern bewohnt wird. Tatsächlich entdeckten wir schon am ersten Stausee ein schwimmendes Exemplar und an einer weiteren Stelle mit einem fast 2.5 m hohen Damm war sogar eine ganze Biberfamilie an der Arbeit. Ein warmes Eintopfgericht in einer gemütlichen Waldhütte rundete den unvergesslichen Naturtag ab und mit Taschenlampen bewaffnet machten wir uns auf den Heimweg zu Bus und Hotel. 1. Wo sind die Stromschnellen? (Vor dem Paddeln) 2. Gibt's Lifejackets für den Pinguin? (Für das Maskottchen) 3. Isser drinne? (gemeint waren die Stiefel in den wasserfesten Hosen, konnte man aber auch anders verstehen, wie die Chilenen?!)
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Zurück in die Großstadt
Den letzten Tag am Ende der Welt begannen die meisten von uns mit einer 2,5-stündigen Bootstour auf dem Beagle-Kanal bei typischem Wetter: alle paar Minuten wechselte es, von Sonne bis Schnee und scharfem Wind war alles dabei. Wir steuerten kleine Inseln an, die von Kaiserkormoranen, Seelöwen und Möwen besiedelt waren. Auf einer Insel gab es einen kleinen Rundgang, eine andere war malerisch gekrönt von dem Leuchtturm. Frisch durchgeblasen fuhren wir in den Hafen ein zu den letzten Aktivitäten: da Montag und Dienstag auch in Argentinien mit 2 Feiertagen Fasching gefeiert wird, waren die Museen voll, da nur wenige Geschäfte geöffnet hatten.
Um 17:00 Uhr (mit Verspätung) hoben wir ab mit einem letzten Blick auf Ushuaia, den Nationalpark, die Martial-Berge mit den Bibern und den Beagle-Kanal - 2 Tage voller Naturerlebnisse im Gepäck! Nach 3000 km Flug mit einem stürmischen Intervall - eigentlich gehört das nach Feuerland, aber Petrus war wohl auch am Fasching feiern… - landeten wir bei Dunkelheit um 20:20 Uhr - auch das wieder gewöhnungsbedürftig - in Buenos Aires bei schwülen 24 Grad. Das Hotel im Zentrum und ein Absacker in der Bar waren rasch erreicht, und wir bettreif.
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Feiertag
Um 9 Uhr begrüßte uns Heike von viventura, unsere kompetente Stadtführerin für den Vormittag. Vom großen Obelisk an der Av. 9 de Julio gings mit der U-Bahn im Originalwagen von 1913 zur Plaza de Mayo mit der kleinen Pyramide, dem Regierungspalast Casa Rosada, dem Cabildo und der Kathedrale. Mit dem Bus zogen wir weiter in das alte Hafenviertel La Boca mit dem berühmten Stadion der Boca Juniors für die Fußball- und der Straße El Caminito für die Kunsthandwerkfans.
In San Telmo, dem Tango- und Antiquitätenviertel, klang die Tour an der stimmungsvollen Plaza Dorrego mit Jacarandabäumen und Tangomusik aus. Gestärkt mit typischen Empanadas und Chorizo zogen wir alleine und nach Gusto weiter durch die wegen des Feiertags extrem ruhige Stadt, was für uns sehr angenehm war. Zur Happy Hour trafen wir uns am Hotelpool im 9.Stock wieder, bevor es zur Tangoshow mit Abschiedsessen ins Teatro Piazzolla ging. Dort wurde auch unser Maskottchen-Pinguin getauft - Archi - und an Mandy vergeben. Die Show faszinierte alle und war ein typischer und fetziger Abschluss der Reise!
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Don't Cry for me Argentinia
Heute haben wir kein Programm mehr - Buenos Aires wartet darauf, von uns individuell erobert zu werden. Die Reiseunruhe ist schon spürbar, aber zum Abschiedsblick auf die Stadt vom Pool werden wir unsere Erlebnisse austauschen und uns um 18:30 Uhr auf den Weg zum Flughafen machen.