Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F53890.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F53955.jpg&w=1920&q=75)
Angekommen!
Nach einem doch recht langem Flug in einer halbvollen oder halbleeren :-) Iberia Maschine landeten wir endlich in Bogota. Nicole, vom viventura-Partnerbüro Kolumbien und Raul, unser Fahrer für die nächsten 2 Wochen warteten schon am Flughafen, als wir mit unserem kompletten Gepäck (Iberia hatte nichts vergessen) ankamen.
Auf dem Weg zu unserem wunderschönen, im Kolonialstil eingerichteten Hotel in der Altstadt von Bogota, konnten wir bereits erste Eindrücke sammeln.
In einem Restaurant mit typischer Küche probierten wir unsere ersten Fruchtsäfte und das kolumbianische Bier … und fielen nach dem reichlichen Essen total müde in unsere Betten.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F53925.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F53926.jpg&w=1920&q=75)
Unser erster Tag in der Ferne!
Gut ausgeschlafen bekamen wir heute morgen ein richtig leckeres kolumbianisches Frühstück mit Eiern, Obst frischem Saft und Brot.
Mit Mateo und Nicole starteten wir unsere Stadtbesichtigung Bogota. Zunächst fuhren wir auf den Hausberg der Stadt den Monserrate, von wo aus man fast ganz Bogotá überblicken kann. Aber wirklich nur fast, denn mit seinen 8 Mio. Einwohnern ist es einfach RIESIG!
Heute war der komplette Berg bevölkert mit großen dunklen Schmetterlingen, was beinahe schon gruselig aussah - als würden Fledermäuse ein altes Schloss umzingeln.
In der Altstadt - der Candelaria - erfuhren wir einiges über die Geschichte Bogotás und das Leben in dieser Metropole.
Den ganzen Vormittag über probierten wir uns durch diverse Essensstände: von Maiskolben über das Bier der Indianer bis hin zu frisch gebackenen Kartoffelchips. mhhhhhhh …
Am Nachmittag sahen wir dann eine ganz andere Seite Kolumbiens, die uns sehr beeindruckte. Wir besuchten das Sozialprojekt "Exito Verde". So viel Herzlichkeit zu erleben, machte uns fast sprachlos. Die Menschen luden uns in ihre Häuser ein und erzählten uns ihre Geschichten.
Bei einem wieder leckeren Essen, mit Infos von Miguel über die Probleme Kolumbiens in Bezug auf Drogen, Bürgerkrieg etc., ließen wir den Tag ausklingen und fielen voll mit den verschiedensten Eindrücken ins Bett.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F53956.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F53957.jpg&w=1920&q=75)
Gourmet-Reise
Dieser Tagebuch-Eintrag kommt von Verena
Heute hatten wir nach einem gemütlichen Frühstück mit dem schon fast obligatorischen Jugo, frischem Obst und Spiegel- oder Rühereiern ein volles Programm vor uns.
Am Vormittag begaben wir uns auf Goldgräberspuren: zuerst im Museo del Oro in Bogotá, wo wir die Kunstwerke der Muisca-Indianer bewundern konnten, und dann in luftiger Höhe auf 3.100m in der Lagune von Gutavita.
Nach diesem anstrengenden Höhenmarsch tat die Erholung auf dem bunten Wochenmarkt von Zipaquira gut. Im bunten Getümmel tausender exotischer Obst- und Gemüsesorten waren wir als Deutsche die Attraktion, wurden überall freundlich begrüßt (eine der kolumbianischen Marktfrauen hätte uns am liebsten direkt nach Deutschland und Österreich zurück begleitet) und durften viel leckeres Obst, z.B. Papayas, Mamoncillos und Guaven probieren.
Anschließend ging es im gleichen Ort weiter zur unterirdischen Salzkathedrale, die sich in einer der größten Salzminen der Welt befindet. Die Atmosphäre und die Akustik dieser Kirche unter Tage, in der auch Gottesdienst und Tauf(!)en stattfinden, waren einmalig.
Wieder über Tage angekommen verwöhnte uns Nicole mit Erdbeeren und Schlagsahne - schon jetzt ist es eine Gourmet-Reise!
Abends stand dann wieder körperlicher Einsatz auf dem Programm: in einem Tango-Restaurant in Tabio durften wir uns an den 8 pasos basicos del tango versuchen, was bei allen mehr oder weniger gut geklappt hat.:-) Mit argentinisch-kolumbianischer Tangomusik und Empanadas ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54060.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54445.jpg&w=1920&q=75)
Aus den Bergen in das Magdalena-Tal
Der Tag begann recht früh, bereits um 4 Uhr wurden wir von der Rezeption telefonisch geweckt. Um 4:30 Uhr sollte uns ein Bus abholen und zum Flughafen bringen, leider fand der Fahrer das Hotel nicht sofort und traf erst um 5 Uhr ein. Doch dann gab er Gas: mit bis zu 110 Sachen raste er durch das nächtliche Bogota, überfuhr rote Ampeln und ignorierte auch die 30 km/h Geschwindigkeitsbeschränkung. Klar, dass wir alle wach waren, als wir am Airport eintrafen.
Die Propellermaschine war recht voll, der Pilot trug eine Baseball-Kappe und so mancher der einheimischen Passagiere bekreuzigte sich vor dem Start.
Nach nur 35 Minuten Flug landeten wir in Neiva. Der dortige Bus sollte uns zwar gleich ins 300 km entfernte San Agustin bringen, bog jedoch falsch ab und so fuhren wir erst mal 45 Minuten in Richtung Wüste.
Endlich auf dem richtigen Weg stürmten wir eine Saftbar um den verlorenen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die leckeren Säfte wurden jeweils in einem 0.75 Liter-"Eimer" serviert - so war es nach dieser Erfrischung kein Problem mehr, die 200 km bis zu unserem Hotel in San Augustin zurücklegen.
Nicole hatte vorab bereits unsere Essenswünsche per Handy durchgefunkt so dass wir gleich nach der Ankunft zu Mittag essen und so gestärkt in den archäologischen Park weiterfahren konnten.
Dort gibt es sehr viele Steinskulpturen. Der spanischsprechende Guide (ein kleines, blau gekleidetes Männchen) gab sich alle Mühe uns von seiner Theorie über die Bedeutung der Steine und deren Spiritualität zu überzeugen. So ganz erfolgreich war er damit aber nicht. Na ja, jedenfalls konnten wir zwischendurch auch mal den Zuckerrohrsaft probieren und uns über die flauschigen Hühner, die dort herumliefen, amüsieren.
Auf der Rückfahrt machten wir noch eine Zwischenstopp in der Stadt und vergaßen Klaus dort in einer Tienda. Nur gut, dass er vor diesem Laden zufällig wieder auf den kleinen, blaugekleideten Guide traf, der gesehen hatte, wohin der Bus verschwunden war.
Den Abend ließen wir auf der Veranda unserer Haciende bei Kerzenschein ausklingen und sind alle recht früh ins Bett gegangen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54061.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54062.jpg&w=1920&q=75)
Wasserfälle zu Fuß, Pferd und mit dem Auto
Nach einer traumhaft schönen und langen Nacht geno0ssen wir ausgeschlafen ein geniales Frühstück mit viel frischem Obst!
Heute teilten wir unsere kleine Gruppe nocheinmal auf. Klaus, Verena und Nicole starteten hoch zu Ross. Edda, Erich, Sandra und Andre zogen die Fussgänger-Variante. Sie wurden von Rene, einem kolumbianischen Schweizer oder einem Schweizer Kolumbianer? begleitet. Doch für uns alle ging der Weg nach La chaquira, eine heilige Stätte der Indianer von San Agustin.
Ein wunderschöner Ort. Bei dem Blick auf den Magdalena Fluss, ein paar Wasserfälle, einem schlafenden Bären (aus Stein) und ganz viel Ruhe, ließ es sich schön entspannen.
Wir Reiter erreichten im Cowboy-Gang als erste das Halbtagesziel: Die Finca von Rene, in de r wir zum Mittagessen die wahrscheinlich beste Lasagne ganz Kolumbiens bekamen - riquisimo! Rene ist gerade vor 5 Wochen Vater geworden und so präsentierte er uns stolz seine kleine Familie: Paloma, seine Frau und seine kleine Tochter Yanai (was bei den Indianern meine Liebe bedeutet)
Am Nachmittag fuhren wir, auch in Begleitung von Rene, zum Alto de los Idolos (archäologischer Park) und zum Salto Mortino, einem beeindruckendem Wasserfall! Der Weg dorthin war nicht ganz ohne. Unser "pobrecito" Raul (unser Fahrer) hatte ganz schön zu kämpfen um die ungeteerten Straßen hinauf und herunter zu kommen - besonders der Gegenverkehr (mehrere Chivas und LKWs) machten ihm das Leben schwer…. Aber wir nehmen es alle mit Humor und freuten uns über einen wunderschönen Tag, den wir in einem Grillrestaurant ausklingen ließen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54063.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54064.jpg&w=1920&q=75)
Blühende Wüste
Nach einem wiederholt leckeren Obst-Frühstück hatten wir heute eine längere Fahrt vor uns. Von San Agustin ging es Richtung Norden nach Neiva.
Es regnete in Strömen und so kamen wir nur langsam vorwärts. Trotz des Besuches von Präsident Uribe am Samstag in San Agustin wurden wir nicht weiter von der Polizei oder dem Militär kontrolliert – das hatten wir ja auch schon hinter uns :)
In Neiva holten wir unseren lokalen Guide Miguel ab, der mit uns in die Tatacoa Wüste fuhr, um uns die dort „ansässigen“ Hasenkühe, Kakteen und vor allem viel Ruhe zu präsentieren. Raul, unser Fahrer, meisterte den ungepflasterten Weg wie immer bravorös!
Eine rot-schillernde (durch Eisenanteil) Wüste erwartete uns, aber nicht ganz so trocken, wie man sich eine Wüste so vorstellt. Da es viel geregnet hatte, versanken wir ein paar Mal im Matsch bei unserer Wanderung durch das Labyrinth Cusco. Miguels Sohlen blieben sogar im Schlamm stecken und er musste nahezu auf Socken zurück laufen.
Zum Abendessen gab es – oh Wunder – mal wieder leckeres Fleisch! Als wir im Hotel ankamen waren wir, auch wie immer total kaputt und fielen sofort in unsere Betten.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54065.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54433.jpg&w=1920&q=75)
Von der Wüste in die grüne Vielfalt
Nach einer Nacht direkt am Wasserfall, oder auch der Poolanlage des Hotels, wurden alle schon früh vom Hahn geweckt. Nach unseren „Pericos“ (Rühreier mit Tomate und Zwiebel) hatten wir heute die längste Fahrtstrecke vor uns. Von Rivera (nahe zu Neiva) fuhren wir an riesigen Mango-Plantagen vorbei Richtung Zentral-Kordilliere.
Ein Stopp bei einem „Saftladen“ durfte natürlich nicht fehlen.
Da heute Wochenende war, durften auf der La Linea (bekannte Serpentinenstraße) keine LKWs fahren und so sahen wir die berühmten Kinder der Linea leider nicht, aber eine ihrer Seifenkisten konnten wir am Straßenrand bestaunen.
In der Nähe von Armenia holten wir dann Miguel ab, der für 2 Tage zu uns kam, um morgen mit uns im Valle de Cocora zu wandern.
In Salento angekommen schlenderten wir durch das kleine, bunte Örtchen. In einer Schmuckwerkstatt stellten wir selber Armbänder, ketten und Schlüsselanhänger aus Samen und Kernen aus der Region her.
Der Tag endete wie immer mit einem leckeren Essen, aber dieses Mal mit Fisch! … und einem Bier in einer richtig urigen, kolumbianischen Männerbar :)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54442.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54466.jpg&w=1920&q=75)
Grün ist die Farbe der ….
Heute waren wir im Valle de Cocora, dem Tal des Nationalbaumes Kolumbiens: der Wachspalme. Gemeinsam führen uns Alex, unser lokaler Guide, Miguel und Nicole durch diese alpine Landschaft. Für Edda und Erich fast wie zu Hause im schönen Austria :-)
Die Landschaft ist sehr beeindruckend: Einige Hügel, die wir hinaufkrakseln, und wunderschöne Täler mit riesigen Palmen. Die größte ist 67 m hoch. Das grün der Landschaft ist unbeschreiblich: von Giftgrün bis dunkelgrün sind alle Töne vertreten.
Um unsere schlechten Energien loszuwerden umarmt jeder von uns rücklinks eine Palme. Danach umarmen wir sie richtig herum, um uns die positive Energie und Kraft der Wachspalme zu nutzen zu machen.
Eine seltene Papageienart wohnt in den Riesenpalmen: der Gelb-Ohr Papagei. Er ist vom Aussterben bedroht, da die Menschen ihn jagten. Sie dachten er wäre für die Löcher, die in vielen Palmen zu finden sind (und für ihr absterben sorgen) zuständig sei, der Übeltäter ist jedoch ein ganz anderer: der Specht.
Nach unserer Wanderung durch das Tal, stärken wir uns und schon geht es weiter auf unsere Kaffeefinca. Leider müssen wir uns vorher schon wieder von Miguel verabschieden.
In der wunderschönen Finca angekommen hüpfen wir alle erst einmal in den Pool, bevor es wieder etwas zu "futtern" gibt. Alejandra und Diana von der Finca kochen wirklich toll!!!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54422.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54425.jpg&w=1920&q=75)
Ein aktiver Tag
Der heutige Eintrag stammt aus Klausens Feder. Vielen Dank Klaus In der Nacht hatte es zwar geregnet. Doch nach dem Frühstück schien wieder die Sonne, so dass wir den Rundgang über die Kaffee-Finca machen und uns über die Kaffeeherstellung informieren konnten. Wir durften sogar Kaffee rösten und diesen dann auch kaufen.
Nach einer kleinen Stärkung (Arepa bzw. Chorizo) fuhren wir in den nahegelegenen Klettergarten. Dort galt es 7 Strecken (Seile, die über die Kaffeesträucher gespannt sind) hintereinander zu überwinden.
Andre, Edda, Nicole und ich waren die ersten. Sandra und Verena probierten das dann auch. Danach konnten wir noch versuchen, verschiedene Hänge- und Drahtseilbrücken zu überwinden. Andre konnte das am besten.
Nach einem ausgiebigen Abendessen (es gab gegrilltes) ging dieser Tag dann leider viel zu schnell zu ende.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54426.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54427.jpg&w=1920&q=75)
Durch das Land der Paisas
Heute hatten wir eine seeeeeeeeeeeeeeeehr lange Busfahrt vor uns. Durch die Kaffeezone, vorbei an zahlreichen Fincas, Bambushainen, Bananen- und natürlich Kaffeepflanzen fuhren wir Richtung Medellin. Die Landschaften sind hier so weitläufig und grün, wie es das bei uns zu Hause nur noch selten bzw. gar nicht gibt. Die Menschen dieser Region werden Paisas gennant, was so viel wie Landsmann bedeutet. Sie grüßen sich nämlich immer mit "Hola Paisa".
Die Fahrt versüssen wir uns mit kolumbianischer Musik: Fanny Lu (der Liebling aller :-)), Fonseca und Bonka und einigen Vallenato DVD´s von Raul. Kurz vor Medellin legen wir noch einen Stopp ein: Wofür? Zum Essen, natürlich :-) Leckere Arepas de Chocolo mit Käse!!!
In Medellin angekommen, empfängt uns ein bekanntes Gesicht: Mateo! Er führt uns durch seine Heimatstadt - in Kurzversion, da wir alle sehr müde sind. Wir schauten uns die dicken Figuren von Botero an (und verglichen einen Fuss mit Nicoles :-) - der von Mückenstichen sehr geschwollen war). Mit der Metrocable, einer Seilbahn fuhren wir über Medellin und lernten so die Viertel kennen aus denen Pablo Escobar seine Leute "rekrutierte". Die Menschen aus diesen Vierteln lebten dort in großer Armut und waren daher gefundene Beute für seine krummen Geschäfte. Als wir danach sein Grab besichtigten konnten wir seinen Grabspruch nur schwer nachvollziehen: "Wenn Du einen guten Mann triffst - mach es ihm nach, siehst Du einen schlechten - überdenke Dich selbst!"
Abends gingen wir dann mit Andre - Gründer von viventura - in einem tollen Restaurant mit Ausblick über ganz Medellin essen. Er, Verena und Klaus erkundeten danach noch das Nachtleben der Stadt und tanzten Merengue und Salsa.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54428.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54429.jpg&w=1920&q=75)
Auf den Spuren der Goldwäscher
Heute fuhren wir nach Santa Fe de Antioquia, eine Stadt des nationalen Kulturgutes Kolumbiens.
Die Fahrt dauerte etwas länger, da sich auf der Strecke ein Unfall ereignet hatte - wie so oft in Kolumbien mit einem Motorradfahrer.
In SF de Antioquia, der ehemaligen Hauptstadt des gleichnamigen departamentos, angekommen erkundeten wir den Ort. Die kolonialen Häuser mit schön verzierten Fenstern waren ein lohnendes Motiv für unsere Kameras :-). Santa Fe war auch einst eine Stadt der Goldwäscher, die am nahe gelegenen Fluß ihr Glück suchten.
Sogar kleine Minichivas für 2 Personen gab es hier. Bei einem leckeren Saft auf der Plaza Principal tauschte Verena einen 5-Euro Schein mit dem Besitzer des Kaffee`s. Er war von Europa und unserem Geld sichtlich begeistert.
Natürlich durfte in so einer typischen Stadt auch das typische Essen nicht fehlen und so gab es zum Mittagessen Bandeja Paisa: Hackfleich, Bohnen, Reise, Spiegelei, Schweineschwarte, gebackene Banane und Salat. Hört sich viel an? Neeeeeeeee, das schaffen wir schon - unsere Mägen haben sich auf dieser Reise schon geweitet :-)
Auf dem Rückweg nach Medellin fuhren wir noch zur Puente Occidental, die einst längste Hängebrücke Südamerikas. In einem hochmodernen Shopping-Center kauften wir noch ein Abschiedsgeschenk für Mateo, der uns kurz darauf wieder verließ :-(
Aber morgen geht es weiter an die Karibikküste!!!!!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54430.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54431.jpg&w=1920&q=75)
Ab in die Karibik
Heute sind wir schon gaaaaaaaanz früh aufgestanden und wofür? Für einen Flug nach Santa Marta über Bogota, der leider auf Grund von Nebel 2 Stunden später startet :-( Aber mit einen oder zwei tintos und der Tageszeitung verkürzten wir uns die Wartezeit.
Das Umsteigen in Bogota lief problemlos und dank des Piloten, der auf die Tube drückte waren wir dann doch relativ schnell an der Karibikküste!
Empfangen wurden wir von einer Band, die am Kofferfliessband stand und karibische Musik für die Fluggäste spielte.
Mit den Koffern auf den Taxis fuhren wir dann zum Hotel. Unser Taxifahrer erzählte von sich und seinem leben in Santa Marta. Ein bisschen grinsen mussten wir, als er auf die Frage wie viele Kinder er hätte, nicht sofort klar antwortete " 3 - nein 4 …." :-)
Im Hotel angekommen stürzten wir uns - wie sollte es anders sein - auf das leckere Mittagsbuffet. Leider war das Wetter nicht so gut, wie man es sich von der Karibik erhofft und deshalb relaxten die meisten etwas in ihrem Zimmer, bis wir uns um 17 Uhr wieder trafen.
Wir wussten zwar, dass wir heute noch mit einer Chiva fahren würden, aber was dann kam hatten wir nicht erwartet. "Der ist ja schon fast voll" rief Sandra, als wir die Chiva sahen. Auf der hinteren Bank saßen 4 Männer, die zunächst echt "harmlos" :-) aussahen, aber kaum saßen wir in diesem wunderschönen bunten Bus, legten sie los - zu singen!!!! Sie spielten für uns Cumbia und Vallenato und so fuhren wir durch Santa Marta - eine Stadtrundfahrt der besonderen Art. Mit ein wenig Rum und Bier sangen die Männer noch besser und wir tanzten (im Sitzen) mit. Ein absolut tolles Erlebnis!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54432.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54444.jpg&w=1920&q=75)
Ein erlebnisreicher Tag im Nationalpark
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es heute ein kleines bisschen später los.
Unsere Guides für den heutigen Tag, Robinson und Fanny, holten uns vom Hotel ab. Um den Tayrona Nationalpark zu erkunden bildeten wir zwei Gruppen. Die Tapferen, die eine lange und anstrengende Wanderung vor sich hatten: Verena, Klaus, Sandra und Andre und die "Fauleren" :-) Nicole, Edda und Erich, die "nur" einen 3 Stunden-Marsch vor sich hatten.
Wir alle erkundeten einen der schönsten Nationalparks der Welt. Hier in der Sierra Nevada de Santa Marta gibt es alles: Regenwald, Wüste und das höchste Küstengebirge der Erde. Die Landschaft ist atemberaubend und die Besonderheit des Parks sind seine Strände. Unzählige kleine Buchten säumen hier die Küsten - eine schöner als die andere.
Die "Tapferen" sahen auch ein Indianerdorf der Kogis und kehrten bei einer Bauernfamilie auf einen Saft ein.
Als dann alle am Ziel angekommen waren und im Meer gebadet hatten (wir sind jetzt "Los Dorados" weil dort Goldstaub im Wasser war :-)) gab es mal wieder etwas zu essen.
Den Rückweg traten Verena und Nicole dann zu Pferd an, die anderen liefen… Ein Tag in einem kleinen Paradies!
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54434.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54443.jpg&w=1920&q=75)
Fahrt mit Schlammbad
Heute konnten wir etwas ausschlafen. Mit dem öffentlichen Reisebus ging es zunächst nach Barranquilla, der größten Stadt an der Karibikküsste. Dort wurden wir von Henry abgeholt, der uns zum Vulkan Totumo fuhr. Als wir diesen Schlamm sahen, in dem wir baden sollten, entschieden sich doch die Meisten dafür nur zu zuschauen. Edda und Nicole plantschten aber fröhlich in dem grauen "Gatsch" (wie Edda sagt). Zwei Männer massierten sie und anschließend wurde ihnen der Schlamm aus den Ohren :-) in einem See wieder abgewaschen. Das Mittagessen hielten wir heute kurz - nur eine Empanada mit Ei und ein paar Bananen auf die Schnelle, denn unser Tagesziel hieß Cartagena. Auf dem Weg dorthin sahen wir einige Armenviertel, in denen die Straßen aus Schlammwegen bestanden (es hatte viel geregnet) und überall Müll lag. Cartagena dagegen erlebten wir bisher als sehr bunte, wunderschöne Kolonialstadt. Im Cafe del Mar genossen wir den Ausblick aufs Meer und auf Carolina Cruz, ein kolumbianisches Topmodel, die zu Klaus` Freude dort ein Fotoshooting hatte und sich auch gerne mit ihm fotografieren ließ. Unser Abendessen war heute deutsch! Im Restaurant Bistro von Mirco aus Berlin aßen wir leckere Pasta mit Würstchen und Kartoffelpüree! Für Nicole war das Püree ein Hochgenuss - mit vielen Erinnerungen an zu Hause und für alle ein super leckeres Essen.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54436.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54437.jpg&w=1920&q=75)
Das Erbe von Piraten und Korsaren
Der heutige Tag wurde von Klaus festgehalten
Der Tag begann etwas geruhsamer. Unser Guide Cesar holte uns nach dem Frühstück im Hotel "Tres Banderas" ab. Nach kurzen, heftigen Preisverhandlungen mit den lokalen Taxifahrern fuhren uns diese ins Kloster "La Popa". Leider wollten die Taxifahrer nur 20 Minuten warten, was jedoch zur kurzen Besichtigung der wesentlichen Sehenswürdigkeiten gereicht hat.
Danach stand die Festung "San Felipe" auf dem Programm. Trotz der großen Hitze fand eine ausführliche Besichtigung der Festungsmauern statt. Andre, Sandra und Klaus wagten sich sogar in die Zisternen hinab.
Zur Belustigung aller hatte Nicole in der Zwischenzeit einen "Muscheltruthahn" erworben und Klaus nach dessen Rückkehr übergeben.
Cesar zeigte uns danach den Sklavenmarkt, das Rotlichtviertel, die interessantesten Plätze und Gassen. Die hartnäckigen Straßenverkäufer ließen wir zwar links liegen, den Bonbonverkäufern konnten wir jedoch nicht wiederstehen.
Zu unserer Überraschung erzählte uns Cesar auch, dass der Schlammvulkan Totuma (den wir gestern besucht hatten) gar kein richtiger Vulkan ist und der Schlamm auch keine heilende Wirkung hat :-))) - auch der Film "auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" sei nicht in Cartagena sondern in Mexiko gedreht worden. Vor seinem Abschied erklärte er Andre und Sandra zu deren Freude mehrmals, dass es eine Poststelle neben der Citybank gibt.
Der Nachmittag war zur freien Verfügung. Abends trafen wir uns wieder zum Chill-Out im Cafe del Mar - und diesesmal erlebten wir auch einen fantastischen Sonnenuntergang.
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54438.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54439.jpg&w=1920&q=75)
Ein Regentag an der Karibik
Den heutigen Tagebuch Eintrag machte Klaus
Heute teilte sich die Gruppe bereits am frühen Morgen: Edda, Erich, Verena und Nicole wurden zu Insulanern - Sandra, Andre und Klaus blieben in Cartagena.
Letztere nutzten die Zeit um endlich die Post aufzusuchen um Briefmarken für die Ansichtskarten zu kaufen. Leider befand sich die Poststelle nicht bei der City-Bank. Glücklicherweise fanden wir nach ca. 1-stündiger, verzweifelter Suche einen netten, hilfsbereiten "Cartagener" der uns zur Poststelle, die sich ganz wo anders befand, spontan begleitete. Ein paar Meter weiter versuchte ein Straßenhändler an Klaus CDs zu verkaufen. Nach kurzem Zögern gewährte der Händler den sensationellen Nachlass von 66 % und gab sogar eine mündliche "Garantie" ab - wer konnte da noch widerstehen? ;-))
Danach nutzten wir drei den Vormittag zur weiteren Stadtbesichtigung. In der Baluarte de Santa Catalina erklärte uns ein freundlicher Museumswärter die Funktion der Trinkwasserzisternen zur Zeit der spanischen Herrscher. Und gleich nebenan - in den Arkaden der Festungsmauer befinden sich viele kleine Läden, in denen wir Mitbringsel erwerben konnten. Wir genossen in einem kleinen Restaurant nochmals die Köstlichkeiten der einheimischen Küche und erreichten unser Hotel gerade noch rechtzeitig vor dem großen Regen.
Um 16:30 Uhr kehrten unsere Sonnenanbeter, vom Regen durchnässt, ebenfalls ins Hotel zurück. Bei unserem Abschiedsessen am Plaza San Pedro kam schon ein bisschen Wehmutsstimmung auf - bald reisen wir wieder nach Hause …
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54440.jpg&w=1920&q=75)
%3Aformat(webp)%2Fimg%2F2048x1536%2F54441.jpg&w=1920&q=75)
Eine Extra-Runde
Heute morgen hieß es erstmal von Erich und Edda Abschied nehmen, die zu ihrer Verlängerung nach San Andres aufbrachen. Leider so früh am morgen, halb sechs, dass unser Abschiednehmen eher in Gedanken stattfand. Ob das die Rache auslöste? Als wir am Flughafen ankamen, sagte man uns, dass unser Flug gestrichen sei. So wurden wir auf den nächsten gesetzt, aber weil der Flughafen von Cartagena wegen Wetter für eine Weile zu machen musste, nahm man uns wieder vom Flug, da wir den Anschluss in Bogotá nicht schaffen würden. Auch längere Verhandlungen mit der Airline änderten nichts an der Tatsache, dass wir eine Extra-Nacht in Cartagena verbringen. Leider fehlt uns die innere Einstellung diese Verlängerung zu genießen. Aber das heimische Essen von Mirco tröstete uns einen Moment über den verpassten Flug hinweg.