Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Ab nach Südamerika!
Das Abenteuer kann beginnen, gut gelaunt, wenn auch etwas Jet lag geplagt, kamen wir alle samt Gepäck in Caracas an, hurra. Rafa und Regula hatten schon fast eine Woche Inselparadies Los Roques hinter sich, unser Neid ist ihnen sicher!!! Die Kulisse der Millionenstadt Caracas ist überwältigend, wir fahren die Stadtautobahn entlang und kurven durch einige Straßen mit chaotischem Verkehr, bis wir schließlich unser schönes Hotel am Fuße des Avila-Gebirges erreichen. Ein Begrüßungscocktail und ein kleiner Snack, das reichte den meisten von uns. Außerdem wird hier im Hotel irgendein Geburtstag gefeiert, für Musik und wummernde Bässe ist also auch gesorgt. Egal, erstmal ab in die Betten, ausschlafen, mañana sehen wir uns mal an, wo wir hier überhaupt gelandet sind…buenas noches.
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Was für ein Theater in Caracas
Tropisches Frühstücksbuffet am Pool, so sollte ein Tag losgehen. Gemütlich fuhren wir durch die sonntagsfreien Straßen der Großstadt ins historische Zentrum und begannen unsere Stadtbesichtigung am schönen Plaza Bolivar mit den vielen schwarzen Eichhörnchen und einem deutsch-übenden Nationalgardisten. Wir lernten interessante Sachen über die Geschichte Caracas, Venezuelas und Simon Bolivars und besichtigten das Geburtshaus des Befreiers Südamerikas. Unvermittelt fanden wir uns sogar inmitten eines Straßentheaters zur 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit und alle waren sehr engagiert, uns die Geschichte näher zu bringen, echt freundlich die Menschen hier. Ein paar Arepas, Cachapas und Guanabanas später (wiiiieee?, kennt ihr nicht? wir schon!!!) fuhren wir dann zum nationalen Flughafen, wo unser Flug nur 3 Stunden später als geplant Richtung Merida abflog, scheint wirklich manchmal etwas latino-chaotisch zuzugehen hier - besonders wohl am letzten Ferienwochenende im Land. Aber am Ende klappte alles, der nette Harry fuhr schon mal den Wagen vor und brachte uns schließlich müde aber gut gelaunt in die tolle Casa Sol in der Andenhauptstadt. Buenas noches, sind schon ganz gespannt auf unsere morgige Catatumbo-Tour…
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Von Merida in Maracaibobecken
Mit einem lecker Frühstück in der Casa Sol, gutem Wetter und guter Stimmung begannen wir den Tag. Harry fuhr den Wagen vor und wir guckten uns erst noch den Plaza Heroinas vom schönen Mérida an, bevor es ab in die Berge ging. Kurvenreiche Strecke, schöne Natur und sogar die ersten Brüllaffen. Kurzer Stopp im Andendorf Jají mit einigen Leckereien aus der Region, dann besichtigten wir eine traditionelle Kaffeehacienda, bevor es schließlich ins heiße Maracaibobecken ging. In Puerto Concha warteten unsere Bootsmänner Omar und Morrocho auf uns und wir fuhren auf dem Concha Fluss durch einen Galleriewald mit jeder Menge Brüllaffen, Tukanen, Aras, Bussarden und weiß der Geier wie vielen Geiern. Und dann gelangten wir an den großen See und zu unseren Pfahlbauten mitten im Wasser. Bald ging die Sonne unter, der Vollmond auf und schon waren wir wieder auf dem Fluss unterwegs zu einer Nachttour. 3 Versuche einen Kaiman zu fangen scheiterten, die Vollmondnacht ist einfach zu hell. Ein leckerer Grillabend, aber noch keine Catatumbo-Blitze. Die kamen erst gegen 3 Uhr morgens, waren aber etwas weiter entfernt. Und so baumelten wir bis in die Morgenstunden in unseren Hängematten in einer ganz ganz anderen Welt…
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Aus der Hitze in das angenehm kühle Merida
Mit dem Sonnenaufgang hieß es raus aus den Hängematten, Kaffee, Frühstück und ab ins Boot und über den riesigen See. Im Catatumbo-Delta sahen wir sogar noch ein paar Tucuxi-Delfine, bevor wir nach Congo kamen. Ein Dorf komplett aus Pfahlbauten mitten im Wasser - eine wirklich andere Welt. Wir fuhren weiter durch das Flussdelta und gelangten wieder auf unseren Pfahlbau, wo Harry uns schon das Mittagessen bereitet hatte. Auf dem Rückweg nach Mérida besuchten wir noch eine Zuckerrohrplantage und am Ende waren allerdings alle froh wieder aus der Hitze zu sein und im kühlen Mérida anzukommen. Nach einem hoch spirituellen Abendessen mit obligatorischem Stromausfall zog es einige von uns noch in eine Absackerbar, bevor wir müde und zufrieden in die Betten fielen. Viel erlebt und gesehen die letzten zwei Tage, buenas noches aus den Anden wünschen die lustigen 9….
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Hoch hinaus bis auf 4200m
Heute standen die Berge auf dem Programm und wir fuhren die faszinierende Transandina-Straße bis auf 3000m Höhe und wanderten zu den heißen Quellen von La Musui, wo wir im herrlich warmen Wasser plantschten. Aber es ging noch höher, insgesamt auf 4200m auf den Adlerpass - keuch. Auch dem Kondor statteten wir einen Besuch ab, imposante Vögel! Tja und eigentlich sollten wir ja hier oben in den Bergen übernachten, aber wegen eines Erdrutsches mussten wir ausweichen und fuhren 1234 Kurven runter nach Barinas ins Flachland - hat zum Glück alles gut geklappt. Nach dem Höhentraining haben wir uns unser kühles Bier echt verdient…
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Eine Bootsfahrt die ist lustige, eine Bootsfahrt..
Nachdem wir bereits gestern den Andenpass, wegen des Erdrutsches, passiert hatten, kamen wir schon am Vormittag im Raftingcamp an. Und das hat sich alle Mal gelohnt! Traumhaft am kühlen Río Acequias gelegen fiel uns nur das Wort “paradiesisch” ein. Nach dem Baden im Fluss gab es in der offenen Rundhütte Grillfleisch und Salate vom Feinsten, genau die richtige Stärkung für das anstehende Rafting. Eigentlich ist es ein Anfänger-Rafting, eigentlich. Der Fluss war auch gar nicht so wild, aber vor allem unser Rafting-guide Willi machte die Fahrt wild für uns und schepperte über die Stromschnellen und brachte sogar das Boot zum kentern. Für Adrenalin war also gesorgt. Aber wir hatten alle einen Heidenspaß, am liebsten wären wir mit dem Boot gleich weiter in die Llanos gefahren…Wilmer holte uns mit kühlem Bier ab und am Ende ging´s mit einem Viehtransporter zurück ins Camp. Hier spielten wir Badminton, übten uns im Seiltanz, schwammen im Fluss, aßen lecker und gemütlich zu Abend und lauschten den Geräuschen des Flusses und der Vögel bis wir müde und froh einschliefen…
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Auf ins Niemandsland
Zu Schade, dass wir diesen tollen Ort wieder verlassen müssen. Es ging zuerst immer gen Süden, weiter und weiter in die Llanos hinein. Nachdem wir den großen Apure-Fluss überquert hatten, wurde es immer wilder und einsamer um uns in dieser ewigen Weite. Wir sahen die ersten Kaimane und jede menge Vögel, vor allem Ibisse, Reiher, Bussarde und den riesigen Jabiru-Storch. Dann ging es scharf nach Westen Richtung Kolumbien und immer weiter ins Niemandsland. Hier liefen wir unseren Llanero-Freunden entgegen, die uns abholen sollten (der Bus schafft es nicht zum Camp auf den zerrissenen Lehmstraßen). Besonders beeindruckend war hier, dieses unglaubliche Licht der tiefstehenden Sonne, der gewitterschwere dunkle Himmel, das viele Grün, das viele Wasser - echt irre! Wir sahen noch einige Capibaras und auch eine knallgrüne Wasserschlange, bevor wir schließlich unser Camp und unsere Llanero-Familie erreichten. Uriger geht´s nicht mehr! Wilmer zauberte uns zum Nachtisch noch ein paar Cocktails, dann kamen aber auch schon die Moskitos mit Lust auf Blut. Gute Nacht aus der middle of nowhere, sagen wir Cowgirls und -boys.
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Erkundung des Guaritico-Flusses
Ein lautstarkes Vogelkonzert machte jeden Wecker überflüssig und schon früh starteten wir zum Guaritico-Fluss. Wir schlängelten uns mit dem Boot zunächst durch ein überflutetes Waldgebiet, wo wir viele Leguane, die Hoatzins und ein paar Capibaras sahen. Auf dem Fluss konnten wir so manchen großen Kaiman am Ufer sehen. Das Beste waren aber die rosa Flussdelfine, die ganz nah an unserem Boot schwammen. Unser Llanero Ramon sprang dann ganz plötzlich ins Wasser und holte uns eine bizarre, urtümliche und stinkende Fransenschildkröte aus dem Wasser. Viecher gibt´s, die gibt´s gar nicht. Und es kam noch besser, auf der Rückfahrt flogen so ca. 8 wunderschöne, rote, kreischende Aras über uns hinweg, wir waren ganz baff. Nach der Siesta brachen wir auf zur Safari. Wir wollten auf Anaconda-Suche gehen, als wir in der Savanne einen Ameisenbären ganz nah sahen. Ramon und Eddi rannten um ihn herum und trieben ihn auf uns zu, wir bildeten einen Kreis und so konnten wir das Tier aus nächster Nähe betrachten. Wir haben echt ein unfassbares Glück mit den Tieren. Tja, aber nicht so bei der Anaconda-Suche. So sehr sich unsere Llaneros auch bemühten und im seichten Wasser nach ihr stocherten, wir fanden keine, schnüff. Wir wurden aber mit jeder Menge Kaimanen und einem fantastischen Sonnenuntergang entschädigt. Ein unvergesslicher Tag geht zu Ende.
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Jede Menge Piranhias und eine last Minute Anaconda
Da wir nur 6 Pferde zur Verfügung hatten, teilten wir uns auf. Die einen fuhren mit dem Pickup voraus und fischten schon mal Piranhias und suchten nach Anacondas. Während die anderen mit Ramon losritten. Zum Teil ritten wir durch kniehohes Wasser. Am Ende erreichten wir die, die fischten und machten dort den Wechsel, die (erfolgreichen!!!) Fischer ritten zurück, während die voran gegangenen Reiter für noch mehr Piranhias sorgten. Doch wieder: trotz aller Mühen konnten wir einfach keine Anaconda finden. Ach wie herrlich diese Weite, Erholung für die Sinne. Zu Mittag aßen wir die gefischten Piranhias. Sehr sehr lecker - muss man schon sagen. Am Abend hieß es Abschied nehmen von der tollen Llanerofamilie. Wir fuhren mit dem Pickup die Lehmpiste entlang, als das nicht mehr Geglaubte eintrat. Wilmer hatte eine Anaconda im seichten Wasser entdeckt, die Llaneros zogen sie raus und so bekamen wir doch noch, was wir uns so sehnlich gewünscht hatten!!! Wir sind echte Glückspilze, last minute Anaconda. Nach diesem Erlebnis machten wir noch etwas Strecke und erreichten am Abend San Fernando. Uns geht´s hier prächtig.
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Fahrtag mit kurzzeitigem Kaffeentzug
Um 5 Uhr morgens ging es los. Heute galt es, Strecke zu machen, von West nach Ost - der gefürchtete Fahrtag stand an. Um kurz nach 7 Uhr erreichten wir Calabozo, Gott o Gott, die Llanosstädte haben wirklich so gar nichts zu bieten au'er Staub und chaotischer Fahrweise. Ach nein, eine gut sortierte Bäckerei fanden wir auch und der Kaffee schmeckte gleich dreimal so gut, nachdem wir ja nüchtern losfahren mussten. Viel hatte die Strecke nicht zu bieten, außer uuuuunglaublichen Autos oder besser Schrottkarren, die sich hier bewegen. Am Abend fuhren wir dann über den gewaltigen Orinoco, erreichten Ciudad Bolivar und aßen lecker zu Abend in einem Grillrestaurant. Morgen geht´s ab zu den Tafelbergen, wir freuen uns drauf…
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Flug in eine ander Welt
Zunächst hatten Brigitte, Martin, Regi und Rafa eine Extratour. Der Taxifahrer setzte sie statt im Airport im Hangar ab, so dass der Pilot sie mit der Cessna zum Terminal fuhr. So konnten die vier schon mal die Cessna testen. Kurz drauf saßen wir alle in diesen Minifliegern und hatten einen atemberaubenden Flug in die Welt der Tafelberge und schließlich über den höchsten Wasserfall der Welt, bevor wir in Uruyen landeten, was nur aus ein paar Rundhütten in unglaublicher Kulisse besteht. Genauso unglaublich war auch die anschließende Exkursion in die Uruyenschlucht. Abenteuerlich ging es hinein in einen Kessel, den wir schwimmend, kletternd, rutschend und zudem mit einer fiesen Ameisenattacke erreichten. Aber die Mühe hatte sich gelohnt, einfach unbeschreiblich die Welt hier. Abends in der Rundhütte wurde noch Juan Carlos´Geburtstag ausgiebig gefeiert und wir verbrachten unsere erste Nacht in dieser wirklich magischen Welt…
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Eintauchen in den Dschungel
Abenteuerlich geht´s weiter. Nach ein paar Flussüberquerungen, wandern durch die Savanne und weiterfahren auf unfassbaren Strecken in einem noch unfassbareren Toyota kommen wir in Kamarata an und lernen dort unsere Pemon-Indianer kennen, mit denen wir die Einbaumtour auf dem Akanan-Fluss starten. Gegen Abend erreichen wir die Stromschnellen von Iwana Meru und bauen dort unser erstes Dschungelcamp auf. Lagerfeuer, Wilmer zaubert uns das Abendessen, Flussrauschen, etwas Rum, Hängematten, uns geht´s furchtbar gut hier mitten im Dschungel an den Tafelbergen…
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Weiter geht das Dschungelabenteuer
Baden im Fluss, frühstücken, Dschungelcamp abbauen und weiter geht es mit dem Einbaum. Manchmal müssen wir aus dem Boot, um Stromschnellen zu umwandern, erkunden dort die Natur, das Wrack eines Goldgräber-Flugzeugs und besonders interessant war es, einen Conuco - eine Anbaufläche einer Pemon-Familie - zu besuchen, um zu sehen, wie die Pemon hier leben und was sie anpflanzen. Eine herrliche Mittagsrast gab es gegenüber des Auyan-Berges. Anstrengend ist das Klima: große Hitze und empfindliche Kälte, wenn ein Regenschauer kommt. Ein Wechseln findet hier unglaublich schnell statt. Nachmittags sind wir schließlich am zweiten Camp angekommen, direkt gegenüber des schönen Wei-Tepuis. Die Stimmung ist super, jetzt aber ab in die Hängematten, morgen haben wir ja noch so einiges vor…
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Feliz cumpleaños Guschti
Hey Guschti, das Wichtigste zuerst, "happy cumpleaños to dich". Weiß der Teufel wo Wilmer einen Geburtstagskuchen mitten im Dschungel aus dem Hut zaubert, aber da steht er, samt Kerze. So gestärkt ging es nun den Churun flussaufwärts. Einfach grandios die Schlucht des Auyan-Tepui und unglaublich das Geschick, mit dem unsere Pemon den Einbaum über die Stromschnellen steuern. Und dann war er vor uns, in voller Pracht, der Kerepakupai, auch Angel-Fall genannt. Wir genossen den Blick auf den Wasserfall und die 1000 Meter hohen Steilwände. Wir begannen später eine sehr schöne aber auch anstrengende Wanderung hoch zum Aussichtspunkt, wo wir den Wasserfall fast zum Greifen nah hatten. Am Abend, klar, wurde noch ordentlich auf Guschti-Rafas Geburtstag angestoßen, bevor wir müde und glücklich in die Hängematten fielen…
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Aus dem Dschungel in die Zivilisation
Früh hieß es Abschied nehmen vom Angel-Fall. Wir bretterten mit La Ola den Churun herab und kamen gegen Mittag an den Sapo-Wasserfall, einer von 5 Wasserfällen, die sich in die Canaima-Lagune stürzen. Wir liefen hinter diesen Wasserfall entlang, was ein unvergessliches Erlebnis war. Immense Wassermassen, die nur einen Meter von dir entfernt herabstürzen! Ein letztes Mal machten wir ein Picknick im Freien, bevor wir uns von unserem fantastischen Pemon-Team verabschiedeten. Und so kamen wir müde und nach 3 Dschungelübernachtungen, nicht gerade nach Rosen duftend, in dem Ort Canaima an und bezogen unsere Posada. Gerade wollten wir im See baden, da kam ein Wolkenbruch und so suchten wir Schutz in einer Strandhütte, wo es auch Caipirinhas gab. Der lautstarke Claudio unterhielt uns (aber noch viel mehr sich) beim leckeren Abendessen, und so sagen wir buenas noches aus der Welt der Pemon.
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Wir dringen weiter in die Zivilisation vor
Ach wie schön, mal einen Vormittag frei zu haben. Den nutzten wir bei besten Wetter im und am herrlichen See von Canaima. Mittags gingen unsere Flieger zurück nach Ciudad Bolivar und trotz aller Anstrengungen und auch Entbehrungen im Dschungel, ist man schon traurig, diesen einzigartigen Fleck Erde wieder verlassen zu müssen. Am Nachmittag besichtigten wir noch die historische Stadt Ciudad Bolivar und genossen ein kühles Bier beim Sonnenuntergang am Orinoco. Die "Zivilisation" hat uns wieder, wir wissen noch gar nicht recht, was wir davon halten sollen…
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Besuch der Warao-Indianer
Erstmal ging es früh raus, denn wir mussten wieder etwas Strecke machen. Zunächst ging es parallel des Orinoco nach Osten und dann schnurstracks nördlich Richtung Karibik. Unterwegs legten wir einen kleinen Stopp bei den Warao-Indianern ein (u.a. zum Körbe kaufen), wir machten Mittag in einem großen Einkaufszentrum (waren wir vor zwei Tagen wirklich noch im Urwald?) und am Nachmittag erreichten wir das schöne und endlich wieder kühle Caripe, wo wir eine kleine Wanderung zum Paila-Wasserfall machten. An der berühmten Guacharo-Höhle sahen wir dann das Ausschwärmen der kreischenden, nachtaktiven Vögel und verbrachten einen gemütlichen Abend im schönen Pueblo Pequeño in Caripe. Etwas Gemütlichkeit tut auch mal gut, schließlich haben wir ja Urlaub. Es grüßen aus der Ferne die fantastischen 9…
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Nächster Halt: Karibik!
Ach wie schön hier, angenehmes Klima, grüne Hügellandschaft, herrliche Posada…und wieder müssen wir weiter. Diese Reise sollte zwei Wochen länger gehen, um an solchen Orten länger bleiben zu können. Jedenfalls ging´s heute in die Guacharohöhle, wo wir die richtige Hitchcock-Stimmung bekamen bei all den kreischenden Vögeln. Erst als wir uns durch ein kleines Loch zwängten, kamen wir in die “Höhle der Stille”, wo wir in aller Ruhe die tollen Tropfsteine bewundern konnten. Nach einer guten Stunde waren wir wieder im Freien. Einige waren sichtlich erleichtert. Und danach gab es nur noch ein Ziel: die Karibik. Mittags erreichten wir die Küste, fuhren diese noch ein Stück Richtung Osten entlang und kamen am frühen Nachmittag am Traumstrand Playa Medina an. Hier gab es Cabañas ganz privat für uns. Unbeschreiblich, Leben in einer Postkarte, vergesst alle Werbeplakate in Reisebüros, DAS HIER ist DER Karibikstrand! Am Abend wurde Wilmer noch zum Präsidenten von Korlitilandia gewählt und die erste Ministersitzung verlief lange, feuchtfröhlich, unvergesslich und lachmuskelintensivsterschütternd, viva la revolución!!!
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Karibikfeeling auf der Fahrt nach Cumaná
Aufwachen im Paradies. Frühstück in einer Postkartenkulisse, manche(r) noch leicht bis mittelschwer verkatert von der ersten Ministerrunde des neugegründeten Staates Korlitilandia. Und dann hatten wir den ganzen Vormittag für uns, Schwimmen, Baden, Sonnen, Faulenzen, Lesen, Weiterschlafen und Kokoswasser trinken an einem Karibikstrand wie aus dem Bilderbuch. Danach wartete ein wahres Zuckerstückchen auf uns, wir besuchten nämlich eine Kakaohacienda, auf der auch Schokolade gemacht wird. Sehr interessant die Führung und 1000mal leckerer als jede Milka und Nestle dieser Welt. Nachmittags fuhren wir weiter an der Küste entlang nach Cumaná, wo wir gut bei Rosa untergebracht wurden. Karibische gute Nacht wünschen die Korlitilianer/innen.
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Mochima-Nationalpark mit Cuba Libre
Nach dem tollen Rosa-Frühstück fuhr uns der Präsident zum Strand von Cumaná, wo Roger schon mit seinem Boot auf uns wartete und los ging es zum Mochima-Nationalpark. Pelikane, Fregattvögel und Tropikvögel lieferten schöne Fotomotive auf den Klippen im türkisblauen Wasser. Dann fuhr Roger raus aufs offene Meer und nach nicht allzu langer Suche fanden wir Delfine, die sogar unterm Boot durchtauchten und einmal auch sprangen. Dann war Schnorcheln angesagt und wir waren alle sehr begeistert von der bunten Unterwasserwelt der Korallenriffe. Roger ließ es uns außerdem mit Cuba Libre (oder Venezuela Libre, wie er es nennt) gut gehen und mittags kamen wir schon alle recht fröhlich an einen Strand, wo wir den leckersten Fisch zubereitet bekamen und Oberkorlitilone Wilmer sich vor einer Schar kreischender weiblicher Fans retten musste. Dabei hat er sich so verausgabt, dass er beim Abendessen in einer Karaokebar fehlte, wo es für einige von uns noch tanzender Weise länger ging…buenas noches del caribe!!!
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Live Musik, Schuhplattler und das Korlitilied
Heute haben wir was Besonderes vor. Auf eigenen Wunsch hin lassen wir Caracas sausen und fahren stattdessen in die Colonia Tovar. Aufbruch mit dem Sonnenaufgang! Wir kommen gut voran, bis uns ein unfallbedingter Stau zu Umwegen zwingt. Und dann bleibt auch noch unser Transport stehen. Letztendlich kann Wilmer aber doch noch alles richten und wir erreichen unser Ziel - die berühmte Colonia Tovar. Hier verbringen wir einen tollen Abend mit Live Gesang, Schuhplattler und unserer neuen Nationalhymne - dem Korlitilied. Es war zum Schreien komisch. Einen besseren Abschluss einer super tollen Reise können wir uns nicht wünschen. Es ist ungläubig, dass drei voll gepackte Wochen schon rum sind. Uns so fallen wir müde in die tropischen Schwarzwaldbetten.
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Eine la Ola für alle!
Aufwachen im tropischen Schwarzwalddorf Colonia Tovar. Wenn es hier keine Palmen gäbe, könnte man echt meinen, man wäre im Schwarzwald. Nach dem Frühstück schlenderten wir noch durch den schönen Ort (Apfelstrudel heißt hier "Apfelstrudel" und sieht aus und schmeckt wie Apfelstrudel), packten unsere sieben Sachen (Hotel Freiburg), entdeckten noch ein Faultier im Baum und kurvten schließlich durch eine sehr schöne Landschaft runter an die Küste und zum Flughafen von Maiquetía. Wir machten es dort kurz und schmerzvoll: noch eine La Ola für Wilmer, eine für Eddi, eine für die Margarita-Verlängerer Brigitte und Martin und eine für uns Heimflieger. Schnüff, heul, Umarmungen und Küsschen, diese drei Wochen waren so intensiv, dass wohl jeder von uns noch Zeit zum Verarbeiten brauchen wird. Viva Venezuela!!!