Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Warten in Santiago…
Ein schöner Tag in Santiago, warm und einladend zur Ruhe, vielleicht ein letzter Kinobesuch bevor ich mich morgen mit einer Gruppe Menschen treffe, mit der ich die großen und kleinen Wunder dieser letzten Ecke der Welt erkunden werde. Die Reise ist klar, das Programm bestens vorbereitet, nun fehlt nur noch dass wir die Route mit Freude, Freundschaft, Neugier und guter Stimmung in ein unvergessliches Erlebnis verwandeln. Meinerseits, freue ich mich auf dieses neue Abenteuer, und ich bin mir sicher diese 12 noch fremden Leute werden im Laufe der nächsten Tage dieses Land als Freunde anschauen und fühlen können. Das ist meine Aufgabe… eine wunderschöne, ohne Zweifel.
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Tag der Ankunft
So, der Tag ist gekommen, und trotz des frühen Aufstehens war ich gleich fit und aktiv wegen der Ankunft der Gruppe und der kitzelnden Nerven die dazu gehören. Es war dann einfach schön mitzuerleben wie die ersten vielleicht etwas schüchternen aber erwartungsvollen und neugierigen Blicke im Laufe der nächsten Stunden immer mehr und durch kleine Komplexitäten aufgewärmt werden, bis man am Abend dann sicher weiß, dass… Ja, wir werden Spaß haben, denn ich sehe dass ihnen die Reise Freude bereitet.
Die Seelen fangen langsam an sich zu öffnen, so wie der Himmel über Santiago sich heute von der morgendlichen Bewölkung und der Kälte sich langsam öffnete und uns einen warmen Nachmittag mit erfrischender Brise schenkte. Was kann besser sein als den ersten Tag mit leckeren Fischspezialitäten im Mercado zu beginnen, und ihn mit genauso leckeren (und übertrieben großen) Steaks zu beenden, bevor wir die armen Besucher endlich in Ruhe lassen damit sie ihre Augen zu machen können… die nächsten paar Wochen brauchen sie die ja, es gibt soooo viel schönes zu entdecken.
Meinserseits auch, gute Nacht mit lächelnden Träumen.
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Sozialprojekt und Andentour
Heute war die Gruppe zwar nicht zusammen, aber beide Aktivitäten haben den Leuten viel Spaß gemacht und einen schönen Tag hinterlassen. Drei gingen auf Exkursion ins Herz der Anden, die anderen neun besuchten das Sozialprojekt am Rand Santiagos nachdem sie sich erst mal ausschlafen und dann individuell den Morgen in der Stadt gestalteten.
Zu sehen, wie es vielen Leuten am Herzen liegt zu erfahren, wie in einem Land wie Chile, dass immerzu als eine Art Wirtschaftswunder gilt, die Menschen trotz gegebener Schwierigkeiten mit Freude, Liebe und Hartnäckigkeit das Leben meistern, erzeugt bei mir eine Art Gefühl der Dankbarkeit. Es gibt so viele Leute denen es - ganz ehrlich gesagt- nicht besonders interessiert in welchem wirtschaftlichen und sozialen Kontext sich das Land das sie besuchen entwickelt, dass ich nur dankbar sein kann dass viventura es den Besuchern erlaubt hinter die "touristischen Kulissen" zu schauen.
Alle kamen fast gleichzeitig ins Hotel zurück. Die einen, müde wegen der langen, intensiven Fahrt in die Berge, wo sie die Andenlandschaft mit einem herrlichen Mittagessen noch sinnreicher erlebten. Die anderen, weil sie in einem seltenen Moment der Irritierung glaubten, es sei ein Kinderspiel Fußball gegen chilenische Kinder zu spielen.
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Zum Großen Norden Chiles
Tja, um den Norden Chiles mit seinen großen landschaftlichen Wundern kennenzulernen, muss man etwas Schlaf opfern - machen wir natürlich gerne. Nach zwei Stunden Flug, landen wir schon um 7 Uhr in Calama, der Hauptstadt der Kupferindustrie des Landes. Um die Zeit gut auszunutzen, starteten wir gleich nach Chiu Chiu und Lasana, um die ersten Eindrücke dieser Gegend voller archäologischen Schätzen einzuatmen… apropos einatmen, alles natürlich mit Ruhe, denn wir befinden uns auf über 2.000m.
Leider konnten wir den größten Tagebau der Welt in Chuquicamata nicht besuchen, da die Touren dorthin diese Tage abgesagt wurden. Aber kein Stress, wir genießen ein leckeres Mittagessen mit chilenischer Hausmannskost in einem Markt und machen uns dann gleich auf den Weg nach San Pedro. Die Wüste, dieses Unendliche, das Unglaubliches versteckt. Eine Exkursion ins Todestal und ins Mondtal lässt uns die ersten Eindrücke vertiefen, riechen, anfassen, bewundern, und auf jeden Fall genießen. Es ist wirklich eine sonderbare Gegend. Den sehr langen aber schönen Tag beenden wir mit einem Drink bei Sonnenuntergang im magischen Valle de la Luna.
Jetzt sind wir im Norden, in einem ruhigen, schönen Hotel, und nach einem Spaziergang durch das Dorf bereiten sich alle vor, die restlichen Nachtstunden noch zu schlafen. Morgen geht es mit weiteren Wundern weiter.
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1000 Fotos: Altiplano Lagunen und Salar de Atacama
Wir sind im Urlaub angekommen. Silke und Manfred haben sich zunächst mit dem Anschnallen der Wasserflaschen im Bus beschäftigt. Das hat sich auch als erforderlich erwiesen, da wir auf Schotterpisten unterwegs waren. Unseren ersten Stopp hatten wir in Toconao, wo wir unsere Schattenbilder im Fluss Jere fotografiert haben.
Danach ging es weiter zum ersten Highlight unserer Reise, dem Salzsee von Atacama. Die Flamingos und die beeindruckende Landschaft waren beliebte Fotomotive. Das typisch chilenische Mittagessen haben wir in einem kleinen Lokal (war es überhaupt ein Lokal ?) in Socaire eingenommen - lecker!
Dann das nächste Highlight: die Altiplano Lagunen! Der malerische Anblick der beiden Lagunen und Vulkane hat uns dazu veranlasst "gefühlte" 1.000 Fotos zu machen. Der Bericht wurde unter erschwerten Bedingungen geschrieben, da Camilo und die anderen Teilnehmer um uns rum "lauthals" diskutierten. Wir freuen uns schon auf die nächsten Tage und insbesondere auf die Einlösung von Camilo´s Versprechungen.
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Höhenrausch…
Heute brachen wir um 4:45 Uhr zu den Geysiren del Tatio in 4.300m Höhe auf. Kaum hatten es sich alle im Bus bequem gemacht, stoppte dieser aus unerklärlichen Gründen, was nichts Gutes erahnen ließ… Der Fahrer sagte Camilo, dass ein Warnlicht leuchtet und die Fortsetzung der Fahrt zu riskant sei. Wir hatten kurzfristig die unbegründete Sorge, dass wir die Geysire nicht zu sehen bekommen, aber auch wenn es erst 5 Uhr morgens war, wurde uns innerhalb von ein paar Minuten ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung gestellt.
Jetzt mussten wir "Gas geben", da die Geysire nach Sonnenaufgang besonders aktiv sind und das wollten wir natürlich keinesfalls verpassen. Unser Fahrer Oscar meisterte diese Herausforderung sicher und mit Bravour. Das drittgrößte Geysirefeld der Welt hat uns absolut begeistert. Camilo zeigte uns einen besonders aktiven Geysir, der sich Anfangs etwas "zierte", aber im 2. Versuch kurz vor unserer Abfahrt doch noch zeigte was in ihm steckt. Camilo und Oscar zauberten uns ein leckeres Frühstück mit heißem Tee, was uns die Kälte besser ertragen ließ. Trotz der kühlen Temperaturen haben sich Manfred und Peter in das Geysirebecken gewagt.
Auf der Fahrt zu den Thermalquellen "Puritama" haben wir in Machuca sehr leckere Lamaspiesse probiert.
Einige von uns hatten ganz eigene Vorstellungen von den Thermalquellen (schlammiges und streng riechendes Wasser), aber wir wurden sehr positiv überrascht. Auf uns warteten tolle Thermalquellen mit klarem Wasser in sehr schöner Landschaft. Nach einem ausgiebigen Bad wurden wir von Camilo und Oscar mit einem leckeren Picknick und chilenischem Wein verwöhnt, vielen Dank!
Leider heißt es morgen nach 3 wunderschönen und sehr erlebnisreichen Tagen schon wieder Abschied nehmen von San Pedro de Atacama. Wir ließen den Abend gemeinsam bei einem leckeren typisch chilenischen Essen und Wein ausklingen.
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Von der Wüste wieder zum Grünen
Nachdem wir uns am vorigen Abend bei einem angenehmen Abendessen von San Pedro symbolisch verabschiedeten, waren wir früh bereit wieder mal die grüne Farbe zu entdecken und flogen nach Santiago.
Einmal in Santiago, fuhr uns Oscar II. dann direkt über schöne Agrar- und Weintäler zur magischen Hafenstadt Valparaiso, direkt am Pazifik. Ein Weilchen nach der Ankunft konnte ich allen meine Lieblingsstadt Chiles ein bisschen näher zeigen, und so zogen wir zu Fuß durch zwei der hübschesten Hügel, mit ihren romantischen Ecken, labyrinthischen Gassen und endlosen Treppen, immer mit dem unendlichen Ozean im Hintergrund.
"Boooh!!" und "Aaah!!" verwandelten sich in die Hauptkommentare des Spaziergangs, das Geklicke der Kameras markierte den Rhythmus und zum Schluss - wie konnte es anders sein- machten wir uns gleich auf den Weg zu einem der urigsten Lokale der Hafennacht um eine Chorrillana, kombiniert mit Bier, Wein und guter Unterhaltung zu verschlingen. Das süße ist, dass mein Vertrauen auf das Wort einiger Leute der Gruppe immer niedriger wird… vor allem wenn sie was zu essen ablehnen mit der Begründung sie hätten kein Hunger und sie dann die kräftigsten Gabelbenutzer sind :-)
Da das kleine schöne Hotel fast uns gehörte und es eine wunderschöne Sicht des nächtlichen Valparaisos bot, ließen wir dort den Abend noch mit einigen Drinks ausklingen, und gingen müde aber wohlgelaunt zu Bett… obwohl sich von irgendwo her noch ein romantisch und mitternächtliches Föngeräusch in die ersten Träume hinein schmuggelte ;-)
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Zuhause bei Pablo Neruda
Nachdem ja ein Großteil der Gruppe gestern ja länger wach war, konnten wir ein wenig langer schlafen. Nach einem sehr leckeren Frühstück, bei dem die 2 Toaster sehr begehrt waren (Camilo kam irgendwie zu keinem zweiten Toast:-))), sind wir um 8:30 nach Viña del Mar aufgebrochen. Das ist die exklusivste Strandmeile des Landes und grenzt unmittelbar an Valparaiso.
Nach einem kurzen Strandstopp, bei recht viel Wind und dem typischen Küstennebel aufgrund des Humboldtstroms, sind wir ins Fischerdorf Isla Negra gefahren. Es ist zwar keine Insel, aber aufgrund der schwarzen Felsen vor der Küste wurde es von Pablo Neruda so genannt. Hier besichtigen wir ein Haus (das schönste und bekannteste) von Pablo Neruda, einem Dichter und Nobelpreisträger. Das Haus liegt wunderschön an der Felsküste. Auf dem Weg zum Haus hat uns Camilo ein paar Auszüge von Pablo Nerudas Werken auf wunderbare Weise vorgetragen!
Die Führung war toll und das Haus, erbaut in Form eines Schiffes, weit schöner als erwartet. Jedes Zimmer wurde anders gestaltet, mit viel Liebe zum Detail. Das Schlafzimmer mit tollem Blick auf die Küste und das Meer, hatte es uns am meisten angetan! Auf die Frage ob wir es mieten können (immerhin haben wir ja ne Komforttour gebucht), haben wir leider nur ein Lachen unseres Guides bekommen:-))).
Danach fuhren wir der Küste entlang, durch mehrere Badeorte (aufgrund des Feiertages am Dienstag war sehr viel los) hindurch und machten uns auf den Weg zu unserem Mittagsstopp in einem kleinen Dorf. Das Essen war lecker und wieder seeehr viel (ich kann schon nicht mehr:-))).
Der Abschluss des Tages war der Besuch des Weingutes Undurraga. Auf dem Weg dorthin kamen wir sogar bei einem Oktoberfest vorbei! Es war sehr amüsant, dass es so etwas hier auch gibt. Aufgrund des Staus, der dadurch entstanden ist kamen wir zu spät, aber Oscar, unser Fahrer, hat zumindest einige Minuten wieder reingeholt:-)). Es ist zwar nicht das größte Weingut, besticht aber durch seine Qualität! Die Führung ging entlang der Weinreben, zu den Fässern und danach in den Keller. Abschließend haben wir natürlich auch noch 3 Weine gekostet. Sehr lecker!!
Gegen 18 Uhr sind wir im Hotel angekommen und jeder gestaltete sich den Abend individuell. Auf jeden Fall sind wir schon sehr gespannt auf Patagonien!!!
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Weiter gehts nach Patagonien
Heute hieß es mal wieder früh aufstehen. Um 6 Uhr brachen wir zum Flughafen auf. Irgendwie haben wir es letztendlich doch alle geschafft, Fensterplätze für diesen Flug zu ergattern und das hat sich absolut gelohnt! Bei klarer Sicht konnten wir den aktiven Vulkan, diverse Gletscher und Lagunen, sowie die Andenkette von oben sehen. Auch wenn der Landeanflug etwas unruhig war (laut Camilo geht das noch viel schlimmer, aber wir waren auch so bedient), war es ein toller Flug mit absolut traumhafter Aussicht.
Vom Flughafen brachen wir direkt zu der Pinguinkolonie am Seno Otway auf und lernten dort auch gleich das windige Wetter Patagoniens kennen. Auf Grund der Jahreszeit war die Anzahl der Pinguine sehr überschaubar, aber dennoch posierten ein paar Pinguine bereitwillig für unsere Kameras. Nach einem kurzen Rundgang durch Punta Arenas stärkten wir uns in einem Lokal mit leckeren Hamburgern und Sandwiches.
Nach einer kurzen Siesta starteten wir mit einem Pisco Sour an der Hotelbar in den gemeinsamen Abend. Camilo hat ein sehr nettes Lokal für diesen "besonderen Abend" ausgesucht. Beim Abendessen stellte sich nämlich heraus, dass wir neben Silke noch ein weiteres Geburtstagskind unter uns hatten. Feliz cumpleaños Silke y Doris!
Wir hatten einen sehr lustigen und feuchtfröhlichen Abend. Phasenweise hatten wir so viele Getränke vor uns stehen, dass zumindest ich nicht mehr wusste, zu welchem Glas ich zuerst greifen soll. Besonders interessant war, dass die Sekt- und Schnapsgläser in Chile zumindest in diesem Lokal die gleiche Größe haben. Der abschließende Kamillenlikör mit Pisco wurde uns somit als "XXL Portion" im Sektglas serviert… Weitere Details von unserem super lustigen Partyabend werden an dieser Stelle nicht verraten!
Liebe Silke, liebe Doris, nochmals vielen herzlichen Dank für eure großzügige Einladung an diesem Abend. Wir hatten einen ganz tollen und lustigen Abend!
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Richtung Torres del Paine
Heute war ein angenehmer, ruhiger Tag. Nach dem Frühstück mit den mittlerweile zur Routine gewordenen Toastbrot-Streitereien, fuhren wir im Linienbus nach Puerto Natales und konnten an dieser schönen kleinen Ortschaft direkt an einem Fjord gelegen, einen freien Nachmittag genießen. Trotzdem verabredeten wir uns, was auch schon zur Routine gehört, zu einem gemeinschaftlichen Abendessen in einem schönen einheimischen Lokal mit Spezialitäten der Region, und ließen mit viel Lachen und Anstoßen den Abend abklingen. Wir freuen uns alle auf die berühmten, magischen Türme des Paines am Ende der Welt. Bis jetzt haben uns die Götter begleitet, so hoffen wir dass morgen auch gutes Wetter sein wird.
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Traumhafte Landschaften, tolle Tiere & eine Klage
Heute haben wir ausnahmsweise mit Frühstück aber ohne Stau am Toaster das verträumte Städtchen Puerto Natales verlassen und sind zu unserem nächsten Highlight, dem Torres del Paine Nationalpark aufgebrochen.
Wir sind auf der Ost-Route gefahren um noch Optimierungspotential für den nächsten Tag zu haben, d.h. die schönere Westroute. Aber was heißt hier schöner? Wir sind heute an traumhaften Landschaften vorbei gefahren, haben Nandus, Kondore, Schafe, Pferde und haufenweise Guanakos beobachtet und natürlich fotografiert. Nach diversen Fotostopps sind wir dann zum Wasserfall Salto Grande um von dort aus eine ca. einstündige Wanderung zum Aussichtspunkt "Cuernos" zu unternehmen.
Tja und da sind wir auch schon bei der ersten Beschwerde dieser Reise. Nach den ersten 10 Tagen, die wir voller Bewunderung und Staunen für dieses wunderschöne Land verbracht haben, haben wir endlich was zu meckern: die Wettergötter haben uns verlassen. Nach Sturm und leichtem Regen auf dem Hinweg konnten wir noch einige schöne Fotos machen, auch wenn man die Hörner leider nicht ganz so ideal sehen konnte. Auf dem Rückweg hat es uns dafür richtig erwischt und wir sind triefend nass am Bus angekommen, so dass wir einige "Striptease-Sessions" über uns ergehen lassen mussten… aber was gibt es schöneres als mit halbnackten Menschen im Bus zu sitzen ;-)
Den Nachmittag/ Abend haben wir dann noch in gemütlicher Atmosphäre in unserer urigen Lodge ausklingen lassen, mit Trocknen der Kleidung vor offenem Feuer, rationiertem Strom und heißem Wasser, leckerem Essen, dem ein oder anderen Bier und/oder Wein. So dass wir wieder einmal einen schönen Tag passend beenden konnten.
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Eine Schiffsfahrt die ist lustig----
Nach der gestrigen Luxusstartzeit von 09.00 Uhr ging es heute morgen wieder um 06.30 Uhr los. Dafür wurden wir bereits vor dem Frühstück mit einem Postkartenblick auf die Hörner des Nationalparks belohnt.
Um 08.00 Uhr dann Start mit dem Schiff Richtung Gletscher. Das Wasser war etwas "bewegt", so dass wir auf der Hinfahrt nicht an Deck durften. Am Gletscher wurde der Motor gedrosselt und wir haben das Deck "gestürmt". Der Anblick des Gletschers war einfach - wow!!! 1.000 Fotos haben hier nicht ausgereicht. Die Kameras waren im Dauereinsatz. An Deck hat die Crew uns dann noch einen Whisky bzw. einen Pisco sour auf Gletschereis (haben sie jedenfalls behauptet) serviert. Da war die Welt erst recht in Ordnung.
Die Rückfahrt haben wir weitestgehend an Deck verbracht und die herrliche Aussicht um uns herum genossen. Es wurde dann aber zunehmend windiger und so mussten wir kurz vor Ankunft doch noch unter Deck. Beim Übersetzen in einem kleinen Beiboot haben die Wellen dann doch nochmal zugeschlagen und einige von uns wurden etwas nass.
Auf Schotterpisten (natürlich mit angeschnallten Wasserflaschen und Lunchpaketen , aber wir kennen es ja nicht anders) ging es dann weiter zur Höhle des Milodon. Nach einem Rundgang fuhren wir weiter nach Puerto Natales.
Heute abend hat Camilo ein privates Abendessen organisiert, wobei wir uns nach langer Diskussion doch auf Lamm geeinigt haben.
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¡Adiós Chile! ¡Buenos dias Argentina!
Heute morgen war es soweit, um 6:45 Uhr zogen wir los um Chile schweren Herzens zu verlassen. Muchas gracias Du wunderbares Land für die tollen und beeindruckenden vergangenen 11 Tage (für einige auch mehr) die wir bei Dir verbringen durften. Einen ganz lieben und herzlichen Dank auch an Dich Camilo, dass Du uns Dein schönes Land auf eine so herzliche und nette Weise näher gebracht hast.
Als es an der Grenze dann den argentinischen Stempel in den Pass gab war die Freude auf Argentinien dann doch größer als jeder Trennungsschmerz.
Nach mehrstündiger Busfahrt haben wir dann bei unglaublich tollem Wetter und super Sonnenschein eine Bootsfahrt entlang der Abbruchkante des Perito Moreno Gletschers gemacht. Auch wenn es hier im Gegensatz zu Chile doch recht touristisch zugeht, war es wieder einmal gigantisch… (so langsam gehen uns hier die Superlative aus ;-) ) Nach dem Grey Gletscher gestern beeindruckt der Perito Moreno Gletscher vor allem durch seine Größe. Wir konnten die tollen Farben des Eises von verschiedenen Seiten in aller Ruhe betrachten, sowohl während der Bootsfahrt als auch später während der Wanderung entlang der türkis schimmernden "Mauer". Einfach super und beeindruckend! Leider haben wir es aber nicht geschafft, das kalben des Gletschers mit der Kamera einzufangen, dafür waren wir einfach zu langsam, obwohl einige von uns sich wirklich Mühe gegeben haben ;-).
Völlig zufrieden und glücklich aber doch etwas k.o. beendeten wir den Tag dann mal wieder gemeinsam in netter Runde in einem sehr guten Restaurant. Und ein kleiner Tipp für alle: Die "kleinen, diskreten" Portionen hier kann man sich locker mit 2 Personen teilen ;-) Hey Camilo: So langsam wird es Zeit, wir warten noch auf die Einlösung Deiner drei Versprechen vom ersten Abend!!! Wir fahren nicht eher nach Hause bis wir Dich haben tanzen sehen ;-)
Auf der Rückfahrt reichten der Busfahrer und zwei einheimische Guides irgendwas dampfendes untereinander herum und zogen alle ab und zu an einer Art Strohhalm. Daraufhin Peter: "Hoffentlich raucht davon nicht auch der Fahrer". Michi nur knapp: "Ich glaube dafür ist es zu spät, der hat schon." Wie sich später herausstellte war es Mate, zumindest wollen wir das glauben und sind einfach froh, dass wir wieder heile am Hotel angekommen sind ;-)
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Zum Ende der Welt
Beim Aufstehen gab es fast im ganzen Hotel kein Wasser und keinen Strom, so mussten wir uns gegenseitig das Bad "borgen". Nach einem "süßen" Frühstück (in Argentinien steht man mehr auf süße Leckerbissen am Morgen) machten wir uns auf den Weg zum Flughafen um noch näher ans Ende der Welt zu kommen. Da man in Argentinien bei den Inlandsflügen trotzdem ganze 2 Stunden vorher da sein muss, konnten wir wieder etwas "rumlungern", wie es die Gruppe immer so gern hat ;-)
Vom Flugzeug aus konnte schon der Beagle-Kanal und die bergliche Landschaft um Ushuaia bewundert werden und nach etwas konfusen Wetterberichten, beruhigten wir uns bei der Ansicht des klaren Himmels und der Sonne. Nach Ankunft arrangierten sich einige eine Bootsfahrt durch den Beagle-Kanal, zum Leuchtturm und mehreren Inseln und Aussichtspunkten, die nach den hektischen Beschreibungen später, offensichtlich eine sehr gute Option für den freien Nachmittag war. Andere spazierten durch die Stadt… oder versuchten es zumindest, da Monika mitten im Besuch des Museums einen Schlafanfall erlitt und zum Hotelbett flitzen musste. Der Guide selbst (also ich) erlitt auch einen kleinen Schock wegen einer Kellnerin die… ähm… das kleine Mittagessen einfach zu einem Ereignis machte.
Später trafen wir uns mit einem Teil der Gruppe für das übliche Abendessen in einem Lokal wo wir noch andere trafen, so sind wir mit glücklicher Seele zum Hotel zurück… aber leider etwas zu spät um das Versprechen Nummer 1 (Weinverkostung) zu schaffen. Na, das schaffen wir noch, entweder morgen oder in Buenos Aires.
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70 % Regenwahrscheinlichkeit
Nach einem spärlichen Frühstück (es reichte nicht für alle) wurden uns "Höchstleistungen" abverlangt. Zunächst sind wir zum Lapataia-See gefahren und wurden für die Kanutour entsprechend eingekleidet (Regenhose und Gummistiefel). So gestylt wurden wir in 3 Kanus verteilt, haben diese zum See getragen und los ging`s. Unter Brücken hindurch und als Fotomotiv für Touristen an Land führte unsere Tour durch eine tolle Landschaft mit schönen Fotomotiven.
Zwischendurch kam auch der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz. Allerdings waren die Kapitäne (einschließlich Camilo) nicht immer geradeaus unterwegs. Nach dieser ersten gemeisterten sportlichen Prüfung erwartete uns auf einem Campingplatz im Wald ein hervorragendes Mittagessen mit gegrilltem Hähnchen.
Nach dieser Stärkung ging es zu der "leichten" Wanderung. Diese stellte sich als mittelschwere Trekkingtour über Stock und Stein heraus ;-). Manfred suchte die sportliche Herausforderung und war bereits nach gut 2 Stunden am Ziel. Der Rest der Truppe brauchte gut 3 Stunden, da einige Zeit mit der Suche nach Manfred drauf ging. "Gut erhalten" sind wir dann gemeinsam zum Hotel zurückgefahren. Den ganzen Tag hatten wir strahlenden Sonnenschein (siehe Titel). Das änderte sich auch beim Start zum nächsten Höhepunkt nicht. Um 18.00 Uhr sind wir zur Bibertour gestartet. Bei schöner Abenddämmerung ließen sich nur 2 Biber auf der gegenüberliegenden Uferseite blicken. Dieses löste bei uns gleich eine Fotosession aus.
Den Abschluss der Bibertour bildete ein "Ende-der- Welt-Eintopf" in einer urgemütlichen Waldhütte bei Kaminfeuer und Kerzenschein. Damit war dieser Tag noch nicht beendet. Camilo hat sein erstes Versprechen eingelöst. Im Hotel wartete die von Camilo professionell vorbereitete Weinprobe auf uns. Camilo´s umfangreiche Weinkenntnisse wurden aufgrund der inzwischen eingetretenen Müdigkeit nur teilweise aufgenommen. Die Weine waren sehr gut ausgesucht. Camilo vielen Dank dafür!
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Raus aus der Stille, rein in den Troubel
Nachdem wir uns gestern "austoben" durften geht es heute, natürlich wieder zeitig um 7:00 Uhr, los Richtung Buenos Aires. Camilo hält uns bereits für so südamerika-tauglich, dass er uns sogar alleine fliegen lässt. Er fliegt erst nach uns, ist aber bereits in Buenos Aires am Flughafen als wir ankommen… irgendwie komisch diese Chilenen, wie machen die das nur ;-)
Dann lernen wir doch noch südamerikanische Gemütlichkeit kennen, sei es beim Warten auf die Koffer oder auf den Bus. Im Hotel angekommen zieht es uns am Nachmittag dann aber doch raus, die ersten Eindrücke der Metropole auf eigene Faust zu bekommen, so dass vereinzelte Grüppchen durch die Gegend schlendern (z.B. über die Plaza de Mayo, Florida usw).
Zum Abendessen sind wir dann wieder fast alle zusammen. Nach einem kurzen Jogging am Puerto Madero vorbei landen wir letztendlich in San Telmo und genießen einen lauen Frühlingsabend im November mit leckerem Essen und müssen zwei Feststellungen machen:
Erstens, dass wir mit unserem Guide Camilo echt verdammt viel Glück hatten, sei es wegen der unbezahlbaren Restauranttips oder einfach dafür, dass er auch nach 15 Tagen noch jede unserer Essensbestellungen mit der Kellnerin diskutiert und das auch gerne auch mehrfach und ausgiebig. Und man kann nicht gerade behaupten, dass wir es ihm immer einfach gemacht haben ;-)
Zweitens, dass es in Argentinien auch ohne Wolken regnen kann… zumindest wenn man unter einem "Wasserbaum" sitzt
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Das Paris Südamerikas
Na ja, diese Vergleich sind immer etwas seltsam. Die Argentinier sind anders als die Chilenen und die Gruppe merkt das. Die Stadt ist größer, wuchtiger, lärmiger als Santiago zum Beispiel, man fährt anders, man kommuniziert anders, und es ist interessant die verschiedenen Wahrnehmungen davon zu hören. Der sympathische Christian holt uns am Morgen ab, nachdem wir mal bis "spät" (sagen wir mal bis 8 Uhr) ausschlafen konnten, und wir kennen mit ihm diese große Stadt des Tangos und auch so vieles andere näher kennen. Der Balkon von Evita, der Plaza de Mayo wo die unermüdlichen Mütter der Verschwundenen der letzten Diktatur ihre Spuren für immer hinterlassen haben, den weltberühmten Obelisk und dann La Boca, mit seiner Geschichte voller Einwanderer die herkamen um sich in Amerika eine Zukunft zu erschaffen, die auch mit ihren mitgebrachten Melodien und Rhythmen den Tango in den nächtlichen Ecken voller Schatten und erotisch-räuberischen Gefährlichkeiten in ein Kennzeichen Argentiniens verwandelten. Klar ist La Boca heute eine sehr für Turis ausgestattetete Ecke, aber auf jeden Fall ein MUSS wenn man hier ist.
Da die meisten den Vorschlag, noch das Stadion einer der berühmtesten und populärsten Fußballmannschaften der Welt zu besuchen energisch zusagten, schlenderten wir noch hin und konnten es uns sogar von innen ansehen. Fußball und Argentinien, ja ganz Südamerika, ist in vielem Masse Synonym.
Wir zerstreuten uns dann in San Telmo, wo wir Mittag aßen und uns dann für den Tangoabend verabredeten. Tango… diese Musik voller fleischiger Melancholie, die in die Haut geht, die sowohl träumen als auch trauern lässt… die letzte Liebe, das alte Viertel, die unerreichbare Frau, die gegangenen Freunde… all das mit einer unglaublich guten Orchestra und guten Tänzern auf der Bühne, bereicherte den letzten Abend unserer Reise mit dem was uns als Gruppe nie gefehlt hat: Gefühl.
Reisen ist nicht nur Information, nicht nur gute Bilder fürs Reisealbum, nicht nur rechtzeitiger Transport und umfangreiches Frühstück, sondern vor allem die menschliche Fähigkeit an den neuen, vorher unbekannten Wirklichkeiten etwas zu kratzen, sie tiefer zu sehen, sie zu ERLEBEN. Und Mensch, das war bei dieser Gruppe wirklich der Fall. Jeder hat dazu beigetragen, dass wir das beste davon hatten, und dass es zu einem, da bin ich mir 100% sicher, unvergesslichen Erlebnis für alle wurde. Und dieses große DANKE dass ich am Ende des heutigen Abends aussprach gilt auch dafür, dass sie meine Arbeit auf so menschlicher Weise bereichert haben.
Ich wiederhole es einer Menschengruppe von zwölf unvergesslichen Personen: ICH DANKE EUCH. Und auch im internen Gruppencode gesagt: Leute, die Lage ist… BESTENS :-D
Euer Camilo
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Abschied
Heute war es soweit. Gestern Abend haben sich Doris und Manfred bereits von uns verabschiedet, da sie auf die Osterinsel geflogen sind. Der Abschied ist uns (und ich denke für alle zu sprechen) seeeehr schwer gefallen. Wir haben die beiden richtig lieb gewonnen!!! Dann heute die nächste Verabschiedung. Da wir (jaja, Peter schreibt noch von daheim den letzten Tag:-))), ja erst Abends fliegen, mussten wir die anderen gegen 10:30 verabschieden. Es fiel uns außerordentlich schwer (hoffentlich ists ned zu sehr aufgefallen:-)). Danach gibts nicht mehr viel zu berichten, außer dass wir recht traurig den letzten Tag von Buenos Aires verbracht haben.
Einen großen Dank an ALLE für die schöne Reise. Von meiner persönlichen Seite aber besonderen Dank an Camilo (beim Rauchen plaudert man ja gerne:-)), Silke, Moni, Markus (Gracias, MUCHOS), Manfred und Doris. Nochmals Danke an Euch, und wir werden das mit Euch Erlebte nie vergessen! Bis bald!!!!