Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Es kann fast los gehen
Kolumbien wartet! Noch 8 Tage bis Weihnachten und neben einsamen Pferden und leer stehenden Häusern wartet auch Miguel auf die Gäste aus Alemania. Michael ist als erster draußen, vielleicht dank GPS? Auf alle Fälle wird er sofort zum Hilfssheriff ernannt und darf mit nach dem Rest der Gruppe Ausschau halten.
Leider schaffen es Editah und Silvio nicht bis Bogota, sie verbringen, Iberia sei dank, noch eine Nacht in Madrid, was der Rest der Gruppe aber erst am nächsten Tag erfahren sollte.
So geht es nur zu zehnt ins Hotel und zum Abendessen, in der Hoffnung, dass die beiden Vermissten am nächsten Tag erscheinen und die Tour los gehen kann. Schließlich warten ja Pferde und leer stehende Häuser auf uns.
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Die steile Treppe
Gut mit Sonnencreme eingerieben begann unsere Stadttour durch Bogota. Zunächst war es noch bewölkt, aber bald begann das Wechselspiel zwischen sonnigen und bewölkten Momenten, eine echte Herausforderung an unsere Kleiderwahl. Bogota, die Stadt des Zwiebellooks.
Wir stiegen auf den Hausberg Monserrate bevor wir dann den kolonialen Stadtteil Candelaria durchwanderten. Dabei unterhielten wir uns über die Verkehrsproblematik dieser rasch wachsenden 8 Millionen Stadt und die Lösungen, die dafür gefunden wurden. Ebenso erfuhren wir viel über die Hintergründe der unruhigen Geschichte dieses Landes. Fotomotive gab es in jeder Menge, die Zahl der gewonnenen Eindrücke war riesig.
Nachmittags ging es in den Süden der Stadt zu den sozialen Brennpunkten der Stadt. Dort besuchten wir das von viSozial unterstützte Projekt Exito Verde, wurden von Kindern herzlichst empfangen und durch ihr Viertel begleitet, wo sie uns mit einem gewissen Stolz die Arbeiten des Projekts zeigten. Dabei hatten wir unsere erste Herausforderung der Höhe zu bewältigen, als wir eine steile und scheinbar nicht enden wollende Treppe zu besteigen hatten. Zu unserer Erleichterung mussten wir nur bis zur Hälfte hoch. Doch trotzdem sehen manche von uns noch diese steile, blauweise Treppe vor sich!
Am Abend die gute Nachricht: Silvio und Editha waren in Bogota angekommen. Gemeinsam und endlich vollständig ging es in die "Jugeteria - dem Spielzeugladen" ein Restaurant, das sehr skurril mit Puppen und Spielzeugen dekoriert ist, ausgezeichnete Fleischgerichte serviert und den Cuba Libre als ganze Colaflasche und ausreichend Rum zum Nachschenken serviert. Für die nötige Bettschwere war also gesorgt.
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Mit dem Rad unterwegs
Heute wollen wir es den Bogotanern gleichtun und schwingen uns zu diesem Zweck auf die Fahrräder. Wir nutzen die Ciclovia, bei der insgesamt 121 km Straßen in der Stadt für den Autoverkehr gesperrt werden und für acht Stunden fest in der Hand der Radfahrer, Skater, Jogger oder einfachen Spaziergängern ist.
Unser erster Halt ist der Parque Nacional, wo wir uns unter die Cumbia-Tänzer mischen … na fast alle, bis auf zehn von uns nehmen teil, während die schweigende Mehrheit vom Rand aus zuschaut.
Wirklich alle sind wir wieder bei der anschließenden Fruchtsalat und "Salpicon"-Probe. Letzteres ist ein erfrischender Saft aus Orangen- und Papayasaft, in dem sich kleingeschnittene Bananen-, Ananas-, Mango- und Apfelstücke befinden.
Nach dem Mittag holte uns Carlos, unser Fahrer im Stadtteil Usaquen ab und fuhr uns nach Villa de Leyva. Kurz vor Villa de Leyva dann die unangenehme Überraschung: Wegen Erdrutsch war die Straße gesperrt und wir konnten nur umdrehen und einen langen Umweg nehmen, der uns ca. 2 Stunden kostete.
Trotzdem erreichten wir Villa de Leyva bei guter Laune und setzten uns nach einem kleinen Imbiss auf Stufen des Platzes und genossen den ruhigen Abend und die malerische Kulisse.
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Wie einst Don Quichote
Nicht alle können sich ungehemmt über das sonnige Wetter beim Frühstück freuen. Die Frage, wie es ihnen auf dem Pferd ergehen wird, mag bei dem einen oder anderen mulmige Gefühle vor unserer ersten Tagesaktivität wecken. Doch alle sind dabei und nach den ersten Metern hoch zu Ross legt sich diese Aufregung, so dass schon bei Ankunft an den blauen Lagunen unsere Truppe wie erfahrene Cowboys und -girls erscheinen.
Es geht durch eine karge Landschaft, wir fühlen uns manchmal wie Don Quichote auf der Suche nach den Windmühlen. Doch auf uns wartet statt dessen ein ausgestorbenes Urmonster: Das Fosil! Es sind die versteinerten Reste eines Urkrokodils, das vor mehr als 60 Millionen Jahren in dem Meer lebte, dessen Boden nun Villa de Leyva ist. Auf dem Rückweg sehen wir noch die größte Keramik der Welt, ein Haus ganz aus Ton gemacht. Den Nachmittag nutzen wir um auf eigene Faust diesen ruhigen und malerischen Ort zu erkunden, bevor wir uns am Abend zum Essen treffen.
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Engeln auf der Spur
Es geht zurück nach Bogota. Doch zunächst wollen wir noch den Engelsschritt wagen. Dieser ist eine besonders schmale Stelle, gerade 10 cm breit auf einem Bergrücken bei Santa Sofia, einem Nachbarort Villa de Leyvas. Zu beiden Seiten dieses Pfads geht es steil hinab, doch der Engelsschritt ist wirklich nur einen Schritt lang, so dass wir alle ohne Probleme rüber kommen.
Die Landschaft fasziniert uns alle, die Fotografen unter uns sind in ihrem Element! Ganz besonders diejenigen, die noch zum Fluß hinabsteigen. Durch den vielen Regen der letzten Wochen führt dieser Hochwasser, so dass wir leider nicht am Flußbett zurück laufen können.
Nach einer kurzen Stärkung mit typischen Longaniza-Würsten in Sutamarchan erreichen wir am Nachmittag die Salzkathedrale von Zipaquira. Auch diese Sehenswürdigkeit beeindruckt uns sehr und bietet uns viele stimmungsvolle Fotomotive.
Wir wollten gerade in den Bus steigen als ein mit Kindern besetzter Kleinbus neben unserem hielt. Ganz aufgeregt riefen uns die Kinder zu, dass wir noch warten sollten, sie würden uns was vorsingen. Schnell entsprangen sie ihrem Bus und bauten sich vor uns auf und sangen tatsächlich zwei Weihnachtslieder für uns. Als sie erfuhren, dass wir Ausländer seien und Deutsch sprechen würden, kannte ihre Neugierde keinen Halt und sie wollten uns sprechen hören. Wir beantworteten ihr Bitte mit einem gesungenen "Oh Tannenbaum", was sehr zu ihrer Freude beitrug.
Da wir morgen sehr früh raus müssen, packten wir noch schnell unsere Sachen für Nuqui und gingen zeitig schlafen.
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Seeehr früh unterwegs in den Pazifik
Mitten in der Nacht mussten wir schon aus den Federn, um zum Flughafen von Bogota zu fahren. Dort tobte bereits das Chaos. Menschenmassen überall und keiner wusste wohin. Dennoch gelangten wir irgendwie in den Flieger nach Medellin und nach zwei Landeversuchen auch auf den Boden.
Um den Weiterflug nach Nuqui zu bekommen, mussten wir zunächst mit dem Bus noch 600 Höhenmeter zum Nationalairport überwinden. Dort wurde beim Einchecken nicht nur unser Gepäck, sondern auch unser Körpergewicht ermittelt. Sehr zur Freude unserer Damen!
Endlich war es soweit – persönlich vom Kapitän begrüßt und mit Flugproviant versorgt, bestiegen wir unsere 19-sitzige Propellermaschine. In 4.000 m Höhe überquerten wir die Anden und nach 45 Min. Flugzeiten landeten wir bei Sonnenschein auf dem "International Airport" von Nuqui. Nach intensiver Passkontrolle befanden wir uns plötzlich und unerwartet in Karibikfeeling am Pazifik.
Bevor es mit dem Boot in die Abgeschiedenheit ging, kauften wir sämtliche Rumvorräte auf, um nicht auf dem Trockenen zu sitzen. Auf den offenen Pazifik durften wir aber erst, nachdem uns die ansässige Militärkontrolle namentlich einzeln aufgerufen hatte. Nach 1-stündiger Bootsfahrt erreichten wir unsere Lodge "El Cantil" in paradiesischer Lage. Unsere Gastgeber empfingen uns dort bereits mit einem kühlen Drink und wenig später mit einem köstlichen Mittagessen.
Den Nachmittag verbrachten wir bei einer kleinen Wanderung zum Wasserfall, bei der M. aus B. bei S. den ersten Baum fällte. Die Wanderung endete bei einem romantischen Sonnenuntergang. Nach dem Abendessen feierten wir am Lagerfeuer den Geburtstag von Michael nach. Und endlich gab´s den lang ersehnten Sundowner.
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Von Gummistiefeln und Giftfröschen
Nach dem Aufwachen bekamen wir zu unserer freudigen Überraschung von Maria frisches Obst an den Bungalow serviert. Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück brachen wir in Gummistiefeln zu unserer Dschungeltour auf.
Nach einer schweißtreibenden Stunde durch Matsch und Urwalddickicht, trennten sich unsere Wege. Die verwegeneren Wanderer stiegen in die Fluten des Rio Terco hinab, um nach den seltenen blauen Skorpionen zu suchen. Empirisch konnten diese mutigen Forscher feststellen, dass Gummistiefel nicht helfen, wenn ihnen das Wasser bis zum Hals steht.
Todesmutig stieg der Rest der Gruppe zum Corosalito hinauf, um die hochgiftigen Pfeilgiftfrösche aufzuspüren. Der zwischenzeitlich einsetzende Tropenregen verwandelte die Trampelpfade in rutschige Abhänge und als sie triefend nass den Gipfel erreichten, spürte Nestor als Belohnung die ersehnten Pfeilgiftfrösche auf.
Nass bis auf die Knochen und schlammverschmiert trafen alle wieder glücklich vereint in der Lodge ein und genossen die dargereichte kühle Limo und das Mittagessen. Dank des Regenwaldes, der nachmittags seinem Namen alle Ehre machte, konnten wir völlig relaxed in unseren Hängematten abhängen. Den Abend haben wir gemütlich Rum-gebracht.
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Immer noch nicht trocken
Dieser Tag war dem Wellness………………… und dem Regengott gewidmet! Nach einem gemütlichen Strandspaziergang in das Nachbardorf Termales, schlenderten wir über den "Kuhdamm", vorbei an der open-air-Metzgerei, Dorfkneipe, unzähligen Wäscheleinen und spielenden Kindern, bis ins "Neubaugebiet" incl. Wellness-Center.
In dem dortigen naturbelassenen, in Beton gefassten Thermalbecken, gönnten wir uns ein 1-stündiges, schwefelhaltiges Verjüngungsbad. Den Rest des Tages verbrachten wir, wieder in der Lodge, bei sintflutartigen Regenfällen in der Hängematte bzw. beim Kartenspiel. Alle verbrachten die Nacht in nassen und müffelnden Klamotten mit der Hoffnung, dass der Flieger aus Medellin am nächsten Tag auch wirklich kommt, um uns wieder mitzunehmen.
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Frohe Weihnachten
Trotz regenreicher Nacht wurde unsere Hoffnung erfüllt! Nassen Fußes verließen wir im Boot unseren Traumstrand und mit der Propellermaschine die Pazifikküste.
Medellin erwartete uns mit frühlingshaften Temperaturen und "strömendem" Sonnenschein. Nachmittags stürzten wir uns in den Großstadtdschungel. Mit der Metro und der Seilbahn fuhren wir zum sozialen Brennpunkt Santo Domingo. Einige Jungs des Viertels (zwischen 7 – 12 Jahren) klärten uns über den Wandel und das aktuelle Leben in den Straßen von Santo Domingo auf. Von dort aus begaben wir uns zum Parque Berrio und seinen dicken Botero-Figuren. Wir waren heilfroh, als wir uns endlich durch die drängenden Menschenmassen hindurch gekämpft hatten und wieder unser ruhig gelegenes Hotel am Berghang erreichten.
Zur Feier des Heiligen Abends haben wir uns alle extra schick gemacht. Ein Teil der Truppe stürzte sich nach dem "Express-Abendmahl" in das versprochene, aber nicht vorhandene weihnachtliche Nachtleben in den Straßen Medellins.
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Zum Cauca hinab und wieder hoch
Da Jeannette das Dschungel-Duftaroma für ihre Diapräsentation in Deutschland konservieren wollte ;), musste Ute mit Erschrecken feststellen dass in dem angeblich frisch gewaschenen Wäschesack nicht nur schlecht zusammengelegte, sondern komplett ungewaschene Wäschestücke enthalten waren. Diese Episode sorgte nicht nur für müffelnde Wäsche, sondern auch für sehr große Erheiterung in der Gruppe beim Frühstück.
Vor dem Verlassen der Stadt setzten wir zunächst unsere Suche nach angeblichen Nachtleben fort und besuchten den Pueblito Paisa und die Grabstätte von Pablo Escobar.
Auf der Fahrt zur Kaffeefinca strapazierten wir unser Sitzfleisch bis auf´s Äußerste. Nach insg. 7 Stunden (incl. Mittagessen und Fotostops)erreichten wir bei Sonnenuntergang unser Ziel. Unter großem Gelächter wurden die letzten 5 Tage unserer Reise zu Papier bzw. in den Computer getippt.
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Wohin geht die Bohne?
Kolumbien ohne Regen, daran könnten wir uns gewöhnen, noch dazu wenn uns ein Schwimmbecken mit Aussicht über ein weites Tal und fernen Berggipfeln bereit steht.
Doch bevor wir in den Genuß des Entspannens am Pool kommen, steht uns noch einiges bevor. Wir sind ja nicht nur zum Spaß hier! Also starten wir den Tag mit der empirischen Untersuchung der Frühstücksgewohnheiten der Paisas, unserer Gastgeber in der Kaffeezone. Ohne Rücksicht auf Verluste bestellen wir aufgewärmte Bohnen und Reis zu Kaffee, Papaya-Stückchen und O-saft. Zur Absicherung gibt es noch deutsches!!! Brot und Nutella. Bis zur Stunde können wir von keinen Ausfallerscheinungen berichten!
Danach gingen wir der Frage nach woher die Bohne kommt, die wir da so zum Frühstück uns aufgießen lassen. Wir wanderten durch die Kaffeefinca und erfuhren von unserem Guide alles mögliche über den Kaffeeanbau, die Kompostierung, den 5-jährigen Schnitt einer Kaffeepflanze, über Bananen und deren Großmütter, Töchter und Enkelkinder, hoben Kompostwürmer in die Luft und sortierten Kaffee nach seiner Güte. Zum Schluss wurde noch etwas Kaffee in einer Pfanne geröstet und mit dem Duft frischen Kaffees um die Nase beendeten wir unsere Erkundungstour.
Es ging dann weiter in den Botanischen Garten Calarcas, Heimat repräsentativer Baum-, Palmen- und Farnenarten. Darüber hinaus begegneten wir dem "Guatin" einem mittelgroßen Nagetier der Gegend, beobachteten Kolibris und andere Vogelarten aus nächster Nähe in ihrem Habitat und erfuhren über die Arbeiten an dem Tunnel der "Linia".
Nach soviel Arbeit haben wir uns die Zeit am Pool doch verdient, oder? Herzlichen Dank an Matthias und Volker für die Grüße!
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Nationalbaum per Gesetz
Wir sind nach dem Frühstück durch Salento gefahren, um dort unseren Guide für die heutige Tagestour abzuholen.
Weiter ging´s ins Cocoratal, Heimat des Hoch-Andinen-Nebelwaldes und der Wachspalme, welche per kolumbianischem Gesetz ein Baum ist. (Anmerkung der Redaktion: eigentlich ist die Wachspalme ein 60 m hohes Gras).
Nach einem Aufstieg von gefühlten 1.000 Höhenmetern, beschwerten wir uns über das Nichtvorhandensein des von uns gebuchten Nebels. Kurzerhand sorgte Miguel dafür, dass Nebelschwaden über den Wald zogen. Die ideale Atmosphäre, um eine kurze Pause damit zu verbringen, der Natur zu lauschen. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher in den tiefer liegenden Nebelwald.
Kontrastprogramm bot uns das von Touristen überlaufene Salento, wo wir Quartier bezogen. Nachdem wir uns nachmittags durch Touristenströme und Souvenirshops gequält hatten, trafen wir uns abends im Dorfkern zum Forelle essen.
Den Abend beendeten wir sportlich beim Tejo-Spielen, der Nationalsportart in Kolumbien. (Anmerkung der Redaktion: unsere Fertigkeiten reichten gerade mal für die Kinderbahn). Aber wir hatten viel Spaß.
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Die Wüste wartet!
Nach einem guten Frühstück mit exzellentem kolumbianischen Kaffee aus der Nähe von Salento, und einer zeitraubenden Reifenpanne konnten wir uns endlich auf den Weg über den Pass der Zentralkordillere begeben: La Linea.
Den Bergkamm erreichten wir ohne weitere Zwischenfälle. Dort machten wir kurz Rast und weiter ging die Fahrt durch unzählige Kurven in das Magdalenatal. Nach 7 Std. Fahrt überlegten wir, wie wir es noch pünktlich vor Sonnenuntergang in die Tatacoa-Wüste schaffen könnten. Diverse Umplanungen des Abendprogramms führten dazu, dass wir in letzter Minute unser Ziel erreichten.
Nach einer kurzen Wanderung mit Taschenlampe kamen wir zum Grillabend, zu dem uns schmackhafter Lulo-Saft aus dem Putzeimer kredenzt wurde. Dank Michaels App „google sky“ konnten wir sogar auf die spanischen Ausführungen des Astronomen verzichten. Völlig geschafft wollten alle nur noch ins Hotel.
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Von Saftläden und zugedröhnten Steinen
Nach einem Frühstück mit Hindernissen ließen wir das brütendheiße Neiva hinter uns um in klimatisch angenehmeres Gebiet zu gelangen.
Einen Zwischenstopp gab es in "Gigante" – hier war der Name Programm: Für sage und schreibe 1 Euro erhielten wir pro Nase einen dreiviertel Liter frischgepressten Fruchtsaft. Trotz der mehrfach angekündigten Größe der Getränke waren einzelne Mitreisende sichtbar überrascht über die überdimensionierten Saftkaraffen.
Frisch gestärkt ging es weiter nach San Agustin, wobei Fotostopps nur aus der geöffneten Autotür erlaubt waren – wir hatten keine Zeit zu verlieren! Angekommen auf der Finca wurden uns nach unkoordinierter Schlüsselsuche ausdrücklich Einzel- und Doppelzimmer zugewiesen, die sich schließlich als identische 4-Bett-Zimmer erwiesen.
Den Nachmittag verbrachten wir im archäologischen Park von San Agustin mit seinen wertvollen, präkolumbianischen Ausgrabungen. Über die Entstehung der mysteriösen Steinfiguren gibt es diverse Interpretationen. Die großen Kulleraugen vieler Figuren überzeugten uns mehr vom Einfluss von“ Jaché“ (Anm. d. Red.: Halluzinogen gewonnen aus Lianen-Saft), als über die mögliche Präsenz Außerirdischer.
Den Abend ließen wir am rauchenden Kamin ausklingen, wobei für unseren Reiseleiter nur noch Platz im Kinderstühlchen war.
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Hoppe, hoppe Reiter
Pünktlich um 9 Uhr standen unsere lebhaften Sportgeräte vor dem Hotel. Nach kurzer Gewöhnung von Mensch an Tier und Tier an Mensch erreichten wir als ersten Zwischenstop eine „Zucker-Ziegelstein-Manufaktur“.
Nach kleiner Kostprobe der Zuckerrohrmelasse ging es in gestrecktem Galopp zu einer kleinen Ausgrabungsstätte mit gut erhaltenen, bunt bemalten Steinfiguren.
Django Michael, nunmehr zum erfahrenen Reitersmann mutiert, war nicht mehr in der Lage auf eigenen Füßen zu gehen und stürzte ins nächstbeste Loch. Der helle Aufschrei der besorgten Damenwelt zerriss die Stille dieser historisch geweihten Stätte. Zur Nervenberuhigung gab es umgehend Koka-Tee für alle.
Am Abend wurde Markus im Grillrestaurant vom Chefkoch persönlich in die Geheimnisse der Grillkunst eingeweiht. Dies mag die Götter erzürnt haben, denn die Rache folgte nur wenige Tage später auf dem linken Fuß…
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Auf nach Malle!
Der Morgen startete mit großem Geschrei: Die seit Tagen ersehnte frische Wäsche traf triefend nass als Wäschehaufen kurz vor Abfahrt ein.
Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt, wie und wo die Wäsche getrocknet wurde: Am Balkongeländer der Finca vor Busabfahrt, im Bus auf Lehnen und Knien, am eigenen Leib mit geöffneter Hose und selbst das Kinderkarussell beim Zwischenstop wurde nicht verschont. Als wir nach 5h Fahrt am Flughafen in Neiva ankamen, war auch die letzte Unterhose trocken. Das Jahr fand noch ein trockenes Ende!
Über Bogota flogen wir nach Santa Marta an die Karibikküste. Dort wurden wir vom Partybus abgeholt und nach einer lautstarken "Rum-Fahrt" in Rodadero, dem Ballermann Kolumbiens, abgesetzt.
Den Jahreswechsel verbrachten wir am Karibikstrand und fielen nur als Touristen auf, da wir keine weißen Plastikstühle dabei hatten.
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Nur gucken, nicht schwimmen!
Nach dem ersten Erwachen im Neuen Jahr ging es vom lebhaften Rodadero Richtung Tayrona Nationalpark, in die bei Surfern und Campern beliebte Finca Los Angeles.
Simone und Marcel hatten das große Los gezogen. Sie durften die folgenden Nächte in der gut durchlüfteten Honeymoon-Suite „Amor“ verbringen. Der neidische Rest der Gruppe verteilte sich auf dem weitläufigen Areal in zweckmäßig eingerichteten Hütten.
Unser Gastgeber hieß uns herzlich Willkommen und wies uns auf die bestehenden Gefahren durch herabfallende Kokosnüsse und starke Meeresströmungen hin. Deshalb verbrachten wir den Nachmittag lieber am nahe gelegenen Fluss, in dem man hervorragend schwimmen konnte.
Während der Großteil der Gruppe längst zur Finca zurückgekehrt war, konnte Ute an genau diesem Fluss die schönsten Sonnenuntergangsfotos unseres Urlaubs einfangen.
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Tag der Rache
Nach den aus Bogota importierten Schokocroissants von Oma (Danke, lieber Miguel), teilte sich die Gruppe in tapfere Wanderer und faule Strandlieger.
Editha und MSilvio schlugen sich auf eigene Faust durch den Nationalpark und entdeckten verborgene Wanderwege. Die restlichen Wanderer machten sich auf den beschwerlichen Weg zum Pueblito, einer verlassenen Kogui-Siedlung (Kogui = Urbewohner der Region).
Schon nach den ersten 20 Minuten wurde ein Wasserfall dem männlichen Teil der Wanderer zum Verhängnis: 2 nasse Füße, ein blauer Knöchel und ein Haarriss im linken Wadenbein waren das Ergebnis. Dank 96 zusammengebissener Zähne schafften wir es über das Pueblito und den größten Abenteuerspielplatz Kolumbiens nach 6 Stunden dennoch alle gemeinsam an den malerischen Strand.
Da Markus‘ linker Fuß nun beim besten Willen nicht mehr weiter wollte, bescherte ihm das Schicksal in Gestalt von Miguel seine 3. Reittour.
Der dezimierte Rest hetzte im Stechschritt weitere 2 Stunden hinter dem nassfüßigen Sklaventreiber her um am Ausgang des Parks eine dreiviertel Stunde auf den sich beim Ausritt vergnügenden Markus zu warten. Mit einiger Verspätung trafen schließlich alle auf der Finca ein, wo der besorgte und ausgehungerte Rest der Gruppe sich sichtlich über die Rückkehrer freute.
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Die Perle der Karibik erwartet uns
Heute hieß es Abschied nehmen vom Surfer- und hin zum Kiterparadies Cartagena. Angekommen stand der Nachmittag zur freien Verfügung und wurde von jedem individuell genutzt.
Treffpunkt für alle war der Sonnenuntergang im Cafe del Mar bei Cocktails & Co. Danach ließen wir uns durch die lebhaften Gassen der Altstadt treiben und beobachteten Straßenkünstler und andere Touristen.
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Seihtseeing
Die Stadttour führte uns auf „La Popa“, Kloster und Pilgerstätte, das auf dem höchsten Punkt Cartagenas liegt. Von hier bekamen wir einen guten Überblick über die komplette Stadt mit ihrer kontrastreichen Skyline.
Weiter ging es zum Castello San Felipe, das der Stadt Cartagena den Ruf der Uneinnehmbaren einbrachte. Innerhalb der Festung finden sich 35km unterirdische Gänge, die nicht nur die Engländer vor 300 Jahren, sondern auch uns heute zur Verzweiflung brachten.
Zurück in der Altstadt genossen wir leckere Fruchtsäfte aus Paulanergläsern in einem Deutsch-Kolumbianischen Restaurant. Am Nachmittag flanierten wir weiter durch die Gassen und lernten die schönsten Ecken Cartagenas kennen, wie z.B. den Sitz der jeweils amtierenden Schönheitskönigin Kolumbiens.
Den lauen, karibischen Abend verbrachten wir auf der Dachterrasse unseres Hotels, um endlich unser Reisetagebuch zu vervollständigen.
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Freier Tag
Heute hieß es Cartagena und Umland auf eigene Faust zu entdecken. Besonders für die Fotografen unter uns war es eine wunderbare Gelegenheit um ohne Zeitdruck auf Motivsuche zu gehen. Was ein Glück gibt es die digitale Fotografie, denn mit Filmen wäre der heutige Tag sehr teuer geworden!
Keinen von uns verschlug es auf die Insel, die schmucke Altstadt Cartagenas hatte uns in ihren Bann genommen und einige von uns nutzten noch die Gelegenheit nach den letzten Mitbringsel zu jagen. Am späten Nachmittag trafen wir uns auf der Stadtmauer um den Sonnenuntergang zu genießen und von hier aus dann zum Abendessen am "Plaza Santo Domingo" zu gehen.
Denn Abend schlossen wir bei Salsaklängen und Slapstick-Einlagen eines Unterhalters an der Stadtmauer bei "Donde Fidel" ab.
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Der Letzte mache das Licht aus
Wegen unserer frühen Flüge aus Cartagena war die Nacht kurz. Trotzdem fanden wir uns alle wie bestellt ein und nach dem frühen Frühstück und dem letzten packen, ging es zum Flughafen Cartagenas los. Simone und Marcel hatten einen Flieger vor dem Rest der Gruppe, so dass sie in Bogota auf die anderen warteten. Wegen der verspäteten Ankunft des "Pelotons" entschieden wir uns, am Flughafen zu bleiben und nicht mehr in die Stadt zu fahren.
So verbrachten wir die Zeit bis zum herzlichen Abschied von Miguel noch mit Mittagessen, rumsitzen und rumlaufen, diesmal aber ohne Rum!