Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

06 März 2010 • Frankfurt - Buenos Aires

Kurzer Nachtspaziergang im Zentrum von Buenos Aire
Der nächtliche Obelisk.

Spätnächtliche Ankunft in Argentinien

Heute Nacht ist die Gruppe auf dem Flughafen in Buenos Aires angekommen. Ricardo war schon ein paar Tage vorher gelandet und holte sie am Flughafen ab.

Da nach der Ankunft im Hotel noch kein akuter Schlafbedarf bestand, machten wir bei auch spät am Abend noch sehr milden Temperaturen einen kurzen nächtlichen Spaziergang rings um unser zentral gelegenes Hotel. Davon, das wir uns in einer Stadt mit 13 Millionen Einwohnern befinden, merkte man kaum was, da in diesem Teil des Zentrums kaum Leute unterwegs waren.

Nachdem wir wieder im Hotel angekommen waren, legten wir uns bald schlafen, da uns in den nächsten Tagen einiges an Aktivitäten bevorsteht!

07 März 2010 • Buenos Aires - Buenos Aires

Gruppenfoto vor dem Obelisken.
Die Kuh im argentinischen Grillhaus.

City-Tour

Nach einem späten Frühstück holte uns Nico, unser Guide für den Tag, um 10 Uhr am im Hotel ab. Begleitet wurden wur außerdem von seiner Freundin und Dominik, einem Volontär vom viSozial Büro in Santiago de Chile.

Um sich mit der lokalen Währung vertraut zu machen, war die erste Aktion Geld umtauschen. Weiter ging es zu Fuß zur Avenida 9 de Julio, der angeblich breitesten Straße der Welt. Dort wurden viele Fotos vom Wahrzeichen der Stadt, dem Obelisk, geschossen. Über die Plaza de Mayo erreichten wir den Puerto Madero, wo wir uns zum Mittagessen mit den argentinischen Fleischsorten anfreunden durften. Weiter ging es per Taxi und mit gut gefüllten Bäuchen ins alte Hafengebiet "La Boca". Nach der Erkundung dieses alten Stadtteils mit vielen Tangotänzern und bunten Häusern ging es mit dem Bus weiter nach San Telmo. Die Straßen dort waren sehr belebt mit Antiquitätenständen, Straßenmusikanten, und sogar einem Clipdreh für Vodafone DE durften wir zuschauen.

Ein weiteres Erlebnis war die Fahrt in der Subte (U-Bahn) von Buenos Aires, da die alten Waggons zum größten Teil noch aus Holz bestehen. Ziemlich geschafft kamen wir dann gegen 20 Uhr wieder im Hotel an, wo wir uns von Nico verabschiedeten. Vielen Dank nochmals an Nico für den schönen Tag! Nach einer Erfrischung nahmen einige später noch einen kleinen "Absacker" zu sich, bevor wir müde ins Bett fielen.

08 März 2010 • Buenos Aires

Gruppenfoto mit Fahrrädern vor der
Auf dem Friedhof Recoleta.

Auf dem Drahtesel durch die Metropole

Wir setzten die Besichtigung von Buenos Aires heute fort. Und zwar auf dem Fahrrad.

Auf orangenen Fahrrädern bewegte sich die Gruppe durch den argentinischen Verkehr und vor allem durch die nördlichen, noblen Stadtteile von Buenos Aires. Neben uns war kaum jemand mit dem Fahrrad unterwegs. Zum Stadterkunden ist das Fahrrad aber ein gutes Verkehrsmittel. Unsere Tour endete am frühen Nachmittag in San Telmo, wo wir italienisch zu Mittag aßen und anschließend auf eigene Faust die Stadt erkundeten.

Am Abend waren wir im Gegensatz zum Vortag noch ziemlich fit und besuchten eine Tango-Show. Nach zwei Tagen haben wir die Anreisestrapazen gut überstanden und sind richtig in Südamerika angekommen. Morgen starten wir mit unserer Rundreise. Erstes Ziel: Die Wasserfälle von Iguazú.

09 März 2010 • Buenos Aires

Unterwegs im Überlandbus.
Fahrt über den Paraná.

Unterwegs mit Sylvester

Der heutige Vormittag stand jedem zur freien Verfügung und wurde auch zum ausschalfen nach der langen Tangoshow vom Vorabend genutzt.

Schon um 13 Uhr holte uns ein Bus am Hotel ab und brachte uns nach Retiro, dem zentralen Busterminal Buenos Aires. Hier mussten wir zwar eine Weile auf unseren Bus warten, dafür fuhr dieser aber auch fast pünktlich los. Der Bus war wie erwartet sehr bequem, mit breiten Sitzen, die fast waagerecht gestellt werden konnten. Womit allerdings keiner gerechnet hatte, ist das uns auf dieser einzigen Busfahrt vier Filme mit Sylvester Stallone nacheinander (!) gezeigt wurden. Unterbrochen wurden diese nur durch eine Zusammenstellung der besten Hits der 80er, während des Essens serviert wurde.

Trotz der Lautstärke der Actionfilme schafften wir es, nach Einbruch der Dunkelheit einzuschlafen (gezwungenermaßen, da die Sitzleuchten nicht funktionerten, um am nächsten morgen frisch und munter in Puerto Iguazú anzukommen).

10 März 2010 • Puerto Iguazu

Die Gruppe vor den brasilianischen Wasserfällen.
Tukan im Vogelpark.
Tukan im Vogelpark.

Ein ausgefüllter, runder Tag

Nach unserer Nachtfahrt von Buenos Aires nach Pueto Iguazú im geräumigen Bus mit Liegesesseln kamen wir mit Verspätung gegen 08.45 Uhr in unserem Hotel Lilian an.

Unser Gepäck brachten wir auf die Zimmer und machten uns kurz frisch. Dann wartete schon unser Kleinbus zur Weiterfahrt zum Iguazú-Nationalpark auf der brasilianischen Seite. Ein kleines Frühstück war aber vorher noch drin. Nach Passkontrollen auf der argentinischen und der brasilianischen Seite erreichten wir den Nationalpark. Die meisten von uns besuchten erst mal den Vogelpark, wo wir in tropischer Vegetation viele schöne und interessante Vogelarten sehen konnten, darunter viele Tukane sogar ganz aus der Nähe. Dann stiegen wir in einen der zahlreichen Doppeldeckerbusse, der uns mit unserem lokalen Guide Pedro zu den Wasserfällen brachte.

Zu Fuß ging es weiter und auf unserem Weg eröffneten sich immer neue Ausblicke auf der argentinischen Seite der Fälle, die ausgiebig fotografiert wurden. Zum Schluss ging es noch nach oben auf eine Aussichtsplattform, von der wir den Überblick über den ruhig dahinfließenden Iguazú hatten und natürlich auf die herabstürzenden Fälle. Auf dem Rückweg nach Argentinien aßen wir zu Mittag an einem großen Buffet mit brasilianischen Speisen. Im Hotel war dann erst mal Ausruhen angesagt, ehe es zu einem Abendspaziergang zum Dreiländereck Argentinien/Brasilien/Paraguay ging, wo wir von Ricardo viel Interessantes zur Geschichte erfuhren.

Ein leckeres Abendessen in einem klimatisierten Restaurant bei Livemusik rundete diesen ausgefüllten, schönen Tag ab. (Eintrag von Beate)

11 März 2010 • Puerto Iguazu

Grillabend in Puerto Iguazú.
Die argentinischen Wasserfälle.

Die Wasserfälle, nun in Argentinien!

Heute stand der Besuch der argentinischen Seite der Iguazú-Wasserfälle auf dem Programm. Nach dem Frühstück holte uns ein Bus im Hotel ab. Dabei trafen wir auf andere viventura Reisende, die im Anschluss an ihre Súdamerika-Reise noch das Zusatzmodul "Iguazú" gebucht hatten.

In 15-minütiger Fahrt, heute ohne Zwischenstopps mit Passkontrolle und Stempeln, brachte uns der Transporter zum Eingang des Nationalparks. Das viele Grün, die hohen Sträucher, Palmen und Büsche spendeten uns etwas Schatten, sodass das schwülwarme Wetter einigermaßen zu ertragen war. Nach wenigen Metern im Park wurden wir neugierig von Nasenbären begrüßt. Zunächst liefen wir einen oberen Rundweg und konnten so zahlreiche Wasserfälle bestaunen, die vor uns tief nach unten stürzten.

Auch die Farbenpracht einiger Blumen und Schmetterlinge sowie Riesenameisen und große Spinnen in ihren kunstvoll gesponnenen Riesennetzen beeindruckten uns sehr. Vor allem aber die nicht enden wollenden Wasermassen zwangen uns, kaum den Finger vom Auslöser unserer Kamera zu nehmen. Die meisten von uns gingen auf den gut befestigten Wegen einen unteren Rundweg, während einer (Dominik) das Zusatzmodul einer Bootsfahrt direkt unter den Wasserfällen genoss.

Auf vielen Plattformen konnten wir einige Wasserfälle seitlich, oder von unterhalb bestaunen und natürlich fotografieren. Gegen Ende des Rundwegs bei den Wasserfällen "Dos Hermanas" ("Zwei Schwestern") bekamen wir Hunger und picknickten. Nach einer viel zu kurzen Siesta stimmten wir dem Vorschlag unseres Reiseleiters zu, nicht mit dem Zug zum "Teufelsschlund" zu fahren, sondern zu Fuß zu gehen. Wir hatten zwar ausreichend Zeit, aber der Weg entlang der Bahnlinie lag wenig im Schatten… Und so marschierten wir die gefühlten 10km (eigentlich waren es nur 3) bei gefühlten 40°C. Ein langer Steg führte uns zum Teufelsschlund und hier wurden wir vom überwältigenden Anblick und tosenden Rauschen für unsere Mühen belohnt. Feine Wassertropfen bildeten im Zusammenspiel mit den Sonnenstrahlen einen tollen Regenbogen, der in die Tiefe des Teufelsschlunds führte.

Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Parkzug zum Eingang zurück. Dort warteten wir auf den Rest der Gruppe und wurden dann ins Hotel gebracht. Nach einer erfrischenden Dusche ging es zu einem Asado mit Livemusik bei Oscar, dem argentinischen Vor-Ortpartner von viventura in Iguazú. (Eintrag von Dominik)

12 März 2010 • Puerto Iguazu - Bariloche

Ankunft in Bariloche
Warten auf dem Flughafen.

Auf nach Patagonien!

Nachdem wir extra mitten in der Nacht aufgestanden waren, um unseren frühen Flug nach Buenos Aires zu bekommen, mussten wir am Flughafen erfahren, dass wir spontan auf einen späteren Flug umgebucht worden waren.

Da der Anschlussflug nach Bariloche aber auch Verspätung hatte, klappte das Umsteigen problemlos. Wir hatten sogar noch so viel Zeit, dass wir sämtliche Sonnenbrillen auf dem Flughafen aufsetzen konnten - Skimützen wären bei den Temperaturen im Gebäude vielleicht sinnvoller gewesen. Beim Anflug auf Bariloche sahen wir dann erstmals die patagonische Steppe von oben, manche von uns sogar mit argentinischen Sitznachbarn auf dem Schoß :-). In Bariloche fehlte zunächst ein Gepäckstück, das aber kurze Zeit später mit dem nächsten Flieger eintraf. Die recht lange Fahrt zu unserem Hostel traten wir dann bereits im Dunkeln an, sodass wir vom Nationalpark Nahuel Huapi an dem Abend nicht viel zu sehen bekamen.

Dafür gabe es aber um 10.30 Uhr noch ein 3 Gänge-Menü. Für argentinische Verhältnisse wohl nichts Außergewöhnliches. (Eintrag von Katja)

13 März 2010 • NP Nahuel Huapi

Rast auf dem windigen Berg.
Wanderung im NP Nahuel Huapi.

Zu Füßen des Tronador

Nach einem leckeren Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft und selbst gebackenem Brot wurden wir gegen 9 Uhr von unserem Tages-Guide "Colo" abgeholt.

Heute stand eine Wanderung im Nationlpark Nahuel Huapi an. Es ging bei nicht so gutem Wetter und einem stürmischen Wind auf ca. 1000m in Pampa Linde los. Nach ungefähr 3h kamen wir bei unserem Ziel, dem Aussichtspunkt auf dem erloschenen Vulkan Tronador an. Inzwischen schien zwar etwas die Sonne, jedoch wurde man vom orkanmäßigen Wind fast weggeblasen. Einige wagten trotzdem noch den Aufstieg ins Refugio "Otto Meiling", welches auf 2000m liegt. Zur Stärkung gab es dort dann erstmal ein Vesper. Nach ca. 1h Pause und vielen Tronador-Fotos später machten wir uns wieder an den Abstieg.

Gegen 17.45 Uhr waren dann alle wieder zurück in Pampa Linda. Nun konnten wir stolz auf unsere ersten 27km Wanderung und 1000 überwundene Höhenmeter sein. Nach einem leckeren 3 Gänge-Abendessen und ein paar Gläsern Wein fielen dann alle ins Bett. (Eintrag von Nadine und Sabrina)

14 März 2010 • NP Nahuel Huapi

Gruppenfoto mit Pferden.
Gruppenfoto vor dem schwarzen Gletscher.

Den letzten beißen die Hunde… oder die Wespen!

Nachdem sich uns gestern der Vulkan nicht in seiner vollen Pracht zeigen wollte, konnten wir seinen Anblick heute schon beim Frühstück genießen. Naja, bei schönem und windstillem Wetter kann schließlich jeder wandern gehen…

Heute stand Reiten auf dem Programm. Mit gemischten Gefühlen gingen einige von uns zur Koppel und stellten fest, dass die Pferde richtig groß waren. Helga und Katja wollten es gemütlich angehen lassen und reihten sich ganz hinten ein. Ob Ihre Rechnung aufging? Wir ritten anfangs ganz ruhig auf wunderschönen Pfaden Richtung Gletscher und mussten dabei einige Flüsse durchqueren. Die Vorderen versuchten zum Leidwesen der hinten Reitenden zu traben, denn den Pferden war ganz egal, was Helga und Katja nicht wollten, nämlich auch traben ;-)

Ein weiterer Nachteil am Ende zu reiten war, dass die Vorderen die Wespen aufschreckten und diese aber dann erst die am Ende Reitenden stachen - Helga brachte Ihr Pferd jedoch gekonnt unter Kontrolle. Am schwarzen Gleschter angekommen, ruhten wir uns auf der Endmoräne aus, wobei einer der Gruppe unbedingt zum Gletscher absteigen musste… Kommentar Mirko: Du warst da unten so winzig (Nadine: "Mini-Volker") und sahst mit deiner roten Jacke wie eine weggeschmissene Cola-Dose aus.

Wir ritten dann gemütlich zurück und gönnten uns eine kurze Siesta. Das Team "Rot" machte sich als erstes auf den Weg zu einem nahe gelegenen Aussichtspunkt, dicht gefolgt vom Team "Schwarz". Später machte sich auch die restliche Gruppe auf den Weg. Auf dem Rückweg trafen wir noch Ricardo, der eine etwas längere Siesta eingelegt hatte.

Wir genossen das leckere Abendessen, ließen den Abend gemütlich im Kaminzimmer bei der einen oder anderen Flasche Weine ausklingen und freuten uns auf das nächste große Ziel bzw. den Vulkan"Villarrica". (Eintrag von Volker)

15 März 2010 • San Martin de los Andes - NP Nahuel Huapi

Gruppenfoto nach dem Kajakfahren.
Der Tronador bei Sonnenaufgang.

Ein langer Reisetag

Wir verließen frühmorgens Pampa Linda, weil ab 9 Uhr die Straße nach unten gesperrt war. Kajak fahren auf einem klaren See mit Bergpanorama stand auf dem Programm. In Zweier-Kajaks paddelten wir mehr oder weniger in die richtige Richtung und mehr oder weniger synchron auf dem kalten Wasser. Auch der Reiseleiter wurde von einem unfreiwilligen Bad verschont.

Nach einem Zwischenstopp auf einem Aussichtspunkt, auf den man mit einem Sessellift gelangte, besichtigten wir kurz das eher touristische Bariloche. Nachmittags ging es auf der 7-Seen-Route (teilweise Schotterpiste!) nach San Martín de los Andes, das wir bei Sonnenuntergang erreichten. Es folgte noch ein spätes Abendessen mit viel Fleisch… :-). (Eintrag von Mirko)

16 März 2010 • San Martin de los Andes - Pucón

Araukarien vor dem Vulkan Lanín.
Entspannter Nachmittag in Pucón.

Auf nach Chile!

Heute sind wir noch im Dunkeln aufgestanden und bekamen das Frühstück vom Nachtwächter unseres Hotels serviert. Durch die leeren Straßen von San Martín zogen wir mit unseren Rucksäcken und Koffern, denn um 6 Uhr fuhr unser Bus nach Pucón ab!

Es ging erst einmal noch im Dunkeln nach Junin de los Andes und von dort dann immer weiter hoch, bis wir die Grenze auf einem Bergpass erreichten. Auf dem Weg sahen wir den Vulkan Lanín, zuerst im Licht der aufgehenden Sonne von weitem und dann aus ziemlicher Nähe, denn die argentinische und chilenische Grenzkontrollen befanden sich am Fuße dieses Vulkans. Gegen 11 Uhr kamen wir in Pucón an, wo wir von German, unserem Mann vor Ort, in Empfang genommen und in unser bequemes Hostel (Donde German) gebracht wurden. Nachdem wir uns mit chilenischem Geld versorgt hatten (auf einmal so viele Nullen…), gingen die meisten von uns noch gemeinsam etwas essen. Den freien Nachmittag gestaltete jede/r nach Lust und Laune durch spazieren gehen, lesen, und/oder schlafen.

Letzter Programmpunkt war heute die Anprobe der Anzüge, die bei dem Aufstieg zum Vulkan Villarrica getragen werden sollen, wenn das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht…

17 März 2010 • Pucón

Nächtliches Thermalbad.
Picknick bei den Thermen.

Tagsüber zu den Araukarien, nachts zu den Thermen

Heute sollte es früh losgehen zur Besteigung des Vulkans Villarrica. Als wir fast aufbruchsfertig waren, klopfte um 6 Uhr Ricardo an der Tür und teilte uns mit, dass der Ausflug wegen des Wetters ausfallen müsse.

Wir konnten also weiterschlafen und gemütlich um 8 Uhr frühstücken. Dann entschlossen wir uns zu einer Wanderung im Nationalpark Huerquehue. Nach abenteuerlicher Autofahrt aus Pucón raus und über Schotterpisten den Berg hinauf machten wir uns auf den Weg zu mehreren Seen im Wald. Lange Aufstiege wurden mit schönen Aussichten belohnt. Wir sahen viele Araukarien, zum Teil bestimmt über 30m hoch und mit riesigen Stammumfängen. Mitten in einem Meer aus Blumen picknickten wir.

Nachdem wir uns von der Wanderung frisch gemacht hatten, ging es abends per Bus zu einer schönen Thermenanlage mit 5 warmen bis heißen Becken im Freien. Nach dem entspannenden Aufenthalt im Wasser saßen wir noch eine Weile bei Kerzenschein zusammen und genossen das von Ricardo vorbereitete leckere Abendessen. (Eintrag von Beate)

18 März 2010 • Puerto Montt - Pucón

Gruppenfoto bei den Stromschnellen von Petrohué.
Panne auf der Panamericana.

Panne auf der Panamericana

Um 9 Uhr wurden wir von unserem Bus abgeholt und wir machten uns auf den Weg in Richtung Puerto Montt. Nach einem kurzen Stopp in Villarrica am See ging die Fahrt weiter über die Autobahn, bis der Busfahrer plötzlich Probleme mit der Kupplung hatte.

Da wir die nächsten 250km schlecht im 2. Gang zurücklegen konnten, hielten wir an und es regnete zum ersten Mal. Nachdem andere Mechaniker von der nahegelegenen Mautstelle auch nicht helfen konnten, wurde ein Ersatzbus bestellt. Die Umpackerei ging dann recht schnell von statten und nach dieser "kurzen" Pause ging dann die Fahrt weiter. In Frutillar, einem deutschstämmigen Örtchen genossen wir zur Entschädigung leckeren Kuchen bzw. Torte und heiße Schokolade. Der Blick auf den Vulkan Osorno blieb leider weiter wolkenverhangen.

Weiter ging es in den NP Vicente Perez Rosales, wo wir die Stromschnellen begutachteten. Zum Abschluss machten wir ein kleines Abendessen-Picknick am See Todos los Santos. Gegen 20 Uhr kamen wir dann in Pto. Montt an, wo der restliche Abend zur freien Verfügung stand. Fast alle deckten sich noch mit Proviant für die bevorstehende Schifffahrt ein! (Eintrag von Nadine und Sabrina)

19 März 2010 • Puerto Montt

Die Gruppe an Bord der "Evangelistas".
Blick auf die Vulkane Osorno und Calbuco.

Wir stechen in See!

Heute wurden wir gleich nach dem Frühstück zur Mole der Navimag gebracht. An Bord einer ihrer Schiffe, der Fähre "Evangelistas", werden wir die nächsten Tage durch die patagonischen Kanäle schippern. Erst einmal gaben wir aber nur unser Gepäck ab, das für uns auf das Schiff gebracht werden sollte. Danach hatte jeder Zeit, noch ein paar E-Mails zu schreiben, "Proviant" für die Schiffsreise oder Alpaka-Schals zu kaufen, oder einfach an der Uferpromenade Puerto Montts spazieren zu gehen.

Nachdem wir in Angelmó, einem Fischmarkt nahe der Anlegestelle der "Evangelistas", zu Mittag gegessen hatten, konnten wir nach kurzen einführenden Worten von Marcelo, der für die Betreuung/Unterhaltung der Passagiere an Bord zuständig ist, das Schiff betreten. Jeder fand sein Gepäck bei seiner Kajüte und verstaute es. Dann trafen wir alle auf dem Sonnendeck ein und warteten darauf, dass die "Evangelistas" in See sticht. Und warteten und warteten. Es mussten nämlich erst einmal unzählige mit Containern beladene LKW-Anhänger, PKWs usw. verstaut werden…

Mit 3h Verspätung stachen wir dann ca. um 18.30 Uhr in See. Bald bot sich uns ein schöner Blick auf Pto. Montt und auf die Vulkane Osorno und Calbuco. Nach dem SB Abendessen stießen wir mit mitgebrachtem Wein auf die beginnende Seereise an.

20 März 2010 • Patagonische Fjorde

Im Aufenthaltsraum.
Unterwegs in den patagonischen Kanälen.

Heute wirds etwas bewegter…

Nachdem wir den ganzen Tag auf ruhigen Kanälen gefahren sind, erreichten wir heute Nachmittag die offene See. Dies machte sich sofort durch die schwankenden Bewegungen des Schiffes bemerkbar.

Man hatte uns Landratten schon einen Schreck eingejagt mit Berichten von 12m hohen Wellen, aber zum Glück wurde der Stille Ozean (ausnahmsweise) seinem Namen gerecht und bescherte uns eine ruhige Nacht, indem er uns sanft in den Schlaf schaukelte.

21 März 2010 • Patagonische Fjorde

Die Gruppe vor dem Gletscher Pio XI.
Die "Evangelistas".

Ein kleines Dorf und ein großer Gletscher

Gegen Mittag erreichten wir heute Puerto Edén, den einzigen Stopp unserer Seefahrtsroute. Einige von uns nutzten die Gelegenheit für einen kurzen Landgang, um in dem 300-Einwohner-Ort Kunstgewerbe aus Seelöwenfell zu kaufen, das wie sich später herausstellte, furchtbar stank… ; ).

Am Nachmittag fuhren wir dann einen Fjord hoch, bis wir sein Ende erreichten. Dort erwartete uns ein grandioses Spektakel: der Gletscher Pío XI, gleichzeitig weltweit größter Gletscher, der sich nicht an den Polkappen befindet. Das Wetter spielte wunderbar mit und ließ sogar einige fotogene Sonnenstrahlen auf den Gletscher scheinen.

Am Abend gab es nach dem Essen ein Bingo, ein Spiel, das für fast alle von uns unbekannt war und in dem man die Zahlen auf einer Karte abdecken muss, wenn sie aufgerufen werden (ähnlich wie beim Lotto). Trotz hohem persönlichen Einsatz eines unserer Gruppenmitglieder hat leider keiner von uns etwas gewonnen (gegen ein Erdbebenopfer aus Concepción war leider kein ankommen…). Nach dem Bingo war Party angesagt, aber nur die Hälfte von uns hielt durch bis die Bar geschlossen wurde!

22 März 2010 • Ushuaia - Puerto Natales

Ausprobieren der Zelte.
Erster Blick auf Puerto Natales.

Ankunft in Südpatagonien

Heute sind wir in Puerto Natales angekommen. Nach 1,5h Wartezeit an Bord des schon längst vertäuten Schiffes konnten wir endlich wieder festen Boden unter unseren Füßen spüren!

Nachdem wir zu unserem Hostel gefahren worden waren und eine kleine Mittagsschlafpause eingelegt hatten, trafen wir uns um 17 Uhr wieder, um unsere Ausrüstung für unsere morgen beginnende dreitägige Wanderung im Nationalpark Torres del Paine in Empfang zu nehmen. Wir bauten probehalber auch zwei Zelte au, damit es auch ja klappt, wenn wir bei Wind und Wetter unser Lager aufschlagen müssen!

Danach gingen wir für unsere gemeinsamen und für die individuellen Mahlzeiten einkaufen. Der Rest des Abends war frei und konnte genutzt werden, um die patagonische Küche kennenzulernen, Internetcafes zu besuchen oder einfach nur in dem schönen Puerto Natales zu bummeln.

PS: Die nächsten Tage haben wir wieder kein Internet! Wir melden uns wieder, sobald es möglich ist.

23 März 2010 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Die Gruppe vor den Cuernos del Paine.
Unterwegs im Nationalpark.

Erster Tag im Nationalpark!

Heute sind wir noch fast im Dunkeln aufgestanden, denn wir hatten eine lange Fahrt bis zum Nationalpark Torres del Paine vor uns und mussten um 12 Uhr schon dort sein, um mit einem Katamaran über den Lago Pehoé zu fahren. An der Landungsstelle am Refugio Paine Grande begann dann unsere langerwartete Wanderung!

Nach 2,5h stoppten wir das erste Mal am Campamento Italiano und liefen von dort 10min bergauf, um die Aussicht auf den Glaciar del Francés zu genießen. Der nächste Halt 2h später war dann schon das Camp, wo wir unser heutiges Nachtlager aufgeschlagen haben: das Campamento los Cuernos.

Die Zelte waren schnell aufgebaut, das Essen war auch schnell fertig, sodass wir bald (schon im Dunkeln) ins Refugio gehen konnten, um uns die Zähne zu putzen und dann in unsere Schlafsäcke zu kriechen. Die Nacht sollte allerdings eine Überraschung parat halten…

24 März 2010 • Nationalpark Torres del Paine

Ein Teil der Gruppe vor den Torres.
Kochen auf dem Campingplatz.

Der zweite Tag der Wanderung

Die Nacht in den Zelten wurde unliebsam durch nagende Mäuse gestört. Das Frühstück auf dem Zeltplatz am Refugio "Los Cuernos" offenbarte die Schäden: angenagte Brötchen, Kekse und Käse (durch die Plastikverpackung!).

Es wurde ein langer Wandertag. Das eigentliche Ziel, das "Campamento Chileno" mit Hütte und sanitären Einrichtungen ist zum Ende der Saison bereits geschlossen, sodass wir einen Zeltplatz weiter mussten, d.h. noch 1h mehr. Insgesamt wurde 6,5h gewandert, vor allem bergauf. Am "Campamento Torres" bauten wir bei Ankunft schnell die Zelte auf. Dann ging es schon wieder steil hoch, aber ohne Gepäck. Wir wollten die drei "Torres" sehen. Leider war die Sicht wegen des sich verschlechternden Wetters nicht so gut, aber die zusätzliche Stunde war es wert!

Das selbst gekochte Abendessen schmeckte sehr gut. Für die Nacht wurden alle Vorräte mäusesicher in die Bäume gehängt… (Eintrag von Mirko)

25 März 2010 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Wieder in der "Zivilisation".
Schafschur auf einer patagonischen Estancia.

Endlich wieder bergab..

Nach einer ereignisreichen Nacht im Zelt (Regen und wieder knabbernden Mäusen) wollten wir eigentlich um 7 Uhr loswandern, um den Sonnenaufgang beim Mirador Las Torres zu genießen. Leider war dies aufgrund des Wetters nicht möglich (was uns ja auch gleichzeitig den nochmaligen steilen Aufstieg erspart hat)!

Somit stärkten wir uns mit Frühstück bevor die Zelte abgebaut wurden und wir uns an den Abstieg machten. Das Wetter mag uns nicht mehr - es nieselte leicht! Gegen 12 Uhr erreichten wir die Hostería Las Torres, wo wir wieder von Don Manuel abgeholt wurden. Hungrig und gut riechend verabschiedeten wir uns hier vom NP Torres del Paine. Auf dem Weg zu unserem nächsten Programmpunkt - Lammessen auf einer Estancia - machten wir unzählige Stopps, um Guanakos oder nochmal die Berge des NP abzulichten…

Nachdem wir uns alle beim Mittagessen gestärkt hatten, führte uns Christian (der Estanciabesitzer) einen typisch chilenischen Rodeolauf vor. Auch die darauf folgende Schafscherung war interessant. Christians Estancia beherbergt etwa 3000 Schafe und zur Scherzeit werden pro Person/Tag bis zu 250 Schafe geschoren. Gegen 18.30 Uhr erreichten wir dann wieder unser Hostel in Puerto Natales, wo sich jeder auf eine Dusche und saubere Wäsche freute. Ach ja - und natürlich auf ein richtiges Bett ;-).

PS: Seit heute begleitet uns Malena aus dem viventura Partnerbüro in Santiago. (Eintrag von Nadine und Sabrina)

26 März 2010 • El Calafate - Puerto Natales

Patagonische Steppe.
Straßenverkäuferin im Abzug.

Wieder nach Argentinien

Nach erholsamem Schlaf sind wir heute einigermaßen früh aufgestanden, um in unseren Bus nach El Calafate zu steigen. Kurz nach Puerto Natales kamen wir zu den beiden Grenzkontrollen auf der chilenischen und der argentinischen Seite.

Danach ging es fast 5h nur durch die patagonische Steppe, die einen Großteil des argentinischen Patagoniens ausmacht. Weit und breit kein Baum, gerade einmal ein Paar Büsche wachsen dort. Ab und zu war ein einsames Guanako zu sehen, ansonsten kaum etwas…

Am frühen Nachmittag kamen wir in El Calafate an und gingen erstmal etwas essen. Den restlichen Nachmittag konnte sich jeder auf eigene Faust vertreiben. Einige liefen zum Seeufer um Eis zu schlecken und einige nutzten die Zeit, um E Mails nach Hause zu schreiben oder zu shoppen.

27 März 2010 • El Calafate - El Chalten

Gruppenfoto vor dem "Perito Moreno"-Gletscher.
Sonnenaufgang über dem Lago Argentino.

Früh zum Gletscher und nachmittags gab es Steppe

Früher als zuerst geplant gab es heute schon um 7 Uhr Frühstück, worüber einige erst gar nicht glücklich waren. So konnten wir schon gegen 7.30 Uhr losfahren, was uns am Lago Argentino eine wunderschöne Sonnenaufgangsstimmung bescherte. Aus der Entfernung konnten wir Flamingos und Schwarzhalsschwäne beobachten.

Zuerst ging unsere Fahrt mit Gustavo, unserem Fahrer, und Pablo, unserem Guide, zum Nationalpark Los Glaciares, wo wir zu den ersten Besuchern des Morgens gehörten. Wir konnten in Ruhe über die ausgedehnten Steganlagen gehen und uns den „Perito Moreno“-Gletscher aus verschiedenen Perspektiven ansehen.

Dann ging es für 1h per Boot auf den Lago Argentino und bis a ca. 300m an den Gletscher heran. Es wurden ausgiebig Fotos gemacht und alle waren sehr beeindruckt von der Größe und den Farben des Gletschers. Nach der Bootsfahrt gab es ein leckeres Picknick mit der großartigen Sicht auf den Gletscher – ein einmaliges Erlebnis! Vom Gletscher fuhren wir zurück nach El Calafate, um unser Gepäck zu holen und gleich weiterzufahren nach El Chaltén. Ein paar Stunden durch die patagonische Steppe waren eintönig und ermüdend (auf 220 km kein Ort!).

Aber wir kamen gut an und bezogen unser Hostal Los Ñires. Der größte Teil der Gruppe ging noch zu einem Aussichtspunkt und einem Abendessen, das sehr gut schmeckte. (Eintrag von Beate)

28 März 2010 • El Chalten

Die Gruppe vor dem Fitz Roy.
Rast an der Laguna de los Tres.

Näher an den Fitz Roy

Heute sind wir nicht so früh aufgestanden wie gestern, aber immer noch früh genug, damit wir um 8.30 Uhr direkt von unserer Hostería mit Leo, unserem heutigen Guide, loslaufen konnten.

Das Tagesziel war die Laguna de los Tres am Fuße des Fitz Roy, von wo wir eine grandiose Aussicht genießen konnten. Vorher mussten wir aber mehrere Hundert Höhenmeter eines sehr steilen Weges überwinden. Zum Glück hatten wir sehr gutes (und völlig unpatagonisches) Wetter: es schien die Sonne und es gab kaum Wind!

Nachdem wir alle es nach oben geschafft hatten, machten wir Pause und aßen unsere mitgebrachten Empanadas und sonstige Kleinigkeiten. Den anschließenden Abstieg durch ein schönes Tal unterbrachen wir für eine Café- und Teepause an der Laguna Capri (wo sich einer von uns badete) und als wir auf einem Baum neben dem Pfad einen Territorialkonflikt zwischen Spechten mit viel Geklopfe beobachten konnten.

Am Abend gingen wir alle gemeinsam in das gleiche Restaurant wie am Vorabend, weil uns das so gut gefallen hatte. Danach ließen wir den Abend bei einer Tasse heißer Schokolade in der Chocolaterie gegenüber von der Hostería oder einem Glas Wein in der Hostería ausklingen.

29 März 2010 • Ushuaia - El Chalten

Bootsfahrt bei Ushuaia.
Wo fliegen wir jetzt hin?

Im Bus, im Flugzeug und im Boot unterwegs

Die heutige Frühstückszeit hätte wohl eines unserer Gruppenmitglieder für eine Tageswanderung angemessen gefunden, aber leider war sie nur der langen Busfahrt zurück nach El Calafate geschuldet, wo wir am späten Vormittag in unseren Flieger nach Ushuaia stiegen.

Auf Feuerland angekommen gingen wir erst einmal schnell etwas essen, denn einer von uns wollte eine Pinguinkolonie besuchen und sich schon um 14.15 Uhr am Treffpunkt einfinden. Der Rest von uns ging erst um 15 Uhr an Bord der Barracuda, dem ältesten Touristenschiff in Ushuaia. Die Fahrt war auch ein Erlebnis, denn die Wellen des Beaglekanals waren auf diesem Schiffchen viel stärker zu spüren als die des Pazifiks an Bord der Navimag. Das Schiff fuhr sehr nah an einige Felsen im Kanal, auf denen wir aus nächster Nähe Vögel und Seelöwen ruhen sehen konnten.

30 März 2010 • Ushuaia

Kanufahrt auf dem Fluss Lapataia.
Warten auf die Biber...

Ein Feuerlandtag

Heute waren wir fast den ganzen Tag unterwegs! Um 9 Uhr wurden wir von unserem Tagesguide Franco in der Hostería abgeholt und fuhren direkt in den Nationalpark Feuerland. An einer Wegbiegung nach einer Brücke stiegen wir aus dem Bus und durften uns Überhosen, Gummistiefel und Schwimmwesten anziehen.

Dann trugen wir die Kanus wenige Meter bis ans Ufer des Flusses Lapataia. Nach einer kurzen Einweisung in die Kunst des Paddelns und der Einteilung in drei Teams (2 à 4 Leute und eines à 2 Leute+Guide) ging es los! Wir paddelten ganz ruhig den Fluss Richtung Beaglekanal runter und machten unterwegs kurz Halt auf dem Wasser, um uns von unserem Kanuguide Leo über die inzwischen ausgestorbenen Yámana informieren zu lassen. Die Kanufahrt war aufgrund des grandiosen und völlig unfeuerländischen Wetters so schön, dass viele von uns sich am liebsten den ganzen Tag im Kanu auf dem Wasser hätten treiben lassen… Das Programm ging aber weiter. Zuerst mit einem kurzen Mittagessen in der Nähe des Lago Roca und später mit einer dreistündigen Wanderung zwischen Bergen und Meer.

Nachdem wir im Hotel angekommen waren, hatten wir nur eine kurze Verschnaufpause. Wir mussten nämlich so zeitig wie möglich wieder los, um noch vor Sonnenuntergang bei den Biberbauten anzukommen. Dort mussten wir uns wieder (aufgrund des morastigen Bodens) Gummistiefel anziehen und uns mit Geduld wappnen, denn die Biber zeigten sich nur sehr zögerlich und selten.

Um uns dafür zu trösten, dass wir nur zwei Biber von weitem gesehen hatten, gab es dann in einer nahe gelegenen Hütte einen leckeren Linseneintopf und argentinischen Wein.

31 März 2010 • Ushuaia - Buenos Aires

Abschiedsessen in Palermo.
Ushuaia aus der Vogelperspektive.

Zurück in die Großstadt

Der heutige Flug von Ushuaia nach Buenos Aires war, wie auf dieser Tour bisher üblich, von LAN kurzfristig verspätet worden.

Zum Glück wurde dadurch unsere Ankunftszeit in Buenos Aires nicht beeinflusst und wir konnten den turbulenten Flug genießen, nachdem wir uns in Ushuaia von Malena verabschiedet hatten, die von hier zurück nach El Calafate fliegt. In Buenos Aires angekommen hatten wir wiederum nicht viel Zeit unsere Zimmer im uns schon bekannten Hotel Waldorf zu beziehen, denn schon um 16.30 Uhr waren wir verabredet. Wir wollten uns das von viventura unterstützte Sozialprojekt in dem Viertel Villa 31 zu besuchen.

Nach langer Wartezeit auf bestellte Taxis, die nicht kamen und am Treffpunkt mit Nelson, unsere Kontaktperson, gingen wir zu Fuß in die Villa. Dies ist ein Viertel, das hauptsächlich aus von seinen Einwohnern selbst gebauten Häusern besteht und in dem es viele soziale Probleme gibt. Und das alles in Sichtweite der Hochhäuser von Buenos Aires' Bankenviertel. Bei dem Sozialprojekt handelt es sich um die Initiative von einigen Müttern des Viertels, um ihre und die Kinder des Viertels von der Straße zu halten, zu betreuen und im Notfall auch in Entzugskuren zu bringen.

Nach diesem beeindruckenden Besuch und etwas Freizeit trafen wir uns wieder, um mit Taxis nach Palermo, eines von Buenos Aires' Ausgehvierteln zu fahren. Dort aßen wir riesige Fleischportionen mit vielen Saucen in einem schönen Restaurant. Kurz danach trennten sich die Wege, während eine ins Hotel zurückfuhr und einer einen argentinischen Electro-Club besuchen wollte, gingen die übrig gebliebenen auf die Suche nach einem netten Ausgehlokal, um den Abschluss der gemeinsamen Reise gebührend zu feiern.

01 Apr. 2010 • Frankfurt - Buenos Aires

Unser letztes Gruppenfoto :-(.
Fertig packen in der Check-In-Schlange.

Abschied von Argentinien…

Nach dem für die meisten von uns all zu kurzem Schlaf fuhren wir heute (etwas früher als geplant) zum internationalen Flughafen von Buenos Aires in Ezeiza.

Nach erfolgreichem Checkin und einem allerletzten Gruppenfoto kam der traurige Moment, in dem ich (der Reiseleiter) mich von der Gruppe verabschieden musste. Ich begleitete sie noch bis zur Passkontrolle (um sicher zu gehen, dass ihr mir ja nicht da bleibt!). Mindestens bis Madrid fliegt die Gruppe noch gemeinsam, dann trennen sich für viele die Wege..

Ich wartete noch einige Stunden am Flughafen (und schlief dort in den unmöglichsten Stellungen) und stieg dann in meinen Flieger nach Santiago, wo ich ankam während ihr euch schon bestimmt irgendwo über dem Atlantik befindet! Guten weiteren Heimflug!