Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

15 Okt. 2010 • Frankfurt - Lima

Park der Liebe
San Francisco

Hallo Peru

Heute früh um fünf Uhr morgens peruanischer Zeit (deutsche Zeit 14h ) sind wir dann in Lima gelandet. Gabi, unsere Reiseleiterin die ja einige von uns schon in Deutschland kennen gelernt haben, wartete bereits auf uns am Flughafen.

Nachdem wir uns erstmal schön begrüßt haben sind wir dann durch das halbleere lima gefahren und haben in unserem Hotel dann gefrühstückt.

Und wenn ihr denkt wir haben unsere Zeit verschwendet und haben uns erstmal nach der langen Reise aufs Bett gelegt, dann irrt ihr euch. Voller Tatendrang sind wir dann um 8h los und besichtigten die Stadt. Und da war der Liebespark unser erster Stop. Sehr schön, mit Blick auf den Pazifik.

Danach ging es zu dem archáologischen Komplex Huaca Pucllana. Im Zentrum von Lima angekommen, haben wir dann auf der Straße Geld getauscht. Das war mal was ganz anderes.

In Deutschland muss man den Pass vorzeigen beim Geld tauschen, und hier machen wir es, ganz legal, mitten auf der Straße. Leider passierte dann noch ein kleines Malheur. Elisabeth und Claus wollten Geld ziehen aus dem Automaten, und dann auf einmal wurde die Karte einbehalten…… und weg war sie.

Nun besichtigten wir die Kathedrale, den Hauptplatz mit seinem Regierunggebäude und dann das Franziskaner Kloster mit den Katakomben.

Danach ging es auf ins Goldmuseum. Ein wirklich tolles Museum. Wir haben dort wirklich sehr viel gesehen und schon mal einen Einblick bekommen in die peruanische Geschichte. Aber dann hatten wir so viel gesehen, nun wollten wir was feines Essen.

Und auf ging es zum Larcomar in den Vivaldino. Ein feines Restaurant, mit toller Atmosphäre, Blick aufs Meer und super leckerem Essen. Und hier tranken wir unseren ersten Pisco Sour, unseren zweiten Pisco sour…….ja , wir haben festgestellt wie schnell man diesem Nationalgetränk verfallen kann . Und nach einem wirklich sehr gelungenen ersten Abend sind wir dann ruckizucki ins Bett.

16 Okt. 2010 • Lima

Plaza de Armas
Peruanische Polizei

Unterwegs in der Hauptstadt

Pünktlich kam die Gruppe am Flughafen an. Eine sehr bunte Zusammensetzung der Mitglieder. In Begleitung von Carlos fahren wir zum Hotel, um uns mit einem Frühstück nach dem langen Flug zu stärken.

Ursula, unser lokaler Guide in Lima, holt uns kurz danach und bringt uns ins Zentrum. Insbesondere der Hauptplatz und das Kloster von San Francisco geben uns erste Eindrücke über das Leben der Einwohner in der Kolonialzeit.

Beim Mittagessen in einem kreollischen Restaurant und beim Genuss von den ersten Pisco-Sauern feieren wir unserer erster Tag in Peru.

Am Nachmittag fahren wir zur Küste, um ums dort von dem heutigen Tag beim Anblick des Sonnenuntergangs zu verabschieden.

17 Okt. 2010 • Lima - Ica

Die Gruppe in Paracas
Pisco-Verkostung

Ica, das Land der Piscos

Ziemlich früh verlassen wir Lima und fahren in Richtung Süden. Beim Rausfahren aus der Stadt merken wir erst wie groß diese Hauptstadt ist.

In Paracas angekommen steigen wir in unser Schiff, das uns bis zu den Ballestas Insel bringt. Juan erzählt uns vieles über die Einwohner dieser Insel. Seelöwen, Kormorane, Pinguine und Pelikane sind in großer Anzahl hier zu sehen. Etwas mit Meerwasser befeuchtet kommen wir ans Festland zurück.

Milton zeigt uns anschließend die Buchten des Ortes und bringt uns dann zu einem Fischrestaurant. Wieder gestärkt verlassen wir die Küste und fahren nach Ica, die Gegend wo die besten Piscos Perus hergestellt werden.

Bei einer der traditionellen hiesigen Brennereien verkosten wir dann verschiedene Piscos: aromatische und nicht aromatische. Wir fahren dann weiter in Richtung Huacachina wo wir bald ins Bett fallen.

18 Okt. 2010 • Nazca - Ica

Die Gruppe beim Mittagessen
Pause auf den Sanddünnen

Unser Empfansportier: ein Baby-Lama

Durch den Piscoeinfluss des Vorabends waren wir überrascht am nächsten Morgen in einer Oase aus 1001 Nacht umgeben von hohen Sanddünen uns wieder zu finden.

Angespornt von den warmen Sonnenstrahlen und dem stahlblauen Himmel wagten sich vier Österreicher und ein Inka auf eine abenteuerliche Expedition mit einem Sand-Buggy durch die umliegende Wüste.

Währenddessen schauten sich die Franken und die Hessen der Gruppe die Dünen lieber von unten an. Mit unserem Komfort-Bus für Liliputaner düsten wir anschließend durch die Wüste Richtung Nazca.

Unterwegs im Museum von Maria Reiche wurden wir auf die Bedeutung der Nazca-Linien vorbereitet, jedoch nicht auf den Flug.

Am Flughafen angekommen, informierte uns Carlos zwei Minuten vor dem Start pflichtbewusst über den kurz zuvor erfolgten Absturz eines Flugzeugs in der Gegend und machte noch ein letztes Gruppenfoto.

8 Mitglieder der Gruppe erreichten den Boden mehr oder weniger wohlauf. Was die anderen 3 morgen erwartet, wissen wir noch nicht.

Abends empfing uns im Hotel nicht nur der Portier, sondern auch ein äußerst zutrauliches Baby-Lama.

19 Okt. 2010 • Paracas - Nazca

Momien in Nazca
Ab in den Himmel

Fahrt entlang der peruanischen Küste

Zwei Mutige der Gruppe haben es heute morgen noch gewagt in den Flieger einzusteigen, um die Nazcalinien auch zu sehen. Kurz vor neun war die ganze Truppe im Hotel bereit, um unsere Fahrt weiterzuführen.

Kurz nachdem wir die Stadt verließen, haben wir Orlando getroffen, der uns in der Wüste einen Friedhof mit Unmenge an Skeletten und Gräber zeigte. Viele von denen aus dem 7. und 8. Jahrhundert nach C. Die gehörten zu der Nazca und Huari-Kultur. Bei voller Hitze beendeten wir die Führung und fuhren dann weiter in Richtung Süden.

Am frühen Nachmittag trafen wir in Puerto Inka an, ein Restaurant an der Küste mit einem super Blick zum Pazifik. Uns wurde hier ein Buffet mit vielen Meeresfrüchten serviert, sehr lecker! Die Fahrt ging weiter über mehrere Stunden bis wir am späten Abend in Arequipa ankamen.

20 Okt. 2010 • Arequipa - Cusco

Alpacas aus Arequipa
Indiofrau

Arequipa und die Kinder von Viventura

Franziska von viventura hat uns heute morgen vom Hotel abgeholt und zum viSocial-Projekt „Wawawasi“ gebracht: ein Kindergarten mit angeschlossener Klinik in einem der ärmsten Viertel von Arequipa. Die Kinder waren sehr lustig und haben uns Lieder vor gesungen und Tänze vorgeführt.

Auf dem Weg zum Viventura-Büro haben wir noch den Zentralmarkt besichtigt - ein Wunder der Vielfältigkeit und Farben- (und Geruchs-)pracht…

Gemeinsam mit dem Team haben wir ein schönes Mittagessen im Garten des Viventura Büros genossen.

Der Nachmittag war dann ausgefüllt mit der City- Tour und der Besichtigung des Klosters Santa Catalina

Und am Abend haben wir in einem internationalen Restaurant ein gutes Abendessen eingenommen.

21 Okt. 2010 • Arequipa - Cabanaconde

Condor beim Anflug
Mädchen aus Arequipa

Sorojchi-Pills werden immer beliebter

Unser Liliputaner-Bus ist über Nacht zu einem richtigen Bus, allerdings ohne Microfon, ausgewachsen. Gedopppt mit Coca-Tee sind wir mit Vivian in Richtung Colca Cañon aufgebrochen.

Noch in Arequipa fielen wir in einer Alpacafabrik ein, wo die Damen die obligatorischen Einkäufe erledigen mussten, gesponsert von den Männern.

Guten Mutes und noch mit Farbe im Gesicht fuhren wir stetig durch endlose Gerolllandschaften allmählich in die Höhe. Dann die ersten Vicuñas.. und schon vorbei. Auf über 4000 m machten wir unsere erste Rast für ein Koka-Tee.

Wir erreichten die Passhöhe von 4950 m bereits mit großen Ausfallserscheinungen bis auf Marianne, die sich schon vorher gedopt hatte.

Glücklicherweise konnten in Chivay auf 3800 m fast alle im Restaurant von einem reichhaltigen Buffet geniessen. Nachdem sich dann alle mit den Wundertabletten eingedeckt haben, machten wir uns auf einer Schotterstrasse entlang des Colca Canyon auf zu unserem Tagesziel Cabanaconde, welches wir bei Dunkelheit und leichtem Nieseln erreichten.

22 Okt. 2010 • Arequipa - Cabanaconde

Freundschaft mit den Alpacas
Vorsicht

El Condor pasa

Nach dem Erwachen hat uns der fantastische Blick aus den Fenstern unseres urig typischen Hotels für die Strapazen des vergangenen Tages entschädigt.

Wir brachen heute wieder sehr früh auf und kamen noch rechtzeitig zur Kondorflugshow am Cruz del Condor. Wir erlebten einen abwechslungsreiche grandiose Landschaft bei perfektem Fotowetter. Vivian erzählte uns ausführlich über die Kultur und Natur mit dem über Nacht installierten Mikrofon.

In Chivay haben wir uns mit Sandwiches und einheimischer Musik gut ausgerüstet. Beflügelt von der Musik nahmen wir die Passhöhe diesmal ohne Schwierigkeiten zurück nach Arequipa.

23 Okt. 2010 • Arequipa - Cusco

Die Kathedrale Cusco´s
Coricancha

Zum Nabel der Inka-Welt - Cusco

Frühes Wecken um 4:20, wir fliegen heute nach Cusco. Unser Flug dauerte etwa zwei Stunden, da wir über Juliaca, in der Nähe des Titicaca-Sees, geflogen sind. Unser Hotel in Cusco hat einen originellen Innenhof, wo wir gleich bei Ankunft einen Koka-Tee geniessen können.

Ein wenig frisch gemacht geht es auf zu einem Stadtrundgang: Am Plaza de Armas findet gerade ein Gottesdienst zu Ehren des „Herrn der Erdbeben“, der höchste Heilige der Cusqueños, statt. Trotzt unserer Doping-Pillen spüren wir beim Spazierengehen die 3850 m.

Endlich gibt es wieder etwas richtiges zum Essen: Alpacas-Steaks, mit Hähnchen gefülltes Avocado oder Peru-Ente u.a. leckere Spezialitäten. Dann schnell zum Hotel, denn Giancarlo, unser Guide in Cusco wartet schon auf uns.

Mit ihm fahren wir nach Tambomachay, wo wir dann die ersten Inka-Ruinen bestaunen können, weiter geht es nach Pucapucara – die Rote Festung, bis zur grossen Felsenfestung mit ihren Tonnenschweren Felsblöcken - Sacsayhuaman („sexy woman“). Zurück in Cusco besuchen wir dann die Santo Domingo- Kirche, die früher ein Inka-Palast – Coricancha - war.

Mit einem Abendessen, Pisco Sour und live Folkloremusik ging der Tag zu Ende.

24 Okt. 2010 • Cuzco - Aguas Calientes

Bunte Maiskolben aus Cusco
Unser Opfergabe an Pachamama

Unterwegs im Heiligen Tal

Ziemlich früh verlassen unsere Inka-Trailer heute das Hotel. Marcial holt sie ab um mit ihnen entlang des Heiligen Tales, zuerst mit dem Bus und dann mit dem Zug bis Km. 104, zu fahren. Es ist ein Supertag um durch dieses subtropisches Gebiet entlang der alten Inka-Wege zu wandern.

Der Rest der Gruppe startet ein bisschen später und fährt in Begleitung von Giancarlo auch entlang des Urubamba-Tales. Ein Zwischenstopp bei einer Kommune, wo wir die Lamas und Alpacas aus nächster Nähe fotografieren können und dann geht es auch schon weiter. Bei unserem nächsten Stopp packen wir die Sonnencreme und die Wasserflaschen aus und gehen dann durch die Pisac-Ruinen spazieren. Hunderte von Inka-Terrassen sind hier überall zu sehen, die Sonne zeigt sich heute Mittag in ihrer intensivsten Stärke und deswegen machen wir eine obligatorische Erfrischungpause mit frischgepresster O-Saft.

Um 4 Uhr erreichen wir gerade noch unser Zug der uns dann nach Aguas Calientes bringt. Am frühen Abend kommen wir in unserem Hotel an und treffen die Wanderer. Dann gehen wir alle noch auf ein Drink bevor wir in die Betten fallen. Morgen kommt ein großer Tag und wir möchten alle sehr fit sein.

25 Okt. 2010 • Cuzco - Machu Picchu

Highlight unserer Reise
Unterwegs auf den Ruinen

Macchu Picchu

Trotz Aufstehen vor dem Hahnenschrei waren wir nur der elfte Bus nach Macchu Picchu. Die anfänglichen Nebelschwaden versetzten den "heiligen Berg" in einer mystischen Stimmung. Wie bei einem Schauspiel sahen wir die Inka-Ruinen durch die Nebelwände auftauchen und wieder verschwinden. Aber sehr bald setzte sich die Sonne durch und die frühere Inka-Stadt zeigte sich in ihrer vollen Pracht.

Marcial, unser heutiger Guide, verstand es, uns die beeindruckende Architektur der Inkas näher zubringen. Ein einmaliges Erlebnis für uns war auch, dass wir die Anlage so früh und fast ohne weitere Touristen in Ruhe erleben durften.

Am Nachmittag, der uns zur freien Verfügung stand, wanderten einige Hartgesottene von uns noch zum Sonnentor und zur Inka-Brücke, während andere Entspannung in der Therme von Aguas Calientes suchten.

Am Spätnachmittag schaukelte uns die Peru Rail wieder nach Cusco zurück.

26 Okt. 2010 • Cusco - Aguas Calientes

typische Stiere aus Cusco
Abschiedsfeier

Kultureller Vormittag

Während einige von uns den Vormittag dringend zum Ausschlafen und Wäschewaschen brauchte, verbrachte der Rest der Gruppe mit Giancarlo. Gemeinsam besuchten wir das Inka-Museum und die Kathedrale. So viel gehäufte Kultur verlangte zwischendurch einen starken peruanischen Kaffee auf einem Balkon an der Plaza de Armas.

Danach zerstreuten wir uns in alle Richtungen bis uns Carlos um 19 Uhr wieder zum Essen einfing. Den letzten gemeinsamen Abend mit Carlos feierten wir anschließend in einer Diskothek mit einem hart erarbeiteten Pisco-Sour und einem kleinen Tänzchen bei fetziger Salsa-Musik … vergessen war die Höhe.

27 Okt. 2010 • Cuzco - Capachica

Die Gruppe am Titikaka-See
Mädchen aus Capachica

Landleben

Gut erholt nach unserem gestrigen freien Tag fahren wir heute ziemlich früh von Cusco Richtung Puno. In den ersten zwei Stunden der Fahrt sehen wir sehr viel von der Landwirtschaft denn wir fahren neben dem Vilcanota-Fluss her, ein Fluss der von den Andenkordillere herunterfliesst.

Mittags sind wir auf dem Pass „La Raya“ (4300 m), der höchste Punk dieser Fahrt und die dünne Luft lässt sich jetzt kaum mehr merken, super!

Nun sind wir in Puno, das Aymara-Gebiet Peru´s und machen wir unsere Mittagspause in Juliaca, eine sehr große Siedlung von Aymara-Menschen. Wir feiern heute Bergfest, die Hälfte unserer Reise.

Während die Hälfte der Gruppe weiter in Richtung Puno fährt, setzt die andere Hälfte die Fahrt zu den Bauern am Titicaca-See fort. Unser Ziel hier heißt Capachica, eine riesige Halbinsel wo zwei Gastfamilien auf uns warten. Als wir ankommen werden wir mit Blumenkränzen empfangen, peruanische Version von Fantasy Island und anstatt von Ricardo Montalben und Tatoo haben wir hier Don Tomas und Don Pedro als unsere Gastgeber. Wir werden bei diesen Familien runtergebracht, der Ort ist idyllisch und das Bauerleben zeigt sich sehr bunt.

Wir erleben heute einen tollen Sonnenuntergang und anschließend gibt es ein nettes rustikales Abendessen. Um halb neun sind wir schon alle in unseren Betten.

28 Okt. 2010 • Capachica - Puno

Die Gruppe in Capachica
Bauern auf Capachica

Modenschau am Titikaka-See

Die Hälfte der Gruppe, die bei den Bauern einquartiert war, verbrachte in ihren einfachen aber gemütlichen Zimmern eine angenehme Nacht. Entgegen unserer Erwartung waren die Temperaturen außergewöhnlich mild.

Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück – es gab sogar Pfannkuchen und selbst gebackenes Brot – machten wir uns auf, zu einen Spaziergang entlang der Halbinsel bis zum Strand. Dabei erzählte uns Victor einiges über die Sitten und Bräuche der hier lebenden Bauern.

Kurz vor dem Mittagsessen gab es eine Einführung in die tägliche Arbeiten unserer Gastfamilien. Anschließend das Highlight: Modenschau! Wir alle wurden unter großem Trara und Gelächter angekleidet in den typischen Trachten der Region.

Nach Genuss von Forellenfisch verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern und schifften zu den schwimmenden Inseln der Urus ein. Victor erklärte uns dort wie diese Insel gebaut werden und knabberten anschließend an den Wurzeln der Insel.

Das Zusammenführen der beiden Gruppen am Spätennachmittag verlief in ein großes Hallo.

29 Okt. 2010 • Cusco - La Paz

Caos an der Grenze
Blick von La Paz von 4.100 m
Blick auf La Paz von 4.100 m

Grenzerlebnis Peru-Bolivien oder Chaos-Freitag

Gestern Abend trennten wir uns von Carlos und ab heute ist Roberto unser neuer Reiseleiter für Bolivien und Chile. Früh am Morgen verließen wir Puno Richtung Grenze Peru-Bolivien. Planmäßig um 11 Uhr erreichten wir den Grenzübergang, wo uns das bereits angekündigte Chaos erwartete. Auf peruanischer Seite steckten wir mit unserem Bus fest und auf bolivianischer Seite stand der uns abzuholende Bus bereits 20 km vor der Grenze mitten in einer Blockade.

Nach einer Stunde Warten beschlossen wir den Umweg über Copacabana zu nehmen. Hier erwartete uns eine wunderbare abwechslungsreiche Landschaft und wir erreichten Bolivien ohne Stress an der Grenze. Weiter ging es mit Bus und Fähre über den Titicacasee Richtung La Paz. Durch die Blockade an der Grenze und die andere Strecke konnten wir leider eines der Highlights von Bolivien, die Ruinen von Tiahuanaca, heute nicht mehr besichtigen.

Da wir darauf aber nicht verzichten wollen, werden wir es morgen nachholen. Unser Weg führte weiter entlang der zwei höchsten Berge der königlichen Cordillieren, Illampu, knapp 7000 m und Chacaltaya (ehemals höchste Skipiste der Welt) 5300 m. Bei Sonnenuntergang erreichten wir El Alto, die Vorstadt, und das Lichtermeer von La Paz entlockte uns ein "wow"!

30 Okt. 2010 • Tiwanaku - La Paz

Das Sonnentor in Tiahuanacu
Beim Hexenmarkt

Hoechste Metropole der Welt und Tiahuanacu

Planmäßig begannen wir heute mit der Citytour durch La Paz. Roberto zeigte uns die Mondlandschaft, den Hauptplatz mit Kathedrale und die andalusische Gasse. Anschließend fuhren wir zu einem Aussichtspunkt mit grandiosem Rundblick auf die Stadt. Die Citytour endete schließlich beim Hexenmarkt.

Unseren freien Nachmittag nutzten wir für den versäumten Ausflug nach Tiahuanacu, der größten Kultstätte Südamerikas und UNESCO-Weltkulturerbe. Diesen Ausflug haben wir uns selbst organisiert. Besonders beeindruckend war ein 7 m hoher Monolith, auf dem der Schöpfergott Viracocha eingraviert ist.

Um 19 Uhr organisierte Roberto für uns ein Lama-Essen mit traditioneller bolivianischer Folklore. Und als Überraschung spendierte man uns einen besonderen Schnaps.

31 Okt. 2010 • Uyuni - La Paz

Zugfahrt nach Uyuni
Die Mondlandschaft in La Paz

Freier Vormittag und anschl. 13 Stunden Tranfer

Einige nutzten den Vormittag zum Ausschlafen, Korrespondenz mit der Heimat und Flanieren auf der Promenade, während die anderen das nahegelegene Goldmuseum mit Exponaten der gestern besuchten Ruinenstätte Tiahuanacu besuchten. Renate kam mit vollen Taschen wieder.

Um 14:00 Uhr traten wir unseren Transfer nach Uyuni mit einem schönen, komfortablen Bus an. In Oruro sind wir dann in den Zug umgestiegen, wo uns ein lautes Unterhaltungsprogramm im TV und Lautsprecher einen Großteil der Zugfahrt begleitete.

Müde sind wir dann um 03:00 Uhr mit der Vorfreude auf die Salzsafari in unsere Betten gefallen.

01 Nov. 2010 • San Juan - Uyuni

Auf der Kakteeninseln bei der Salzwüste
Eine Frage der Optik ??

Abenteuer Salzwüste

Ausgeschlafen wurden wir in Uyuni für unsere Salzsee Expedition von 3 Jeeps um 12:00 Uhr abgeholt. Unseren ersten Stopp machten wir bei einem Eisenbahnfriedhof, wo sich für unsere Fotografen einige schöne Fotomotive ergaben.

Schnell erreichten wir die Salzwüste, wo unsere Fahrer auf einer 20 cm dicken Salzschicht schnell Fahrt aufnahmen. Unterwegs hielten wir bei einer familiär geführten Salzfabrik und einem Hotel aus Salzziegeln erbaut.

Unsere Mittagspause verbrachten wir auf einer Kakteeninsel mit herrlichen Ausblicken auf die enorme Weite des Salzsees. Während wir diese Insel erforschten, bereitete die mitgeführte Köchin Martha ein leckeres Mahl. Gegen 20:00 Uhr trafen wir in einem relativ neuem Salzhotel in San Juan ein. Bei einem Abendessen mit Kerzenschein, da der Strom limitiert war, ließen wir den Abend gemütlichen ausklingen.

02 Nov. 2010 • Chuvica - Salar de Uyuni

Aguas Calientes
Flamingos

Vulkane, Gesyire und blaue Lagunen

Trotz Aufpreis für eigene Bäder, konnten wir diese nicht nutzen, da Strom und Wasser abgestellt waren. Dies hat uns aber nicht daran gehindert um 5:00 Abfahrt bereit zu sein, nur die Crew hatte verschlafen.

Verspätet rasten wir dem Sonnenaufgang entgegen. Vergessen waren die Strapazen des Morgens beim Anblick der 1. Lagune Canapa mit tiefblauem Wasser, unzähligen Flamingos und stahlblauem Himmel umgeben von Vulkanen. Unser Weg führte uns entlang mehrerer Lagunen, Gesyiren und einem 5.000 m hohen Paß nach Aquas Termales. Hier verbrachten wir gegen 15:00 Uhr die Mittagspause im Freien. Während Martha das Essen zubereitete, ließen wir unsere Füße im Thermalwasser baumeln. Im Schnelldurchgang wurden weitere Lagunen besichtigt und Schlag 17:00 Uhr stempelte der Grenzbeamte unsere Päße ab, bevor diese für diesen Tag geschlossen wurde.

800 km erlebnisreiche Jeeptour lagen hinter uns. In San Pedro entstaubten wir uns erstmal und beschlossen den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen.

03 Nov. 2010 • San Pedro De Atacama - Atacama Desert

Die Dorfkirche in San Pedro d.A.
Valle de la muerte in San Pedro d.A.

Die Plejaden

Ausschlafen!!! Einfach himmlisch! Nach einem gemütlichen Frühstück zerstreuen sich alle in Richtung Dorf San Pedro d. A. Ein Blick in die Kirche war ein Muss. Die letzte Souvenirjagd fand noch dazu statt. Nach den Abenteuern der letzten Tage lassen wir den Tag ruhig angehen.

Um 16.00 Uhr stehen wir pünktlich im Hof des Hotels und erwarten den Bus. Hillko, unser Local Guide, stellt sich vor.

Dann geht es zur Erkundung der Atacama. Hillko erklärt in schwungvoller Art die Topographie; großzügige Sandmalereien verhelfen zum Verständnis. Das Kriechen durch Tunnels einer durchlöchert tektonischen Salzformation wird sicherlich nicht bald vergessen. Das Marstal wird durchwandert. Im Mondtal wird das Farbenspiel des Sonnenuntergangs bewundert.

Nach einem gemütlichen Abschiedsessen im Freien in einer nahgelegenen Hazienda konnten wir unser Sternewissen auf den neuesten Stand bringen. Witzig unterhaltsam brachte Hillko uns bekannten und unbekannte Sternenbilder nahe. Seine 2-starken Teleskope eröffneten uns ganz neue Eindrücke.

04 Nov. 2010 • Santiago - San Pedro De Atacama

Abschied von Roberto
Chilenische Flagge in Santiago

Abschied

Frühstück: 7:00 Uhr Abfaht zum Flughafen: 7:30 Uhr Abflug nach Santiago: 9:40 Uhr (Soll) Abflug nach Santiago: 10:00 Uhr (Ist) Stadtbesichtigung in Santiago: ????

05 Nov. 2010 • Frankfurt - Santiago

Santiago de Chile
Flug ueber die Anden

Chau!

Nun kommen wir wieder alle zu Hause an, die Köpfe voller toller Erinnerungen an eine wundervolle Reise. Wir hoffen auf ein Wiedersehen.