Reisetagebuch viExplorer Südamerika ABC - 11.01.2010
Reisebericht | Tour vom 11.01. - 02.02.2010
"Ich werde viele schöne Erinnerungen an diese Reise mit euch haben. Wir haben so viel gesehen, so viel erlebt und nette Menschen kennengelernt. Unsere Reise führte von einem Highlight zum Nächsten. Nicht zu vergessen die kulinarischen Highights. ;-)
Kaum zu glauben, daß wir in doch recht kurzer Zeit fast den halben Kontinent durchquert und drei verschiedene Länder bereist haben. Mir kommt es vor wie eine kleine schöne Ewigkeit und ich bin froh, dass ich euch auf dieser Reise begleiten konnte.
Ich wünsche euch allen das Beste und hoffe auf ein Wiedersehen. Muchos Saludos, Eure Katha"
| Flugtag |
Im Hotel trafen wir auf Elisabeth und Christine, die schon vor uns auf dem südamerikanischen Kontinent angekommen waren und ein paar Tage auf der Osterinsel genossen hatten.
Zusammen starteten wir diese Reise mit einem Stadtrundgang durch die chilenische Metropole.
Nach einer Stärkung im zentralen Markt und einem guten Kaffee "mit Beinen" besichtigten wir Plätze, wie den Plaza de Armas und den Regierungspalast - La Moneda und endeten auf dem Aussichtsberg - San Cristobal mit herrlichem Blick auf die Stadt.
Der erste ereignisreiche Tag endete mit einem Willkommensessen, bei dem wir die Mitarbeiter des viventura-Büros Santiago kennenlernten und leckere Rindersteaks vom Grill verputzten.
Beim Mittagessen mit wundervollem Blick über die bunte Hafenstadt Valparaiso lernten wir Gabriel kennen, der uns danach zu einem Rundgang einlud. Zu Fuss bergauf-bergab lernt man Valparaiso am besten kennen, aber auch mit den berühmten Aufzügen fuhren wir zu den Aussichtspunkten der an 45 Hügeln klebenden Stadt.
So ein Stadtrundgang macht natürlich hungrig, deshalb probierten wir am Abend typische Speisen und liessen den Tag bei einem Glas Wein, Bier oder Pisco Sour ausklingen.
Am liebsten hätten sich einge von uns gleich in seinem von Sammelstücken vollgestopften Haus niedergelassen. Aber der Hunger nach Empanadas trieb uns weiter, und nachdem wir auch diese chilenische Spezialität genüsslich verzehrt hatten, machten wir einen kleinen Verdauungs- Strandspaziergang.
Einige Mutige nahmen es wieder mit den kalten Pazifikwellen auf. Aufwärmen konnten wir uns dann auch von Innen, denn unser letzter Halt für heute führte uns zum Weingut Undurraga. Hier probierten wir nach einer Tour über das Weingut den leckeren Tropfen. Zurück in Santiago stand der Abend zur freien Verfügung.
Der Flieger sollte um 05:25 Uhr starten und uns nach Punta Arenas bringen. Gegen 6 Uhr erfolgte dann der Start und wir konnten von oben den Sonnenaufgang und einige Vulkane sehen. Das rief besonders bei Michael (75 Fotos) große Begeisterung hervor.
Mit Zwischenlandung in Puerto Montt kamen wir endlich in Punta Arenas an. Chipa unser Maskotchen (selbst Pinguinin) war schon ganz aufgeregt. Ein Kleinbus fuhr uns in das Reservat der Magelanpinguine. Anfangs der Wanderung dachten wir, daß es dort garkeine Pinguine gibt. Später sahen wir viele von ihnen zwischen Gebüsch und Felsen sitzen, und ihre Jungtiere versorgen.
Vom Aussichtspunkt konnten wir sie auch beim baden beobachten. Chipa hat mit dem einen oder anderen ein kleines Schwätzchen gehalten.
Zurück in Punta Arenas gab es ein typisches Mittagessen - COMPLETO und wir deckten uns im Supermarkt mit Verpflegung für den Folgetag ein, bevor uns ein sehr bequemer Bus nach Puerto Natales brachte.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, gingen wir gemeinsam zum Pizzaessen (sehr lecker), bevor wir dann alle müde in die Betten fielen.
Um ca. 14 Uhr haben wir uns mit "leichtem" Gepäck zu unserer Hütte aufgemacht. Wir mussten ca. 350 Höhenmeter überwinden. Stetig ging es bergauf und es nahm kein Ende. Nach 1,5 Stunden und reichlichem Wasserverlust durch körperliche Betätigung erreichten wir unserer Ziel. Nach dem Einchecken wurden wir auf 7-und 8- Bettzimmer verteilt. Erinnerungen an lang zurückliegende Schulzeiten in Jugendherbergen kamen auf. Frohenmutes zogen einige von uns los um dem Wasserverlauf folgend zu den Torres zu gelangen. Der lockere Spaziergang entpuppte sich jedoch als weitere Krackzelei am Berg heraus. Die Baumgrenze war unerreichbar. Nach 1,5 Stunden und angesichts mangelnder Zeit entschieden wir uns für den Rückzug. Zurück im Refugium fielen wir ausgehungert über das leckere Dreigängemenü her. Ein paar Todesmutige planten für den nächsten Tag die erneute Bezwingung der "Torres" zum Sonnenaufgang. Nach ein paar Bieren, Rotwein und einer von Katha gesponsorten Flasche Pisco Sour verzogen wir uns in unsere Schlafsäcke.
Nach einem ausgiebigen Frühstück wagte ein Teil der Gruppe den Abstieg bei Regen ins Tal. Dick eingepackt zogen sie wie Wichtelmänner von dannen. Der Rest zog es vor den Regen mit ein paar Runden MauMau zu vertreiben- und es funktionierte!
Unten angekommen, erwartete uns bereits Manuel mit einigen Dosen Cerveza zum Ausgleich unseres Flüssigkeitverlustes. Dann fuhren wir aus dem Park zu der Hacienda Manantiales, wo uns ein fertig gegrilltes Lamm am Spiess erwartete.
Ausgezehrt, wie wir es schon wieder einmal waren, blieben nur noch die Knochen übrig. Gesättigt und zufrieden traten wir nach einer sehr windigen Besichtigung der Schaffarm den Rückweg nach Puerto Natales an. Begleitet wurden wir von Kondoren, die jedoch jedem Teleobjektiv zu weit entfernt waren. Stattdessen fotografierten wir Lupine und Caranchos. Spruch des Tages:
Christine beim Anblick der Schafschurboxen: Hier werden die Schafe geschält.
Wenn ich sage 6:50 Uhr, dann meine ich das auch so. Und nicht 10 min vorher oder um 5 Uhr aufstehen.
Der Bus isch komma, s´isch a effendlicher gwea, jetzt ka dui Fahrt noch Calafate los gea. Mr send aigschdiga, d´Kontroll em Bus war schdreng ond et zom schbassa, s´hot Hendl gea ond am End hen miasa zwoi d´Bus verlassa. Om zwoi ischmer en Calafate akomma, henn gmoind s´Hodel wird em Schdurm aignomma. Doch oser Hodel hot Drebba bis en Hemmel nauf, mr henns Gepäck gschlebbd daß mr´s schier et verschnauft. Ansonschda, isch vom Tagesablauf, et viel zom saga, ausser dia mordsdrom Schdek am Obad dr Maga hot´s grad no verdraga. Spruch des Tages:
In gemeinsamer Runde haben wir das kleine Schwabikum geprobt:A grasgreas Gardadierle
Nach ca. 1:45 Std. haben wir die Schiffsanlegestelle erreicht und die Gruppe unternahm eine Bootsfahrt zum Gletscher. Leider regnete es. Während der Busfahrt unterrichtete uns Veronica über die Gegend und Entstehung des Gletschers.
Nach der Schifffahrt fuhren wir mit dem Bus zum Parkplatz am Aussichtspunkt nördlich am Gletscher, wo erst ein Picknick im leichten Regen eingenommen wurde. (Gut organisiert von Katha). Danach konnte auf gut angelegten Stegen der Gletscher weiter beobachtet werden. Bei immer heftiger werdenden Schauer konnte man mit Glück das Kalben des Gletschers beobachten.
Durch das schlechte Wetter bedingt, wurde die Heimfahrt nach einem wärmenden Kaffee früher als geplant angetreten. Trotz des nicht optimalen Wetters war der Ausflug sehenswert und gelungen. Spruch des Tages:
In Calafate war das schönste Wetter, aber kein Gletscher.
Die anderen blieben noch zum Souvenirshoppen in Calafate und flogen mit etwas Verspätung der Gruppe nach. Am Abend trafen wir uns zum Königskrabbenessen... lecker!!!!
Lunch: Picknick mit Wein im Zelt. Als Verdauungsspaziergang gab es eine 3-stündige Wanderung durch den Nationalpark Feuerland und an den Ufern des Beaglekanals. Viel gelernt haben wir über die Ureinwohner, und die besondere Flora und Fauna. Am frühen Abend war noch eine Biberpirsch angesagt. Wir haben sogar Biber gesehen! (jeder einen). Dann ging esn noch zum Endederwelt-Eintopf vorm Kamin. Frederico und Leo machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis. Spruch des Tages:
Federico: "You can leave all your stuff in the bus" Heike: "Can I leave my husband?"
Im Taxi ging es dann zum Puerto Madero und zu Mittag aßen wir einen mexikanischen Snack. Wir trafen uns mit Daniel, unserem Fahrradguide, und er zeigte uns seine Stadt auf andere Weise. Unser Fahrradkonvoi sorgte für großes Aufsehen während der Tour.. Es gab einen Stopp beim Friedhof in Recoleta (Grab von Evita). Von dort aus ging es zum Plaza de Mayo, wo die Tour endete. Am Abend genossen wir eine beeindruckende Tangoshow im Teatro Piazolla mit einem tollen Galadinner. Tanzenderweise sind wir dann wieder ins Hotel geschwebt.
Dann ging es zum Busbahnhof. Nach einigem Warten traten wir in Aktion und suchten den richtigen Bus. Wir durchquerten einmal den riesigen Busbahnhof, bis wir am Ausgangspunkt ankamen, wo unser Bus wartete. Die Fahrt war ruhig und kürzer als gedacht. Besser 18 Stunden im Bus als 14 Stunden im Flugzeug.
Leider blieb keine Zeit zum Kleidungswechsel, was (wie sich später herausstellen sollte) auch nicht notwendig gewesen wäre.... Mit Fahrer Oscar und Führer Pedro gelangten wir nach kurzer Bushfahrt auf die argentinische Seite der Iguazu Wasserfälle. Dies war ein weiterer Höhepunkt dieser sehr abwechslungsreichen Reise. Erst erkundeten wir zu Fuß unter anderem den Teufelsrachen( grösster Wasserfall in Iguazu). Dann wurden wir mit einem Jeep abgeholt,der uns durch den Regenwald fuhr. Leider fing es vorher zu regnen an ("im Regenwald regnet es halt auch einmal"). Dann ging es sofort weiter mit dem "Gran Aventura Speedschlauchboot" in die Wasserfälle hinein. Spätestens dann waren wir alle nass und erhielten somit unsere erste Dusche des Tages - "kostenlos" und waren spätestens dann bis auf die Unterwäsche nass.
Im Hotel "legten wir uns trocken", was sich auf Grund des Stromausfalles im ganzen Ort Iguazu etwas schwierig gestaltete.... Letztendlich beendeten wir diesen nassen Tag feuchtfröhlich in einem leckeren Grillrestaurant..... Spruch des Tages:
Brigitte stellt sich nach der Bootstour mit nassen Sachen bei beginnendem Regen unter. Katha: "Brigitte, haste Angst nass zu werden?"
Erste Station war der Vogelpark, in dem die ganze einheimische Vogelwelt, sowie Fauna + Flora zu sehen waren.
Anschließend folgte ein Hubschrauberrundflug über die Wasserfälle für einen Teil der Gruppe. In Foz de Iguazu konnten wir die Iguazu Wasserfälle von der brasilianischen Seite mit einem super Panoramablick betrachten. Aufgrund der Hitze ließen es sich die meisten nicht nehmen, wieder einmal eine erfrischende Wasserfalldusche zu nehmen.
Nach einem Mittagessen in der brasilianischen Mc Donald´s Variante mit Blick auf die Wasserfälle war der heutige Kurztrip nach Brasilien zu Ende. Wir fuhren wieder zurück nach Argentinien. Am Abend verabschiedeten wir uns von Argentinien mit einem ordentlichen Riesensteak und argentinischem Wein und Bier. Spruch des Tages:
Spruch des Tages:Viva Brasil!!!
Wir überflogen noch einmal die imposanten Wasserfälle und landeten wenig später in der brasilianischen Metropole des Karnevals.
Am Nachmittag hatten wir Zeit den Copacabana-Strand auf- und abzuschlendern, in die erfrischenden Fluten zu springen, oder einen Caipi am Strand zu schlürfen. So eine Abkühlung tut gut, denn hier ist es HEISS!!! (35* C) Spruch des Tages:
Hier braucht man sich gar nicht bewegen und trotzdem schwitzt man!
Anschliessend fuhren wir zur neuen Kathedrale von Rio, ein Bau der Moderne aus Beton. Eine alte Strassenbahn brachte uns zum Stadteil Santa Teresa, einem interessanten Künstlerviertel. Von dort fuhren wir mit dem Bus in das Sambastadion, wo bereits die Vorbereitungen für den grossen Karnevalsumzug getroffen wurden.
Im Zentrum der Stadt erholten wir uns bei einem leckeren Kuchen und Kaffee im berühmten Café Colonia. Gestärkt ging es zum Hauptplatz, wo wir zahlreiche historischew Bauten besichtigten. Der Nachmittag stand zur freien Verfuegung. Viele von uns verbrachten die Zeit am Strand der Copacabana.
Auch der Abend verging nicht ohne einen besonderen Höhepunkt, nämlich der Besuch des Sambaviertels im Stadtteil Lapa. Dort schauten wir dem bunten Treiben bei Bier und Caipi zu. Spruch des Tages:
Ilse: Heute trinken wir Caipiranja!
Unsere erste Herrausforderung bestand darin, die Busse der Kreuzfahrtschiffe aus denen Menschenmengen rausquollen umzuschiffen. Dank Maiks organisatorischem Talent, ergatterten wir die Tickets für die Bahn um 9:20 Uhr.
Die Fahrt führte uns durch den größten Nationalpark in einer Stadt. Oben angekommen begrüßte uns Cristo mit offenen Armen. Der gigantische Ausblick verschlug uns den Atem, Rio lag uns zu Füßen.
Nachdem wir uns satt gesehen, und alles fotografisch festgehalten hatten, ging es mit dem öffentlichen Bus zurück zum Hotel. Dieses war auch Ausgangspunkt für individuelle Unternehmungen des restlichen Tages.
Einige wollten noch ein paar Einkäufe erledigen, andere gingen zum Strand, und ließen sich erneut von den Wellen umhauen.
Danach schaukelte uns eine Fähre auf unsere Insel, denn trotz Bombenwetter war ein ziemlicher Seegang. Nach eineinhalb Stunden betraten wir die Ihla Grande (grosse Insel). Wir bezogen unser hübsches Hotel direkt gegenüber des kleinen Hafens und zogen sofort die Badesachen an, um uns in die Abkühlung bringenden Fluten zu stürtzen.
Dabei zogen wir von einem zum anderen Strand und suchten uns das beste Plätzchen. Am Abend genossen wir das idyllische Inselnachtleben, begleitet von einem Stromausfall und mindestens einem leckeren Caiprinha.
Ein anderes Ziel war die Lagoa Verde, wo wir die bunte Unterwasserwelt beim Schnorcheln betrachteten. Wir ließen es uns richtig gut gehen, und würden auch gerne noch länger bleiben. Aber es heißt Abschied nehmen und das taten wir feucht-fröhlich bei brasilianischer Küche und natürlich den nicht mehr wegzudenkenden Caipis, in einem kleinen Restaurant direkt am Strand.
Mit unserem klimatisierten Kleinbus ging es dann wieder Richtung Rio und zum Flughafen. Ein bisschen Zeit hatten wir noch. Also wurde nochmal leckeren Fruchtsaft getrunken; mit oder ohne Cachaça. Letzte Souvenirs wurden auch noch besorgt und dann der Abschied von Katha.
Ein letztes Winken und nun ging es nach Hause. Chipa unser Maskottchen hatte noch nicht genug vom Reisen und flog mit nach Deutschland. Ihr nächstes Highlight wird der Kölner Karneval.
15.01.12Michael
Auf der Tour hatte man einen schönen Einblick in die verschiedenen Regionen von Kolumbien. Von den Städten über landschaftliche Highlights (z.B. Nuqui) bis hin zur...
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Carolin