Reisetagebuch viActive Chile intensiv - 18.01.2010
Unsere Reiseteilnehmer mit ihrem Tourguide starten ihr Abenteuer am 18.01.2010. In diesem Reisetagebuch schildern sie ihre Erfahrungen die sie während ihrer viActive Reise durch Chile gemacht haben. Möchten Sie Ihre eigenen Erfahrungen machen? Lernen Sie unsere Auswahl an Rundreisen kennen!
Reisebericht | Tour vom 18.01. - 13.02.2010
Reiseleiter dieser Tour: Kathrin
"Hi liebe XXL-Chile-Reisende! 4 Wochen sind vorbei wie im Fluge... sie haben uns in den Norden und vor allem in den Süden Chiles geführt.
Ob Wüste, Vulkane, Fjorde oder windumtostes Patagonien... wir haben all das zusammen erlebt! Jeder wird einen anderen Ort als Highlight benennen. Für mich persönlich war der Karneval der Kulturen in Valparaiso mit Euch ein Erlebnis, die Wanderung in den Huerquehue-Nationalpark unvergesslich, die Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen ein höllischer Spaß sowie die Fischversuche in Bahia Catalina der Beweis, das man manches echt mal probieren muss!
XXL bedeutet xxl-Orte die wir besuchten, xxl-Aktivitäten und Programmpunkte, xxl-Autopannen ;-)!, xxl-Regen über Torres del Paine, xxl-Cerveza Austral;-)...
Ich hoffe, ihr behaltet unsere Reise in guter Erinnerung, viele Grüße aus Santiago! Eure Kathrin"
"Hi liebe XXL-Chile-Reisende! 4 Wochen sind vorbei wie im Fluge... sie haben uns in den Norden und vor allem in den Süden Chiles geführt.
Ob Wüste, Vulkane, Fjorde oder windumtostes Patagonien... wir haben all das zusammen erlebt! Jeder wird einen anderen Ort als Highlight benennen. Für mich persönlich war der Karneval der Kulturen in Valparaiso mit Euch ein Erlebnis, die Wanderung in den Huerquehue-Nationalpark unvergesslich, die Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen ein höllischer Spaß sowie die Fischversuche in Bahia Catalina der Beweis, das man manches echt mal probieren muss!
XXL bedeutet xxl-Orte die wir besuchten, xxl-Aktivitäten und Programmpunkte, xxl-Autopannen ;-)!, xxl-Regen über Torres del Paine, xxl-Cerveza Austral;-)...
Ich hoffe, ihr behaltet unsere Reise in guter Erinnerung, viele Grüße aus Santiago! Eure Kathrin"
Morgen werdet ihr nach einem langen Flug in Santiago landen!
Und dann geht es auch schon los, auf unserer Reise kreuz und quer und vor allem längs durch ein wunderschönes Land...
| Flugtag |
Gegen mittag landete euer Flugzeug in Santiago de Chile. Eine lange Reise war noch etwas länger geworden durch eine Verzögerung in Madrid.
Nach den eisigen Temperaturen in Deutschland ist der Hochsommer in Chile natürlich erstmal eine ganz schöne Umstellung. Bei 30° im Schatten kamen wir dann auch ganz schön ins Schwitzen.
Wir bummelten am Nachmittag entspannt durch das Zentrum der Millionenstadt Santiago und tranken einen wohlverdienten Kaffee in einem "Café con Piernas". Es ist ein Konzept, das vor allem durch seinen einfach richtig guten starken Kaffee überzeugt, ob nun mit oder ohne Bein...
Vorher hatten wir dem Präsidentenpalast "La Moneda" einen Besuch abgestattet, und dabei über die jüngsten Wahlen in Chile gesprochen. Mit diesem historischen Gebäude im Hintergrund, liessen wir die Zeit der Allende-Regierung, den Militärputsch, die Diktatur, den "Übergang" zur Demokratie und die 20 Jahre Mitte-Links Bündnis Revue passieren.
Wie wird ein Chile aussehen, in dem nach Ende der Diktatur wieder eine rechte Partei das Sagen hat? Genug der Ernsthaftigkeit, dies ist ein Urlaub...
Nach diesem etwas abgespeckten Programm (geschuldet der Verspätung) kamen wir überein, dass der Cristobal-Hügel auch in einer Woche noch auf unseren Besuch wartet. Wir entschieden uns schliesslich zu einer kurzen Siesta.
Am Abend trafen wir uns mit dem lokalen Büro zum leckeren Abendessen, und eröffneten damit offiziell unsere Reise quer durch Chile. Sie wird uns im Laufe der Zeit in die schönsten Ecken dieses Landes führen wird.
Nach den eisigen Temperaturen in Deutschland ist der Hochsommer in Chile natürlich erstmal eine ganz schöne Umstellung. Bei 30° im Schatten kamen wir dann auch ganz schön ins Schwitzen.
Wir bummelten am Nachmittag entspannt durch das Zentrum der Millionenstadt Santiago und tranken einen wohlverdienten Kaffee in einem "Café con Piernas". Es ist ein Konzept, das vor allem durch seinen einfach richtig guten starken Kaffee überzeugt, ob nun mit oder ohne Bein...
Vorher hatten wir dem Präsidentenpalast "La Moneda" einen Besuch abgestattet, und dabei über die jüngsten Wahlen in Chile gesprochen. Mit diesem historischen Gebäude im Hintergrund, liessen wir die Zeit der Allende-Regierung, den Militärputsch, die Diktatur, den "Übergang" zur Demokratie und die 20 Jahre Mitte-Links Bündnis Revue passieren.
Wie wird ein Chile aussehen, in dem nach Ende der Diktatur wieder eine rechte Partei das Sagen hat? Genug der Ernsthaftigkeit, dies ist ein Urlaub...
Nach diesem etwas abgespeckten Programm (geschuldet der Verspätung) kamen wir überein, dass der Cristobal-Hügel auch in einer Woche noch auf unseren Besuch wartet. Wir entschieden uns schliesslich zu einer kurzen Siesta.
Am Abend trafen wir uns mit dem lokalen Büro zum leckeren Abendessen, und eröffneten damit offiziell unsere Reise quer durch Chile. Sie wird uns im Laufe der Zeit in die schönsten Ecken dieses Landes führen wird.
Um 9 Uhr deutscher Zeit (das klingt viel besser als 5 Uhr morgens chilenischer Zeit, oder?) begann die erste Etappe unserer Reise, der "Große Norden". Bei Sonnenaufgang noch einmal Santiago von oben gewunken und weg waren wir.
1300 km nördlich der Hauptstadt, in der Minenstadt Calama, besuchten wir den größten Kupfertagebau der Welt. Eindrucksvoll und ein bisschen bedrohlich wirkten diese riesigen Ausschachtungen, und noch viel mehr, die Pläne die Erdöffnungen bis 2018 zusammenzulegen. Wieviel Energie und Ressourcen diese Mine verschlingt, kann man kaum erfassen.
Dazu stach die Sonne heiß vom Himmel, der Himmel war wolkenlos und der Staub kratzte in der Kehle. Wir nahmen noch ein typisches chilenisches Mittagessen mit Tomatensalat, Cazuela und Eintopf zu uns. Anschliessend starteten wir zur letzten Etappe von 100 km, nämlich in Richtung San Pedro de Atacama.
Gegen Nachmittag bezogen wir unsere Unterkunft mitten in der Oase und fuhren am späten Nachmittag ins Mondtal. Außergewöhnliche, schroffe Felsformationen und Dünen soweit das Auge reichte. Salzkristalle glitzerten unter unseren Füßen, und es fühlte sich fantastisch an. Es hätte kaum einen größeren Kontrast zu der Betonwüste Santiagos am Vortag und der aufgerissenen Erde des Vormittags geben können.
Diese Landschaft hat sich im Laufe von Millionen von Jahren geformt, und ist auf einzigartige Weise ursprünglich und unberührt. Die Kehlen waren ausgetrockent, umso besser schmeckte der Pisco am Abend, nachdem die Sonne langsam hinter dem Mittelgebirge verschwand. Spruch des Tages:
Statt Scharlatanen und Schamanen, soll man sich des Piscos erbarmen...! Oder wie sieht eigentlich ein Stoffpinguin die Welt??? (Pepe, der Pinguin, ist das Maskottchen der Tour).
1300 km nördlich der Hauptstadt, in der Minenstadt Calama, besuchten wir den größten Kupfertagebau der Welt. Eindrucksvoll und ein bisschen bedrohlich wirkten diese riesigen Ausschachtungen, und noch viel mehr, die Pläne die Erdöffnungen bis 2018 zusammenzulegen. Wieviel Energie und Ressourcen diese Mine verschlingt, kann man kaum erfassen.
Dazu stach die Sonne heiß vom Himmel, der Himmel war wolkenlos und der Staub kratzte in der Kehle. Wir nahmen noch ein typisches chilenisches Mittagessen mit Tomatensalat, Cazuela und Eintopf zu uns. Anschliessend starteten wir zur letzten Etappe von 100 km, nämlich in Richtung San Pedro de Atacama.
Gegen Nachmittag bezogen wir unsere Unterkunft mitten in der Oase und fuhren am späten Nachmittag ins Mondtal. Außergewöhnliche, schroffe Felsformationen und Dünen soweit das Auge reichte. Salzkristalle glitzerten unter unseren Füßen, und es fühlte sich fantastisch an. Es hätte kaum einen größeren Kontrast zu der Betonwüste Santiagos am Vortag und der aufgerissenen Erde des Vormittags geben können.
Diese Landschaft hat sich im Laufe von Millionen von Jahren geformt, und ist auf einzigartige Weise ursprünglich und unberührt. Die Kehlen waren ausgetrockent, umso besser schmeckte der Pisco am Abend, nachdem die Sonne langsam hinter dem Mittelgebirge verschwand. Spruch des Tages:
Statt Scharlatanen und Schamanen, soll man sich des Piscos erbarmen...! Oder wie sieht eigentlich ein Stoffpinguin die Welt??? (Pepe, der Pinguin, ist das Maskottchen der Tour).
Heute wartete das Altiplano auf uns!! Entlang der Salzwüste fuhren wir in südliche Richtung zum Tambillo. Das ist ein Akazienforst, der Schatten spendet und einen grünen Farbklecks in die Wüste setzt.
Von dort aus ging es weiter nach Socaire, das auf 3200 m einen atemberaubenden Panoramablick über den Salar und die angrenzende Salzkordillere bot. Von nun an nur noch bergauf, führte die Straße stetig bis auf 4000m. Hinter einem letzten Bergkamm, kamen nun intensiv blau leuchtende Lagunen zum Vorschein. Umgeben von 5000 m hohen Vulkanen lagen die Lagunen Miscanti und Meniques in einer kleinen Senke.
Vicunas, Flamingos und alle möglichen Wasservögel waren zu sehen. Das absolute Highlight: Am Ufer der Meniques-Lagune ist gerade ein Vicuna zur Welt gekommen, gerade mal vor einer halben Stunde. Kaum zu glauben, wie staksig die Beine, und wie schnell das Jungtier herumturnte. Man konnte sich nur schwer trennen, aber es warten ja noch andere Highlights auf uns, nämlich der Salar und die Flamingokolonie.
40°C ohne das sich ein Lüftchen rührte, da musste die Motivation schon groß sein um trotzdem eine Stunde die Landschaft und die Tiere auf sich wirken zu lassen. Da hilft nur noch ein: Eis!! Rettung fanden wir in Toconao... Ein kleiner Spaziergang durch die Gärten (bemerkenswert durch ihre Vielfalt an verschiedenen Früchten, denn Toconao hat Süsswasser) und ein kleiner Einkaufsbummel durch die Kunsthandwerksläden rundeten unseren Tag ab.
Er hat uns in unterschiedlichste Landschaften geführt. Wir waren in der Wüste und im Hochland, und schon nach 2 Tagen in Chile hat man sooo viel gesehen;-) Spruch des Tages:
Hat vielleicht jemand meinen Hut gesehen? (Alfred und das rätselhafte schwarze Loch in unserem Bus, das neben Hüten auch Kekse und Schuhe verschwinden lässt)
Von dort aus ging es weiter nach Socaire, das auf 3200 m einen atemberaubenden Panoramablick über den Salar und die angrenzende Salzkordillere bot. Von nun an nur noch bergauf, führte die Straße stetig bis auf 4000m. Hinter einem letzten Bergkamm, kamen nun intensiv blau leuchtende Lagunen zum Vorschein. Umgeben von 5000 m hohen Vulkanen lagen die Lagunen Miscanti und Meniques in einer kleinen Senke.
Vicunas, Flamingos und alle möglichen Wasservögel waren zu sehen. Das absolute Highlight: Am Ufer der Meniques-Lagune ist gerade ein Vicuna zur Welt gekommen, gerade mal vor einer halben Stunde. Kaum zu glauben, wie staksig die Beine, und wie schnell das Jungtier herumturnte. Man konnte sich nur schwer trennen, aber es warten ja noch andere Highlights auf uns, nämlich der Salar und die Flamingokolonie.
40°C ohne das sich ein Lüftchen rührte, da musste die Motivation schon groß sein um trotzdem eine Stunde die Landschaft und die Tiere auf sich wirken zu lassen. Da hilft nur noch ein: Eis!! Rettung fanden wir in Toconao... Ein kleiner Spaziergang durch die Gärten (bemerkenswert durch ihre Vielfalt an verschiedenen Früchten, denn Toconao hat Süsswasser) und ein kleiner Einkaufsbummel durch die Kunsthandwerksläden rundeten unseren Tag ab.
Er hat uns in unterschiedlichste Landschaften geführt. Wir waren in der Wüste und im Hochland, und schon nach 2 Tagen in Chile hat man sooo viel gesehen;-) Spruch des Tages:
Hat vielleicht jemand meinen Hut gesehen? (Alfred und das rätselhafte schwarze Loch in unserem Bus, das neben Hüten auch Kekse und Schuhe verschwinden lässt)
Auf zu den Geysiren... das ging nicht ohne sehr frühes Aufstehen. Noch sehr verschlafen machten wir uns auf den Weg zum 90 km entfernt liegenden geothermalen Feld.
Hier oben ist es kalt, ca. minus 2°, der kälteste Moment des Tages, kurz vor Sonnenaufgang. Wir waren auf 4200 m Höhe und spürten das auch, wenn wir kleinere Steigungen nahmen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Arten geothermaler Aktivität. Manche Öffnungen fauchen nur heißen, schwefeligen Dampf aus und andere blubbern konstant vor sich hin. Andere produzieren in regelmäßigen Abständen Wasserfontänen, bis zu 3m hoch. Gestärkt durch ein gutes Frühstück und starken Kaffee erkundeten wir weiter das weitläufige Geysirfeld, und schauten uns Schlammgeysire an, und beobachteten die Vizcachas, die uns erstaunlich nah "ran" liessen. Von einer Fangopackung rieten wir aber auch den Pinguinen unserer Gruppe mit Nachdruck ab;-).
Langsam aber sicher überzeugten uns unsere Kopfschmerzen, dass es Zeit für die Abfahrt Richtung Puritama-Thermen war. Die Fahrt durch das Hochland mit seinen aktiven Vulkanen und einzigartigem Farbspiel war ein Erlebnis für sich: vom Volkan Putana stiegen Schwefeldämpfe auf, und im Flussdelta vom Putana-Fluss gab es eine Vielzahl von Wasservögeln: Rallen, Blesshühner, Enten und Andengänse.
Als wir in Puritama ankamen, war es gerade Mittagszeit und die Sonne war sehr intensiv. Da half nur eins, nämlich solange im Wasser faulenzen, bis einem jemand einen Aperitif reichte. Am Nachmittag waren wir alle reif für eine Siesta um uns fit für einen Freitagabend in San Pedro zu machen.
Hier oben ist es kalt, ca. minus 2°, der kälteste Moment des Tages, kurz vor Sonnenaufgang. Wir waren auf 4200 m Höhe und spürten das auch, wenn wir kleinere Steigungen nahmen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Arten geothermaler Aktivität. Manche Öffnungen fauchen nur heißen, schwefeligen Dampf aus und andere blubbern konstant vor sich hin. Andere produzieren in regelmäßigen Abständen Wasserfontänen, bis zu 3m hoch. Gestärkt durch ein gutes Frühstück und starken Kaffee erkundeten wir weiter das weitläufige Geysirfeld, und schauten uns Schlammgeysire an, und beobachteten die Vizcachas, die uns erstaunlich nah "ran" liessen. Von einer Fangopackung rieten wir aber auch den Pinguinen unserer Gruppe mit Nachdruck ab;-).
Langsam aber sicher überzeugten uns unsere Kopfschmerzen, dass es Zeit für die Abfahrt Richtung Puritama-Thermen war. Die Fahrt durch das Hochland mit seinen aktiven Vulkanen und einzigartigem Farbspiel war ein Erlebnis für sich: vom Volkan Putana stiegen Schwefeldämpfe auf, und im Flussdelta vom Putana-Fluss gab es eine Vielzahl von Wasservögeln: Rallen, Blesshühner, Enten und Andengänse.
Als wir in Puritama ankamen, war es gerade Mittagszeit und die Sonne war sehr intensiv. Da half nur eins, nämlich solange im Wasser faulenzen, bis einem jemand einen Aperitif reichte. Am Nachmittag waren wir alle reif für eine Siesta um uns fit für einen Freitagabend in San Pedro zu machen.
Direkt nach dem Frühstück machten wir uns mit David unserem Fahrer auf den Weg: einmal quer durch Chile, könnte man sagen, und zwar an der breitesten Stelle des Landes.
San Pedro liegt nahezu an den Hochanden, und heute haben wir dieses 1. Hochplateau bis zur Domeyko-Kordillere durchfahren. Danach haben wir auf der anderen Seite, die 2. Ebene zwischen Küstenkordillere und Mittelgebirge, hinter uns gelassen. Alles in allem etwa 450 km auf denen wir vor allem eins sahen: nichts.
Etwa 120 km hinter Calama hielten wir bei der Salpetermine Chacabuco an. Kaum vorstellbar, unter welchen klimatischen Bedingungen dort körperliche Schwerstarbeit ausgeübt wird. Wir konnten das nachfühlen, denn die Sonne brannte uns fast den Schädel weg. Beeindruckend war aber dennoch, welchen Infrastrukturgrad die Mine besitzt. Sie hat ein eigenes Konzerthaus und Theater, ein Hotel, eine Schule usw.
Am Meer bei Mejillones aßen wir in einem typschen Restaurant zu Mittag und dampften weiter vor uns hin, einzige Rettung bestand aus einer Bootstour durch die Bucht zu den Seelöwen.
Am Abend kamen wir an der Felsformation "La Portada" an und warteten den Sonnenuntergang ab. Rot glühend versank die Sonne im Dunst über dem Pazifik. An der Felsformation herrschte ein reger Flugverkehr von Kormoranen, Pelikanen und Jotes. Einmal Vogel sein, und auf den Aufwinden entlang segeln...!
San Pedro liegt nahezu an den Hochanden, und heute haben wir dieses 1. Hochplateau bis zur Domeyko-Kordillere durchfahren. Danach haben wir auf der anderen Seite, die 2. Ebene zwischen Küstenkordillere und Mittelgebirge, hinter uns gelassen. Alles in allem etwa 450 km auf denen wir vor allem eins sahen: nichts.
Etwa 120 km hinter Calama hielten wir bei der Salpetermine Chacabuco an. Kaum vorstellbar, unter welchen klimatischen Bedingungen dort körperliche Schwerstarbeit ausgeübt wird. Wir konnten das nachfühlen, denn die Sonne brannte uns fast den Schädel weg. Beeindruckend war aber dennoch, welchen Infrastrukturgrad die Mine besitzt. Sie hat ein eigenes Konzerthaus und Theater, ein Hotel, eine Schule usw.
Am Meer bei Mejillones aßen wir in einem typschen Restaurant zu Mittag und dampften weiter vor uns hin, einzige Rettung bestand aus einer Bootstour durch die Bucht zu den Seelöwen.
Am Abend kamen wir an der Felsformation "La Portada" an und warteten den Sonnenuntergang ab. Rot glühend versank die Sonne im Dunst über dem Pazifik. An der Felsformation herrschte ein reger Flugverkehr von Kormoranen, Pelikanen und Jotes. Einmal Vogel sein, und auf den Aufwinden entlang segeln...!
Die erste Etappe unserer Reise in Nordchile ist schon zu Ende?! Am Morgen nahmen wir den Flieger nach Santiago und waren damit zurück in Zentralchile.
Direkt ging es weiter nach Valparaíso, auf dem Weg probieren wir ein wenig chilenische Spezialitäten rund um Cazuela und Empanada.
Am Nachmittag erkundeten wir mit Gabriel, unserem Lokalguide, die Stadt der 46 Hügel, ungezählter Wandmalereien und Graffitis: Valparaíso. Heute bestimmt die Stadt der Carnaval der Kulturen. Am Nachmittag waren viele Leute auf der Straße verkleidet und im Hafenviertel zog ein bunter Umzug durch die Straßen. Klar, dass wir dafür unsere Pläne ein wenig über den Haufen warfen, oder?
Die verschiedenen Nationen der Immigranten, denen Valparaíso im 19. Jahrhundert zur neuen Heimat wurde, passt super zum bunten Carnaval! Heute nachmittag faßten wir viele lose historische Enden zusammen: Wie der Salpeter mit dem pazifischen Krieg zusammenhängt? Warum so viele unterschiedliche Nationen in Valpo zu Hause sind? Wieso Valpo die schönste Stadt Chile ist?
Mit einem köstlichen Abendessen chilenischer Haute Cuisine und reichlich guten Getränken ging dieser farbenfrohe und anekdotenreiche Tag zu Ende.
Direkt ging es weiter nach Valparaíso, auf dem Weg probieren wir ein wenig chilenische Spezialitäten rund um Cazuela und Empanada.
Am Nachmittag erkundeten wir mit Gabriel, unserem Lokalguide, die Stadt der 46 Hügel, ungezählter Wandmalereien und Graffitis: Valparaíso. Heute bestimmt die Stadt der Carnaval der Kulturen. Am Nachmittag waren viele Leute auf der Straße verkleidet und im Hafenviertel zog ein bunter Umzug durch die Straßen. Klar, dass wir dafür unsere Pläne ein wenig über den Haufen warfen, oder?
Die verschiedenen Nationen der Immigranten, denen Valparaíso im 19. Jahrhundert zur neuen Heimat wurde, passt super zum bunten Carnaval! Heute nachmittag faßten wir viele lose historische Enden zusammen: Wie der Salpeter mit dem pazifischen Krieg zusammenhängt? Warum so viele unterschiedliche Nationen in Valpo zu Hause sind? Wieso Valpo die schönste Stadt Chile ist?
Mit einem köstlichen Abendessen chilenischer Haute Cuisine und reichlich guten Getränken ging dieser farbenfrohe und anekdotenreiche Tag zu Ende.
Heute war vor allem Eines reichlich vorhanden: Zeit! Entspannt frühstückten wir gegen 9.30 und brachen dann zu uner Stadtbesichtigung von Viña del Mar auf. Die Gartenstadt war völlig anders als das benachbarte Valparaíso. Es verfügt über kilometerlange Sandstrände und ebensolange pubs-und bargesäumte Straßen. Ideal also um einfach mal auszuspannen...
Wir besuchten noch die Quinta Vergara, den Moai, und natürlich die Blumenuhr, das Wahrzeichen der Stadt.
Nach einem üppigen Mittagessen im Mercado Cardonal leisteten wir uns eine Siesta, oder einen Kaffee. Einige machten einen Spaziergang zum Hafen, eben jeder wie er gerne wollte!
Am Abend war Tango angesagt, ein Festival, das Valparatango heisst. Musiker aus Uruguay, Argentininen und Paraguay waren vertreten, und das ganze fand auf einer Plaza am Abend statt. Wir stärkten uns in einer urigen Kneipe, bevor wir uns ganz auf den Tango einliessen.
Danach gönnten wir uns noch einen fantastischen Blick vom Paseo Atkinson auf den Hafen und die Quintil-Bucht. Spruch des Tages:
Ich hör hier immer nur "corazón (span. für Herz)", sagt Alfred zu den Herz Schmerz-Texten des Tangos...
Nach einem üppigen Mittagessen im Mercado Cardonal leisteten wir uns eine Siesta, oder einen Kaffee. Einige machten einen Spaziergang zum Hafen, eben jeder wie er gerne wollte!
Am Abend war Tango angesagt, ein Festival, das Valparatango heisst. Musiker aus Uruguay, Argentininen und Paraguay waren vertreten, und das ganze fand auf einer Plaza am Abend statt. Wir stärkten uns in einer urigen Kneipe, bevor wir uns ganz auf den Tango einliessen.
Danach gönnten wir uns noch einen fantastischen Blick vom Paseo Atkinson auf den Hafen und die Quintil-Bucht. Spruch des Tages:
Ich hör hier immer nur "corazón (span. für Herz)", sagt Alfred zu den Herz Schmerz-Texten des Tangos...
Wieder waren wir unterwegs und es hiess Abschied von Valparaíso nehmen. Unser Weg führte uns heute zuerst nach Isla Negra, wo der Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda ein Haus hatte, das heute als Museum fungiert.
Als großer Sammler braucht man Platz... und den hatte der Dichter hier zur Genüge. Buddelschiffe, Kompasse, Statuen aus Bronzen, Geschirr und Insekten, alles bunt und aus allen Herren Länder. Neruda trug es in seinen Häusern zusammen.
Es gab ein Mittagessen in einem Fischrestaurant direkt am Meer, bei starker Brandung und meterhohen Wellen, ein echtes Erlebnis. Wir tankten nochmal Frischluft und Kühle auf, bevor wir uns auf den Weg ins Landesinnere machten. Der gefühlte Temperaturunterschied lag bei min. 1 Grad pro Kilometer, zurückgelegte Strecke ca. 100km;-).
Doch als Entschädigung erwartete uns eine tolle Tour durchs Weingut. Wir erfuhren mehr über die historische Weinkellerei, und über die moderne computerisierte Produktion. Wir besuchten die Lagerräume und den Keller, und kamen schließlich zur Verköstigung. Cuvee, Carmenere und Sauvignon Blanc wurde uns zum probieren gereicht.
Am Abend besuchten wir noch den Cerro San Cristobal in Santiago. Den Aufstieg feierten wir mit einem echten Erdinger Weissbier;-).
Es gab ein Mittagessen in einem Fischrestaurant direkt am Meer, bei starker Brandung und meterhohen Wellen, ein echtes Erlebnis. Wir tankten nochmal Frischluft und Kühle auf, bevor wir uns auf den Weg ins Landesinnere machten. Der gefühlte Temperaturunterschied lag bei min. 1 Grad pro Kilometer, zurückgelegte Strecke ca. 100km;-).
Doch als Entschädigung erwartete uns eine tolle Tour durchs Weingut. Wir erfuhren mehr über die historische Weinkellerei, und über die moderne computerisierte Produktion. Wir besuchten die Lagerräume und den Keller, und kamen schließlich zur Verköstigung. Cuvee, Carmenere und Sauvignon Blanc wurde uns zum probieren gereicht.
Am Abend besuchten wir noch den Cerro San Cristobal in Santiago. Den Aufstieg feierten wir mit einem echten Erdinger Weissbier;-).
10
27.01.2010
Mittwoch | Santiago - Rally Anden - Dakar - Jeeptour
Christian, Thomas, Alfred und Friedhelm berichten von Zusatzmodul AndenJeep:
Früh am morgen, 7:30, kam Francisco mit seinem Gefährt angebraust. Bei herrlichstem Wetter ging's ab in die Anden. Auf dem Hinweg sah man alte Schmalspurbahnen deutscher Herkunft, auf dem Rückweg sahen wir dann alt aus;-)...
Der Stausee schillerte in unterschiedlichsten Blautönen und leuchtete unwirklich grün. Es handelte sich um das durch Bergwasser gespeiste Trinkwasserreservoir von Santiago. Von nun ging's bergauf bis auf 3000m Höhe.
Am Plateau angekommen, waren wir umringt von 5-6000ern. Es wartete schon eine Naturdusche direkt aus dem Fels, wohltemperiert, auf uns. Nebenan in der großen Lagune wärmten wir uns bei 35°C Wassertemperatur und intensivster Höhensonnenstrahlung wieder auf.
Nun trat Küchenzauberer Francisco in Aktion: Uns beeindruckte sowohl Qualität als auch die Art der Zubereitung: 1. Gang: Avocadosalat mit mexikanischen Tacos. 2. Gang: Geräucherte Reineta, 3. Gang: Gegrillte Chorizo , 4. Gang: Marinierte Rindersteaks in Sojasauce. Dazu ein Super-Rotwein, der bei uns fatale Wirkung hervorrief. Abgeschlossen wurde das Menü mit einem Espresso.
Im Anschluss machten wir uns auf eine Wanderung zu den 30min entfernt liegenden Wasserfällen. So dann schritten wir zum Bade, und dazu gab es frische Erdbeerschiffchen. Gegen 15h startete Francisco den Rückflug. Spruch des Tages:
Das Erdbeerschiffchen... zur allgemeinen Assoziation freigegeben: Erdbeeren geeist, auf 3000m Höhe auf lauwarmer Lagune. Und wir sind sicher, der nächste Sieger der Formel 1 kommt aus Chile und heißt Francisco...!
Früh am morgen, 7:30, kam Francisco mit seinem Gefährt angebraust. Bei herrlichstem Wetter ging's ab in die Anden. Auf dem Hinweg sah man alte Schmalspurbahnen deutscher Herkunft, auf dem Rückweg sahen wir dann alt aus;-)...
Der Stausee schillerte in unterschiedlichsten Blautönen und leuchtete unwirklich grün. Es handelte sich um das durch Bergwasser gespeiste Trinkwasserreservoir von Santiago. Von nun ging's bergauf bis auf 3000m Höhe.
Am Plateau angekommen, waren wir umringt von 5-6000ern. Es wartete schon eine Naturdusche direkt aus dem Fels, wohltemperiert, auf uns. Nebenan in der großen Lagune wärmten wir uns bei 35°C Wassertemperatur und intensivster Höhensonnenstrahlung wieder auf.
Nun trat Küchenzauberer Francisco in Aktion: Uns beeindruckte sowohl Qualität als auch die Art der Zubereitung: 1. Gang: Avocadosalat mit mexikanischen Tacos. 2. Gang: Geräucherte Reineta, 3. Gang: Gegrillte Chorizo , 4. Gang: Marinierte Rindersteaks in Sojasauce. Dazu ein Super-Rotwein, der bei uns fatale Wirkung hervorrief. Abgeschlossen wurde das Menü mit einem Espresso.
Im Anschluss machten wir uns auf eine Wanderung zu den 30min entfernt liegenden Wasserfällen. So dann schritten wir zum Bade, und dazu gab es frische Erdbeerschiffchen. Gegen 15h startete Francisco den Rückflug. Spruch des Tages:
Das Erdbeerschiffchen... zur allgemeinen Assoziation freigegeben: Erdbeeren geeist, auf 3000m Höhe auf lauwarmer Lagune. Und wir sind sicher, der nächste Sieger der Formel 1 kommt aus Chile und heißt Francisco...!
Nach einer sehr entspannten Fahrt im Nachtbus mit Liegesitzen kamen wir im Morgengrauen in Temuco an, und was sehen wir: das örtliche Krematorium. 2 Stunden später in Pucón dasselbe Thema, variiert, hier ein Beerdigungsinstitut, will uns das irgendwas mitteilen?? NEIN!!!
Eindringlich gewarnt, und dieses Omen vor Augen beschlossen wir, den Tag ruhig angehen zu lassen. Und erwartete ein sehr schön gelegenes und familiäres Hostal.
Einige von uns nutzten daher den Tag um abzuhängen, andere wahrten den Schein von Aktivität, und besuchten die Vulkanhöhlen. Unser Weg führte uns durch "Tuben" und Kathedralen, schokolierte Tunnel... und wer sich jetzt nix drunter vorstellen kann, muss selbst hinfahren...;-)
Abends trafen wir uns zu Steak, Forelle und Spaghetti. Wir ließen den Abend im Garten des Hostals mit leckeren Getränken ausklingen. Spruch des Tages:
Kathrin, bist Du sicher, dass es den gibt?? (Der Vulkan Villarica ist ein riesiger PR-Gag, könnte man nach einem Tag tiefhängender Wolken wirklich meinen...
Eindringlich gewarnt, und dieses Omen vor Augen beschlossen wir, den Tag ruhig angehen zu lassen. Und erwartete ein sehr schön gelegenes und familiäres Hostal.
Einige von uns nutzten daher den Tag um abzuhängen, andere wahrten den Schein von Aktivität, und besuchten die Vulkanhöhlen. Unser Weg führte uns durch "Tuben" und Kathedralen, schokolierte Tunnel... und wer sich jetzt nix drunter vorstellen kann, muss selbst hinfahren...;-)
Abends trafen wir uns zu Steak, Forelle und Spaghetti. Wir ließen den Abend im Garten des Hostals mit leckeren Getränken ausklingen. Spruch des Tages:
Kathrin, bist Du sicher, dass es den gibt?? (Der Vulkan Villarica ist ein riesiger PR-Gag, könnte man nach einem Tag tiefhängender Wolken wirklich meinen...
Blööömche und Rabbatten säumten den Weg... so Alfred aus dem Siegerland.
Völlig neue Landschaft wie aus längst vergangenen Zeiten: Bloß die Dinosaurier fehlten.
Araukarienwälder, Lagunen, uralte Eiben und Buchen erwarteten uns im Huerquehue-Nationalpark. Nach 5 1/2h bergauf/bergab in unberührter Natur lockte der Kuchen bei Tante Hilde uns sehr. Nach dieser Stärkung rumpelten wir über die Schotterstraßen zurück nach Pucon, wo es mittlerweile amtlich ist: Es gibt ihn doch. Der Villarica hat sich doch noch blicken lassen, und wir erfreuten uns am tollen Blick auf den schönen Vulkan von unserem Garten aus. Spruch des Tages:
Nach 2 Flaschen Rotwein: Es gibt ihn doch! Ein bisschen benebelt zwar, aber immerhin! (gemeint ist immer noch der Villarica...) oder" ich glaub ich geh ein Glas holen, dann kann ich wieder mitlachen". Abstinenz vs. gruppendynamische Komik...;-)
Araukarienwälder, Lagunen, uralte Eiben und Buchen erwarteten uns im Huerquehue-Nationalpark. Nach 5 1/2h bergauf/bergab in unberührter Natur lockte der Kuchen bei Tante Hilde uns sehr. Nach dieser Stärkung rumpelten wir über die Schotterstraßen zurück nach Pucon, wo es mittlerweile amtlich ist: Es gibt ihn doch. Der Villarica hat sich doch noch blicken lassen, und wir erfreuten uns am tollen Blick auf den schönen Vulkan von unserem Garten aus. Spruch des Tages:
Nach 2 Flaschen Rotwein: Es gibt ihn doch! Ein bisschen benebelt zwar, aber immerhin! (gemeint ist immer noch der Villarica...) oder" ich glaub ich geh ein Glas holen, dann kann ich wieder mitlachen". Abstinenz vs. gruppendynamische Komik...;-)
Von Pucón aus starteten wir früh nach Valdivia. Zunächst war es bewölkt und über Nacht hat es sich stark abgekühlt. Je näher wir jedoch der Stadt Valdivia kamen, um so stärker lichteten sich die Wolken.
Valdivia liegt am Zusammenfluss mehrere Wasserläufe und die Stadt wird und wurde stark dadurch geprägt: Ein Teil der Stadt liegt auf der Teja-Insel. Das bisher stärkste Meer und Seebeben von 1960 veränderte das Erscheinungsbild der Stadt sehr und setzte weite Teile unter Wasser. Ein Besuch der Stadt muss also vom Wasser aus erfolgen, das ist klar:
Also wechselten wir auf Segel-oder Motorboot und erlebten bei strahlendem Sonnenschein ein wenig den Charme der Stadt und seiner Umgebung. Unsere Fischversuche waren nicht von Erfolg gekrönt, das erfrischende Bad im Fluss schon eher.
Im Anschluss fuhren wir nach Niebla und Los Molinos, an die Küste wo der Valdivia-Fluss in den Pazifik mündet. Dort besuchten wir die Festung, an der 1820 die chilenischen Unabhängigkeitskämpfer die spanischen Truppen besiegten, und damit auf die Insel Chiloé verdrängten. Gestärkt mit frischem Fisch und mittlerweile sonnenverbrannt machten wir uns auf den Weg nach Puerto Varas, wo wir spät anamen. Spruch des Tages:
Das viel beworbene Bierfest der hiesigen Kunstmannbrauerei entpuppte sich als PR-Gag (noch einer??), und ist eigentlich ein Reitturnier. Hätten wir eh nicht anders erwartet, wenn schon die Plakate für dieses "Ereignis" Bier deutscher Brautradition mit (f
Valdivia liegt am Zusammenfluss mehrere Wasserläufe und die Stadt wird und wurde stark dadurch geprägt: Ein Teil der Stadt liegt auf der Teja-Insel. Das bisher stärkste Meer und Seebeben von 1960 veränderte das Erscheinungsbild der Stadt sehr und setzte weite Teile unter Wasser. Ein Besuch der Stadt muss also vom Wasser aus erfolgen, das ist klar:
Also wechselten wir auf Segel-oder Motorboot und erlebten bei strahlendem Sonnenschein ein wenig den Charme der Stadt und seiner Umgebung. Unsere Fischversuche waren nicht von Erfolg gekrönt, das erfrischende Bad im Fluss schon eher.
Im Anschluss fuhren wir nach Niebla und Los Molinos, an die Küste wo der Valdivia-Fluss in den Pazifik mündet. Dort besuchten wir die Festung, an der 1820 die chilenischen Unabhängigkeitskämpfer die spanischen Truppen besiegten, und damit auf die Insel Chiloé verdrängten. Gestärkt mit frischem Fisch und mittlerweile sonnenverbrannt machten wir uns auf den Weg nach Puerto Varas, wo wir spät anamen. Spruch des Tages:
Das viel beworbene Bierfest der hiesigen Kunstmannbrauerei entpuppte sich als PR-Gag (noch einer??), und ist eigentlich ein Reitturnier. Hätten wir eh nicht anders erwartet, wenn schon die Plakate für dieses "Ereignis" Bier deutscher Brautradition mit (f
Nach einer kurzen Nacht packten wir früh zusammen, und los ging`s am Südufer des Llanquihue-Sees entlang zu den Stromschnellen am Osorno-Vulkan. Glück hatten wir ja gehabt, denn schon 1,5h später versperrten uns tiefhängende Wolken den Blick auf den sogenannten Fuji Chiles.
Die Stromschnellen bestehen aus schwarzem Lavagestein durch den sich der Fluss seinen Weg bahnt, durch enge Kanäle zischt und als weiße Gischt eine Etage tiefer ankommt. Über diesem imposanten Schauspiel thront der Osorno vor blauem Himmel.
In Puerto Montt besuchten wir den Hafen Angelmó und kauften für ein Picknick auf der Fähre nach Chilloé ein: geräucherter Lachs, Tortillas, Käse, Blaubeeren und Erdbeeren, sowie geräucherte Wurst, lauter lokale Spezialitäten.
Nach etwa 25min Überfahrt mit der Fähre kamen wir am frühen Nachmittag in Ancud auf der Insel Chiloé an. Kurz darauf waren wir mit Gicella, unserer Lokalguide, unterwegs zur Ahui-Festung. Auch hier ist die Geschichte des Forts mit der Unabhängigkeit Chiles von Spanien verbunden. 1826 erlitten die spanischen Truppen hier ihre letzte Niederlage. Die Fahrt nach Ahui führte uns entlang der Hufeisenbucht durch die grüne Landschaft Chiloés. Spruch des Tages:
Die magische Anziehungskraft des Wortes "Kuchen": Strände laden zum Spazieren ein, Panoramablicke locken, doch das Schild mit den 6 Buchstaben K-U-C-H-E-N trägt den Sieg davon. Wahlweise zu ersetzen durch K-A-F-F-E-E.
Die Stromschnellen bestehen aus schwarzem Lavagestein durch den sich der Fluss seinen Weg bahnt, durch enge Kanäle zischt und als weiße Gischt eine Etage tiefer ankommt. Über diesem imposanten Schauspiel thront der Osorno vor blauem Himmel.
In Puerto Montt besuchten wir den Hafen Angelmó und kauften für ein Picknick auf der Fähre nach Chilloé ein: geräucherter Lachs, Tortillas, Käse, Blaubeeren und Erdbeeren, sowie geräucherte Wurst, lauter lokale Spezialitäten.
Nach etwa 25min Überfahrt mit der Fähre kamen wir am frühen Nachmittag in Ancud auf der Insel Chiloé an. Kurz darauf waren wir mit Gicella, unserer Lokalguide, unterwegs zur Ahui-Festung. Auch hier ist die Geschichte des Forts mit der Unabhängigkeit Chiles von Spanien verbunden. 1826 erlitten die spanischen Truppen hier ihre letzte Niederlage. Die Fahrt nach Ahui führte uns entlang der Hufeisenbucht durch die grüne Landschaft Chiloés. Spruch des Tages:
Die magische Anziehungskraft des Wortes "Kuchen": Strände laden zum Spazieren ein, Panoramablicke locken, doch das Schild mit den 6 Buchstaben K-U-C-H-E-N trägt den Sieg davon. Wahlweise zu ersetzen durch K-A-F-F-E-E.
Heute erkundeten wir die zweitgrößte Insel Südamerikas: Gleich nach dem Frühstück brachen wir auf zu den Pinguinen an die Nordspitze der Insel. Von einem schönen Strand aus stachen wir, komfortabel an unser Boot herangerollt, in See.
Wir konnten Humboldt- und Magellanpinguine beobachten, sowie Kormorane und Möwen. Am Land unbeholfen, beinahe tapsig verwandelten die Pinguine sich in echte Schwimmkünstler, sobald sie Land mit Wasser vertauschen. Um diese Jahreszeit sieht man auch schon Jungtiere, die ihre Höhle zum ersten Mal verlassen.
Wir konnten Humboldt- und Magellanpinguine beobachten, sowie Kormorane und Möwen. Am Land unbeholfen, beinahe tapsig verwandelten die Pinguine sich in echte Schwimmkünstler, sobald sie Land mit Wasser vertauschen. Um diese Jahreszeit sieht man auch schon Jungtiere, die ihre Höhle zum ersten Mal verlassen.
Nach Spazieren, Muschelsuchen und Füße-ins-Meer-halten, fahren wir weiter zur Quinchao Insel wo wir im Ort Achao die älteste der Unesco-Weltkulturkirchen aus Holz anschauen. Faszinierend wie dauerhaft die Konstruktion aus Holz ist, und sogar starke Erdbeben trotzte.
Über Dalcahue fahren wir weiter nach Castro. Dadurch das die Insel Chiloé so groß ist, kann man fast vergessen, dass man nicht auf dem Festland unterwegs ist... Den Abend lassen wir in unserem gemütlichen Hostal bei chilotischem Likör und Rotwein ausklingen.
16
02.02.2010
Dienstag | "Chiloé - Puerto Montt - Villa Cerro Castillo
Gestärkt durch das leckere hausgemachte Brot von Martin in Ancud machten wir uns auf den Weg. Von Chacao nahmen wir die Fähre zurück auf's Festland. Dort angekommen erreichten wir schon bald den Flughafen.
Einen kurzen Flug und ein Nickerchen später landeten wir schon in Balmaceda. Auf ins Abenteuer, auf zur Carretera Austral. Zuerst war die Landschaft weit und steppenähnlich, aber davon sahen wir sowieso nicht viel, denn uns hat der Regen eingeholt. 60km später erreichten wir Marys Hexenhaus.
Jetzt hieß es eintauchen in die familiäre Atmosphäre Nordpatagoniens. Das Feuer im Kamin brannte schon, aber wir machten uns auf den Weg zu Loreto und Claudio, wo uns ein echtes patagonsiches Asado "al palo" erwartete. Die Mutigen von uns bewältigten den "chilenischen" Kilometer auch bei Regen zu Fuß, die Anderen ließen sich bequem mit dem Bus kutschieren. Wir begutachteten zuerst das Lamm, wie es über dem Feuer brutzelte und ließen es uns dann schmecken.
Später am Abend machten wir es uns bei Mary am Kamin gemütlich und ließen uns von Marys Nichte, Agustina, bespaßen. Danach wurde gezockt, die Frage ist nur: Schafkopf oder Doppelkopf. Spruch des Tages:
Spruch des Tages:Wer sich beeilt, verliert Zeit!
Einen kurzen Flug und ein Nickerchen später landeten wir schon in Balmaceda. Auf ins Abenteuer, auf zur Carretera Austral. Zuerst war die Landschaft weit und steppenähnlich, aber davon sahen wir sowieso nicht viel, denn uns hat der Regen eingeholt. 60km später erreichten wir Marys Hexenhaus.
Jetzt hieß es eintauchen in die familiäre Atmosphäre Nordpatagoniens. Das Feuer im Kamin brannte schon, aber wir machten uns auf den Weg zu Loreto und Claudio, wo uns ein echtes patagonsiches Asado "al palo" erwartete. Die Mutigen von uns bewältigten den "chilenischen" Kilometer auch bei Regen zu Fuß, die Anderen ließen sich bequem mit dem Bus kutschieren. Wir begutachteten zuerst das Lamm, wie es über dem Feuer brutzelte und ließen es uns dann schmecken.
Später am Abend machten wir es uns bei Mary am Kamin gemütlich und ließen uns von Marys Nichte, Agustina, bespaßen. Danach wurde gezockt, die Frage ist nur: Schafkopf oder Doppelkopf. Spruch des Tages:
Spruch des Tages:Wer sich beeilt, verliert Zeit!
Heute stiegen wir auf`s Pferd. Nach erster Einweisung, rechts, links, schneller und stopp, waren wir schon unterwegs...! Schnell stellten wir fest, dass die Pferde gut auf unsere Kommandos hörten und solange Pferd und Reiter das gleiche Ziel verfolgten, lief alles harmonisch ab. Wir genossen fantastische Blicke auf das Castillo-Massiv und den Ibánez-Fluss und erreichten nach 3h die "Cueva de las Manos". Aber zuerst probierten wir alle einen Galopp---hopp-hopp.
Die roten Hände von Cerro Castillo sind steinzeitliche Felsmalereien, die seit 10.000 Jahren das Massiv zieren und auf die Tehuelche-Kultur zurückgehen. Gegen Mittag brachen wir auf und ab, denn bereits nach 15km brach eine Plattfeder und für unseren Bus endet das Abenteuer der patagonischen Schotterpiste bevor es eigentlich begonnen hatte. Also zurück nach Cerro Castillo, wo wir uns die Wartezeit aufs neue Fahrzeug mit Kaffee und hausgemachten Hamburguesas in einem ausgedienten Bus, als Imbiss umfunktioniert, verkürzten. Hatte auch diesen Bus bereits das Schicksal der Schotterstraße ereilt?
Hatten wir geglaubt unsere koreanischen Freunde von Hyundai abgeschüttelt zu haben, weit gefehlt: Auch hier rumpelten wir weiter über Stock und Stein, reichlich beengt und eingezwängt, aber immerhin wieder unterwegs. Es regnete in Strömen und da wir mittlerweile auch noch spät dran waren, verschoben wir die geplante Schifffahrt zu den Marmorhöhlen auf den Folgetag.
Am Abend erreichten wir Bahia Catalina, ein traumhaft gelegenes Grundstück am Carrera-See, wo wir gemütlich zu Abend aßen. Spruch des Tages:
Christian sagt in Zusammenhang mit unserem Buswechsel: Ist der Bus auch noch so klein, bei viventura passen alle rein.
Die roten Hände von Cerro Castillo sind steinzeitliche Felsmalereien, die seit 10.000 Jahren das Massiv zieren und auf die Tehuelche-Kultur zurückgehen. Gegen Mittag brachen wir auf und ab, denn bereits nach 15km brach eine Plattfeder und für unseren Bus endet das Abenteuer der patagonischen Schotterpiste bevor es eigentlich begonnen hatte. Also zurück nach Cerro Castillo, wo wir uns die Wartezeit aufs neue Fahrzeug mit Kaffee und hausgemachten Hamburguesas in einem ausgedienten Bus, als Imbiss umfunktioniert, verkürzten. Hatte auch diesen Bus bereits das Schicksal der Schotterstraße ereilt?
Hatten wir geglaubt unsere koreanischen Freunde von Hyundai abgeschüttelt zu haben, weit gefehlt: Auch hier rumpelten wir weiter über Stock und Stein, reichlich beengt und eingezwängt, aber immerhin wieder unterwegs. Es regnete in Strömen und da wir mittlerweile auch noch spät dran waren, verschoben wir die geplante Schifffahrt zu den Marmorhöhlen auf den Folgetag.
Am Abend erreichten wir Bahia Catalina, ein traumhaft gelegenes Grundstück am Carrera-See, wo wir gemütlich zu Abend aßen. Spruch des Tages:
Christian sagt in Zusammenhang mit unserem Buswechsel: Ist der Bus auch noch so klein, bei viventura passen alle rein.
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04.02.2010
Donnerstag | Bahia Catalina-Puerto Rio Tranquilo-Bahia Catalina
Als wir aufstanden war es leider vor allem eines: grau! Es nieselte, der Holzofen ist ausgegangen und das Wetter sah nicht so aus, als würde es sich in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten ändern. Doch dies ist Patagonien, und das bedeutete, das auch schlechtes Wetter schnell vorüber sein kann!
Durch unsere busbedingte Verzögerung gestern standen heute die Marmorhöhlen auf dem Programm. Je näher wir Rio Tranquilo kamen, desto besser wurde das Wetter. Es waren ideale Bedingungen für unsere Bootstour, der See lag fast still da und schillerte in allen erdenklichen Blau- und Türkistönen.
Mit José stachen wir in See in Richtung der Marmorhöhlen. Mit dem kleinen wendigen Boot und großem Geschick navigierte uns unser Kapitän in die Höhlen hinein und durch die Marmorkapelle hindurch. Eine Vielzahl von Formationen, Bögen und Säulen hat das Wasser in die Kalkfelsen geschliffen. Unvergesslich auch die Rückfahrt: bei auffrischendem Wind sausten wir über Wellenberge und Täler...jippiejeijo!
Das Wetter blieb gut und wurde noch besser als wir am Nachmittag zu unserer Unterkunft zurückkamen. Der Rest des Tages lud zum Fischen oder Kanufahren, zum Spazieren gehen oder einfach nur zum Faulenzen ein! Asado nach patagonischer Art, Klappe, die 2. rundete diesen schönen Tag ab. Spruch des Tages:
Was holpert mehr: ein Boot auf dem Carrera See oder ein Hyundai auf der Carretera Austral?
Durch unsere busbedingte Verzögerung gestern standen heute die Marmorhöhlen auf dem Programm. Je näher wir Rio Tranquilo kamen, desto besser wurde das Wetter. Es waren ideale Bedingungen für unsere Bootstour, der See lag fast still da und schillerte in allen erdenklichen Blau- und Türkistönen.
Mit José stachen wir in See in Richtung der Marmorhöhlen. Mit dem kleinen wendigen Boot und großem Geschick navigierte uns unser Kapitän in die Höhlen hinein und durch die Marmorkapelle hindurch. Eine Vielzahl von Formationen, Bögen und Säulen hat das Wasser in die Kalkfelsen geschliffen. Unvergesslich auch die Rückfahrt: bei auffrischendem Wind sausten wir über Wellenberge und Täler...jippiejeijo!
Das Wetter blieb gut und wurde noch besser als wir am Nachmittag zu unserer Unterkunft zurückkamen. Der Rest des Tages lud zum Fischen oder Kanufahren, zum Spazieren gehen oder einfach nur zum Faulenzen ein! Asado nach patagonischer Art, Klappe, die 2. rundete diesen schönen Tag ab. Spruch des Tages:
Was holpert mehr: ein Boot auf dem Carrera See oder ein Hyundai auf der Carretera Austral?
Heute durchfuhren wir nochmal die einzigartige Landschaft Nordpatagoniens. Mehr als 200km lagen vor uns, das Meiste davon auf Schotterpiste. Doch nach jeder Kurve offenbarten sich uns neue Panoramen, Ausblicke und Naturschönheiten.
Das inzwischen wohlbekannte Rütteln und Schütteln entfaltete darüber hinaus eine einschläfernde Wirkung. Unser Vorschlag: Massagesitze mit eingespeicherter Programmierung: Carretera Austral, Stufe 2: die chiropraktische Variante zum aus- und einrenken reisemüder Knochen: Schlagloch auf der Carretera Austral;-).
Also hatte alles auch seine komische Seite, sollte man glauben...?! Es kommt noch besser: Vor 2 Tagen nahm das Busdrama seinen Anfang, heute nimmt es seinen Lauf und Höhepunkt. Als wir nach 4 Stunden Schotterpiste Marys Hexenhaus erreichten, fuhren wir schon erheblich verlangsamt... der Motor zog nicht mehr richtig. Damit noch nicht genug, fiel beim Öffnen der Schiebetür unseres weißen Monsters gleich die ganze Tür heraus. Was jetzt? Erstmal Mittagessen! Damit ist eines klar, der Hyundai fällt durch den Härtetest Nordpatagoniens einwandfrei durch!
Dennoch: Für jedes Problem gibt es eine Lösung, in diesem Fall die bereits allseitsbekannte Werkstatt in Villa Cerro Castillo, wo mit wenigen Handgriffen das Drama behoben wurde. Am späten Nachmittag erreichten wir Coyhaique. Spruch des Tages:
Auch wenn es ärgerlich ist, entbehrt doch unser Autostress und Pannenunglück nicht einer gewissen Komik....;-)
Das inzwischen wohlbekannte Rütteln und Schütteln entfaltete darüber hinaus eine einschläfernde Wirkung. Unser Vorschlag: Massagesitze mit eingespeicherter Programmierung: Carretera Austral, Stufe 2: die chiropraktische Variante zum aus- und einrenken reisemüder Knochen: Schlagloch auf der Carretera Austral;-).
Also hatte alles auch seine komische Seite, sollte man glauben...?! Es kommt noch besser: Vor 2 Tagen nahm das Busdrama seinen Anfang, heute nimmt es seinen Lauf und Höhepunkt. Als wir nach 4 Stunden Schotterpiste Marys Hexenhaus erreichten, fuhren wir schon erheblich verlangsamt... der Motor zog nicht mehr richtig. Damit noch nicht genug, fiel beim Öffnen der Schiebetür unseres weißen Monsters gleich die ganze Tür heraus. Was jetzt? Erstmal Mittagessen! Damit ist eines klar, der Hyundai fällt durch den Härtetest Nordpatagoniens einwandfrei durch!
Dennoch: Für jedes Problem gibt es eine Lösung, in diesem Fall die bereits allseitsbekannte Werkstatt in Villa Cerro Castillo, wo mit wenigen Handgriffen das Drama behoben wurde. Am späten Nachmittag erreichten wir Coyhaique. Spruch des Tages:
Auch wenn es ärgerlich ist, entbehrt doch unser Autostress und Pannenunglück nicht einer gewissen Komik....;-)
Ein Abstecher in die Zivilisation tat gut! Heiße Duschen, Restaurants, Pubs und ähnliche Annehmlichkeiten hielt Coyhaique bereit. Trotz schlechtem Wetter brachen wir zu einem Nationalpark am Rio Claro auf, das nationale Huemul-Reservat. Leider fanden wir alles geschlossen vor, was uns nicht davon abhielt auf die Suche nach dem chilenischen Wappentier zu gehen. Oder ist auch das nur ein PR-Gag?
Regen und Schlamm setzten unserem Entdeckungsgeist Grenzen. Wenigstens trafen wir doch noch auf einen Conaf-Wächter, der uns einiges über die 14 Huemule, ihre Bedrohung und die Projekte erzählte. Früh am morgen hatte uns Peter, einer der Festangestellten der "Koalition zum Schutz von Aysen" (eine Bürger- und Umwelt-Organisation, die sich gegen die geplanten Staudammprojekte in der 11. Region wehrt) einige Details über die transnationalen Energiekonzerne und die Alternativen zu den Staudämmen berichtet. Aber auch allgemein über die Schwierigkeit sinnvollen Umweltschutzes konnte er uns viel erzählen. Ein interessanter Einblick aus erster Hand vor Ort.
Abends nahmen wir das Flugzeug nach Punta Arenas, und erreichen unser Tagesziel Puerto Natales gegen Mitternacht. Spruch des Tages:
Spruch des Tages:Wie oft läuft eine Kellnerin für 8 Getränke??
Regen und Schlamm setzten unserem Entdeckungsgeist Grenzen. Wenigstens trafen wir doch noch auf einen Conaf-Wächter, der uns einiges über die 14 Huemule, ihre Bedrohung und die Projekte erzählte. Früh am morgen hatte uns Peter, einer der Festangestellten der "Koalition zum Schutz von Aysen" (eine Bürger- und Umwelt-Organisation, die sich gegen die geplanten Staudammprojekte in der 11. Region wehrt) einige Details über die transnationalen Energiekonzerne und die Alternativen zu den Staudämmen berichtet. Aber auch allgemein über die Schwierigkeit sinnvollen Umweltschutzes konnte er uns viel erzählen. Ein interessanter Einblick aus erster Hand vor Ort.
Abends nahmen wir das Flugzeug nach Punta Arenas, und erreichen unser Tagesziel Puerto Natales gegen Mitternacht. Spruch des Tages:
Spruch des Tages:Wie oft läuft eine Kellnerin für 8 Getränke??
21
07.02.2010
Sonntag | "Puerto Natales - Torres del Paine"
Mit gepackten Rucksäcken, Müsliriegeln und Wanderschuhen brachen wir morgens auf in den Nationalpark Torres del Paine. Das Wetter wirkte zuerst bedrohlich, wurde aber immer besser, je näher wir dem Park kommen.
Mit der Grey setzten wir über den Grey-See, stürmischer Wind wirbelte den See zu hohen Wellen auf und der Grey-Gletscher war meist nur durch die gischt-getrübte Scheibe des Schiffs als blassblauer Fleck zu erkennen. Doch kurz bevor wir ankamen, durften wir doch noch an Deck und bekamen einen Eindruck von den Ausmaßen des Gletschers.
Auf der anderen Seite angekommen, stellten wir unsere Rucksäcke erstmal an der Hütte ab und liefen zum Aussichtspunkt, von dem man einen faszinierenden Blick auf den Gletscher hatte. Danach machten wir uns auf den Weg zum Refugio Paine Grande, wo wir die erste Nacht verbringen sollten.
Der Weg führt entlang des Grey-Sees durch Wald und Schluchten. Immer wieder tauchten eindrucksvolle Eisschollen im Wasser unter uns auf, die von tiefblau bis himmelblau leuchteten. Der Wind erfasste uns immer wieder in Böen und das Wetter änderte sich minütlich. Ein schöner erster Nachmittag unterwegs auf dem "W"!
Mit der Grey setzten wir über den Grey-See, stürmischer Wind wirbelte den See zu hohen Wellen auf und der Grey-Gletscher war meist nur durch die gischt-getrübte Scheibe des Schiffs als blassblauer Fleck zu erkennen. Doch kurz bevor wir ankamen, durften wir doch noch an Deck und bekamen einen Eindruck von den Ausmaßen des Gletschers.
Auf der anderen Seite angekommen, stellten wir unsere Rucksäcke erstmal an der Hütte ab und liefen zum Aussichtspunkt, von dem man einen faszinierenden Blick auf den Gletscher hatte. Danach machten wir uns auf den Weg zum Refugio Paine Grande, wo wir die erste Nacht verbringen sollten.
Der Weg führt entlang des Grey-Sees durch Wald und Schluchten. Immer wieder tauchten eindrucksvolle Eisschollen im Wasser unter uns auf, die von tiefblau bis himmelblau leuchteten. Der Wind erfasste uns immer wieder in Böen und das Wetter änderte sich minütlich. Ein schöner erster Nachmittag unterwegs auf dem "W"!
Gegen 9 Uhr brachen wir auf zu unserer Tagesetappe nach Los Cuernos. Das Wetter war wunderbar. Klar, warm, leichter Wind und das Massiv lag wie gemalt vor uns. Der Pehoe-See leuchtete türkisgrün. Was braucht man mehr?
Die ersten 8km führten am Skottsberg-See entlang. Immer wieder wirbelte der Wind Gischt auf und trieb sie über die Oberfläche: Nessie ließ grüßen! Schicht für Schicht entblätterten wir uns, denn der Tag war überraschend warm geworden. Mittagsrast machten wir nach der Hängebrücke am Camping Italiano.
Die 2. Teilstrecke des Weges ging vor allen Dingen bergab. Wir liefen nun auf die Cuernos (Hörner) zu, und folgten dabei dem Nordenskjöld-See. Im Refugio Los Cuernos endete unsere heutige Etappe auf dem W bei Bier und Calafate Sour.
Abends kam ein böiger Wind auf, der immer stärker und bald ein regelrechter Sturm wurde. Es blies eine (zugegebenermaßen) Pappwand aus dem Refugio und einige Zelte hielten der Naturgewalt auch nicht stand. Man konnte den Wind hören, lange bevor man ihn fühlte. Ein bisschen wie ein Donnergrollen jagte er übers Wasser und bauschte in die Bäume. Er wirbelte alles auf, was lose da lag und prallte dann mit voller Wucht auf die Wände der Berghütte. Auch wenn er Regen brachte, hatte man doch das Gefühl hier wirklich das echte Patagonien zu erleben. Spruch des Tages:
Spruche des Tages:W wie Wind? Oder W wie wild? Oder W wie wunderbar??
Die ersten 8km führten am Skottsberg-See entlang. Immer wieder wirbelte der Wind Gischt auf und trieb sie über die Oberfläche: Nessie ließ grüßen! Schicht für Schicht entblätterten wir uns, denn der Tag war überraschend warm geworden. Mittagsrast machten wir nach der Hängebrücke am Camping Italiano.
Die 2. Teilstrecke des Weges ging vor allen Dingen bergab. Wir liefen nun auf die Cuernos (Hörner) zu, und folgten dabei dem Nordenskjöld-See. Im Refugio Los Cuernos endete unsere heutige Etappe auf dem W bei Bier und Calafate Sour.
Abends kam ein böiger Wind auf, der immer stärker und bald ein regelrechter Sturm wurde. Es blies eine (zugegebenermaßen) Pappwand aus dem Refugio und einige Zelte hielten der Naturgewalt auch nicht stand. Man konnte den Wind hören, lange bevor man ihn fühlte. Ein bisschen wie ein Donnergrollen jagte er übers Wasser und bauschte in die Bäume. Er wirbelte alles auf, was lose da lag und prallte dann mit voller Wucht auf die Wände der Berghütte. Auch wenn er Regen brachte, hatte man doch das Gefühl hier wirklich das echte Patagonien zu erleben. Spruch des Tages:
Spruche des Tages:W wie Wind? Oder W wie wild? Oder W wie wunderbar??
Eigentlich gab es heute nicht viel zu berichten: Außer eines: Es regnete. Und das blieb auch so. Ende des Berichts...
Nein, Scherz beiseite. Wollte man verschiedene Begriffe für den Regen finden, könnte man heute Studien treiben: nieseln, tröpfeln, hageln, duschen, schütten...
Unsere heutige Etappe war die Längste, etwa 15km... Ist nicht viel? Aber geschafft ist man schon! Leider war das Massiv wolkenverhangen, so dass wir kaum eine Vorstellung von der Schönheit der Landschaft bekamen, die wir da durchwanderten. Am Nachmittag erreichten wir die Hütte Chileno und freuten uns über eine warme Dusche und heißen Tee. Auf den Hütten sind stets alle Nationalitäten vertreten und man bekam schnell Kontakt zu anderen Wanderern.
Die Trekkingstöcke wurden dank deutschem Ingenieursgeist in Wäscheleinen umfunktioniert, halb erloschene Öfen in kürzester Zeit zum Bullern gebracht und Toiletten (leider) unbrauchbar gemacht. Warum letzteres? Ein Virus, das vor allem den Verdauungtrakt angreift, hatte auch unsere Gruppe erwischt und bald hieß es im Minutentakt zum Klo. Die gute Nachricht, das Virus ist kurzlebig und morgen ist hoffentlich alles schon wieder ausgestanden.
Unsere heutige Etappe war die Längste, etwa 15km... Ist nicht viel? Aber geschafft ist man schon! Leider war das Massiv wolkenverhangen, so dass wir kaum eine Vorstellung von der Schönheit der Landschaft bekamen, die wir da durchwanderten. Am Nachmittag erreichten wir die Hütte Chileno und freuten uns über eine warme Dusche und heißen Tee. Auf den Hütten sind stets alle Nationalitäten vertreten und man bekam schnell Kontakt zu anderen Wanderern.
Die Trekkingstöcke wurden dank deutschem Ingenieursgeist in Wäscheleinen umfunktioniert, halb erloschene Öfen in kürzester Zeit zum Bullern gebracht und Toiletten (leider) unbrauchbar gemacht. Warum letzteres? Ein Virus, das vor allem den Verdauungtrakt angreift, hatte auch unsere Gruppe erwischt und bald hieß es im Minutentakt zum Klo. Die gute Nachricht, das Virus ist kurzlebig und morgen ist hoffentlich alles schon wieder ausgestanden.
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10.02.2010
Mittwoch | "Torres del Paine - Puerto Natales"
Nach dem Frühstück schnallten wir unsere Rucksäcke zum letzten Mal auf und machten uns an den Abstieg. Unten lockte Bohnenkaffee, kalte Coca Cola oder auch ein kaltes Bier.
An der Laguna Amarga konnten wir eine Vielzahl von Guanakos mit ihrem Nachwuchs beobachten und aus der Ferne sahen wir auch einen Kondor. Einhellig neben den Guanakos pickten ganze Kolonien von Nandus nach Gräsern. Gegen Nachmittag erreichten wir Puerto Natales und freuten uns, auch mal wieder eine Tür hinter uns zumachen zu können;-).
Am Abend trafen wir uns wieder, denn mittlerweile knurrte der Magen auch schon heftig. Was wäre ein Besuch in Puerto Natales ohne Königskrabbenessen oder zumindest ohne probieren? Erschöpft von den vielen Eindrücken und Erlebnissen der letzten Tage im Nationalpark werden wir morgen zur letzten Etappe unserer Reise aufbrechen.
An der Laguna Amarga konnten wir eine Vielzahl von Guanakos mit ihrem Nachwuchs beobachten und aus der Ferne sahen wir auch einen Kondor. Einhellig neben den Guanakos pickten ganze Kolonien von Nandus nach Gräsern. Gegen Nachmittag erreichten wir Puerto Natales und freuten uns, auch mal wieder eine Tür hinter uns zumachen zu können;-).
Am Abend trafen wir uns wieder, denn mittlerweile knurrte der Magen auch schon heftig. Was wäre ein Besuch in Puerto Natales ohne Königskrabbenessen oder zumindest ohne probieren? Erschöpft von den vielen Eindrücken und Erlebnissen der letzten Tage im Nationalpark werden wir morgen zur letzten Etappe unserer Reise aufbrechen.
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11.02.2010
Donnerstag | "Puerto Natales - Punta Arenas"
Morgens nahmen wir den Linienbus nach Punta Arenas, die Regionshauptstadt an der Magellanstraße. Bei herrlichem Sonnenschein trieben Wolkenfetzen über den Himmel und die Gräser der Pampa bauschten sich im Wind.
Bald nach unserer Ankunft im gemütlichen Hostal machten wir uns auf den Weg zum Otway-Fjord, um die dortige Magellanpinguinkolonie zu besuchen. Viele Jungtiere, an den bräunlichen Federn leicht zu erkennen, saßen mit den Elternpaaren am Strand, denn die Brandung war sehr heftig heute. Es pfiff uns ein kräftiger Wind um die Ohren!
Im Anschluss besuchten einige die Austral Brauerei, die auf das Jahr 1896 und einen deutschen Braumeister namens Fischer zurückgeht. Der Guide wusste sowohl Historisches zu erzählen, als auch den Herstellungsprozess zu erläutern. Nicht zu vergessen, die Verköstigung!
Nach einem Abstecher zum Aussichtspunkt, der einen fantastischen Blick über Punta Arenas, die Magellanstraße und Feuerland am Horizont bot, sind wir zum Abschiedsessen in ein sehr individuelles und farbenfrohes Restaurant eingeladen gewesen!
Bald nach unserer Ankunft im gemütlichen Hostal machten wir uns auf den Weg zum Otway-Fjord, um die dortige Magellanpinguinkolonie zu besuchen. Viele Jungtiere, an den bräunlichen Federn leicht zu erkennen, saßen mit den Elternpaaren am Strand, denn die Brandung war sehr heftig heute. Es pfiff uns ein kräftiger Wind um die Ohren!
Im Anschluss besuchten einige die Austral Brauerei, die auf das Jahr 1896 und einen deutschen Braumeister namens Fischer zurückgeht. Der Guide wusste sowohl Historisches zu erzählen, als auch den Herstellungsprozess zu erläutern. Nicht zu vergessen, die Verköstigung!
Nach einem Abstecher zum Aussichtspunkt, der einen fantastischen Blick über Punta Arenas, die Magellanstraße und Feuerland am Horizont bot, sind wir zum Abschiedsessen in ein sehr individuelles und farbenfrohes Restaurant eingeladen gewesen!
Heute war unser letzter gemeinsamer Tag in Chile... Fast 4 Wochen sind schnell vergangen. Wir haben so viele Eindrücke und Landschaften durchreist, sind über so viele Schotterpisten gerumpelt und haben so viel erlebt.
Eins gibt es noch zu klären: Was ist eigentlich mit Pepe unserem Tourmaskottchen? Ich freue mich, euch berichten zu können, dass unser Pinguin dem Leben in meinem Rucksack, mal von gelegentlichen Ausflügen ans Tageslicht abgesehen, am Ende unserer Reise doch entkommen ist.
Am Otway-Fjord gab es ein etwa 6-jähriges Mädchen, das mit ihrer Oma unterwegs war und unbedingt einen von den Pinguinen mit nach Hause nehmen wollte. Pepes Freundschaft ist ihr gewiss...;-) Spruch des Tages:
Spruch des Tages:Ich wünsche Euch allen eine gute Heimreise!
Eins gibt es noch zu klären: Was ist eigentlich mit Pepe unserem Tourmaskottchen? Ich freue mich, euch berichten zu können, dass unser Pinguin dem Leben in meinem Rucksack, mal von gelegentlichen Ausflügen ans Tageslicht abgesehen, am Ende unserer Reise doch entkommen ist.
Am Otway-Fjord gab es ein etwa 6-jähriges Mädchen, das mit ihrer Oma unterwegs war und unbedingt einen von den Pinguinen mit nach Hause nehmen wollte. Pepes Freundschaft ist ihr gewiss...;-) Spruch des Tages:
Spruch des Tages:Ich wünsche Euch allen eine gute Heimreise!
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