Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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"Ankunft in Venezuela"
Raus aus dem Winter Europas, rein in die warmen Tropen.
Die lange Schlange bei der Passabfertigung überstanden wir auch noch und hatten schon bald danach unsere Begrüßungsgetränke in der Hand. Wir wurden herzlich empfangen.
Dann reihten wir uns in die Autokolonne der Caraqueños ein, die den Tag am Strand verbracht hatten und kamen so im Lichtermeer der Hauptstadt an. Der Jetlag trieb uns in Richtung Bett, der Hunger und Eddy trieben uns in Richtung Restaurant, sehr stilvoll und lecker.
12 Frauen, 2 Männer , so sieht unsere Gruppe aus. Alles Weiber, sagte Melanie geschockt? Erleichtert? Erstaunt? Wir werden sehen , jedenfalls verbrachten wir einen schönen ersten Abend zusammen und alle sind gut angekommen.
Jetzt aber erstmal in die Federn, buenas noches !
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"Flug nach Mérida, Stadtspaziergang"
Buenos Dias Caracas, erstmal ging es ab in eine Arepera , zum typisch venezolanischen Frühstück. Arepas, Cachapas, Säfte mit komischen Namen und gutem Geschmack.
Viele Mahagonibäume in der Stadt, fliegende Papageien, aber leider auch viel Müll in den Straßen: wir sind in den Tropen. Schnell mussten wir zum Flughafen hetzen, ein Stau hielt uns noch auf, schaffen wir’s? Ja, auf den allerletzten Drücker erreichten wir den Flughafen. Der Flieger hatte aber selbst zwei Stunden Verspätung und so kamen wir erst am Nachmittag in El Vigia an. Hier holte uns Harry ab, und fuhr uns hoch uns hoch nach Merida.
Hier hatten wir noch Zeit, uns das historische Zentrum und den lebhaften Plaza de las Heroinas anzusehen, und über die tolle Lage dieser Stadt zu staunen. Die Studentenkneipe hatte leider zu, aber unser Vorhaben, noch das Tanzbein zu schwingen, wäre wohl eh an unserer Müdigkeit gescheitert.
Für morgen sollen ja auch wieder alle fit sein.
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"Das ist ja wie im Paradies"
Aufwachen in der wunderschönen Casa Sol Name ist Programm. Die Sonne schien, blauer Himmel, gutes Frühstück. Harry fuhr den Wagen vor und los ging’s.
Traumhaft schöne Strecke, Sepp kam gar nicht mehr mit dem Filmen nach. Besuch des Bilderbuch Dorfes El JaJi. Dann fuhren wir weiter runter in das Becken Maracaibosees.
Tolle Laune im Bus und es gab viel zu sehen auf der Strecke. Es gab aber noch viel mehr vom Boot aus zu sehen. Wir fuhren voll gepackt durch den Galeriewald und wie durch einen Zoo ohne Käfig: Brüllaffen, Kapuzineraffen, Fischadler, Leguane, einen Kaiman, und vieles mehr in einer erstaunlichen Kulisse.
Und dann die Palafitos , Pfahlbauten , auf denen wir die Hängematten aufspannten und dann beim kühlen Bier den Sonnenuntergang genossen. Während Harry und Luis schon mal den Grill anfeuerten, begaben wir uns wieder in den Galeriewald auf Nachtexpedition. Hier sahen wir eine Eule, Kuckucks, eine Giftschlange und sogar einen kleinen Kaiman, den Eddi aus dem Wasser zog.
Irgendwann machten wir die Motoren aus und bewunderten stillt den Sternenhimmel. So, und jetzt warteten wir auf das Wetterleuchten, aber es tat sich noch nichts. Hängematten? Bequem! Ein toller und voller Tag geht zu Ende, und wir warteten auf die Blitze und warteten und…..
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"Congo, Kaffeehacienda"
Noch vor dem Sonnenaufgang sind wir aufgestanden. Alles gerade, hier lief keine Banane herum, trotz Hängematten. Ein schnelles Frühstück und wir stachen in See in Richtung Congo.
Zunächst sahen wir Krabbenfischern beim Fischen zu, die ein geniales System haben die Krabbben aus dem See zu ziehen. Später sahen wir etwas Schlimmes: wir fuhren durch einen Ölfilm, igitt. Das hatte es hier im Südteil des Sees scheinbar noch nicht gegeben. Omar, Harry und Eddy waren sichtbar geschockt. Wie wir später erfuhren, hatte es einen Unfall mit einem Tankschiff gegeben, wobei Öl ausgelaufen war.
Eine weitere Stunde später, ohne Ölfilm, trauten wir unseren Augen nicht: wir waren in Congo, einem kleinen Dorf auf Stelzen. Unglaublich, wie die Menschen hier das Leben meistern, und es gab unglaublich viele Fotomotive. Dann fuhren wir durch das Congodelta und sahen dort sogar Tuxici Delphine.
Eigentlich war ja der Plan noch ein wenig vom Boot aus zu schwimmen. Das Öl, das wir gesehen hatten, hatte uns jedoch die Lust genommen. Auf dem Rückweg nach Medina besuchten wir noch eine alte Café Hacienda (lecker der Kaffeelikör!).
In Merida gingen einige von uns noch bis spät in die Nacht in eine witzige Studentenkneipe. Ich kann nur sagen, dass alle müde, glücklich und zufrieden sind, und gespannt wie es weitergeht.
Grüße aus Venezuela
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"Der wunderschöne Humbuldt-Gletscher!"
Wir verließen das schöne Mérida und schlängelten uns die Transandina-Straße hoch und höher, die 5000m hohen Berge im Blick.
Ca. 432 Kurven später hielten wir an einem alten Haus mit einem genauso alten Mann an. Er zeigte uns den Weg zu den heißen Quellen von Musui. Keuch, die dünne Luft in 3000m machte sich bemerkbar. Die Sonne strahlte, der „Pollo-Express“ wanderte und kurze Zeit später lagen wir im herrlich warmen Wasser. Wir blickten auf den Humboldt-Gletscher und es hätte uns nicht besser gehen können. Außer: wer reicht uns jetzt die Cocktails?
Genug geplantscht, wir hatten Hunger. 56 Kurven später saßen wir bei leckerer Forelle in einem Restaurant. 41 Kurven höher pfiff uns am Adlerpass der kalte Andenwind um die Ohren. Wir versteckten uns hinter den eigenartigen Frailejon-Pflanzen, wir waren nun 4200 Meter hoch!
Dann besuchten wir eine Kondoraufzuchtstation, und einigen schwirrte schon der Kopf von der Höhe, oder auch von den Kurven. Es könnte aber auch an der Disco von gestern gelegen haben. Oder allem. Schneller Blick noch ins Observatorium, ein Abendessen und ab in unsere beheizten Betten. Wir sind in 3300 Meter Höhe, hoffentlich fällt niemand aus dem Bett…
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„Lagunenwanderung, Raftingcamp“
First things first: Happy cumpleaños, feliz Geburtstag Kerstin, hoch soll sie leben (3300m ü NN).
Als Geschenk gab es eine Gletscherlagune, na gut, die anderen durften auch mit. Von der herrlichen Laguna Mucubaji wanderten wir in traumhafter Gegend hinab zur Laguna La Victoria. Wildpferde, ein Stier, Gebirgsbach-Enten, hohe Berge…Sepp der rasende Reporter tauchte schnell wie der Wind hinter Büschen hervor und filmte alles, was sich bewegt. Was sich nicht bewegte, fotografierte er.
Dann ging es bergab mit uns, wir verliessen den Páramo und kamen in den hohen Llanos an. Lecker noch das Grill-Mittagessen in offener Hütte gegessen, und dann gings weiter. Nach ein paar Stunden Weiterfahrt waren wir am Fuss der Anden in einem Rafting-Camp gelandet, das schöner nicht sein kann. Es gind noch schnell zum Baden in den Fluss, jetzt in den Pool. Es flogen Aras vorbei und anschliessend ab zum Abendessen.
Es gab eine Überraschungstorte für Kerstin, die schwer zu schneiden war. Sie war allerdings leicht zu essen, und verrückte Geschichten vom verrückten Bruno aus dem Camp (der hat heute auch Geburtstag) wurden auch noch erzählt. Ein, zwei Rum und gute Nacht schöne Gegend.
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„Tubing, Fahrt in die Llanos“
Gleich nach dem leckeren Frühstück (an Arepas kann man sich gewöhnen) schnappte sich jede(r) von uns ersmal einen Reifen. Wir zwängten uns in Rettungsweste und Helm, und zappelten schon bald darauf wie ein Käfer im kühlen Wasser des Acequias.
Wir schrammten immer wieder mal über Stromschnellen, aber bei relativ geringem Wasserstand war die Fahrt meist ruhig. So genossen wir die tolle Gegend, turnten auf den Reifen herum und konnten im Hintergrund sogar den 4800m hohen Humboldt-Berg sehen. Zurück fuhren wir in einem Viehtransporter, Vieh-Aktiv eben, haben wir ja schliesslich so gebucht.
Und keiner wollte aber alle mussten: nach dem Mittagessen müssen wir weiterziehen, immer weiter in die Llanos. Schon auf dem weg sahen wir eine unzahl Kaimane und Vögel, und wir entdeckten sogar eine kleine Anaconda am Strassenrand. Im Dunkeln kommen wir so im Niemandsland an, eine Familienhacienda in der Wildnis, ein Sternenmeer über uns, Polloexpress on tour…
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„Tiere Tiere Tiere“
Wie voll kann man einen Tag eigentlich packen? So voll: Aufwachen mit Vogellärm, Frühstück und ab auf zwei Pick-ups. Wir machten uns auf den Weg, Tiere zu beobachten: Capibaras, Kaimane, Adler, Bussarde, Reiher, Scharlachibisse, Wasserbüffel, Rehe. Die Suche nach der Anaconda war auch erfolgreich, denn nach einiger Zeit zogen die Llaneros ein 3 meter langes Exemplar aus dem waser, das war spannend. Und auf dem Rückweg trieben einige Llaneros gerade eine riesige Viehherde zusammen, wir kamen uns vor wie im Film…
Schön war es wieder im Camp zu sein, es gab ein lecker Mittagessen, eine schöne Siesta, und dann auch schon weiter. Mit dem Pick-up fuhren wir zum Fluss, und der Guaritico hatte es in sich. Wir sahen Kaimane und Capibaras überall und alles war voll mit Vögeln. Joselo fischte Piranhias, und warf sie einem Bussard zu, der sie vor unseren Augen und Kameras auf dem Wasser wegfischte. Und plötzlich waren wir von rosa Flussdelfinen umzingelt, genial.
Wenig später am Ufer hatte Olga kaum die Angel ins Wasser gehalten, da zappelte auch schon ein Piranhia dran. Und auf der Rückfahrt scheuchten wir 1000 Reiher auf, die uns den Fluss entlang begleiteten. Sonnenuntergang, Marsaufgang, Abendessen und Llanos-Live-Musik. Joropo tanzen bis die Füsse wehtun, noch ein Glas Rum?, ok, dann musste ich aber ab ins Bett…
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"Ein toller, ereignisreicher Tag!"
„Ok, wer geht mit Reiten?“ 14 Hände gingen hoch. „Ok, wer kann denn reiten?“ 1 Hand ging hoch. Mmmh. Na dann mal los.
Erster Gang, langsam anfahren, poco a poco, hü hott brrr, na klappte doch. So spazierten wir hoch zu Ross durch die Savanne und der warme Wind wehte uns ins Gesicht. Die Pferde gehorchten gut, wir waren aber immer noch im ersten Gang. Ui, jetzt fing ein Gaul das Traben an und die anderen machen mit.
Ingrid suchte verzweifelt den Knopf zum ausschalten, die Handbremse, den Anker, aber das störte ihr Pferd nicht. Erfrischungspause am Fluss, wieder ein Delfin und dann zum Teil im Galopp zurück ins Camp. Es war ein echt toller Ausflug.
Und überhaupt – wir hatten eine unvergessliche Zeit in einer einzigartigen Gegend mit den besten Gastgebern, die man sich nur wünschen konnte. Schon schade, dass wir nur zwei Nächte hier bleiben konnten…
Wir machten dann noch ein paar Stunden Strecke bis ins Llanos-Nest Calabozo. Gutes, und wie meist lustiges Abendessen und Baseball lief im Fernsehen. Ole Ole, aber wir waren schon bald verschwunden, müde von den vielen Erlebnissen…
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„Fahrt an den Orinoco“
Heute war also der gefürchtete Fahrtag. Erst mal Invasion, 12 pollos und 5 gallos stürmten eine Bäckerei, die Bedienung schlug sich mit Bravour und wir bestiegen gesättigt die Busse. Heisse Diskussionen: Politik, Weltanschauung, Philosophie. Resultat: alles wird gut.
Schneller als gedacht erreichten wir dann den Orinoco. Eine grosse Brücke führte uns auf die andere Seite und wir waren in Ciudad Bolívar. Vorbereitungen auf unsere Tafelbergtour, lecker Grillfleisch gegessen, es gingen sogar noch welche tanzen (wer wird nicht verraten) und alle grüssen herzlich aus Venezuela. Wie ist Deutschland? Kalt? Das ist bitter…
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“Angel Fall – Rundflug, Uruyenschlucht“
Nach der Invasion der Bäckerei ging´s an den Flughafen. Wir wurden aufgeteilt zu je 5 in Flugzeuge, die an Spielzeug erinnerten, Cessnas eben. Glück hatte, wer mit Piloten flog, die während des Fluges gemütlich Zeitung lasen, denn die anderen drohten einzuschlafen (wären da nicht die Luftlöcher gewesen, die sie in regelmässigen Abständen wieder wachrüttelten).
Traumhaft war die Landschaft: Erst Savanne, dann Eisenminen, dann der grosse Guri-Stausee. Es folgte Urwald, Tafelberge und schliesslich der Auyan-Tepui. Wir flogen in die Schlucht und sahen Steilwände zu beiden Seiten. In einem Kessel sahen wir den berühmten Angel-Fall. Allerdings hatte er nur sehr wenig Wasser wegen der extremen Trockenheit hier. Dafür aber mit Regenbogen.
Nach 1 ½ Std. Flug landeten wir in einem kleinen Paradies, Uruyen. Ein paar schöne Palmhütten, ein kühler Fluss zum Baden, und Savanne und Wald wohin das Auge reichte. Die immense Wand des Auyan-Tepuis, die sich vor uns aufbaute, war atemberaubend.
Bald darauf machten wir uns auf den Weg zur Uruyen-Schlucht.Wir durchquerten sie kletternd, schwimmend,rutschend und lachend. Am Ende wartete ein herrlicher Wasserfall mit Pool auf uns. Abends dann noch ein gemütliches Abendessen in bestem Ambiente, ein zwei Rum, viele Sach- und Lachgeschichten, Witze, Sterne, Rundhütten… buenas noches.
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„Wanderung nach Kamarata, Bootsfahrt, Dschungelcam
Es war kein Traum, wir leben tatsächlich in einer Postkarte. Morgens Baden im Fluss, gemütliches Frühstück und dann Wandern durch die Savanne, Flussüberquerung inklusive. Irgendwann, jedenfalls rechtzeitig mit Anbruch der Mittagshitze, kam uns unser unglaublicher Transporter entgegen. Der war schon mal mit unserem Gepäck vorgefahren, und lädt uns nun auf. Wir hätten nie gedacht, das so viele zusammengeschusterte Einzelteile fahren können. Andererseits hätten wir auch nicht gedacht, dass so viele Menschen auf einen Pick-up passen. Das kennt man sonst nur von Hühnern.
Und so kam der Pollo-Express in der Pemón-Siedlung Kamarata an, begleitet von lachenden Schulkindern. Erstmal Mittagessen und Siesta im Schatten, dann gings auf zum Fluss. Hier warteten schon zwei Einbaumboote auf uns. Alle 7 Sachen verstaut, dann konnte es losgehen, und unsere Bootstour begann.
Anderes Wort für Dusche: „Spritzwasser“. Der Fluss war sehr flach, und bei einigen Stromschnellen mussten die Pemones alle Kraft aufwenden, um die Boote da drüber zu wuchten. Am Nachmittag sind wir in Iwana Merú angekommen, und schlugen unser Hängemattenlage auf. Tafelberge, Stromschnellen, Lagerfeuer, Marsaufgang…was für ein Leben.
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„Bootsfahrt, Dschungeltour“
Hängemattenschlafen ging (bei den meisten) überraschend gut. Alle senkrecht, keine Banane unter uns, die die EU-Norm nicht erfüllen würde. Der Kaffee stand schon auf dem Tisch, gebadet im Fluss, lecker Frühstück, und dann wurde das Camp abgebaut.
Und wieder staunten wir über die grossartige Leistung der Pemones, wie sie geschickt die Boote über die Stromschnellen manövrierten. Einmal mussten wir aussteigen und zu Fuss eine Landzunge überqueren. Wir probierten lebende Termiten (so weit ist es schon mit uns gekommen) und turnten auf einem alten Goldgräberflugzeug rum. Wir ließen uns von der Sonne verwöhnen und genossen es, so ganz und gar draußen zu sein. Mittags Picknick und Badepause. Akku sparen ist leicht gesagt, immer wieder tauchte der Auyan-Tepui fotogen vor uns auf. Der schöne Wei-Tepui gesellte sich ebenfalls dazu, gegenüber welchem wir unser nächstes Dschungelcamp bezogen. Wilmer bekochte uns sagenhaft. Uns geht´s gut. Zwei Blasen an den Füssen vom Barfuss gehen, und ein kleiner Schüttelfrost, der auch vom vielen Lachen kommen kann. Es gibt noch zwei Magenverstimmungsleinchen, eineinhalb Sonnenbrändchen, 17 erkennbare Mückenstiche, das alles geteilt durch 14 - ist doch ein sehr akzeptables Ergebnis, ¿sí o no?
Tja, und nun hofften wir auf Regen (geht das auch ohne Wolken?). Uns wurde nämlich schon beigebracht, dass es bei diesem niedrigen Wasserstand fast unmöglich sein wird, morgen zum Salto Angel raufzufahren. Regen Regen bitte bitte…
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„Fahrt in den Churrún, Dschungelcamp“
Könnte es schöner sein: ein toller Fluss, die schönste Kulisse, Kolibris und Papageien, strahlender Sonnenschein… - …war da nicht was? Ach ja, wir wollten ja Regen. Aber nein. Unmöglich. Wie auch? Gegenüber des Wei Tepuis („Sonnenberg“) und dann noch mit Ingrid und Ramona im Team, die ja auf all ihren Reisen nur Sonne haben. Es sollte also nicht sein, wir werden es nicht zum Salto Angel schaffen.
Wir brachen trotzdem auf in den Churrún-Fluss, doch wir kamen nicht sehr weit. Ohne Wasser ist Bootfahren schwierig. Die Landschaft war einfach überwältigend und wir durften gar nicht daran denken, was uns da wohl weiter flussaufwärts noch geboten worden wäre. Sch… schönes Wetter.
Aber wir ließen uns die Laune nicht verderben, verbrachten einen entspannten Tag im schönen Camp. Wir badeten, wanderten in den Dschungel zu einem Anbaufeld der Pemones und baumelten in der Hängematte. Kurt angelte sich seine Fische am Ufer (ayayay, der Ärmste wurde von den Pemones versetzt, denn plötzlich waren sie mit ihren Booten verschwunden, unterwegs zum Fischen, obwohl Kurt gerne mitgekommen wäre…), und wir genossen das schöne Wetter und dachten lächelnd ans kalte Österreich/Schweiz/Deutschland. Ätsch.
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„Fahrt nach Canaima, Strandabend“
Im Zeichen des Wassermanns: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Sabine. Tolles Geburtstagswetter, ganz viel Sonne, welch Überraschung.
Um das ganze Camp wieder abzubauen, braucht es immer seine Zeit, aber Zeit hatten wir ja. Wir fuhren den Carrao-Fluss abwärts, und staunten über die senkrechten Wände des Auyan Tepui. Wir wanderten wieder um Stromschnellen herum (in der Mittagshitze, ächz) und fuhren zu einem Wasserfall, wo kein Wasser fällt. Eigentlich wollten wir ja den Salto Sapo hinterlaufen, aber so standen wir auf der Kante des Sapo. Wir konnten kaum glauben, dass dies hier in der Regenzeit ein tosendes Inferno ist. Am frühen Nachmittag erreichten wir dann müde und gut gesonnt die Pemonsiedlung Canaima. Supermarkt. Kühle Getränke. Eine Posada. Zeit, an den Strand der Canaima-Lagune zu gehen. Es gab ein nettes Abendessenbüffet in offener Palmhütte.
Sabines Geburtstag feierten wir dann noch am Strand. Hier wurde eh ohnehin ordentlich gefeiert, und zwar ein Hochzeitsfest mit Disko und allem. Und so saßen wir am Strand, Füsse im Sand, ein voller Mond und ein roter Mars über uns. Wasserfälle (mit Wasser!!!), die sich in die Lagune ergiessen, Musik, Cuba Libre, Sandkuchen bauen, und irgendwann ging es ab in die Falle…
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„Flug nach CB, Stadtbesichtigung“
Auch mal schön, ein Vormittag zur freien Verfügung gehabt zu haben, den die meisten von uns am Strand verbrachten. Und auch heute ein Geburtstag, diesmal nach Schweizer Art. Zum Wiegenfeste das allerbeste, herzlichen Glückwunsch Verena!
Mittags am Flughafen ging es dann recht schnell. Wir wurden auf unsere Cessnas aufgeteilt und eine Maschine machte sogar nochmal einen Rundflug. Es ging über die Teufelsschlucht und den Angel Fall, weil die 5 von uns auf dem Hinflug den Wasserfall nur in Wolken sahen.
Zurück also in der „Zivilisation“, schon ein komisches Gefühl. Nach der Siesta fuhren wir ins Zentrum der historischen Stadt mit seinen bunten Häusern, die teils auf Naturfelsen gebaut wurden. Heute am Sonntag wirkte die Stadt aber wie ausgestorben, bis wir am Orinoco eine skurrile Kneipe fanden. Hier tranken wir zum Sonnenuntergang ein kühles Bierchen.
Das Abendessen war toll, und da feierten wir noch Verenas Geburtstag und liessen es uns gut gehen. Jetzt aber ab in die Betten, wir haben schon noch einiges an Eindrücken von unseren Dschungeltagen zu verarbeiten…
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"Zurück in der Zivilisation"
Ja, schon komisch, wieder im "normalen" Leben zu sein und nicht in der Natur aufzuwachen.
Heute mußten wir wieder etwas Strecke machen und fuhren den Orinoco entlang, bis wir ihn in Ciudad Guayana erneut überquerten. Auf dem Weg machten wir einen kurzen Stop bei den Warao-Indígenas, die am Fluss in Palafitos leben.
Nachmittags kamen wir dann im Turimiquire-Gebirge an, wunderschön die üppige Natur und besonders die rot blühenden Bukare-Bäume. Nach der langen Fahrt tat uns die kleine Wanderung zum Paila-Wasserfall sehr gut. Schließlich warteten wir an der berühmten Humboldt-Höhle auf das Ausschwärmen der Guacharo-Vögel. Mit Einbruch der Dunkelheit kamen sie dann auch mit heftigem Gekreische herausgeflogen, ein tolles Erlebnis.
Unsere Unterkunft war spitze, private Cabañas mit Küche und allem. Hier lässt es sich aushalten…
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“Guacharohöhle, Baden in der Karibik”
Zuerst sahen wir uns nochmal hier im schönen Caripe um und Sepp der rasende Reporter war nicht mehr zu halten. Dann ging es zurück zur Höhle, Taschenlampencheck, nochmal tief durchgeatmet und hinein in die Dunkelheit, und wir waren begeistert: Stalagmiten, Stalagtiten, ein Bach, Grillen, Spinnen, Krebse, Mäuse, Ratten, Fische, Fledermäuse…und natürlich die kreischenden Guacharovögel, irre, was sich hier im Dunkeln so alles tummelt. Auch King Kong wohnte hier, wir sahen es genau!
Es war wirklich toll, spannend und interessant, auch wenn wir am Ende etwas erleichtert waren, wieder unter freiem Himmel zu sein. Dann aber los, ab an die Karibik. Nach zwei Stunden Fahrt waren wir am blauen Meer, eine Stunde darauf in einer privaten Bucht mit großzügigen und geschmackvollen Cabañas.
Wir stürzten uns sogleich in die Fluten und spielten mit den Wellen, oder mehr oder weniger sie mit uns. Wir schlürften unseren Begrüßungscocktail, spielten Bollo Criollo und genossen es, endlich am Meer zu sein. Abendessen vom Feinsten, gute Laune, alle gesund und munter, Mondnacht am Strand, schön, hier zu sein…
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“Traumstrand Medina, Kakaohacienda”
Früh fuhren wir mit Fischerbooten bei ordentlichem Seegang zwei Buchten weiter an den Traumstrand Medina. Europa ist ja sooo weit weg. Aber zugegebenermaßen war heute auch hier das Wetter wechselhaft. Sonne und Nieselregen wechselten sich ab und wir vertrieben uns schön die Zeit. Wir spielten Frisbee (manche über zwei Stunden am Stück, stellt euch vor), schwammen oder lasen ein Buch:ein Strandtag eben. Es gab noch ein Mittagessen unter Palmen und die Rückfahrt nach Playa Uva. Eigentlich war es schon fast eine Sünde, diesen herrlichen Ort wieder zu verlassen.
Nun besuchten wir eine Kakaohacienda, wo uns vom Kakaobaum bis zur fertigen Schokotafel der ganze Prozess der Schokoladenherstellung gezeigt wurde. Samt Schokoverköstigung. Nachdem wir dann den halben Laden leergekauft hatten, fuhren wir wieder weiter, ein paar Stunden Richtung Westen. Wir kamen spät in Mochima an, gingen noch in ein Fischrestaurant zum Abendessen (die Ärmsten, waren etwas überfordert mit unserer Gruppe). Manche von uns saßen noch bis spät auf der Terasse unserer Posada. Sie hörten Rafael beim Geschichtenerzählen zu, tranken einen Gute-Nacht-Rum und verschwanden dann in den Betten. Grüsse von der Karibik…
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“Delfintour”
Heute sahen wir Mochima also mal bei Tageslicht, ein kleines Fischerdorf mit vorgelagerten Inseln. Das Frühstück lief ganz in karibischem Tempo ab, aber nach und nach kam doch alles auf den Tisch, so daß wir schließlich mit unserer Bootstour beginnen konnten.
Herrlich, sich den Wind um die Ohren wehen zu lassen und aufs offene Meer herauszufahren. Wir sind vorbei an immensen Klippen, begleitet von Pelikanen und Fregattvögeln, die sich ins Meer stürzten und ihren Fisch fingen. Nach ein paar Kurven um die Klippen trauten wir unseren Augen kaum: wir sind mitten in einen großen Schwarm Delfine geraten, die direkt um unser Boot herumschwammen und sogar sprangen, was für ein Spektakel. Wenig später bekamen wir Schnorchel und Taucherbrille angelegt und bewunderten die bunte Unterwasserwelt von Mochima. Den Nachmittag verbrachten wir den am Strand von Playa Blanca.
Viel gesehen, viel erlebt heute, das war ein toller Tag am und im Meer. Es ist nur schlimm,wie das Ticken der Uhr immer lauter wird…
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“Fahrt nach CCS, Besuch des Kinderheims”
Früh ging´s los, Abschied von Mochima und rein in den Bus. Wir fuhren entlang der Küste in Richtung Westen, vorbei an einigen schönen Buchten und Inselchen, die oft sehr einladend aussahen.
Wir kamen gut voran und erreichten am Nachmittag die Metropole Caracas, wo wir in den obligatorischen Stau gerieten. Schließlich konnten wir uns unseren Weg zum Kinderheim im Osten der Stadt bahnen. Freundlich empfing uns Dora, die Heimleiterin des von viventura unterstützten Projekts und zeigte uns die Räumlichkeiten und die Fortschritte, die sich hier gemacht haben. Die meisten Kinder waren noch in der Nachmittagsschule, aber mit denen, die noch da waren spielten wir Basketball und hatten alle ganz viel Spaß.
Tja, und dann das letzte gemeinsame Abendessen, unglaublich wie schnell diese drei Wochen verflogen sind und wie viele Eindrücke sie hinterlassen haben. Und obwohl wir alle ziemlich müde waren, feierten wir noch an der Bar, andere fuhren noch in eine Disko und tranken noch ein zwei Drinks auf unsere erlebnisreiche Reise…
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“Citytour, Rückflug”
Ein letztes mal tropisches Frühstück mit Arepas, Cachapa, Mangosaft und dergleichen. Danach stiegen wir in die Metro und fuhren ins historische Zentrum der Stadt, wo wir uns das Capitolio, den Plaza Bolívar und das Geburtshaus des Libertador ansahen und einfach nur gemütlich durch die Strassen der gerade erst aufwachenden Stadt schlenderten. Zeit noch ein paar CDs, T-Shirts und Souvenirs zu kaufen, Ingrid fand sogar ihren Harley-Davidson-Laden, denn ohne ein Venezuela-Harley-Shirt hätte sie sich scheinbar gar nicht erst zurück nach Deutschland trauen dürfen…aber happy end!
Tja, und dann der Abschied am Flughafen, kurz und schmerzlos, was soll man nach drei intensiven Wochen noch gross sagen. Vier von uns verlängern noch auf der Isla Margarita, hoffentlich denken die mal an uns im kalten Europa, während sie mit Cocktails im warmen Sand liegen… Macht´s gut alle miteinander, auf Wiedersehen, in Venezuela, Österreich, Schweiz oder Deutschland, egal. Hauptsache warm.