Reisetagebuch viExplorer Peru Bolivien - 21.08.2010
Reisebericht | Tour vom 21.08. - 10.09.2010
"Liebe Freunde, Es war ein sehr besonderes Erlebniss für mich diese drei Woche zusammen mit euch zu erleben. Es gab nicht ein Tag, wo wir nicht viel gelacht haben, auch an den schwierigeren. Die Pisco-Verkostung in Ica, die Party bei den Bauern in Capachica, die lange Fahrt nach Arequipa und noch mehrere Sachen werden lange in meiner Erinnerung bleiben. Ich wünsch euch eine gute Erholung zu Hause und schicke euch auch einen schönen Gruss von Karlita ;)"
Schon kurz danach stiegen wir in unser kleinen Bus ein und fuhren ins Zentrum, um die Altstadt zu erkunden. Ursula ist hier unser lokaler Guide und erzählt uns vieles über die Geschichte von Lima. Am Hauptplatz zieht an uns eine Schüler-Blaskapelle vorbei, die natürlich fotografisch dokumentiert wird.
Erkundung des Franziskaner Klosters und dann Essen: Meeresfrüchten mit Reis, kreolisches Hähnchen, Maracuja-, und Guanabanosäfte werden serviert. Lecker!
Abends geht es noch nach Larcomar, wo wir einen herrlichen Blick auf den Pazifik haben.
Wir haben gelernt, dass es in Peru nicht nur die Inkas gab, sondern auch viele frühere Kulturepochen. Highlight des Besuchs war der letzte Raum, wo man bestaunen konnte, wie freizügig die damaligen Völker waren, und ihre Erotik auf Keramik dar gestellt haben. Nach so viel Kultur stärkten wir uns bei einem kreolischen Buffet. Lecker!!!
Anschließend brachen wir in Richtung Lima Süd auf. Auf der Fahrt haben wir einen blinden Passagier aufgenommen: Karlita. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unser Tagesziel: Pisco.
Spruch des Tages:Möchte noch jemand einen Schluck Inka-kola?
Unser mehrsprachiger Guide hat uns ausführlich über die Tierwelt auf diesen Inseln informiert. Nach gefühlten zwei Stunden in der Kälte (tatsächlich 45 Minuten) haben wir sehr beeindruckt und zufrieden das Festland erreicht, wo wir uns leider von unseren schicken Schwimmwesten trennen mussten.
Der nächste Stopp war bei einer Pisco-Brennerei, wo Joel uns in die Geheimnisse des traditionellen Pisco-Brennens eingeweiht hat. Bei der anschließenden Verkostung von verschiedenen aromatischen und nicht aromatischen Piscos wurde es wohlig warm im Magen – Gut dass es dann gleich was zum Essen gab.
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir in der Dünenoase Huacachina angekommen. Die Dünen sind hier einige hundert Meter hoch und laden zur Buggy-Fahrt ein. Acht Übermütige unserer Gruppe haben es gewagt mit der Höllenmaschine durch die Wüste zu fliegen. Drei ganz wagemutige stürzten sich auf einem Surfbrett die Düne hinunter. Zur Belohnung durften sie sich kiloweise Sand aus den Klamotten schütteln.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir das Museum von Maria Reiche, dort konnten wir uns schon einen ersten Eindruck über die Nazca-Linien verschaffen. Der Tag endete mit einem Besuch des Planetariums in Nazca, wo wir den Mond mit unseren Kameras fotografieren konnten.
Karlita war heute Abend nach Rotwein zumute.
Spruch des Tages:Nach dem Pisco ist mir alles egal!
Da sich die Abflugzeit wegen schlechter Sicht verzögerte, kam die ganze Gruppe in den Genuss der unterhaltsamen Ein-Mann-Show von Toby, dem Töpfer. In einer sehr charmanten Art erklärte er uns die von seinem Vater übernommenen Töpferkunst.
Dann war es Zeit zum Fliegen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind hier strenger als bei uns in Frankfurt. Die nächsten 30 Minuten im Flieger über den Nazca-Linien waren einfach unbeschreiblich...
Die Nicht-Flieger informierten sich währenddessen in einem Goldgewinnungsbetrieb über die schwierigen Bedingungen bei dieser Arbeit. Kurz nach zwölf traten wir die unendlich lange und kurvenreiche Fahrt nach Arequipa an.
Auch Karlita litt unter der langen Busfahrt.
Spruch des Tages:Wann sind wir endlich mal da?
Einige gehen ins Zentrum, um die Stadt selbst zu erkunden und andere bevorzugen den grünen Garten des Hotels. Mittags fangen wir dann mit unseren heutigen Programm. Wir fahren als erstes zum einem Aussichtspunkt Namen´s Yanahuara und dann anschließend ins Büro von viventura.
Der Empfang hier ist ja sehr nett und zum Mittagessen gibt es Lomo Saltado. Dann fahren wir mit Karolai in die Altstadt, wo sie uns dann vieles über den Santa Catalina Kloster erzählt. Im Anschluss sind wir in San Camilo Markt und natürlich sehen wir auch die schöne Kathedrale dieser weißen Stadt.
Abends essen wir in el Viñedo, mit Andenmusik im Hintergrund werden schon die ersten Meerschweinchen verkostet. Der Weg zu Fuß bis zum Hotel gibt die Möglichkeit einige Scherze zu erzählen, was natürlich sehr verkaufsfördernd wirkte.
Manche sind nochmal zum Markt, andere zur Post, um Sondermarken zu ergattern und der Rest hat im idyllischen Garten des Hotels relaxt. Der Tag klang aus mit einem wunderbaren Essen im Restaurant Zig-Zag, wo wir leckeres Strauss, was etwas exotisches für uns Europäer war, genossen haben. Auf dem Rückweg ins Hotel wäre uns beinah Karlita abhanden gekommen.
Bei über vier tausend Meter Meereshöhe sehen wir viele Vicuñas, hunderte von denen verteilt auf mehrere Lagunen. Die Komposition des Bildes ist traumhaft: ein indigenes Mädchen in seiner typischen Arequipatracht, die Lagunen, die Vicuñas y und der Misti-Vulkan im Hintergrund.
Dann ein kurzer Stopp in Patahuasi, um Koka-tee zu trinken, das beste Mittel gegen die Höhenkrankheit. Ab dieser Punkt wird die Straße enger und wir fahren weiter hoch bis wir den Pass bei 4910 m. erreichen. Hier scheint die Sonne in ihrer vollen Stärke aber es fegt ein kalter Wind über den Pass.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Chivay, wo manche typische Taschen der Region und Chulu-Mützen (Andenmützen aus Wolle) ergattert werden. So sind wir jetzt gegen die Kälte gut gewappnet. Hier beginnt quasi der Colca-Kanyon und wir fahren neben diesem auf einer holprigen Schotterpiste. Nach und nach wird der Kanyon tiefer und der Abgrund steiler. An der Stelle Kreuz des Condors ist die Schlucht 1200 Meter tief!!! Da machen wir aber unsere Landschaftsfotos sehr vorsichtig und weit entfernt vom Rande des Abgrunds.
Abends kommen wir in Cabanaconde, wo wir nach einem sternenreichen Spaziergang durch das Dorf früh ins Bett fallen.
P.S. Karlita schläft heute fremd.
Und tatsächlich, bevor wir parken können, fliegen bereits einige über uns hinweg. Wir steigen schnell aus und laufen quasi zum Rand des Canyons: überraschend viele des größten Vogels der Welt sind hier in der Luft, ein wunderbares Spektakel!!! Viviana erzählt uns, dass wir heute sehr viel Glück gehabt haben, denn manchmal muss man bis zu zwei Stunden warten um ein Paar diesen Riesen zu sehen.
Kurz nachher kommt schon der große Ansturm von Touristen und peruanische Schüler, ein Glück dass wir schon vorher da waren.
Dann machen wir noch eine kurze Wanderung am Rand des Canyons- atemberaubend. An einer Stelle fällt uns auf, dass es sehr viele Kondore im Kreis herumliegen, wir vermuten alle, dass das Zielobjekt ein totes Pferd war. Sehr zufrieden mit den Besuch des Canyons verlassen wir den Ort und fahren wir weiter Richtung Puno.
Einer von unseren Stopps ist bei Lagunillas, wo sich zur unseren großen Überraschung viele Flamingos tummeln. Am frühen Abend kommen wir endlich in Puno am Titicacasee an.
Was Karlita angeht... sie bewacht heute Nacht den Bus.
Spruch des Tages:"Uauhhh!!!"
Während der ganzen Fahrt haben wir die Sicht vom Titicacasee beiseite bis wir dann einen Stopp machen.Es ist etwa zehn Uhr morgens und der Himmel zeigt sich heute extrem blau. Der Blick ist einfach wunderschön. Der Kindheitstraum von Monika ist heute in Erfüllung gegangen.
Kurze Zeit später kommen wir an der Grenze an. Wir überqueren hier die Brücke nach Bolivien zu Fuß, und freuen uns schon auf neues Land.
Auf der Weiterfahrt machen wir ein Stopp bei den Ruinen von Tiwanacu, wo Carlos uns erzählt, dass die Bolivianer hier sich eher mit dieser Kultur identifizieren und nicht so mit den Inkas.
Am späten Nachmittag kommen wir dann in La Paz an. Von einem Aussichtspunkt haben wir die Sicht über die ganzen Stadt, eine Minimetropole in den Anden!!!
Abends feiern wir bei lauten B52´s den Geburtstag von Ernst.
Anschließend fahren wir zum Mondtal, dank der bizarren Formationen aufgrund der weichen Erde fühlt man sich hier wie auf dem Mond. Hier machen wir eine Pause, um leckere bolivianische Maultaschen gefüllt mit Hänchenfleisch zu verkosten. Sehr lecker!!!
Zurück im Zentrum machen wir unseren nächsten Stopp bei dem Hexenmarkt. Wir erfahren hier wofür Lamaföten verwendet wurden und auch wie sich die Einheimischen bei der Pachamama für Gefallen bedanken. Unsere Citytour geht dann vor der San Fransisco Kirche zu Ende. Den Rest des Nachmittags hatten wir frei.
Der andere Teil der Gruppe geht mit Manuela in die Stadt. Sie fahren so wie die Einheimische mit den kleinen öffentlichen Bussen zum oberen Teil der Stadt und von hier aus gehts zu Fuß weiter. Manuela erzählt dabei viele Sachen und zeigt uns Ecken der Stadt die bei einer Standard-Citytour nicht zu sehen wären. Es ist sehr interessant.
Am Nachmittag werden noch die letzten Einkäufe gemacht, denn morgen fahren wir wieder nach Peru.
Parallel zu der Königskordillere, die wir wegen des drüben Wetters leider nicht gesehen haben, erreichten wir San Pablo, wo unser Bus auf einer Fähre und wir in einem kleinen Schiff die engste Stelle des Titicacsees (600 m.) überquert haben. Kurz danach waren wir in Copacabana, einem bedeutenden Wallfahrtsort, wo Bolivianer und Peruaner ihre Autos segnen lassen. Wir besuchten die schöne Kirche der Madonna von Copacabana, leider wurden gerade kein Fahrzeuge gesegnet.
Unsere Reise setzten wir fort nach Puno wo wir mit einem Schiff bei Sonnenschein über den Titicacasee nach Capachica fuhren. An der Anlegestelle erwarteten uns schon unsere Gastgeber aus Santa Maria in ihrer bunten Festtageskleidung und überreichten uns allen einen Kranz Kantuta-Blumen. Wir fühlten uns wie in Hawai!!!
Don Tomas, der Sprecher der Gastgeberfamilien hieß uns herzlich willkommen. Danach wurden wir auf mehrere Familien verteilt. Alle waren wir überrascht von der gemütlichen Atmosphäre unserer Unterkünften. Ein ausgezeichnetes Abendessen beendete diesen langen Tag.
Wir fahren dann kurz zu den schwimmenden Inseln der Urus. Victor erzählt uns vieles über die Bräuche und das Leben dieser Menschen. Anschließend steigen wir in ein Schiff aus Schilf und fahren eine Runde um die Insel.
Mittags sind wir wieder bei Don Tomas, zum Mittagesen gibt es Quinoa-Suppe und leckeren Nachtisch.
Später zeigen uns die Frauen wie sie weben und auch wie sie die Wolle verarbeiten. Wir gehen dann eine Runde spazieren bis es dunkel wird.
Kurz vor dem Abendessen kommt eine nette Überraschung: wir werden von unseren Gastgebern wie die Einheimische eingekleidet, das war sehr lustig. Nach dem Essen gibt es ein kleines Lagerfeuer und Livemusik!!! Natürlich setzen wir uns alle in Bewegung und tanzen einige Runden mit unseren Gastgebern - ein unvergessliches Erlebnis!!!
Etwa zwei Stunden fahren wir bis Puno und dann mit dem Bus weiter nach Cusco. Die Fahrt ist nicht besonders anstrengend. Gegen 3 Uhr sind wir am "Nabel der Welt", wie diese Gegend von den Inkas bezeichnet wurde.
Abends treffen wir uns alle, um unser zweites Geburtstagskind, Martin, beim Abendessen zu feiern. Nach dem Restaurant gehen einige der Gruppe, das Geburtstagskind einschließlich, zu einer Bar, wo live Salsa gespielt wird. Nach mehreren Caipirinhas gehen wir ins Hotel zurück.
Mittags haben wir dann alle Anweisungen für unser Programm am Machu Pichu von der lokalen Agentur bekommen. Dann sind wir in Begleitung von Angela, unserem local guide auf Citytour gegangen.
Anschließend fuhren wir ins Zentrum, um die Kirche Santo Domingo bzw. den Sonnentempel der Inkas (die Kirche erst später über dem Sonnentempel gebaut) zu besichtigen. Weiter ging es zu der Stelle, wo sich der zwölfeckige Stein befindet.
Abends hatten wir unser Abschiedsessen und es hieß dann Abschied von Karsten und Lianne nehmen. Sie machen morgen den viertägigen Inkatrail und deswegen werden wir sie nicht mehr sehen.
Die Fahrt mit dem Zug durch Urubamba, dem Heiligen Tal, mit den gleichnamigen Fluss, ist einfach wunderschön. Unten angekommen, bei 2000 m. ist es angenehm warm und gegen 18 Uhr kommen alle von ihren verschiedenen Routen an.
Zum Glück war es bei allen sonnig und abends beim Alpaca-Steaks Essen werden die heutige Bilder aller Kameras mit Stolz gezeigt.
Noch bei viel Nebel gehen wir in die Anlage rein, aber zum Glück gibt es heute nicht so viele Touristen. Einmal drinnen ist es einfach wunderschön, atemberaubend, einfach unbeschreiblich.
Marcial erzählt uns zwei Stunden lang sehr viele über ihre Vorfahren, die hier gelebt haben. Tempeln, Observatorium, Getreidelager, Wohnungen - es gab alles in dieser kleinen Stadt, die vor den Spanier damals unentdeckt blieb.
Den ganzen Vormittag verbringen wir hier. Ernst besteigt noch den Macchu Picchu Berg, andere gehen einfach durch die gesamte Anlage spazieren und andere lassen einfach die Ruinen auf sich wirken.
Am Nachmittag treffen wir uns alle zum Essen und dann heißt es mit dem Zug nach Cusco zurückfahren. Wir sind alle sehr müde, aber glücklich nach dem heutigen Erlebnis.
Carlos und Ernst sind noch mal zum San Pedro Markt gegangen und zu ihrer Überraschung haben sie an einer Ecke Frosch-Suppe entdeckt - leider hatten sie die Kamera nicht dabei.
Die Mädels der Gruppe haben noch ihre letzten Einkäufe erledigt und währenddessen haben andere in der Gruppe Freundschaften mit Kindern auf dem Hauptplatz geschlossen.
Abends haben wir uns alle getroffen, um unser letztes gemeinsames Abendessen zu genießen, bevor wir morgen alle nach Hause fliegen.
Eine Runde Pisco Sour und anschließendes Tanzen in einer Disco verabschieden den heutigen Tag.
Mittags werden wir abgeholt und zusammen mit Carlos zum Flughafen gebracht. Karlita, unser blinder Passagier will nicht ins kalte Deutschland fliegen und bleibt lieber bei Carlos. Wer wissen will wer Karlita war, bitte schaut euch das heutige Bild dieses Tagebuchs an :).
07.02.12Franz
Mein persönlicher Höhepunkt war Südamerika, denn jeder Ort war schön für sich. Die Unterkünfte waren in Ordnung und die Betreuung durch unseren Reiseleiter fabelhaft....
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Mirjam