Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

13 Juli 2010 • Frankfurt - Quito

Der Regierungspalast in Quito
Die Unabhaengigkeitsfigur

Flug nach Quito

Am Abend startete der Flug nach Quito.

14 Juli 2010 • Quito

San Francisko
Gruppenfoto beim Abendessen in Quito

Museum Guayasamin, Stadtbesichtigung

Pünktlich sind wir mitten in die ecuatorianischen Haupstadt Quito gelandet, wo unser Reiseleiter Washington mit der kleinen Schildkröte auf uns wartete. Wir fuhren danach zum Hotel und nach einer kleinen Pause gab es ein leichtes Frühstück, bevor es zum Museum Guayasamin ging. Es handelte sich um eine Kapelle mit grossen, etwas traurigen Gemälden des berühmtesten Malers Ecuadors. Dann ging es nach Cumbaya zum Viventura-Büro. Hier gab es ein leckeres Mittagsessen. Die Spezialität des Landes Ceviche mit Popcorn, Bananen-Chips und geröstetem Maiz. Dazu gab es noch frischen Saft, Kaffee und Tee. Außerdem hatten wir viel Spaß bei der Anprobe der T-Shirts. Am frühen Nachmittag ging es zum Schluß in die Altstadt, wo wir viel Schönes gesehen haben. Zuerst besichtigten wir die Kirche La Basilika mit ihren tollen Türmen, dann San Agustin mit dem Kloster. In der Mitte der Altstadt befindet sich der schöne Unabhängigkeitsplatz mit der Kathedrale, der Regierungspalast, der Bischofspalast und das Rathaus. Wir besichtigten die wunderschöne Kirche La Compania von den Jesuiten und am Ende (bei Regen) die Kirche, den Platz und das Kloster der Franziskaner. Es war ein guter Tag. Am Abend fielen alle müde ins Bett und schliefen tief und fest.

15 Juli 2010 • Nanegal - Quito

Gruppenfoto
Detler

Fahrrad Tour, Bergnebelwald, Vogelparadies

Nach dem Frühstück ging es mit den Pickups bis zum nordwestlichen Berghang des Pichincha-Vulkans, bis wir ein Plateau erreichten. Dort luden wir die Fahrräder ab und well-equipped stürzten wir uns in die Tiefe. Es begann eine rasante Downhill Biketour durch den wunderschönen Nebelwald. Nach unserer ersten Rast in Nono ging es steil bergauf, wo wir alle angekommen sind. Die danach folgende Abfahrt entschädigte für all die Strapazen… idyllisch gelegene Bauernhöfe, über und über mit Flechten, Farnen und Bromelien bewachsene Baeume und vieles mehr gab es zu sehen. Nach einer Stärkung wurde der Regen leider heftiger, so dass alle normalen Teilnehmer ihre Fahrräder verladen liessen und den restlichen Weg im komfortablen Pickup zurücklegten. Unser Guide Washington ¨freute¨ sich, dass ihn ein unerschrockener Teilnehmer (Detlef) die restlichen 20km begleitete. So fuhren beide bei strömendem Regen mit Anfeuerung und profesionellem Flasche-aus-dem-Fenster-halten (wie bei der Tour de France) aus den Pickups den holprigen, schlammigen und mit Pfützen uebersähten Weg entlang. Als Lohn erreichten wir die tolle Lodge Maquipucuna.

16 Juli 2010 • Nanegal

Gruppenfoto im Maquipucuna
Detler, Dieter und Ingeborg machen Quimbolitos

Vogelbeobachtung, Nebelwaldwanderung

Nach sintflutartigen Regenfällen in der Nacht, die sogar das Rauschen des Baches übertönten, trafen sich 7, mit Ferngläsern bewaffnete um 6 Uhr morgens zur Vogelexkursion. Vernünftig waren im Gegensatz zu uns nur die Vögel, sowie 2 andere Vögel (Katrin und Franzi)…alle anderen zogen bei nachlassendem Regen los.

Glücklicherweise hatte unser Guide Washington genügend Bücher dabei, so dass wir uns anhand der Bücher eine Vorstellung von den Vögeln machen konnten, deren Stimmen wir hörten. Man konnte sie an einer Hand abzählen! Nach einer Stärkung machten wir uns ein zweites Mal auf, um auf unsere 4-stündigen Wanderung neben den Vögeln auch die Vegetation in Augenschein zu nehmen. Eine kleine Sensation bahnte sich an, als Dieter aufschrie und ganz nervös in die Ferne zeigte.

Einen großen Vorteil hatten alle Fernglasbesitzer, die den Horizont abscannten…da (nach 5 Minuten) der zweite Aufschrei und (nach 15 Minuten) der letzte Aufschrei von Franzi- auch sie hatte ihn endlich gefunden, den gelben Punkt im blattlosen Baum. Der angeblich immer wieder gähnende Vogel ließ sich nur widerwillig als Choco-Tucan identifizieren. Blind hielten wir auf den Tucan zu und er verharrte so geduldig, bis die Lumix-Gang alle zur Verfügung stehenden Zoomfunktionen ausgiebig getestet und auf ihn angewendet hatten. Animiert vom Choco-Tucan gönnten sich 3 der Damen eine erholsame Schokomassage. Die komplette viventura-Mannschaft (mit Ausnahme von Berthold und Walter) bereitete in Bananenblättern Anis-Quimbolitos zu, die wir uns danach schmecken ließen.

17 Juli 2010 • Otavalo - Nanegal

Otavalo
Walter

Tour zu Kunsthandwerk Erzeugern, Otavalo Markt

Heute hiess es Abschied nehmen von Kolibris, Tukane und Regenwald aber schon wenig später warteten die Nächsten Highlights auf uns. Dazu gehörten ein kurzer Stopp am Äquator und ein Besuch von einem traditionellen Teigladen in Calderon. Nach der Mittagspause ging es nach Otavalo, dort begeisterten wir mit der Herstellung von Musikinstrumenten wie Panflöte - sogar mit einem kleinen Konzert wurden wir verwöhnt. Tief beeindruckt waren wir von der manuellen Herstellung der heimischen Ponchos. Angefangen vom Kämmen der Wolle über Spinnen bis hin zum Weben wurde uns alles gezeigt. Natürlich wurde die Kauflust der Reisegruppe geweckt, die dann auf dem heimischen Markt von Otavalo ihren Höhepunkt fand. Nach einem leckerem Abendessen mit Mojito oder Rotwein war dann auch unsere Gemeinschaftsunterkunft nach anfänglichem Entsetzen recht gut zu ertragen;) Obwohl sogar zwei Betten zusammenbrachen starteten wir munter in den nächsten Tag.

18 Juli 2010 • Otavalo - El Angel

Katrin
Gruppenfoto

Wanderung Polylepis Wald, Mönchpflanzen

Nach einem Frühstück auf einer engen sonnigen Terrasse ging es Richtung El Angel. Die Zeit bis zum Mittagessen überbrückten wir gemütlich am Kamin bei Tee mit Zuckerrohrschnaps. Dann kam die Gummistiefelnanprobe, nach der wir gemeinsam in den zauberhaften Papierwald aufbrachen. Nachdem wir durch viele sumpfige, matschige und überschwemmte Wege stiefelten, erklommen wir schliesslich den Berg auf 3.600 m Höhe. Eine tolle Aussicht und viele meterhohe Mönchpflanzen entschädigten uns. Ein Teil der Gruppe hatte immer noch nicht genug und wollte sich die Aussicht auf 3.900 m nicht entgehen lassen, während die anderen im Seenlabyrinth umherirrten, bis plötzlich und unerwartet Hilfeschreie die Stille durchbrachen. Nachdem den Gipfelstürmern der Ernst der Lage bewusst war, stürmte Reiseleiter Washington den Berg hinab. Kurze Zeit später informierte er über Walkie-Talkie den einheimischen Jesus (=Bergführer) über die erfolgreiche Rettung. Am Abend in der Lodge schwärmten die Bergwanderer dann von der spektakulären Aussicht vom Gipfel. Die anderen hingegen waren glücklich, einfach wieder da zu sein.

19 Juli 2010 • El Angel

Polylepis-Wald, El Angel
Der Vulkan Imbabura, In Otavalo

Afroecuatorianisches Dorf, Hacienda in den Anden

Am frühen Morgen verliessen wir nach einem guten Frühstück die Polylepis-Lodge. Am späten Vormittag erhielten wir in El Juncal Informationen über das Fussballprojekt von der Schwester des ehemaligen Nationalspielers Ecuadors, Agustin Delgado. Er hat 2001 eine Initiative ins Leben gerufen, wo Fussballtalente aus der Umgebung sowohl fussballerisch als auch schulisch gefördert und medizinisch untersucht werden. Zudem hat er dafür gesorgt, dass u.a. mehrere Fussballplätze gebaut wurden. Bei einem Rundgang durch den Ort wurde uns weiterhin ein Einblick in das Leben der Einwohner gegeben. Für die ganz armen Menschen finanziert die Regierung z.B. ein kleines Haus im Wert von $ 3.000,-, das in Eigenarbeit erbaut werden muss. Nach einer Mittagspause in Ibarra mit Telefonaten, Internet, shoppen und Fast Food ging es über teilweise abenteuerliche Strassen zu unserer Lodge, El Porvenir, unterhalb vom Cotopaxi, wo wir nett empfangen wurden.

20 Juli 2010 • PN Cotopaxi

Gruppenfoto
Gruppenfoto mit Ponchos und Chaps

Cotopaxi Schutzhüte, Ausritt zur Hacienda

Wie immer startete unser Tag mit einem leckeren Frühstück. Heute ging es auf Richtung Cotopaxi. Die erste Hürde war eine Wasserfurt. Zum Glück mussten wir den Bus nicht darüber heben, sondern es reichte, dass wir ausstiegen. Auf 4.500 m startete unsere Wanderung. Schon bald teilte sich unsere Gruppe in drei Teile. Die ersten beiden hatten bereits nach 4.650 m genug Höhenluft geschnuppert und zogen es vor, wieder Richtung Vegetation zu wandern. Manu und Dieter waren stolz, die Berghütte auf 4.810 m erreicht zu haben und dabei einen Fuchswolf entdecken zu können. Die andern vier (Ingeborg, Franzi, Walter und Detlef) liessen es sich nicht nehmen, bis auf 5.000 m vorzustossen, wo der Gletscher begann. Stolz über die vollbrachte Leistung begann eine etwas längere Fotosession. Ein liebevolles Picknick mit fantastischer Aussicht beendete die erste Tagesetappe. Beim Ausritt am Nachmittag reduzierte sich unsere Gruppe schon beim Aufsatteln von acht auf sechs. Franzi blieb wenigstens hängen und bereitete dem Pferd viel Freude, da es oft grasen durfte! Alles in allem kehrten wir nach einem zweieinhalb-stündigen Ausritt zufrieden und geschafft zurück. Beeindruckt von der kargen Vegetation und den traumhaften Erlebnissen liessen wir den Tag am Kaminfeuer ausklingen.

21 Juli 2010 • Quilotoa - PN Cotopaxi

Meerschweinschen (Festessen der Indianer)
Beim Tanzen in Quilotoa
Meerschweinschen (Festessen der Indianer)

Wanderung zum Kratersee, Musik und Tanz im Dorf

Heute Morgen verliessen wir die schöne Hacienda El Porvenir mit ihre tolle Aussicht der Umgebung. Wir fuhren an der kleinen Stadt Machachi vorbei zur Panamericana Sur Richtung Latacunga. Hier machten wir eine kurze Pause, um ein wenig auf dem Markt zu laufen und das Leben des Marktes zu beobachten. Zum Mittag gab es die Spezialität der Stadt (Chugchucaras) ein Hauptgericht, das aus Schweinefleisch, Banane, Inka Popcorn, weissem Mais und Teigtaschen besteht. Weiter ging es nach Quilotoa, einem kleinen Andendorf am Kraterrad des Vulkans mit gleichem Namen. Dort angekommen hieß es umziehen und hinunter zum 350 m tiefer gelegenen Kratersee laufen. Hinunter ging es schnell und einfach, aber der Aufstieg war sehr anstrengend, so dass nur zwei Teilnehmer der Gruppe plus Guide daran teilnahmen. Am Abend gab es Meerschweinchen und Schaffleisch, beides Festessen der Region. Gleich danach kamen die Musiker des Dorfes und spielten für uns.

22 Juli 2010 • Quilotoa - Baños

Gruppenfoto am Kraterrand des Quilotoas
Sonnenaufgang in Quilotoa

Sonnenaufgang am Kratersee, Thermalbad in Baños

Vor dem Frühstück am frühen Morgen unternahmen wir eine Wanderung am Kraterrand des Vulkans, um den Sonnenaufgang und die phantastische Landschaft der Umgebung zu sehen. Um kurz nach sechs konnten wir den Aufgang der Sonne hinter der östlichen Cordillera beobachten. Der Anblick dominierte die Landschaft, die Farbe des Wassers wechselte und die Kälte verflog. Zurück in Joses Haus gab es warmen Kaffee, Tee und Kakao, bevor wir uns auf den Weg nach Baños machten. Wir machten zwei Stopps auf unserem Weg. Den ersten, um leckeres Eis in Salcedo zu probieren und den zweiten, um den Salasaca-Markt anzuschauen. Aus der Ferne konnten wir die austretende Asche des Vulkans Tungurahua beobachten, bevor wir am Mittag die kleine Stadt Baños erreichten. Wir verbrachten einen ruhigen und erholsamen Nachmittag in Baños, bei dem wir durch die Strassen schlenderten, Souvenirs erstanden und einfach mal die Seele baumeln lassen konnten. Unser Guide Washington zeigte uns dabei gute Lokale, in denen es leckeres, landestypisches Essen gab.

Am Abend verbrachten wir alle einen entspannten Abend im Thermalbad, wobei wir uns größtenteils im 35G warmen Wasser aufhielten. Da an diesem Abend aber gefühlte 10000 Menschen die gleiche Idee hatten wie wir, fühlten wir uns leicht wie Ölsardinen in dem kleinen Becken. Entspannt fielen wir müde ins Bett und genossen die warmen Betten.

23 Juli 2010 • Baños - Tena

Ingeborg
Gruppenfoto in Tena

Autoschlauch-Rafting, Baden in Lagune, Lodge

Nach einem leckeren Frühstück verabschiedeten wir uns schweren Herzens von unserem schönen Hotel. Mit dem Bus ging es weiter Richtung Tena, wobei wir einen Zwischenstopp einlegten, da Washington eine Schlange auf der Strasse gesehen hatte. Trotz Einlegen eines Zwischenspurts war die Schlange aber schneller weg als wir bei ihr.

Angekommen in Tena ließen wir Teile unseres Gepäcks im Tausch gegen Gummistiefel in einem Hotel. Mit Pickups ging es auf einer massageverdächtigen Holperstrasse tiefer in den Regenwald hinein.

Nach einer kurzen Erholungspause machten wir uns, bewaffnet mit Autoschläuchen und Paddel, in Richtung Fluss auf. Nachdem wir uns in einer wunderschönen Flusslagune abgekühlt hatten, ging es in und auf Autoschläuchen auf den Fluss. Wir kämpfen uns durch Stromschnellen und um Hindernisse herum zurück zur Lodge. Dort ließen wir den Abend ruhig ausklingen.

24 Juli 2010 • Tena

Detlef beim Waserfallkletern
Gruppenfoto im Dschungel

Wasserfälle, Primaer-Regenwald

Nach einem Frühstück mit Spiegelei und Pommes waren 4 Teilnehmer der Gruppe so gestärkt, dass sie bereit waren zum Kampf mit den Wasserfällen.

Mit einem lokalen Guide ging es in Gummistiefeln zu einem Flusslauf, der sich durch eine Steinschlucht schlängelte. Nach einigen Klettereinlagen kamen wir zu 3 Wasserfällen, die wir teilweise mit dem Seil bewältigten. Als Belohnung gab es am Ende des 1,5-stündigen Klettermarathons ein Bad unter dem Wasserfall, bevor wir durch weitere Klettereinlagen und den folgenden steilen Abstieg die Lodge erreichten.

Es war eine anstrengende, aber dafür auch wunderschöne Wanderung, die den Teilnehmern sehr gut gefiel.

Die anderen Gruppenteilnehmer vertrieben sich währenddessen die Zeit mit Dschungelwanderungen, bei denen sie Flora und Fauna kennenlernten und Samen sammelten, die sie danach zu schönen Ketten verarbeiteten.

Den Nachmittag und Abend ließen wir dann ruhig mit Karten spielen ausklingen und genossen das Rauschen des Baches und den Regen.

25 Juli 2010 • Tena

Raftlergruppe
Wandergruppe

Rafting als Zusatz-Modul

Nachdem wir uns den Weg von der Lodge zurück zur Straße gekämpft hatten, erwartete einen Teil der Gruppe das Rafting-Abenteuer. Detlef, Manu, Dieter, Katrin und Franzi fuhren mit den Bus flussaufwärts, wo die Einweisung und die Boote warteten.

Bewaffnet mit Schwimmweste, Helm und Paddel nahmen wir den Kampf gegen Stromschnellen, Steine und Wellen auf, wobei wir teilweise über Bord gingen. Es war ein großes Vergnügen, das uns allen gut gefiel.

Die anderen (Berthold, Ingeborg, Walter und Washington) fuhren mit dem Pickup zur Shangrilla-Lodge. Dort unternahmen wir eine Wanderung zu einem wunderschönen Aussichtspunkt in der Nähe der Lodge. Während der Wanderung sahen wir Eisenbäume und Lianen, fotografierten Orchideen, hörten Tukane und probierten leckere Zitronenameisen. Am Nachmittag entspannten wir in den Hängematten und genossen die Sonne und die Aussicht auf den Dschungel. Am Abend wurden wir Zeuge eines rauchenden Vulkans, was wir alle auf unsere Lumix-Kamara festhielten.

26 Juli 2010 • Tena

Unterwegs beim Dschungeltaxi
Durch den Cayon

Dorfbesichtigung und Canyonwanderung

Das opulente Frühstück trieb uns zu neuen Taten. Voller Neugier brachen wir auf, um die Dschungelbewohner in Santa Monica zu treffen.

Wir besuchten zuerst eine Familie in ihrem Haus, tranken Guayusa-Tee und Maniok-Bier. Angetan vom handgefertigtem Schmuck trugen die weiblichen Teilnehmer massiv dazu bei, dass sich der Aufenthalt verzögerte.

Im Anschluss bestaunten wir die Schule, die aufgrund der Sommerferien nicht frequentiert war – jedoch entschädigten uns die Kindergartenkinder mit einheimischen Liedern.

Nach einer leckeren Stärkung im Lodge ging es am Nachmittag zu der schärfsten Canyonwanderung Ecuadors. Unser Local Guide Matildo führte uns durch den Dschungel und erklärte dabei viel über die einheimischen Pflanzen bis wir bei strömenden Regen beim Canyon ankamen.

Der Canyon ist eine ehemailge Schlucht, der durch den Verlauf des Wasser tiefer und schmaler geworden ist. Durch diesen spektakulären Canyon liefen wir total naß und schmutzig. Wir hatten einen Riesenpaß dabei, obwohl es auch ziemlich anspruchsvoll war.

27 Juli 2010 • Riobamba - Tena

Franzis
Teufelskessel-Wasserfall in Rio Verde

Balzaholzfabrik und Fahrt in die Anden

Heute mussten wir das schöne Shangrila-Lodge mit der tollen Aussicht verlassen und machten uns auf den Weg nach Puyo. Dort legten wir eine kurze Pause ein um den Balzaholzladen anzuschauen und einzukaufen.

Wegen eines kleinen Problems mit unserem Bus hatten wir die Gelegenheit von Tena bis Puyo mit einem öffentlichen Überland-Bus zu fahren. Interessant war zu sehen das einige Ecuadorianer die Zeit im Bus zum Essen nutzen.

Danach ging es weiter hinauf bis Rio Verde. Von diesem kleinen Dorf an der Hauptstraße durch den Dschungel liefen wir hinunter zur Pastaza-Schlucht, wo sich der größte Wasserfall Ecuadors befindet. Zurück an der Straße hatten wir uns mit Eis gestärkt und fuhren weiter in Richtung Baños, wo wir eine Mittagspause machten.

Am Nachmittag ging es zu unserem Tagesziel Riobamba auf eine Höhe von 2750 m. Nach dem Einchecken im Hotel erkundeten wir die Gegend, tranken Cocktails und gingen Abendenessen.

28 Juli 2010 • Riobamba - Cuenca

Gruppenfoto vor den Inkaruinen
Dieter und Manuela

Zugfahrt, Inkaruinen, Panamahut Fabrik

Sehr früh am Morgen ging es los. Um 5 h 30 Uhr gab es ein Buffet-Frühstück im Hotel, bevor wir zum Bahnhof liefen, um mit dem Zug zu fahren. Wir fuhren auf den alten Schienen durch die Anden. Auf dem Weg gab es wunderschöne Landschaften mit Mais-, Bohnen-, Getreide-, Lupinen und Quinua-Feldern zu sehen. Es ging an einigen Dörfern wie Cajabamba vorbei, das durch ein Erdbeben am Ende des neunzehnten Jahrhunderts zerstört wurde.

Danach kamen wir in Colta an, wo wir eine Pause machten um die älteste katholische Kirche des Landes anzuschauen. Die Fahrt mit dem Zug endete in Guamote wo wir in einen Bus umgestiegen und weiter nach Ingapirca fuhren. Hier trafen wir nicht nur Inkaruinen und Cañaris sondern auch lustige Lamas.

Nach einer langen Busfahrt haben wir am Nachmittag die schöne Stadt Cuenca erreicht. Dort besichtigten wir die Panamahut Fabrik um konnten den ganze Herstellungsprozess der berühmten Hüte sehen.

In Cuenca wohnten wir am Flussufer in einem tollen Hotel.

29 Juli 2010 • Cuenca - Cajas National Park

Manu und Dieter im National Park Cajas
National-Park Cajas

Wanderung im National Park

Obwohl uns das Luxushotel und das 1A Frühstück beinahe festgehalten hätten zog es uns in den Nationalpark Cajas. Die absolut richtige Entscheidung!

Auf 3200 m Höhe wanderten wir durch den Regenwald. Einheimische Vögel, sogar ein roter Papagei, Dschungelpflanzen und die typischen Urwaldgeräusche waren unsere Begleiter. Weiter ging es dann mit unserem Kleinbus bis auf 3900 m.

Wir brauchten 15 min um uns an die Höhenluft zu gewöhnen, dann zog es uns auch schon in die traumhafte, bizarre Landschaft der Paermo. Sagenhaft, was es auf dieser Höhe alles zu bestaunen gibt! Farben von gelb über lila, rot und blau, braune Berge, Wasserfälle und viele Seen schmückten diese Gegend.

Etwas tiefer wuchsen auch wieder Polylepisbäume. Ganze 2,5 Stunden wanderten, kletterten und staunten wir. Selbst durch den aufkommenden Nieselregen ließen wir uns nicht stören! Der krönende Abschluß war ein spitzenmäßiges Mittagsessen - einheimische Regenbogenforellen!

Fast ohne Pause ging es um 16.00 Uhr gleich weiter zu einer interessanten Stadtrundfahrt.

Die andere Teilnehmer der Gruppe Ingeborg, Walter, Detlef, Franzi und Katrin sind in der Stadt geblieben und haben den freien Tag beim Shoppen, in Museen und mit Relaxing verbracht.

30 Juli 2010 • Cuenca

Galapagos
Galapagos

Flug nach Galapagos - Schildkröten und Lavatunnel

Noch einmal mußten wir etwas früher aufstehen und machten uns auf den Weg zu den Galapagos-Inseln. Wir flogen über Guayaquil zur Isla Baltra, wo schon die ersten Leguane aus dem Fernster zu bewundern waren.

Gleich nach der Ankunft zahlten wir den Eintritt, fuhren kurz mit dem Bus und mit einer kleinen Fähre durch den Itabaca-Kanal. Gegen Mittag fingen wir unsere Hochland –Tour auf der Insel Santa Cruz unter der Führung von Venus (local guide) und der Übersetzung von Washington an.

Der erste Besuchspunkt waren die Zwillinge, zwei riesige Krater die sich mitten im Wald befinden. Auf dem Weg zu den Lavatunneln begrüßten uns die ersten freilebenden Schildkröten, während am Eingang des Lava -Tunnels eine ruhige Eule saß, die extra für die Fotos sitzen geblieben ist.

Als Nächstes kamen wir zu einem Bauernhof, wo viele Schildkröten zu Hause sind und rumlaufen. Es war ganz toll den riesigen Tiere so nah zu sein und jede Menge Fotos schießen zu dürfen. Katrin, Franzi und Detlef ließen sich sogar im Schildkröten-Panzer fotografieren.

Als letztes ging es zur Charles Darwin Station, um die berühmteste Schildkröte des Archipels zu besuchen (Lonesome George). Daneben sahen wir auch kleine und große Schildkröten aus mehreren Inseln und Landleguane von der Insel Santa Fe.

31 Juli 2010 • Puerto Ayora

Opuntia-Kaktus, Insel Santa Cruz.
Blaufusstoelpel (Santa Cruz)

Freier Tag!

Heute stand ein freier Tag auf dem Programm, welcher unterschiedlich genutzt wurde. Berthold und Katrin hatten sich für einen Tagesausflug zur Insel Floreana entschieden.

Franzi und Detlef haben eine vierstündige Tour in der Nähe des Hafens gemacht, wo sie Seelöwen, rote und blaue Krabben, Blaufußtölpel und Wasserleguane gesehen haben.

Am Ende der Tour ging es zur Bucht (Las Grietas), wo sie Manu und Dieter getroffen haben. Walter und Ingeborg waren am Strand und haben tolle Fotos von Wasserleguanen gemacht.

Am Nachmittag beschäftigten sich die meisten durch Spazieren gehen, Bummeln, Kaffee trinken oder einfach nur ausruhen.

Nach diesem freien Tag trafen wir uns alle am Abend, um zusammen essen zu gehen. Es gab gegrillten Fisch, Garnelen, Oktopus, Fleisch, Hühnchen, Suppe und Salat. Lecker !!!

01 Aug. 2010 • Puerto Ayora

Wasserleguanen
Flamingo (Insel Isabela)

Freier Vormittag, Bootsfahrt zur Insel Isabela

Der Vormittag stand zur freien Verfügung. Ingeborg, Walter und Katrin sind zur Bucht (Las Grietas) gegangen. Detlef, Dieter, Manu und Franzi haben den halben Tag am Strand (Tortuga Bay ) verbracht und unser Biologe Berthold stattete "Lonesome George" und seinen Freunden in der Charles Darwin Station einen zweiten Besuch ab.

Kurz vor der Abfahrt haben wir noch eine Kleinigkeit gegessen, bevor wir uns im Hotel trafen um uns auf den Weg zum Hafen zu machen.

Da der Fahrer von Gaby (Bootsname) Vollgas bevorzugte und das Meer sehr ruhig war, ging die Fahrt nach Isabela schnell vorbei. Nach zwei Stunden hatten wir unsere letzte Insel erreicht. Nicht alle waren von der Fahrt begeistert.

Nach der Kontrolle unseres Gepäcks durch einen Spürhund wurde dieses mit einem Pick-up in unser Quartier gebracht, während wir die 1,5 Km zu Fuss bewältigten. Nach dem Beziehen der Zimmer schloßen wir den Tag mit einem leckeren Abendessen (Fisch) von Gardenia ab.

02 Aug. 2010 • Puerto Villamil

Gruppenfoto
Detlef, Franzi und Guide

Mauer der Tränen

An unserem zweiten Tag auf der Insel Isabela besuchten wir die Mauer der Tränen. Die traurige Geschichte der Insel erzählte uns unser Guide, in Front einer großen Lava-Mauer, die von ecuadorianischen Gefangenen ohne Hilfsmittel errichtet wurde. Einige zu schwache Gefangene verstarben und wurden in der Mauer begraben.

Auf dem Weg zurück ins Hostal sahen wir am Wegesrand überraschend viele Landschildkröten, die von der Darwinstation ausgesetzte wurden.

Beeindruckt waren wir vom Mangrobentunnel und dem wunderbaren Sandstrand, sowie den riesigen Wellen, in die wir uns voller Genuss stürzten. Anschließend schlenderten wir gemächlich über den Stand, bei strahlendem Sonnenschein, Meeresrauschen und einer angenehmen Priese Wind in Richtung Pueblo.

03 Aug. 2010 • Puerto Villamil

Berthold
Weissspitzhaie (Insel Isabela)

Weißspitzenriffhaie, Schnorcheln

Zu Beginn des Tages gab es für uns eine ganz besondere Stärkung. Unser fürsorglicher Guide Washington stand extra für uns ganz früh auf und zauberte mit Gardenia, unserer Gastmutter, leckere Pancakes mit Früchten.

Der dritte Tag auf Isabela brachte für uns einige wahre Highlights. Nach dem Ausleihen von Ganzkörperkondomen (Neoprenanzügen) machten wir uns auf den Weg zum Hafen um mit einem kleinen Motorboot auf die Insel Tintoreras über zusetzen.

Schon vor der Landung erwarteten uns Seelöwen, Piguine, Blaufusstölpel und Meerechsen. Auf Tintoreras selbst sahen wir sehr interessante und äußerst bizarre Lavastrukturen und in den wassergefüllten Gritas wimmelte es von Weißspitzhaien.

Nach dem Rundgang fuhren wir zu unserm ersten Schnorchelgang: Ein Lavakanal voller Weißspitzhaie! Wir schnorchelten in unmittelbarer Nähe (besser gesagt über) dieser unglaublichen Tiere. Adrenalin PUR!

Anschließend tauchten wir mit Meeresschildkröten und machten dabei noch die eine oder andere Entdeckung (Rochen u.a.).

Nach der Rückgabe unserer Anzüge, waren wir uns einig: Dies werden für uns unvergessliche Erlebnisse bleiben.

04 Aug. 2010 • Puerto Villamil

Gruppenfoto am Kraterrand des Vulkans
Vulkan Sierra Negra (Isla Isabela)

Wanderung zum Vulkan Sierra Negra

Drei Teilnehmer kamen froh gelaunt an den Frühstückstisch, obwohl sie die halbe Nacht auf dem stillen Örtchen verbracht hatten! Dabei werden hier keine Namen genannt, da es sich um Krankenakten handelt…Magen-Darm hatte kurz vor Reiseende Einzug erhalten!:)

Die Drei ließen es sich nicht nehmen, an der kurzen Wanderung (17km;) ) zum Vulkan Sierra Negro teilzunehmen. Nach einem halbstündigen Aufstieg an zahlreichen Pflanzen vorbei, erreichten wir den Kraterrand.

Ein imposanter Einblick in den Krater von 10 km Durchmesser eröffnete sich uns. Danach ging es weiter am Kraterrand entlang über mehrere Kilometer, bis wir zu einer Picknickstelle kamen. Dort rasteten wir, aßen und tankten neue Energie. Nun ging es über Lavafelder weiter zum Vulkano Chico, der noch aktiv ist. So konnten wir Schwefelwölkchen und die Hitze in kleinen Fumarolen (Vulkanlöcher) bewundern.

Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg, der aufgrund der Mittagshitze sehr anstrengend wurde. Glücklich, dass wir alle den langen Weg hinter uns hatten, kamen wir am Nachmittag am Parkplatz an, wo der Bus schon auf uns wartete.

Am Abend spannten wir im Hotel aus, aßen gemeinsam und genossen ein letztes Mal den Strand auf der wunderschönen Insel Isabela.

05 Aug. 2010 • Puerto Villamil

Detlef beim Fotografieren
Blaufusstoelpel

Tortuga Bay Bucht

Bereits um 4:30 Uhr war unsere Nacht zu Ende. Unser netter Guide Washington weckte uns sanft mit einer Trommeln an der Tür.

Nach einem spärlichen Frühstück (schließlich stand die Rückfahrt mit dem Schnellboot an) wurden wir mit einem Minibus zum Hafen gebracht, wo unsere Koffer einer intensiven Durchsuchung unterzogen wurden ;-)

Um 8:00 Uhr kamen wir nach einer recht entspannten Überfahrt mitsamt allem Mageninhalte in Santa Cruz an. Dort bezogen wir unser bereits bekanntes Hotel und gingen dann zur schönen Tortuga Bay. Leider war das Wetter nicht so, wie wir es uns erhofft hatten.

Trotzdem genossen wir einen relaxten Strandtag und unsere Tierenthusiasten kamen auch noch auf ihre Kosten. Neben Leguanen und Seelöwen gewährte uns ein Blaufußtölpel zahlreiche und kostenlose Portraitaufnahmen.

Den Abschlussabend verbrachten wir in einem kleinen gemütlichen Restaurant , in dem wir uns den Bauch auf Kosten von viventura voll schlugen. Herzlichen Dank dafür viventura, es war sehr lecker!!! ;-)

06 Aug. 2010 • Frankfurt - Puerto Ayora

Abschiedsfoto am Guayas-Fluss
Guayaquil

Stadtrundgang Guayaquil, Heimflug

Heute hieß es Abschied nehmen von den wunderschönen Galapagos Inseln. Nach dem Frühstück mit Champagner und Geburtstagskuchen (Detlef) kamen um 8:00 Uhr drei Pick-ups und brachten uns zum Itabaca-Canal. Gleich danach ging es mit der kleinen Fähre und mit dem Bus zum Flughafen.

Am frühen Nachmittag landeten wir in Guayaquil und trafen unseren local Guide. Wir machten einen kurzen Stadtrundgang in der größten Stadt des Landes. Wir fuhren durch das Zentrum der Stadt zum Seminario Park (Leguanpark) wo etwa 600 Leguane leben. Danach liefen wir auf die Promenade (Malecon 2000) am Guayafluß entlang bis zum ältesten Teil der Stadt, Barrio Las Peñas mit den engen schönen Gassen und Holzhäuser.

Schließlich ging es zum Grand Hotel Guayaquil wo wir die Möglichkeit hatten uns frisch zu machen und am Pool etwas zu essen.

Zu diesem Zeitpunk mussten wir uns von unserem Guide Washington verabschieden und uns für die tolle Reiseführung bedanken.