Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Der Tag der 28 Stunden
Teilweise schon kurz nach Mitternacht steigen in Deutschland und der Schweiz 10 Teilnehmer erwartungsvoll aus ihren Betten, um von ihrem nationalen Flughafen den Zubringer nach Madrid zu erreichen. Von dort soll es dann für alle um 12:35 Uhr nach Buenos Aires gehen.
Helmut und Monika, Rupert und Gertrud, Horst und Jutta, Reinhard und Hannelore sowie Thomas, Ursula werden ab jetzt irgendwo zusammentreffen – spätestens dann am Flughafen in B.A.
Bereits in B. A. sind Rosa Marie und Erna mit einem individuellen Vorprogramm; natürlich auch die Reisebegleiterin von viventura, und zwar Diana.
Für alle Reisenden wird dies mit Sicherheit der längste Tag des Jahres; denn er hat diesmal 28 Stunden !!! Den Tageswechsel erleben wir nämlich im Flieger irgendwo über Südamerika; landen dann aber trotzdem noch um 22 Uhr (Ortszeit). Die Zeitdifferenz beträgt 4 Stunden. Hoffentlich nicht zu kompliziert ¡!!
Schließen wir unseren Tag nach Ortszeit: wir sind wohlbehalten, wenn auch mit den üblichen individuellen Reiseblessuren gelandet. Diana empfängt uns mit Freuden – auch wir sind ganz entzückt von so einer netten Begleitung für die nächsten etwas mehr als 3 Wochen.
Im Hotel in B.A. fallen wir dann nur noch auf die Matratze und geniessen unsere erste südamerikanische Nacht.
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Ab in den Norden
9 Uhr Abfahrt vom Hotel ist ja noch eine menschliche Zeit – selbst nach Abzug für Aufstehen, Koffer (um-)packen und frühstücken war eine gewisse Regeneration möglich.
Heute geht es mit dem Flieger in den Norden Argentiniens – nach Salta. Für uns kündigt sich dieser Ort mit seinen vielen Besonderheiten schon in der Luft an – viele heftige Turbulenzen wandeln sich am Boden nachher in heftige Windböen. Aber es ist trocken (angeblich schon lange Zeit kein Regen mehr hier) und schön warm. Schliesslich soll jetzt der “Sommerurlaub” sein; der “Winterurlaub” mit niedrigen Temperaturen und vielleicht auch Schnee kommt ja erst im Süden in Patagonien.
Noch eines verdient Erwähnung: Diana führt noch ein Maskottchen als weiteren Reisebegleiter ein – eine schwarz-weisse Plüschkuh. Wir haben 3 Tage Zeit für die Namensfindung (und eine Taufe als Feier wäre ja auch nicht schlecht ?)
Nach Bezug unseres Hotels (“Casablanca” – der Name verspricht mehr Flair als wir vorfinden…..) ist Stadtführung angesagt. Maria – extra für uns gekommen - macht das zusammen mit Diana klasse. Wir erfahren viel – und danken jetzt schon unseren papierhaften Reiseführern, die das alles viel besser behalten und uns später immer wieder preisgeben können.
Am Abend ist in der “la vieja estacion”, einem örtlichen Restaurant, der Willkommensschmaus angesagt. Als Beigabe erleben wir folkloristische Einlagen – hola hola > wirklich klasse. Die Hartgesottenen wollen auch noch den letzten Auftritt miterleben – dafür ist die Nacht dann eben was kürzer.
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Die Schlucht der vielen Farben
……man hätte auch durchmachen können: vom folkloristischen Abend direkt zum Frühstück ins Hotel und um 7.30 Uhr in den Bus zur Sightseeing-Tour.
Die Alternative heißt früh aufstehen, frühstücken und ab in den Bus.
Heute begleiten uns neben Diana (und der noch namenlosen Kuh) Ricardo als Fahrer und Anna, die sich – das schon mal vorweggenommen – als “mejor guia del norte de argentina” herausstellten.
Die Richtung ist nördlich (von Salta); Ziel = Quebrada de Humahuaca (Schlucht von ….). Es sollen 540 km hin und zurück und 3000 m Höhe werden (hören wir). Tatsache der Deklaration als UNESCO Welterbe gibt sicher schon einen wertvollen Bedeutungshinweis. Warum ist diese vom Rio Grande geformte Schlucht so aufgestiegen?
Ø Mehrfarbige Berge bzw. Gebirgsmassive aufgrund der Zusammensetzung der Gesteine (z. B. rot = Eisenerze/Oxyd etc.), wobei die Gebirgsmassive schon gewaltig sind. Es gibt den Cerro de los siete Colores (7-farbiger Berg)
Ø Indianische und andinische Kulturnachweise (Kunsthandwerk, Wohnen+Bauten+Leben………………..)
Ø Beeindruckend die Totenkultur und die Anlage der Friedhöfe mit den vielen bunten Farben an den Gräbern und Stätten……
Diese Exklusivitäten (neben dem o.g. noch einiges mehr) wurden von Ricardo (als geborener Argentino) und Anna (Italienerin mit deutschen Wurzeln) in perfektem Deutsch vermittelt. Eine ganz persönliche Note und Kenntnis in den Details ließ uns das eine oder andere Thema irgendwie besonders nahe kommen und verstehen.
Nach 14 Stunden war dann eine sehr beeindruckende Bekanntschaft mit dem Norden Argentinas beendet.
Gracias an Ricardo: Nachweis der männlichen Multitaskingfähigkeit: Fahren, Schalten und erklären (Mikrophon) mit 2 Händen und Füßen.
Überwiegend war dann die Matratze der nächste Anlaufpunkt; Exzesse sind dem Schreiberling bis zur Stunde nicht bekannt (schließlich war am nächsten Tag vormittags frei)
Nachtrag: unsere Kuh (gemeint ist die Plüschvariante) heißt ab sofort : Mina
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Verlust einer Reiseleiterin
Der Tag sollte gemäß Plan ganz einfach ablaufen: vormittags frei bis 14 Uhr; dann mit dem Bus zum Busbahnhof (das sind hier in Südamerika solche Komplexe wie bei uns in den Städten die Hauptbahnhöfe) und um 15 Uhr ab nach Corrientes. Das sollen 1000 km sein.
Der Morgen wurde individuell genutzt; von Besichtigung des Hausbergs Cerro San Bernardo (immerhin 300 m höher; mit Seilbahn erreichbar), shoppen, noch ein bisschen sightseeing….Mittagessen..
Dann am Busbahnhof angekommen, erleben wir die Überraschung: für unsere Reiseleiterin Diana ist kein Ticket gebucht (!!!!!!) Obwohl noch einige Plätze frei sind - es hilft nichts. Sie bleibt zurück und unser Bus startet pünktlich. Sicherlich werden jetzt die Funkwellen heiß - wie kann alles wieder zum Guten kommen? Schließlich war Frühstück am Morgen in Corrientes - ca 4.30 Uhr - zu organisieren; die Abholung durch den örtlichen Reiseleiter, das Anschlussprogramm etc. Nun ja.
Um es vorweg zu nehmen: die Lösung ist argentinisch: es klappt irgendwie doch alles. In Resistencia - 50 km vor dem Ziel - werden wir gg. 4 Uhr vorzeitig aus dem Linien-Bus geholt; der örtliche Reiseleiter steht schon mal zur Abholung da (natürlich von Diana noch nichts zu sehen) und wir werden ca 50 km zum Frühstück auf eine hübsche Halbinsel chauffiert…..die wir natürlich später auch wieder zurück müssen. zupp, wir waren übrigens schon beim nächsten Tag. Dort gehts weiter.
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auf Schotterwegen unterwegs
……nach genanntem Frühstück und einer Besichtigung der netten Ferienanlage (Lage am Rio Paraguay und Rio Parana) sind wir gegen 6 Uhr wieder zurück nach Resistencia gefahren. Gerüchten zufolge sollte Diana mit späteren Bussen von Salta weggekommen und unterwegs zu ihren Schafen (das sind wir) sein. Warten in R. war angesagt ! Aber oh Wunder: Diana stand schon am vereinbarten Punkt und wir waren alle wieder zusammen.
Unser Ziel heute heisst Pellegrini - das sind noch ca 300 km Fahrt auf Asphalt und ab Mercedes 120 km auf Schotter (wohlgemerkt: nach 1000 km von Salta). Tja - Argentinien ist riesengroß !!!
Pellegrini liegt in den "Sümpfen des glitzernden Wassers" (Esteros del Iberá) und ist ein Standort = Dorf mit ca 600 Einwohnern, riesigen Grundstücken, nicht asphaltierten Straßen - aber Straßenlaternen !!!!!! Die ganze Gegend von 13000 qkm ist ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe. Warum: diese Sümpfe haben eine einmalige Tierwelt und ökologische Bedeutung, die Interessierte mal selbst nachlesen sollten. Unser Quartier in einer Art Lodge war ok. Essen, Trinken, Schlafen war in den nächsten 2 Tagen gesichert.
Am Abend haben wir noch die 2 stündige Bootsfahrt auf dem nahe gelegenen See gemacht…. Flora und Fauna sowie Tiere über Tiere; mit einbrechender Dunkelheit dann der südliche Sternenhimmel dazu. Romantik und Abenteuer pur !!! Eindrucksvoll! Angenehme Überraschung zum Ausklang auf dem Boot: Die Ranger spendierten uns ein (oder auch 2 oder 3) Gläschen Rotwein………. Es war bestimmt ein "Guts Nächtle".
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Sorpresa……..
Erst wenige Tage sind wir unterwegs, schon ist uns klar, dass es fast täglich neue Überraschungen gibt, die von unserer freundlichen und hilfsbereiten Reisebegleiterin Diana viel Improvisationstalent erfordern und von uns die Bereitschaft zur Flexibilität, denn hier ist es die Natur, die den menschlichen Planungen ihre Grenzen zeigt.
An einem sehr heißen Tag in dem Naturreservat der Esteros del Iberá fahren wir morgens mit dem Boot hinaus und können nicht nur die unterschiedlichsten Wasservögel (Reiher, Störche, Federale) sondern aus nächster Nähe auch Kaimane, Wasserschweine und Sumpfhirsche beobachten. Am Nachmittag laufen wir bei brennender Sonne noch einmal zur Anlegestelle, um mit dem Boot zu den Sumpfgebieten zu fahren und eine Exkursion durch die Selva zu machen.
Leider halten sich die Affen zurück und lassen sich nicht blicken, dafür kreuzt in einiger Entfernung ein Puma unseren Weg. Unser Ranger weist uns auf die aufgeregt hin und her laufenden Ameisen hin, die seiner Meinung nach den kommenden Regen ankündigen - was wir uns gar nicht vorstellen können. Leider stimmt seine Vermutung, in der Nacht bricht ein Sturm los, gegen Morgen beginnt es zu regnen und die Temperatur ist um ca. 15 Grad gefallen.
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Der große Umweg
Die Straße in Pellegrini - gestern mit einer dicken Staubschicht bedeckt - hat sich in ein Schlammbad verwandelt, das höchstens mit Gummistiefeln zu durchlaufen ist. Unser Plan, zu Fuß zur nahe gelegenen Schule zu gehen, um dort Schulmaterial und eine Geldspende abzugeben, ist nicht durchführbar. Aber Diana findet eine Lösung: im Jeep werden wir (2 Lehrerinnen aus Deutschland) zur Schule gefahren, oder sollte ich lieber sagen: gerutscht ?
Das Auto ist kaum zu lenken, schlingert, muss zurücksetzen, wieder Anlauf nehmen, um überhaupt um die Kurve zu kommen. Schließlich sind die wenigen 100 m zurück gelegt, wir steigen vor der "Schule" aus - ein eher Fabrik ähnliches Gebäude, kahle Wände, nackter Steinfußboden. Freundlich werden wir von einer Lehrerin begrüßt, aber wo sind die Kinder ? Heute kommen nur ganz wenige, erfahren wir - unmöglich den Schulweg bei diesem Wetter zu bewältigen. Wir dürfen uns einige Klassenzimmer ansehen, spartanisch eingerichtet, das einfache Anschauungsmaterial hängt an den nackten Wänden. Die wenigen Erstklässler grüßen uns schüchtern, aber ein kleines Gespräch kann ich mit einem Jungen führen, der mir stolz sein Heft zeigt und sich über meinen Namen amüsiert.
Diese Schule besuchen 230 Schüler, unterrichtet wird in 3 Schichten. Die Großen haben bis weit in den Abend hinein Unterricht. Unsere Sach- und Geldspende wird dankbar in Gegenwart von 3 Lehrerinnen entgegen genommen.
Zurück in unserer Rancho stehen schon unsere Jeeps zur Abfahrt Richtung NO (nach Posadas) bereit. Aber die Straßenverhältnisse (über weite Strecken unbefestigten Schotterstraßen) zwingen zu einer Fahrtänderung. Statt 130 km müssen wir mehr als 600 km fahren, doch unsere 4 Fahrer bewältigen die im ersten Teil sehr schwierige Strecke versiert und mit nötiger Gelassenheit. Viel später als geplant, aber wohlbehalten und ohne Panne erreichen wir gegen 21 Uhr unsere Estancia La Chacra nahe bei Posadas und : sorpresa: wir betreten ein wunderschönes Privathaus, prasselndes Kaminfeuer und liebevoll ausgestattete Zimmer warten auf uns. Schon sind die Reisestrapazen vergessen und wir geniessen das schmackhafte Abendessen in geselliger Runde.
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Tourismus - Holzwirtschaft - Mateverarbeitung
Die Anstrengung des Vortages (Fahrt) sollte heute in Sekundenschnelle vergessen sein: Das fing schon mit dem blauen Himmel, 30 Grad Temperatur und einem Super-Frühstück auf der Terrasse an.
Danach wurde es fast anstrengend: Ernesto, einer der guten Geister des Hauses, erklärte und zeigte uns das Leben auf dieser Estancia. Diese gehört Don Pepe, einem wohl netten Menschen lt. seinen Angestellten. Das gesamte Anwesen ist 600 ha groß. Seine Verwandtschaft hat übrigens Beziehungen zum holländischen Königshaus. Es werden Touristen verwöhnt (wie wir > gutes Essen, stimmungsvolle Umgebung, Swimming Pool, sportliche Aktivitäten);
Jenseits der Straße dann das Holz aus dem eigenen Waldbestand zurecht geschnitten (Bauholz, Möbelindustrie) und Mate angebaut und verarbeitet. Spannend und für uns unbekannt natürlich fast alles um "Mate". Wir haben das alles gesehen, gelernt - und zum Schluss auch getrunken. Mate hat bestimmt neue Abnehmer und Freunde gefunden.
Höhepunkt des Abends dann "el Asado" - der Grillabend mit allem Drum und Dran. Danach hieß es schon wieder Koffer füllen, schlafen gehen und fit für den nächsten Tag werden.
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Die Reise zum Höhepunkt
La Chacra haben wir nur schweren Herzens verlassen; aber schließlich haben wir ja noch mehr gebucht. Die 3 Std. bzw. knapp 300 km sind ja "gar nichts" - dann sind wir schon in Iguazu, der Stadt an den weltberühmten Wasserfälle (Besuch erst am nächsten Tag).
Davor - nach etwa 60 km - noch etwas Bildung: Besuch einer ehemaligen Jesuitenruine, die so wertvoll ist, dass auch wieder zum UNESCO Kulturerbe erkoren. Die Jesuiten haben hier eine wertvolle Rolle gespielt. In Iguazu beziehen wir ein ansprechendes Hotel (mit Swimming Pool + Internet !!). Nach Freizeit im Wesentlichen in Form von Entspannung, Stadtbesichtung, Geld holen o.ä. dann ein von Diana organisiertes Super-Parrilla (i. w. Grillfleisch essen). Leckerer Rotwein und ebensolches Bier (ehrlich) brachten dann überwiegend ein langen erholsamen Schlaf.
Nachtrag: Nur 2 Rheinländer waren natürlich "verloren" mit ihrem 11.11 Uhr Aufschrei (Kölle Alaaf) - schließlich war 4 Stunden vorher schon in der Heimat der Karneval eröffnet worden. Rheinischer Humor überlebt (fast) alles !
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Auf zu den grossen Wassern……..
Früh am Morgen (8 Uhr) Abfahrt zu den Wasserfällen, die etwa 20 km vor der Stadt liegen. Bei 5 Mio Besuchern jährlich werden uns also heute 13.888 Interessierte begegnen; so ähnlich gings auch auf allen Wegen zu.
Aber wir haben unser Ziel gut erreicht. Dann kam Mariel, die uns dann alles Drumherum erklären konnte. Diana hatte - wieder mal - einen schweren Tag; sie muss fast alles ins Deutsche übersetzen - und noch Zusatzfragen beantworten. 8 Stunden dauert der ganze Spaß; viele KM zu Fuß; Unterstützung aber auch durch eine schicke kleine Eisenbahn. Besonderer Spaß für Thomas und Rosa Marie, die sich als Sondereinlage die Bootsfahrt durch den Canyon direkt zu den Wassermassen gönnen.
Weiteres Gejuchze von den Zuschauern, wenn die Wasserschwaden so stark und vom Wind zu den Zuschauern getragen wurden. Die Feuchtigkeit war bei den Temperaturen (pure Sonne, mind. 30 Grad) als Kühlung nur angenehm. Am Abend sind wir von der örtlichen Agentur - Oskar - zum Abendessen eingeladen. Das haben wir uns auch verdient.
Es darf nicht zulange werden, da es am nächsten Morgen um 7:45 Uhr (bitte schon mit gepackten Koffern) nochmals auf die brasilianische Seite geht, bevor wir dann am Nachmittag gen Buenos Aires starten.
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Wasserfälle
An unserem 11. Reisetag haben wir wieder ein weiteres Highlight geniessen können. Unser argentinischer Fahrer Oscar brachte uns mit unserer Reiseleiterin Mariel von Porto Iguazu - unserem Hotel La Strada über die argentinische-brasilianische Grenze, die nur ein paar Autominuten entfernt war, in die Provinz Misiones. Von dort ging es mit dem öffentlichen Bus zu den Cataratas - den weltberühmten Wasserfällen des Rio Iguazu - Kaum ausgestiegen fielen uns wieder die herrlichen lila-blauen Blüten der Jakaranda-Bäume auf, durch die zuerst nur andeutungsweise die Wasserfälle sichtbar wurden. Den schmalen Wanderweg folgend, erreichten wir die einzelnen Aussichtspunkte. Es konnten sich uns immer wieder tolle Ausblicke auf einzelne Wasserfälle und dann ein herrlicher Panormablick auf die gesamten Fälle, die wir am Vortag auf argentinischer Seite nur in Teilaussichten sehen konnten. Besonders beeindruckend war der Bereich, wo die Fälle 80 Meter herabstürzen und einen permanenten Wassernebel aufgewirbelt wurde, der in kürzester Zeit ohne Regenschutz jegliche Kleidung durchnässte.
Im Bereich des Panorama-Aufzuges beeindruckte uns die gewaltige Wasserwand und man hatte noch einmal einen totalen Gesamt-Panoramablick über diese weltberühmten Wasserfälle. Glücklich und zufrieden sanken wir in unsere Bussitze um in unser Hotel zurück zufahren, wo sich einige von uns in die Fluten des Pools stürzten.
Um 16:30 Uhr begann die Nachfahrt in einem modernen und sehr bequemen Nachtbus nach Buenos Aires. Das Leben ist schön.
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Buen viaje Erna y Mina
Als wir in Buenos Aires ankamen wartete auf uns bereits Daniela um mit uns die Stadt zu erkunden! La Boca als Geburtsort des Tangos ist heute ein bunter Touristen-Anziehungspunkt. San Telmo ist bekannt durch seine Antiquitätenläden und Häuser im Kolonialstil, hier genossen wir unser Mittagessen.
Im Mikrozentrum vereinigen sich die klassischen Highlights von Buenos Aires: der Obelisk als Wahrzeichen der Stadt, die Avenida 9 de Julio als breiteste Straße der Welt und der Präsidentenpalast.
Heute heißt es auch Abschied nehmen von Erna Klöti… unserer lieben Freundin, die uns die erste Woche begleitet hat.
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Tango
Gut ausgeschlafen konnten wir in dem schönen Hotel in Buenos Aires ausgiebig frühstücken. Um 9:30 Uhr trafen sich alle, die an der Radtour durch die Stadt teilnehmen wollten. Wir gingen mit Diana zum Treffpunkt am Plaza Martin. Nach einer kurzen Probefahrt ging es los, voraus unsere Führerin Florenzia, als Nachhut Ezechiel.
Wir fuhren auf Radwegen und links auf dem Fahrbahnrand bis zur Klein-Palermo Chico, wo wir die gepflegten Häuser der Botschaften und Diplomaten bestaunten. Es war ein schöner, sauberer Stadtteil mit langen Alleen. Bei den ersten Grünanlagen sahen wir die Pasedores de Perros (Hundesitter) mit ihren vielen Hunden, die sie für reiche Leute ausführen und dadurch ihren Lebensunterhalt verdienen. So sahen wir den Fernsehbericht bestätigt und konnten kaum unseren Augen trauen, als wir die vielen Hunde sahen.
Weiter ging die Fahrt durch den Park bis zu einem kleinen See, wo wir Pause machten und Mate tranken. Auf dem See war eine "Müllerntemaschine" (laut Reinhard) mit Schaufelradantrieb unterwegs und sammelte den im Wasser treibenden Müll ein.
Auf der Weiterfahrt konnten wir die herrlichen Rosen und Ceibos im Rosengarten bestaunen. Immer wieder blieben wir an Denkmählern stehen, wo unsere Führerin uns kurze Erklärungen gab. Hervorheben möchte ich den Platz mit der Statue mit Evita Peron und den Platz mit dem Denkmal der Deutschen, auf dem die Wappen aller 16 Bundesländer befestigt waren.
Dann fuhren wir in den Stadtteil Recoleta, der wieder ein besonderes Flair, aber auch viel Verkehr hatte. Der Friedhof von Recoleta war nur für reiche Leute angelegt, was man an den grossen Mausoleen sehen konnte. Dort ist auch das Evita Peron Mausoleum. Nach kurzer Kaffeepause ging es weiter. Wir wurden auf die "tränenden Bäume" / Tipos aufmerksam gemacht, die über Tag Wassertropfen fallen lassen, Wasser das sie in der Nacht in den Blättern gespeichert haben. Unsere Fahrt wurde abenteuerlich, aber interessant als wir uns während der Mittagszeit durch die Fußgängerzone schlängelten.
Am Plazo de Mayo blieben wir nochmals kurz stehen. Dann kehrten wir auf den Nebenstraßen mit Kopfsteinpflaster zum Fahrradverleih zurück. Nun konnte jeder den Rest des Nachmittags selbst gestalten. Einige kehrten mit dem Taxi, andere mit der U-Bahn ins Hotel zurück, andere gingen zum Hafen und staunten dort über die vielen gutbesuchten Restaurants. Der 2. Höhepunkt des Tages war die Tangoshow mit Abendessen in einem Theater in der Calle Florida.
Wir waren alle von der Atmosphäre des Theaters überrascht. Das Ambiente eines alten Theaters mit Emporen in rot-gold gehalten passte genau zu einer Tangoshow. Viventura hatte für uns auf der mittleren Empore Plätze gebucht, so dass wir gut sehen konnten. Unser Abendessen war geschmackvoll und die danach folgende Show bot alle Variationen eines argentinischen Tangos in künstlerisch anspruchsvoller Ausdrucksform. An diesem Abend waren alle mit dem rundum gelungenen Tag zufrieden. Gertrud & Rupert
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Seenlandschaft
Nach der Ankunft am Mittag in Bariloche haben wir uns kurz in der Stadt umgesehen und konnten eine Kleinigkeit essen. Bei dieser Tour sollte Fede unser Guide sein. Der erste Programmpunkt war der Cerro Campanario, den wir mit dem Sessellift erklimmen konnten und der einen atemberaubenden Blick auf das umliegende Seengebiet und die Anden bot! Während mehrerer Zwischenstopps hat uns Fede die Flora und Fauna Bariloches gezeigt und ausführlich erklärt.
Am Abend waren wir froh nach mehrstündiger Fahrt über eine holprige Schotterstrasse unsere Lodge "Pampa Linda" im Nationalpark Nahuel Huapi endlich erreicht zu haben.
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Wanderung zum Gletscher Overo
Am Vormittag sind wir mit unserem Guide Colo zum Gletscher Overo gewandert, wo uns ein beeindruckender Blick auf den Gletscher mit zahlreichen Wasserfällen erwartete.
Am frühen Nachmittag sind wir wieder zu unsere Lodge zurückgekehrt. Der Rest des Tages stand zu unserer freien Verfügung und wir konnten uns von der anstrengenden Anreise erholen.
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Aktiv-Tag
Für diesen Tag war kein geplanter Programmpunkt vorgesehen und konnte somit von uns entsprechend frei gestaltet werden. Vormittags wollten einige mit dem Rad, andere wiederum per pedes sich dem Gletscher Negro nähern, der über eine Schotterstrasse leicht zu erreichen war.
Am Nachmittag fand sich eine Gruppe von Wagemutigen, die die nähere Umgebung der Pampa Linda auf dem Rücken der Pferde erkunden wollten. Nachdem die anfänglichen Steuerprobleme beseitigt waren, hat sich der Ausritt zu einer schönen und abwechslungsreichen Veranstaltung entwickelt.
Berge, Gletscher, Schnee, Wasserfälle, Lagunen zum Baden und herrliche Ausblicke ohne Ende. Die einzigartige Natur können wir auf verschiedenste Art und Weise entdecken! Ob reiten, mountainbiken (nach Verfügbarkeit) oder wandern, Sie werden bestimmt etwas finden, was Sie heute unternehmen möchten.
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Adios Bariloche
Am Vormittag haben wir auf dem Weg zum Flughafen in Bariloche einen Zwischenstopp eingelegt und einige Wasserratten konnten unter Führung von Fede und Rodriguez den Lago Gutierrez mit Kajaks erkunden.
Anschliessend konnten wir uns auf dem dortigen Campingplatz mit leckeren Empanadas und Pizzen stärken, bevor es weiter Richtung Flughafen Bariloche ging. Von dort sind wir nach Buenos Aires geflogen, wo wir am Abend im Restaurant Siga la vaca gespeist haben.
Die Nacht war kurz, denn bereits um früh am Morgen gegen zwei Uhr traten wir unsere Reise nach El Calafate an.
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Perito Moreno
Nachdem wir etwas müde von der Anreise am Flughafen El Calafate ankamen, hat uns unsere dortige Reiseleiterin Gloria empfangen. Sie hat uns gut gelaunt mit ihrem detaillierten Wissen die Anreise zum Perito Moreno verkürzt…..
Dabei haben wir einen tollen Ausblick auf den Viedma See und den gleichnamigen Viedma Gletscher sowie das Gebirgsmassiv Fitz Roy. 80 km von El Calafate entfernt, im südlichen Teil des Los Glaciares Nationalpark, liegt er dann vor uns - der Perito Moreno Gletscher! Pro Tag schiebt sich die 70 km lange Eismasse ca. einen Meter vorwärts. Ein Spektakel für Augen und Ohren ist es, wenn von der 60 m hohen und 5 km breiten Eiskante Eisbrocken in den Lago Argentino stürzen. Von den Aussichtspunkten aus unternehmen wir einige Erkundungwanderungen entlang des Gletschersees und picknicken mit fantastischem Blick auf die Gletscherkulisse.
Anschließend besuchen wir eine der typischen patagonischen Estancias in der Nähe von El Calafate und können uns mit den verschiedenen Schafrassen und der Arbeit auf einer Estancia vertraut machen. Ein leckeres Essen mit Folkloreshow beendet diesen ereignisreichen Tag.
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Trekking
Programmpunkt heute: ein Trekkingausflug zum Cerro Torre. Durch grüne Wälder und vorbei an traumhaften Gletschern erleben wir die Natur von ihrer schönsten Seite. Bis auf das letzte Teilstück liegt der Schwierigkeitsgrad im normalen Bereich. Um jedoch zu den Lagunen zu gelangen, wird es ein bisschen anstrengender. Die Gruppe teilt sich, einige ruhen sich aus, andere laufen den Weg zu Ende.
Gemeinsam wandern wir später zurück nach El Chalten.
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Am Ende der Welt
Flug nach Ushuaia. Wir haben den Beagle-Kanal befahren. Mit einem speziell ausgestatteten Rumpf kann unser Boot ganz nah an die verschiedenen Felsinseln heranfahren.
Nach kurzer Fahrzeit passieren wir die Isla de los Pajaros, eine Insel voller Kormorane und patagonischer Möwen. Danach sehen wir die Insel der Seelöwen, bevor wir am Leuchtturm Les Eclaireurs vorbeifahren.
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Biberwatching
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Nationalparks Feuerland und des Bibers! Von Ushuaia fahren wir in den Nationalpark, wo unsere Wanderung entlang des Beagle-Kanals beginnt. Der Park ist wirklich sehenswert, man fühlt sich versetzt in eine Märchenlandschaft: kleine Guindo-Bäume, farbenfrohen Lengas, abgestorbene Baumpfähle, Mooslandschaften und kleine Bäche prägen das Bild.
Nach einem Picknick werden wir Feuerland auf dem Wasserweg kennenlernen. Mit dem Kayak paddeln wir bis in die Bucht Lapataia. Wir werden ausserdem auf unserer Wanderung einige "abgeholzte" Flächen und Biberdämme sehen. Ob wir die nachtaktiven Tiere beobachten können, kann nicht garantiert werden, aber unser lokaler Guide wird einiges über ihr Verhalten zu berichten wissen.
Da Sie eine besondere Reise gebucht haben, gibt es als Abendessen einen leckeren Ende-der-Welt-Eintopf, serviert in der Wildnis Feuerlands
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Chaos in Ushuaia
Unser Programm war um 13:20 Uhr loszufahren in Ushuaia, aber unser Flug nach Buenos Aires wurde gestrichen wegen eines Streiks unserer Fluggesellschaft LAN. Somit konnten wir erst am Abend unsere Rückreise nach Buenos Aires antreten und kamen erst früh am nächsten morgen an.
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Adios Argentina
Heute haben die meisten von der Gruppe den Rückflug nach Europa angetreten. Ursula ist noch ei paar Tage in Buenos Aires geblieben.
Heute hieß es für uns nun wirklich Abschied nehmen. Wir wurden im Hotel abgeholt und zum Flughafen gebracht. Unsere Reise ging dem Ende zu und wir verließen endgültig Argentina natürlich mit vielen Eindrücken, Abenteuern und Souvenirs im Gepäck.