Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

01 Apr. 2010 • Frankfurt - Quito

Die Fanesca wartet
Quito

In Richtung Suedamerica

Heute hieß es für alle Reisenden Koffer packen. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren und alles fertig gepackt war, ging es am Abend los in Richtung Südamerika. Die Reise konnte beginnen und alle waren gespannt, was es auf der anderen Seite des Teiches so zu entdecken gibt.

02 Apr. 2010 • Quito

Das erste Essen in Quito
Gruppenbild in Quito

Karfreitag in Quito

Nach individueller Anreise aus den Heimatflughäfen trafen wir uns auf dem Flughafen von Quito. Am Flughafen wurden wir von Chary und Eddy herzlich in Empfang genommen, der uns sogleich in das kleine Hostal El Caimán brachte.

Dazu Margarite und H, der vorher schon Spanisch in Quito geübt hatte, erwarteten die Reisegruppe am Hostal. Bei schönem Wetter wurde Quito erkundet. Nach mehreren Stunden an der frischen Luft waren wir froh, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Nach einem Frühstück mit Eiern und frischen Säften im Hostal fuhren wir zur Basílica von Quito.

Unsere Fahrerin Chary wartete auf uns und nach einem Zwischenstopp im Hasta la Vuelta Señor-Restaurant mit gutem Fanesca, Molo, Michreis und Feigen mit Käse, ging es weiter zum Spaziergang durch die Altstadt von Quito (2850m). Vorbei am schönen Alameda Park und dem Teatro Sucre schlenderten wir durch Gassen mit schönen Häusern im Kolonialstil und Restaurants. Wir gelangten an Plätze, wie die "Plaza de la Independencia", wo wir die Kathedrale und den Präsidentenpalast besuchten. Dazu ging es vorher noch zur Iglesia de la Compañia de Jesus und La Calle la Ronda.

In 2850m Höhe ist die Luft schon generell dünner :-) und wenn dann auch noch die Sonne heiß brennt. Pünktlich um 16 Uhr kam dann auch der Regen. Danach folgte eine Besprechung mit dem Büro-Leiter von viventura und nach einem kleinen Abendessen endete der erste Tag in Südamerika.

03 Apr. 2010 • Nanegal - Quito

Gruppenbild
Anja in Maquipucuna

Santa Clara, Mitad del Mundo und Bergnebelwald

Um 9 Uhr verließen wir das schöne Hostal ¨El Cayman¨ in Quito-Mariscal und fuhren zuerst zum Santa Clara - Markt. Eddy zeigte uns viele Früchte und Gemüsesorten, die wir gar nicht kannten.

Die Vielfalt war überwältigend. Wir bestaunten auch die Stände mit Fisch, Fleisch und frischen Kräutern. Wir kauften natürlich auch etwas Obst ein. Anschließend kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten in einem Supermarkt gegenüber und ließen uns jetzt gut versorgt von Chari zur Mitte der Welt bringen. Es ist ein erhabenes Gefühl direkt am Äquator zu stehen.

Am Nachmittag kamen wir in Maquipucuna-unserer Lodge im Bergnebelwald an. Nach einem leckeren Mittagessen machten wir eine Wanderung im strömenden Regen durch den Nebelwald. Das Abendessen schmeckte uns dann auch sehr gut und wir verbrachten den Rest des Abends bei ein paar Cocktails und netten Gesprächen.

04 Apr. 2010 • Nanegal

Astrid in La H. El Porvenir
Heike vor der Hacienda El Porvenir

Maquipucuna - Hacienda El Porvenir

Heute standen wir früh auf, um uns auf den Weg in den Nebelwald zu machen. Vorher bekamen wir noch einen wirklich guten Café vom Eigenanbau zur Stärkung. Der Morgen war sehr schön und wir genossen die Geräuschkulisse und die Wanderung.

Wir konnten auch einige Vögel beobachten. Zurück in der schönen Lodge erwartete uns ein typisches Frühstück für die Nanegal-Region und unzählige Kolibris. Nach dem Frühstück mussten wir leider von dem wunderschönen Nebelwald Abschied nehmen und fuhren auf der Straße der Vulkane an Quito vorbei zum Nationalpark Cotopaxi.

Die Hacienda "El Porvenir" begrüßte uns mit einem leckeren Candelazo. Wir aßen eine sehr schmackhafte Linsensuppe und ein paar andere lokale Spezialitäten und: los ging es zu einem Ausritt. Die meisten von uns waren blutige Anfänger, aber die Pferde waren zahm und wir ritten durch die wunderschöne Landschaft bis auf 4.000m und wieder zurück zu unserer urigen Hacienda.

Hier bekamen wir ein ausgezeichnetes Essen und fielen danach müde in die Betten.

05 Apr. 2010 • PN Cotopaxi

Gruppenbild in Cotopaxi
Margarite  &   Horst auf 5000m

Gletscher auf 5000m

Nach einem Verwöhnfrühstück fuhr uns Chari in den Nationalpark Cotopaxi. Wir quälten uns vom Parkplatz (4.500m) zur Hütte auf 4.800m durch das Geröll und schnappten nach Luft.

Eddy erklärte uns, dass hier die Luft lediglich 10% Sauerstoff hat. Wir schafften es alle in die Hütte, tranken einen Tee. Manche aßen eine Hühnerbrühe und dann machten wir uns auf den Weg zum Gletscher auf 5.000m. Die meisten von uns erreichten ihn auch. Wir waren glücklich und stolz auf unsere Leistung, aber nach dem Abstieg von 5.000m auf 4.500m merkten wir, dass wir doch ziemlich müde waren alle. Chari fuhr uns wieder sehr vorsichtig durch die holprigen Wege zurück in die Hacienda. Unterwegs gab es noch einen kurzen Stopp. Eddy zeigte uns die typische Andenflora auf ca. 4000m Höhe.

In der Hacienda taten uns 2h relaxen richtig gut. Um 19 Uhr trafen wir uns wieder zum Abendessen (wieder ausgezeichnet!), waren aber so müde, dass wir anschließend schlafen gingen.

06 Apr. 2010 • Quilotoa - PN Cotopaxi

Fausto und Cuyes
Am Abend in Quilotoa

Auf der Panavial bis Quilotoa

Um 9.35 Uhr verließen wir ¨unsere¨ Hacienda. Wir waren uns alle einig, hier wollten wir gerne noch länger bleiben. Chari fuhr uns "runter" bis in die Stadt Machachi (2.800m). Auf der Panamericana fuhren wir über den Tiopulio - Pass in Richtung Latacunga.

In Latacunga gingen wir zum Chugchucaras-Essen, die Spezialität von Latacunga (Schweinefleichgericht mit diversen Maissorten). Bestens gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Quilotoa, wo wir um 16 Uhr angekommen sind und von Jose - unserem Gastgeber - begrüßt wurden. Vor lauter Dunst, Nebel und Regen sahen wir fast nichts und deswegen entfiel heute die Besichtigung des Kratersees. Nach der Verteilung der Zimmer trafen wir uns im Gemeindehaus, um schönen heißen Tee zu trinken. Dabei konnten wir auch bei unseren Gastgebern Sachen (Jacken, Handschuhe, Schals, Bilder, Armreife usw.) einkaufen.

Abendessen gab es um 19 Uhr, danach hielt Jose eine Begrüßungsrede und stellte uns seine Frau und die 10 Kinder vor. Anschließend gab es Musik, Tanzen, Lachen und natürlich den leckeren Candelazo bis in die Nacht hinein.

07 Apr. 2010 • Quilotoa - Baños

Anja und Catalina in Quilotoa
Gruppenbild in Quilotoa

Quilotoa - Baños

Um 6 Uhr war heute Abmarsch zum Kratersee. Wir erlebten den Sonnenaufgang, die Schönheit der Natur, den See und sahen sogar den Zwillingsvulkan Iliniza.

Nach dem Frühstück um 8 Uhr besuchten wir eine von viventura unterstützte Schule. Die Kinder sangen uns Lieder vor und wir ihnen sogar auch ein Lied. Zurück von der Schule war Abfahrt um 10 Uhr in Richtung Latacunga. Hier machten wir eine Pause bei Queso de Oja. Es gab Empanadas und gutem Café. In San Miguel de Salsedo machten wir einen kurzen Halt, um das für diese Stadt bekannte Eis zu kaufen. Als wir in Ambato ankamen, erzählte uns Eddy von einem Erdbeben 1949, wodurch die Stadt um bis zu 600m absackte und total zerstört wurde.

Um 14.30 Uhr waren wir in Baños und bezogen unser Hostal "Chimenea". Wir besuchten anschließend das Thermalbad und trafen uns danach zum gemeinsamen Abendessen im Restaurant "La Closerie des Lilas".

08 Apr. 2010 • Puyo - Baños

Mit den Bikes bis Puyo
Gruppenbild mit den Bikes

Baños - Puyo

Beim Frühstück konnte man sich aus einer Liste von über 20 Gerichten etwas aussuchen. Das Frühstück schmeckte wirklich gut und die Portionen waren riesig.

Um 9.15 Uhr nahmen wir den Bus und fuhren zum Fahrradverleih, da 4 von uns mit Chari eine Biketour bis Puyo machten. Die Anderen fuhren mit Eddy im Bus dieselbe Strecke. Mehrere kurze Stopps bescherten uns wunderschöne Ausblicke, eine Gondelfahrt über den Fluss Rio Pastaza und den Besuch des Teufelskessels (einen riesig tobenden Wasserfall). Kurz vor Mera, dem Tor zum Amazonas, gingen wir essen und warteten auf die Fahrradfahrer. Es regnet in Strömen. Die tapferen Biker kamen durchnässt, aber glücklich, zum Aussichtspunkt.

Inzwischen regnete es nicht mehr und die Sonne schien. Jetzt waren es nur noch 16km bis Puyo und am Stadtrand trafen wir uns alle, um gemeinsam im Bus ins Hostal zu fahren. Wir kamen im Hostal "El Jardin" an und fühlten uns hier wie im Paradies.

In dem tropischen Garten gab es wunderschöne Pflanzen, Blumen, einige Papageien und andere tropische Vögel. Wir haben sogar zwei Schildkröten und einen kleinen Affen gesehen. Das leckere Abendessen im Hotelrestaurant krönte schließlich den Tag.

09 Apr. 2010 • Puyo - Tena

Heike in der Lagune
Gruppenbild

Puyo - Amarongachi-Lodge

Morgens bewunderten wir noch einmal die exotischen Blumen im "Le Jardin", verabschiedeten uns von den Papageien und traten die Weiterfahrt nach Tena an. Hier konnten wir die Koffer abstellen, wurden mit Gummistiefeln ausgerüstet wurden und haben dann noch zu Mittag gegessen.

Ein Pick Up fuhr uns mit den nötigsten Dingen wie Wasser und Bier zu den Hütten von Amorgachi, wobei wir die letzten 10min zu Fuß über Dschungelpfade gehen mussten. Unsere Hütten haben keinen Strom, aber Betten mit Moskitonetzen. Später wanderten wir 1h zu einer von Felsen umgebenen Lagune, in der wir baden konnten.

Wegen der Strömung wurde der Schwimmteil mit einem Seil gesichert. Nach dem erfrischenden Bad gingen wir wieder zurück. Der eingesetzte Nieselregen wurde immer stärker, sodass auch diejenigen, die nicht gebadet hatten, zu einer sommerlichen Dusche kamen.

10 Apr. 2010 • Tena

Zum Pinpilala-Wasserfall
Nicole im Wasserfall

Amarongachi-Lodge

Nach einer Nacht mit Dschungelgeräuschen und heftigem Regen rüsteten wir uns heute für die Wanderung zu den Wasserfällen. Zum Glück wurde es trocken.

Wir gingen teilweise neben dem Fluss und teilweise mussten wir sogar über große Steine springen oder durch das Wasser gehen. Dabei stellten wir fest, dass manche Gummistiefel Löcher hatten. Und es kam schlimmer: Mit Hilfe eines Seils mussten wir am Felsen neben dem Wasserfall hochklettern. Am Rande des 2. Wasserfalls stand ein Baumstamm mit großen Kerben, mit deren Hilfe wir zwar hoch kamen, aber den Sprühnebel voll spürten. Unter dem 3. Wasserfall durfte - wer wollte - geduscht werden. Nach diesen 150m Höhenunterschied zur Lodge mussten weitere 150m erklommen werden, bis der Abstieg begann. Doch auch hier mussten einige Hürden überwunden werden durch Wurzelwerk, rutschigen Boden, querliegende Baumstämme und Absätzen bis zu einem halben Meter Höhe.

Keiner erreichte die Lodge sauber und trocken. Da wegen Hochwassers das Goldschürfen ausfiel, ruhten wir uns nach dem anschließenden Essen in den Hängematten aus.

11 Apr. 2010 • Tena

Abschiedsbild von Amarongachi
Hartmut in Richtung Rafting

Shangrila-Lodge

Vom Camp Amarongachi fuhren wir heute zurück nach Tena, holten unsere Koffer ab und fuhren zur Shangrila-Lodge, die in 540m Höhe über dem Anzu liegt.

Sofort beschlagnahmten wir die zahlreichen Hängematten und genossen den Blick auf den Dschungel. Als wir nachmittags unsere Wanderung beginnen wollten, regnete es so stark, dass wir uns erst für eine Tasse Café entschieden und über eine Stunde später aufbrachen. Neben diversen Pflanzen beobachteten wir Rotkopfgeier aus nächster Nähe und genossen den Ausblick aus 620m Höhe.

Der Abwechselung halber wählten wir einen anderen und damit schwierigeren Abstieg, der uns durch einen Bach und über Baumstämme, Leitern und andere Hindernisse führte. Daher schmeckte uns das liebevoll zubereitete Abendessen sehr, das wir später mit einem Cocktail krönten.

12 Apr. 2010 • Tena

Lonesome Hartmut, das Dschungelmonster
Die Gruppe vor dem Anzu-Fluss

Unterwegs mit den Autoschläuchen

Morgens brachte uns Mathildo im schmalen Paddelboot, aus dem er erst das Wasser schöpfen musste, auf die andere Flussseite, wo unsere Wanderung begann. Wir gingen am Fluss entlang zur Kommune Santa Monica, in der Indigenas leben.

Auf dem Weg zeigte Mathildo uns viele Pflanzen und wozu sie verwendet werden, z.B. Toquilla: Die Blätter werden zum Dachdecken genutzt, die Palmenherzen kann man essen und die Fasern vom Stamm können als Trageriemen oder zum Flechten für Körbe, Hüte etc. benutzt werden. In der Kommune wurden wir über das Leben der Indigenas und die Anlage informiert. Zurück ging es wieder im Pick-up.

Nachmittags fand die Fahrt auf aufgeblasenen und zusammengebundenen Autoschläuchen auf dem Anzu statt. Wegen des einsetztenden starken Regens starteten wir aber erst ein wenig später. Trotzdem tat das Wetter der Stimmung keinen Abbruch. Schrie jemand wegen einer höheren Welle, lachten die Anderen.

Und der Regen brachte die Vorteile mit sich, dass wir schneller als erwartet das Ziel erreichten und keiner über Sonnenbrand klagte.

13 Apr. 2010 • Riobamba - Tena

Nicole, Tungurahua und Heike
Die Gruppe in der Balsa-Manufaktur

Tungurahua mit Rauchfahne

Wieder einmal hieß es Koffer packen. Zum Abschied überreichte uns Mathildo eine Torte. Wegen des Stromausfalls konnte der Seilzug mit unseren Koffern von der Lodge zum Parkplatz nicht per Motor betrieben werden, sondern ein Pick Up zog die Koffer am Seil hoch.

Über Banos fuhren wir nach Riobamba und hielten zwischendurch an der Aufzuchtstation Fatima, wo uns zwei Nasenbären begrüßten und uns auf unserem Rundgang begleiteten. Dort leben zur Zeit eine Boa Constrictor, diverse Schildkröten und Aras. Und es regnete die ganze Zeit. In einer Balsaholzfabrik zeigte man uns, wie aus einem Stück Holz ein buntes Tier entsteht. Eine Etage höher kurbelten wir dann den Umsatz an.

Auf der Weiterfahrt konnten wir den Tungurahua mit Rauchfahne sehen und später den Chimborazo, wenn auch nicht viel von ihm. So ging wieder ein ereignisreicher Tag zu Ende.

14 Apr. 2010 • Ingapirca - Riobamba

Gruppenbild in Ingapirca
Margarita in Ingapirca

Ein Erdrutsch verursachte eine Zwangspause

Wir mussten früh aufstehen, weil um 6.30 Uhr die Fahrt mit dem Schienenbus nach Palmira begann. Vor jeder Straße, die überquert wurde, tutete der Fahrer, während der Schaffner heraussprang und den Übergang mit einem roten Schild sicherte.

Ebenso musste der Schaffner Hindernisse wie Autoreifen von den Schienen räumen oder ein auf den Gleisen stehender Esel wurde sanft zur Seite gedrängt. Ein Erdrutsch verursachte eine längere Zwangspause. Bewaffnet mit Schaufel und Gummistiefel begannen erst der Schaffner, dann der Fahrer mit der Beseitigung des Hindernisses. Später half ein Arbeitstrupp der Bahn, sodass wir fast eine Stunde später weiterfahren konnten. In Palmira wartete bereits unser Bus, der uns zuerst zur Ausgrabungsstätte Ingapirca brachte. Wir besichtigten die Anlage, die früher von den Canaris, später von den Inkas erbaut wurde.

In Cuenca angekommen, machten wir noch einen Rundgang durch die Altstadt, bei dem wir Kirchen und öffentliche Gebäude sahen und beendeten den Tag mit einem gemeinsamen schönen Essen.

15 Apr. 2010 • Cuenca

Gruppenbild in P N Cajas
Harmut und Heike in Cuenca

Vom Dschungel in die Stadt

Früh um 6.30 Uhr fanden wir uns in der hübschen Frühstückshalle (mit Oberlicht) zur morgendlichen Stärkung ein. Hervorzuheben waren Toastbrot und Café, dann kam doch noch das Rührei.

Im Laufe der Reise gut trainiert und abgehärtet waren wir alle voller Tatendrang, den berühmten Las Cajas Nationalpark im Visier. Schon geisterte wieder das Schlüsselwort Regenjacke durch den Saal. Trickreich hatten am Vorabend viele von uns ihre nasse Wäsche zum waschen gegeben, um sie endlich wieder einmal trocken in den Händen halten zu können. Erfolgreich!

Die Erwartung des Tages wurde noch gesteigert durch den Gedanken an die Nutzung des freien Nachmittags. Begleitet wurde dies von der Sorge um das befürchtete Übergewicht (unserer Koffer), denn morgen steht der Galapagos-Flug auf dem Programm. Dann pünktlich um 7.30 Uhr fuhren wir mit Chary am Steuer des Busses und mit Diego unserem lokalen Guide los. Die Berge begrüßten uns mit tiefhängenden Wolken. Während der Fahrt gab es eine Einführung in die Besonderheiten des Schutzgebietes. Aufgrund der tagelangen Erfahrungen mit dem köstlichen Nass vom Himmel beschlossen wir es bei einer verkürzten Tour unterhalb der Wolkengrenze zu belassen. Unsere Beute: Alpakas, Turkane, Andenenten, Blessrallen, Kaninchen, Orchideen, Chinarindenbäume u.a.

Der zwischenzeitliche leichte Regen machte uns den Abschied vom Dschungel etwas leichter. Nun aber die Stadttour mit Musik- und Tanzperformance im Fluss, Besichtigung des Justizpalastes und einiger Kirchen, shoppen (speziell Panamahüte), Benutzung von Bankautomaten, Kaufrausch auf dem Klamottenmarkt und schließlich Eisessen bei Frutilados.

Anschließend schützten uns unsere neuen Panamahüte (16 -50 $ im Hutmuseum, auch Sonderanfertigungen) vor der plötzlich auftauchenden Sonne. Abends gab es noch das Abschiedsessen vom Festland und von Chary. Steak war wie immer eine gute Wahl. Der Rotwein war ok, preislich war nach oben aber noch einiges möglich.

16 Apr. 2010 • Cuenca - Santa Cruz

Astrid in La Hacienda Las Primicias
Juhu, wir haben eine Partnerin fuer George gefunde

Lonsome George in Santa Cruz

Schon wieder sind wir früh aufgestanden und flugfähig packen. Abschied von Chary, die uns zwei Wochen souverän gefahren hat. Pünktlich um 8 Uhr hob dann der Flieger nach Guayaquil mit uns ab.

Vorher wurde der Inhalt unseres Gepäcks händisch geprüft, der Beamte kam sogar ins Schwitzen. Es war ein entspannter Flug. Im Transitraum von Guayaquil gab es einen kleinen Shop, in dem wir uns schon mal auf die neuen Preise einstellen konnten. Auch ein Bankautomat wurde gesichtet, aber nicht getestet. Eddy holte das Frühstück nach. Entsprechend dem Briefing von Eddy verlief unsere Flughafenpassage in Baltra professionell und schon waren wir auf der Fähre. Später ging es mit unserem lokalen Tagesguide in den "Kopfeinziehbus". Auf ging es zur Kraterbersichtigung und zum Lavatunnel, die Taschenlampen wurden gezückt, aber es gab auch Tunnelbeleuchtung. Dann natürlich Darwinfinken und anderes geflügeltes Getier. Schließlich haben wir noch Riesenschlidkröten gesehen, die ca. 50 und 100 Jahre alt (3m Abstand, kein Blitz …) waren. Nicht zu vergessen die anschließende Schildkrötenkostümierung zwecks Modenschau. Schließlich gab es einen kurzen Zwischenstopp im Hotel am Meer und gleich weiter zur Darwinstation: Einführung und Besichtigung. Wir sahen Lavaechsen, Meerechsen, Landleguane und Vögel: Braune Pelikane, Fregattvögel, Bahamaenten, Goldwaldsänger, Glattschnabelani, Spottdrossel, Galapagosmöwen. Abends: Cocktailtest

17 Apr. 2010 • Puerto Ayora

Eine Hinterlassenschaft der Familie Wittmer
Feliz Cumpleaños Astrid

Geburtstagkind in Santa Cruz

Heute war ein freier Tag. Zwei Frühaufsteherinnen waren allerdings schon auf der Tour nach Floreana - während die Anderen sich kurz vor 9 Uhr beim Frühstück trafen.

So stand für die Daheimgebliebenen Erholung mit Baden, Vogelbeobachtung, Shoppen, Fischmarkt und Happy Hour im Restaurant auf dem Programm. Fazit: Alles etwas teurer als gewohnt, sehr freundliche nette Menschen und am Ende des Tages waren alle zufrieden. Ja und dann hatten wir noch ein Geburtstagskind und Kerze mit Tortenstück.

Dusche , Kühlschrank und Klimaanlage (!) wurden von allen als segensreiche Einrichtung anerkannt. Für unsere Ausflüglerinnen ging es wie bereits erwähnt zur Isla Floreana. Hier noch der Bericht: Zunächst haben wir etwas über die Besiedlungsgeschichte der Insel erfahren. Dazu gehörte u.a. die Wohnhöhle der Familie Wittmer, die im Jahre 1932 auf die Insel kam.

Höhepunkt des Ausflugs war die Erkundung der Tierwelt vom Boot aus. Dabei sahen wir folgende Tiere aus nächster Nähe: Delphine, Pinguine, Blaufußtölpel, Fregattvögel, Pelikane und Meeresechsen. Der Schnorchelstopp in der Nähe der Teufelskrone war das absolute Highlight: Wir sind mit zahlreichen Seelöwen baden gegangen! Es war ein gelungener und sehr empfehlenswerter Tagesausflug.

Klippenkrabben krabbeln über Klippen, über Klippen krabbeln Klippenkrabben.

18 Apr. 2010 • Puerto Ayora

Fischmarkt in Puerto Ayora
Mit dem Schnellboot bis Isabela

Willkommen auf Isabela

Heute konnten wir fast alle den Tag einmal ruhig angehen lassen, nur von Margarete und Horst mussten wir uns nach dem Frühstück verabschieden, da sie ihre letzten Urlaubstage auf einer Kreuzfahrt verbringen.

Die Zeit bis zur Abfahrt des Schnellbootes zur Isla Isabela nutzten wir um noch einige Souvenirs zu kaufen (hoffentlich die Letzten!). Als empfehlenswert erwies sich auch der kleine Fischmarkt in Puerto Ayora, wo man den Kampf um die besten Happen zwischen Pelikanen, Seelöwen und Möwen hautnah miterleben konnte.

Die turbulente Überfahrt nach Isabela um 14 Uhr (ca. 2h) haben alle unbeschadet und mit komplettem Mageninhalt überstanden. Nach einem 10min Fußmarsch zu unserem Hostal Las Gardenias in Puerto Villamil wurden wir dort schon mit einer erfrischenden Limonade erwartet. Am längsten und schönsten Strand der Galapagosinseln beobachteten wir am späten Nachmittag den Nachwuchs der Meeresechsen und stürzten uns zur Erfrischung in die warmen Fluten.

Gemütlich ließen wir den Tag dann bei einem guten Abendessen ausklingen.

19 Apr. 2010 • Puerto Villamil

Gruppenbild mit Meeresechse
Braun Pelikan

Mauer der Tränen und Happy Hour

Nach einem guten Frühstück brachte uns ein Pickup zur ca. 7km entfernten "Mauer der Tränen". Der 8m hohe und über 80m lange Wall aus Basaltbrocken wurde von barfüßigen, aneinandergeketteten Gefangenen in den späten 50er Jahren errichtet.

Bereits während der Besichtigung dieses Monuments bot uns die Natur ein tierisches Schauspiel: Darwinfinken, Goldwaldsänger und eine Spottdrossel beim Baden, junge Landschildkröten und zahlreiche Lavaechsen in einer fast unberührten Vegetation. Auf dem Rückweg entlang der Küstenlinie legten wir verschiedene Stopps ein. Einen Überblick über einen Teil der Insel gewannen wir vom Cerro Orchilla. In einer Mangrovenbucht beobachteten wir Meeresechsen beim Sonnenbaden, Pinguine und Blaufußtölpel sowie Pelikane und einen Seelöwen bei der Jagd. Ein faszinierendes Erlebnis!

Der weitere Weg gestaltete sich äußerst schweißtreibend und jede Frischluftbrise wurde dankbar begrüßt. Den Nachmittag konnte dann jeder nach Lust und Laune, z.B. mit Cocktails, beim Baden oder "Abmatten" (relaxen in der Hängematte) selbst gestalten. Am Abend trafen wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen im Las Gardenias.

20 Apr. 2010 • Puerto Villamil

Gruppenbild in Las Tintoreras
Anja als Gruen Fuss Toelpel

Überfahrt zur Insel Tintoreras

Heute konnten wir etwas länger schlafen, da unser Guide Maximo uns erst um 9.30 Uhr abholte. Zusammen holten wir unsere Schnorchelausrüstung ab und gingen zum Hafen, wo ein kleines Boot auf uns wartete.

Während der Überfahrt zur vorgelagerten Insel Las Tintoreras konnten wir die ersten Pinguine, Blaufußtölpel und Seelöwen aus nächster Nähe beobachten. Bei einem ca. 1-stündigen Rundgang auf der Insel liefen uns zahlreiche Lava- und Meeresechsen über den Weg und setzten sich vor uns regelrecht in Pose. Auch einige Vogelbeobachtungen waren wieder möglich: Steinwender und Braunmantelausternfischer, die man beide nicht sehr oft zu sehen bekommt. Den Weißspitzenriffhaien war das Wasser zu warm, sodass sie sich nicht an ihrem angestammten Platz eingefunden hatten. Zur "Entschädigung" tauchten zwei Meeresschildkröten in einer Bucht auf und wir konnten Seelöwen mit ihren Jungen am Strand beim baden sehen. Das Highlight war jedoch Zeugen zu werden, wie eine Seelöwin ihr Junges zeugte. Anschließend gingen wir selbst ins Wasser. Die Sichtverhältnisse waren zwar nicht optimal, aber wir bekamen einen Kugel- und Papageienfisch sowie Seeigel, Seesterne und Seegurken vor die Taucherbrille.

Der Nachmittag stand wieder zur freien Verfügung. Der Großteil der Gruppe nutzte die Zeit, sich den frisch eingefangenen Sonnenbrand zu verarzten. Die Abendgestaltung wurde mal ganz dem Zufall überlassen, welcher uns ins Pink Iguana (am Ortsrand direkt am Strand gelegen) führte. Die Bar mit Aussteigerfeeling pur ist einen Besuch wert. Die Hamburgerbude am Dorfplatz ist ebenfalls empfehlenswert.

21 Apr. 2010 • Puerto Villamil

Gruppenbild
Seeloewe und Meerechse in Isabela

Am Kraterrand vo, Vulkan Sierra Negra

Nach einem Frühstück im Morgengrauen sind wir über eine Schotterpiste ins Hochland zum Vulkan Sierra Negra gefahren.

Dort begannen wir bei angenehmen Temperaturen im Nebel den Aufstieg. Kaum am Kraterrand angekommen lichtete sich der Nebel und es zeigte sich die Caldera mit ihren älteren und jüngeren Lavafeldern. Am Kraterrand entlang ging es weiter zum Vulkan Chico. Dort bot sich uns eine bunte Lavalandschaft mit atemberaubender Aussicht. Wir überquerten einen Lavastrom, sahen Schwefelexhalationen und fühlten den heißen Wasserdampf an einigen Fumarolen.

Der Rückweg gestaltete sich zum Abschied noch einmal matschig, aber unsere in den letzten Wochen antrainierte Trittsicherheit kam uns dabei zugute. ;-) Alle waren froh, dass sich die Sonne heute nicht so oft zeigte (Sonnenbrand, siehe Vortag). Unser wohlverdientes Abendessen bestand aus Fisch und Langusten. Weil es gestern so schön war, ließen wir unseren letzten Abend auf Isabela nochmals im Pink Iguana ausklingen.

22 Apr. 2010 • Santa Cruz - Puerto Villamil

Abschiedsbild von Isabela
Abschiedsbild von Isabela

Puerto Villamil - Puerto Ayora

In den frühen Morgenstunden starteten wir unseren 2,5 stündigen "Rückflug" mit dem Schnellboot nach Puerto Ayora und erlebten dabei mehrere heftige Zwischenlandlandungen auf der Wasseroberfläche. Teilweise durchnässt und zugenebelt mit den Abgasen kamen dann aber doch alle unbeschadet an.

Nach einer kurzen Erfrischung ging es für einen Teil unserer Gruppe Richtung Tortuga Bay. Eddy begleitete uns bis zum Eingang und ganz auf uns allein gestellt marschierten wir 30min bis zum Strand. Nach weiteren 15min erreichten wir die Bucht, wo wir ein erfrischendes Bad nahmen. Unterwegs konnten wir wieder einige sehr schöne Exemplare von Meeresechsen und Strandläufer bewundern. Der Strand war wie aus dem Bilderbuch: Weißer, sehr feiner pudriger Sand und türkisblaues Wasser.

Per Anhalter fuhren wir, um uns den langen Fußweg zurück zu ersparen, mit einem kleinen Motorboot mit. Die Fahrt entpuppte sich als recht abenteuerlich, da das Boot auf dem offenen Meer eher einer Nussschale glich. Aber es hat uns (zumindest im Nachhinein) großen Spaß gemacht! ;-) Im Restaurant Il Giardino stärkten wir uns anschließend mit leckeren Obstsäften und einem kleinen Snack, bevor es ans Kofferpacken ging.

Am Abend stand unser Abschiedsessen von einem wirklich gelungenen Aktivurlaub mit unserem echt sympathischen und nicht weniger kompetenten Reiseleiter Eddy an. An dieser Stelle daher nochmals vielen herzlichen Dank an Dich, lieber Eddy!

23 Apr. 2010 • Frankfurt - Puerto Ayora

Die Gruppe vor einer Iguana
Die Gruppe in Las Peñas

Iguanas unter der Lupe

Um 9 Uhr ging es heute los mit unserem Bus in Richtung Itabacakanal, um mit der Fähre nach Baltra zu fahren, wo sich der Flughafen befindet.

Gegen 10:15 Uhr sind wir in Baltra eingetroffen. Wir hatten noch Zeit, um letzte Souvenirs einzukaufen und konnten uns sogar noch einen Stempel der Galapagos Inseln in den Pass geben lassen. Um 11.30 Uhr starteten wir mit dem Flieger nach Guayaquil. Dann bestiegen wir den Berg Santa Ana mit den 444 Stufen. Im Viertel Las Peñas haben wir die nun fast vollständig restaurierten Holzhäuser bestaunt: so schön war Guayaquil einmal!

Als zweites ging es in den Leguan Park. Hier wurden die Vorfahren der Galapagos Echsen genau unter die Lupe genommen und die Gruppe hat viele neue Freunde (Iguanas) gefunden. Durch das Zentrum von Guayaquil ging es weiter zu einer Erfrischung ins Gran Hotel Guayaquil und gleich danach weiter zum Bus: Wir fuhren zum Olmedo Flughafen, wo der Abschied von Eddy anstand. Feliz viaje amigos!!!