Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

22 Feb. 2010 • Santiago - Santiago de Chile

**Ankunft in Santiago und City
Santiago von oben

Ankunft in Santiago und Citytour

Bienvenidos a Chile! Nach einem langem Flug seid Ihr gut in der chilenischen Hauptstadt angekommen. Auch wenn ihr alle müde seid, geht es erst zum Hotel und dann direkt zur Stadtbesichtigung. Jetzt habt Ihr schon die Moneda, die Plaza de Armas und den Mercado Central gesehen und habt euch damit ein zünftiges Abendessen verdient. Mit dem viventura Team geht es in ein exzellentes Restaurant, um typisch chilenisch gegrilltes Fleisch zu genießen. Morgen heißt es wieder früh aufstehen!

23 Feb. 2010 • Santiago de Chile

Cajon del Maipo
El Yeso

Cajon del Maipo Jeep Tour

Heute stand der Cajon de Maipo auf dem Programm. Morgens um 7 Uhr wurden wir von Francisco, unserem Guide für die heutige Tour, direkt im Hotel abgeholt. Sogleich begann unser Trip Richtung Cajon de Maipo.

Gen Osten fahrend, ließen wir die 6-Millionen-Metropole am frühen Samstag morgen schnell hinter uns und näherten uns mit großen Schritten den immer größer werdenden Anden. Wir überquerten den Rio Maipo und genossen die ersten Einblicke in das vom Weinbau geprägte Talinnere. Zügig ließen wir die letzten malerischen Dörfer hinter uns und betraten eine 57km lange Schotterpiste, die uns tief in den Cajon de Maipo hineinführte. Der Weg bis an die Thermalquellen im Valle de Yeso (2900m Höhe) war geprägt von Wasserfällen, einem Stausee sowie tollen Ausblicken auf die 6000m hohen Anden.

Nach einem kurzen und intensiven Bad in den Quellen machten wir uns zu einer 2h Wanderung auf, die uns bis auf 3000m Höhe und bis ans Ende des Tals führte. Zurück bei den Quellen verwöhnte uns Francisco vor traumhafter Kulisse mit Leckereien vom Grill, gekrönt mit einem Pisco Sour.

Nachdem wir das Herz der Anden hautnah miterlebt hatten, mussten wir uns leider schon auf den Rückweg machen. Nach zahlreichen Fotostopps erreichten wir gegen 18:30 Uhr glücklich, aber auch ein wenig k.o. das Hotel in Santiago!

24 Feb. 2010 • San Pedro De Atacama - Santiago de Chile

Chuquicamata
Valle de la Luna

Kupfermine, Sonnenuntergang im Mondtal

Morgens früh, die Gruppe machte aber einen „ganz ausgeschlafenen“ Eindruck, ging es los zum Flughafen Santiago (Arturo Merino Benitez), um in den Flieger nach Calama zu steigen.

Mit der Landung in der Bergarbeiterstadt Calama sollte nun das Abenteuer „Atacama-Wüste“ beginnen. Zuvor galt es aber noch ein weiteres „Highlight“ der Reise zu genießen, nämlich direkt nach der Landung in Calama einen Besuch der weltweit größten Kupfermine in Chuquicamata. Diese Tagebau-Mine wird von den Chilenen cielo abierto, “ offener Himmel“ genannt, weil sie auf dem Altiplano, auf knapp 3000m Höhe gelegen, dem Himmel so nahe ist.

Versorgt mit ca. 60l Wasser in Flaschen und Kanistern aus einem der weltweit größten Supermärkte in Calama machte sich die Gruppe per Kleinbus, gesteuert von einem der weltbesten Busfahrer, nämlich von Dionysius, auf den Weg zur Mine. Schon bei der Anfahrt konnten wir einen ersten Eindruck von der Ausdehnung dieser ungeheuren Industrieanlage gewinnen: Eine Welt voller Staub, Steinen und Stahl, voller Hightec-Maschinen einerseits, Metallskeletten und verrottenden Gebäuden andererseits. Verstärkt wurde dieser Eindruck noch durch die Geisterstadt im Vorfeld der drei Minen. Aufgrund der enorm hohen gesundheitlichen Risiken (z.B. Staublunge, verschiedene Krebsarten, etc.) hatte man die direkt auf dem Werksgelände angesiedelte Arbeiterstadt 2008 geschlossen und die Werksangehörigen in neuen, von der (staatlichen) Betreibergesellschaft der Mine mitfinanzierten Eigenheimen in Calama untergebracht.

Es wird darüber nachgedacht, die jetzige Geisterstadt zum Weltkulturerbe zu erklären. Gleichwohl machte diese zumindest einen geisterhaften Eindruck, wie man ihn sonst nur von Katastrophen-Filmen kennt. Ein Einkaufswagen stand noch vor einem Haus, über dem öffentlichen Park der Stadt prangte noch das Eingangsbanner mit dem Schriftzug „Feliz Navidad“. Ein seltsames Gefühl beschlich mich als Betrachter … Die den einheimischen Indianern schon vor den Inkas bekannte, 1911 begründete (eigentlich bereits 1882) und terrassenförmig angelegte Mine hat eine Ausdehnung von 4,7 x 3,0km und ist an der tiefsten Stelle ca. 1km tief. Eigentlich besteht die Anlage aus drei Minen, denn die Minen El Abra und Radomiro Tomic sind hinzugekommen und sollen demnächst miteinander verbunden werden. Wen der Nachname „Tomic“ verwundert, so wie mich, findet Aufklärung durch eine gleichermaßen hübsche wie gut informierte Führerin durch die Mine, denn sie erklärte uns auf der Rundfahrt durch die Mine, das insbesondere kroatische Auswanderer in der Mine gearbeitet haben bzw. noch arbeiten.

Von dieser aparten Dame erfuhren wir noch vieles andere, was wir schon wussten, aus Reiseführern zu wissen glaubten oder als falsch kannten. Sie erklärte uns die Schritte des Kupfergewinnungsprozesses, der sich je nach Beschaffenheit des Ausgangsminerals unterschiedlich komplex gestaltet. Der Kupfergehalt des hier abgebauten Gesteins ist enorm hoch. Selbst die nun aufgrund einer verbesserten Verhüttungstechnologie recycelten Schlackehalden weisen noch einen Kupfergehalt von 50% auf. Besonders beeindruckend waren für uns nicht nur diese gewaltigen „Terrassenlöcher“ des Tagebaus, sondern auch die Maschinen, mit denen das täglich um 17 Uhr abgesprengte Material aus dem „Loch“ zur komplexen, mechanischen und chemischen Weiterverarbeitung transportiert wurde: Hier hauten uns vor allem die Liebherr-Trucks um, die nicht nur zwischen 350 und 400 Tonnen Gestein transportieren können, sondern auch noch so groß wie Eigenheime sind.

Apropos „Eigenheime“: Im Gegenwert von vier neuen Reifen für diese Trucks könnte man sich in Deutschland schon den Grundstock für ein schmuckes Eigenheimchen schaffen. Also: wir alle fanden diesen Ausflug ungeheuer beeindruckend, vor allem der Verfasser dieser Zeilen, welcher sich auch noch mit Originalkupfermineralien eindecken konnte. Nicht umsonst meinte Nelson, unser (bisher) weltbester Guide (schleim), dass ich mit den ganzen von mir gesammelten Steinen nie wieder ein Flugzeug in Richtung Heimat würde besteigen können. Ja, das Thema „Steine“ führt mich nun zu der kommentierten Beschreibung dessen, was nach unserem Ausflug in die Kupfermine geschah, nämlich zu unserer ersten Begegnung mit der Atacama, die oder zumindest eine der trockensten Wüsten der Welt.

Unser Kleinbus machte sich auf den Weg nach San Pedro de Atacama, einer kleinen, aber sehr romantisch-urwüchsigen und bereits prähistorisch nachweisbaren Ansiedlung in einer Oase. Bereits auf dem Hinweg offenbarte sich uns eine ungeheuer wild-karge, ausgedörrte Landschaft, auf der so gut wie kein Baum und Strauch zu sehen war. Eingerahmt von 5000- und 6000er Vulkanen zeigte sich die Atacama mal als wellige Ebene, mal als Kordilleren-Gebirge in Form von zu phantastisch erodierten Traumgestalten, zu Säulen, Türmen, Tieren und Schreckgestalten. Nach unserer Ankunft in dem kleinen, schnuckeligen Hotel namens Takha Takha machten wir uns auf den Weg, diese Landschaft näher zu erkunden. Wir tauchten im Tal des Todes ein in eine bizarre Welt aus Felsen, Staub, Stein und Wind, und sahen – wie anachronistisch – Dünensurfer und Motocross-Räder durch diese erhabene Landschaft rasen. Wir erklommen das Valle de la Luna, ein Name, welcher eigentlich für die gesamte von uns an diesem Tag „erforschte“ Landschaft stehen müsste, denn es handelt sich in der Tat um eine Mondlandschaft.

Des Abends machten wir uns neuerlich auf den Weg in die Atacama-Kordillere, dieses Mal mit dem Ziel, den Sonnenuntergang an einer bestimmten Stelle im Gebirge zu verfolgen und zu genießen. Diese Idee hatten wohl auch zahlreiche andere Touristen, denn man konnte glauben, irgendwo auf einem Volksfest in den Alpen zu sein. Gut, das ist ein wenig übertrieben, aber das auf einmal derartig viele Menschen in dieser so menschenleeren Landschaft auftauchen würden, hätten wir nicht erwartet. Abgesehen von der phantastischen Aussicht und von dem seitens Nelson gereichten Überraschungs-Pisco-Sour – es sind trotzdem alle wieder heil ins Tal gekommen – stand die Menschenmenge in keinem Verhältnis zu dem Sonnenuntergang. Dieser verlief verhältnismäßig enttäuschend, vielleicht aber hatten wir unsere Erwartungen zu hoch geschraubt. Dennoch war der Abend für uns ein echtes Erlebnis mit einem Schüsschen Abenteuer, so wie die gesamte Reise bisher.

Feststeht, dass unser erster Kontakt mit dieser erhabenen, gewaltigen und urwüchsigen Landschaft zutiefst beeindruckend war. Eine Landschaft von geradezu zauberhaft-meditativer Atmosphäre, unvergesslich für alle!

25 Feb. 2010 • San Pedro De Atacama - Atacama Desert

Laguna Miscanti
Flamingos

Hochlandlagunen, Flamingos, Lamas, Salzsee

Heute war endlich mal „ausschlafen“ angesagt. Das heißt, dass wir erst um 8.30 Uhr losfuhren und zuvor noch ein leckeres Frühstück in unserem schnuckeligen Gartenhotel „Takha Takha“ genießen konnten.

Zuerst stand der „Salar de Atacama“ auf dem Programm, wo wir Flamingos auf dem 3000m² großen verkrusteten Salzsee bewundern konnten. Anschließend verteilte Nelson Kokablätter im Bus, denn nun sollten wir zu den Hochseelagunen“Meniques“ und „Miscanti“ auf 4300m Höhe fahren. Die Blätter taten ihre Wirkung, denn keiner von uns hatte Probleme mit der Höhe. Fasziniert von den beiden tiefblauen Lagunenseen und den dahinterliegenden Vulkanen machten wir Foto um Foto. Auch ein Gruppenfoto sollte nicht fehlen, wofür wir von Eduard noch Bitterschokolade zum „Gute Stimmung verbreiten“ erhielten, was aber gar nicht nötig war. Anschließend ging es zum Mittagessen in dem kleinen Bauerndorf Socaire mit hauseigenen Produkten wie z. B. lilafarbenen Kartoffeln.

Später besuchten wir noch kurz das auf dem Weg liegende Dorf Toconao mit seiner Kirche mit Holzdecke, Friedhof mit Blumengräbern und einer kleinen Oase. Den ganzen Tag über waren schon Wolken aufgezogen und auf unserem Rückweg nach San Pedro de Atacama fing es dann tatsächlich an zu regnen. Vermutlich hatte es hier schon jahrelang nicht geregnet und ausgerechnet, wo wir jetzt hier sind, gibt’s Regen in der Wüste – unglaublich!

Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung mit der Hoffnung, dass aufgrund des Regens unser morgiges Programm, eines der Höhepunkte der Reise, nicht buchstäblich ins Wasser fällt …

26 Feb. 2010 • San Pedro De Atacama

Tatio Geysiren
Vizcacha

Tatio Geysiren

Heute hat der Tag sehr früh begonnen! Um 4:30 Uhr holte uns Dionisio unser Fahrer am Hotel ab, um uns zu den Tatio Geysiren zu bringen. Nach gut 2h Fahrt auf einem schmalen und holprigen Weg kamen wir pünktlich zum Sonnenaufgang an unserem Ziel an.

Wir konnten einem wunderschönem und beeindruckenden Naturschauspiel zuschauen und die Wasserdampfsäulen stiegen im Sonnenaufgang auf eine Höhe von über 10m. Nach einem Frühstück mit Mate Tee haben wir uns die artenreiche Flora und Fauna des Altiplano angeschaut. Wir sahen Vicunas, Vizcachas, Lamas und viele Vogelarten wie die Hochlandmöwe.

Auf dem Rückweg machten wir einen Halt im kleinen Dorf Machuca, wo wir Spieße aus Lamafleisch probieren konnten. Gegen Mittag erreichten wir die Termas de Puritama, wo wir bei einem Glas Wein und einem von viventura organisieren Picknick ausruhen konnten.

27 Feb. 2010 • Salar de Uyuni - San Pedro De Atacama

Laguna Cejar
image - 29cb5fd7-43f5-49aa-9e1e-c8a9c7d32780

Erdbeben in Chile, der Gruppe geht es gut

Das Land bewegte sich, Erdbeben in Chile…. Heute konnten wir etwas länger schlafen, da wir erst um 7 Uhr morgens in Richtung Calama abfahren wollten. Beim morgendlichen Treffen informierte uns Nelson darüber, dass am frühen Samstagmorgen ein starkes Erdbeben die Region Centro-Sur erschüttert hatte. In San Pedro selbst hatten wir nicht viele Nachrichten über das Ausmaß, so daß wir uns auf den Weg zum Flughafen in Calama gemacht haben. Vor Ort sah die Situation dann dramatischer aus. Der Flughafen von Santiago war gesperrt worden und aufgrund der Schäden konnten wir nicht abfliegen. Die Stadt Valparaiso, unser eigentliches Ziel war ebenfalls so stark betroffen, daß es eh keinen Sinn gemacht hätte dorthin zu fahren.

Nelson hat dann alles getan, um uns dennoch einen angenehmen Urlaubstag zu verschaffen. Unser Fahrer hat uns also wieder zurück nach San Pedro gebracht, wo wir eine schöne Tour zur Laguna Ceja unternommen haben. Wir konnten ebenso wieder zurück in unser Hotel. Den Tag über haben wir auch mal die Berichte aus den südlicheren Regionen verfolgt und sind sehr froh, dass wir hier in San Pedro sind und es uns gut geht. Nun genossen wir den kleinen Ort und seine wunderschöne Umgebung. Sobald es neue Nachrichten aus dem Süden gibt, wird Nelson entscheiden, wie und wohin es weitergeht. Danke Nelson, für Deine Ruhe und Deine 1A- Organisation in diesen schweren Zeiten. Es geht uns aber allen gut.

28 Feb. 2010 • Valparaíso - Atacama Desert

**Abwarten...**  
  
Abwarten.
image - 7d3d2541-e2e8-4ba5-bcc6-a4827e73dcf1

Abwarten…

Abwarten…..

Aufgrund der unklaren Lage im Süden Chiles konnten wir auch heute noch nicht weiterfahren. Die Lage ist schlimmer als zuerst angenommen und wir sind jede Minute glücklicher, daß wir uns hier im Norden befinden wo nichts zu spüren war. Zudem konnten wir ausschlafen!!!! Ein richtiger erholsamer Urlaubstag war das. Wir haben den Tag im Dorf mit verschiedenen Aktivitäten verbracht und einfach genossen. Nelson versorgt uns regelmäßig mit den neuesten Entwicklungen. Der Arme muss sich um die weitere Organisation kümmern und macht das mit Bravour, obwohl seine Familie alleine im stark betroffenen Santiago ist. Glücklicherweise konnte er mit ihnen sprechen und erfahren, daß es ihnen gut geht. Jetzt versucht er uns unsere Urlaubstage so angenehm und erlebnisreich wie möglich zu machen, was sicherlich in dieser Situation nicht so leicht ist. Vermutlich geht es dann morgen in Richtung Süden! Wir sind gespannt…

01 März 2010 • Santiago de Chile - Atacama Desert

Pukara de Quitor
image - 516fbd24-4ad1-43bf-8e2b-c3a6b2393b31

Wanderung Quitor

Heute konnten wir erneut in San Pedro ausschlafen. Aufgrund der unklaren Lage im Süden des Landes werden wir noch etwas Zeit hier verbringen. Nelson hat uns eine Wanderung angeboten und morgens um 9 Uhr ging es los in Richtung Pukara de Quitor. Wir wanderten alle durch das Dorf und den angrenzenden Ortsteil Quitor. Bald sind wir an der ehemaligen Festung (Pukara) angekommen. Von oben genossen wir den Blick über die Oase San Pedro. Gegen Mittag kehrten wir ins Hotel zurück. Für den Nachmittag war eine Treffen angesagt, an dem wir erfuhren, wie die Reise weitergeht. Am Abend wussten wir dann…..endlich geht es weiter! Wir kamen doch noch in den Süden und zwar über Argentinien. Morgen früh geht es los nach Salta! Wir genossen noch unseren letzten Abend bei einem leckeren Essen in San Pedro de Atacama.

02 März 2010 • Quebrada de Humahuaca - Punta Arenas

**Über die Grenze**  
  
Morge
Quebrada de Huamahuaca

Über die Grenze

Morgens um 7 Uhr holte uns unser Transfer am Hotel ab. Wir hatten einen langen Reisetag vor uns. Von Chile aus ging es nach Argentinien!

Glücklicherweise klappten die Grenzformalitäten ohne Probleme und wir genossen diese Fahrt durch die beeindruckende Landschaft der Hochanden. Alle waren froh, dass wir unsere Reise fortsetzen konnten und die Stimmung war super. Pünktlich kamen wir in Salta an und machten uns sofort auf den Weg zum Flughafen. Dann hob auch schon unser Flieger in Richtung argentinischer Hautpstadt ab…

03 März 2010 • El Calafate - Puerto Natales

**El Chalten**  
  
Heute soll
image - 3ef2c4fb-efdf-480d-b7b9-f4f0c3ee1038

El Chalten

Heute sollten wir endlich nach Patagonien fliegen: leider nur in 2 getrennten Gruppen. Die erste Gruppe landete um die Mittagszeit bereits in dem sonnendurchfluteten „El Calafate“, musste allerdings bis zum Abend auf den 2. Teil der Gruppe warten.

Diese Zeit nutzten wir mit leckerem Mittagessen und Bummeln durch das kanadisch anmutende Städtchen. Eine ganz andere Welt, wie noch vorgestern in Nordchile! Nachdem die andere Gruppe abends eingetroffen war, fuhren wir mit vielen Fotostopps durch die traumhafte Seen- und Berglandschaft mit Sonnenuntergang etc. in das Städtchen „El Chalten“ am Fuße des Fitz Roy. Morgen startet hier das Ersatzprogramm für unser entgangenes Highlight „Torres del Paine“.

04 März 2010 • Nationalpark Torres del Paine

El Chalten
image - 52daf1b0-e757-4cfe-834b-c6cc391c3055

Wanderung durch den Nationalpark „Los Glaciares“

Traumhaftes Wetter erwartete uns heute zu unserer Wanderung durch den Nationalpark „Los Glaciares“ zum Fuße des „Fitz Roy“.

Begleitet von einem Bergführer ging die Tour, die insgesamt 20km umfasste, über einen steinigen Weg teilweise durch Wälder, begleitet von einem Fluss zu einem Gletschersee. Am See verbrachten wir unsere Mittagspause und versuchten verschiedene im See treibende Eisschollen zu versenken. Auf demselben Weg ging es wieder zurück, wo wir am späten Nachmittag nach insgesamt 8h Wanderung müde und hungrig im Hostel eintrafen.

Der Hunger wurde am Abend von jedem durch ein leckeres 400g Steak gestillt und anschließend fielen wir müde und satt in unsere Betten.

05 März 2010 • Puerto Natales

Perito Moreno Gletscher
image - fb630b9e-e095-4767-ab20-f9c5e93d3c86

Perito Moreno Gletscher

Nach dem Transport von „El Chalten“ nach „El Calafate“ sind wir nachmittags zum Perito Moreno Gletscher gefahren. Dort sind wir mit einem Schiff direkt an die ca. 60m hohe Abbruchkante des Gletschers gefahren.

Spannend standen wir mit gezückten Kameras vor der Kante, um etwaige Abbrüche zu filmen. Leider tat uns der Gletscher diesen Gefallen nicht, bzw. waren die Kameras nicht schnell genug. Später gab es für uns Hungrige noch ein Picknick von Nelson direkt auf den Terrassen mit Blick auf den Gletscher.

Müde fuhren wir ins Hotel zurück und sind abends noch gemeinsam essen gegangen: Heute stand zur Abwechslung mal Lamm auf dem Speiseplan.

06 März 2010 • El Calafate - Ushuaia

**Bootstour und Pinguinkolonie
image - 58416455-892a-4a07-841f-4d7bdfe51756

Bootstour und Pinguinkolonien

Heute Morgen ging es los in den äußersten Süden des Landes und des gesamten südamerikanischen Kontinents, nach Ushuaia.

Am Vormittag flogen wir von El Calafate nach Ushuaia. Dort stand der Tag zur freien Verfügung. Unsere Gruppe hat sich auf zwei unterschiedliche Aktivitäten verteilt. Der eine Teil machte eine Bootstour über den Beaglekanal, der Andere eine etwas längere Fahrt zu den Pinguinkolonien. So bekamen wir aber alle Pinguine, Seelöwen und viel, viel Wasser zu Gesicht!

Ein entspannter und sehr schöner Tag in der Stadt am Ende der Welt. Al fin del mundo….

07 März 2010 • Ushuaia

**NP Feuerland**  
  
Nach ein
NP Feuerlands

NP Feuerland

Nach einem für argentinische Verhältnisse reichhaltigen Frühstück sind wir zu unserer Kanutour im Feuerland-Nationalpark gestartet. Wir paddelten 1,5h bei strahlendem Sonnenschein auf dem Rio Lapataja vor der beeindruckenden Kulisse Feuerlands.

In der Bucht, wo auch die legendäre Panamericana endet, gingen wir wieder an Land. Nach dem Mittagessen brachen wir zu einer 3h Wanderung entlang dem Beaglekanal auf. Auch hier boten sich hinter jeder Wegbiegung neue Fotomotive. Am Abend begaben wir uns noch auf Biberpirsch im Hinterland Ushuaias. Leider zeigten sich die Tiere nur ganz kurz. Bei einem Linseneintopf und gutem argentinischen Rotwein ließen wir den Tag in einer Waldhütte ausklingen.

08 März 2010 • Ushuaia - Buenos Aires

Ushuaia Flughafen
image - c0633371-540e-4577-8ad9-2057ee12eca6

Buenos Aires

Heute hieß es Abschied nehmen von Feuerland. Nachdem wir doch recht lange schlafen konnten, haben wir noch ein Frühstück im Hotel bekommen und dann gab es mal wieder einen Flug.

Diesmal ging es nach Buenos Aires. Der Kontrast hätte nicht größer sein können vom beschaulichen Ushuaia in die quirlige Megastadt, von angenehmen Temperaturen ins schwülheiße Buenos Aires. Nachdem wir das Hotel bezogen hatten, das wir ja schon von unserem Zwischenstopp kannten, konnte jeder auf eigene Faust erstmal die Stadt erkunden.

Am Abend waren wir zum Essen eingeladen. Es begann mit einem schönen Spaziergang vorbei an den Hafenanlagen am Rio de la Plata. Da war mächtig was los. Einigen war der Weg wohl zu lang, sie wären am liebsten mit dem Taxi weitergefahren. Der Weg hat sich aber gelohnt!! Nelson hat da wirklich ein schönes Lokal ausgesucht. Nach sehr reichhaltigem Buffet, natürlich mit Fleisch ohne Ende, und sehr viel Wein gings dann zurück zum Hotel. Diesmal brauchten alle den Fußweg, um das viele Essen zu verdauen.

09 März 2010 • Buenos Aires

El Caminito
image - 869cfd6a-276c-4a51-b1bf-859162aef5c9

City Tour - Tango Show

Eine ungewöhnlich lange Nacht endete in der Warteschlange vor dem Frühstückssalon des Waldorf- Hotels in Buenos Aires. Das Buffet war reichlich und der arme Kellner etwas überfordert. Die Zimmer waren diesmal zwar relativ klein, aber sauber.

Argentinisch pünktlich gegen 10 Uhr kam Tabatha herein und entführte uns zu einer Stadtführung der etwas anderen Art. Durch die quadratisch angelegte Innenstadt ging es zu den Hafenanlagen am Rio de la Plata, in denen mehrere alte Segelschiffe liegen. Findige Investoren haben vor etwa 20 Jahren die alten Speicherhäuser zu Geschäftsgebäuden und Restaurants umgebaut und das gegenüber liegende Ufer mit einem neuen Stadtteil beglückt, der dem Schönsten gewidmet ist, was Buenos Aires zu bieten hat: den Frauen. Dies hat aber nichts mit Federico Fellini zu tun.

Im angrenzenden Park sind zahlreiche Hunde rudelweise angeleint und werden professionell einzeln Gassi geführt. Im antiken Peugeot-Taxi fuhren wir ins Arbeiterviertel La Boca, Eingeweihten durch seinen berühmten Bewohner mit der Rückennummer 10 bekannt. Viele bunte Häuschen, Artesanals und ein Transvestit beglückten des Fotografen kleines Herz. Eine rasante Fahrt im öffentlichen Bus brachte uns nach San Telmo. Im Gänsemarsch ging es an Kirchen vorbei, die Kriegshelden(!) geweiht sind. Wir näherten uns zwecks Mittagessen einem Platz, der von Dieben und Räubern nur so wimmeln soll: wir hatten keine Verluste zu beklagen. Auf der Plaza del Mayo erfuhren wir Einiges über die Diktatur, ihre Opfer und deren Mütter. Unüberhörbar riefen jetzt der Obelisk in der Av. 9. Juli und ein Café.

Gegen 18 Uhr zurück im Waldorf hieß es, konzentriert Koffer packen, duschen und "aufhübschen" für das große Finale, die Tangoshow. Um Punkt 8 Uhr stürmten wir unter couragierter Führung unseres Admirals Nelson die Fußgängerzone, in der gerade der Papst boxte. Nach einiger Zeit bogen wir links in das Kellertheater von Astor Piazolla, ein klassizistischer Traum aus Balkonen und bordeauxrotem Plüsch. Völlig überraschend gab es als Entree das beste Menu, das wir bisher hatten einschließlich Malbec und Water all you can drink. Kurz nach 10 Uhr eröffnete eine mystische Stimme ein Feuerwerk an Tangoakrobatik und –musik. Die auftretende Chansonnette wurde durch Eckis Kennerblick flugs als singende Preßwurst identifiziert.

Insgesamt war die Show beeindruckend, ließ aber ein bisschen die Emotionalität und Tristesse vermissen, die dem Tango eigen ist. Der Heimweg unter erheblicher olfaktorischer Belastung führte über Berge von Plastik wieder mal ins Waldorf, da wir wegen des Heimfluges unchristlich früh um 3 Uhr wieder aufstehen dürfen.

10 März 2010 • Buenos Aires - Buenos Aires

Puente de la Mujer
image - 7415461a-2b9e-46b3-8a6c-0bec2bd4156e

Ciao Argentina - Ciao Chile

Heute haben wir uns von einem Teil der Gruppe verabschiedet, der noch ein paar zusätzliche Tage in Iguazu verbringt. Wir anderen flogen mit Nelson zurück nach Santiago. Nach einer langen Tangonacht mussten wir sehr früh (!) aufstehen, um das Flugzeug in Richtung Chile zu erwischen. Es war also eine kurze, aber sehr schöne letzte Nacht in der argentinischen Hauptstadt.