Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Ankunft in Südamerika :)
Nach dem langen Flug aus dem kalten Europa erwarten uns hier die Tropen, herrlich scheint uns die Nachmittagssonne ins Gesicht während Wilmer und Eddi den Bus beladen, der uns dann 800m höher in die Megastadt Caracas bringt, mit zum Teil imposanten Blicken auf das Avilagebirge. Nach dem obligatorischen aber zum Glück kurzen Stau auf der Stadtautobahn erreichen wir dann mit der Dämmerung unser Hotel Avila. Begrüßungscocktail, erstes Kennenlernen, dann stößt noch Carin zu uns, die aus Brasilien kommt, und somit sind wir 9 komplett. Aber auch komplett müde, deshalb tropische Buenas Noches von uns hier, alle gut angekommen.
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gefürchteter Fahrtag?
Kreolisches Frühstücksbuffet im altehrwürdigen Hotel Avila und dann ab die Post zum gefürchteten Fahrtag. Wir fuhren immer gen Osten an der Küste entlang durch das grüne Kakaoanbaugebiet Barlovento, wo wir einen Stopp bei den Kakaoplantagen machten und einiges über den Kakaobaum und seine heiss begehrte Frucht erfuhren. Rapide änderte sich die Landschaft und wir fuhren durch eine karibische Trockenzone weiter nach Osten und dann ab in den heissen Süden, leckere Mittagsrast in einem typisch venezolanischen Hüttenrestaurant, kulinarisch interessant mit Cachapa und Co. Die Fahrt nutzten wir, um über die ältere und jüngere Geschichte Venezuelas unterrichtet zu werden, bis wir am Abend endlich den Orinoco und die Stadt Ciudad Bolivar erreichten. Irgendwie war der Fahrtag lang und kurz zugleich, unser Team scheint schwer in Ordnung zu sein und Österreich, Süddeutschland und Norddeutschland verstanden sich trotz kultureller, dialektischer und fussballerischer Eigenarten prächtig. In der Posada gabs kein Wasser,. alsozogen wir in ein super Hotel vom gleichen Betrieb um, manchmal ist scheinbares Pech eben Glück. Mit so einigen neuen Eindrücken im Gepäck fielen wir dann müde in die Betten, morgen gehts ins Indianerland….
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im Goldrausch
Sehr früh brachen wir auf, denn wir haben ja auch heute einiges an Strecke zu bewältigen, und so fuhren wir südlich des Orinoco entlang nach Ciudad Guayana und dann ab in den Süden, immer weiter Richtung Gran Sabana und ins Land der Pemon. Goldland. Die Flüsse und die Erde ist geladen mit Gold und wir fuhren durch Goldminenstädte und in immer einsamere Gegenden. Die Natur ist faszinierend, wir machten Stopp bei einem Camp, in dem auch nach Gold geschürft wird und sahen dort auch ein Lemur-Äffchen und auch einen Harpyien-Adler. Dann ging es steil bergauf, bis wir auf fast 1500m Höhe das Hochland der Gran Sabana mit seiner unendlichen Weite erreichten, von wo aus wir in der Ferne auch die ersten Tafelberge sahen – endlich sind wir angekommen. Die Stimmung ist großartig und wir probieren unseren ersten venezolanischen Rum – gefährlich gut. Erschrocken stellen wir am Abend fest, wie schnell dieser “verdunstet”. Nach unseren überstandenen zwei Fahrtagen sind wir etwas gerädert aber froh hier zu sein, die ersten Eindrücke der Gran Sabana und des Pemon-Landes sind vielversprechend und erwartungsvoll schlafen wir schließlich an den Stromschnellen von Kamoiran ein.
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im Einbaumboot
Samir und Manuel holen uns mit ihren Allrad-Landcruisern ab, und ab geht die Post abseits der asphaltierten Straße. Wild ist die Fahrt, spannend, lustig und wenn wir nicht von der Buckelpiste durchgeschüttelt werden, dann wegen vielem Lachen. Wir kommen in einer kleinen Pemon-Siedlung an, von wo aus wir mit dem Einbaumboot den Fluss entlang fahren, bis wir am 100m hohen Apanwao-Wasserfall ankommen, ein echtes Spektakel. Unser Pemon-Begleiter Agustin zeigt uns einige Pflanzen, die man essen kann oder auch medizinische Wirkung haben. Wir probieren sogar lebende Termiten (gut gegen Asthma). Dann machen wir noch eine kleine Wanderung durch den Wald und über Bäche, bis wir an einem sehr schönen natürlichen Swimmingpool mit Wasserfall ankommen und das erfrischende Bad nutzen. Die Landschaft ist wirklich unbeschreiblich, ewige Weite, Tafelberge, Wetterphänomene, fehlen nur vorbeiziehende Dinosaurier. Abends kommen wir im abgelegenen und urigen Camp Chivaton an. Grüße aus dem Paradies.
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das Leben der Pemon
Nach dem Frühstück bestiegen wir die Geländewagen und schaukelten zuerst einen Hügel rauf mit einem fantastischen Ausblick auf die Gegend, bevor wir in die schöne Siedlung Kavanayen fuhren, wo wir uns eine Schule und die Missionsstation ansahen. Die Pemon scheinen ein sehr freundliches und entspanntes (und kinderreiches) Volk zu sein. Danach führte uns der Weg über Stock und Stein weiter zum Karuay-Fluss, wo wir durch den Wald liefen und am herrlichen Karuay-Wasserfall badeten. Der Ptari-Tafelberg und der Sororopan verschwinden immer wieder hinter den Wolken und tauchen dann wieder auf, oft wechselt das im Minutentakt. Pünktlich zum Mittagspicknick in der Hütte setzte dann der Regen ein und hörte wieder auf, als wir weiterziehen wollen, die Wettergötter sind mit uns. Mit dem Einbaum geht es den Karuay flussabwärts zu einem traumhaften Strand mit Wasserfall, wo wir noch mal baden, schwimmen, auf den Steinen klettern oder gegen Steine springen (autsch, C.), um mit Sonnenuntergang wieder nach Chivaton zu brettern, als wären wir auf Paris-Dakkar…ein super Tag geht zu Ende.
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bis zum Wasserfall
Mit zwei kleinen wackelnden Cessnas ging es früh los in die weite Savanne, über endlosen Regenwald und faszinierende Tafelberge an die Südostseite des gewaltigen Auyan-Tepui. Auf einer holprigen Schotterpiste landeten wir und waren in einer ganz ganz anderen Welt. Hier in Kavac stehen nur ein paar Rundhütten, der Rest ist Niemandsland zu Fuße der Steilwände des Tafelbergs. Wilmer kam mit einer Maschine aus Ciudad Bolivar mit all unserem Proviant. Nach dem Mittagsessen starteten wir sogleich zu einer abenteuerlichen Tour. Wir gingen den Kavac-Fluss entlang, bis wir uns nur noch halb kletternd, schwimmend und rutschend voranarbeiteten. Am Ende schwommen wir durch eine enge Schlucht mit immensen Steilwänden und kamen an einen Pool, in den sich ein brausender Wasserfall stürzte – was für ein Naturspektakel. Abends gabs zur Belohnung den ein oder anderen Rum, Wilmer zauberte uns ein Abendessen vom Feinsten, die Pemon sind sehr witzig, freundlich und zuvorkommend, und wir sind froh, in einer verzauberten Welt gelandet zu sein. Einziger Nachteil: die Puri-Puri Bosch Schraubbohrer, aber das müsst ihr jetzt nicht verstehen. Buenas noches nach Ö und D.
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im Dschungelcamp
Nach dem Rundhüttenfrühstück gingen wir zu Fuß los Richtung Kamarata durch die Savanne. Die Sicht war klasse, den rießen Auyan-Tepui hinter uns und einige weitere Tafelberge in der Ferne. Kurz vor Mittag erreichten wir die größere Siedlung Kamarata, machten dort Mittag und gingen dann an den Akananfluss, wo unser Einbaum auf uns wartete. Unglaublich, was so alles in ein Einbaumboot passt, 9 Touris, Wilmer, Eddi, 5 Pemon und unsere gesamten Vorräte und Equipment für die nächsten Tage. Einmal mussten wir aussteigen, und um Stromschnellen herumgehen, damit das Boot diese ohne uns sicher passieren kann. Nachmittags kamen wir dann an den Stromschnellen von Iwana Meru an und wir halfen mit, unser erstes Dschungelcamp aufzubauen. Sehr sehr leckeres Abendessen, Rum, Lagerfeuer, Sternenhimmel samt Milchstraße, und dann ab in die Hängematten, hoffentlich purzelt keine(r) raus…
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Eins mit der Natur :-)
Wir haben alle gut in den Hängematten schlafen können, und gingen dann im Fluss baden. Herrlich, so vollkommen in und mit der Natur zu leben. Recht schnell war dann das Camp wieder abgebaut, die Einbäume beladen, und nach kurzer Fahrt stiegen wir aus, um über eine Landzunge zu laufen, wo wir Spaßfotos auf einem alten Goldgräberflieger machten. Die Fahrt ging den Carrao flussabwärts, wir machten unterwegs ein schönes Picknick und besuchten eine ursprüngliche Pemon-Familie und sahen, was sie anbauen und wie sie leben. Vor uns tauchte dann der imposante Wei-Tepui auf, dem gegenüber wir unser zweites Lager in El Arenal aufschlugen. Wir unternahmen noch eine kleine Wanderung durch den Dschungel und verbrachten wieder einen lustigen Abend. Gute Nacht mitten aus dem Dschungel…
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in Sicht: der größte Wasserfall der Welt
Diesmal ging es flussaufwärts in den Teufelscanyon auf dem Churun, der wirklich meisterhaft von unseren Pemon gemeistert wurde, die Fahrt war zum Teil sehr abenteuerlich. Schließlich erreichten wir unser Camp gegenüber des Angel-Wasserfalls, von dem wir zunächst aber nichts sahen, weil er komplett in Wolken gehüllt war. Zudem fing es noch an, tropisch zu regnen, als wir gerade Mittag machten, aber pünktlich mit dem letzten Bissen hörte der Regen auf und wir sahen den Angel-Fall in voller Pracht. Nichts wie los zu unserer Wanderung zum Aussichtspunkt, die alles andere als einfach war, denn es ging über Stock und Stein und steil bergauf, bis ein grandioser Blick auf den höchsten Wasserfall der Welt uns für unsere Mühen belohnte. Zurück im Dschungelcamp Teil 3 gab's sogar Lumumba und mal wieder ein Abendessen der Extraklasse, und das mitten in der Wildnis. So, noch einmal in die Hängematten und dem Wettergott danken, wie gut er es mal wieder mit uns meinte.
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Mutprobe
Bevor es nach Canaima ging, konnten wir von unserem Ufer aus den Wasserfall nochmal bestaunen, und dann begann die rasante Fahrt flussabwärts. Mittags kamen wir am Sapo-Wasserfall an, den wir hinter-wanderten, eine echte Mutprobe. Dann ein letztes Mittagspicknick und Abschied von unseren super Pemon-Freunden, erstklassig, wie sie uns betreut hatten!!! In Canaima konnten wir noch schön am See mit seinen tosenden Wasserfällen baden und aßen in einer Rundhütte leckeren Barsch, bevor wir alle recht müde in die Betten – ja, Betten – fielen.
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Tafelberge-Abschied
Heute heißt es Abschied nehmen von der fantastischen Welt der Tafelberge. Wir hatten wieder unsere zwei Cessnas, die uns über Regenwald, Savanne, den Guri-Stausee und Eisenerzminen an den Orinoco und nach Ciudad Bolivar flogen. Am Nachmittag bezogen wir unsere schöne Posada, sahen uns die interessante Innenstadt an, tranken ein Sundowner-Bier am Orinoco und aßen noch lecker Steak bei Alfonso. Die Zivilisation hat uns also wieder.
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Richtung Humboldt-Höhle
Erstmal: Feliz Cumpleaños, happy Geburtstag Jürgen, ach wären wir doch alle noch 32… Nach dem Frühstück in den alten Gemäuern der Casa Grande holte uns José mit seinem Dodge-Bus ab und fuhr uns nach Ciudad Guayana, und zwar an den Flughafen. Hier verabschiedeten wir uns von unserer Carin (schnüff, heul), die uns Richtung Peru verlässt, alles Gute Carin und eine La Ola für Dich!!!
Die Fahrt ging nun wieder über den Orinoco und immer weiter in den Norden, bis wir am Nachmittag im schönen und endlich wieder etwas kühleren Caripe ankamen. Von hier fuhren wir gleich an die Guacharo-Höhle und beobachteten aus dem Höhleneingang heraus das Ausschwärmen der Guacharo-Vögel, die ja nachtaktiv sind.
Das inklusive Abendessen im sonst schönen Hotel war leider ziemlich mau und fantasielos, aber Jürgen hatte ja noch seinen Geburtstagsrum parat und so ließen wir es uns im Pavillon über Caripe gut gehen und stießen nochmal auf seinen Geburtstag an.
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Siggi mit Landschaft in Mochima
Was mit Carin in Ciudad Guayana angefangen hat, setzt sich nun fort, unsere Gruppe löst sich so langsam auf. Heute verabschiedeten wir uns von Hella und Enriko, die früh die Fähre nach Margarita nahmen. Viel Spaß wünschen Euch die restlichen 6 Piraten!
Tja, und wir fuhren los entlang der Karibikküste immer weiter gen Westen nach Caracas. Heute am Sonntag kamen wir gut voran und erreichten am frühen Nachmittag die Megametropole. Wir besuchten das Kinderheim, das von viventura (also uns) unterstützt wird und verbrachten dann noch einen tollen Abschlussabend in einem super Restaurant, bevor wir an der Hotelbar noch uns und die Reise feierten.
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Zurück nach Deutschland
Heute heißt es Abschied nehmen, zumindest von der Gruppe (oder das, was von ihr übrigblieb), wenn auch nicht für alle von Venezuela. Zuerst nahmen Siggi und Jürgen den Flieger nach Los Roques, lasst es rocken auf Los Roques!!! Dann fuhren wir (nur noch 4) in den schönen und entspannten Vorort von Caracas "El Hatillo", wo man schön flanieren konnte und auch alle möglichen Souvenirs und Spezialitäten des Landes (Kaffee, Ameisensauce, etc.) bekam.
Tja, und dann war es soweit, wir fuhren wieder runter ans Meer zum Flughafen in Maiquetía. Konni und Peter checkten ein, und Gabi und Rudi fuhren wieder mit hoch nach Caracas, sie bleiben noch einen Tag. …und so zerbröselte förmlich unsere tolle Truppe, zurück bleiben schöne Erinnerungen und Träume von der Welt der Tafelberge.