Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Über das Große Wasser
Endlich geht es los. Am Abend starten wir über den Großen Teich mit dem Ziel die Riesenstadt São Paulo. Leider musste kurzfristig noch eine Person absagen, so sind wir nun 11 Teilnehmer.
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Auf in den Dschungel
Die ganze Gruppe hat sich spätestens am Flughafen in São Paulo kennengelernt. Nach einem Aufenthalt und einem Kampf mit dem Geldautomaten ging es mit einer kleinen Verspätung weiter nach Manaus. Kurz vorher konnte man noch vom Flugzeug den Amazonas und die Flussarme sehen.
Am Flughafen wurden wir vom Reiseleiter Otto und dem Malocasteam erwartet. Auch der Jörg, unser letztes Gruppenmitglied, war schon da. Dann mussten wir zuerst mal unser Gepäck umpacken, denn in den Urwald durften wir nur 6kg mitnehmen. So wurde ein Teil des Flughafens zur Umkleidekabine.
Dann ging es mit dem Van ins kleine Städtchen Rio Preta da Eva (Evas Schwarzer Fluss), am Rande des Urwaldes. Dort probierten wir zuerst eine einheimische Spezialität aus Mandiok. Weiter mit dem Motorboot in die Urwaldloge, weitab von jeder Zivilisation.
Einige von uns haben dann gleich den Fluss ausprobiert und danach das Bier. Der Abend ging mit einem leckeren Fischabendessen und eine Caipirunde zu Ende.
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Urwaldbad am Wasserfall
Nach einer ruhigen Nacht, besonders da es unerwarteterweise keine Mücken und Ungeziefer gab, und leckerem Frühstück begann unsere Wanderung in den Urwald. Der Indianer Osmar hatte als einziger Shorts an und hat so seine soziale Funktion ausgeführt und die wenigen Stechfliegen auf sich gezogen. Er erklärte einige Besonderheiten des Waldes und kurz vor dem Ziel bastelte er aus Urwaldmaterial die Teller für unser Mittagessen.
Das Ziel nach 3 Stunden war ein wunderschöner kleiner Wasserfall im Urwald, bei diesem heiß-schwülen Wetter wirkungsvoller als die Iguaçú-Wasserfälle. Wir haben alle ein herrliches Bad genommen und konnten auch noch hinter dem Wasserfall in eine kleine Höhle eintauchen. In dieser Zeit wurden auch die Löffel aus Palmmaterial gemacht und wir bekamen ein leckeres Mittagessen mit Fisch, Reis und Früchte zum Nachtisch. Nach einer Hängemattensiesta ging es zurück zur Lodge, wo schon ein kühles Bier auf alle wartete.
Abends ging es zum Kaiman aufspüren. Unsere Guides habe einen Kaiman mit über 3m gefunden, aber der war doch zu groß, um ins Boot gebracht zu werden. Später hat uns der Osmar noch einen kleineren Kaiman ins Boot gebracht.
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Die Nacht im Urwald
Morgens besuchten wir eine einheimische Familie und der Kleinbauer erklärte uns seine Anbaumethoden, die verschiedenen Früchte und die Verarbeitung des Madioks zu Mehl. Dort wurde auch die Besorgungen für unser Nachtmahl im Wald getätigt.
Nach dem Mittagessen packten wir unsere Sachen für die Urwaldübernachtung und paddelten zuerst den Fluss hinunter. Dann ging es auf einem Waldpfad wieder zu einem sehr schönen Wasserfall mit einem großen Felsvorsprung (welcher uns später das Leben rettete). Es wurde gebadet, das Hängemattenlager aufgebaut, ein großer Baum besichtigt und zur Dämmerung das Abendessen zubereitet. Unsere Guides wurden wieder vom Jagdfieber gepackt und haben an der Stelle, wo einige von uns gebadet haben, einige Prachtexemplare von Fischen mit dem Pfeil geschossen. Auf einer kleinen Nachttour haben wir auch eine Riesenspinne aufgespürt.
Bald haben wir es in unseren Hängematten bequem gemacht und so die erste Nacht im Urwald verbracht.
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In die Dschungelhauptstadt
Während wir im tiefsten Schlaf waren, kam ein Gewitter und schnell versuchten wir, unsere Habseligkeiten unter dem Felsvorsprung in Sicherheit zu bringen. Dort konnten wir uns sogar noch einigermaßen ausbreiten und haben dann auf dem Boden und Felsen soweit es ging noch eine Stunde bis zur Dämmerung weitergeschlafen. Überraschend wiederum das Fehlen von Kleingetier. Der Dschungel kann doch sehr freundlich sein.
Um 5 Uhr morgens ging es wieder zurück zur Lodge. Diesmal mussten wir gegen die Strömung paddeln und uns recht anstrengen. Nach der Rückkehr war auch die verschollene Plastikflasche von Jörg wieder da. Diese Flaschengeschichte ist allerdings zu groß für das Tagebuch, denn es hat fast den Deutsch-französischen Krieg (mit der französischen Gruppe in der Lodge) wieder entflammt, welcher aber durch die diplomatischen Fähigkeiten von Petra verhindert wurde und hatte auch während der groß angelegten Suchaktion fast eine Ehekrise zwischen unserer Küchenfee Conceição und ihrem Mann ausgelöst.
Nach dem Frühstück ging es zum Piranhafischen, was aber nicht zum Erfolg wurde. Zum Glück gab es da noch den Piranha aus der Eistruhe zum Fotografieren. Dafür war das Bad im Fluss umso schöner.
Nach dem Mittagessen verließen wir diesen wunderschönen Platz im Urwald und es ging in die Zivilisation zur Großstadt Manaus. Das Abendessen wurde eine richtiges Fressgelage in einer Churrascaria, wo wir soviel Fleisch aßen, wie wir reinstopfen konnten. Dabei war der dürre Frank ein Fass ohne Boden.
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Auf dem Amazonas
Frühstück mit Blick zum Hafen. Danach sind wir zur Oper aufgebrochen. Otto hat sich dann abgesetzt und wir haben mit Osmar die sehr interessante Oper besichtigt. Anschließend Abenteuer Geldautomat Teil II, bei der zweiten Bank hat es funktioniert…
Wieder am Hafen, haben wir den Tagesumsatz des Hängemattenverkäufers astronomisch gesteigert. Otto ist dann mit einem großen Sack Hängematten zum Schiff losgezogen, um die Plätze zu reservieren und wir haben nach einem kühlen Bier noch die verschiedenen Märkte besucht und dann auf das Schiff gewartet. Nur kam dies leider nicht, da es am anderen Hafen mit einem Maschinenproblem lag…
Die Österreicher haben dann ein Privatboot gechartert und wir damit zu unserem Schiff gefahren, wo der nächste Schock auf uns gewartet hat. Auf dem Schiff wird in Hängematten geschlafen und die waren so dicht an dicht dass sich keiner vorstellen konnte, wie man da noch reinpassen kann. Aber irgendwie hat es doch geklappt und die meisten von uns konnten sogar gut schlafen.
Abends haben wir uns auf Achterdeck noch die neuesten brasilianischen Tänze angeschaut und unsere Junggesellen noch interessante Bekanntschaften gemacht.
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Immer noch auf dem Großen Strom
Heute ist Relaxtag. Wir haben die schattige Backbordseite von unserem Schiff in Beschlag genommen und lassen wie im Film die Flusslandschaft am Amazonas vorbeigleiten. Der einzige Stress war das Mittagessen, wo die Organisation der Verteiler nicht so recht klappte. Dafür durften wir am Abend in der oberen Klasse essen.
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Die Südsee Amazoniens
Ganz in der Früh wurde ein ganzer Ochse in unserem Bordschlafzimmer mit der Bandsäge zerlegt. Wir hatten uns schon an unser Hängemattenlager gewöhnt und konnten trotzdem weiterschlafen.
Nach einem mageren Frühstück kamen wir gegen 10 Uhr in Santarem an. Kurz vorher sahen wir den Zusammenfluss vom blauen Tapajos und braunen Amazonas, wo das Wasser kilometerweit nebeneinander herfließt, ohne sich zu vermischen. Alle waren happy, da wir ja den Zusammenfluss in Manaus wegen der verspäteten Abfahrt des Schiffes verpasst haben.
Nach einem kurzen Transfer nach Alter do Chão waren wir überrascht von der schönen Landschaft mit seinen herrlich weisen Sandstränden und dies mitten im Amazonasgebiet. Wir stürzten uns sofort in das Badewannenwarme, blaue Wasser des Tapajos.
Am Nachmittag trennte sich die Gruppe, die einen zum Faultier kucken, die anderen zum Faulenzen mit viel Bier am Strand. Frauke, Frank, Mike, Artur und Otto fuhren mit einem Motorboot zu einer schönen Flussinsel, wo es die Tiere gab, die wir im Amazonas nicht gesehen haben. Die Rückfahrt dauerte etwas, da der Bootsführer erstmal Benzin unterwegs von einem Schiff ausleihen musste. Die andere Gruppe fuhr gegen Abend zu einer Sandbank und konnte viele Flussdelfine beobachten.
Den Abend beendeten wir gemeinsam mit einem leckeren Abendessen.
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Flug nach Maranhão
Früh müssen wir aus den Federn, 3:30h. Abschied von Otto am Flughafen und mit dem Flieger geht es über Belem nach São Luis. Joel, der lokale Guide, erwartet uns. Mittagessen In einem Selbstbedienungsladen, werden die vollen Teller abgewogen – bezahlt wird nach Gewicht. Dann lässt Joel die müde Truppe erstmal ausschlafen.
Nach der brasilianischen Siesta brechen wir in die 1612 gegründete Kolonialstadt auf. Die Fotografen freuen sich über das gute Licht und alle über die kühlere Luft. Am Markt kaufen manche Chilli-Marmelade – süss und scharf zugleich – dann unter Mangobäumen lassen wir uns zum Abendessen nieder und speisen ohne Ende.
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In eine eigenartige Wüste
Vier Stunden Fahrt nach Barreirinhas. Am Ufer des Faultierflusses, was soll man da anders machen als Faulenzen – Sonnenbaden – Schwimmen. Ein paar Stunden ist viAusrasten angesagt.
Dann wird ein 12-sitziger Jeep aktiv und bringt unsere Gruppe über Sandrillen hopsend zu den berühmten Leintüchern von Maranhão (Lenções Maranhenses). So nennen die Einheimischen ihre weissgefalteten Dünen. Dort wird schon wieder die Badehose ausgepackt, Wasser in der Wüste und das nicht zu knapp: blaue, klare Lagunen. Ein paar von uns kraxeln keuchend die Dünen rauf.
Am Rückweg sammelt Mike Cajufrüchte, mit der Nuss untendran sehen sie ein bisschen wie Glocken aus. Beim Abendessen sind wir schon vorsichtiger. Manche bestellen nur eine halbe Portion. Brasilianische Straßenmusikanten machen gute Stimmung mit Trommel und Triangel: toller Rhytmus. Ein junges Pärchen tanzt, tanzt und tanzt – nicht ganz jugendfrei – vídeo ist vorhanden, anfragen bitte an Hendrik zu richten.
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Tropengewitter
Ein Motorboot bringt uns den Faultierfluss stromabwärts Richtung Atlantik. Schwarzgraue, tropische Wolkentürme lassen ihre Ladung ab. Langsam beginnt hier die Regenzeit. Jeder hat natürlich seine Regenjacke vergessen. Wir suchen Zuflucht in einem Leuchtturm: nach 140 Stufen gute Aussicht auf trübes Wetter.
Aber in den Tropen kommt rasch die Sonne zurück. Die Herren hocken mit nacktem Oberkörper am Tisch, während die T-Shirts trocknen, die Damen scheint es nicht zu stören. Die Wasserfreaks springen noch in den sprudelnden Atlantikwellen, dann döst das viventura-Kollektiv in Boot und Bus São Luis entgegen.
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Trommeln in Bahia
Ohne Flieger kommt man in Brasilien nicht vom Fleck, heute bringt uns die mächtige TAM (die Airline hat kaum Konkurrenz und diktiert die Preise) über Fortaleza nach Salvador da Bahia.
Irma, sie lebt schon 50 Jahre hier, begleitet uns in die Altstadt. Nach einem wuchtigen Caipi, der uns auf nüchternen Magen fast umhaut, erkunden wir die bunten Gassen, bewundern das Gold der São Franziskokirche und die Capoeiratänzer, aber was uns alle am meisten begeistert, sind die Olodum-Trommler. Wenn Du direkt neben dieser Ekstase stehst, glaubst Du selbst wie eine Trommel zu dröhnen und dein Herz kommt aus dem Takt. Das ist Brasilien pur, unbeschreiblich!
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Im Sozialprojekt
Wir besuchen das Sozialprojekt von viventura. Fernanda betreut Kinder in einer kleinen Schule, um sie von den Drogen und der Straße fernzuhalten. Die kleinen tanzen für uns Capoeira zum Klang der Berimbau, einem bogenähnlichen Instrument, welches die Sklaven hier erfunden haben.
Dann fahren wir in die Unterstadt und in das moderne Viertel. Viele alte Prachtvillen mussten den Hochhäusern weichen, was Irma, unser Guide, sehr bedauert. Mit dem Lacerda – Aufzug, der Ober- und Unterstadt verbindet, kommen wir zum Mercado Modelo – Souvenirs, Kleider, Schuhe und Handarbeiten. Da werden die Damen immer langsamer.
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Schulfest bei Einheimischen
Lange Anreise nach Taboquinhas, ein Dorf versteckt im Wald. Unterwegs zeigt uns Otto eine alte Kirchenruine. Die geduldige Kraft von Würgefeigen zerstört und stützt das Gemäuer gleichzeitig, es sieht ein bisschen wie Angkor Wat in Kambodscha aus.
In Taboquinhas beziehen wir gemütliche Privatzimmer, speisen Flusskrebsragout und sind zu einem Fest in der örtlichen Schule eingeladen. Also nichts wie hin. Dort erleben wir wieder ein Stück Brasilien, hautnah und echt. Die Schüler veranstalten einen Schönheitswettbewerb, gewählt wird die schönste Afro-Brasilianerin: Miss Negra von Taboquinhas strahlt mit Siegerlächeln, dann wird Rap getanzt und Samba, die dunklen Leiber glänzen von Schweiß, die Trommel macht auch aus uns Bleichgesichter rhytmische Tänzer. Einer der Lehrer übergibt Otto und uns ein Gedicht, die letzte Strophe kommt jetzt auf Portugiesisch (ein kurzer Sprachkurs kann doch nicht schaden, oder?)
Ser negro e ter orgulho de ser o que é e que sempre foi: Negro
Schwarz zu sein heißt stolz zu sein auf das was man ist und immer war: Schwarz!
Der heutige Tag hat uns einen der Schlüssel für das Verständnis des Landes und seiner Menschen gegeben.
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Auf der Kakaofarm
Der Tag steht im Zeichen des Kakao, dem Gold Bahias. Die wunderschönen gelben, roten, grünen Früchte liegen auf einem Haufen, Beto hackt sie mit der Machete auf, nach jahrelanger Tätigkeit ist sein Daumen immer noch dran. Die mit Fruchtfleisch umhülten Kakaobohnen liefern einen köstlich süssen Saft, Kakaohonig nennen ihn die Einheimischen. Beto macht für uns aus gerösteteten, geschälten, zerstampften und mit Kokosflocken vermischten Kakaobohnen frische Schokolade. Wir können gar nicht genug davon bekommen.
Zum Abschied schenkte er uns ein in Bananenblatt gehülltes Schokoplätzchen. Er hat selbst 6 Kinder und acht Geschwister. Eine seiner Schwestern soll 30 Kinder geboren haben!?
Viel Schweiß ist heute wieder geflossen, er wird in einem Wasserfall am Ortsrand gründlich weggespült, das obligatorische Bierchen darf auch nicht fehlen.
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Rafting auf dem Rio de Contas
Rafting mit Otto, früher brasilianischer Meister in dieser Extremsportart. Nach kurzem Briefing, verpackt in Helm und Schwimmweste, geht es in die wilden Fluten. “Habt keine Angst vor den Wellen, stecht sie mit dem Paddel einfach ab” empfiehlt der Guide.
Forward lautet das Kommando und alle legen los. 3 Schlüsselstellen gilt es zu überwinden, einmal geht Mike baden, wird aber rasch an Bord gehievt. Da ist eine Runde Caipi fällig. Von einem 6-m hohen Felsvorsprung können Mutige ins Wasser springen. Jörg, fast 70-jährig bringt uns zum Staunen. Während jüngere zaudernd am Abgrund stehen, haut er sich Kopfüber hinunter und das gleich zwei mal. Alle Achtung!
Am Ende der Tour, bei der letzten Stromschnelle kontrolliertes, absichtliches Kentern, alle Köpfe tauchen auf, ein tolles Abenteuer. Nachmittags geht es dann in drei Stunden zur Halbinsel Maraú zu unserer nächsten Pousada, in einem wahrlichen Paradies gelegen.
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Strandlauf und Schnorcheln
So richtig spät aufstehen und frühstücken, aber Vorsicht, wir sind já viActive. Also wird im Bromeliengarten spaziert und stundenlang geschnorchelt. Frank lauert mit seiner Unterwasserkamera, er schießt jeden Fisch, manchmal sogar zwei in einem Foto. Jörg bettet sein bärtiges Haupt auf einer umgestürzten Palme und sieht aus wie Neptun beim Mittagsschlaf.
Dann maschieren wir den paradiesischen Strand zurück zu unserer Pousada. Anfangs ist es já noch paradiesisch, weil der Sand trittfest ist, aber er wird immer weicher, der Schritt schwerer, die Muskeln müder. Nach 9km ist es geschafft, da haben wir uns das Bierchen redlich verdient.
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Inseltrip und Kanufahrt
Heute geht es etwas früher los. Zuerst mit dem Kajak den See überqueren, was für Jörg und Markus eine nasse Angelegenheit wurde. Dann durch den Sumpf des Mangrovenwaldes, dies wurde zu einer richtigen Kneipp-Kur. Und anschließend auf wackeligen Einbäumen auf eine Insel in der Bucht.
Der vierte Teil bestand dann aus einer Wanderung über die Insel mit Besuch eines Mehlhauses und eine sehr schönen Aussicht. Bei der nächsten Insel haben wir eine Dendemühle besichtigt und auch die blauen Krebse Guajamúm. Der nächste Teil bestand wieder aus einer Einbaumfahrt durch den Mangrovenwald, die aber vorzeitig abgebrochen werden musste, da kein Wasser mehr da war. Die Ebbe hat uns schon eingeholt und so sind wir wieder im Schlick und Wasser gewandert. Auch eine interessante Erfahrung.
Zuletzt noch auf einen Hügel, wo wir eine tolle Sicht auf den See haben mit unser Pousada zwischen See und Meer.
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Werften, Wasserfall und Trommeln
Abschied vom Paradies. Wir fuhren mit dem Motorboot zu einer kleinen Gemeinde, welche vom Schiffsbau lebt. Ohne Pläne werden hier bis zu 40m große Holzboote gebaut. Die Technik wurde von den holländischen Eindringlingen im 17. Jahrhundert geliefert.
Dann weiter zum Hafenstädtchen Camamu und mit dem Van zu einem großen Wasserfall im Wald. Natürlich haben dort alle gebadet und einige haben auch die 320 Treppenstufen zum oberen Teil bewältigt. Nach einem heißen Aufstieg zu einem Aussichtsberg sind wir dann an unserem nächsten Ziel angekommen, einem kleinen Hotel mitten im tropischen Wald.
Abends ging es dann nach Nilo Peçanha zu einer Folkloregruppe, wo Beate, Frauke, Ilse, Markus und Maik zu einem Trommelkurs angemeldet waren. Die anderen waren natürlich als Zuschauer dabei. Über eine Stunde wurde dann eifrig im Olodum-Rhytmus getrommelt und so manche Finger wurde dabei wund. Der Tag endete dann bei einem Pizzaabend mit viel Bier.
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Die Dannemann-Fabrik
Für die Rückfahrt nach Salvador hatte Otto einen anderen Weg ausgesucht. Es ging durch das Hinterland um die große Allerheiligenbucht herum. Dabei konnten wir noch das kleine Kolonialstädchen São Felix besuchen. Einige interessante Gebäude und ein Eisenerzzug, der mitten durch die Stadt fährt.
Die Hauptatraktion war aber die einzige Zigarrenfabrik von Dannemann in Brasilien. Zwölf hübsche Bahianerinnen rollen die gesammten Zigarren der Marke und produzieren zwischen 2000 und 5000 Zigarren am Tag. Wir konnten zwischen den Frauen herumspazieren und jeder auf die Finger kucken.
Beim Verabschieden bekam Artur noch einige weibliche Fans von einer eintreffenden Schülergruppe und musste in den Bus flüchten.
Dann war auch der Abschied von Otto angesagt, der ab hier wieder wieder in sein Büro nach Nilo zurückfährt. Wir sind noch weiter bis Salvador, wo der Flug nach Rio startet.
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Rio aus allen Perspektiven
Crash-Kurs Rio. Maik kommt uns pünktlich abholen und dann geht es Schlag auf Schlag. Wir sehen Rio von unten von oben von unten von oben… Zuerst die Kathedrale, die wie ein Betonzelt aussieht, innen aber wunderschöne Glasfenster hat.
Danach geht es mit der alten Straßenbahn Richtung Corcovado, mit zwei Kleinbussen immer weiter und weiter hinauf bis zur Christusstatue. Von dort oben ist Rio wirklich wunderschön. Runter zum Maracana-Station, und über das Sambadrom und den Kinoplatz fahren wir zur Seilbahn des Zuckerhutes. Auch vom Zuckerhütli ist Rio wunderschön. 1000 Fotos später springen wir ins kühle stürmische Nass der Copacabana. Unser Hotel liegt zwei Querstraßen zur Copacabana ein idealer Ort.
Abends gehen wir ohne Guide essen, die brasilianische Bezahlung funktioniert schon viel besser (keine getrennte Rechung).
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Favela und Samba
Heute ist es in Rio brütend heiß, selbst die Cariocas schwitzen bei schwülen 38 Grad. Wir besuchen die Favela Babilonia, in der es friedlich zu geht - kein Hubschrauber wurde abgeschossen. Zufällig ist auch ein Filmteam anwesend (VIP-aktiv!) um die neue Sicherheit in der Favela zu dokumentieren. Natürlich bestätigen wir, dass wir uns sicher fühlen. Oberhalb der Favela genießen wir eine herrliche Aussicht auf Rio.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, der unterschiedlich genutzt wird. Drei von uns spielen Vögel über Rio und haben einen Tandemflug gebucht. Alle sind begeistert.
Abends besuchen wir eine Churrascaria. Es war recht gut, aber alle finden, dass es in Manaus noch besser geschmeckt hat.
Danach stürzen wir uns ins tobende Nachtleben in Lapa, viele Menschen, viel Musik, Tanz und Alkohol. Auch wir haben unseren Caipirinha-Schnitt nochmals kräftig angehoben. Um 2 Uhr brechen wir schweren Herzens auf und unser Bus bringt und sicher ins Hotel.
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Der letzte Tag
Spätes Aufstehen - logisch? Jeder geht seiner Wege. Heute ist leider schon unsere Abreisetag.
Wir können uns auf keinen Höhepunkt einigen, da unsere Reise aus vielen Höhepunkten bestanden hat.