Reisetagebuch viExplorer Chile Nord+Süd - 13.01.2010

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Unsere Reiseteilnehmer mit ihrem Tourguide starten ihr Abenteuer am 13.01.2010. In diesem Reisetagebuch schildern sie ihre Erfahrungen die sie während ihrer viExplorer Reise durch Chile gemacht haben. Möchten Sie Ihre eigenen Erfahrungen machen? Lernen Sie unsere Auswahl an Rundreisen kennen!

Reisebericht | Tour vom 13.01. - 04.02.2010

Reiseleiter dieser Tour: Nelson
"Liebe Reisegruppe! Ich hoffe, Ihr seid nun alle gut, gesund und gefüllt mir schönen Eindrücken zu Hause angekommen. Mir hat die Tour mit euch viel Spaß gemacht. Ihr ward eine nette Truppe. Ich würde mich freuen, wenn euch Chile gut gefallen hat, so das Ihr bald mal wiederkommt. Liebe Grüße und Hasta luego! Nelson"
1
13.01.2010
Mittwoch | Frankfurt - Santiago
Heute geht es endlich los, das Flugzeug hebt ab in Richtung Santiago de Chile. Ich warte auf Euch hier in Santiago und hoffe, ihr habt alle einen angenehmen und guten Flug. Gute Reise, ich freu mich auf Euch und unsere gemeinsame Tour ViActive durch ganz Chile.
- Flugtag
2
14.01.2010
Donnerstag | Santiago de Chile
Herzlich Willkommen und Bienvenidos en Chile. Ich freue mich, dass Ihr alle gut angekommen seid. Trotz kleinerer Probleme und Verzögerungen durch den Zoll, konnten wir direkt nach der Ankunft im Hotel einchecken.

Nach einer kurzen Pause ging es erstmal in die City von Santiago. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie die Moneda, den Plaza de Armas und den Mercado Central haben wir uns erlaufen. Danach konnten wir vor dem Abendessen noch eine Pause einlegen.

Vom Hotel aus ging es dann ins "Eladio" wo wir uns direkt mit köstlichen chilenischen "Parrilladas" stärken konnten. Die Küche ist wirklich fleischlastig , so scheint es!

Morgen geht es dann früh (!) weiter in den Norden. Wir freuen uns auf eine erlebnisreiche Tour.
Rundreise Südamerika
Rundreise Südamerika
- 2 h
3
15.01.2010
Freitag | Santiago - Calama - San Pedro de Atacama
Morgens um 4 Uhr bin ich normalerweise noch nicht ansprechbar, außer, man gibt mir ein attraktives Ziel vor. Und das hatten wir für diesen Tag!

Wir starteten morgens früh per Flugzeug Richtung Atacama Wüste mit Ziel Calama und San Pedro. Da schmeckten die trockenen Schnittchen und der Pulverkaffee in Santiago zum Abschied nochmal richtig gut.
Vom Flughafen Calama ging es direkt in die größte Kupfermine der Welt, die wir besichtigen wollten. Schon die Anfahrt war beeindruckend, das Wüstenklima umgab uns sofort. Wir fuhren durch die kleine Arbeiterstadt, die modern wirkte, und dann weiter in Richtung Kupfermine. Am Horizont tauchten riesige braune Berge auf, die sich als Abraumhalden entpuppten.

Paula war unser Guide bei der geführten Tour durch die Mine. Sie versorgte uns auf charmante Weise mit den nötigen Details zur gegenwärtigen Produktion und über die Geschichte der Mine. Mich haben am meisten die riesigen Laster beeindruckt: der Tank fasst 4000 l, die zum Antrieb des Elektromotors benötigt werden. Ein Ersatzreifen kostet 30-40 T$, der ganze Laster insgesamt 4 Mill. Dollar. In dem gewaltigem Tagebau wirkten die schwer beladenen Laster wie riesige Ameisen, die sich die Serpentinen hochquälten. Von 600.000 t Geröll werden 200.000 t auf Kupfer untersucht, der Rest geht auf Halde. Aus den 200.000 t gewinnt man 2.000 t Kupfer. Wahnsinn! Das sind gewaltige Dimensionen.

Eng aneinandergerückt in unserem kleinen Bus ging es weiter Richtung San Pedro. Wir machten noch Halt an einem Supermarkt, um Getränke und Kleinigkeiten zu kaufen. Die Landschaft auf der Weiterfahrt faszinierte ungemein. Die Hitze auch! Wir hatten nun Gelegenheit, uns zu beschnuppern.

Da war zum einen das 7-blättrige Kleeblatt aus Franken, eine verschworene Gemeinschaft, die sich ohne Worte versteht und das alles ganz lustig rüberbrachte. Die Witze des Kleeblattes kommen oft im Kollektiv und treffen punktgenau.

Ich als Nordlicht aus Meck-Pomm mit sächsischem Hintergrund verstand nur Bahnhof! Michael ist das zweite Nordlicht in der Gruppe, das sich ständig von der Gruppe entfernt, abgemahnt wird und dann großzügig Besserung verspricht. Bis zum nächsten Mal. Karin kommt aus Berlin und filmt alles, was schön ist und was sich bewegt, manchmal auch die Gruppe. Bettina und Jeannette, die beiden Frankfurterinnen, können ihre sächsische/thüringische Herkunft nicht verleugnen, weil sie alles kommentieren und sich dabei immer köstlich amüsieren.

Wir kamen am späten Nachmittag in San Pedro an und bezogen unser kleines Hotel namens „Takha Takha“, ein rustikales Hostal mit viel Flair. Am Abend stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Plan: Sonnenuntergang im Valle de la Luna, Tal des Mondes. Auf dem Weg dorthin stoppten wir im Tal des Todes und liefen durch die Wüste.

Die Bergformationen strahlten in der Abendsonne und das ergab bizarre Schattenbilder. Im Valle de la Luna kletterten wir auf die höchste Düne, wo wir einen guten Blick auf den Vulkan Licancabur hatten. Nelson, unser sympathischer Guide auf dieser Reise, überraschte uns auf der Düne mit Pisco, was große Begeisterung auslöste. Das Getränk hat eine gute Chance, das Lieblingsgetränk der Gruppe zu werden.

Während des Sonnenuntergangs leuchtete das Tal und der Vulkan erst gelblich auf, dann rötlich. Ein gigantischer Anblick!

Den Abend rundete ein gemeinsames Essen ab und wir fragten uns, wie die Erlebnisse gesteigert werden sollen. Der Start in die Wüste war perfekt.
Rundreise Südamerika
Rundreise Südamerika
- 2 h
- 3 h
4
16.01.2010
Samstag | San Pedro de Atacama
Heute konnten wir länger schlafen und frühstückten in dem kleinen idyllischen Garten des Hostals. Anschließend startete unser kleiner Bus in südliche Richtung zu Salar de Atacama .

Mein persönlicher Favorit im Vorfeld der Reise! Unser erster Halt war am Lago Chaxa, dem größten Salzsee der Wüste. Hier befinden sich Wasserbecken, an denen die Salzlehmkruste der Oberfläche durchbrochen ist. In diesen kleinen Lagunen leben Flamingos, wunderschöne Tiere. Ein herrliches Bild!

Im Eingangsbereich sahen wir in einem kleinen Aquarium die kleinen Lebewesen, von denen sich die Flamingos ernähren. Wir wanderten durch die Salzdünen direkt auf reinem Salz. Im Hintergrund zeichneten sich die hohen Bergformationen ab, was ein schöner Farbkontrast zu den Dünen war.

Weiter ging es zu den Lagunen in über 4000m Höhe. Nelson informierte uns darüber, dass Kopfschmerzen auftreten könnten und hatte gleich ein Mittel bereit: Cocablätter! Die legt man sich in die seitliche Mundhöhle, ohne sie zu kauen. Und tatsächlich! Es wirkte!

Bettina ging es nicht so ganz gut, sie hatte Streit mit ihren Innereien und beschloss, sich nach ihrem revoltierenden Magen zu richten und auf halber Strecke auf uns zu warten. Wir sahen die Lagunen Miscanti und Meniques , die zwischen den prächtigen Gipfeln der Berge lagen. Das war ja fast noch schöner als die Salzseen und wir fotografierten unentwegt. Das Wasser der Lagunen ist tiefblau wie der Himmel und bildet einen herrlichen Kontrast zu den braun-beige Tönen der Berge. Wir hatten großes Glück und sahen an der zweiten Lagune eine Herde Vicunas.

Auf der Rückfahrt sammelten wir Bettina wieder ein, der es nach drei Tassen Coca-Blättertee besser ging. Anschliessend nahmen wir noch ein köstliches 3-Gänge-Menü zu uns. Eine weitere Station auf der Rückfahrt war das kleine Dörfchen Toconao, ein kleiner verschlafener Ort mit wunderschöner Kolonialkirche aus dem Jahre 1744.

Unser Fahrer wollte uns zeigen, dass auch er an der Rallye Dakar in Südamerika hätte teilnehmen können. Er hat aber nicht mit dem Gewicht der Fahrgäste gerechnet und blieb im Sand stecken! Nachdem Bettina das Kommando übernommen hatte und ausgestiegen war, kamen wir aus der Sandkuhle frei.

Von den Strapazen, den fantastischen Eindrücken und dem guten Essen schliefen die meisten auf der Rückfahrt ein. Den Abend gestaltete jeder selbst.
Rundreise Südamerika
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- 5 h
5
17.01.2010
Sonntag | San Pedro de Atacama
Und wieder klingelte der Wecker um 4 Uhr in der Frühe!

Verschlafen stiegen wir in den Bus, der uns zu den Geysiren und einem kleinen Thermalbad bringen sollte. Wohl denen, die Nelson geglaubt hatten, dass die Temperaturen empfindlich sinken würden. Als wir im Tatio-Geysire ankamen, zeigte das Thermometer -6 Grad und wir schlotterten ganz schön.

Aus vielen Erdlöchern dampfte und sprudelte heißes Wasser, mitunter schossen Fontänen hoch. Dieses Schauspiel hörte nach Sonnenaufgang auf und deshalb mussten wir so zeitig losfahren. Gegen 8 Uhr hatten Nelson und Dionisio, unser Fahrer auf einer Steinmauer ein Frühstück angerichtet.

Die Höhe von fast 4.300m war zu spüren, der Kreislauf forderte langsame Bewegungen. Nach dem Frühstück führte uns Nelson zu einer Fumarole, nahm vulkanischen Schlamm in die Hand und verkündete, dass er nun alle mit diesem Schlamm das Gesicht einreiben werde. Es soll zu Schönheit verhelfen! Fast alle hielten ihr Gesicht bereitwillig hin, die Schreiberin nicht. Dann sagte Nelson, dass sei das Beauty-Farm-Schönheitsmodul und kostet 20,-Euro!

Ja, meinte die eingeriebene Gruppe, kein Problem, wenn das Ergebnis entsprechend ist. Es war auf jeden Fall ein witziger Beitrag ohne sichtbare Ergebnisse. Wir stiegen noch auf einen steinigen Hügel, um Hasen zu beobachten, dachte ich zumindest. Es waren natürlich keine richtigen Hasen, das Schwänzli war zu buschig! Es waren Vizcachas, kleine Nagetiere, die von weitem wie Hasen aussehen.

Die Rückfahrt auf der Schotterpiste war recht lustig, nachdem die zwei Nordlichter sich durchgesetzt hatten, dass fränkisch als ‚Bus-Sprache‘ ungeeignet ist und ab sofort deutsch gesprochen wird. Nein, wir haben nichts gegen Ausländer und deshalb auch nichts gegen Franken, wurde beteuert. Sie sollen einfach nur so sprechen, dass man sie versteht ,-)))))! Eva und Susi muckten noch ein bisschen, mussten aber dann nachgeben.

Die Wüstenlandschaft mit den hohen Bergen, die draußen vorbeizog, beeindruckte uns alle.

Wir wissen nicht, ob es unserem Fahrer nicht gefiel, immer nur am Fahrerfenster fotografiert zu werden. Jedenfalls hielt er mitten auf der Pistenstraße an und meinte, am Bus muss etwas repariert werden. Er legte sich unter den Bus, was uns entzückt zu den Kameras greifen ließ. Wir liefen schon mal die Piste voraus und verbuchten das als zweiten Teil des Schönheitsmoduls. Laufen macht schlank! Als Dionisius uns alle wieder eingeladen hatte, klatschten wir Beifall!

Unterwegs legten wir noch mehrere Fotostopps ein, um Lamas, Alpacas und einige exotische Pflanzen fotografieren. Die Temperatur war inzwischen wieder gestiegen und wir erreichten gegen 13.30 Uhr die Thermalbecken, die wie Kaskaden angelegt sind. Die Leute ganz oben hatten das ganz saubere Wasser, wir am vorletzten Becken hatten auch fließendes Wasser. Es gibt nichts Schöneres, als an einem heißen Tag ein angenehm warmes Thermalbad zu nehmen. Schööööön! Ein kleiner Imbiss mit einem Glas Rotwein rundete diesen Besuch ab.

Wir waren uns einig, wiederum ein gelungener Tag.
Rundreise Südamerika
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- 5 h
6
18.01.2010
Montag | Calama - Valparaiso
Heute hatten wir Glück, der Wecker klingelte nicht um 4 Uhr, sondern erst um 4.30 Uhr! Unsere Reise ging weiter nach Mittel-Chile. Der Flug startete um 8.20 Uhr in Calama. Und dann war ich das Messer! Nach der Kontrolle des Handgepäckes sagte mir der Beamte, ich hätte ein Messer im Gepäck. Ich? Ein Messer? Das ging doch gar nicht! Niemals, ich doch nicht!!Der Beamte schaute mich fast treuherzig an.

Ich griff meine Tasche und begann sie hektisch zu durchwühlen. Ohne Erfolg! Nichts! Erleichtert blickte ich hoch und sah in den Mundwinkeln des Beamten ein ganz leicht amüsiertes Lächeln. Er sagte nichts, er schaute mich nur an, ohne ein Wort. Daraufhin kippte ich meine Tasche ganz aus und- da lag es, mein grünes Taschenmesser, das mir über 15 Jahre treuer Reisebegleiter war, -zig Mangos geschält und unzählige Flaschen Wein geöffnet hatte.

Sollte das ein Abschied für immer sein? Neeiiiin! schrie es in mir! Nelson half mir und ich konnte in Santiago mein Taschenmesser wieder in Empfang nehmen. Danke, Nelson!

In Santiago mussten wir uns temperaturmäßig umstellen, viel kühler! Die Sonne versteckte sich und kam erst am späten Nachmittag wieder hervor.

Weiter ging es in unserem Kuschelbus gen Valparaiso. Wir machten Station in einem rustikalem Restaurant und verließen uns voll auf die Empfehlungen von Nelson. Was immer richtig ist. Köstliche chilenische Spezialitäten erfreuten unseren Gaumen. Unser Hotel ‚La Colombina‘ in Valparaiso hat den Charme einer alternden Diva, der man zurufen möchte: Tue endlich etwas! Noch ist es nicht zu spät……………Während der Charme des Hotels nicht jeden überzeugte, erlagen wir alle dem jugendlichem Charme Gabriels, des Guides für Valparaiso.

Wir folgtem seinen schwarzen Locken wie die Ratten dem Fänger von Hameln! Voller Witz und Esprit führte er uns in die Geschichte der Stadt ein, alles auf spanisch, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tat. Nelson, halb so groß wie Gabriel, schaute zu ihm hoch und übersetzte. Eine interessante Stadt mit dem Flair der großen Hafenstädte dieser Welt.

Den Abend ließen wir mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen und folgten wiederum den Empfehlungen von Nelson. Da macht man nichts verkehrt. Wie ein kleines Trüffelschweinchen findet er sofort die Highlights der Speisekarte. Nelson, wir liiieben dich dafür! Gabriel, der Guide war ebenfalls dabei und wir hatten viel Spaß.

Dann kam es zu einem Eklat zwischen der fränkischen Fraktion und der Deutschen. Da wir uns in unserem Charming-Hotel zu viert das Bad teilen mussten, fragte ich Susi, wann sie denn ins Bad wolle. „Isch ham nen andersch Bad!“, antwortete sie. Ich stutzte und fragte nach:“Wofür hast du angespart?“ Sie guckte, ich guckte und dann lachte der ganze Tisch los. Soviel zu den Sprach- und Verstänigungsschwierigkeiten in unserer Gruppe ,-)))……..
Rundreise Südamerika
Rundreise Südamerika
- 2 h
- 3 h
7
19.01.2010
Dienstag | Valparaiso - Santiago
"Wir wollen Gott für alles danken- auch für die Unterfranken"

Ich weiss nicht, ob das Nelson heute bei der Weinverkostung dachte, ich fand diesen Satz ungemein passend! Am späten Nachmittag, als die Hitze schon fast unerträglich war, hatten wir auf dem Gut UNDURRAGA eine Weinverkostung. Jeder in dieser Gruppe hatte schon eine derartige Verkostung mitgemacht, so dass ich nicht auf die Einzelheiten eingehen muss.

Witzig fand ich, dass ich immerzu darauf gewartet habe, dass Nelson ein Wort fehlte und er eine kleine Pause brauchte, um sich zu sammeln. Auf genau diese kleinen Pausen wartete die unterfraenkische Fraktion und ergänzte den Vortrag sofort! Hier waren nur Kenner am Werk, sie wussten einfach alles......Beim Verkosten des Weines kam dann wieder Gleichstand zwischen den Sachsen und den Franken auf!

Großzügigerweise durften wir die Gläser behalten, die wir Nelson und den Fahrer abgaben. Beide waren heute wieder einmal zu Hause, und da wollten wir dem Eheglück einen schönen Rahmen geben.

Am Morgen besuchten wir das Pablo Neruda Haus auf Isla Negra. Für mich, und ich denke einige andere auch, ein Anreiz, seine Texte wieder einmal zu lesen. Ein wunderbares Haus, das in Form eines Schiffes angelegt ist, wo Neruda als Kapitän wirkte.

Wie sagt man oft? Gutes Karma! Das ganze Haus hat ein gutes Karma, weil der Besitzer scheinbar nie "erwachsen" wurde und sein Leben lang verspielt war. Was hat er nicht alles gesammelt oder anders gefragt, was nicht? Wir liefen staunend durch das Haus, erfreuten uns an dem Blick, den er von seinem Bett auf das Meer hatte. Wir erfreuten uns aber auch an den unzähligen Dingen wie Muscheln, Gläser, Masken, Gallionsfiguren, ach, einfach alles!

Anschliessend stand das erste Bad im Pazifik auf dem Plan und schon im Bus fragte uns Nelson, wer denn nun mit baden gehen möchte.

Das Wasser sollte 18-19 Grad haben, für uns aus dem Norden keine Hürde. Da zeigte es sich, die Franken haben nur eine grosse Gusche und zogen hier die Schwänze ein. Nur Gerhard nicht! Der schwamm weit hinaus. Oder sagen wir mal fast. Karin, Michael und ich waren die anderen Mutigen. Das Wasser hatte maximal 17 Grad, wenn überhaupt.

Am Abend kamen wir wieder in Santiago an. Der Abend stand zur freien Verfügung.
Rundreise Südamerika
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- 2 h
8
20.01.2010
Mittwoch | Santiago
Der heutige Tag in Santiago stand zur freien Verfügung oder sagen wir mal fast.

Angeboten wurde ein Besuch des Sozialprojektes von viventura für Kinder in einem Waisenhaus in Santiago und eine Jeep-Tour in die Anden. Da Bettina, Jeanette, Michael und ich uns für die Jeeptour entschieden hatten, schreibt Heidi über den Besuch im Waisenhaus und ich über die Tour in die Anden.

Wie kann ein Land nur so schön sein? Unser Guide, Franzisko, 43 Jahre alt, holte uns um 7.30 Uhr in seinem Jeep vom Hotel ab. Er sagte immerzu, dass der Tag der ‚greatest day‘ werden würde. Wir dachten nice … nice … nice und dachten, dass sie das sagen müssten, sie wollen ja ihre Touren verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt ahnte keiner, dass er maßlos untertrieben hatte! Relativ schnell waren wir aus Santiago raus und auf der Piste in die Anden. Hohe Berge säumten unseren Weg, in der Ferne sah man die schneebedeckten 5.000 – 6.000 m Berge.

Es war ein fantastischer Anblick und wir hielten wiederholt an, um Fotos zu schießen. Unser erster Halt war der Stausee ‚Yeso‘ in ca.2500m Höhe, der für gesamte Wasserversorgung der Hauptstadt genutzt wird. Tiefblau hob sich der See von den Bergen ab, und als wir die farbigen Kajaks ins Wasser ließen, war das ‚Kitschbild‘ perfekt!

Eine Stunde fuhren wir abwechselnd Kajak, um dann zu unserem eigentlichen Ziel zu starten. Die Wege wurden zunehmend steiniger, die Berge ringsum höher, und Flüsse mussten überquert werden. Unser Ziel war ein Hochplateau in fast 3000m Höhe. Es gab einen natürlichen Thermalpool, einen Wasserfall und den wilden Rio Maipo. Kaum angekommen, schwammen wir auch schon in dem kleinen Pool, der ganz leicht nach Schwefel roch und wunderbar warm war.

Der Himmel strahlend blau, Sonne satt und ein warmer Wind- mehr geht nicht. Franzisko bereitete unser Lunch vor: gegrilltes Rindfleisch und Würstchen, Avocado-Tomatensalat mit frischem Koriander, Petersilie und Basilikum. Dazu ein Cabernet Sauvignon und als Dessert gab es frische Erdbeeren auf Eis mit echtem Kaffee! Wow! Da hatte sich unser Beau selbst übertroffen!

Nach dem Essen saßen wir satt und zufrieden zusammen, schauten auf die Berge, genossen die Sonne und lauschten den Worten Franziskos, der aus seinem Leben erzählte. Mehrere Jahre lebte er in den USA, Mexiko, Belize, Frankreich, Italien, Bolivien und spricht mehrere Sprachen. Er taucht, surft, raftet, und macht Paragliding. Träge rechnete ich nach und kam auf ein Alter von etwas über 80 Jahre … und dann erzählte er, dass er zwei Bücher geschrieben habe. Wie elektrisiert fuhr ich hoch und fragte nach. Naja, vielleicht noch nicht geschrieben, aber die Ideen hat er im Kopf!

Hmm … er schwindelte uns etwas vor. Änderte das etwas an dem Tag? Nein, er blieb wunderschön. Franzisko erzählte uns SEINE Wahrheit, die er mit einem Mantel kleiner Lügen umkleidete. Aber hören wir nicht alle gern Geschichten, egal ob wahr oder nicht, ob mit Hülle oder nicht? Er amüsierte uns und genau das wollten wir, mehr nicht.

Wir wanderten noch zu einem Wasserfall, wo wir alle verfügbaren Flaschen mit Quellwasser abfüllten, zuletzt uns. Wir aalten uns noch am Ende eines Gletschers im verharschten Schnee und amüsierten uns köstlich.

Auf dem Rückweg tauschten Bettina und ich die Plätze, und ich kam in den Genuss der Aufmerksamkeiten unseres Franzisko. Er fuhr inzwischen nicht mit Benzin sondern hatte Adrenalin pur getankt. 90 km/h auf der Piste? Für Franzisko kein Problem, und dass er eine Vollbremsung hinlegen musste, weil ein Taxifahrer Vorfahrt hatte, war doch nicht sein Problem, oder? Wir können diesen Ausflug guten Gewissens weiterempfehlen. Natürlich nur mit Franzisko! Ciao, Bello!

Besuch des Sozialprojektes Gegen 9.15 Uhr wurden fünf Unterfranken und Karin aus Berlin vom Bastian abgeholt und zum Sozialprojekt Los Pinos gebracht. Nach einer Stunde Fahrt quer durch Santiago wurden wir herzlichst mit einer Tasse Kaffee begrüsst.

Das Sozialprojekt betreut zur Zeit ca. 80 Jugendliche zwischen 4 und 17 Jahren. Die Jugendlichen kommen in der Regel aus schwierigen Familienverhältnissen. Da zur Zeit Ferien sind, waren nur ca. 20 Kinder anwesend. Bastian und Daniela – 2 Volontäre aus Deutschland – übersetzten für uns alles Wissenswerte über die Einrichtung.

Nach einer Führung durch die Räumlichkeiten und die Übergabe der mitgebrachten Geschenke war es schon wieder an der Zeit, zur Weiterfahrt aufzubrechen. Nach einem herzlichen Abschied zogen wir wieder weiter.

Um 23.30 Uhr bestiegen wir den Nachtbus nach Pucon, und freuten uns auf Mittelchile.
Rundreise Südamerika
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- Fahrtag
- 2 h
9
21.01.2010
Donnerstag | "Santiago - Pucon"
Gegen 10.30 Uhr kamen wir in Pucon, einer kleinen Stadt mit großem See und viel vulkanischem Flair an. Sogleich nahmen wir unser Hotel "Hostal donde German" in Besitz.

Dieses Hotel ist zweckmäßig eingerichtet und hatte einen wunderschönen Garten voller Hortensien. Das Frühstück übertraf alles bisher dargewesene, einfach nur gut! Drei Nächte waren für Pucon geplant. Am ersten Tag besuchten wir Vulkanhöhlen, die uns einen guten Überblick über die Entstehung und den Ausbruch eines Vulkanes gaben. Am nächsten Tag sollten wir den Vulkan Villarica besteigen. Für den ersten Tag in Pucon wurde noch ein Zusatzmodul ‚Rafting‘ angeboten und unser Nelson fragte, wer denn Interesse habe. Karin meldete sich als Erste, es mussten aber vier Personen sein. Gerlinde war die Nächste und Nelson schloss sich an. Ja, und dann meldete ich mich auch noch, fragte mich allerdings, ob ich immer alles im Leben mitmachen muss.

Die Frage war berechtigt, denn mir ging ganz schön die Muffe, als wir die Stromschnellen runterpreschten und hart aufschlugen. Nein, Rafting wird nicht meine Lieblingssportart!

Am Abend saßen wir alle im Garten und tranken Wein, unterhielten uns und probierten zum Schluss unsere Kleidung für den nächsten Tag an. Wir sahen alle aus wie die grünen Marsmännchen und lachten uns schlapp.
Rundreise Südamerika
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- 1 h
10
22.01.2010
Freitag | "Pucón"
Am nächsten Morgen beim Frühstück lachten wir nicht mehr. Wir fragten uns, wie wir auf den schneebedeckten Vulkan hochkommen sollen und ob es alle schaffen würden.

Die erste Etappe ging per Lift 1400m hoch und es waren nun nur noch ein paar Meter bis 2843m zu überwinden. Vor uns die Schneewüste mit verharschten Schnee, teils stark vereist und dann wieder weicher Schnee. Für mich als Flachlandei die Herausforderung schlechthin! Wir kennen keine Berge, wir haben die Steilküste! Es war anstrengend, nicht nur für mich. Und als wir nach vier Stunden endlich oben waren, stand die Frage, wie wieder hinunter?

Susi und Gerlinde schwächelten auf dreiviertel der Strecke und warteten unten auf uns. Die Frage, wie wir hinunter kommen, wurde einfach gelöst. Wir bekamen eine Art Matte unter den Hintern geschnallt und ‚rodelten‘ hinunter. Das war ein Gaudi und Gekreische! Wir waren hinterher ganz stolz auf uns, dass wir es geschafft hatten, obwohl wir völlig nass waren. Sogar im BH fanden sich kleine Eiskügelchen. Vor allem hatten wir mit dem Wetter Glück: strahlender Sonnenschein den ganzen Tag.

Und am Abend ein weiterer Höhepunkt! Nelson wollte grillen. Nelson: du kannst es! Wenn du als Reiseleiter keinen Spaß mehr hast, dann arbeite als Koch ,-))))…………..
11
23.01.2010
Samstag | Pucon
Den nächsten Tag hatten wir frei. Frei? Eigentlich geht das ja gar nicht, und es ging auch nicht.

Michael, Karin und ich liehen uns Fahrräder aus und machten eine Fahrradtour, die gut anhörte: 25 km zu einem Wasserfall im Gebirge mit leichten Steigungen. Klingt doch gut, oder? Man muss sich die Steigungen steil, und den Weg als Schotterpiste mit pferdeäpfelgroßen Steinen vorstellen. Erhöhen wir noch die 25 km auf 30 km, dann stimmte es! Das Trekingrad war auch ungewohnt und das Arschel tat richtig weh!

Der Wasserfall war aber sehr schön, und insgesamt war es ein schöner Ausflug. Als wir völlig erschöpft die Hauptstraße in Pucon entlangfuhren, saß die fränkische Fraktion schon bei Kaffee und Kuchen. Sie ließ es sich richtig gut gehen. Am Abend stand ein Besuch im Thermalbad an, der sicher sehr schön war. Die Schreiberin schwächelte, weil sie sich an irgendeiner Stelle auf der Reise erkältet hatte. Auch Georg, Marianne und Susi schwächelten, wenn auch aus anderen Gründen. Sie hatten zuviel Kaffee getrunken, und fürchteten den Auftrieb!
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24.01.2010
Sonntag | Pucon - Puerto Varas
Am frühen Morgen verließen wir Pucon und fuhren gen Süden nach Frutillar. Es ist ein Zentrum deutscher Einwanderer direkt am Lago Llanquihue.

Und es ist tatsächlich so, denn vieles erinnert an Deutschland: Angefangen von den deutschen Speisekarten über Gartenzwerge zu den schindelgedeckten Dächern der kleinen Häuser. Wir rasteten in einer Gaststätte des deutschen Vereins.

Weiter ging es Richtung Süden am Llanquihue See entlang, dem zweitgrößten See Chiles. Im Hintergrund immer sichtbar der Osorno, einer der schönsten Vulkane des Landes. Unser nächster Halt neben den vielen Fotostops waren die Stromschnellen Saltos de Petrohue, malerische Kaskaden mit Vulkanblick. Wir dachten, wir hätten die große Hitze abgeschüttelt, aber nein, die Sonne blieb uns treu.

Zurück ging es nach Puerto Varas in unser ‚Luxushotel‘, in dem wir uns für die nächsten Tage von der Zivilisation verabschieden konnten. Leider kamen wir sehr spät in der Stadt an, so dass wir sie nicht mehr erkunden konnten. Aber ein kleines Highlight hielt der Ort für uns bereit: ein Live-Konzert mit einer chilenischen Jazzband! Wunder-wunderbarer südamerikanischer Jazz ließ den Tag sehr schön ausklingen.
Rundreise Südamerika
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- 6 h
13
25.01.2010
Montag | Puerto Montt - Balmaceda
Gegen 8.30 Uhr verliessen wir unser Hotel mit den vielen Bildern auf den Fluren. Wir fuhren nach Puerto Montt, von wo aus wir gen Nordpatagonien starten.

Unser Ziel war die Villa Cerro Castillo, wo wir bei Mary übernachten sollten. Ein ganz besonderes Ereignis war, dass wir auf der Carretera Austral entlangfuhren. Eine der schönsten Straßen der Welt, wenn auch Schotterpiste. Die Landschaft faszinierte durch den Wechsel von Flusstälern, hohen Bergen, Vulkanen, tiefen Tälern und verschiedenfarbene blaue Lagunen und Seen.

Bei Mary angekommen bezogen wir unsere Zimmer, relaxten im Garten und genossen die freie Zeit. Gegen 17 Uhr brachen wir zu Loreto und seinen Freunden auf, die ein Asado für uns vorbereitet hatten. Wir schauten kurz auf das Lamm am Grill, bevor wir es dann auf dem Tisch serviert bekamen. Begleitet wurde das leckere Fleisch von Salaten und selbstgekochter Rhabarbermarmelade. Es schmeckte köstlich und wir schafften es gar nicht, alles aufzuessen.

Die Stimmung war hervorragend und wir beschlossen, bei Mary den Abend mit Rotwein ausklingen zu lassen. Eigentlich….eigentlich hat Jeanette immer Recht oder meint es zumindest. Wie gesagt, eigentlich…aber eigentlich hat sie uns dies kleine Wort vermiest, weil sie uns darauf hinwies, dass wir das Wort ‚eigentlich‘ ständig benutzen. Aber eigentlich hat sie ja damit angefangen? Jeanette, wir sagen nie, nie wieder eigentlich ... also zumindest heute abend nicht mehr. Achja, eigentlich wollte ich nur noch sagen ‚gute Nacht‘ …. ,-)))
Rundreise Südamerika
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- 2 h
- 1 h
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26.01.2010
Dienstag | Cerro Castillo - Rio Tranquilo
Dieser Tag begann mit einem Schaukelgang auf dem Pferd und endete schaukelnd auf dem türkisfarbenen General Carrera See… Aber der Reihe nach!

Morgens nach dem Frühstück bei Mary wechselten wir die Transportmittel und stiegen für zweieinhalb Stunden auf die Pferde. Unsere patagonischen Freunde halfen uns beim Aufstieg und führten uns durch ihre Region, die Tehuelche. Wunderbar, es war wunderbar, obwohl uns der Wind um die Ohren pfiff und es recht kühl war. Aber die Sonne blieb uns auch an diesem Tage treu und wärmte uns später wieder auf.

Weiter ging es auf der Carreta Austral Richtung Puerto Rio Tranquilo am türkisfarbenem General Carrera See. Die Höhenunterschiede wurden größer, und unser Bus quälte sich teils ganz schön die Berge hinauf. Aber die Aussichten begeisterten heute noch mehr als gestern! Immer wieder hielten wir an, um einen Fotostop einzulegen. Während die Landschaftsbilder immer schöner wurden, sanken unsere Ansprüche an die Hotelunterkünfte. Wir hofften nur noch, dass die Betten okay sind, und ein Bad, sowie eine eigene Zimmertoilette vorhanden sind. Den Koffer musste man aufgeklappen können, und gleichzeitig noch in der Lage sein, einen Schritt zu machen! Glück gehabt, heute zumindest.

Nach Bezug des Hostels machten wir eine Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen. Diese natürlichen Höhlen entstanden vor zig tausend Jahren und wurden durch das Wasser geformt. Sehr beeindruckend! Noch beeindruckender war der Wellengang auf dem See auf der Rückfahrt, der uns zu mehreren Angstquieksern animierte. Ein gemeinsames Abendessen beendete diesen ereignisreichen Tag.
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27.01.2010
Mittwoch | Puerto Rio Tranquilo - Puerto Guadal
Unser heutiges Ziel waren Bungalows in Puerto Guadal. Das liegt am General Carrera, wo wir zwei Tage Station machen werden. Es gibt kein grosses Programm, und es ist relaxen angesagt.

Umso größer war der Schock, als wir unsere Unterkünfte bezogen! Und die Fragen standen: Was ist Flair? Was ist authentisch? Oder ist alles nur total verwohnt? Wenn das Wasser hinten aus der Toilette sprudelt - ist das ein Naturereignis? Ein Fenster ohne Scheibe – ist das der besondere Blick?

Mit Privatsphäre hatte unser Aufenthalt hier nichts zu tun, da wir die (drei) Bungalows mit mehreren Personen ohne Trennwände bewohnten, die Toilettentüren nicht zu schließen waren … Natürlich hätten wir uns bei Nelson beschweren können, aber er war schon mit der Reparatur des Fensters eines Bungalows beschäftigt. Später hackte er für alle Bungalows Holz, weil es empfindlich kühl geworden war. Wären wir Backpacker, würde ich sagen, okay, die Unterkunft ist nicht besonders gut, aber ausreichend. Leider fühlen wir uns alle für diese Art des Reisens nicht mehr jung genug.

Der Wettergott war uns ausgerechnet an diesem Tag nicht mehr wohlgesonnen, es regnete ununterbrochen. Aber der Mensch an sich, und der Urlauber im speziellen sind nicht für permanentes Leiden geschaffen. Sondern: er sucht nach Auswegen. Die Rotweinflaschen wurden schon am frühen Nachmittag geköpft, und die Spiele aus den Koffern geholt. Am Abend kochte uns die Wirtin ein schmackhaftes Essen und danach gingen die Spiele weiter.
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28.01.2010
Donnerstag | Bahia Catalina
Die Sonne war wieder da, hatte sich zwar den Wind als Verbündeten gesucht, aber das störte uns nicht. Die Gruppe teilte sich an diesem Tage, denn ein Teil machte eine Wanderung zu den Fossilien. Der Rest erkundete die nähere Umgebung, die wunderschön ist. Am Ufer des nahegelgenen Sees konnte man gut entspannen. Abends gab es wieder ein gemeinsames Abendessen und anschließend wurde sich wieder gegenseitig geärgert. Im Spiel ‚Mensch ägere dich nicht‘ ,-)))
Rundreise Südamerika
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- 7 h
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29.01.2010
Freitag | Bahia Catalina - Coyhaique
Diesen Tag verbrachten wir auf der Straße zurück nach Coyhaique. Was banal klingt, war das Erlebnis pur. Wir fuhren wieder die Carretera Austral entlang, mit den fantastischen Aussichten auf türkisfarbene Lagunen, breite Flüsse und schneebedeckte Berge. Immer wieder machten wir Fotostopps.

Gegen 17 Uhr kamen wir in Coyhaique an, und bezogen erstmal unser Hotel. Diesmal hatten wir eine wunderbare Aussicht vom Bett, auf schneebedeckte Berge. Den Abend gestalteten wir individuell. Ehepaar Walden machte einen auf "intim", und folgte der Empfehlung Nelsons für chilenische Küche. Der Tipp war wieder richtig gut! Carpaccio von in Freiheit großgewordenen Rindern, man schmeckte förmlich die Wildheit, die sie auf der grünen Wiese ausgelebt hatten ,-)!

Als wir ins Hotel zurückkamen, saßen alle anderen gemütlich bei einem Glas Wein zusammen.
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- 1 h
- 3 h
18
30.01.2010
Samstag | Coyhaique - Pta. Arenas - Pto. Natales
Heute sollte es nach Punta Arenas gehen und der letzte Teil der Reise beginnen. Vorher besichtigten wir die kleine Stadt, tranken gemütlich Cafe und am frühen Nachmittag fuhren wir in den nahegelegenen Nationalpark.

Die Fahrt dahin war schon sensationell mit beeindruckender Landschaft. Immer wieder faszinierten die hohen schneebedeckten Berge mit den schmalen und breiteren Flusstälern und Wasserfällen. Am späten Nachmittag fuhren wir zum Flughafen, landeten gegen 20.30 Uhr in Punta Arenas , wo ein Bus auf uns wartete.

Nach 3h Busfahrt kamen wir kurz vor Mitternacht in Puerto Natales an, unserem Ausgangspunkt für den Nationalpark Torres del Paine.
19
31.01.2010
Sonntag | Pto. Natales - NP Torres del Paine
Die Nacht war kurz, die Aussichten und Erwartungen für die kommenden zwei Tage groß. Der Torres del Paine wartete bereits auf uns. Das Frühstück bei Nancy wurde liebevoll serviert, überhaupt hatte dieses Hotel eine sehr angenehme Atmosphäre. Auf der Busfahrt zum Park begleiteten uns viele Guanakos und bei einem Stopp sahen wir Kondore fliegen! Wir überquerten den Lago Pehoe im Katamaran, um dann zu unserer 11,2km langen Wanderung zu starten.

Der Weg war steinig und kleinere Flüsse mussten überquert werden. Bewundernswert, wie Georg trotz seiner Hüftoperationen diesen Marsch meisterte. Er handhabte seine Wanderstöcke wie ein Gourmet das Essbesteck! Zielsicher stieß er die Stöcker in den Boden und wich geschickt den Steinen aus. Als wir die ersten blauen Eisblöcke sahen, jubelten alle auf. Tief unten schwammen sie auf dem grauen Gletschersee.

Die Landschaft war atemberaubend und erschien mir teils wie im verwunschenen Zauberwald: windzerzauste Bäume und dem Wind trotzende Gehölze, Blumen, Gräser in den verschiedensten Farben. Das Wetter hielt die ganze Palette bereit: Sonne wechselte mit Regen und starkem Wind. Nach viereinhalb Stunden kamen wir im Refugium Grey, unserer Berghütte an und bezogen die Zimmer. Mich erinnerte es an die Zeiten im Kinderferienlager: 8-Bettzimmer und Doppelstockbetten- schöne Erinnerungen! Der Gemeinschaftsraum war sehr gemütlich, die angebotenen Getränke preiswert. In der Ferne leuchtete schon der Eisgletscher Grey mit seinen Auswüchsen.

Am Abend gab es Hühnchen mit Reis, viel zu trinken und sehr viel zu lachen. Wir waren schon voller Erwartung auf den morgigen Tag, als wir uns in die Betten hievten und in den Schlafsack. kuschelten.
Rundreise Südamerika
Rundreise Südamerika
- 3 h
- 1 h
- 4 h
20
01.02.2010
Montag | Np Torres del Paine - Pto. Natales
Eistrekking und Schiffsfahrt zum Grey Gletscher standen heute auf dem Plan. Trekking war Zusatzmodul und nur wenige machten mit.

Bettina gehörte zu ihnen, aber als sie morgens aufwachte, hatte sie ein ‚Huhn‘. Ein Huhn? Nein, natürlich nicht, denke, eher einen Kater. Wieder falsch! Weder Huhn noch Kater! Wortreich erklärte sie uns, dass sie eine Kreislaufschwäche mit magenunfreundlichen Auswüchsen habe, die auf den Genuss des Huhnes zurückzuführen war. Wie gebannt lauschten wir ihren Ausführungen, dachten an die Getränke des letzten Abends und staunten.

Zweifelte jemand? Nein, Bettina hatte wohl heimlich das Extramodul ’Huhn mit krankem Bein‘ gebucht ,-)… Jedenfalls musste nun Jeannette allein auf Trekkingtour, die ein wunderschönes Erlebnis war. Man hat im Leben nicht so oft die Möglichkeit, in einer echten Eishöhle zu stehen und die Farbe ‚gletscherblau‘ in Natura zu erleben. Im Eis gab es Einschlüsse von Insekten und Sedimenten. Die Form des Eises war bizarr, bezauberte immer wieder.

Der Rest der Truppe erkundete die Umgebung des Refugiums, holte Gletschereis, um mal einen Whisky mit echtem Gletschereis zu probieren. Der größte Unterschied war, daß das Eis langsamer schmolz. Die Schiffsfahrt zur Abbruchkante des Grey Gletschers, Länge 27 km, Höhe 30m, 5 km Breite und 110m in die Tiefe!, war das Erlebnis schlechthin. Wie gebannt schauten wir auf die Eismassen, die in den verschiedensten Blaufärbungen leuchteten. Sturm begleitete die Fahrt, der so stark war, dass er uns fast das Glas mit Pisco aus der Hand riss. Das Getränk war eine Aufmerksamkeit der Schiffsbesatzung und kam ausgesprochen gut an.

Langsam entfernten wir uns dann von den Eismassen und fuhren über den See auf die andere Seite, wo unser Fahrer Manuel auf uns wartete. Zur Begrüßung hatte er für jeden ein Bier, auf Gletscheis-Basis (nimmt die Protokollantin an) gebraut, bereit. Eine ausgesprochen nette Geste!

Für den Abend in Puerto Natales war ein gemeinsames Abschiedsessen angesagt, da Bettina und Jeannette am nächsten Tag zum Moreno Gletscher nach Argentinien wollten und deshalb die Truppe verließen. Unser kleines ‚Plappermäulchen‘ Betty wird uns fehlen. Keiner konnte so schön über Krankheiten und andere unwichtige Dinge des Lebens plaudern ,-)))) Das Essen war sehr lecker und die Stimmung gut. Ein ausgesprochen schöner Tag!
Rundreise Südamerika
Rundreise Südamerika
- 2 h
- 1 h
21
02.02.2010
Dienstag | "Pto. Natales - Pta. Arenas"
Heute brachte uns der Linienbus von Puerto Natales nach Punta Arena, wo wir noch auf die Pinguine treffen sollten. Gegen Mittag erreichten wir die Stadt, machten einen Rundgang, aßen ganz frisch gebackenen Kuchen und dann fuhren wir zur Pinguinkolonie.

Putzig, diese kleinen Magellanpinguine, die ganz zutraulich auf uns zuliefen. Im Anschluss daran gab es ein Abschiedsessen in einem urigen Lokal mit vorzüglicher Speisekarte. Die Entscheidung fiel sehr schwer, weil alles gut aussah, und was noch viel wichtiger war, auch schmeckte.

Der Abend war ausgesprochen lustig. Eva und Gerhard stellten mit Entsetzen fest, das sie am nächsten Tag schon um sieben Uhr fliegen mussten und nicht wie wir gegen Mittag. Deshalb waren sie auf der Hotelzimmerabschlussfete nicht mehr dabei. Zum Glück für sie, denn eines der vielen Gläser Rotwein muss schlecht gewesen sein…..
Rundreise Südamerika
Rundreise Südamerika
- 3 h
- 3 h
22
03.02.2010
Mittwoch | Punta Arenas - Santiago - Deutschland
Der allerletzte Tag war angebrochen und ich verabschiede mich als Protokollantin dieser Reise und sage hiermit "danke" für die Rückmeldungen aus der Heimat, die ich für die Schreiberei bekam. Ein schöner Urlaub ging zu Ende und wir sagten Nelson "danke" für die Rundumbetreuung. Ciao, Chile!
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