Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Reisetag
Unsere sieben Sachen gepackt, machten wir uns aus den verschiedensten Winkeln Deutschlands auf den Weg gen Süden. Wir sind neugierig und aufgeregt, was wir so alles erleben werden!
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Auf Entdeckungstour in Quito
Nach einer langen Reise trafen wir mit "nur" 40min Verspätung in Quito ein. Unsere Reiseleiterin Angelika gönnte uns eine kurze Pause mit stärkendem Frühstück im Hotel Caiman, bevor es dann losging zur Capilla del Hombre von Guayasamin, wo wir einige seiner ausdrucksstarken Werke bewunderten.
Zu Mittag konnten wir im Büro von viventura das Team in Ecuador kennenlernen und wurden mit landestypischen Köstlichkeiten verwöhnt (auch wenn Popkorn als Zugabe in Ceviche nicht jedermanns Sache ist). Abenteuerlich begann der Rundgang in Quitos historische Altstadt mit einer Kletterpartie auf einen der Türme der Basilika, um einen Überblick über die Altstadt zu gewinnen. Sogar das Wetter spielte heute mit und die bedrohende schwarze Wolke löste sich wieder in nichts auf.
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Ab ins Paradies
Um 8.30 Uhr ging es los zu einem typischen Markt in Quito, wo wir uns auf schmalen Gängen zwischen liebevoll aufgetürmten Früchte- und Gemüseständen von der unglaublichen Vielfalt und Farbenpracht beeindrucken ließen. Einige von uns erstanden auch Kostproben einiger unbekannter, exotischer Früchte.
Weiter ging es nach Norden bis zur Äquatorlinie und dem kleinen Museum Intiñan, wo wir uns verschiedenen physikalischen Experimenten unterwarfen, die bewiesen, dass wir wirklich am Äquator waren. Unter uns sind nun auch zwei diplomierte "Eier-Meister". Nun verließen wir die Panamerikana und es ging nach Westen runter in den Bergnebelwald. Die Straße wurde gegen Ende immer abenteuerlicher und wir blieben auch fast in einem kleinen Flussbett hängen, aber unser toller Fahrer Manuel monövrierte uns wieder fein raus. Endlich kamen wir im Paradies an. Herrlich frische Luft nach dem doch eher "stinkigen" Quito empfing uns in Maquipucuna. Dichte Vegetation, herumschwirrende Kolibris und das Geräusch von Zikaden (zeitweise auch zu verwechseln mit Kreissägen…). Wir machten mit Carlos, unserem einheimischen Führer, eine 2h Wanderung in Gummistiefeln durch den Wald. Carlos zeigte uns eine Wunderheilpflanze, die einfach gegen alles wirkt, von Kopfschmerzen bis Magenschmerzen, und wir hatten außerdem das unglaubliche Glück, eine ganze Gruppe von Chocó-Tukanen, einen Crested-Guan, eine große Vogelspinne und einen Basilisken zu beobachten…
Dann fing es an zu regnen, genau richtig, um auf der Veranda bei einem kühlen Bierchen auszuspannen, oder ganz luxuriös sich eine Ganzkörperschokoladenmassage zu gönnen…
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Ab in die Höhe - El Porvenir
Heute hieß es "mit den Vögeln aufstehen". Um 6.15 Uhr ging es los zur Vogelbeobachtung, nur hat das leider niemand den Vögeln gesagt, die nach einer regnerischen Nacht lieber etwas länger schliefen. Trotz wenig Aktivität kamen uns aber doch einige schöne Exemplare vor die Linse, wie der große Chocó-Tukan, ein Aracari (kleiner Tukan), ein Toucanet (kleiner grüner Tukan) und ein Kuckuck.
Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf in Richtung Cotopaxi, zur Hacienda El Porvenir. Wir stärkten uns kurz mit einem Locro de Papa, einer typischen Kartoffelsuppe, bevor wir uns mit Lederhosen und Wollponcho einkleideten, um für den 3-4 stündigen Ausritt gerüstet zu sein. Einige Pferde machten ja nur was sie wollten. Britta's war verfressen, Annelieses war nicht richtig motiviert zu laufen, aber wir kamen schließlich doch alle hoch auf 4000m!
Das Wetter meinte es bisher wirklich gut mit uns. Als wir losritten, sah es noch sehr finster aus. Wir sahen den Regen herannahen, aber als wir um den letzten Hügel bogen, ging der Vorhang auf und ahhhhhhhhhh….der Cotopaxi war in seiner ganzen Pracht zu sehen. Das Spiel von Licht und Schatten intensivierte die Farben und verzauberte die ganze Landschaft, einfach traumhaft.
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Aufstieg bis zum Gletscher
Es war wieder einmal ein herrlicher Morgen. Im Bus fuhren wir los zum Eingang des Nationalparks Cotopaxi. Manuel überzeugte uns wieder mit seinen Fahrkünsten auf dieser holprigen Straße, wo es Flüsse und Gräben zu überwinden gab.
Wir nutzten die Gunst der Stunde und machten unterwegs Fotos vom 5987m hohen Cotopaxi, denn schon bald zogen wieder Wolken auf. Leider hatte die Höhe einigen von uns zu schaffen gemacht, aber trotzdem schafften fast alle den anstrengenden Aufstieg von 4500m auf 4800m zur Schutzhütte Jose Ribas. Nach so einer Anstrengung schmeckte selbst die Maggi-Tüttensuppe gut! Nach kurzer Rast marschierten wir noch auf etwa 5000m bis zum Gletscher, leider waren wir nun schon im Nebel und es fing leicht an zu hageln. Deshalb gingen wir schnell wieder runter zum Parkplatz und es ging mit dem Bus zur Lagune Limpiopungo auf 3800m.
Leider nieselte es etwas und deshalb gab es ein improvisiertes Picknick mit frischgemachter Guacamole (Avocadocreme) im Bus. Trotzdem wagten wir uns noch auf den Rundgang zur Lagune, aber da es wieder zu regnen anfing, ging es lieber früh zurück zur Hacienda, um das gemütliche Kaminfeuer zu genießen.
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Von Osten nach Westen…
Heute konnten wir den Morgen etwas länger in der Hacienda genießen und machten uns erst um 9 Uhr auf den Weg nach Quilotoa. In Latacunga machten wir halt auf dem Markt, um dem quirligen Treiben etwas zuzusehen.
In "La Rosita" in Latacunga aßen wir zu Mittag das typische Gericht Chuchucara: fritiertes Schweinefleisch, Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Kartoffeln und Mote (eine Maisart). Ein Riesenberg Essen, den wir unmöglich bewältigen konnten. So nahmen wir die Reste mit, um sie unterwegs den Arbeitern auf dem Land zu geben, die sich über jede Extra-Mahlzeit freuen. Auch wurde der Wunsch nach einem Verdauungsschnäpschen laut. Aguardiente oder Zuckerrohrschnaps half da ganz schnell…
Wir fuhren durch eine wunderschöne Landschaft bis zum Dorf Quilotoa, wo wir die Famile von José besuchen werden. José arbeitet im Sozialprojekt von viventura, wobei hauptsächlich die Schulausbildung von Kindern unterstützt wird. Es können auch Patenschaften für Kinder übernommen werden.
Am Kraterrand angelangt, überraschte uns ein wunderschöner Blick auf die Lagune. Der Himmel war zwar bedeckt, dafür verzauberte uns aber ein zarter Regenbogen über der Lagune. José führte uns auf einem neu von ihnen angelegten Weg zur Lagune hinunter. Es war eine waghalsige Rutschpartie und man musste schon schwindelfrei sein…Rauf ging es dann wieder auf dem Maultier, was aber ebenso eine wacklige und schwindelerregende Angelegenheit war.
Zurück im Haus von José gab es dann ein typisches Abendessen mit Meerschweinchen, was aber nicht jedermanns Leibgericht werden wird…Aufgelockert durch die Wirkung des Canelazo, einem typischen Getränk aus Naranjilla, einer Mischung aus einer Frucht, Zimt, Zucker und Schnaps. Dann wurde vergnügt das Tanzbein zu lokaler Musik geschwungen. Ein großartiger Abschluss des Tages!
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Auf dem Weg zu den Thermalquellen
Um 5.30 Uhr waren wirklich alle dabei, die Morgenstimmung am Kraterrand zu genießen. Es war auch einfach wieder magisch, kein Wölkchen und freie Sicht auf die Ilinizas und den Cotopaxi zu haben!
Nachdem wir uns von Josés Familie verabschiedet haben, fuhren wir noch etwa 20min zu einer abgelegenen Schule "Shiñacunga". Wir schüttelten unzählige Hände, da uns auch wirklich alle artig begrüßten. viventura brachte den Kindern Zahnbürsten und Zahnpasta, ein rares Gut hier auf dem Land. Es war ein eindrückliches Erlebnis!
Zurück ging es nun wieder von der westlichen Andenkette in den Osten nach Baños, auf 1800m gelegen, mit einem angenehmen Klima nach der kalten Nacht in Quilotoa. Denn freien Nachmittag genoss jeder auf seine Art!
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Radtour
Um sich für die 60km lange Radtour zu stärken, bestellten einige ein richtig gutes Frühstück: doppelstöckige Pfannkuchen mit Früchte gab es und es war richtig lecker!
Los ging es zum Fahrradverleih, deren Räder sicher schon bessere Zeiten gesehen hatten. Sie hielten jedoch, mit Ausnahme das von Angelika, die auf halbem Weg einen Platten hatte. Auf dem Weg nach Puyo wurde es immer grüner und tropischer und rosa Orchideen säumten die Hänge. Zwischendurch überquerten wir die Schlucht in einer "Tarabita" oder Seilbahn in schwindelnder Höhe an dem Ort, wo ein Erdrutsch am Vulkan Tungurahua vor einigen Wochen leider einige Häuser verschüttet hatte. Zum Mittag gab es leckere, frische Forelle in der Nähe des Pailon del Diablo oder auch der Teufelspfanne, einem mächtigen Wasserfall, zu dem wir hinunterstiegen.
Einige von uns waren schon etwas müde und die nächsten langen Steigungen gaben uns dann noch den Rest. Die Fahrräder konnten zum Glück auf die Camioneta geladen und der Rest der Strecke im Bus zurückgelegt werden. Aber fünf von uns strampelten doch zäh weiter, auch wenn kein Ende der Steigungen abzusehen war. Müde, verschwitzt aber stolz erreichten wir Puyo, das Tor zum Regenwald. Und im idyllischen Garten des Hostals "El Jardin" schmeckte heute ein kaltes Bierchen besonders gut!
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Eintauchen in den tropischen Regenwald
Am Frühstückstisch verhieß der Cafésatz noch gutes Wetter. Leider stimmte nur irgendwas nicht mit der Tasse oder dem Café. In Tena, das eine große Baustelle war, fing es an zu regnen.
Nach dem Mittagessen ging es los auf einem Jeep mit Plastikplane zusammengepfercht. Nach einer rumpligen Fahrt erreichten wir Amarongachi. Dort empfing uns Eduardo, unser Guide für die nächsten 2 Tage und wir gingen noch 10min bis zu unserer Unterkunft. Hier hörte man nur noch Zikaden, Flussrauschen und ab und zu Gegackere der Hühner (die noch nicht in der Pfanne gelandet waren…).
Der Regen schreckte uns nicht ab und wir machten uns auf den Weg zu einer "Lagune", einem Pool im Flussbecken. Wir sprangen mutig ins kalte Nass und ab ging es mit der Strömung im Kreis, wie im Whirlpool. Eduardo verleitete die Abenteuerlustigen auch noch, einen kleinen Wasserfall mit starker Strömung runterzurutschen, was trotz ein paar blauer Flecken ein Riesenspaß war!
Auch wenn wegen des Regens der Wald sehr still war, hatten wir doch das Glück, auf dem Rückweg ein Pfeilgiftfroschmännchen mit Kaulquappen auf dem Rücken zu entdecken!
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Wasserfallwanderung
Erstmals ging es noch ganz gemütlich der Straße entlang. José erklärte uns den Strauch "Achiote", der rote Samen produziert, die heute als Nahrungsmittelfarbe, früher aber als Kriegsbemalung der Einheimischen verwendet wurden.
Aber schon bald führte uns José in ein Bachbett. Das war der Gummistiefeltest, den leider nicht alle bestanden! Wir liefen nun einem wunderschönen, unberührten Flusslauf entlang. Zwischendurch hatten wir einige Klettereinlagen zu bewältigen. Besonders der zweite Wasserfall hatte es in sich. Beim letzten Schritt musste man eine kalte Dusche in Kauf nehmen. Und spätestens ab dem Moment ging es uns allen wieder gleich, nun hatten alle nasse Füße und volle Gummistiefel. Deshalb genossen wir dann auch das erfrischende Bad beim dritten Wasserfall.
Danach ging es noch kräftig bergauf und dann auch ebenso steil wieder bergab. Aber nach dem Mittagessen und einer kleinen Siesta waren doch alle wieder fit für einen Pflanzenkundespaziergang in der Nähe der Lodge. Bei Kerzenlicht und gut gegen Mücken geschützt gab es das Abendessen und sogar ein Bierchen.
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Rafting
Wir verabschiedeten uns von Eduardo und seiner Familie und machten uns auf den Weg zum Rafting. Daniel, einer unserer Guides, gab uns ein Sicherheits-Briefing und dann ging es, nach einem kurzen Fernsehinterview für einen lokalen Kanal in Tena aufs Wasser!
Wir waren mit zwei Booten unterwegs: der eine Guide, Jorge, ließ keinen Strudel oder Stein aus auf dem man Karussell fahren konnte. Er war sehr verspielt, was bedeutete, dass die Mannschaft oft baden ging. Das andere Boot mit Daniel war etwas geruhsamer unterwegs, aber beim Versuch auf einer Welle zu surfen kenterte es…und alle gingen baden.
Bei einem Picknick an einem schönen Strand konnten wir uns mit vegetarischen Burritos stärken und weiter ging es mit einem Halt in einer kleinen Schlucht, einem natürlichen Beautysalon, wo wir uns eine Fangogesichtspackung gönnten… Leider war die Tour so gegen 16h schon viel zu früh zu Ende, denn es war ein herrlicher Tag! Übertroffen wurde es nur noch mit der Ankunft in Shangrila, wo uns die prachtvolle Aussicht und das Abendrot über dem sich scheinbar endlos vor uns ausstreckenden Regenwaldes ein ehrfürchtiges Ahhhhhhh entlockte.
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Regenwaldabenteuer
Es regnete die ganze Nacht und wollte nicht aufhören und so sahen der Himmel und die Mienen der Abenteurer während des Frühstücks etwas finster aus. Aber Matildo behielt Recht mit seiner Voraussage und es werde heute noch sonnig. Als wir uns auf den Weg machten regnete es schon nicht mehr und als wir aus dem Canyon kamen, war es sonnig und heiß.
Auf dem Weg durch den Regenwald erzählte uns Matildo viel zu den Heilpflanzen, die die Quichuas in ihrem täglichen Leben brauchen. Wir kamen in eine kleine Schlucht, wo wir Fledermäuse beobachten konnten. Es gab einige Kletterstellen zu bewältigen, wo wir uns mit dem Rücken an der Wand wie in einem Kamin hocharbeiten mussten. Matildo war ein geduldiger Guide und "langsam langsam" kam jeder oben an. Die Schlucht wurde allerdings immer enger und enger, das reinste Training zum Schlangenmenschen!
Am Nachmittag ging es dann geruhsamer zu. Wir ließen uns auf einem Floß aus Gummireifen den Fluss Anzu mit einem Halt bei der Quichua Gemeinde Santa Monica hinuntertreiben. Aber es war dann fast zu geruhsam, denn der Wasserstand war niedrig und es gab fast keine Strömung! Aber kaum einer hatte mehr Lust zu schwimmen und so musste Mathildo kräftig rudern!
Den Abend konnten wir dann wieder in den gemütlichen Hängematten genießen oder zu einer Folkloremusikgruppe das Tanzbein schwingen.
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Wieder im Zick-Zack in die Anden
Heute stand uns eine lange Busfahrt bevor, die wir gestärkt mit dem leckeren Bananenkuchen zum Frühstück antraten. Unterwegs hielten wir in der Tierauffangstation Yanacocha. Hier werden einheimische Tiere aus illegalem Handel oder ehemalige Haustiere wieder aufgepäppelt und in die Freiheit entlassen. Es gibt dort viele Affenarten, Ozelote, eine Riesenmarderart und Papageien.
Am Schluss des Rundgangs begann es zu regnen und es blieb den ganzen Tag lang grau, aber solange wir sowieso nur im Bus saßen, störte uns das nicht. Wir hielten unterwegs noch in einem Balsaholz Geschäft, wo aus dem leichten Holz geschnitzte farbige Papageien und endlich mal wieder Postkarten gekauft werden konnten. Die Strecke Baños nach Puyo, die wir mit dem Fahrrad abgestrampelt haben, kam einem vom Bus auch gar nicht so schlimm vor… In Baños hielten wir fürs Mittagessen und tranken einen guten Café, um nicht gleich wieder im Bus einzunicken. Kurz nach 17 Uhr erreichten wir Riobamba. Dort fand gerade eine Prozession statt und die Straße zum Hotel war gesperrt. Aber Angelika konnte die Polizisten doch überreden, für uns die Straßensperre aufzuheben, sodass wir das Gepäck nicht so weit zu schleppen brauchten.
Heute ging es dann auch früh ins Bett, da wir um 5 Uhr für die Zugfahrt wieder aufstehen müssen.
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Weiter nach Süden
Es war noch finstere Nacht, als die Wecker läuteten…5.30 Uhr Frühstück und los zum Bahnhof. Heute fuhren wir eine Teilstrecke der historischen Eisenbahnlinie von Guayaquil nach Quito, die 1908 fertiggestellt wurde.
Anfangs ließ das Wetter sogar noch einen Blick auf den mächtigen Chimborazo zu, aber es bewölkte sich immer mehr. Und da man leider nicht mehr auf dem Zugdach sitzen kann, sondern nur wie in einem Bus auf Schienen, wurden bald einige in den Schlaf geschaukelt. In Guamote wartete schon Manuel mit dem Bus auf uns und nach einer kurzen Stärkung mit Empanadas oder Moroche, einem typischen Getränk aus Mais und Milch, fuhren wir los. Heute war ein langer Bustag und es regnete ununterbrochen. Unterwegs hielten wir in Ingapirca, bei den besterhaltenen Ruinen der Kultur der Cañari und Inkas in Ecuadors. Aber auch dort wollte es einfach nicht aufhören zu regnen und so machten wir die Führung im Schnelldurchgang.
In Cuenca flüchteten wir uns direkt vom Bus in die Hutfabrik ins Trockene. Hier wurde uns der ganze Prozess vom Ernten der Fasern bis zum exportfertigen Panamahut erklärt. Weiter ging es dann mit kurzem Gepäckabladestopp direkt auf Citytour. Aber auch dort war der ständige Regen nicht unbedingt toll. Trotzdem waren wir alle von Cuenca begeistert, das eine schöne Altstadt aufzuweisen hat und doch noch viel ruhiger ist als Quito. Und es hat auch einige einladende Caféhäuser, die wir wohl morgen mal besuchen müssen…Hoffentlich wird das Wetter morgen wieder besser!
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Cajas Nationalpark
Zum Glück hatte es sich anscheinend für den Moment ausgeregnet. Wir fuhren etwa 40min bis zum Cajas Nationalpark, wo wir auf 3100m den ersten Halt machten. Hier wanderten wir durch den Bergnebelwald und es gab viele, wenn auch unauffällige Orchideen, Bromelien und viele andere Pflanzen, von denen Diego uns einige Köstlichkeiten wie "Zitronenstengel" zu probieren gab. Die Vegetation hier ist echt schön! Nur die Vögel wollten sich wieder mal nicht zeigen….
Danach ging es noch etwas höher auf 3900m zur Laguna Toreadora. Der Park besitzt mehr als 230 Lagunen und ist ein wichtiger Wasserspeicher und außerdem eine Wasserscheide, von hier fließen Flüsse in den Atlantik sowie in den Pazifik. Wir liefen über weiche Moorlandschaft und durch einen Wald von Polylepis-Bäumen. Aber die Höhe machte uns doch wieder etwas zu schaffen.
Nach dem Mittagessen zurück in Cuenca genossen wir alle den freien Nachmittag!
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Insel Santa Cruz bis Puerto Ayora
Endlich ging's los nach Galapagos! Wieder mal haben wir den ganzen Koffer umgepackt, um für die Inseln bereit zu sein. Aber nach 2 Tagen regnerischem Wetters in Cuenca war dann die plötzliche schwüle Hitze schon noch ein extremer Wechsel.
Vom Flughafen in Baltra fuhren wir ins Hochland von Santa Cruz. Sogar die meist trockene, wüstenartige Insel Baltra ist nun zur Regenzeit schön grün. Wir besichtigten im Hochland von Santa Cruz auf etwa 600m die Zwillingskrater, eine spezielle vulkanische Formation, die durch das plötzliche Kollabieren einer großen, unterirdischen Magnakammer entstanden ist und zwei kreisrunde Krater mit senkrecht abfallenden Wänden geformt hat. Hier sahen wir auch die einzigen Orchideen und die einzige Bromelienart, die auf den Galapagos vorkommen.
Weiter ging es zu einem beeindruckend großen Lavatunnel. Aber heute hatte niemand so große Lust, seine frisch gewaschenen Kleider wieder einzuschlammen und so durchquerten wir den Tunnel nicht vollständig. Auf dem gleichen Land einer privaten Finca gibt es nun auch immer frei lebende Riesenschildkröten zu sehen. Wir brauchten allerdings einen lokalen Guide, der uns die 4 Tiere, die gerade hier waren, zeigte. Selbst den Schildkröten ist es im Moment zu feucht und sie wanderten in die tiefere Trockenzone. Nach einem kurzen Stopp im Hotel machten wir uns auf zur Darwin Station. Hier sahen wir den "Lonley Georg", den letzten Überlebenden seiner Art, der Riesenschildkröte von der Insel Pinta, der nun schon 28 Jahre hier in der Station lebt.
Das war ein langer Tag heute, ohne Pause! Mal sehen, wie unser morgiger Tag auf Floreana aussieht!
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Schnorcheln
Heute war Abfahrt um 7.25 Uhr, und der Tourbus war sogar fast auf die Minute pünktlich! Mit weiteren 8 Personen ging es los zur Insel Floreana. Das Schnorcheln war schön, allerdings fast zu kurz. Wir beobachteten Seelöwen, Blaufußtölpel, Fregattvögel und sogar die Pinguine und ein Hai ließen sich sehen, was für ein Glück! Denn für die Pinguine, die hauptsächlich im Westen des Archipels auf Isabela leben ist das Wasser im Moment etwas zu warm und sie müssen weit umherschwimmen, um genug Nahrung zu finden.
Alles in allem ein schöner Tag! Aber anscheinend haben sich nicht alle genug ausgetobt! Nach dem Abendessen im Angermeyer Point, das sich aufgrund der extrem langsamen Bedienung in die Länge zog, machten wir Halt in der Bar in der Nähe unseres Hotels. Nach einem erfrischenden Mojito stürmten wir die Tanzfläche, auch wenn bei der Hitze der Schweiß nur so in Strömen floss. Aber morgen ist ja vormittags frei….
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Schauklige Bootsfahrt
Heute war ein geruhsamer Tag, denn hauptsächlich war es ein Reisetag. Vormittags war frei und man konnte noch zum Einkaufen gehen in Puerto Ayora oder zum "deutschen Strand" laufen.
Um 13h ging es dann los zum Hafen. In einer kleinen Nussschale legten wir die 41 Seemeilen bis nach Puerto Villamil auf Isabela zurück. Dort liefen wir vom Hafen zum Hotel Las Gardenias, wo wir mit einem erfrischend kalten Saft empfangen wurden. Es reichte noch für einen Sprung ins Meer, bevor wir im Hotel zu Abend aßen. Obwohl wir heute nicht gerade sehr aktiv waren, fielen einigen schon beim Abendessen fast die Augen zu….
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Zur Mauer der Tränen
Unser lokaler Guide Maximo holte uns um 8.30 Uhr ab und wir fuhren etwa 20min zur Mauer der Tränen. Der Weg war an einer Stelle vor kurzem durch starken Seegang fast vollständig zerstört worden, aber zum Glück für uns schon wieder passierbar. An der Mauer der Tränen erfuhren wir mehr über die Geschichte von Isabela, wo während des zweiten Weltkriegs eine amerikanische Militärbasis funktionierte, die danach bis 1959 zum Gefangenenlager für ecuadorianische Häftlinge aus dem Festland umgewandelt wurde und wo viele Menschen ein trauriges Ende fanden.
Von hier liefen wir dann zurück Richtung Dorf. Vorbei an einigen Galapagosschildkröten, die sich am frischen Grün erfreuten, an einem Aussichtspunkt, wo uns aber gerade ein Regenschauer einen Strich durch die Rechnung machte. Weiter ging es zum Lavatunnel und Liebesstrand, wo wir einige größere Exemplare der Meeresechse von Nahem beobachten konnten, bis wir uns endlich selbst in den Wellen abkühlen konnten.
Nachmittag war dann frei und jeder konnte nach seinem Gusto faulenzen…
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Puerto Villamil Tintoreras
Heute gingen wir den Tag mal richtig geruhsam an. Frühstück war um 8.30 Uhr und Abmarsch um 10h, damit wir rechtzeitig zur Ebbe am Schnorchelspot ankamen. Wir wussten schon gar nicht mehr, was wir mit so viel Zeit anfangen können!
Wir liefen los Richtung Hafen und unterwegs erhielten wir von Jaci noch unsere Schnorchelausrüstung. Schon im Hafenbecken sahen wir die ersten Highlights: Gruppen von Pinguinen schwammen und tauchten ums Boot, Seelöwen flegelten sich ganz frech auf den Booten und dann präsentierten sich noch einige Blaufußtölpel ihre prächtig türkisfarbenen Füße auf schwarzem Lavagrund..einfach atemberaubend!
Beim ersten Schnorchelstopp sahen wir nebst Doktor- und Papageienfischen einige Rochen, aber es hatte starke Wellen und die Sicht war nicht so besonders gut. Beim zweiten Ort schwammen die Meeresechsen ganz ruhig an uns vorbei und wir entdeckten einige Meeresschildkröten. Es war ein ganz besonderes Gefühl, diese Reptilien unter Wasser beobachten zu können.
Nun freuten wir uns doch nach den Sandwiches zu Mittag auf ein gutes Abendessen bei Gardenia. Es gab leckere Shrimps an Knoblauchsauce..mmmmhhh
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Vulkan Cerro Negro
Nach dem gestrigen Faulenzertag war heute ein anstrengenderes Programm angesagt. Um 8 Uhr fuhren wir etwa 40min ins Hochland zum Vulkan Cerra Negra, wo wir uns auf eine 6h Wanderung machten.
Auf der Südostseite war es sehr feucht und schlammig und die Vegetation dicht und grün, dominiert von riesigen Farnpflanzen. Aber wir konnten wenigstens so richtig matschen und mussten nicht auf unsere schicken Converse Schühchen aufpassen. Schwitzend stiegen wir zwischen einem Wald von Guavepflanzen zum Kraterrand empor. Und wieder war die Wetterfee auf unserer Seite, die Wolken lichteten sich und wir hatten einen wunderbaren Blick auf die 10km breite Caldera, den Kraterkessel. Auf der Nordostseite änderte sich die Landschaft jedoch schlagartig und es wurde wesentlich trockener. Am einzigen schattenspendenden Baum machten wir Mittagsrast (und einziger schattenspendender Baum heißt, wir waren nicht die Einzigen…). Weiter gings über alte Lavaströme in den verschiedensten Farben zum Vulkan Chico.
Zurück legten wir dann aber ein tüchtiges Tempo vor. Maximo, unser Guide, keuchte uns hinterher, aber trotzdem erspähten wir noch den knallroten Rubintyrann, einen kleinen Singvogel, der sich ganz furchtlos und so richtig fotogen präsentierte. Wir waren dann doch schon um 16 Uhr wieder im Hotel, um uns auszuruhen oder nochmal ein Bad im Meer zu genießen.
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Faulenzertag
Mit der ersten "Lancha" fuhren wir wieder nach Puerto Ayora, d.h. ein schneller Café und frischer Saft gab uns um 5.15 Uhr gerade genug Energie, um uns bis zum Hafen zu schleppen. Auf der Überfahrt erblickten einige von uns einen Delfin (die andern stellten sich schlafend)!
In Puerto Ayora bezogen wir unser Hotel und gingen nach einer Pause los zur Tortuga Bay, einem endlos langen Sandstrand! Nach der Stunde Weg in der brütenden Hitze suchten wir am Ende ein schattiges Plätzchen in einer ruhigen Bucht mit Sicht auf den Kaktuswald. Hier konnten wir nach Herzenslust faulenzen, auf Fotopirsch gehen und sogar mit einer Meeresschildkröte "planschen"! Es sollen sogar Haie gesichtet worden sein!
Schade, dass heute unser letzter gemütlicher Abend der Reise war, aber dafür gab es Mojitos mit richtig viel Minze!
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Reisetag
Wir hatten endlich fast zum letzten Mal umgepackt (ob wohl die meisten jetzt nach soviel umpacken vermutlich einen Geschwindigkeitsrekord im Kofferpacken aufstellen könnten). Die warmen Sachen für die Heimreise lagen ganz oben auf (auch wenn man sich bei der Hitze kaum vorstellen kann, wie es dann wieder im kalten Deutschland sein wird…) Dann gab's das erste Problemchen zu bewältigen: entweder war unser Riesenhaufen Gepäck zu groß oder der Bus zu klein…aber nachdem wir auch das geregelt hatten wurde es ernst. Es ging los zum Flughafen und auf die Heimreise :-(
Dort fing dann das Warten an. Langsam, langsam, wie Matildo zu sagen pflegte. Anstatt wie vorgesehen um 11.40 Uhr flogen wir schließlich erst um 13.30 Uhr ab und hatten so wunderbar Zeit, die verschiedenen Ausmaße von Sonnenbrand und sonstigen Modeverirrungen zu beobachten. In Guayaquil zog es uns dann eher zur Dusche als zur Stadtrundfahrt im Stau… Aber zum Glück, denn es zog so ein richtig beeindruckendes Unwetter auf, der Himmel war schwarz, es goss in Strömen und die Straßen verwandelten sich in reißende Bäche! Der Himmel weinte (wenn auch etwas zu hysterisch) zu unserem Abschied!