Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Buenos Aires
Nach einem langen Flug erreichten Anja, Dieter, Carsten, Christian, Holger, Julia, Edith, Rita und Ulrike wohlbehalten den Flughafen von Buenos Aires, wo sie von Christian, ihrem Guide, empfangen wurden.
Auf dem Weg ins Hotel bekamen sie einen ersten Eindruck von den Auswirkungen der letzten Geschehnisse in Argentinien. Nestor Kirchner, Ex-Präsident und Gatte der aktuellen Präsidentin Cristina war einen Tag zuvor überraschend gestorben. Nun säumten Menschenmassen die Strasse, um von ihm Abschied zu nehmen.
Nach einer kurzen Erfrischung stärkte sich die Gruppe mit einem kühlen Bier, bevor es zu Fuss zur Plaza de Mayo ging.
Unglaublich! Tausende Menschen standen dort bis zu sechs Stunden an, um dem verstorbenen Präsidenten die letzte Ehre zu erweisen, Blumen niederzulegen und in gemeinsamen Gesängen ihre Trauer auszudrücken.
Müde, aber bereits voller bleibender Eindrücke kehrten wir ins Hotel zurück, wo später in der Nacht auch Karl-Christian und Andreas eintrafen, die zuvor bereits die Halbinsel Valdez bzw. Montevideo kennen gelernt hatten.
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Das erste Steak
Heute machten wir Buenos Aires unsicher. Bei strahlend blauem Himmel ging es los, wir suchten den Obelisken und gingen dann zur Plaza de Mayo, wo wir dem Abschied vom verstorbenen Ex-Präsidenten, Nestor Kirchner, beiwohnen konnten. Begleitet wurde die Trauerfeier vom Regen, so dass wir uns schnell aufmachten nach Puerto Madero. Dort empfing uns Heike zu einem leckeren Willkommensessen. Endlich konnten wir ein argentinisches Steak probieren.
Gut gestärkt trotzten wir dem mittlerweile starken Regen und besichtigten La Boca und das beeindruckende Stadion der Boca Juniors. Anschliessend fuhren wir mit dem Stadtbus nach San Telmo, wo einige den Markt besuchten und andere durch Geschäfte schlenderten. Am Abend tranken noch einige von uns ein leckeres Bier in der Piratenbar.
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Der erste Tango
Am Morgen machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf ins Tigredelta. Dort stiegen wir in Kajaks um und paddelten durch die verzweigten Wasserarme des Rio Paraná und beobachteten die eindrucksvolle Natur. Unglaublich, dass es so wenige Kilometer vor Buenos Aires eine derartige Pflanzenvielfalt gibt.
Leider begann es wieder zu regnen und wir kehrten wieder früher in die Stadt zurück, wo einige von uns den Friedhof von Recoleta besuchten und andere durch die Stadt bummelten. Abends trafen wir uns im Hotel und gingen gemeinsam zur Tangoshow. Besonders beeindruckten die tanzenden Gauchos. Wie kann man nur derartig die Füße verbiegen?
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Der erste Berg in Patagonien
8:25 Uhr Abflug Buenos Aires - Bariloche. In Bariloche konnten wir die zahlreichen Kaffee - Kuchen und Schokoladenspezialitäten probieren und uns für die nächsten Tage eindecken. Kurz hinter Bariloche nahmen wir einen Sommer-Sessellift, um uns bei herrlicher Aussicht auf die patagonische Landschaft einzustimmen.
Schonmal so richtig durchgeruckelt worden? Wenn nicht, dann nehme man den Kleinbus von Bariloche nach Pampa Linda. Begleitet allerdings von unserem lokalen Guide Federico, der es versteht zu begeistern, ist auch das Geruckel durchaus erträglich. Empfangen von einem gemütlichen Essen, sowie genügend Bier und Wein, konnten wir nach unserer Reise nach Pampa Linda zufrieden schlafen gehen.
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Der erste Gletscher
Carsten beginnt den Tag um 6 Uhr bei Sonnenaufgang mit einem Spaziergang um Pampa Linda. Alle anderen werden von den von Carsten aufgescheuchten, kreischenden Vögeln geweckt. Zwei von uns entscheiden sich für eine morgendliche Joggingtour Richtung Schwarzer Gletscher.
Nach einem gemütlichen Frühstück, Briefing und gemeinschaftlichem Eincremen (das ist Christian ganz besonders wichtig) geht es in einer gemütlichen Tour bei strahlenden Sonnenschein zum 9 km entfernten Gletscher Castanio Overo, der uns mit seinem unendlichen Eis vor azurblauem Himmel begrüßt. Wir müssen keine 10 min warten und der Gletscher beginnt zu kalben. Nach einer Rast inklusive Schneemann bauen und Schneeballschlacht kehren wir geführt von Colo nach Pampa Linda zurück. Einige gehen noch radeln, andere liegen in der Sonne und schreiben diese Zeilen.
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Der erste Ausritt
Perfektes Wetter! Also nutzen wir den Tag für verschiedene Unternehmungen. Einige von uns erkundeten die Landschaft auf dem Rücken der Pferde. Die Anderen machten eine Kajaktour auf dem Lago Mascardi, wo wir wieder unseren netten lokalen Guide Federico trafen. Der See war spiegelglatt und wir genossen die schöne Berglandschaft um uns herum. In einer Bucht machten wir ein leckeres Picknick und paddelten gestärkt durch den aufkommenden Wind. Am Abend feierten wir am Kamin den Geburtstag von Andreas.
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Der erste Pisco Sour
Früh morgens verliessen wir Pampa Linda und machten uns auf den Weg nach Chile. Die Grenze überquerten wir mitten in den Wolken auf einem kalten Andenpass. Auf der anderen Seite der Berge erwartete uns eine völlig andere Landschaft. Und noch etwas war anders in Chile - das Essen! Nach einem kurzen Spaziergang durch die gemütliche, kleine Stadt Puerto Varas kamen wir in den Genuss der leckeren chilenischen Küche. Frischer Seeaal und Lachs; einfach köstlich. Der Pisco Sour sorgte dann bei vielen für Bettschwere, doch ließen es sich die drei Christians und Andreas nicht nehmen, noch ein Bier im Deutschen Klub zu trinken.
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Der erste Vulkan
Schon am Morgen zeichnete sich ein schöner Tag ab, denn der Vulkan Osorno mit seiner weissen Kappe machte die Andeutung, dass er sich heute zeigen wird. So war es auch - und er begleitete uns in seinem prächtigsten "Sonntagsgewand" den ganzen Tag über. Wir fahren den Lago Llanquihue entlang. Unterwegs trafen wir auf Lamas und "zwangen" wegen des herrlichen Blicks auf den Vulkan den Fahrer immer wieder zu Fotostopps, weil für den Rest des Tages blauer Himmel angesagt war.
Unser erster Stopp war an den Wasserfällen des Rio Petrohue mit blau schimmerndem Wasser. Zusammen mit dem Vulkan im Hintergrund ein herrliches Fotomotiv! Weiter ging es zum See Todos los Santos (Allerheiligen-See), wo wir mit Schwimmwesten ausgestattet in Hermanns winzigem Ausflugsboot den See erkundeten.
Nachmittags trennte sich die Gruppe für unterschiedliche spannende Aktivitäten: Christians Versuch zu golfen scheiterte kurz vor dem Ziel an nicht vorhandenen Linkshänderschlägern. Anjas Canopy scheiterte an der unkorrekten Wegbeschreibung; aber Anja und Dieter fanden als einzige die Seilbahn zum Vulkan.
Die Rafting-Gruppe wurde zunächst in schwarz-rote Neopren-Wursthäute gesteckt und bekam eine ausführliche Einweisung in die Rettungsmethoden für den Fall "Mann über Bord". Ausgerechnet unser Guide Christian ging dann auch unfreiwillig über Bord. Unsere Schweizer Rafting-Fühererin führte uns geschmeidig durch die Stromschnellen Stärke 3+. Nass wurden schließlich alle, spätestens beim Sprung ins gefühlte 4 Grad kalte Wasser.
Damit hatten wir uns alle das Bier und den Fisch am Abend verdient.
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Alle Mann an Bord!
Heute konnten wir ein wenig länger schlafen (ein wenig), bevor wir um 9:00 Uhr in Richtung Puerto Montt aufbrachen. Die Hafenstadt empfing uns mit Hamburger Schmuddelwetter und der Nachricht, dass die Navimag erst am Abend auslaufen würde, da sie in der Nacht zuvor in einen Sturm geraten war und sich verspätet hatte.
Somit hatten wir viel Zeit, die Stadt zu erkunden. Einige machten sich gleich auf zum Markt, wo sie in einem winzigem Cafe zusammen mit Hafenarbeitern ein Kaffee tranken und anschließend die bunten Stände des Marktes inspizierten. Allerlei leckere Sachen gab es da, nur ob die auch schmecken? Krischi traute sich als erster und kostete ein wenig Seestern. Das Geschmackserlebnis ist bis heute nicht bekannt, jedenfalls zog er es vor, später einen riesigen chilenischen Hot Dog zu verschlingen.
Das Wetter wollte nicht besser werden und zwischen Regen, letzten Einkäufen und Cafebesuchen näherte sich der Zeitpunkt an Bord zu gehen. Als unser schwimmendes Zuhause gegen 23:00 Uhr den Anker lichtete, lagen die meisten von uns bereits in der Koje.
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Der erste Tag an Bord
Das Wetter hatte sich über Nacht leider nicht gebessert und so bekamen die Frühaufsteher nichts als Regen und graue See zu sehen. So kehrten einige ins Bett zurück, andere erkundeten in mehreren Irrgängen den Weg vom Speisesaal zu ihrer Kabine und die Übrigen lasen in der Cafe-Bar.
Gegen Abend riss die Wolkendecke allmählich auf und wir bekamen etwas von der Fjordlandschaft zu sehen. Allerdings näherten wir uns der offenen See, was sich bald in Schlingergängen bemerkbar macht. Die Wellen wurden immer höher und das Schiff begann gehörig zu schaukeln. Doch das war noch gar nichts.
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Der schwere Gang zum Esstisch
Persy unser Bordguide hatte nicht zu viel versprochen. Die See war rau, sechs Meter hohe Wellen brandeten gegen den Bug und schüttelten uns alle kräftig durch. Im Speisesaal waren die Wasserspender festgezurrt, leider nicht die Tabletts, von denen so einige den Weg vom Tisch auf den Boden fanden - wenn sie erstmal den Tisch erreicht hatten, denn ihre Träger mussten unfreiwillig einen Serpentinengang bewältigen.
Der Speisesaal war nicht ganz so voll wie am Vortag. Auch von uns zogen es einige vor, im Bett zu bleiben. Immerhin: Das Wetter war prächtig. Zu sehen gab es außer Wasser jedoch nichts - fast nichts. Schon bevor der Kapitän es über den Lautsprecher verkündete, hatten einige sie entdeckt: Delfine! Denen schien der Seegang nichts aus zu machen und sie begleiten unser Schiff eine ganz Weile. Für die Fotografen wurde es nun abwechslungsreich; so ein Delfin bei rauher See ist nicht leicht aufs Bild zu bekommen.
Als sich die See beruhigte und wir wieder in den Fjordengen waren, gab es eine überraschende Nachricht: Wir bleiben einen Tag länger an Bord, da wir unterwegs in der Nacht ankern müssten und so mit 24 Stunden Verpätung eintreffen würden. Der Schock über diese Meldung wurde etwas gemildert mit einem herrlichen Sonnenuntergang.
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Eisberg voraus
Heute sollten wir in Puerto Natales eintreffen, doch stattdessen hatten wir einen weiteren Tag an Bord vor uns. Wie sich die Zeit vertreiben? Einfach vom Kapitän früh wecken lassen. Denn wir näherten uns einem Eisberg. Das heisst einem Gletscher mit dem Namen Eisberg. Den herrlichen Anblick geniessen wir bei einem morgendlichen Pisco. Danach bei ruhiger See und bester Sicht die schöne Fjordlandschaft geniessen, gemütlich ein Buch lesen, einen von Persys spannenden Vorträgen über Flora und Fauna anhören oder sich vor die Kameras der ARD mogeln. Ja, ein Teil unserer Fahrt wird am 31. 12. auf der ARD im Abendprogramm laufen.
Am Abend, den (wohl) nun doch letzten Abend an Bord, organisierten die Bordguides Persy und Christian (nein, keiner von uns) ein Bingo. Leider gewann niemand von uns. Später zeigte das Team der ARD erste Ausschnitte aus ihrer Doku - von Peru bis zum Ende der Welt. 8000 Kilometer mit dem Motorrad, Beindruckend.
Später tanzten noch einige von uns zu Salsamusik bis in die Nacht hinein.
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Eisberg voraus!
Wir kommen am Vormittag in Puerto Natales an und erfahren, dass wir knapp zwei Stunden später direkt in den Nationalpark Torres del Paine aufbrechen werden. In aller Eile packen wir unsere Rucksäcke um, schnappen uns Zelte, Isomatten und Schlafsäcke, besorgen uns Essenvorräte für drei Tage und machen uns auf den Weg.
Ulrike macht sich dagegen auf die Reise nach Punta Arenas - doch nicht allein. Mit im Gepäck hat sie Esmeralda, unsere kleine Glückskuh, die uns schon seit Tagen bei allen wichtigen Dingen bestes Wetter beschert.
Alle anderen bekommen schon bei der Fahrt nach Torres del Paine einen ersten Eindruck von der Schönheit des Nationalparks. Grüne Pampa vor schneebedeckten Gipfeln und türkisblaue See - lässt uns ein wenig an eine kitschige Hollywoodkulisse denken. Wir fahren mit dem Katamaran über einen dieser Seen zum Ausgangspunkt usneres Trekkings.
Bei einbrechender Dunkelheit erreichen wir unseren ersten Campingplatz, bauen rasch die Zelte auf, essen Spaghetti mit Tomatensosse in der tiefen Dunkelheit des patagonischen Waldes.
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Anstrengend, aber schön
Um 7:00 Uhr wird der erste Brenner für den Kaffee gezündet. Nach einem Frühstück trennen sich heute zwei Gruppen. Die eine Gruppe macht sich zum nächsten Campingplatz auf, während die anderen noch eine Zusatzetappe zu einem Gletscher einlegen.
Beide Gruppen berichten am Abend jeweils davon, eine der schönsten Wanderungen ihres Lebens hinter sich zu haben - bis auf das schwere Gepäck. Dass der Tag so fantastish war, liegt nicht zuletzt an unserem Glück mit dem Wetter: den ganzen Tag nicht eine Wolke am Himmel und der patagonische Wind macht auch Pause. (Danke Ulrike und Esmeralda!)
Weisse Gipfel spiegelten sich in türkis leuchtenden Lagunas wider, und die rote Feuerblume ist überall perfekt in den Vordergrund arrangiert - wir müssen unweigerlich an Heidi in den Schweizer Bergen denken, so idyllisch präsentiert sich uns das sonst doch so raue Patagonien. Traumhaft!
Nach 10 bis 12 Stunden Marsch treffen sich die Gruppen auf dem Campingplatz am Fuße der Torres wieder. Es gibt Nudeln mit Sosse und ein paar erfrischende Kaltgetränke. Wir gehen früh schlafen, da wir den nächsten Morgen 600 Meter höher und nahe an den Torres begrüßen möchten.
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Morgenstund hat…
Ab 2:30 Uhr klingeln die Wecker in den Zelten und es krabbeln müde, dick eingepackte Gestalten hinaus in die Kälte. Mit Stirnlampen bewaffnet treten wir den Anstieg an, um pünktlich zum Sonnenaufgang bei den Torres zu sein. Die sieht man auf Bildern sich am Morgen in rotglühende Türme verwandeln
Wir sind etwas früher oben und können Fotos vom Sonnenaufgang machen - zumindest, wer sich traut, bei der Kälte die Handschuhe auszuziehen. Dann warten wir, dass sich die Torres in Feuertürme verwandeln… und dann stehen sie plötzlich rasch orange-rot leuchtend gegenüber. Der Aufstieg hat sich gelohnt. Übrigens auch wegen eines aufregenden Sternenhimmels während des Aufstiegs.
Hungrig kommen wir gegen 8:00 Uhr für ein ausgiebiges Frühstück am Campingplatz an. Dann packen wir unsere sieben Sachen zusammen und machen uns bereit für den Abstieg. Auf dem Heimweg besuchen wir eine Estancia, wo wir bei Lamm unser Trekking ausklingen lassen. Anschliessend betrachten wir die Künste eines Gauchos, bevor wir nach Puerto Natales weiterfahren und letzte Einkäufe in Chile erledigen. Am nächsten Tag geht es schließlich wieder nach Argentninen.
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Zurück über die Anden
Heute hiess es für uns Abschied nehmen von Chile. Mit einem öffentlichen Bus fuhren wir über die Anden und mussten zunächst an der Grenze erstmal lange Schlange stehen, bevor wir nach Argentinien einreisen durften.
In El Calafate angekommen nutzten die meisten von uns den freien Nachmittag, um bei Kaffee und regionaler Cerveza die Eindrücke der letzten Tage Revue passieren zu lassen. Carsten dagegen war des Wanderns noch immer nicht müde, so dass er sich gleich auf zum Lago Argentino machte, wo er in der Ferne Flamingos sichtete. Abends gönnten wir uns dann in einem schicken Restaurant leckere Steaks. Das hatten wir uns einfach verdient.
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Und er kalbt doch!
Nachdem wir in den letzten Tagen bereits einige mehr oder weniger große Gletscher zu sehen bekommen haben, waren wir gespannt auf den berühmtesten von ihnen, den Perito Moreno. Vielleicht würden wir auch dort erfahren, was denn kalben auf Spanisch heisst.
Zunächst fuhren wir entlang des Lago Argentino, dem größten See Argentiniens, bis zum Nationalparkeingang. Schon auf diesem Weg machten wir einige Fotostopps, denn das Wetter war, mal wieder, prächtig und erlaubte herrliche Blicke über die Pampalandschaft.
Doch das war dann alles bald nur noch Nebensache, als wir den Gletscher erreichten. Blaues, gezacktes Eis, kilometerweit - und ja, er kalbt. Tonnen Eis stürzen mit lautem Krachen in den grünen Gletschersee. Ein tolles Schauspiel, für das wir uns viel Zeit lassen, es zu geniessen. Nach einem kleinen Picknick begann unsere Bootsfahrt bis dicht ran an die Eiswand.
Doch damit war der Tag nicht zu Ende, denn heute ging es für uns noch nach El Chalten, 3 Stunden weiter nördlich. Die Fahrt ging durch beeindruckende Pampalandschaft. Rast machten wir, wo lange vor uns schon die Gangster Butch Cassidy und Sundance Kid einen Stopp eingelegt hatten.
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Ufos am Himmel
Die Frühaufsteher hatten schon strahlende Augen am Frühstückstisch, denn sie hatten ihn schon in den Farben des Sonnenaufgangs gesehen: ihn, den Fitz Roy, unser heutiges Wanderziel. Zumindest für die meisten.
Anja und Dieter hatten sich für einen Ausritt entschieden und erlebten das Gebirgsmassiv auf dem Pferderücken. Die Wanderer wurden von Luis abgeholt, unserem Guide, der uns viel über die Region erzählte. Die Wanderung ging zunächst durch leichtes Terrain, durch Lenja-Wäldchen, über kleine Bäche und immer mit dem Blick auf den Fitz. Nach einem Picknick ging es an den letzten Anstieg, der es nochmal in sich hatte. Insbesondere da uns noch die Torres del Paine in den Knochen steckten. Doch es sollte sich lohnen. Bei dem für unsere Reise typischem, perfekten Wetter zeigte sich der karge Berg in seiner ganzen Pracht. Als wir uns anschließend zurück ins Städtchen El Chalten aufmachten, sahen wir gleich mehrere fliegende Untertassen, wie die Patangonier die Sturmwolken nennen.
Der schöne Tag endete mit einem kräftigem Essen, wobei es einigen Kopfzerbrechen bereite, die Reiter auf die Pferde zu bekommen.
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Reise zum Ende der Welt
Heute ging es früh los. Schon um 7:30 Uhr brachen wir auf zum Flughafen von El Calafate, von wo unserer Flieger in die südlichste Stadt der Welt ging. Da wir genügend Zeit hatten, machten wir nochmal einen Stopp am Rio Leona; dort, wo die Revolverhelden mal Pause machten - und wo es vor allem so guten Kuchen gab.
Der Landeanflug auf Ushuaia war bereits viel versprechend. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen die Berge - und dazu wie immer gutes Wetter. Wer hat eigentlich erzählt, in Patagonien würde es immer regnen, windig und kalt sein?
Nach einem kleinem Stadtrundgang begaben wir uns an Bord der Barracuda, dem ältesten und wohl auch gemütlichstem Boot für eine Rundfahrt auf dem Beagle-Kanal. Ganz dicht näherten wir uns Robben und Seevögeln in der Ushuaia-Bucht, fuhren weiter zum alten Leuchtturm Les Eclaireurs und schließlich zurück, wobei uns die Feuerländerin Elisa im besten Deutsch viele interessante Dinge über die Region erzählte.
Abends probierten wir noch die Spezialität der Region: Tellergrosse Königskrabben.
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Unterwegs in Feuerland
Und plötzlich war es heute soweit: die letzte Wanderung der Reise stand vor uns. Unser lustiger Guide Valentin holte uns vom Hotel ab und brachte uns mit zahlreichen Stopps an "Organisierten Baños" zum Startpunkt für eine kurze Kajak-Tour.
Carsten und Holger wurden zu Kapitänen befördert, während die anderen als einfache Ruderer herhalten mussten. Modisch schick in Gummipumphosen und feschen Stiefelchen ging es los. Es sollte sich bald zeigen, dass die Kapitäne gut gewählt waren, und ihre Crew sicher navegierten, während Valentin Gefallen an den Untiefen fand.
Nach einem köstlichen Mittagessen (Überraschung! Hühnchen!) drückte der fotogenste, südlichste Postbeamte der Welt uns noch den größten Visa-Stempel der Welt in den Pass (schließlich ging es über das Ende der Welt hinaus), so dass wir bereit waren für unsere letzte Wanderung.
Im Vergleich zu allen vorherigen fast ein Spaziergang aber nicht minder schön, denn wir hatten (Achtung: Wiederholung) bestes Wetter.
Am Abend machte sich eine Gruppe auf, um in einem Pub das größte Fußballspiel des Landes zu sehen, das Superclasico zwischen River und Boca. Die anderen fuhren mit "Colo" ein Stück ins Innere der Insel, um sich auf Biberpirsch zu begeben. Es gelang uns in der Tat, das ein oder andere Tier vor die Linse zu bekommen. Anschließend wärmten wir uns bei einem kräftigen Eintopf vor dem Kamin.
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Der erste ruhige Tag
Heute stand etwas ganz Besonderes auf dem Proramm, nämlich nichts. Naja, fast nichts. Bis zum Mittag verbrachte jeder den letzten Tag am Ende der Welt auf seine eigene Art und Weise. Die einen gingen Joggen, die anderen Shoppen und wieder andere schrieben letzte Postkarten oder liessen einfach die Seele baumeln.
Am frühen Nachmittag ging es dann eher rasant zu. Taxi-Speed-Parcout zum Airport, Power-Check-In und Flachmannsuche, bevor uns der Flieger 3000 km weiter nördlich in Buenos Aires ablieferte. Auf so viel Strecke musste erstmal ein saftiges Steak folgen, bevor wir die Bars in San Telmo unsicher machten.
Alles in allem war dann doch ganz schön viel los gewesen, an diesem Tag fast ohne Programm.
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Zurück dort, wo alles begann
In den drei Wochen, die seit unserem letzten Besuch von Buenos Aires vergangen sind, hat sich in der Stadt einiges verändert. Der anstehende Sommer kündigt sich im violett-blauen Kleid der Jakarandas an, es ist warm und vor allem: es regnet nicht.
Also nutzt ein Teil der Gruppe den schönen Tag, um die Metropole mit dem Fahrrad zu erkunden, während sich der andere Teil auf eine ausgiebige Shopping-Tour begibt. Doch auch, wenn sich die Wege trennen, alle erleben gut mit Sonnenschutz eingecremt einen herrlichen letzten Tag.
Die Fahrradgruppe erkundet zunächst Palermo und Recoleta. Die anfänglichen Bedenken darüber, wie unangenehm es wohl sein wird, sich auf zwei Rädern durch den dichten Verkehr zu schieben, sind bald verflogen. Und wir genießen die Fahrt durch Parkanlagen und exklusive Wohngegenden.
In San Telmo trennt sich dann unsere Wege. Einige wollen nochmal La Boca sehen - und zwar mit Sonnenschein - andere ziehen einen gemütlichen Stadtbummel vor.
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Abschied von Südamerika
Der Morgen konnten wir noch um letzte Mitbringsel einzukaufen oder nochmal im Zentrum zu Bummeln. Nachmittags brach uns dann Täbata zum Internationalen Flughafen Ezeiza und es ging los via Santiago Richtung Europa. Eine Schöne Reise geht zu Ende, Danke an alle die mit dabei waren!