Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Auf nach Südamerika!
Die Gruppe flog über den Atlantik und Mathias über die Anden, bald geht es los! Ich erwarte euch schon im Terminal A :-) Willkommen in Buenos Aires!
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City Tour und viel Rindfleisch
Willkommen in Argentinien! Die erste gute Nachricht: die Gruppe ist vollzaehlig mit dem kompletten Gepaeck gelandet :-) Heute mussten wir nicht frueh aufstehen (wir haben schliesslich Urlaub). Nach einem leckeren Fruehstueck stand dann die Besichtigung des suedlichen Buenos Aires auf dem Plan. Zusammen mit Mathias, unserem in Bolivien geborenen "Ossi"-Tourguide und Tabata, unserem Local guide, zogen wir los. Die Sonne machte ihren Job gut, die ersten Sonnenbraende liessen nicht lange auf sich warten. Mittags ging es zum "Folge der Kuh"-Willkommensessen im Hafen. Hier haben wir den Rest der viventura-Crew aus Buenos Aires kennengelernt, die freundlicherweise die Rechnung uebernommen haben. Also ran an den 15 m langen Grill und essen fassen :-) Fleisch wohin das Auge reicht… Ist das das Paradies? Deutlich weniger dynamisch aber satt fuehrte uns Tabata nach La Boca zum legendaeren Fussballstadion. Ein Freiwilliger aus der Gruppe bekam noch ein Ticket fuer den Kessel der Fangemeinde am Abend. In San Telmo verabschiedete sich Tabata von uns. Danke, du warst spitze! Nach einem kurzen Kaffee ging es zurueck ins Hotel unter die ersehnte Dusche. Abends traf sich ein Teil der Gruppe auf einen kleinen Snack, wo nebenbei das Spiel der Boca Juniors uebertragen wurde. Ob wir vielleicht Karsten entdecken? Und ob wir ihn je wieder sehen? Das Spiel ging unentschieden aus, was uns hoffen liess. Abschliessend gab es noch ein gute-Nacht-Bierchen im Kilkenny, und ab ins Bettchen.
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Ins Tigre Delta
Wir sind heute zum Tigre gefahren und haben den Tag in der Natur verbracht. Auch heute mussten wir nicht früh aufstehen. Das auch heute wieder die Sonne schien, muss eigentlich nicht erwähnt werden. Wir tun´s trotzdem ;-) Heute startete der Tag mit schlechten Nachrichten: ein Erdbeben in Chile nicht weit von Santiago de Chile entfernt. Mathias musste uns für den Tag verlassen, um im Büro nach dem Rechten zu sehen, nicht jedoch ohne uns vorher unseren Guide für den Tag vorzustellen: "Heike" aus Köln sollte uns ins Tigredelta begleiten. Und noch jemanden stellte er uns an die Seite: unser namenloses Maskottchen, eine weiß-schwarzgefleckte Kuh.
In guten Händen und vollbepackt ging es gemütlich mit dem Kanu durch die Kanäle des Tigredeltas. Kein Boot kenterte, niemand fiel über Bord, nur ein paar Mückenstiche gab es zu beklagen. Unsere Lokalguides brachten uns sicher an unser Tagesziel, eine kleine Insel. Jetzt hieß es erstmal wieder Essen:-) Was? Fleisch natürlich! Als wäre der Tag noch nicht anstrengend genug gewesen, konnten wir nach getaner Arbeit noch 2h am Strand Sonne tanken. Bei Heike, die "eigentlich nie" angerufen wird, klingelte indes das Handy auf Hochtouren. Warum erfahren wir später.
Nachmittags überbrachte uns Mathias die nächste noch schlechtere Nachricht: das Erdbeben war schlimmer als gedacht, er musste zurück nach Santiago, d.h. Guidewechsel. Mathias verließ uns :-( und Heike, die am Vortag erst von einer Tour zurückkam, bleibt bei uns. Nachdem sich alle herzlich verabschiedet hatten, machten wir uns für den noch anstehenden Tangobesuch fein. Der Tango war der Wahnsinn, denn für diese Beinarbeit brauchen die eigentlich einen Waffenschein.
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Patagonien
Heute mussten wir etwas früher aufstehen, da wir nach Bariloche geflogen sind. Heike, unser Guide, musste noch eine Stunde früher los, aber sie half uns beim Check In. Mit Geduld kamen alle mal dran.
Eingestellt auf 10°C, vielleicht Regen und den berühmten patagonischen Wind erwarteten uns in Bariloche 30°C und Sonnenschein. Alle waren mit Gepäck, leider aber teilweise mit kaputtem Gepäck angekommen. Jetzt mal nicht trödeln, denn wir hatten noch viel vor hieß es.
Schon ging es in die Schweiz von Argentinien. Lange Strecken mit dem Auto sind hier nicht unüblich, ebenso Straßen mit Schlaglöchern. Gut geschüttelt und gerührt von der Landschaft wurden wir in den Nationalpark Nahuel Huapi gebracht, wo wir uns bei einem kleinen Spaziergang im Wald die Füße vertreten konnten. Da die Kulisse ein wenig an einen Bergsee in Österreich erinnert, ließen die ersten "Sissi! Franz! Was ist das?"-Anekdoten nicht lange auf sich warten. Die Damen der Gruppe stimmten angestachelt mit ein, wobei unsere männlichen Begleiter kopfschüttelnd das Weite suchten.
Kurz vor dem letzten Teilstück unserer Busfahrt machten wir einen letzten Fotostopp mit Tee, Café und süßen Teilchen von unseren Lokalguides. Lecker, wenn nur die Mücken nicht wären… 2h später und wirklich gut geschüttelt erreichten wir Pampa Linda, unsere Unterkunft für die nächsten 3 Tage. Außerdem gab es das heiß ersehnte Abendessen. Nein, kein Fleisch, aber argentinische Hausmannskost. Jetzt aber ab ins Bett, morgen steht Trekking auf dem Plan und wir müssen früh los.
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Erstes Trekking
Heute mussten wir wieder etwas früher aufstehen, aber, wie sollte es auch anders sein wenn Engel reisen, die Sonne brannte. Also hieß es für 6 von uns ab in die Berge. Leider nicht für Konni, der Norovirus hatte sie seit der Ankunft in Buenos Aires im Griff und schien den Urlaub auch zu genießen.
Sie hatte von den gruppeneigenen Internisten einen Tag Ruhe verordnet bekommen und lag brav im Halbschatten unter einem Baum. Es gibt Schlimmeres, aber ohne Virus wäre es doch viel schöner. Dafür traf sie eine bekannte Sippschaft im Nirvana: Holländer. Sie sind wirklich überall. Die Anderen starteten um 9 Uhr bei extrem gutem Wetter (keine einzige Wolke am Himmel) in Richtung Tronador-Gletscher. Eine wunderschöne Strecke, blöd nur, daß der beste Aussichtspunkt meist - wie auch in diesem Fall- recht weit oben ist (700m) und auch nicht um die Ecke (22km). Deshalb haben wir auch ca. 7h benötigt (hin und zurück).
Dafür wurden wir mit Kondoren und einem spektakulären Blick auf 2 Gletscher incl. Gletscherlagune und Wasserfällen entschädigt. Nach dem Rückweg mussten wir erst einmal unsere Wunden lecken.
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Pferdefreunde
Nachdem wir auch heute nicht zu früh, wenn auch mit schweren Beinen aus unseren Betten gekrochen sind, schien - natürlich - die Sonne. Wir nutzten den schönen Sonnentag für einen Ausflug zu Pferde.
Nur Alex wollte sein Glück nicht auf dem Rücken eines Pferdes sondern auf dem eines (Draht-)Esels suchen. Konni ging es zum Glück deutlich besser und sie war wieder dabei. Sie war auch die Einzige, die wirklich reiten konnte. Die Anderen nutzten den Trab eher als eine Ganzkörper-Lockerungs-Übung.
Insgesamt war es auch eher so, daß die Pferde mit uns einen Ausflug machten als wir mit den Pferden… Und dann ging es durch verwunschene Wälder, Tunnel aus Bambus und mitten durch reissende Gebirgsbäche, und das alles vor der imposanten Kulisse der Gletscher des Tronador. Unsere Pferde brachten uns sicher hinauf zum "Schwarzen Gletscher", wo sich beeindruckende Bilder boten. Auch den Rückweg zu Pferde meisterten wir spielend. Bei dem einen oder anderen Pferd fragte man sich, ob es den Norovirus abbekommen hat. Achims Pferd wählte schon aus Prinzip immer einen anderen Weg als die Anderen und Pia freute sich, als sie endlich Gas und Bremse gefunden hatte.
Den Nachmittag hatten wir frei und sämtliche Vorhaben wie wandern, spazierengehen oder Postkarten schreiben, endeten doch meist nur in einer wohlverdienten Siesta.
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Welch tolle Kayaktour
Nachdem die Beine vom wandern und reiten bereits gut beansprucht waren, fehlte uns noch ein Training für den Oberkörper. Wir standen diesmal etwas früher auf und fuhren zum Lago Gutierrez, wo unser alter Bekannter Fede auf uns wartete.
Nachdem wir uns in hübsche Neopren-Klamotten geschmissen hatten, ging es auf eine Kajak-Tour. Wir paddelten über glasklares Wasser, bei dem man meterweit in die Tiefe schauen konnte, wobei manchem Damen schwindelig wurde. Das Kajak-Team Manu und Achim musste einen außerplanmäßigen Boxenstopp einlegen und Manu bewies dann, dass Frauen auch sehr gut das Ruder übernehmen können. Karsten versuchte sich im kalten Wasser an einer Eskimorolle, und es fehlten nur 2cm.
Nach dieser tollen Bootstour machten wir uns auf in Richtung Chile. Unser Fahrer war ein weiterer Bekannter, Agostino. Es ist beeindruckend, wie man Auto fahren kann, ohne dabei auf die Straße zu schauen… Nichtsdestotrotz brachte er uns einmal quer über die Anden sicher nach Chile. Er war ganz begeistert, wie rasch und problemlos der Grenzübertritt klappte. Uns wunderte das nicht sonderlich. Haben wir schon erwähnt, daß die Sonne schien?
Am späten Nachmittag kamen wir schließlich in Puerto Varas an, einem netten Städtchen am Ufer des Lago Llanquihue. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt gab es Pizza mit 50cm Durchmesser und Cocktails in der Happy Hour. Danach waren alle glücklich und zufrieden.
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Unterwegs in Puerto Varas
Die Zeit zum Aufstehen war angemessen moderat, auch wenn man uns das nicht glauben würde, würde man uns beim Frühstück begegnen. Es ging dann auch gleich wieder los.
Am Vormittag haben wir "Busleute" gespielt und uns von einer Attraktion zur nächsten fahren lassen und so per Bus den Nationalpark Viconte Perez Rosales erkundet. Und was sollen wir wohl anderes berichten: nachdem sich der Frühnebel gelichtet hat, kam pünktlich am Petrohue-Wasserfall die Sonne raus und wir hatten einen großartigen Blick über das tosende Wasser mit dem Vulkan Osorno im Hintergrund.
Weiter ging es mit dem Bus zum Lago Todos los Santos, wo wir eine kleine Schiffahrt unternahmen. Danach rein in den Bus, zur Laguna Verde, raus aus dem Bus und anschließend wieder rein in den Bus und zurück nach Puerto Varas. Nach einer kurzen Erholung von der anstrengenden Busfahrt kam ein kleinerer und unbequemerer Bus, der uns zum Raften einsammelte. Nach einem kurzen Stopp zum Einkleiden ging es weiter an den reißenden Fluss. Beide Boote meisterten alle Stromschnellen wie Profis. Auch den Todessprung von einer Klippe unterwegs haben dann doch alle überlebt :-) Es war anstrengend, aber sehr spaßig.
Bevor es zurück ging, gab es noch einen Snack und Pisco Sour - wir hatten eine sehr lustige Rückfahrt, als Achim alle seine Sprachkenntnisse auspackte. In Puerto Varas trafen wir Pia und Ulrike wieder, die am Nachmittag unser Tagebuch online gepflegt hatten, Danke dafür!
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Navimag, die Erste
Ohne frühes Aufstehen wäre es doch kein Urlaub mit viventura. Also traten wir alle zeitig zum Frühstück an, um dann gleich weiter ins ca. 30min entfernte Puerto Montt zu fahren.
Hier haben wir unsere Bordkarten abgeholt und unser Gepäck abgegeben. Einmal quer durch den ganzen Ort (gefühlt) liefen wir wie eine Karawane zu einem großen Supermarkt, um uns für die Tage "auf hoher See" einzudecken. Danach schlenderten wir durch den Ort, schauten uns ein bisschen in Souvenirshops um und schrieben Emails nach Hause. Und wie das immer so mit einer Herde ist, trafen wir uns irgendwie alle im selben Restaurant wieder- instinktiv finden eben immer wieder alle zu unserer Leitkuh Mathias zurück.
Wir aßen ein paar Tapas, frischen Lachs oder auch nur ein paar Papas fritas. Und wie wir da alle so in der Loge saßen, unten die Markthalle und der Hafen, kam auch schon die Sonne raus.
Nachmittags ging es dann auf die Navimag. Da wir noch auf LKWs warten mussten, die ebenfalls aufgeladen wurden, hatten wir genug Zeit, uns mit den Gegebenheiten des Schiffes anzufreunden. Da die Navimag nicht ausgebucht ist, konnten wir sogar noch einmal umziehen und nun haben alle eine schöne und angenehme Unterkunft. Nach einer Sicherheitseinweisung und etwas Sonne auf Deck gab es unser erstes Essen an Bord.
Den Rest des Tages ließen wir an Deck und in der Bar bei Pisco Sour mit viel Lachen und hin und wieder Sterne schauen ausklingen. Danach ging es ab in die Kojen.
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Navimag, die Zweite
Der "Scheffe" hatte seine Drohung wahr gemacht und uns per Lautsprecheranlage um 8 Uhr aus den Federn geholt. Schließlich gab's Frühstück nur bis 9 Uhr.
Wie immer in Patagonien schien die Sonne und die Sonnenbrandgefahr war wieder mal immens (was einige Nasen einmal mehr zum glühen brachte :-) Nach diversen Seehund- und Delfinsichtungen ging es schon zum nächsten Fixpunkt des Tages, dem Mittagessen. Der Nachmittag verlief weitgehend ereignislos (abgesehen von einem Besuch auf der Brücke mit einer Ausstellung von Instrumenten aus den Anfängen der christlichen Seefahrt ;-)). Er wurde bestimmt von "Räckeln" an Deck, vergeblichen Whale-Watchings und Vorbereitung auf die meterhohen Wellen, die für unsere Ausfahrt auf den Pazifik angekündigt waren.
Der Drogenkonsum stieg exponentiell mit der Wellenhöhe, die tatsächlich merklich zunahm, sobald wir die sicheren "Canales" verlassen hatten. Vereinzelt wurde auch schon für den Karaoke-Abend geprobt, der als Abendveranstaltung angekündigt war. Dieser musste leider mangels Beteiligung ausfallen, obwohl Teile der Gruppe wirklich alles gegeben hatten… Stattdessen wurden wieder einmal einige Pisco Sour konsumiert, bevor alle rechtschaffend müde in die Kojen wankten…
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Navimag, die Dritte
Trotz der gefühlten meterhohen Wellen in der Nacht wurden wir auch heute wieder durch die freundliche Lautsprecherdurchsage geweckt. Aber wir sind ja Profis, egal ob "Drogen" oder Alkohol, pünktlich sind wir alle beim Frühstück erschienen.
Als 1.Highlight des Tages war uns ein einstündiger Ausflug an Land angekündigt. 10min vor geplanter Abfahrt wurde dieser leider abgesagt. Wir waren jedoch schon komplett eingekleidet. Na ja, dann war es halt eine Trockenprobe der wasserfesten Klamotten. Ansonsten machte die Sonne kurz die tariflich vereinbarte Pause. Es regnete mehr oder weniger und der Himmel zeigte seine komplette Palette an Grautönen. Der weitere Nachmittag wurde z.T. mit Schafskopfnachhilfe, Lesen, Schlafen oder Karten schreiben verbracht.
Bis nun ja das 2.Highlight sich durch kleinere gezielt platzierte Eisberge ankündigte. Ja, der Pius XI. Gletscher! Also wieder rein in die Klamotten und entgegenfiebern. Es war windig, kühl und feucht- aber super!!! Der Gletscher ist schon sehr beeindruckend in Form, Größe, Farbe- in allem also. Zur besseren Verarbeitung haben wir die Tätigkeiten des Nachmittags fortgesetzt und z.B. wieder Schafskopf gespielt.
Nach dem Essen sehnten wir uns dem 3.Highlight des Tages entgegen: BINGO!!! Was den Bingo-Abend betrifft, so soll der Schreiberling laut Alex und Konni schreiben, dass es keine besonderen Vorkommnisse gab. (Anm. d. Verfassers: Unter keine besonderen Vorkommnisse fällt folgendes: - Bingo ist ganz einfach: Wer Bingo sagt, muss tanzen. - Nachdem wir alle beim Bingo kläglich versagt haben, gewann Achim heroisch unter Einsatz von 2 Tänzen in der Verliererrunde 1 Flasche Rotwein - a Schneckerl (= sexueller Amerikaner) - Amis haben keine Ahnung vom Feiern, Amis können nicht tanzen. Was können Amis überhaupt?) Fazit: Es war lustig, es war spät, und es war viel zu wenig Pisco Sour.
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Navimag, Ende
Nachdem uns morgens ein letztes Mal ein fröhliches "Queridos pasajeros" entgegen schallte, begann unser letzter Tag auf der Navimag. Die Sonne hatte ihre Pause beendet und war auch wieder da.
Nachdem wir die letzten 3 Tage so mit Nichtstun beschäftigt waren, dass wir keine Postkarten schreiben konnten, wurde dies nun schnell nachgeholt. Das nächste Highlight waren wieder einmal die Fjorde. Es war extrem beeindruckend, wie der Azubi-Kapitän den 128m langen und 23m breiten Frachter im Slalom zwischen den Inselchen hindurch schipperte, sowie teilweise nur 80m Platz war, gefühlt noch viel weniger.
Mittags freuten wir uns, dass wir bereits um 13 Uhr in Puerto Natales waren, diesmal kam die Freude allerdings zu früh. Der Wettergott machte uns eine Strich durch die Rechnung. Es kam (natürlich bei strahlendem Sonnenschein) zu teils sturmartigen Böen, was ein Anlegen im Hafen unmöglich machte. So ankerten wir und konnten Puerto Natales 5 Stunden lang aus 300m Entfernung anschauen.
Gegen 18 Uhr legte die Crew ein bravouröses Anlegemanöver hin, Respekt! Dagegen war der Slalom durch die Fjorde ein Kinderspiel! Wir waren froh, dass wir an Land konnten, auch wenn der Abend noch etwas stressig wurde mit dem Ausleihen von Zelten, Rucksäcken, Schlafsäcken, dem Einkaufen für die kommenden Trekkingtage und natürlich Essen. Schließlich waren wir durch die Navimag Essen in 6-Stunden-Abständen gewöhnt.
Es gab zur Abwechslung mal viel Fleisch. Dann fielen alle in ihre Betten in froher Erwartung auf die Tage im Nationalpark Torres del Paine.
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Trekking Teil 1
Heute begann das große Abenteuer, unser 3-tägiges Trekking im Nationalpark Torres del Paine. Dafür mussten wir richtig früh aufstehen.
Frühstück gab es um 5.45 Uhr. Bepackt mit Zelten, Schlafsäcken, Isomatten, Klamotten und Essen für drei Tage hatte jeder ca. 15kg auf dem Rücken. Gefühlt waren es jedoch deutlich mehr… Zum Einstieg ging es erst einmal idyllisch im Katamaran über den Lago Pehoé. Zum Glück hatten wir lange Unterwäsche und Regenhosen eingepackt, denn es schien wieder einmal die Sonne ;-) Einzig der Glaciar Francés hing anfänglich in den Wolken, aber pünktlich zum Ausflug ins Valle Francés erstrahlte auch er im Sonnenschein.
Unsere Tagesetappe sah wie folgt aus: 2,5h bis zum Campamento Italiano, dann, wer wollte, einen 2h Ausflug zum oben genannten Gletscher und dann noch einmal 3h bis zu unserem Campingplatz am Lago Nordenskjoeld. Es ging den ganzen Tag auf und ab, über Stock und Stein und es war echt anstrengend. Belohnt wurden wir mit traumhaften Landschaften, strahlend weißen Gletschern, blaugrünen Bergseen und vor allem dem imposanten Torres del Paine-Massiv.
Das letzte Stück ging zwar idyllisch am See entlang, aber über viel Geröll und Wurzeln. Zusätzlich erschwert wurde das Ganze durch den zunehmenden Wind, zum Schluss waren es Orkanböen, die uns teilweise einfach umwarfen. Und wer glaubt, wir übertreiben: wir meinen Böen der Windstärke 12 nach Beaufort. Karsten hat Beweisfotos der Seeoberfläche geschossen oder vielmehr davon, was einmal die Oberfläche war. Irgendwann kamen wir dann ermattet an unserem Campingplatz, der geschützt im Wald lag, an. Ein chilenischer Bergführer beruhigte uns, dass es häufiger starken Wind gäbe und so waren wir guter Hoffnung, dass die Bäume um uns herum auch noch eine Nacht durchhalten würden. Alex und Karsten zauberten leckere Spaghetti al pomodore. Zum Nachtisch gab es zum aufwärmen erst mal Pisco Sour, unter Aufbringung sämtlicher Kräfte extra mit hochgeschleppt. Danach fielen wir alle, stolz auf uns, auf unsere harten Isomatten.
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Trekking 2.Teil
Es wurde Abend und es wurde Morgen: Zweiter Tag. Heute warteten ca.6 Stunden Marsch auf und ab und vor allem mit einem knackigen Schlussanstieg auf uns.
Nachdem alle mit etwas steifen Gliedern aus den Zelten gekrochen sind, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und marschierten tapfer los. Es trat das unerklärliche Phänomen auf, das das Gewicht der Rucksäcke immer schwerer zu werden schien, obwohl ja weniger Essen zu tragen war! Es schien, wir trauten es uns fast nicht zu sagen, den ganzen Tag die Sonne. Langsam könnten wir hier einen Textbaustein einfügen.
Wir marschierten fröhlich auf und ab und bewunderten wieder grandiose Landschaften. Das kann man kaum beschreiben, das muss man gesehen haben. Alle zu Hause können sich das dann auf den Fotos anschauen, wie viele wir davon inzwischen schon geschossen haben? Die letzte Stunde ging es dann richtig steil bergauf, was manchen von uns fast die letzten Kräfte raubte. Belohnt wurden wir mit dem traumhaft hoch im Tal an einem reissenden Gebirgsfluss gelegenen Campingplatz El Chileno.
Manu, noch voller Elan und beflügelt von der Leichtigkeit des ohne-Rucksack-Seins, beschloss, noch am gleichen Tag zu den Torres hinaufzulaufen, eine läppische 4-Stundentour. Wir anderen blickten bewundernd und weitgehend bewegungsunfähig hinterher, wie Heike und Manu sich auf den Weg machten und hofften, wir würden sie wiedersehen. Dann versuchten wir, möglichst gerade und wurzelfreie Stückchen Erde für unsere Zelte zu finden und hielten erst einmal Siesta.
Pünktlich zum Abendessen waren Manu und Heike wieder da und zwar völlig begeistert. Diesmal gab es Spaghetti al Pomodoro, verfeinert mit ajo und Rotwein und natürlich dem obligatorischen Pisco Sour. Dann ging es zum Aufwärmen eine Runde ins Refugio und früh in den Schlafsack. Schließlich würde es eine kurze Nacht werden.
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Trekking letzter Teil
Es wurde Abend und es wurde nicht Morgen, denn der 3. Tag begann schon mitten in der Nacht. Der Regen kam freundlicherweise in dem Teil der Nacht, der uns nicht störte.
Pünktlich zum Aufstehen um 4 Uhr war der Himmel wieder klar. Im Schein der Stirnlampen bahnten wir uns den Weg durch die Finsternis. Meterhohes Geröll und eisiger Wind versuchten uns von unserem Triumph fernzuhalten, aber es war vergeblich. Nach 2,5 Stunden erblickten wir endlich die Torres oder vielmehr wir erahnten sie. Es war nämlich noch stockdunkel. Aber die Sonne tat uns den Gefallen und ging auf, was die Torres atemberaubend erstrahlen ließ. Nach ca 1 Million Fotos (was die Fotoapparate beinahe ebenso glühen ließ) und der Sichtung einer fetten Maus traten wir schließlich, ordentlich durchgefroren, den Rückweg an und erreichten nach ca. 1,5h unseren Ausgangspunkt, wo wir uns erstmal mit einem heißen Tee wärmten.
So hieß es nun Klamotten wechseln, Zelte einpacken und wieder loslaufen. Vollständig und glücklich sowie ohne Blessuren (bis auf den obligatorischen Muskelkater) sind wir, nach ca 1.5h am Hotel "Las Torres" angekommen. Unser Bus fuhr uns zur Estancia " Los Manantiales". Dort gab es für uns ausgehungerte ein leckeres Lamm-Asado mit Salat und Kartoffeln. Super lecker!. Einige von uns hätten fast noch einen Hund adoptiert, der Rest sah sich noch eine Rodeo-Pferdedressur und eine Schafschur an.
Der Wind war wieder beeindruckend und da wir sehr müde (und nun auch satt) waren schliefen wir die restliche Strecke. Bis auf das Auftreten anderer Tiere: Flamingos, Guanacos und Ñandús und wie schon öfter Kondore! Die Abendgestaltung zollte dem Tag Tribut: bei Nancy im Hostal in der Küche bei Pisco Sour, Cola und Chips
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Durch die patagonische Steppe
Wieder einmal hieß es früh aus den Betten, denn unser Bus in Richtung El Calafate fuhr schon um 7 Uhr. Der Bus war ziemlich bequem, wenn einem nicht gerade biestige Nebelkrähen die Knie in den Rücken rammen…
Die meiste Zeit der Busfahrt verbrachten mir mit einer Mischung aus schlafen und in die Landschaft schauen. An der Grenze zwischen Chile und Argentinien erhielten wir unseren mittlerweile 5. Stempel in den Pass, wobei noch keiner so akkurat und mit Hingabe gestempelt wurde! Auf chilenischer Seite hörte übrigens exakt an der Grenze der Asphalt einfach auf und wir hofften, die Schotterpiste würde auch wirklich nach Argentinien und nicht ins Nichts führen… Am frühen Nachmittag kamen wir dann einigermaßen ausgeschlafen in El Calafate an, wo wir bei der, nennen wir es eigenwilligen, Nummerierung erst einmal unsere Zimmer suchten.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit diesen und jenen Dingen. Wir schlenderten durch das Städtchen, besorgten erste Souvenirs, hielten ein bisschen Siesta und freuten uns über den ersten richtigen Café seit langem. Zu Essen gab es wie immer genug, sonst werden wir unleidlich. Abends haben wir wieder einmal Unmengen an Fleisch vertilgt, wobei uns wohl der gefühlt einäugige Kellner mit seinem unverwechselbaren Timbre in der Stimme in Erinnerung bleiben wird!
Zum Abschluss gab es noch eine kleine Runde Schafkopf und dann ging es ab ins Bett.
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Gletscherwelten
Happy Birthday to you, Happy Birthday to you, Happy Birthday liebe Ulrike, Happy Birthday to you! (Melodie bitter selber summen)
Zum Frühstück gab es dem Anlass angemessen eine leckere Cremetorte, die sicher ohne Umweg auf die Hüften ging. Die hätten wir mal vor den Torres del Paine essen sollen, dann hätten wir auf den harten Isomatten weicher gelegen :-) Dann ging es endlich los zu einem weiteren Highlight der Reise, dem Perito Moreno-Gletscher. Wir waren schon über die Fahrt hinweg begeistert, denn wir wurden von unserer Führerin Soledad ununterbrochen mit Infos zu Land, Leuten, Estancias, Flora und Fauna gefüttert. Das war toll und hat richtig Spaß gemacht. Und dank Soledad haben wir nun endlich sowohl den sommergrünen als auch den immergrünen Notophagus in echt gesehen, was uns beruhigt sterben, äh, nach Hause fahren läßt… Aber weiter zum Perito Moreno. Zu den Klängen von Beethovens 9. tauchte er majestätisch und beeindruckend vor unseren Augen auf. Gebannt sahen wir ihn immer näher kommen. Das Besondere an diesem Gletscher ist die Halbinsel de Magallanes, von der aus man auf Stegen aus wenigen 100m Entfernung den 30km langen, 5km breiten und ca. 60m hohen Gletscher bewundern kann.
Zunächst taten wir das allerdings vom Schiff aus. Leider konnten weder hypnotisches Fixieren noch demonstratives Ignorieren den Gletscher dazu bringen zu kalben. Dabei stürzten teils haushohe Eisbrocken mit Getöse in den Lago Argentino. Danach wagten auch wir uns auf die Stege, wo es erst einmal ein fürstliches Picknick gab. Inzwischen war auch die Sonne herausgekommen, so dass es auch am Gletscher deutlich mehr Action gab. Dabei wurden auch wir von dem berühmten "sobald-im-Wald"-Phänomen nicht verschont: Sobald wir einen Aussichtspunkt verlassen hatten und durch den Wald zum Nächsten liefen, hörten wir garantiert an der Stelle, an der man vom Gletscher absolut nichts sah, ein lautes Donnern. Dieses wurde nur noch von Alex´ Schmerzschreien übertönt. Kaum war der Gletscher dann wieder in Sichtweite, spielte er toter Mann.
Nur Pia besaß den richtigen Riecher (manch einer nannte es frecherweise Faulheit), die Gruppe ziehenzulassen und noch an einem Aussichtspunkt zu verweilen, und sah dabei einen spektakulären Abbruch. Insgesamt war es aber für alle ein grandioses Erlebnis. Die Mauer aus Eis mit den vielen Spitzen, Schluchten, Formen und Farben, die sich je nach Lichteinfall auch noch dauernd ändern, vergisst man so schnell nicht wieder!
Zurück in El Calafate deckten wir uns mit Marmelade und Likör der gleichnamigen Beere ein. Dem Volksmund nach kommt derjenige, der von den Beeren ist, garantiert nach Patagonien zurück. Und das wollen wir alle! Am Abend ging es dann mit dem Bus weiter nach El Chalten. Auf der Fahrt begrüßte uns schon einmal zur Einstimmung auf den nächsten Tag der Fitz Roy, majestätisch im Sonnenuntergang.
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Trekking, Reiten und das süße Nichtstun
Heute ging es ganz entspannt erst um 8.30 Uhr los. Zumindest für die Trekkingfreunde. Denn anscheinend hat uns der Gruppenkoller gepackt und wir sind heute teilweise getrennte Wege gegangen.
Nach einem spärlichen Frühstück stieg die Hiking-Gruppe in einen Transportbus und wurde zum Ausgangspunkt des Trekkings gebracht, der Hostería El Pilar. Von dort aus ging es gemütlich durch dichten Wald mit kaum Steigung. Dabei durfte natürlich eine Nothofagus-Schulung durch unseren Guide Sergio nicht fehlen. In der Beantwortung und Unterscheidung von Immergrünen und Sommergrünen sind wir mittlerweile Experten (bzw. "Peritos" Anmerkung der Schreiberin ;-)).
Vorbei an etlichen Aussichtspunkten an denen wir spannende Klettergeschichten von Sergio erzählt bekamen und an den ein oder anderen Campamentos kreuzten wir den Río Blanco. Wir sahen angsterfüllt dem steilen vor uns liegenden Anstieg entgegen. Mittlerweile sind wir aber Profis im bewältigen von Rampen (wie von uns nun steile Anstiege genannt werden). In mäßigem Tempo stiegen wir die Felsen und Schotterstiege empor. Oben angekommen wurden wir mit einem großartigen Blick auf den Berg Fitz Roy und die Laguna de los tres oder auch Cerro Torre belohnt. Nach einem kurzen Lunch ging es auch schon wieder an den Abstieg mit leichtem Sonnenschein im Rücken. Im Hotel angekommen trafen wir Pia nach einem sehr entspannten Tag wieder. Und auch Konni war zurück und erzählte uns von ihrem Ausritt mit echten argentinischen Gauchos und wie nah sie am Abgrund vom Caballo runter musste, um ihre Mütze zu retten. Jetzt saßen wir beim Abendessen und mal schauen, ob sich noch ein Spruch des Tages ergibt. Abschließend noch kurz die technischen Daten der Wanderung: ca.18-19km, einzige nennenswerte Steigung 550m auf 1km (Aussichtspunkt) und die Dauer 9h mit Pausen
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Bis ans Ende der Welt
Heute mussten wir nicht früh, sondern unglaublich früh aufstehen :-( Um 4.30 Uhr klingelte der Wecker, damit wir pünktlich um 5 Uhr von El Chaltén zum Flughafen nach Calafate befördert werden konnten. Heute ging es an den A…,sorry, das Ende der Welt, nach Ushuaia. Zusammen mit zwei weiteren viventura Gruppen und dem stimmgewaltigen "Passat Chor" war die Besatzung unseres Fliegers fest in deutscher Hand.
Nach der Besichtigung unserer Zimmer und einem kleinen Snack zum Mittagessen (nicht, dass noch jemand vom Fleisch fällt) holten wir uns unseren Beweis ab, dass wir auch wirklich da waren: den Stempel in unseren Pässen vom Ende der Welt. Da wir ja nicht zum Spaß da waren, ging es gleich mit der "Barrakuda" weiter zum Seelöwen- und Kormoran-Watching. Ich darf auch nicht vergessen zu erwähnen, dass auch hier zwischendurch immer mal die Sonne vorbeischaute. Ein weiteres Highlight war noch der Leuchtturm am Ende der Welt, der eigentlich gar nicht der Leuchtturm am Ende der Welt ist. Aber das ist, finde ich, Ansichtssache :-)
Auch auf dem Kutter wurden wir mit Heißgetränken und Kuchen versorgt (nicht das noch jemand in Unterzucker fällt). Abschließend wurden wir noch freundlicherweise auf eine tote Kuh hingewiesen, welche am Ufer lag, um Kondore anzulocken. Kondore waren da zwar keine, ebensowenig Pinguine, aber die Kuh wurde trotzdem via Foto dokumentiert.
Höchste Zeit zum Abendessen, schließlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Heute stand Fisch auf der Speisekarte. Mmmmm, war der lecker. Doch der Abend war noch nicht gelaufen, denn der harte Kern, der hier namentlich erwähnt werden möchte ( A+A+M+K), zog in den hiesigen Irish Pub weiter. gegen 0.15 Uhr wankten wir gut gefüllt und gutgelaunt in Richtung Hotel!
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NP Tierra del Fuego
Heute sollten wir das Ende der Welt zu Fuß und zu Wasser erkunden. Dazu holte uns gegen 9.20 Uhr, ausgeschlafen, ein Bus mit unserem Guide Franco ab.
Im NP fuhren wir zum Postamt, eher Hütte am Wasser, am Ende der Welt und wanderten von dort 3h durch die Wildnis. Die Landschaft sah aus wie ein verwunschener Zauberwald. Es war sehr beeindruckend! Nachdem es die letzten drei Tage hier geregnet hatte, wir waren ja woanders, war der Boden sehr rutschig und unsere Schuhe sahen entsprechend aus.
Unterwegs hatte Franco das Funkgerät vergessen und als er dies holte, zeigte uns das Wetter kurz, wie schnell es hier zwischen Sonne und Regen mit Sturm wechseln kann: 5 Min. Aber wir haben ja gutes Wetter gebucht und daher ging auch dies schnell vorüber. Beim Campingplatz angekommen gab es Hühnchen vom Grill, Chips, Cola,… lecker. Danach ging es ans Paddeln!
Achim, Manu und Heike mit dem anderen Guide Martin in ein Boot und Karsten, Steuermann, Pia, Alex, Konni und Ulrike ins Andere. Ausgestattet mit Gummistiefeln, riesigen semiwasserdichten Hosen und Schwimmwesten entdeckten wir die Wildnis. Die Seitenarme bzw. Buchten waren sehr flach, so dass wir das ein oder andere Mal aufsetzten und z.T. der Steuermann schieben musste. Danke, Karsten. Aber der Ehrgeiz kam wieder einmal nicht zu kurz: nach vielen Zwischenspurts und z.T. fiesen Ablenkungsmanövern konnte es nur einen Gewinner geben. Der Phantasie kann hier freien Lauf gelassen werden… Nachdem wir an Land gegangen sind und die Hosen etc. wieder ausgezogen hatten, zeigte sich die ein oder anderen nassen Flecken an unseren Klamotten. Aber Unkraut vergeht bekanntlich nicht. Gegen 17 Uhr kamen wir wieder im Hotel an und um 18 Uhr nach einem kleinen Schläfchen wurden wir zur Biberbeobachtung mit Abendessen in einer Waldhütte von unserer gelben Limousine abgeholt und in den Sumpf des nahegelegenen NP gebracht. Ausgestattet mit Gummistiefeln und Fotoapparat machten wir uns auf den Weg zu den Bibern, leider ohne Ulrike, der war das Mittagessen nicht so bekommen. So musste sie leider passen und auf uns in der Waldhütte warten. Wir wanderten von Biberdamm zu Biberdamm immer in der Hoffnung nicht steckenzubleiben.
Nach gefühlten 3h und allen Wetterkapriolen von Sonne bis Schnee wollten wir schon aufgeben als sich endlich der Quotenbiber zeigte und so unsere Wanderung zum Erfolg machte. In der kleinen Hütte zurück, ließen wir den Abend zusammen mit einer weiteren viventura Gruppe bei Wein, Linseneintopf und Chips ausklingen.
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Zurück in Buenos Aires
Heute war der Rückweg nach Buenos Aires angesagt. Da die Abflugzeit einigermaßen gesittet war, konnten wir ausschlafen und machten uns nach den Ausfällen vom Vortag beinahe vollständig genesen auf den Weg zum Flughafen.
Dort erwartete uns zur allgemeinen Erheiterung bereits der berüchtigte "Passatchor", und es fehlte gerade noch, dass ein Abschiedsständchen gegeben wurde. Nach einem holprigen Flug (über Buenos Aires tobte ein Gewitter, das uns die Abendplanung noch einigermaßen verwässern sollte) checkten wir im Waldorf-Hotel ein. Dort mussten wir feststellen, dass St. Patricks-Day war und die halbe Stadt schon ziemlich angetrunken war… Trotzdem fanden wir in der Nähe ein nettes Lokal und ließen uns noch mal so richtig gut ein "halbes Rind" schmecken. Der Bezahlung gestaltete sich allerdings schwierig, da die gestellte Rechnung so gut wie nichts mit unserer Bestellung zu tun hatte. Nach gefühlten 3h Verhandlung konnte Karsten den Ober überzeugen, dass wir nicht alle ein ganzes Rind gegessen hatten und wir verließen das Lokal in den strömenden Regen.
An das Betreten eines Pubs war gar nicht zu denken bzw. wir scheiterten am unverschämten "Mindestverzehr". Aus Protest beendeten wir den Abend in der Hotellobby, wo wenigstens der Rezeptionist Mitleid mit uns hatte und uns mit Bier versorgte. So war Konni wenigstens etwas besänftigt…
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I want to ride my bicycle…
Mit müden Gesichtern von gestern, jedoch voller Vorfreude hieß es heute um 9.20 Uhr auf zur City-Tour mit dem Fahrrad. Ob wir das überleben?
Mit dem Lokalguide, orangenen Fahrrädern und Helmen ausgestattet, starteten wir in den Norden. Zur Erinnerung: Wir sind in Buenos Aires! Auf Radwegen oder Straßen unterwegs im Norden der Stadt: 7 Teilnehmer, Heike und der Lokalguide. Gestoppt haben wir unter anderem am Friedhof von Recoleta, wo Evita begraben liegt. Es war vor allem auch beeindruckend, wie wir durch den Verkehr gekommen sind. Es ist wohl noch keiner von uns an einer 11 bis 13-spurigen Straße Fahrrad gefahren…)
Gegen 14 Uhr haben wir dann Mittag in San Telmo gegessen, wo wir vor 3 Wochen auch schon waren. Danach ging es ins Hotel und wir haben die letzten Mitbringsel eingekauft. Abends sind wir dann gemeinsam in Richtung San Telmo ins "Desnivel" zum Abschlussessen oder doch eher der Henkersmahlzeit? Bis auf Alex und Karsten schwächelten alle und verwehrten die erneute Fleischaufnahme! Es war ein gelungener Abend mit sehr gutem Essen.
Aber der Abend war noch nicht zu Ende… In der Nähe des Hotels sind wir dann noch den Urlaub begießen gegangen. Der harte Kern landete schließlich im "Kilkenny" und wankte gegen 2.30 Uhr zurück ins Hotel.
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Time to say goodbye…
Ironie des Schicksals: Am letzten Tag konnten wir so lange ausschlafen wie nie. Wir wären wohl lieber früh aufgestanden und dafür noch in Argentinien geblieben… So aber hieß es Abschied nehmen. Die Landschaften, Erlebnisse, Eindrücke und Bilder werden hoffentlich lange erhalten bleiben!
Und so stiegen wir in unseren Flieger in Richtung Madrid. Dort gab es viele Turbulenzen, zum einen wetterbedingt, und zum anderen durch tieffliegende Kühe… Und als ein Blick in den Himmel uns zeigte, dass das Gehänge von Orion wieder nach unten hing, wussten wir, wir waren wieder zu Hause.
In Madrid und Frankfurt hieß es dann schweren Herzens Abschied nehmen. Aber: Heute ist nicht alle Tage Abend. Wir kommen wieder, keine Frage!