Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

06 Feb. 2011 • Frankfurt - Buenos Aires

Ueber den Daechern von Buenos Aires, nachts sieht
Die Republica de la Boca und seine Nachwuchsfussba

Willkommen in Argentinien!

Nach einem langen Flug und nach 24 Stunden Reisezeit kommen Nadine und Gerda Maria geschafft, aber gut gelaunt gegen Mitternacht am Flughafen Ezeiza an.

Wir fahren ca. 30 min in unser zentral gelegenes Hotel und nach dem Check-In fallen alle müde in die Betten.

Buenos Aires ist von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit heute sehr gut erträglich, das wird uns unsere Citytour morgen wesentlich erleichtern.

07 Feb. 2011 • Buenos Aires - Buenos Aires

Der Praesidentenpalast nachts im strahlenden Pink-
Gerda Maria und Nadine beim angeregten Gespraech m

Citytour in Buenos Aires

Nach einem gemütlichen Frühstück und genügend Stunden Schlaf holte uns Christian, unser local Guide, ab und wir liefen los. Erst war noch ein Stopp bei der Wechselstube von Nöten, der unsere Geduld etwas auf die Probe stellte.

Wir sahen die Plaza San Martin, gingen vorbei am Torre Ingles und schlugen dann die Richtung zur riesigen Avenida 9 de Julio ein, um das Wahrzeichen, den Obelisk von Nahem betrachten zu können. Wir erfuhren viel über die Geschichte der einzelnen Plätze und Monumente, hörten kuriose Anekdoten und waren erstaunt über die Vielzahl an erotischen Visitenkarten an den einzelnen Telefonzellen.

Wir gingen vorbei an etlichen Hunden, mit ihren Hundesittern und begutachteten die verschiedensten Rassen und standen im Anschluss vor dem neu renovierten, berühmten Teatro Colon. Danach hatten wir die Möglichkeit eine U-Bahnfahrt mitzuerleben, und fühlten die stickige Hitze in den Schächten. Daraufhin standen wir an der bedeutenden Plaza de Mayo und lauschten gespannt Christians Erzählungen.

Wir besuchten das Mausoleum vom wichtigen General San Martin, das in der Kathedrale Buenos Aires aufgebahrt ist und fuhren dann hungrig mit dem Taxi in den Hafen Puerto Madero um beim leckeren Salatbuffet zu kosten und beim argentinischen Steak zuzuschlagen.

Frisch gestärkt fuhren wir ins Hafen und Tangoviertel La Boca um die bunten Häuschen des Caminito zu bewundern. Außerdem standen wir vor dem bekannten Stadion der Boca Juniors und unterhielten uns über argentinischen Fußball.

Der Nieselregen holte uns ein, aber davon liessen wir uns nicht bremsen und fuhren stracks weiter ins Viertel San Telmo. Dort gab es noch die Möglichkeit die schönen Läden und Märkte zu erkunden.

Abends trafen wir uns wieder und spazierten zur Avenida de Mayo um das berühmte Cafe Tortoni mit seinem Charme aus vergangenen Zeiten zu erleben und um die Kellner und Gäste zu beobachten. Ein rundum schöner Tag geht zu Ende, an dem wir viel gesehen haben.

08 Feb. 2011 • Buenos Aires

Die fleissigen Paddlerinnen im Tigredelta!
Im Hafen von El Tigre herrscht reges Treiben!

Tigre und Tango!

Schön, dass wir ausschlafen konnten, das ist nach so einer langen Anreise und dem Klimawechsel auch mal nötig. Danach trafen wir uns zum gemütlichen Frühstück. Wenn man aus dem Fenster sah, störte uns der Regen und wir bangten um unsere Kanufahrt im Tigre Delta.

Aber da wir gestern brav aufgegessen hatten, konnte das Wetter nur noch besser werden und das geschah auch just dann, als wir nach einer 1 stündigen Fahrt im Auto im Tigredelta ankamen.

Wir paddelten los und zuerst hatten wir Abbiegschwierigkeiten, da uns der Wind abtreiben ließ, aber dann gelangten wir trocken in die stillen kleineren Kanäle des Deltas. Wir genossen das satte Grün und die dichte Vegetation und betrachteten neugierig die verschiedenen Häuser im Delta.

Wir machten Halt im Haus der Kanubesitzer, tranken Kaffee und hörten, wie man die Kanus baut. Nach einer weiteren Viertelstunde im Boot erreichten wir die Erholungs-und Freizeitinsel Alcazar, die fast uns allein gehörte, da es mitten in der Woche ist. Wir assen Hamburger und gegrilltes Fleisch, tranken ein Weinchen und genossen die Ruhe und die Sonne. Danach warteten wir am Steg auf eines der Verkehrsboote.

Ein junger Mann war in der Nähe von uns erfolgreich beim Angeln gewesen und zog eine riesige Dorade aus dem Wasser, die wir neugierig begutachteten. Dann trampten wir weiter, d.h. wir streckten unsere Arme aus, wenn Boote vorbei fuhren, aber sie zogen weiter, bis endlich das Richtige vorbei kam und uns auflas. Im Hafen angekommen erwartete uns schon der nette Chauffeur.

Nach unserer Ankunft in Buenos Aires hatten alle noch einige Stunden frei zu gestalten. Nadine drehte noch eine Runde im Zentrum der Stadt und Gerda Maria hielt ein schönes Mittagsschläfchen.

Abends trafen wir uns um zu einer Tangoshow im Theater Piazzola zu fahren. Wir genossen die Atmosphäre und das Abendessen und waren beeindruckt von der Perfektion und dem Ausdruck der Tänzer und bekamen eine Gänsehaut beim Gesang des Sängers. Ein vielseitiger Tag geht zu Ende und morgen beginnt unser Patagonienabenteuer!

09 Feb. 2011 • El Calafate - Buenos Aires

ein magisches Licht am Perito Moreno Gletscher.
Zwei strahlende Chicas vor dem Gletscher!

Aus der Megacity in die Steppe!

Eben noch Tango und buntes Treiben in der Riesenstadt Buenos Aires und ein paar Stunden später landeten wir schon in der endlosen Weite der ockerfarbenen Steppe Patagoniens. Ein totales Kontrastprogramm heute!

Der Flug verlief ohne größere Zwischenfälle, und durch ein gehaltenes Nickerchen verging die Zeit wie im Flug.

Wir wurden vom Flughafen in einem schicken Van ins Hotel gefahren, machten uns kurz frisch und starteten im Anschluss gleich mit unserem Guide Silvia und einem Picknick im Rucksack in den Nationalpark Los Glaciares mit seinem berühmten Gletscher Perito Moreno. Gerda fragte sich erst, ob es nicht etwas spät sei von der Uhrzeit, aber sie sollte noch eines Besseren belehrt werden. Gediegene 27 Grad überraschten uns und die Vorwarnungen der Reiseleiterin Dunja, sich warm anzuziehen waren völlig unbegründet, zum Glück.

Die Sonne strahlte vom Himmel, wir hatten einen klaren Blick bis hinüber zu den Torres del Paine in Chile und waren begeistert von den Farben der Natur: ockerfarbene Steppe, der türkisfarben glänzende See Argentino, hüpfende Feldhasen, Lenga und Ñirebäume und schneebedeckte Gipfel soweit das Auge reicht.

Wir erreichten die Seufzer-kurve, von der aus man zum ersten Mal den gigantischen Gletscher sieht und kurz darauf standen wir schon auf den Stegen, von denen aus man sich dem Gletscher nähern kann. Stunden vergingen, das Licht wechselte ständig: erst Sonne und glitzernde Eisgipfel, dann gegen später, als die Strahlen hinter den Bergen versanken, mystisch wirkende Eismassen und herrliche Flockenwolken am Himmel.

Zudem waren wir fast alleine und konnten in der Stille den donnernden Abbruch des Eises lauschen. Einfach magisch! Wir packten unser Picknick aus und tranken einen Malbec und liefen zum Schluss gemütlich den Ausläufersteg zurück zum Bus.

Inzwischen war es fast 22h. Glücklich und geschafft machten wir es uns im Bus gemütlich und fuhren zurück ins Hotel, um für den nächsten Tag im Torres del Paine ausgeruht zu sein. 2 Tage sind wir ohne Internet, in der puren Natur, aber danach stellen wir wieder einen Bericht ein, natürlich mit entzückenden Fotos! Buenas Noches!

10 Feb. 2011 • El Calafate - Nationalpark Torres del Paine

Ueber schmale Bruecken fuehrt der Weg in den Natio
Gerda und Nadine vor der bitteren Lagune!

Auf zum nächsten Highlight!

Pünktlich um 8.00 Uhr stand unser Chauffeur bereit, um uns nach Chile in den Nationalpark Torres del Paine zu bringen. Wir fuhren los und genossen den Ausblick auf die goldgelbe Steppe, den strahlend blauen Lago Argentino und legten einige Fotostopp ein. Der Sonnengott meine es wieder gut mit uns und wir kamen in den Genuss eines warmen patagonischen Windes.

Nach ca. 3h Fahrt erreichten wir den Grenzübergang und machten unsere Ausreise aus Argentinien klar, außerdem erwarteten uns bereits 2 quick fidele Hundewelpen, einer davon nagte vergnügt an den Hosenbeinen und Schnürsenkeln von Dunja. Nach weiteren 7km hatten wir den Einreisestempel von Chile im Pass. Alles war gut verlaufen. Wir freuten uns auf den Nationalpark: zuerst erblickten wir massenweise Guanacos, die entspannt die Straße überquerten, sich gegenseitig jagten und in der Weidenlandschaft grasten. Zwischen den Herden entdeckte man, bei genauerem Hinsehen, viele Nandus, die in ihrem grau-braun perfekt getarnt sind.

Das Paine Massiv erstreckte sich vor uns: schneebedeckte Gipfel und 3 spitze Granit Zähne zeigten sich uns völlig wolkenlos zum ersten Mal vor der "bitteren Lagune" (laguna amarga).

Der Fahrer setzte und vor der Hosteria las Torres ab und wir organisierten das Zimmer für Gerda Maria, die im Hotel 2 entspannte Tage mit Lesen und Sonnenbaden verbringen durfte, während Nadine und Dunja sich zur ersten Etappe ihrer Wanderung zur Berghütte el Chileno aufmachten.

Mit Rucksack und allem Nötigen gewappnet, marschierten wir 2 h schwitzend die Berge hinauf, machten Trinkpausen und genossen das Panorama um uns herum. Geschafft, aber zufrieden checkten wir im Refugio ein, assen zu Abend, knipsten noch einige Fotos und gingen früh zu Bett, denn der Wecker klingelte bereits um 3.30h. Ein schöner Tag!

11 Feb. 2011 • Nationalpark Torres del Paine

Das Mittagessen im Wald mit Angelica und Jorge!
Muss man da noch etwas sagen???

Der Berg ruft!

Nach gefühlten 2 Stunden Schlaf in der Berghütte hüpften wir aufgeregt aus unseren Stockbetten, machten uns kurz frisch und frühstücken im Dunkeln.

Draußen erwartete uns ein überraschend warmer Wind und Tausende von funkelnden Sternen. Wir knipsten unsere Taschenlampen an und liefen die erste 1 stündige Etappe durch den finsteren Wald.

Dann erreichen wir den härtesten Part des Aufstiegs, das Geröllfeld. Ruhig und gleichmäßig stapften wir weiter, hatten ein gutes Tempo drauf, sahen viele andere Pilger mit ihren Stirnlampen auf dem Weg zum "verborgenen Ort". Gegen 6 Uhr morgens standen wir endlich am Aussichtspunkt.

Die Schönheit des Massivs überwältigt einen. Wir suchten uns ein stilles Fleckchen zwischen den Geröllbrocken und warteten auf die aufgehende Sonne.

Was sich danach abspielte lässt sich einfach nicht in Worte fassen: auf einen Schlag verfärbten sich die Flockenwolken rot, die Torres strahlten uns erst rot, dann orange, danach goldgelb an, ein Naturspektakel ereignete sich vor unseren Augen!! Stundenlang genossen wir das Farbenspiel, ehe wir glücklich, in gemütlichem Rhythmus mit dem Abstieg begannen.

Unterwegs trafen wir ein chilenisches Ehepaar, das uns zum Mittagessen im Wald einlud. Wir unterhielten und angeregt, und so überbrückten wir den aufgekommenen Regen. Danach liefen wir herunter ins Tal zu Gerda Maria und erzählten, verdreckt wie die Spatzen, von unseren Erlebnissen.

Mit müden Beinen kämpften wir uns weiter zu unserer Unterkunft und aßen dann alle gemeinsam zu Abend. Nach einer heißen Dusche fielen wir todmüde ins Bett und träumten von den Türmen!!!

12 Feb. 2011 • El Calafate - Nationalpark Torres del Paine

Spiegelungen am Morgen!
Ein Guanaco mit seinen Klimper-Wimpern!

Eine nervenaufreibende Reise!

Um 6.30 Uhr wurden wir von unserem Fahrer am Hotel bzw. an der Berghütte abgeholt. Der Morgen war kühl, wir schnappten unsere Koffer und los ging die Fahrt zurück nach Argentinien!

An der chilenischen Grenze angekommen, hatten wir gute Chancen schnell durch die Bürokratie zu kommen, als unser Fahrer feststellen musste, dass er seinen Personalausweis vergessen hatte. Es folgte ein kurzer Magenkrampf: Willkommen in Lateinamerika!

Zum Glück konnte das Malheur schnell behoben werden indem der Perso aus der Stadt heran gekarrt wurde. Nun standen wir etwas unter Zeitdruck, denn schließlich mussten Nadine und Gerda Maria ihren Flug nach Ushuaia erwischen, aber mit Bleifuss und Nadines Routen-und Geschwindigkeitsbestimmungen war das alles kein Problem.

Wir kamen rechtzeitig in El Calafate an, nur der Abschied fiel etwas hektisch aus: Mädels ich wünsche euch eine super schöne Zeit in der Antarktis, was ihr sehen werdet, wird euch für immer unvergessen bleiben, mit Sicherheit!

Ich war sehr gerne mit euch unterwegs und ich warte auf eure Fotos und Kommentare! Gerda: sorry, dass wir keine Abschiedszigarette mehr rauchen konnten, aber das holen wir nach!

un beso grande para ustedes! Dunja