Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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"Bien venidos!!!!!"
22.30 Uhr. Ich stand wartend mit meinem viventura Schild am Flughafen und da kamen sie: Bärbel, Gerd, Ingrid, Manfred, Nicole und Ulrich. Und mit ihnen: Alle Gepäckstücke. Die erste Hürde wurde also spielend gemeistert.
Wie fuhren in unser zentral gelegenes Hotel und checkten ein. Im Anschluss gingen wir ein paar Bierchen trinken und sprachen über die Tour. Eines ist jetzt schon klar: Es wird sehr lustig werden!
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"Hitze, Citytour und Steaks"
Früh morgens um 10.30 Uhr starteten wir bei jetzt schon bestechenden Temperaturen zur Citytour durch.
Das Mikrozentrum mit dem Obelisken, die Plaza de Mayo mit dem Regierungssitz und anschliessend das reiche Puerto Madero trieben Schweißperlen auf die Stirn und generierten Hunger. Beiden Zuständen wurde in einem hervorragenden Grillrestaurant Abhilfe geleistet.
Danach brachen wir zum Stadtteil La Boca auf. Hier wurde der Tango geboren, hier entstand der einzigartige Flair dieser verrückten Stadt. Und meine Rechnung ging wieder auf: Ich sah nur vergnügte Gesichter.
Anschließend nahmen wir einen Bus und fuhren durch den beliebten und alten Stadtteil Sant Telmo. Wieder an der Plaza de Mayo angekommen wechselten wir in die älteste U-Bahn Südamerikas, und fuhren zum Parlamentsgebäude.
Und wie im Fluge neigte sich der Tag auch schon dem Ende entgegen. Ich verabschiedete meine Gruppe im Hotel und freue mich darauf. Das dschungelartige Tigredelta wird sie mit Sicherheit begeistern.
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"Tango, Tango, Tango"
Heute fuhren wir nach Tigre, die kleine Stadt, die der Ausgangspunkt für Bootsfahrten in das gigantische Delta des Stromes Parana ist.
Dort angekommen, wurden wir von unserem heutigen Guide Rodrigo alle 7 - mit Manfried als Galionsfigur - in ein Kanu gesetzt und mussten bei leichtem Regen eine Stunde durch die Flüsse rudern.
Nach einem Kaffeestop setzten wir die Ruderei fort und kamen an einem Campingplatz an, wo wir zu Mittag gegessen haben. Alles bestellten sich ein Rumssteak und ich sah sogar noch zufriedenere Gesichter als bei der gestrigen Fleischvöllerei. Die Steaks waren weltklasse.
Nachdem wir uns wieder bewegen konnten, fuhren wir mit einem Leinenboot zurück nach Tigre, von wo uns unser Bus nach Buenos Aires zurückbrachte. Der erste Teil dieses Tages war ein voller Erfolg gewesen.
Abends versammelten wir uns wieder und liefen durch die belebte Einkaufsstraße Florida zu einer der besten Tangoshows, die Buenos Aires zu bieten hat. Und sie hielt, was sie verspricht: Ein bunter Mix aus athletischen Tänzern, Sängern und einer tollen Band versetzten die Gruppe in Tanzlaune. Ich sah schon wieder vergnügte und zufriedene Gesichter - also war auch ich zufrieden.
Jetzt aber ins Bett, denn morgen brechen wir früh zu unserem Patagonienabenteuer auf.
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"Auf nach Patagonien"
Heute begann das Abenteuer Patagonien.
Nach einem zweistündigen Flug kamen wir in Bariloche, einem schönen Städtchen, deutschen Ursprungs, mitten im Nationalpark Nahuel Huapi an.
Mit unseren lokalen Guides begannen wir eine wunderschöne Rundfahrt durch den Nationalpark. Zunächst nahmen wir aber einen Sessellift und erklammen den Berg Campanario. Die Aussicht auf all die Seen war überwältigend.
Abends kamen wir nach einem langen und herrlichen Tag in Pampa Linda an. Hier werden wir die nächsten zwei Tage verbringen. Ich sah schon wieder nur zufriedene Gesichter. Jetzt aber ins Bett, denn morgen kommt die erste größere Wanderung.
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"Am Fuße des Tronadors"
Es ging früh los. Mit unserem Bergführer El Colo machten wir uns zur ersten Wanderung auf. Das Ziel: Ein Aussichtspunkt mit Blick auf den gewaltigen Berg Tronador mit seinem Gletscher, dem Castanño Overa.
Ich muss sagen, ich war beeindruckt: Wie die jungen Gazellen meisterte meine Gruppe 800 Höhenmeter und legte dabei ca. 20 Kilometer zurück. Respekt!! Und das Beste daran war: Niemand bereut es. Alle sind sich einig, dass die atemberaubende Landschaft und der donnernde Gletscher ein unvergessliches Muss sind.
Abends machten wir ein schönes Kaminfeuer, tranken ein paar Flaschen Wein und hatten trotz Müdigkeit vom Laufen viel, viel Spaß.
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"Hoch zu Pferd"
Heute gingen wir es ruhiger an. Nach einem gemütlichen Frühstück wurden die Pferde gesattelt (Manfred bekam das Größte) und es ging los.
Es war beeindruckend, wie trittfest und sicher sich die Pferde durch die engen Waldpfade bewegten. Auch das Wetter meinte es so gut mit uns, dass wir bald alle von der Sonne verbrannte Handrücken beklagen mussten.
Dann kamen wir am schwarzen Gletscher an und ich traute meinen Augen nicht: Da, wo ich einen See erwartete und auch versprochen habe, erstreckte sich plötzlich eine karge, mondlandschaftsähnliche Lavagesteinsformation. Einer unserer Begleitgauchos hatte die Erklärung: Starke Regenfälle haben ein halbes Jahr zuvor einen Hang zum abrutschen gebracht, der zuvor als natürliche Schleuse für den See gedient hatte. Also lief der ganze See aus. Unglaublich!
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und schon relativ früh fielen die ersten Biere unserem Durst zum Opfer.
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"Über die Anden nach Chile"
Heute stand uns ein langer aber auch sehr interessanter und schöner Tag bevor. Äußerst früh brachen wir auf, und verließen Pampa Linda. Danke, es war super hier.
Uns erwartete die erste Akivität des Tages: Nicole, Bärbel, Gerd und Ulrich wagten eine Kajakfahrt auf einem der Seen des Nationalparks. Manfred, Ingrid und meine Wenigkeit blieben am Ufer zurück und genossen diesen wunderschönen sonnigen Morgen ohne nass zu werden.
Gegen Mittag fuhren wir weiter in Richtung Chile. An der Grenze wurden wir ordentlich gefilzt, und die ganze Prozedur dauerte ziemlich lange.
Die Fahrt ging weiter durch den chilenischen kalten Regenwald. Als wir abends in Puerto Varas ankamen, waren wir müde und belohnten uns mit einem genialen Abendessen in einem Fischrestaurant.
Um 24 Uhr war es soweit: Bärbels große Geburtstagsstunde hatte geschlagen: Die Kellner sangen lauthals und servierten Sekt. Einfach nur schön!
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"Zum Geburtstag viel Glück!!!!!"
Da konnte man eigentlich nur neidisch werden: Geburtstag im chilenischen Nationalpark Vicente Pérez Rosales. Wir fuhren an den herrlichen See Todos los Santos, und besuchten anschließend die grünen Petrohué-Wassefälle.
Nachmittags überredeten wir unseren Fahrer Luis, uns für ein Trinkgeld an die höchstmöglich befahrbare Stelle des Vulkans Osorne zu fahren. Ein bombastischer Anblick offenbarte sich uns. Luis erklärte uns, daß viele Reisende über eine Woche warten, um den Vulkan einmal ohne Wolken zu sehen.
Wir hatten selbstverständlich schon am ersten Tag Glück. Abends haben wir nochmals richtig Bärbels Geburtstag feiern. Dies war ein weiterer wunderbarer Tag der Reise.
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"Wir stechen in See"
Wie fuhren morgens nach Puerto Montt, dem Ausgangspunkt unserer dreitägigen Schiffsreise.
Ich kaufte mir noch schnell die schönste grellhellblaue Jacke der Welt, um die mich vor allem Bärbel zutiefst beneidet. Nachmittags traf ich meine Lieben wieder und wir gingen an Bord.
Bei herrlichem Wetter liefen wir aus. Abends gönnten wir uns eine Weinprobe, die sich gewaschen hat. Selbstverständlich ist der argentinische Wein um Klassen besser als der Chilenische. Schließlich fielen wir bei innerem Seegang in die Kojen.
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"Es schaukelt"
Heute regnete es, wobei es sich um ein typisch patagonisches Phänomen handelte.
Aber es sollte nicht nur Wasser, sondern auch Nudeln auf die Reeling regnen. Der Grund ist der Folgende: Gegen Nachmittag verließen wir die Fjorde und schipperten aufs offene Meer, in den Golfo den Penas, heraus.
Meine Gruppe, die bestens vorbereitet war, bediente sich verschiedenster Reisetabletten, und diese halfen auch. Wie ein Fels in der Brandung - ok, einmal wäre Manfried fast durchs Fenster gefallen (der patagonische Fenstersturz) - spielten wir bis spät in die Nacht Doppelkopf.
Anderen geht es schlecht: Grüne Gesichter und eben regnende Nudeln sind natürliche Begleiterscheinungen des heftigen Wellengangs.
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"Puerto Eden und Pius XI"
Heute ging es uns allen wieder gut, denn wir bewegten uns wieder in den Fjorden auf ruhiger See.
Vormittags kamen wir an dem kleinen indianischen Dorf Puerto Eden vorbei und durften einen Stunde an Land gehen. Unglaublich, dass hier mitten im Nichts Menschen das ganze Jahr über leben. Aber es ist so.
Nachmittags fuhr das Schiff einen Umweg und brachte uns ganz nahe an den größten Gletscher Lateinamerikas heran: Pius XI. Und wir hatten schon wieder Glück, denn das Wetter war sehr schön. Das habe ich hier noch nie erlebt.
Abends spielten wir bei Wein und viel Spaß eine weitere Runde Doppelkopf. Einige von uns ließen sich gemütlich in die Koje fallen. Der Rest genoss die Abschlussparty, die am letzten Abend auf dem Schiff gefeiert wird.
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"Land in Sicht"
Morgens neigte sich unsere Schiffsfahrt dem Ende entgegen und wir kamen in Puerto Natales an. Nachdem wir in einem schönen Hotel Quartier bezogen hatten, gingen wir erst einmal festländisch zu Mittag essen.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und die Gruppe erkundete die Kleinstadt. Ich bereitete derzeit die nächsten Tage vor, denn es gibt einiges zu tun.
Abends wurde es wieder sehr, sehr lustig. Beim Essen wurden wir von Gitarrenmusik und Gesang begleitet. Das ganze Restaurant klatschte im Takt und sang mit. Am lautesten schrie natürlich meine Gruppe. Das brachte uns den vollen Respekt einer weiblichen argentinischen Reisegruppe ein.
Vergnügt gingen wir zu Bette, denn morgen müssen wir fit sein: Ein Teil der Gruppe fährt nach Punta Arenas, der andere Teil wird lange, lange wandern gehen.
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"Für drei Tage Abschied nehmen"
Jetzt ging es los: Am Morgen verabschiedeten sich Ulrich, Nicole und ich uns von den Anderen. Die machten sich nach Punta Arenas auf und wollten dort Pinguine beobachten.
Wir hingegen schulterten unsere Rucksäcke und fuhren in den Nationalpark Torres del Paine. Hier begannen wir unsere dreitägige Wanderung. Ein Katamaran brachte uns über den See Petrohue, wo sich ein großer Campingplatz am Fuße des Paine Grande befindet.
Bei anfänglich ungemütlichen Bedingungen liefen wir los und wurden gleich von der bizarren und vielfältigen Landschaft fasziniert. Gegen Nachmittag besserte sich das Wetter und wir genossen fantastische Ausblicke. Nur der Wind mit ca. 100km/h blies uns sprichwörtlich um.
Nach 6h, wir liefen sehr schnell, kamen wir im Lager Los Cuernos (die Hörner) an. Ulrich und ich nahmen mit einem Zelt vorlieb und Nicole nistete sich im Refugio (Berghütte) ein.
Nach dem Essen gingen wir schnell schlafen.
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"Starker Regen"
Ich wachte auf und es regnete. Mein Zelt war nass, das animierte mich zum aufstehen. Ulrich hatte mehr Glück gehabt, denn ich traf ihn trocken mit Nicole beim Frühstück.
Dann starteten wir wieder entlang der mächtigen Hörner, an unglaublichen Seen vorbei. Kondore schwebten über uns und ja es hörte auf zu regnen.
Mittags rasteten wir und bereiteten uns mit ein paar Sandwiches auf den Aufstieg zum Refugio Chileno vor. Es war jetzt tatsächlich schönes Wetter und wir waren äußerst gut gelaunt.
Nachmittags kamen wir am Ziel an und es war immer noch schönes Wetter. Somit beschlossen wir den sofortigen Aufstieg zu den Torres (Türmen), nach denen der Park benannt ist. Man kann zwar viel, aber doch nicht alles haben. Es zog wieder zu und wir brachen ab.
Dann kam der große Regen. Der ganze Campingplatz schwamm und alle Zelte, bis auf Ulrichs und meines, wurden überflutet. Wir beschlossen morgen um 5 Uhr aufzustehen und hoffen auf das Glück, die Türme in der aufgehenden Morgensonne zu sehen.
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"Das Wiedersehen"
Mein Wecker klingelte um 5 Uhr, ich schaute aus dem Zelt und musste feststellen, das es bewölkt war. Ich verzichtete also darauf, Nicole und Ulrich zu wecken und verschob das Unternehmen Turmaussichtspunkbesteigung auf 8 Uhr.
Wirklich geändert hatte sich in den drei Stunden nichts. Dennoch machten wir uns auf den Weg. Am Aussichtspunkt angekommen, erwartete uns ein netter, kleiner Schneesturm. Trotzdem waren wir bester Dinge. Ein Abenteuer ist der Aufstieg jedenfalls gewesen.
Dann machten wir uns auf zur letzten Etappe. Das Ziel war eine Hosteria in der Tiefebene, wo wir unsere Pinguinfreunde treffen wollten. Ich fragte mich, was sie in Punta Arenas gemacht haben. Mit Sicherheit haben sie einen Pinguin gegrillt oder eine Seelöwin gemolken.
Das Wiedersehen war wunderschön: Alle waren bester Dinge und hoch zufrieden. Wir fuhren auf eine Estancia, wo Schafe gezüchtet werden und aßen ein Lamm. Das tat gut.
Spät Nachmittags kehrten wir wieder nach Puerto Natales zurück. Nach einem vergnügten Abend gingen wir alle schlafen.
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"Wieder in Argentinien"
Heute durften wir endlich einmal früh aufstehen. Um 7 Uhr brachen wir mit einem öffentlichen Bus nach El Calafate auf.
Diesmal war die Grenzüberschreitung ein Kinderspiel: keinerlei Kontrollen, ein schneller Stempel, und schon sind wir wieder in meinem über alles geliebten Argentinien. Die Fahrt durch die patagonische Steppe dauerte drei Stunden und wir kamen in El Calafate, dem Ausgangsort für die Besichtigung des faszinierenden Gletschers Perito Moreno, an.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Die Gruppe genoss den guten Kaffee Argentiniens und die Sonne.
Nach einem schönen Abendessen gingen wir zu Bette, denn morgen steht uns einer der interessantesten Tage der Tour bevor.
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Der Perito Moreno
Heute erwartete uns einer der interessantesten und schönsten Tage der Tour: Vormittags sollten wir den Gletscher Perito Moreno - der mit den Wasserfällen von Iguazu wichtigsten touristischen Attraktionen Argentiniens - besichtigen, und nachmittags fuhren wir nach El Chaltén mit seiner unglaublichen Gebirgslandschaft.
Und schon ging es los: Nach einer Stunde Fahrt durch die Steppe kamen wir beim Perito Moreno an. Zunächst erkundeten wir die Eismassen mit einem Boot und anschließend bewunderten wir ihn von Balkonen, die rundherum errichtet wurden. Dabei gönnten wir uns ein leckeres Picknick und waren bester Laune. Die Kameras liefen vor allem dann heiss, wenn blauschimmernde Eismassen abbrachen und in den See fielen.
Dann brachen wir nach El Chaltén auf. Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden und wir hatten wie immer Glück: Es war strahlend blauer Himmel und am Horizont sahen wir den Fiz Roy, den höchsten und faszinierendsten Berg Patagoniens. Als wie schließlich in Chlatén angekommen sind, waren wir nicht zuletzt wegen der Reise, sondern auch wegen der vielen Eindrücke erschöpft aber glücklich. Wir ließen den Tag mit einem leckeren Essen ausklingen und freuten uns auf die morgige Wanderung.
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Wandern und Wein
Heute traten wir die letzte große Wanderung der Tour an: Den letzten Anstieg mit einbezogen, reden wir von 24km in einer Zeit von 8 - 10h.
Selbstverständlich griff auch heute Bärbels 50 Euro Schönwetterkasse und wir hatten ein weiteres Mal das unverschämte Glück, bei besten Bedingungen und fantastischen Aussichten zu laufen. Gegen Mittag - und alle hatten die ersten 3 Stunden mit Bravour gemeistert - machten wir eine Pause, aßen unsere überdimensional gossen Sandwiches und beschlossen uns zu trennen.
Ingrid, Bärbel, Gerd und Mani traten mit dem Bergführer den Rückweg an. Ich wollte mit Nicole und Ulrich den Aufstieg an den Fuße des Fitz Roy wagen, wo uns fantastische Gletscher und Lagunen erwarten sollten. Fast am Ziel mussten wir allerdings abbrechen: Der Wind hatte eine derartige Stärke angenommen, dass er uns im wahrsten Sinne des Wortes förmlich umbließ. Dennoch waren wir bester Dinge, ein Abenteuer war der Aufstieg auf jeden Fall.
Wohlbehalten trafen wir uns am frühen Abend in einer Vinotek und ließen uns verdienterweise köstlichste Weine und Käseplatten servieren.
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Am Ende der Welt
Am frühen Morgen brachen wir auf und fuhren zum Flughafen nach Calafate zurück. Wie immer lief alles wie am Schnürchen; gegen Mittag kamen wir in Ushuaia der südlichsten Stadt der Welt an.
Nach einer kurzen Mittagspause liefen wir zum Hafen und heuerten auf einem in seine Tage gekommenen Schiff an, um den Beagle Kanal kennen zu lernen. Die Navigation war herrlich, wir kamen an Inseln vorbei, die mit Seehunden und Kormoranen bevölkert sind. Hungrige Geier erschreckten die Seehunde, und wir genossen das bunte Tiertreiben.
Abends gingen meine Lieben ins Stadtzentrum von Ushuaia essen, und ich vergnügte mich mit dem Schreiben des Tagebuches.
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Biber und Linseneintopf
Unser letzter Tag in Patagonien brach an, und wir hatten nochmals volles Programm: Morgens fuhren wir in den Nationalpark Ushuaias und begannen mit einer Kanufahrt über den See Roca, der in den Beagle Kanal mündet.
Am Ziel, einem schönen Campingplatz, angekommen, wurden wir in einem Zelt für die Ruderei mit einem leckeren Essen belohnt. Mit vollem Bauch wanderten wir danach an der Küste entlang und ließen uns von der bizarren und einzigartigen Landschaft Feuerlands bezaubern.
Am späten Nachmittag fuhren wir nach Ushuaia zurück. Viel Zeit zum Ausruhen blieb uns allerdings nicht, denn schon eine Stunde später holte uns unser Lokalguide Tincho mit einem Jeep ab und brachte uns in die Wildnis Feuerlandes, um Biber zu beobachten. Dort angekommen mussten wir erst einmal durch Sümpfe warten, um uns den Nagern zu nähern. Wir warteten und warteten und schon erschien ein prächtiges Exemplar.
Unsere Guides haben in der Nähe des Biberbaus eine Hütte, in der sie ein wärmendes Feuer anzündeten und uns einen deftigen und ausgezeichneten Linseneintopf kochten.
Keine Frage, ein würdiger Tag für den Abschluss einer fantastischen Tour in Patagonien ist zu Ende gegangen.
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Auf Wiedersehen Patagonien!
Gegen Mittag traten wir den Flug nach Buenos Aires an und verabschiedeten uns von Feuerland. Die Zeit in Patagonien war fantastisch, und sie ging sehr schnell - fast zu schnell - vorbei.
Argentinien ist groß. Von Ushuaia bis Buenos Aires fliegt man dreieinhalb Stunden. Wir kamen mit unseren Gepäckstücken wohlbehalten in der argentinischen Metropole an.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und meine Gruppe nutzte die Zeit für letzte Einkäufe.
Abends trafen wir uns wieder im Stadtteil Palermo und gingen in mein Lieblingsrestaurant armenisch essen. Es gewitterte heftig und alle freuten sich über unser Wetterglück in Patagonien.
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Mit dem Fahrrad durch Buenos Aires
Heute sollten wir Fahrrad fahren und den nördlichen Teil von Buenos Aires kennen lernen. Wir trafen uns mit Fahrradguide Daniel auf der Plaza San Martín und radelten in Richtung Recoleta, einem der wohlhabensten Stadtteile von Buenos Aires, los.
Im Herzen Recoletas befindet sich der berühmte Friedhof. In unzähligen, architektonisch herausragenden Mausoleen findet hier die Oberschicht der letzten 200 Jahre mit ihren Familien die letzte Ruhe. Abgesehen von Evita Peron, trafen wir auch einen anderen alten Bekannten wieder: Julio Roca, Präsident Ende des letzten Jahrhunderts, der Patagonien eroberte und dabei zielgerichtet die letzte indianische Bevölkerung Argentiniens fast vollständig ausrottete.
Nach der Fahrradtour trennten wir uns für ein paar Stunden und trafen uns abends bei mir zu Hause wieder, um uns noch einmal dem hervorragenden argentinischen Fleisch und Wein zu widmen. Wir verbrachten einen wunderschönen letzten Abend zusammen.
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Adios queridos!
Wir trafen uns gegen 11 Uhr zum letzten Mal bei dieser Reise im Hotel. Meine Gruppe erwartete mich mit gepackten Koffern, denn heute sollte sie zurück nach Europa fliegen.
Am Flughafen angekommen wählten wir einstimmig Nicole zur zukünftigen Fürsorgerin von Linda, unserer treuen Stoffkuh, die uns als Maskottchen während der gesamten Reise begleitet hat.
Dann ist der Augenblick gekommen und wir verabschiedeten uns voneinander. Es ist immer wieder ein komisches Gefühl, wenn man nach 23 Tagen, die man zusammen intensiv und wunderschön miteinander verbracht hat, sich lebe wohl sagt. Aber wer weiß, vielleicht habe ich ja nochmals das Vergnügen, den ein oder anderen dieser Supergruppe auf einer anderen Reise begleiten zu dürfen.