Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

17 Sep. 2010 • Frankfurt

Bienvenida a Santiago de Chile
Die Anden

Über den Wolken…

Der Großteil unserer Gruppe hatte sich bereits am Flughafen in Frankfurt zu erkennen gegeben, Erkennungszeichen Viventura-Kofferanhänger. Nur 2 bzw. 3 unserer Gruppe fehlten noch, um auf die Teilnehmerzahl von 12 zu kommen. So sprachen wir in Madrid ein älteres Ehepaar an, die ebenfalls einen grünen Kofferanhänger an ihrem Gepäck befestigt hatten. Die zwei schauten uns allerdings ziemlich verwirrt an. Kein Wunder – hatten sie doch eine ganz andere Reise gebucht – zwar auch mit Viventura, allerdings viComfort. So setzten wir unseren Flug nach Südamerika fort und waren schon ganz gespannt, wer denn wohl noch zu unserer Gruppe gehört, mit der wir die kommenden 4 Wochen durch Chile reisen dürfen.

18 Sep. 2010 • Santiago - Lima

Santiago
Tschus!!!

Flug nach Santiago

Heute mussten wir sehr früh aufstehen, denn unser Bus brachte uns nach Calama zum Flughafen.

Vor uns lag nun noch die chilenische Metropole Santiago. Am Flughafen holte man uns ab und brachte uns in unser Hotel. Während der Fahrt dorthin erfuhren wir schon einiges über die Stadt und ihre Bewohner.

Nachdem wir die die Koffer im Hotel gelassen hatten, starteten wir zu unserer Citytour. Zu Fuß durchquerten wir das Zentrum, vom Präsidentenpalast, über den Plaza de Armas, bis hin zum Mercado Central, wo wir die Köstlichkeiten des Meeres bestaunten und bei einem Mittagessen auch probierten.

Zum Abschluss ging es auf den Cerro San Cristobal, den Aussichtsberg von Santiago. Genau wie die Jungfrau, die auf seiner Spitze thront, blickten wir über die Stadt und fühlten uns ein bisschen klein beim Anblick der riesigen Anden. Ein wenig Abschiedsstimmung kam auf und beim ein oder der anderen, vielleicht auch der Gedanke auf ein Wiedersehen in Südamerika.

19 Sep. 2010 • Lima - Ica

Nationalparkt Paracas
In der Piscobrenerei

Erste Fahrt durch das Land

Nach einer sehr kurzen Nacht, bedingt durch die Änderung der Flüge, läutete um 5 Uhr der Wecker und schon gegen 6 Uhr verließen wir Lima Richtung Süden auf der Panamericana. Wir sahen zwischen Pazifik und Sanddünen unzählig viele Hühnerfarmen, Zufahrten zu Luxusstrände und die Unterkünfte der Armen. Der erste Versuch Geld aus zufassen gelang mit etlichen Geldkarten.

Unsere Reise im Kleinbus führte uns nach Pisco, wo wir in Richtung Paracas abbogen. Dort waren wir zu einer Bootstour angemeldet. Diese führte uns bei herrlichstem Wetter zu den Islas Ballestas. Wir umrundeten die Inseln und sahen unzählig viele Vögel, wie Tölpel, Pelikane, Kormorane und auch einige Raubmöwen. Seelöwen lagen auf Felsklippen. Herrlich! Nicht umsonst nennt man diese Insel das "Galapagos des kleinen Mannes".

Weiter ging es in das Paracas - Naturreservat, wo wir ein sehr gutes Mittagsmahl in einem Fischrestaurant einnahmen. Ein mit uns reisender lokaler Guide wies uns auf besondere Felsformationen hin und führte uns zu der 2007 durch das Erdbeben eingestürzten "Kathedrale". Weiter ging es zu einer Bodega, in der wir vor der Pisco - Verkostung die traditionelle Herstellung dieser Köstlichkeit kennenlernen konnten. Mit bester Laune ging es zu unserem Hotel in Ica. Uns erwartete nach langer Zeit und einem letzten gemeinsamen Pisco die erste lange Nacht!

20 Sep. 2010 • Ica

Dresdener am Grab von Maria Reiche
Der Asthronaut oder Uhu-Mann aus dem Flugzeug gese

Nascas Ankunft

Nach einer sehr erholsamen Nacht und einem guten Frühstück konnten wir vor der Abfahrt um 8:30 Uhr noch die Oase Huacachina bewundern. Die hohen Sanddünen und die dazwischenliegende Lagune sind beeindruckend.

Auf der Fahrt in Richtung Nazca passierten wir zunächst noch Anbaugebiete von Gemüse und Baumwolle ehe wir landeinwärst der beidseitigen Wüste Bewunderung schenkten. Zwei Täler mit Orten mit grüner Umgebung bildeten einen echten Kontrast. Bei der Einfahrt ins Tal Rio Grande fällt ein kopfförmig aussehender großer Felsvorsprung auf.

Kurz vor Nazca konnten wir von einem Turm aus die ersten Figuren betrachten. In dem der Dresdnerin Marie Reiche gewidmeten kleinen Museum bekommt man einen Eindruck, welche Verehrung ihr in diesem Land entgegengebracht wird. Höhepunkt war dann schließlich der Rundflug über die vielen Figuren und Linien, der bei ziemlich böigem Wind auch dem Flugzeug einiges abverlangte.

Das perfekte Zeitregime unseres Guides erlaubte uns anschließend noch den Besuch des antiken Friedhofs mit den Mumien und ein gemütliches Abendessen - bevor wir das Hotel aufsuchten.

21 Sep. 2010 • Nazca - Arequipa

Reistal Ocoña
Eva fragt nach den Oliven

Lannnnnge Reise !

Die letzte Nacht im schönen, komfortablen Cantayo hatten wir wunderbar verbracht. Dank der Tatsache, dass wir den offiziellen Plan wieder einmal verändert hatten, da wir schon gestern den beeindruckenden alterwürdigen Nazca-Friedhof besichtigt haben, ist heute etwas Zeit, die Annehmlichkeiten des Hotels zu nutzen. Um 6 Uhr sind die ersten bereits im großen Swimmingpool geschwommen.

Wir haben die schöne Gartenlandschaft bewundert, mit einem Lama geredet und uns gefreut, als der Pfau uns seine Aufworfung gemacht hat. Die Affen hatten komischer Weise nichts mit uns am Hut. Nach dem schmackhaften und reichlichen Früstück hat unsere 9 stündige Fahrt in die 2.335 m hohen Berge begonnen.

Da hat noch keiner geahnt (außer unser Reiseleiter Omar), wie anstrengend diese Serpentinenfahrt mit "unserem" Bus werden wird. Omar hat für Abwechselung auf dieser langen Strecke gesorgt, indem wir z.B. im Sand erfolglos nach Haifischzähnen gesucht haben. Erfolgreicher war ein Halt in einem Gebiet, in dem hauptsächlich Oliven angebaut und natürlich auch verkauft werden.

Zur Aufheiterung unserer Stimmung - die Fahrt ging durch Sandwüsten mit und ohne aufgetürmten Sandbergen, wo es weder Bäume, Sträucher noch irgendwelches Grün gab - sind wir an die Pazifikküste zum Hotel Puerto Inka gefahren, das in einer idyllischen Bucht liegt. Das Mittagessen war prächtig, es wurde uns ein Buffet von Meeresfrüchten, Salaten, Reis und Kartoffeln präsentiert. Das waren die Höhepunkte an diesem Tage.

Von nun an hieß es nur noch im Bus sitzen und die oft öde Landschaft zu geniessen. Landschaft hieß wieder Sandwüste und in höherer Lage kam die Steinwüste hinzu. Alles ist zunächst sehr beeindruckend, die Sehnsucht nach etwas grün ist aber stetig in uns gewachsen. Aber man soll ja gerecht sein. Wir haben auch Täler gesehen, die mit Reis oder mit Gemüse bepflanzt waren und wir haben auch große Kakteen bewundert - alles etwas aufmunternd. Gegen Mitternacht sind wir endlich in Arequipa angekommen, alle waren froh, nur der Busfahrer nicht, denn das Hotel hat sich "versteckt".

Verdient hat er das nicht, denn er hat uns sicher und zuverlässig an unser Ziel befördert. Todmüde sind wir in die Betten gefallen, in der Gewissheit, dass von nun an, viele besonders schöne Tage auf uns warten.

22 Sep. 2010 • Arequipa

Eva und Ulrich Peter im Innenhof von Hotel
Kolonialstrasse Arequipas

Sozialer Besuch

Wir übernachteten im kleinen aber feinen "Hostal El Colonial", am Rande des Zentrums von Arequipa. In der Vormittagsrunde begleitete uns die viventura- Praktikantin Franziska. Sie zeigte uns, einen aus dem Nichts wachsenden neuen Stadtteil, in dem Zuwanderer aus dem Hochland eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder anstreben.

Dort existiert - dank der Spenden von Reiseteilnehmer und der Unterstützung von Vereinen wie viSozial e. V. und MVC - eine Schule für Kinder dieses Stadtteils. Es war für uns ein bewegendes Zusammentreffen mit den aufgeweckten und anhänglichen Kindern. Leider sind die staatlichen Investitionen in die Ausbildung aller Kinder hier keine Selbstverständlichkeit, obwohl diese doch so notwendig und wertvoll sind.

Der nächste Programmpunkt war ein Rundgang durch eine imposante Markthalle - einem multikulturellen Basar. Zum Mittagessen - einer landestypischen Speise - hatte das Regionalbüro von viventura eingeladen und uns einen Einblick in das Tourismusgeschäft gegeben. Die zweite Tageshälfte war durch die Altstadtbesichtigung und die Führung durch das Santa Catalina Kloster bestimmt.

Resümee des Tages: Authentische Einblicke in einigen Nischen der großen Stadt Arequipa, die ihren Namen aus dem Quechua erhielt. Das Wort Arequipay, dass "das Gute bliebt hier" bedeutet, können wir nur bestätigen. Aber unsere Reiseplanung führt uns schon morgen weiter.

23 Sep. 2010 • Arequipa

Der Pass: Hóchste Punkt auf dem Weg zum Colcatal
Marie Therese, Ingeburg, Siegbert und Rolf geniess

Abwechslungsreicher Tag

Heute fahren wir in das Colcatal, aber unterwegs besuchen wir eine Werkstatt, in der Produkte aus Alpakawolle hergestellt werden. Hier war unsere erste Begegnung mit den Kamiliden aus dem Andengebiet und wir hatten auch die Gelegenheit kleinere Einkäufe zu machen.

Schon außerhalb von Arequipa sehen wir auch Vicuñasherden auf beiden Straßenseite und wir machen dafür selbstverständlich die entsprechenden Fotostopps. Als wir am Pass ankamen, das heißt die gefürchtete 4.900 m über den Meeresspiegeln, wundern wir uns, dass wir von der Höhe nichts merkten geschweige von Kopfschmerzen oder Sauerstoffmangel geplagt werden. Das ist doch eine große Gruppenleistung! Nach einem schönen Mittagessen in einem Buffetrestaurant in Chivay genießen wir eine breite gastronomische Palette der peruanische Küche. Nachher besuchen wir das Thermalwasser von Galeras und entspannen uns alle…

Abends im Hotel angekommen, lassen wir den langen und sehr interessanten Tag bei einer Suppe ausklingen.

24 Sep. 2010 • Colca-Schlucht - Arequipa

Der Kondor: König des Luftes im Colca
Die Gruppe unterhält sich über Einkäufe

Von Colcatal bis Arequipa

Heute stehen wir früh auf, denn auf uns warten die Kondore. Nach einer halben Stunde Fahrzeit sind wir schon am Kondorkreuz. Sofort sehen wir unsere ersten Kondore, die zuerst zaghaft, aber dann im weiteren Zeitverlauf immer unbeschwerter durch die Lüfte gleiten. Ein wunderschönes Erlebnis!

Dann beginnt schon unsere Rückreise nach Arequipa und wir lernen dabei das hübsche Colcagebiet noch besser kennen. Nach einem üpigen Mittagsessen in Chivay starten wir wieder durch und unterwegs bewundern wir die für uns nicht typische Landschaft. Kurz nach Ankunft in unserem Hotel beginnt es sehr stark zu regnen. Wir hatten Glück und wir waren rechtzeitig im Trockenen… ;-)

25 Sep. 2010 • Arequipa - Cusco

Spaziergang durch Cusco
Wunderschöne Inkaarchitektur

Auf der Spuren der Inkas

Der heutige Tag begann ganz früh. Um vier Uhr morgens saßen wir bereits am Frühstückstisch und genossen eine Tasse Kaffee oder Tee. Dann wurden wir ganz pünktlich zum Flughafen von Arequipa gebracht und unser Flug nach Cusco mit Zwischenstopp in Juliaca konnte beginnen.

In Cusco angekommen, entdeckten wir gemeinsam mit unserem Reiseleiter das wunderschöne Zentrum der Stadt. Das erste Kennenlernen wurde mit einem super ausgewählten Mittagessen abgerundet. Am Nachmittag erwartete uns unser lokale Guide Giancarlo, der uns mit großer Leidenschaft von der Geschichte der ehemaligen Hauptstadt der Inkas erzählte und uns zu den faszinierenden und gewaltigen Ruinenkomplexen und dem Sonnentempel Koricancha führte.

Er zog uns mit seinen Erläuterungen so in den Bann, das wir trotz der heutigen Strapazen gut durch hielten. Es war ein wunderschöner Tag.

26 Sep. 2010 • Cuzco - Aguas Calientes

Gemüssenmarkt in Pisac
Eingang zum heiligen Tal

Traum

Wieder ein wunderschöner Tag der am Ende ein wunderwunderschöner werden sollte. Vor ca. 50 Jahren fiel mir das Buch "Der Untergang des Sonnenreiches" aus einem Nachlass in die Hände. Dieses Buch habe ich verschlungen. In besonderen Erinnerungen hatte ich die Taten der gottlosen Spanier.

Zurecht warf der 13. Inkakönig den Mönch und den "Eroberer" Pizarro die Bibel vor die Füße - was ihn das Leben kostete. Heute und mit der vorzüglichen Hilfe unseres mit umfangreichen Kenntnisse ausgestatteten Guide Giancarlo haben wir sehr viel über die Inka erfahren:

- Die bis heute nicht restlos geklärte Bauweise ihrer Tempel, die man einfach gesehen haben muss. - Die Bewegung von Steinen von bis zu 35 Tonnen, ihre, ohne Mörtel, exakte Auseinandersetzung der Steine, so dass keine Rasierklinge zwischen die Fügen passt - unglaublich.

Die anstrengende Wanderung um die Ruinen von Pisac, Urubamba und Ollantaytambo ließ die Sonnenrituale für jeden von uns nachempfinden. Die anschließende Zugfahrt in das 1.400 m tiefer liegende, tropische Machu Picchu war eine schöne Entspannung.

Für mich hatte sich ein Jugendtraum erfüllt und ich bin froh, dass sich die Inkanachfahren wieder ihrer Muttersprache Quechua zuwenden und pflegen.

27 Sep. 2010 • Cuzco - Machu Picchu

Macchu Picchu
Der Geschichtszeuge: Berg Putucusi

Höhepunkt

Der heutige Tag sollte der bisherige absolute Höhepunkt der Reise werden: die Besichtigung von Machu Picchu.

Nach einem zeitigen Wecken um 5:00 Uhr und einem guten Frühstück fuhren wir mit dem Bus durch nebligen Regenwald bis zum Eingang der Ruinenstadt. Oben fanden wir die umgebenden Berge im Nebel, was unheimlich romantisch wirkte.

Bald zogen die Wolken ab, und wir sahen die ganze Pracht der Anlage und auch die grandiose Umgebung.

Wir hatten ausgesprochenes Glück mit unserem lokalen Guide Gian Carlo, der enormes Fachwissen besaß und uns die neuesten Erkenntnisse der Forschung mitteilen konnte. Er glühte vor Begeisterung - phantastisch!

Er erzählte von der Wiederentdeckung von Machu Picchu im Jahre 1911 durch den amerikanischen Geschichtsprofessor Hiram Bingham. Dieser erfuhr von einem Bauern aus dem Urubambatal, dass sich auf dem Alten Gipfel - auf Quechua Machu Picchu - im Wald ein gewachsene Ruinen befinden. Oben lebte ein Paar mit einem Kind. Dieses hatte in den Mauerresten gespielt und zeigte sie dem Forscher. Machu Picchu war aus seinem Dornröschenschlaf erweckt! In einer Folgeexpedition begann die Entfernung des üppigen Bewuchses und damit die Freilegung.

Die dreistündige Besichtigung und die anstrengenden Vortage zeigten Spuren, und so stiegen nur noch drei Gruppenmitglieder ganz nach oben und erreichten nach weiteren 20 Minuten die kleine Inkabrücke am Felsenhang.

Die Rückfahrt nach Aguas Calientes und die Gestaltung der Zeit bis 16:00 Uhr, dem Treffpunkt im Hotel, war jedem freigestellt.

Nach vierstündiger Rückreise mit Zug und Bus, während der wir bei Wein und Bier nochmals den herrlichen Tag vorüberziehen liessen, erreichten wir gegen 21:30 wieder unser Hotel in Cusco.

28 Sep. 2010 • Cusco - Aguas Calientes

Maria Theresa und das gewünschte Meerschweinchen
Spaziergang in Cusco

Basilika, Meerschweinchen, Kultur und Wein

Der Reiseplan sah Freizeit vor, was für die schöne Stadt in jedem Fall beibehalten werden sollte.

Da die siebenköpfige Reisegruppe problemlos harmoniert, vereinbarten wir mit Omar ein gemeinsames Meerschweinchenessen - symbolisch für den Gemeinschaftsgeist und zur Feier des Bergfestes. Über die zwei, die vor dem Tier auf dem Teller am Ende kniffen, soll nicht im Detail berichtet werden.

Die Stadt lädt einfach zum Bummeln ein.

Empfehlenswert ist ein Besuch der Kathedrale, wo man einen sehr guten Audioguide erhält. Die Basilika-Kathedrale mit ihrer wunderbaren Ausstattung (Schule von Cusco) ist ein Ort, der die Gefühlsregungen zweier Kulturen (der vorhispanischen und der spanischen) bewahrt.

Einen Überblick über die Entwicklung der südamerikanischen westlichen Küstenregion erhält man auch im Cabrera-Haus, dem Prekolumbianischen Museum.

Den kulturellen Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Besuch des "Qosqo Center of Native Art", um Musik und Tänze der Cusco-Region zu bewundern. Sehr überrascht waren wir vom jungen einheimischen Publikum.

Eine gemütliche, mit Omar organisierte Weinrunde, war der Abschluss eines weiteren wunderschönen Tages.

29 Sep. 2010 • Cuzco - Capachica

Inkagrenze im Vilcanotatal
Grenzlinie zwischen Cuszco und Puno

Lange Fahrt

Heute steht wieder ein Fahrtag an. Über einen Pass mit 4338m geht es wieder hinunter zum Titicacasee auf 3810 m.

Unsere Reise beginnt um 8 Uhr und heute heißt unsere Busfahrer Mauro. Es geht Richtung Süden durch ein herzliches, grünes, fruchtbares Tal in dem überwiegende Maisanbau betrieben wird.

Wir sehen das Eingangstor des heiligen Tales ,bewundern Dörfer, sehen wie Dachziegel hergestellt werden und fahren lange Zeit entlang des Vilcanota-Fluss flussaufwärts. Der Weg führt uns vorbei an grünen Bäumen und kleinen Wäldern.

In einer Raststätte ist es dann Zeit für die Mittagspause die wir mit Obst und Tee trinken verbringen und dabei junge, dreiste Lamas beobachten. Schon geht es weiter über den Pass den wir kurz darauf erreichen. Wir sehen große Schaf- und Rinderherden.

Gegen 16 Uhr erreichen wir dann die Stadt Urcos. Auf dem Markt kaufen wir Obst für die Kinder des Dorfes in dem wir übernachten werden und Lebensmittel für unsere Gastgeberfamilien.

Das letzte Stück der Strecke legen wir dann zu Fuß zurück bis zum Dorf Santa Maria, das wir mit beim Sonnenuntergang gegen 18 Uhr erreichen. Wir werden in verschiedene Bauernfamilien aufgeteilt und wohnen in kleinen Lehmhütten. In der Hütte gibt es zwei Betten, einen Tisch dazwischen und eine Art Sitzbank. Die Bettdecken sind schwer und warm.

Das Abendessen findet in einen Gemeinschaftshaus des Dorfes statt. Das Essen ist schmackhaft und reichlich. Ein kleines Toilettenhäuschen befindet sich über dem Hof, allerdings muss Wasser mit einem Eimer aus einer Wanne geschöpft werden. Mal was anderes.

Alles in allen ein sehr schöner Tag. Mal sehen, was die Nacht in diesen Hüttchen bringt!

30 Sep. 2010 • Capachica - Puno

Uroinseln
Hochebenenlandschaft

Am Lago Titicacasee und Schifffahrt und Puno

Mit den Sonnenaufgang und der Geschäftigkeit unserer Gastgeber beginnt auch für uns der Tag im Dorf Santa Maria, an eine Steilhang am Titicacasee. Wir lernen unserer Gastgeber, deren 2 Söhne und ihre 8 Schafe und Hunde können.

Sie begleiten uns auch zum Frühstuck und zeigen uns später etwas von ihren Fertigkeiten, insbesondere das Weben und Stricken. Viel Spaß und Anlass für Gruppenfotos gibt es bei einer Art Modenschau, bei der wir ortsüblich eingekleidet werden.

Die Freizeit bis zum Mittagessen - im Hauptgang gab es gebratenes Forellenfilet - verbringen wir mit einer kleinen Wanderungen durch das Dorf oder entlang des Ufers. Wir geniessen die Ruhe und Abgeschiedenheit, merken aber auch die Höhe und die Anstrengung. Die nachmittägliche Bootsfahrt nach Puno führt uns zunächst an eine Besonderheit - zu den Wassermenschen.

Im Schilfgürtel bei Puno leben auf mehrere schwimmenden Inseln die Nachkommen der Urus. Es ist schon beeindruckend wie sich diese Wassermenschen ganzjährig und stabil über Wasser halten.

Noch vor Sonnenuntergang erreichen wir das Ufer von Puno und werden von Busfahrer Mauro empfangen. Er hat Mühe sich durch die verstopften Straßen und Plätze zu kämpfen - denn der Wahlkampf liegt auch hier in der letzten Phase.

Wir gönnen uns die Annehmlichkeiten eines Hotels und beenden den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen.

01 Okt. 2010 • Tiwanaku - La Paz

Beim Grenzübergang
Das Kreuz von Tiahunacu

Bye bye Peru!

Heute ist unser letzter Tag in Peru und zugleich unser erster Tag in Bolivien. Nach zweieinhalb Stunde kommen wir zur peruanischen - bolivianischen Grenze in Desaguadero.

Wir fahren nach Tiahuanacu, dort sehen wir Tempeln, wunderschöne Keramik und vor allem eindrucksvolle Monolithen aus dem Anfang unserer Zeit. Weiter geht s nach La Paz, wo wir noch bei Tagelsicht ankommen und von der Größe und geographischen Lage der Stadt überrascht sind.

Nach einer verdienten Dusche im Hotel geht es weiter in ein Restaurant, in dem wir die das beste Steak der Tour geniessen. Das alles begleitet von einer Singani, dem Nationalgetränk Boliviens, lässt einen schönen Tag zu Ende gehen.

02 Okt. 2010 • Ambato - La Paz

La Paz Stadtteil Mira Flores
Hochzeit in La Paz

Hola Bolivia

Der heutige Tag begann ganz entspannt. Gegen 9:00 Uhr wurden wir vom Hotel zur Stadtbesichtigung von La Paz abgeholt. Der örtliche Guide besuchte mit uns zuerst eine beeindruckende Felsformation, das Valle de la Luna.

Dann ging es durch mehrere Stadtteile, in denen Modernes und Traditionelles verschmelzen und eine besondere Atmosphäre erzeugen.

Eindrucksvolle Fotos von La Paz konnten wir von der Oberstadt El Alto machen. Dort bot sich uns ein toller Blick über die Stadt.

Zum Abschluss unserer Citytour besuchten wir die koloniale Altstadt und den Hexenmarkt. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und jeder gestaltete den Rest des Tages anders.

03 Okt. 2010 • Uyuni - La Paz

Kaffeeklatsch
Im Zug

Eine Zugfahrt mit Hindernissen

Heute schlafen wir aus und fahren erst mittags mit dem Bus nach Oruro und dort steigen wir auf den Zug um. Die Fahrt durch die bolivianische Hochebene ist landschaftlich interessant und schön, die Hochebene, auf spanisch Altiplano genannt, ist auf beiden Seiten mit den Andenbergen eingerahmt, hier und dort arbeitende Bauern, Kühe und Schaffe weiden das Gras ab und zerstreute Gemeindehäuser sind überall zu sehen.

In Oruro angekommen checken wir im Zugbahnhof die Koffer ein und dann gehen wir zur Hauptstraße von Oruro einen Kaffee trinken. Halb Acht fahren wir mit dem Zug Richtung Uyuni und nach zwei leichten und überwundenen Entgleisungen kommen wir in Oruro mit fast eineinhalb Stunde Verspätung an.

Wir werden vom Lokalveranstalter abgeholt und zum Hotel transportiert. Nach der langen Fahrt denken wir nur ans Bett…..

04 Okt. 2010 • Uyuni - Salar de Uyuni

Höhepunkt der Reise
Mittagessen in der Salzwüste

Aufregend

Ich behaupte - keiner unserer kleinen Reisegruppe - hat die Eindrücke dieses ersten Tages, die uns überrollten erwartet.

Nach kurzer Nachtruhe war die Unruhe groß als ein Reisepass vermisst werde. Die Umgehend von Omar eingeleiteten Aktivitäten im Zusammenhang mit viventura waren überragend.

Nach nochmaliger Rekonstruktion der Ereignisse fand sich der Pass im Auto wieder. Alle waren erleichtert, und jedem Teilnehmer wurde klar welche Komplikationen sich ergeben, wenn Reisedokumente verloren gehen.

Wir machten einen kurzer Abstecher zum Eisenbahnfriedhof wo seit dem etwa 60 Jahren viele Lokomotiven vor sich verrosten, da ihre Dienste nicht mehr gebraucht werden. Die Ausbeutung von Silber und Zinn hatte sich erschöpft.

Aber dann! Mit mehreren Jeeps fuhren wir zum Salar Uyuni dem größten Salzsee Südamerikas. Anfangs besichtigen wir die Salzgewinnung und Herstellung und das erste Salzhotel der Welt unter dem Schirmherren "Evo Morales". Die Dimension des Salzsees hat alle überrascht - gleich einem Meer aus Eis mit umliegenden Bergen und Inseln. Die Insel des Lebens die Inkawasi (Isla Pescado) mit ihren tausendjährigen Kakteen und versteinerten Korallen wirkt unwirklich - ist aber wahr.

Wie ein Salzmeer in dieser weiten Ebene auf 3600 m. gehoben wurde und austrocknen konnte - unbegreiflich.

Alle Anstrengungen haben sich bisher ausgezahlt und hinterlassen bleibende Lebenseindrücke!

05 Okt. 2010 • Chuvica - Salar de Uyuni

Flamingos in den Lagunen von Uyuni
Rote Laguna

Unbeschreiblicher Landschaftswechsel

An diesem Tag mussten wir um 4:30 Uhr aufstehen, damit wir um 5:30 Uhr abfahren konnten.Durch verschiedene Umstände kam es aber mit einer Stunde zur Verspätung der Abreise.

Die Frühaufsteher konnten einen phantastischen Sternenhimmel mit dem Kreuz des Südens bewundern.

Es lag eine sehr lange Strecke auf unbefestigten Pisten, z. T. durch die Wüste, vor uns. Wir wollten bis nach Chile gelangen. Es waren phantastische Landschaften, die wir durchfuhren. Die Leistungen unseres Fahrers waren enorm.

Zunächst ging es durch eine riesige Vulkanlandschaft. Einer dieser Vulkane ist noch aktiv, was wir an der Rauchfahne erkennen konnten. Bei der Weiterfahrt kamen wir an mehreren Lagunen vorbei, von denen die bekannteste die Canapa- und die Rote Lagune sind. Auf allen sahen wir viele Andenflamingos. An einigen Lagunen waren Füchse zu beobachten, die sich den Touristenautos in Erwartung von Leckerbissen näherten.

Während der gesamten Fahrt begegneten wir sehr vielen Vicunas. Auch Rebhühner kreuzten unseren Weg. Ein ganz besonderes Erlebnis war das Durchfahren der Sildiwüste mit den Besonderheiten Siebenfarbenberg und Steinbaum, einer durch Winderosion entstandenen Form.

Gegen 13:00 Uhr gab es im Refugium ein sehr schmackhaftes Mittagessen, das Martha für uns zubereitet hatte. Überhaupt war Martha ein Glücksfall für uns.

Danach passierten wir das vulkanisch aktive Gebiet Sol de la Manana, wo wir Schlammvulkane und kleine Geysire sahen. Auf das Baden in den Thermen von Polquis verzichteten wir aus Zeitgründen.

Nach der Laguna Blanca und Laguna Verde, in der Nähe des 5916 m hohen Vulkans Licancabur, erreichten wir die Grenze zwischen Bolivien und Chile, wo wir von den chilenischen Vertretern von viventura mit einem Bus abgeholt wurden. Die Zollkontrolle verlief für uns ungewöhnlich ab.

Nach dem check-in im Hotel hatten wir ein angenehmes vorgezogenes, von viventura bestelltes Abschiedsessen.

06 Okt. 2010 • San Pedro De Atacama - Atacama Desert

Wanderung im Todestal
Gruppe auf Stein

Entspannungstag

Nach den sehr interessanten, aber auch durchaus anstrengenden Tagen, war in San Pedro de Atacama ein ruhiger Tag angesetzt. Da einige Gruppenmitglieder ein wenig mit einer Erkältung kämpften, war das auch sehr angenehm.

Der Vormittag stand zur individuellen Gestaltung zur Verfügung.

Um 15:00 Uhr trafen wir uns, um mit dem lokalen Guide eine Tour durch das Todes- und Mondtal zu machen. Die Formationen begeisterten, den kleinen Wadi gingen nicht alle mit. Die drei Marien, von denen eine inzwischen gefallen war, interpretierten wir unterschiedlich und den Sonnenuntergang von einem Hügel genossen wir in vollen Zügen.

Danach hatten wir ein Abschiedsessen mit Omar, dass uns ein wenig bewegte, weil die Tour mit ihm einfach alle Wünsche erfüllt hatte.

Zum Abschluss des Tages konnten wir mit dem lokalen Guide noch eine sehr aufschlussreiche Sternbeobachtung machen, bei der unser Interesse zunehmend durch Kälte abgebaut wurde.

Herzlichen Dank für den schönen Tag.

07 Okt. 2010 • San Pedro De Atacama

Noch in Chile
letztes Bild am Flughaben

Der letzte Tag in Chile

Der letzte Tag unserer Tour ist angekommen, im Flughafen verabschieden wir uns von unserem Reiseleiter, mit dem wir während unserer Tour enge Freundschaft geschlossen haben. Nach dem wir uns im Flughafen die letzten Fotos gemacht haben, fliegen wir nach Santiago, unsere letzten Ort im Südamerika.

Vor uns lag nun zum Abschluss die chilenische Metropole Santiago. Am Flughafen wurden wir abgeholt und in unser Hotel gebracht. Während der Fahrt dorthin erfuhren wir schon einiges über die Stadt und ihre Bewohner.

Nachdem wir die die Koffer im Hotel gelassen hatten, starteten wir zu unserer Citytour. Zu Fuß durchquerten wir das Zentrum, vom Präsidentenpalast, über den Plaza de Armas, bis hin zum Mercado Central, wo wir die Köstlichkeit des Meeres bestaunten und bei einem Mittagessen auch probierten.

Zum Abschluss ging es auf den Cerro San Cristobal, den Aussichtsberg von Santiago. Genau wie die Jungfrau, die auf seiner Spitze thront, blickten wir über die Stadt und fühlten uns ein bisschen klein beim Anblick der riesigen Anden. Ein wenig Abschiedsstimmung kam auf und beim ein oder der anderen vielleicht auch der Gedanke auf ein Wiedersehen in Südamerika.

08 Okt. 2010 • Santiago - Santiago de Chile

Santiago
nach Lima
Das Centrum von Santiago

Bye bye Südamerika

Heute hieß es für uns nun wirklich Abschied nehmen. Wir wurden im Hotel abgeholt und zum Flughafen gebracht.

Unsere Reise ging dem Ende zu und wir verließen endgültig den südamerikanischen Kontinent.

Natürlich mit vielen Eindrücken, Abenteuern und Souvenirs im Gepäck.