Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

03 Sep. 2010 • Frankfurt - Buenos Aires

Nah von Peru

Europa-Madrid

Jetzt geht es los…

Die Gruppe hat leider Verspätung und wird erst Samstagabend ankommen. Jetzt müssen alle ein bisschen Geduld haben.

Marianela wartet auf alle Fälle schon auf sie!!!

04 Sep. 2010 • Lima

Miraflores
Ankunft endlich mal in Lima

Ein langer Flug

Die Gruppe ist schlussendlich über Santiago de Chile nach Lima geflogen. Sie sollten um 10.50 p.m ankommen.

Ein bisschen Kaffee wird bestimmt nötig sein um sie munter zu machen.

Marianela freut sich schon auf Ihre Ankunft und ruft entgegen: Herzlich Willkommen inSüdamerika!!!

05 Sep. 2010 • Paracas - Lima

In Paracas
Pelikanen und Kormoranen

Das erste Highlight der Reise

Nach der langen Reise wollte wahrscheinlich keiner früh aufstehen, aber wir hatten unser Programm und mussten es weiter gehen. Wir fahren Richtung Süden entlang der Panamericana. Unsere erste Pause ist auf der Ballestas Insel.

Dort konnten wir Natur pur sehen. Die vielen Vögel und Seelöwen waren ein echtes Highlight. Umrahmt von der wunderschöne Landschaft bestehende aus Felsen, einem blauen See und der Kathedrale.

Nach einer kurzen Pause kamen in der Pisco-Brennerei von Ica an. Dort haben wir gelernt wie man Pisco macht und natürlich durfte eine Probe nicht fehlen.

Unser letztes Ziel war die Lagune von Huacachina. Dort können wir uns ganz gemütlich ausruhen und neue Energie für die kommenden Tag sammeln.

06 Sep. 2010 • Nazca - Ica

Eddas Geburtstag
Sandunen

"hell-driver" Sergio

Höchste Zeit für den Frühsport. Regina, Edda und Frank, Dagmar und ich sind wild entschlossen die Buggy-Tour über die Dünen bei Ica mit zu machen. Ausgangspunkt ist die Oase Huacachina, wo wir auch im Hotel Mossone am kleinen See übernachtet haben.

Marianela hat pünktlich um 7 Uhr unserer "hell-driver" Sergio bestellt und so starten wir in dem abenteuerlichen Vehikel auf die noch im Nebel liegenden Dünen zu. Anorak, Mütze und Schutzbrille sind notwendig, denn die Morgenkühle und der scharfe Gegenwind treiben uns Tränen in die Augen. In rasanter Fahrt geht es mit ohrenbetäubendem Lärm die erste wohl 120 m hohe Düne hinauf und wir kurven von dort aus bergauf bergab in immer höhere Regionen.

Da stockt mir schon der Atem, wenn es über den Dünenkamm in das dahinter liegende Wellental geht und gleich darauf wieder zur nächsten Anhöhe. Höre ich da spitze Schreie und schrilles Quietschen meiner Mitfahrer ? Jede Dünenkuppe bringt den nächsten Adrenalinstoß mit sich !Inzwischen sind wir hoch über dem Nebelmeer und Sergio parkt seinen "Schlitten" auf einem sonnigen Sandberg,von wo aus wir einen atemberaubenden Rundblick auf das sich bis zum Horizont erstreckende Dünengebirge geniessen.

Die aufgehende Sonne zerreißt die letzten Nebelschwaden und wirft dunkle, scharfe Schatten hinter den Dünenkämmen. Superspitze! Jetzt kommt aber erst der sportliche Teil der Ausfahrt: Sand-bording !! Bäuchlings auf einem Snowbord liegend jagen Frank und ich eine wohl 100 m steil abfallende Düne hinunter. Hammermäßig !

Das ist der letzte Kick !! Frank rutscht 10 m weiter, weil ich zu früh gebremst habe, aber er hat dafür Sand zwischen den Zähnen, weil er einen Lustschrei nicht unterdrücken konnte. Egal, das gehört zum endgeilen Erlebnis! Nach insgesamt ca 30 min tollkühner Berg- und Talfahrt landen wir wieder vor dem Hotel.

Kurz geduscht, gefrühstückt, und weiter geht´s mit dem Bus auf der Panamericana in Richtung Nazca. An Mandarinen- und Orangenhainen vorbei steuern wir die ausgedörrte Ebene der Pampa Colorada an, die bekannt ist durch ihre als Nazca-Linien bezeichneten "Scharrbildr", welche den Wissenschaftlern wegen ihrer Herkunft und Bedeutung bis heute noch Rätsel aufgeben.

Wir besuchen ein kleines Museum der Mathematikerin und Geographin Maria Reiche, die im vorigen Jahrhundert aus Deutschland emigrierte, und ihr Lebenswerk der Entdeckung, Säuberung, Vermessung und wissenschaftlicher Interpretation dieser Linien widmete. Hut ab vor der Energieleistung dieser Frau, die bis ins hohe Alter ihrem Forscherdrang treu blieb.

Nach einer Mittagsessenspause in Nazca steuern wir auf den 2. Höhepunkt des Tages zu: ein Rundflug über die Pampa Colorada. Dagmar hat ihre plötzlich auftretende Flugangst vor der einmotorigen Propellermaschine mittels einer "Wunderpille" gezügelt und so geniessen wir aus luftiger Höhe den Anblick der Geraden, Dreiecke, Mensch- und Tierfiguren, die eindeutig zu erkennen sind. Unsre Gruppe ist einhellig begeistert und wir streben unserem Übernachtungsziel, einer komfortablen Hazienda, zu.

Marialena hat heimlich ein riesige Schokoladentorte besorgt, denn Edda hat heute Geburtstag und das will gefeiert werden. Da aber der dazu getrunkene Koka-Blätter-Tee weder aphrodisierende noch bewusstseinserweiternde Wirkung zeigt, sondern eher eine gesunde Müdigkeit unterstützt, beschlossen wir zu Bett zu gehen. Kann der Tag noch getoppt werden?

Auf meinem Weg über den Hof zum Zimmer schlägt ein stolzer Pfau sein Rad und nickt mir auffordernd zu…und ein kleines weißes Lama grinst mich kokett an… oder zeigt der Koka-Tee doch Wirkung ???

07 Sep. 2010 • Nazca - Arequipa

Virgen de Chapi
Puerto Inka

Lange Fahrt

Heute hieß es Abschied nehmen vom wunderschönen Hotel Cantayo, in dem wir gerne länger geblieben wären. Nach 2 Stunden Fahrt erwartet uns bereits der erste Höhepunkt des Tages, die Mumiengräber bei Chauchillas aus der Nasca- Kultur.

Der örtliche Reiseleiter erklärte uns die besondere Bestattungsart der Menschen aus der damaligen Zeit. Zusammen gekrümmt wie ein Embryo, in Baumwolltücher gewickelt, wurde der Tote mit Blick nach Osten beerdigt, auf eine Wiedergeburt hoffend.

Weiter geht die Fahrt auf der Panamericana durch die Wüste, Sanddünen und beeindruckende Felsformationen wechseln sich ab. Und immer wieder das grüne und blaue Meer, dessen Wellen sich an den Felsen auf schäumend brechen.

Um 11.30 Uhr erreichen wir den Hafen Puerto Inca. Wir haben noch eine Stunde Zeit, um die Felsküste zu erkunden und uns in die Fluten des Pazifiks zu stürzen (doch die pinkfarbenen Neoprenanzüge und die neueste Bikinimode bleiben wegen der unwirtlichen Wassertemperaturen ungenutzt).

Ein Spaziergang auf der Höhe entschädigt uns mit herrlichen Ausblicken. Pünktlich zum Mittagessen sind wir nach abenteuerlichem Abstieg zurück; ein schön gedeckter Tisch mit Meeresfrüchten, Gemüse, Salat und Reis erwartet uns. Wir sitzen im Freien, die Wellen klatschen an die Felsen, eine schöne Stimmung! Weiterfahrt in Richtung Arequipa, hin und wieder säumen Kakteen den Weg. Herrlich der Blick auf die Steilküste und die Berge. Die Serpentinen werden von unserem Busfahrer Lino sicher gemeistert!

Eine willkommene Unterbrechung: Eine Gruppe Einheimischer folgt in einer Prozession einer Marienstatue, die in traditioneller Tracht als Jungfrau von Chapi verehrt wird. Die Menschen hoffen durch ihre Beteiligung auf Wundertaten der Jungfrau Maria.

Am späten Nachmittag erreichen wir den Fluss Ocoña. Von der Höhe bietet sich ein herrlicher Blick auf ein breites, fruchtbares Tal, in dem Reis Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln angebaut werden. Endlich kommen wir gegen 18.00 Uhr in dem Hafenort Camana an und biegen links ins Hochland ab, um Arequipa, die weiße Stadt zu erreichen. Ankunft im Hotel Maison d’ Elise und Zimmerbelegung gegen 21.00 Uhr.

08 Sep. 2010 • Arequipa

Misti
Plaza de armas

Die weisse Stadt

Heute frühstückten manche um 7, manche aber erst um 10. Welch ein Luxus. Um halb 11 konnten wir dann mit Sonia einen von viventura unterstützten Kindergarten in einem ärmeren Stadtteil besuchen.

Die Kinder, die meisten leben mit ihren alleinerziehenden Müttern, waren 2 bzw. 3 Jahre alt. Sie tanzten für uns und malten so gut sie konnten. Die Haribos liessen sich alle gut schmecken. Anschließend fuhren wir zum großen Mercado, lernten dort alle möglichen Obstsorten kennen sowie weiße Kartoffeln, die man fast ewig aufbewahren kann.

Es gab aber auch eine Spezialität aus Arequipa zu sehn, nämlich frische Stierhoden. Wir zogen die Empanadas con Queso vor.

Nach einem Zwischenstopp im Hotel wurden wir dann von Diana für die Stadtrundfahrt abgeholt. Nach einem Aussichtspunkt zu den umliegenden Bergen und einem Platz mit einer alten Kirche stiegen wir dann auf dem Plaza de Armas aus. Ein Innenhof war dann an der Reihe, in dem sich vor allem die Damen an den Alpakapullovern begeisterten, aber dann doch keinen kauften.

Nach dem Besuch der nächsten Kirche mit viel Gold und leidenden Figuren, bahnten wir uns dann den Weg durch die Trauben des Hauptplatzes. Der Höhepunkt der Besichtigung war dann das Santa Catalina Kloster mit seine Gassen, Farben und Blumen. Viele Fotos wurden geschossen, am Dach eines von dem Schattenkabinett unserer Gruppe. Zum Schluss liefen uns gar zwei weiße Nonnen über den Weg.

Das viventura Büro lud dann zum Abendschmaus ein und als Höhepunkt des Abends wurden wir neu eingekleidet. Zum Abschluss des Tages gab es dann noch die Tipps zur morgigen Reise zum “Golgatha” (Colcatal).

09 Sep. 2010 • Colca-Schlucht - Arequipa

Terrasen im ColcataL
Mädchen im Chivay

Wir und die Höhe

Was für ein erlebnisreicher Tag! Nach ein paar Tassen Coca Tee gings um 8 Uhr los, hinein in den Morgenverkehr von Arequipa. Ein Slalomkurs zwischen gelben Taxis und regionalen Minibussen, die eine Lücke im Verkehrsfluss niemals verpassen würden. Nicht weit vom Hotel besuchten wir eine Alpaka Pullover Manufaktur. Der eine oder andere schöne Pullover oder Schal wird wohl den Weg nach Deutschland finden.

Dann ging´s stadtauswärts. Aus dem Trubel der Stadt kamen wir nach einiger Zeit in eine weite Hochebene, wo wir wilde Vicunas sehen konnten. Immer wieder musste unser Busfahrer am Straßenrand stehen bleiben, weil diese zierlichen Tiere gesichtet wurden. Lamas und Alpacas werden hingegen als Haustiere gehalten und meist von den Frauen (in ihren bunten Röcken)in Herden gehütet.

In dieser Höhe von ca. 4000m wachsen Grasbüschel, von denen sich die Tiere ernähren. Immer höher führte uns die abenteuerliche Straße, links der Abgrund, rechts die kahlen, steinigen Berghänge, in der Ferne der gletscherbedeckte Gipfel des Vulkans Ampato (6380), wo erst vor 15 Jahren die tief gefrorene Mumie "Juanita" gefunden wurde.

Ein Höhepunkt war sicher die Ankunft auf dem 4921m hohen Aussichtspunkt. Die Höhe machte uns schon ein wenig zu schaffen! Man fühlte sich wie beschwipst, trotz Cocatee und dem Kauen von Cocablättern!

Dann ging´s abwärts in atemberaubenden Kurven, immer den Abgrund im Blic! Dank unseres Buschauffeurs kamen wir sicher in Chivay an, wo schon ein Buffet mit peruanischen Spezialitäten (z.B. Alpakafleisch) auf uns wartete. Nach dem Mittagessen waren vier Mutige in den heißen Thermen baden - wie in einer überdimensionalen Badewanne mit 39 Grad warmen Wasser und Canyonkulisse im Hintergrund…

Obwohl man dachte, man hätte eigentlich schon genug erlebt kam es dann noch spannender! Auf einer Schotterpiste führte uns unser Busfahrer sicher durch kleine Dörfer, Kuh- und Schafherden, vorbei an einem wild gewordenen Eselbaby, an Steinen, die mitten in der Straße lagen, durch Bäche und an Menschen vorbei, in ihren traditionellen Trachten, die ihre Herde heim trieben, vom Feld kamen, Futter in einem Tuch an den Rücken gebunden oder auf ihrem Esel heim ritten.

Gleichzeitig bot sich die schönste Abendstimmung über den Terrassen, die die Inkas gebaut hatten und die jetzt gerade gepflügt wurden. Es war ein Eintauchen in eine andere Welt, in eine andere Zeit, in ein anderes Leben, als wir es gewohnt sind. Nur als ein Regionalbus an uns mit einer mächtigen Staubwolke vorbei brauste, wurde man aus dem Träumen erweckt….

Die letzte Stunde begleitete uns der Abendstern und die Neumondsichel am Himmel zu unserem Hotel in Cabanaconde.

10 Sep. 2010 • Colca-Schlucht - Arequipa

Gruppenbild
Kirche in Maca

Der Flug des Kondors

Relativ früh am Morgen verließen wir unser schönes Hotel in Cabanaconde. Es ist immer wider erstaunlich, welch herrliche Hotelanlage sich hinter einer einfachen Straßenfassade verbirgt!

Heute wollten wir den König der Anden, den Kondor, in seiner natürlichen Umgebung beobachten. Dazu fuhren wir auf den Col del Condor, hoch oben an den steilen Hängen des Colcatales. Wir reihten uns in die zahlreichen Besucher auf den Aussichtsterrassen ein und hofften auf unser Glück. Tatsächlich flogen immer wieder einzelne Vögel am Rande der Schlucht.

Auf einmal ließ sich ein Kondor mit der Thermik nach oben tragen und schwebte direkt über unsere Köpfe hinweg. Ein Raunen ging durch die Menge. Sehr gut konnte man seinen dicken gebogenen Schnabel und die riesige Spannweite der Flügel realisieren. Nach einer Weile wiederholte sich dieses Schauspiel. In der Stunde auf dem Col del Condor sind wir wirklich auf unsere Kosten gekommen!

Nun fuhren wir entlang der Colcaschlucht Richtung Chivay. Immer wieder mussten wir aussteigen und einen Blick in die Schlucht werfen oder Inkagräber am steilen Berghang bewundern. Der oder die ein oder andere aus unserer Gruppe fing leicht an zu stöhnen. Aber gemäß dem Motto: "Wir sind nicht (nur) zum Vergnügen da", machten wir natürlich alles fleißig mit und genossen jeden Moment.

In Chivay angekommen, machten wir noch einen kleinen Bummel über den einheimischen Markt und deckten uns mit Proviant ein. Die Rückfahrt nach Arequipa legten wir dann recht zügig zurück, da wir noch das Museum "Santuarios Andinos" besuchten wollten. Hier wird das schöne Inka-Mädchen Juanita ausgestellt, das nach einem Ausbruch des Vulkans Ampato in den neunziger Jahren nach ca. 5oo Jahren aus dem ewigen Eis befreit wurde. Sie wurde als 14-jährige auf dem Berg dem Gott Apu Ampato geopfert.

Im Museum bekamen wir einen sehr interessanten Film darüber zu sehen, in dem die Inkazeit und die Entdeckungen immer wieder gegenübergestellt wurden. Danach führte uns Marianela durch die Ausstellung und erklärte sehr anschaulich die Ausstellungsstücke.

Zum Abschluss dieses wieder sehr interessanten Tages gingen Klara, Sigrid, Dagmar und Helmut zum Abendessen in ein typisch arequipanisches Lokal und liessen den Abend gemütlich ausklingen.

11 Sep. 2010 • Arequipa - Cusco

Coricancha
Flughafen

Cusco

Heute steht in unserem Programm - Tagesbeginn in der Nacht. Um 4.30 Uhr, mussten wir los zum Flughafen und kurz nach 6 ging schon unser Flug nach Cusco.

Als wir in Cusco ankamen, hatten wir die Möglichkeit die Stadt zu besichtigen - aber natürlich gab es dann noch eine professionelle Stadtführung. Sacsayhuaman,o der einfacher für uns SEXY WOMAN war der erste Programmpunkt. Da steht auch eine Figur von Cristo Blanco, vielleicht sind das die Brüder von Roberto Blanco ? ;-)

Wir haben sehr viel Interessantes von Marcial gelernt - haben Tambomachay und Quenqo, zwei Inka Siedlung, und noch dazu Coricancha auch Sonnentempel genannt, besichtigt. Es war ein langer Tag, aber auf jeden Fall ein sehr interessanter.

Morgen geht es weiter und wir werden noch mehr über die Inkas lernen…Die Tour wird die einen ins Heilge Tal bringen und die anderen zum Inka Trail führen.

12 Sep. 2010 • Cuzco - Aguas Calientes

Wanderung in Pisac
Indianer Markt

Inka Trail

Heute ging es schon früh los zum Bahnhof von Cusco. Uns erschien schaukelige die Fahrt bis km 104 endlos.

Als wir ankamen war weit und breit niemand zu sehen. Alfred wollte schon die Sauerstoffflasche in den Fluss werfen und den Berg alleine hinauf stürmen :)

Da sahen wir Vilma gerade über die Schienen uns entgegenlaufen. Unser Zug war zu früh angekommen. Beim Einschreibungsbüro deckten wir uns noch gut mit Mückenspray und Sonnencreme ein und dann gings erstmal ganz gemächlich den Berg rauf. Wir waren guten Mutes und freuten uns über die Möglichkeit, das Sonnentor und Machu Picchu auf diese Weise erreichen zu können.

Vilma zeigte uns viele schöne Blumen, deren Namen ich vergessen habe. Einige gibt es allerdings auch bei uns als Zierpflanzen, Orchideen, Yuccas, Bellagonien…

Die Sonne brannte schon ziemlich stark auf uns nieder und auf einmal hatten wir das Gefühl, dass wir mit Vilmas Schritt doch nicht mithalten konnten. Als die ersten Treppen kamen, sagte Regina, sie hätte wohl besser vor dieser Reise öfter mal im Fitnessstudio vorbei geschaut. Zum Glück gab es auch immer wieder Unterstände im Schatten, wo Alfred dann gleich seinen Nudelsalat vertilgte. Vilma meinte noch, dann würde es ihm aber schwer werden auf dem Weg, aber da hatte sie sich getäuscht!

Wir gingen den Berghang entlang, immer leicht aufwärts. Rechts von uns wurde der Abgrund immer steiler, der Fluss rückte immer mehr in die Ferne und die Gipfel waren von dünnen Wolken umgeben. Würde es Regen geben? Die Flora wurde immer mehr dem Regenwald ähnlich und die Temperatur auch! Wir sahen Eidechsen und ganz bunte Vögel, die es bei uns nicht gibt.

In schwüler Hitze kletterten wir die 326 Treppen der Winaywayna Siedlung hinauf. Sehr beeindruckend wie die Steine hierher geschafft wurden und damit Häuser, Gartenterrassen, Wasserleitungen und Opferstätten erbaut wurden. Rundherum ist tiefster Regenwald….

Unermüdlich ging es weiter, manchmal auch abwärts und dann hinauf zur Trekker Hütte. Dort kamen gerade die Träger der Leute an, die vier Tage am Inka Trail wandern. Wahrscheinlich um ihnen die Rückkehr zur Zivilisation einfacher zu machen, klang lautstark Dire Straights und Black Sabbath aus den Lautsprechern. Wir hatten keine Lust, uns da lange aufzuhalten und strebten zwischen Zelten, Rucksäcken und rastenden Touristen dem Sonnentor entgegen.

Was für ein Anblick! Der Machu Picchu lag vor uns in der untergehenden Sonne. Dieser Blick entlohnte uns wahrlich für alle Mühe!

In einer halbe Stunde kamen wir immer näher und die letzten Sonnenstrahlen erfüllten diese ehrwürdige Stätte. Was für ein Erlebnis!

13 Sep. 2010 • Cuzco - Machu Picchu

Die Gruppe in Mapi
Orchideen

Eine Weltwunder in unserem Programm

Heute war ein Höhepunkt unserer Reise - Machu Pichu. Nachdem wir gestern spät abends den ersten Schauer in Peru erlebt haben und die Hotelangestellten uns eine Nacht mit Regen und ein Vormittag voller Wolken vorhergesagt haben, waren wir um 5 Uhr morgens erst sehr erfreut, dass es nicht regnete.

Es war zu früh am Morgen um beurteilen zu können, wie das Wetter sich entwickeln würde. Mit Regenschirmen und Regenjacken sind wir also um 6 Uhr morgens, begleitet von unserem lokalen Reiseführer Marcial, mit dem Bus los gestartet. Trotz der frühen Stunde waren wir nicht die Ersten. Zu unserer Überraschung haben wir dann aber oben den Sonnenaufgang erlebt. Nichts auf der Welt könnte die Schönheit dieses Moments übertreffen.

Die alte wunderbare Inka-Stadt stand vor unseren Augen bestrahlt von goldenen Sonnenstrahlen. Bis heute sind die Rätsel um Machu Picchu nicht gelöst. Vom Marcial, der uns durch die Anlage geführt hat, haben wir viele Hypothesen gehört, aber auch die folgende Diskussion hat uns nicht näher an die Lösung gebracht. Gegen 10 Uhr haben wir uns dann vom Marcial verabschiedet und jeder für sich hat entschieden was er weiter machen möchte.

Einige sind zum Sonnen-Tor hinauf gestiegen, andere sind zur Inka-Brücke gewandert und der Rest ist in der Anlage geblieben. Leider, viel zu früh um 12.30 mussten wir den Bus zum Herunterfahren nehmen, um um 14.15 unseren Zug nicht zu verpassen.

Anschliessend hat uns dann der Bus von Ollantaytambo nach Cuzco zurückgebracht. Den schönen Tag, an dem wir nur Sonne hatten, haben wir dann mit einem gemeinsamen Abendessen gemütlich ausklingen lassen.

14 Sep. 2010 • Cusco - Aguas Calientes

Cusco at night
Centro Qosqo

Freier Tag in Cusco

Heute ist unserer letzter Tag in Cusco. Diesen geniessen wir und nutzen ihn um uns auszuruhen.

Die Kathedrale, und die vielen Kirchen von Cusco sind schon ein Highlight der Stadt. Auch Zeit zum Bummeln und Einkaufen hatten wir.

Am Abend machten wir uns dann auf den Weg zum Centro Qosqo. Dort konnten wir die vielen landestypischen Choreographien der folklorischen Tänze aus Cusco und Peru bestaunen.

15 Sep. 2010 • Cuzco

Touristen,oder Einheimnische?
La Raya Pass

In dem Weg zum Titicacasee

Nachdem wir gestern einen Ruhetag genossen hatten, stand heute ein langer Fahrtag bevor, dessen Reiseziel der Titicacasee war, ein weiterer Höhepunkt unserer Reise.

Schon nach ca 90 Minuten unterbrachen wir die Fahrt, um die Ruinen von Raqchi zu besuchen. Die Reste des Inka-Tempels - der Gottheit Huiracocha geweiht - haben eine so hohe Dachkonstruktion, die sonst nirgends zu finden ist.

Weiter ging die Fahrt über den La Raya Pass (4313m ), wo wir uns auch eine Pause gönnten. Nun fuhren wir durch das Altiplano, eine Hochebene, die sich bis nach Bolivien erstreckt. Hier wächst nur noch das Itchi-Gras, das zahlreichen Schaf- Kuh- und auch Lamaherden als Nahrung dient. Kleine Dörfer und einsam stehende kleine Friedhöfe unterbrachen die eintönige aber nicht uninteressante Landschaft.

Etwas Abwechslung bot die Fahrt in die Tinajanischlucht mit ihren eindrucksvollen und farbenfrohen Steinformationen. Man glaubte sich fast in das Monument-Valley in den USA versetzt und erwartete jeden Augenblick Winnetou oder Old Shatterhand um die Ecke auftauchen zu sehen. Die Fahrt dorthin über die Schotterpiste tat einem unserer Autoreifen nicht gut. So mussten wir im nächsten Ort einen Reifenwechsel vornehmen lassen.

Wie gut, dass es dort zufällig ein Gasthaus mit einer ortstypischen Spezialität gab, nämlich "Gebackenes Lamm mit Kartoffeln", das die Wirtin aus einem großen Papiersack zauberte. Manch einer ließ sich diese Spezialität munden. Endlich näherten wir uns dem Titicacasee. Eine Schotterpiste brachte uns nach Capachica in die Gemeinde Llachon.

Dort besuchten wir eine Dorfgemeinschaft, die von viventura unterstützt wird. Wir wurden auf einzelne Bauernfamilien aufgeteilt, wo wir in einfachen Lehmhütten die Nacht verbringen sollten. Doch zuerst trafen wir uns auf dem Hof des Präsidenten der Gemeinschaft, um dort das Abendessen einzunehmen. Wir waren begeistert wie lecker das drei gängige Menü schmeckte.

Nach dem Essen betraten plötzlich mehrere einheimische Frauen in ihren Trachten den Raum und brachten in ihren Tragetüchern jede Menge weitere Trachten mit. Nun wurden wir alle fachmännisch eingekleidet. Das war ein Hallo, eine Begeisterung und ein Spaß. Hauptsächlich wir Frauen waren erstaunt, wie schwer die Kleidungsstücke wiegen.

Unterdessen wurde im Hof ein Lagerfeuer entfacht. Eine 3 Mann-Kapelle erschien und spielte und sang ihre typischen Lieder. Die Einheimischen fingen an zu tanzen und ehe wir uns versahen, waren wir auch in die Tänze mit einbezogen. Mehrmals wechselten die Tanzpartner. Erst die dünne Luft (3800m) machte dem Tanzen ein Ende. Motto: Hier steppt das Lama, hier rockt der Kondor!

Zum Abschluss sangen wir als Dankeschön für diesen gelungenen Abend für unsere Gastgeber: "Der Mond ist aufgegangen".

16 Sep. 2010 • Capachica - Puno

Titicacasee
Capachica

Eine neues Erlebnis für die Gruppe

"Es gibt Millionen von Sternen…" Dieser Liedtext fällt mir unwillkürlich ein, als ich nachts um 4 Uhr von meinem bäuerlichen Gastzimmer über den Hof zum Örtchen für "caballeros" schleiche. Die Funken des Holzfeuers sind erloschen, aber über mir zeigt sich die Milchstraße mit einem Meer glitzernder Sterne, so klar, so deutlich, über einem sauberen, smogfreien Himmel.

Und das Kreuz des Südens prangt am Horizont. Lange kann ich bei diesem imposanten Schauspiel aber nicht verweilen, denn die Nacht ist kalt, gefühlte 10 Grad Celsius, da treibt´s mich wieder ins rustikale Bettchen!

Der lokale Guide führt uns nach einem soliden Frühstück durchs Dorf und eine Anhöhe hinauf (zwar nur 100 m, die uns aber schon einige Schnauferl abverlangt bei einer Höhe von 3800m über dem Meeresspiegel!). Von dort allerdings bietet sich uns ein herrlicher Blick über den Titicacasee; ein gnadenlos blauer Himmel wölbt sich über der Szenerie: und diese friedliche Stille rundum, kein Motorenlärm, kein Hupen, keine Abgase … nur das zittrige IA eines einsamen Esels unten im Tal. Grandioso!

Nach dem Mittagessen (kräftige Maisgriessuppe und schmackhaft gebratene Forelle) werden wir von den Gastgebern per Handschlag und Küsschen verabschiedet. Es war ein Erlebnis der besonderen Art diese paradiesischen Zustände kennen zu lernen!

Mit dem Motorboot geht´s über den Titicacasee in Richtung Puno. Auf einer schwimmenden Insel machen wir Halt, lernen die Lebensweise der dort angesiedelten 3 Familien kennen, die sich eine 150 qm große Insel teilen, die ja nur aus Binsen besteht! Den zum Verkauf angebotenen Heimarbeiten können wir allerdings wenig Freude abgewinnen: der dauernde Stress des Souvenirkauf stumpft einfach ab!!

Nach 2 Stunden Bootsfahrt über den See erreichen wir endlich Puno, unsere letzte Station in Peru.

17 Sep. 2010 • La Paz - Puno

In dem Weg zu Desaguadero
Klara und Alfredo

Über die Grenze

Das ist unserer letzter Tag in Peru. Heute mussten wir zuerst ca. 2,5 Stunden bis Desaguadero fahren und dort fing eine neue und interessante Erfahrung an.

Jeden Freitag gibt es in Desaguadero eine Feria (Schmuckelmarkt) und dort wird alles möglich auf der Straße verkauft. An diesem Tag ist einiges los auf den Straßen und es gibt jede Menge zu sehen…Leute, Lkws, Wagen, Triciclos, Fahrräder, usw. Einfach total chaotisch!! Aber zum Glück haben wir alles gut überstanden :-)

Nach dem Mittagessen hat unser lokaler Guide Manuela uns durch den Komplex von Tiahuanaco geführt. Danach fuhren wir bis el Alto und dann langsam bis La Paz. Der Blick von dem Aussichtspunkt war wunderschön. Die Stadt la Paz ist eine Stadt der Kontraste: von ganz armen Stadtteilen bis zu den ganz reichen sowie den sehr hohen Gebäude im Zentrum gibt es alles!

Nach einer frischen Dusche, wartete auf uns ein warmes Bett in unseren schönen und bequemen 5 Sterne Hotel Ritz.

18 Sep. 2010 • La Paz

Illimani Berg
La PAz

Stadtführung

Heute können wir ein bisschen mehr von La Paz entdecken.

Die Stadtführung ging vom Mondtal, zum südlichen Teil von La Paz und weiter ins Zentrum, inklusive Hexenmarkt.

Die Gruppe hat heute viel über die bolivianische Kultur gelernt, über deren Traditionen und Glauben. Zum Beispiel lernten wir einen Glücksbringer für die Liebe, die Gesundheit und für die Reise kennen, aber auch Föten für Glück in einem neuen Haus, u.v.m. Uns fielen die großen Kontraste auf, welche die Stadt uns bietet.

Nachmittags war frei! Manche von der Gruppe sind zur San Francisco Kirche gegangen, haben in der Stadt gebummelt, oder sind gemütlich im Hotel geblieben.

Wir mussten doch Energie tanken. Morgen geht es wieder los, dieses Mal nach Sucre!

19 Sep. 2010 • Sucre - La Paz

Flug nach Sucre
Alfred und die Salteñas

Fliegen im Himmel Boliviens

Morgen ist es jedem selbst überlassen letzte Erkundungen in La Paz anzustellen. Da gab es in der Nähe des Hotels auf dem Platz für den Helden beim Kampf des Meer einen Wettbewerb der Schulen für die besten innovativen Ideen und Projekte. Von Ökoprojekten zur Rettung der Welt bis zum Torte backen war so ziemlich alles vertreten. Auf dem Weg zum Flughafen verwöhnte uns Marianela mit scharfen Salteñas.

Am frühen Nachmittag war dann der Flug nach Sucre angesagt. Der Aufstieg war etwas wacklig, der Abstieg in Franks Beschreibung ein wahres Abenteuer: "Wir nähern uns dem Flughafen, aber da gibt es noch einen Hügel zu überwinden. Um darüber zu fliegen muss der Pilot nochmals Gas geben. Es gelingt, aber jetzt ist das Flugzeug zu schnell und muss alle Bremskraft betätigen um doch noch 3 m vor dem Ende der Piste und dem Abgrund stehen zu bleiben."

Jetzt konnte jeder nach Wein mit Ei (Biblia) zum Empfang im Hotel erste Schritte in der weißen Stadt Perus machen. Brigitte entdeckte 5 junge Mädels in einem funkelnagelneuen Jaguar.

Im Restaurant Balkones konnte man die lokalen kulinarischen Spezialitäten ausprobieren, bevor man dann im Hotel ins Bett oder ins kalte Schwimmbad springen konnte.

20 Sep. 2010 • Sucre

La Recoleta
Dinosaurienspuren

In einer netten und warmen Stadt

Heute haben wir es ganz gemütlich gemacht und mussten auch gar nicht früh aufstehen. Nach dem Frühstück sind einige in die Stadt gelaufen, andere wollten das Wasser im Pool testen…

Um 14.30 wurden wir von unserem lokal Guide Miguel abgeholt und mit dem Bus ging es nach Alvaro. Ganz im südamerikanischen Stil wurde die Tür des Busses offen gelassen, damit wir ein bisschen frische Luft bekamen.

Angekommen gingen wir zuerst auf die Suche nach den Dinosaurierspuren. Wir haben eine Menge über jede Art von Dinosauriern gelernt zb. wie sie gelebt haben. Wir sahen auch so manche Spur dieser mächtigen Urgetiere…aber leider nur von ihren "kleinen" Füßen.

Nach der Besichtigung des Museums sind wir weiter bis zum La Recoleta-Ausichtspunkt gefahren. Da hatten wir einen sehr schönen Blick über die ganzen Stadt Sucre. Danach gab es noch eine Führung durch die Stadt und am Ende lud uns Marianela in ein Restaurant zum Essen ein……Das ging nicht ohne Wein…!!

Bevor wir ins Bett gingen, sind Klara, Helmut, Dagmar, Sigrid und Marianela noch in das Kultur-Cafe Berlin gegangen. Ein leckerer Apfelstrudel und Tangounterrich hat unseren Tag beendet.

21 Sep. 2010 • Sucre - Potosi

Das Haus der Freiheit in Sucre
Platz in Sucre

Wieder in der Höhe

Heute haben wir das Haus der Freiheit mit unserem Guide Miguel kennen gelernt, dann mussten wir ein paar Snacks für unseren Fahrt nach Potosi kaufen. Heute werden wir die schöne Stadt Sucre verlassen, und wieder Kontakt mit der Höhe aufnehmen.

Nach der Besichtigung des Haus der Münzen fahren wir nach Potosi und dürfen uns erstmals wieder ausruhen.

22 Sep. 2010 • Potosi - Uyuni

Vollmond in Uyuni
Die Minenarbeiter

Heute werden wir alle reich!

Wenn wir schon in einen Stollen des Cerro Rico, dem reichsten Berg Potosis reingehen, dann wird doch das eine oder andere Stückchen Silber oder Kupfer für uns abfallen. Vorsorglich habe ich mein Taschenmesser eingesteckt!

Bevor wir aber ins Silber-Paradies eindringen, müssen wir uns noch mit Proviant für die Minenarbeiter versorgen: Kokablätter, Zigaretten, Dynamit. Ich kaufte kein Dynamit, zu gefährlich, im Zweifelsfalle hat meine Dagmar genug Dynamit am Leib, um ein paar Felsen zu sprengen!

Eine spezielle Minenarbeiter-Kleidung wir uns noch verpasst: Zu große Gummistiefel, wasserdichte Überhosen und Jacken! Und die Stirnlampe darf nicht fehlen…und schon geht es rein in den brusthohen, dunklen Schacht in dem das Silber nur darauf wartet in meine Umhängetasche zu flutschen.

Drei Kumpels kommen noch vor uns heraus, eine ganze Lore voll edlen Erzen schiebend, oder sind das nur Steine? ;-) Zwischen den schmalen Felsen, die ins Berginnere führen, tappen wir durchs Wasser unserem Reichtum entgegen. Doch halt! Unser Guide Willy macht uns darauf aufmerksam, dass wir noch dem Fürsten der Unterwelt, dem Bergteufel, unsere Aufwartung machen und ihn bitten, uns ungeschoren in den Berg und wieder raus zu lassen.

Da sitzt er auch schon: Eine aus dem Fels gehauene lebensgroße Teufelsfigur mit Stierhörner, und glitzernden Augen. Unterwürfig huldigen wir dem Herrn der Unterwelt, in dem wir ihn mit Koka-Blättern, bestreuen, Alkohol über seine Füße, und eine Zigarette in dem Mund stecken. Er mag das!

Übermütig streue ich ihm noch eine extra Prise Blätter auf seinen ansehnlichen Phallus! Das scheint er noch mehr zu genießen! Jetzt aber schnell den anderen nach in weitere Stollen, wo uns Willy das Vorkommen und den Abbau der Erzadern erklärt. Viel ist scheints nicht mehr hier zu holen, und mein Taschenmesser bleibt zu, denn nirgends erspähe ich auch einen noch so kleinen Silberklumpen.

Das war wohl nix mit dem schnellen Reichtum! Ich tröste mich mit ein paar Koka-Blätter… Am Nachmittag geht es dann mit dem Bus über den Altiplano von Potosi nach Uyuni. 5 Stunden Fahrt über Stock und Stein, Sanddünnen links, zerklüftetes Gebirge rechts.

Marianela hat auch in Uyuni, der wohl bisher trostlosesten Stadt auf unserem Weg über die Anden, wieder einen guten Riecher für ein Spitzenlokal. Die Pizza schmeckt besser als beim heimischen Italiener! Mit einem Glas Vino Tinto wird der letzte Staub des Tages runtergespült, und ab ins Bett!

Reich sind wir trotzdem alle geworden: Reich an Erfahrung! Vor dem Einschlafen zähle ich noch silberne Schäfchen…

23 Sep. 2010 • Uyuni - Salar de Uyuni

Salzwüste
Inkahuasi

Heute suchen wir Salz

Ganz gemütlich haben wir heute geschlafen, und das letzte vor unsere Fahrt in die Salzwüste gekauft. Um 11.00 Uhr wurden wir von unseren Jeeps abgeholt… Doch ein Jeep hatte Verspätung und daher mussten wir eine Weile warten!

Endlich ging die Fahrt los und unser erster Halt war der Friedhof der alten Züge. Ca. 30 Minuten später düsten wir schon durch die wunderschöne Landschaft und geniessen die Salzwüste. Die vielen Berge in der Umgebung schimmerten im Salz, ein herrlicher Anblick! Wir haben viele und lustige Bilder gemacht!

Heute hatten wir einen wunderbaren Sonnenuntergang und passend zu diesem Moment wartete Marianela mit einer kleine Überraschung. Ihr mitgebrachter Wein sorgte dann für ein weiteres Stückchen Romantik :-)

Die Übernachtung hatten wir in einem außergewöhnlichen Salzhotel. Diesmal sind wir sehr früh ins Bett gegangen, den unser nächster Tag wird früh beginnen.

24 Sep. 2010 • Chuvica - Salar de Uyuni

Flamingos
Vicuñas

Schönheit in der Wüste

Heute war einer unserer längsten Tage, aber auch ein Tag voll von Highlights. Die Fahrt ging dieses Mal in die Wüste von Siloli (Bolivien) mit ihren vielen Lagunen.

Lagunen in allen möglichen Farben, tausende Flamingos, Vulkane, Geysiere, Vicuñas und vieles mehr haben wir hier gesehen!!! Mit im Gepäck hatten wir eine persönliche Köchin, die sich viel Mühe gegeben hat und uns ein leckeres Gericht zubereitete.

Am Abend kamen wir in San Pedro de Atacama an. Diese Stadt liegt in der Wüste von Chile. Es ist eigentlich ein kleines, aber sehr nettes Dorf. Nach einer warmen Dusche, konnten wir uns entspannen.

Mit unserem Guide Hilko habe wir dann noch die viele Konstellationen der Sterne und Planeten beobachtet.

25 Sep. 2010 • San Pedro De Atacama

Todestal
San Pedro de Atacama

Eine geheimnisvolle Wüste

Heute durften wir so lang schlafen wie wir mochten, denn unser Programm fängt heute erst etwas später an. Nach dem Frühstück haben sich ein paar von uns auf den Weg zur Quitor-Siedlung gemacht. Andere wollten einfach ausruhen und in der Stadt etwas bummeln.

Auf jeden Fall konnten wir alle viel Energie tanken und danach mit Hilko und Marianela eine Tour durch die Salzwüste, zum Mondtal und Todestal von Atacama machen. Die Formen in den Bergen, entstanden durch Erosion, sind fantastisch. Alle haben schöne Bilder gemacht. Außerdem geben der Vulkan Licamcabur und viele andere eine besondere Stimmung in dieser tollen Landschaft!

Natürlich haben wir auch eine kleine Wanderung gemacht, und konnten dabei einige Salzkristalle knacken. Auf jeden Fall war eines unserer heutigen Highlights der Sonnenuntergang. Der Anblick der entstehenden Farben, wie lila, rosa und blau erzeugten eine schöne Stimmung in der Gruppe.

Zum Schluss, gingen wir in ein gutes Restaurant. Dort hatte die Gruppe, und Marianela ihr letztes gemeinsames Abendessen.

Lomo, Salat, Nachtisch… Alles hat super geschmeckt!

26 Sep. 2010 • Rio de Janeiro - San Pedro De Atacama

good bye!!!
San Pedro

Letzter gemeinsamer Tag

Heute sind wir früh aufgestanden, und nach einem leichten Frühstück verließen wir unser Hotel. Der Bus wartete auf uns, und wir mussten ca. 1 1/2 Stunden bis Calama fahren. Zum Glück war heute Sonntag und es gab ganz wenig Verkehr auf dem Weg.

Pünktlich kamen wir an Flughafen an, und mussten uns erstmals in einer großen Schlange anstellen, damit wir unseren Check-In machen konnten. Alles hat gut geklappt und uns blieb nichts anderes übrig als uns von Marianela herzlichst zu verabschieden.

Unsere Gruppe ist dann nach Santiago geflogen, und Marianela ist zurück nach San Pedro de Atacama gefahren. Doch ging sie nicht allein… Alfredo, unser Lama-"Maskottchen" ging mit ihr!

27 Sep. 2010 • Frankfurt - Santiago de Chile

Nach Hause
Noch in Chile

Auf Wiedersehen!!!

Die Zeit in Südamerika ist zum Ende gekommen. Jetzt fliegt unsere Gruppe zurück nach Hause. Es wird Zeit Wäsche zu waschen, Bilder zu sortieren und die Erfahrungen in Südamerika zu verarbeiten!

Alles Gute, und eine gute Reise nach Hause!!!