Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

23 Mai 2009 • Frankfurt - Arica

Flug
Rueckflug

Über den Atlantik

Die Gruppe ist bereits unterwegs in der Luft, Kommt aber erst morgen in Arica, Chile an.

24 Mai 2009 • Samaipata - Arica

Die Küste von Arica
Die Kathedrale von Arica

Heute geht es los!

Die Gruppe ist endlich in Arica angekommen. Es ist ein warmer Tag in der Stadt des ewigen Frühlings. Trotz des langen Fluges sind alle in bester Stimmung und gleich nach dem Einchecken im Hotel sitzen alle im Foyer in einer Runde und geniessen einen leckeren Cocktail aus Pisco, der von Carlos, dem Reiseleiter, selbst zubereitet wurde. Anschliessend gehen wir noch in ein Restaurant, wo als Spezialitäten Meeresfrüchte angeboten werden, sehr ratsam, denn immerhin ist Arica eine Hafenstadt und hat die frischeste Auswahl an Fischspezialitäten. Nach einem Spaziergang durch das Zentrum gehen wir dann alle ins Bett. Das Abenteuer Südamerika hat angefangen :-)

25 Mai 2009 • Santa Cruz - La Paz

Sajama, der höchste Berg Bolivien´s
Der Zollamt in Arica, ein Entwurf von Alexander Ei

Fahrt auf 4500 Meter!!

Heute fahren wir vom Busbahnhof in einem normalen öffentlichen Bus zusammen mit den Einheimischen. Die Fahrt kann wirklich als atemberaubend bezeichnet werden, denn wir fahren steil innerhalb von zwei Stunden auf Höhen über 3000 müNN. Hier oben ist die Luft natürlich knapp, aber das merken wir nicht, noch nicht zumindest, weil im Bus keine Anstrengung zu spüren ist. Bei der Fahrt sehen wir einige schneebedeckte Berge wie den Chungara oder den allerhöchsten Boliviens: der Sajama (6540 Meter). Der Blick ist einfach zum Geniessen: Vicuñas, Enten, Lagunen und die weissen Berge im Hintergrund. Am frühen Abend kommen wir in La Paz an. Alle sind etwas müde und nach dem Essen mit Lama-Spezialitäten, möchten alle früh ins Bett, denn am nächsten Tag müssen wir früh losfahren.

26 Mai 2009 • Potosi - Uyuni

Die Gruppe unterwegs in Oruro
Monument gewidmet an die Bergarbeiter

Oruro, Hauptstadt des Folklores

Früh war die Nacht zu Ende, als wir uns auf den Weg Richtung Oruro machten. Mit Lunchpaketen ausgerüstet, ging es zum Busterminal wo wir 2.- Bs (0.25 Eurocent) Bahnhofsbenutzungsgebühr zahlten. Die Nacht hatte bei einigen der Gruppe ihre Spuren hinterlassen, vermutlich aufgrund der dünnen Luft. Es war schön La Paz vom oberen Stadtteil bei Sonnenaufgang zuzusehen. Es war auffällig, dass manche Bolivianer es sehr eilig hatten zur Arbeit zu kommen. Alle Bolivianer….?? Nein, Polizisten nicht. Die Fahrt bei frischen Temperaturen verging sehr schnell, da wir während der Fahrt lautstark über Wundermittel zur Bekämpfung von Körperparasiten aufgeklärt wurden. Ob der redseelige Verkäufer gute Geschäfte gemacht hat, bleibt uns unbekannt. Mittags waren wir in einem Museum in Oruro und dort haben wir einiges über die Bergbaugeschichte Boliviens erfahren. Am Nachmittag ging es mit dem Zug Richtung Uyuni. Die Fahrt war sehr angenehm und landschaftlich sehr interessant. Abends gingen wir noch zu einer Kneipe und dann ins Bett.

27 Mai 2009 • Sucre - Uyuni

Vor einem Salzhotel
Tausend Jahre alte Kakteen mit dem Tunupavulkan im

Auf dem grösstem Salzsee der Welt

Heute haben wir uns endlich mal ausgeschlafen. Punkt 10:30h stehen unsere Jeeps vor dem Hotel und so geht es heute los mit dem Abenteuer Uyuni. Als erstes fahren wir zu einem Lokomotivenfriedhof, wo unsere Fotografen bei so vielen Motiven richtig auf ihre Kosten kommen. Dann geht es weiter nach Kolchani, wo wir einiges über die Salzverarbeitung -selbst durchgeführt von den Bewohnern des Dorfes- erfahren. Einmal auf dem Salzsee ist es einfach grandios. Die weisse Landschaft ins Unendliche ist atemberaubend. Mittags sind wir auf einer Insel mitten im See wo wir Tausend Jahre alte Kakteen sehen. Wir nutzen den Nachmittag dann noch um mehrere Bilder zu machen. Beim Sonnenuntergang verabschieden wir uns vom Salzsee und fahren zurück ins Hotel. Am Abend gehen wir alle noch in eine coole Kneipe, wo der Boden aus Salzsand besteht und wir die verrücktesten Drinks aus den verrücktesten Bechern Boliviens bekommen. Es war ein toller Abschluss.

28 Mai 2009 • Potosi - Samaipata

Der Silberberg von Potosi
Das Haus der Münze in Potosi

Münzenprägung in Potosi

Heute fahren wir nach Potosi, einst die grösste Stadt Südamerikas im 17. Jahrhundert. Am Nachmittag besuchen wir das wichtigste Museum der Stadt, La Casa de la Moneda, hier wurden früher die Silbermünzen für die spanische Krone geprägt. Anschliessend machen wir noch eine City Tour unter der Führung von Wilfredo, unserem lokalen Guide. Er erzählt uns vieles über die Kolonialzeit in Bolivien, es ist wirklich interessant ihm zuzuhören, trotz des kalten Wetters. Am Abend gehen wir noch Essen und dann gehen alle früh ins Bett, denn morgen ist Freitag und wir haben viel auf dem Programm.

29 Mai 2009 • Sucre - La Paz

Vor dem Eingang in die Mine
Verkauf von Gaben für die Muttererde

Unterwegs in der Mine

Um 9 Uhr holt uns Wilfredo im Hotel ab. Heute werden wir eine Mine besuchen, um etwas vom Leben der Bergarbeiter verstehen zu können.

Als erstes aber fahren wir zu den Ständen, wo Kokablätter, Alkohol, Dynamit und andere Utensilien für die Bergarbeiter angeboten werden. Dynamit, ja, Dynamit auch!! Das kann man hier einfach auf der Strasse kaufen, ohne eine Sondergenehmigung.

Danach bekommen wir Helm, Wasserstiefel und Schutzkleidung für die Mine, alle sehen schon sehr witzig aus.

Nachdem wir in die Mine eingetreten sind, erzählt uns Wilfredo über das Leben der Einheimischen, auch über den Glauben an "Tio", der Herr der Berge und insbesondere über das harte Leben dieser Arbeiter. Es ist wirklich rührend aber auch sehr interessant.

Wir waren total begeistert als Wilfredo dann draußen eine Rolle Dynamit für uns zündete. Dann hieß es Abschied von ihm nehmen.

Am Nachmittag fuhren wir dann nach Sucre. Die Fahrt verlief sehr schnell und es wurde ein bisschen wärmer. Leider nur ein bisschen, denn aus Argentinien kam ein kalter Luftstrom, der das ganze Gebiet abkühlte. Abends hieß es dann auf Kneipentour gehen und so gingen DREI der Gruppe ziemlich früh am Morgen ins Bett.

30 Mai 2009 • Sucre - Potosi

Der Justizpalast in Sucre
Die Kathedral von Sucre

Ein Sonniger Tag trotz der Kälte

Wir haben heute frei am Vormittag und das wird von einigen der Gruppe genutzt, um die Stadt selbst zu erkunden. Der Markt hier ist sehr bunt und voller Leben. Auch die Stände an denen Fruchtsalate und Säfte angeboten werden sind sehr auffällig.

Andere sind noch auf Souvenirjagd gegangen und so trifft sich fast die gesamte Gruppe, um gemeinsam Mittag zu essen und um über die eigenen Eindrücke zu erzählen.

Lenin, unser lokaler Guide in Sucre, führt uns durch die Strassen der weissen Stadt, wie Sucre auch genannt wird. Heute und morgen findet ein Autorennen statt und die halbe Stadt ist total gesperrt, aber das beeinflusst unsere City Tour kaum. Nach einem kurzem Stopp bei den Souvenirs wollten wir zu einem Textilienmuseum gehen, aber wegen des Autorennens ist dieses auch zu. Und so ging die Führung zu Ende.

Wir gehen heute alle früh ins Bett, denn einige sind noch vom letzten Abend müde, aber auch weil wir morgen die Stadt leider sehr früh verlassen werden.

31 Mai 2009 • Sucre - Puno

Bestickte Huete in Tarabuco
Markt in Tarabuco

Markttag und Fahrtag

Heute hat die Gruppe den Markt in Tarabuco besucht, auf dem es viele tolle Artesanías zu kaufen gibt. Danach ging es los in Richtung Samaipata, einige Stunden Busfahrt warten auf uns…

01 Juni 2009 • Uyuni

Manu und Steffan bereiten die Chillysosse für unse
Unser holländischer Lokalguide zeigt und der Farnw

Internetlos in Samaipata

Die Gruppe ist gut in Samaipata angekommen und alle sind wohlauf. Da sie hier allerdings kein Internet haben, gibt es erst wieder ab Santa Cruz Neuigkeiten.

02 Juni 2009 • Santa Cruz - Uyuni

Die Inkafestung von Samaipata
Jochen und Sabine erforschen riesige Ameisen

Wir besuchen eine Inkafestung

Das Frühstück war heute herrlich und alle sind gut ausgeschlafen.

Frank, unser lokaler Guide holt uns ab und bringt uns zuerst in ein Museum, wo uns alles erklärt wird, bevor wir zu den Inka-Ruinen in den Ausläufern der Anden fahren.

Die Art wie er uns alles erklärt ist einerseits witzig aber andererseits auch sehr interessant. Bei ihm wird keine Führung langweilig. Er lebt seit etwa neun Jahren in Bolivien und hat sich sehr an die bolivianische Lebensweise angepasst.

Danach fahren wir endlich in die Anlage hoch, heute ist es nicht mehr so kalt wie gestern. Das Baumaterial für die Festung ist Sandstein und aus diesem Grund ist vieles vom Klima betroffen. Kulissen und die Plätze für zeremonielle Zwecke sind allerdings noch gut zu erkennen.

Am Nachmittag steigen wir dann in unsere Autos und fahren etwa drei Stunden lang nach Santa Cruz. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir da. Unser Hotel liegt quasi am Hauptplatz und einige der Gruppe machen noch eine Runde in der Umgebung. Danach gehen wir ins Restaurant, wo typische Gerichte der Region wie z.B. Alligatoren-, oder Entenspezialitäten angeboten werden.

Abends gehen wir alle sehr früh ins Bett, denn morgen fliegen wir sehr früh nach La Paz. Alle? Nein, nicht alle, Carlos und Stefan gehen noch auf einen Drink am Hauptplatz.

03 Juni 2009 • La Paz

Das Parlamentsgebäude am Plaza Murillo
Der Illimaniberg, der Stolz der Paceños

Wieder in den Anden

Halbwach und teilweise noch im Schlaf fahren wir zum Flughafen. Der Flug geht über Cochabamba nach La Paz. Kurz vor der Landung fliegen wir über die Königskordilleren, der Ausblick ist wirklich sehr schön.

Es ist sonnig in La Paz, und nach dem Einchecken im Hotel beginnen wir eine Citytour durch die Stadt. Carlos bringt die Gruppe zuerst in den unteren Teil der Stadt, wo sich das Mondtal befindet.

Dann besuchen wir das Büro von Viventura in La Paz. Tomas, der Büroleiter empfängt uns mit Chuflays (Traubenschnaps aus der Region) und erzählt und erklärt uns während des Mittagessens einiges über seine Arbeit und über unsere Reise.

Am Nachmittag setzen wir dann unsere Citytour fort. Wir sind an dem Aussichtspunkt Killy-Killy, dann am Hauptplatz, dann in einer schönen Gasse im Kolonialstil namens Paseo Jaen und anschliessend auf dem Hexenmarkt.

Noch bei Tageslicht verabschieden wir uns dann von Carlos und fast jeder der Gruppe geht auf Souvenirjagd in den Handycraft-Läden.

04 Juni 2009 • Arica

Die Königskordillere der Anden
Auf dem Rückweg von Pico Austria

Einen Fünftausender bestiegen

Die Gruppe ist heute in den Königskordilleren gewesen: Einige auf dem Chacaltaya-Berg, auf dem früher Ski gefahren wurde und die anderen auf dem Pico Austria. Die Besteigung des Pico Austrias ist wirklich eine harte Probe gewesen: von 4.600m auf 5390m in fünf Stunden, was für eine Leistung. Diejenigen, die dachten, das wäre unmöglich, kamen fast ohne Schwierigkeiten bis nach oben.

05 Juni 2009 • Coroico - La Paz

Unterwegs mit dem Fahrrad auf der Strasse des Tode
Einige der Gruppe beim Genuss von Koka-Likör

Fahrt in die Subtropen Boliviens

Gleich am nächsten Morgen wartet das nächste Abenteuer auf uns. Dieses Mal geht es allerdings zu unserer Freude nicht bergauf, sondern bergab. Auf zwei Rädern wollen wir die ca 60 km auf der "Most dangerous road of the world" hinabsausen. Schlappe 3000 Höhenmeter gilt es zu überwinden und das obwohl wir wissen, dass die Bolivianer das Wort "Strasse" doch sehr eigen interpretieren. Mit den besten Sicherheitsvorkehrungen starten wir auf ca 4000 m Höhe auf geteerter Strasse. Die verschärfte Variante erwartet uns nach ca 30 Minuten … eine Stein- bzw. Schotterstrasse. Diese wird mit unterschiedlicher Risikobereitschaft aber immer mit grosser Freude gemeistert. Kleine Wasserfälle, Bachdurchquerungen und grandiose Aussichten an den Stopps lassen das Grinsen mit zunehmender Strecke breiter werden. Geschafft, durchgerüttelt und verstaubt kommen wir schliesslich alle unversehrt in Coroico an. Das Fahren "on the edge" ist wirklich ein besonderes Erlebnis. Belohnt werden wir mit einem Pool und dem entsprechendem Wetter. Gestärkt brechen wir zu einem Stadtbummel auf - aufgrund der Ortsgrösse wird es eher ein "Bummelchen". Am Abend werden wir von unserem Guide in die örtlichen Feierrituale eingewiesen :-) Die Dorfmitte ist dazu der perfekte Platz, um den einen oder anderen Schnack mit der örtlichen Bevölkerung zu halten. Diese kleine Feier haben wir uns zur Belohnung nach den zwei Action-Tagen auch verdient. Im Detail und aus allen Blickwinkeln werden die Ereignisse noch einmal diskutiert und der Pachamama gedankt, dass wir alles so gut überstanden haben :-)

06 Juni 2009 • La Paz

Sklaventanz im Gran Poder-Fest
Eine Cholita beim Strassenumzug

Grösstes Fest der Anden

Gestern Abend sind wir weggegangen und sind heute deswegen ein bisschen müde. Die Rückfahrt nach La Paz ist sehr kurz und bereits mittags sind wir da.

Zum Mittagessen bekommen wir Lammspezialitäten auf den Tisch. Heute findet in La Paz ein Strassenumzug als Teil des Gran Poder-Festes" statt, das von den Paceños als grösstes Fest der Anden bezeichnet wird. Und deswegen entscheiden wir uns einen kurzen Abstecher zu unternehmen.

Beim Umzug nehmen etwa 50 Tanzvereine teil und so haben wir das Glück ein bisschen von diesen Tanzvorführungen zu sehen: der Tanz der Teufel, der Sklaventanz, der Tanz der Viehhalter, usw. Es wurden Fotos um ein Mehrfaches über dem Tagesdurchschnitt geschossen. Das beste Bild war von Manu, sie erwischte auf dem Sucher Evo Morales, den Präsidenten Boliviens, der auf einem Palko saß. Später nahmen wir Abschied von La Paz und fuhren dann zu einem Dorf am Titikaka-See. Hier in Santiago de Okola wurden wir von den Bauern empfangen und in ihre Häuser untergebracht. Dann schnell noch einen Spaziergang entlang des Strandes und anschliessend gingen wir noch in eines der Häuser und bekamen ein Abendessen am Feuer. Das Gespräch mit den Bauern war wirklich sehr interessant und informativ. Dann hieß es ins Bett gehen.

07 Juni 2009 • Coroico - Copacabana

"Moderne" Schilffschiffe an der Sonneninsel
Ankunft in Copacabana

Unterwegs auf der Bohneninsel

Nach einer ziemlich kühlen Nacht machen wir uns auf den Weg zum Strand. Dort wartet unser kleines Schiff, mit dem wir heute unterwegs sein werden.

Die Bauern von Okola waren wirklich sehr freundlich und nach einem netten Abschied fahren wir drei Stunden lang bis zur Sonneninsel.

In Yumani angekommen besteigen wir die Inkatreppen bis zu einem Brunnen und dann wandern wir durch den oberen Teil der Insel weiter. Die Aussicht ist wirklich wunderbar: der See, die Nachbarinsel und die Gletscher der Königskordillere im Hintergrund.

Uns fällt auf, dass zu dieser Jahreszeit so viele Bohnen angebaut werden, dass wir die Sonneninsel zur Bohneninsel umbenennen. Mittags machen wir eine Ananas-Pause und können die Schneidekünste von Carlos bewundern, als er versucht die Früchte gerecht zu verteilen.

Am Nachmittag fahren wir dann nach Copacabana weiter, wo einige der Gruppe die Spitze des Via-Cruzis-Berges besteigen, um dort der Sonne Guten Abend zu sagen. Währenddessen machen andere die letzten bolivianischen Souvenir-Einkäufe, bevor wir morgen Bolivien verlassen.

Abends gingen wir quasi in ein "Gourmet-Restaurant", wo sehr gut gegessen wurde.

08 Juni 2009 • Puno - Santiago de Okola

Empfang bei den Einwohnern der Urus-Inseln
Leny, unser lokaler Guide in Puno

Übernachtung in einer Hacienda

Wir haben gestern Abend in einem im 19. Jahrhundert gebauten Hotel übernachtet. Die Bilder und Gemälde, die dicken Wände und die hohen Decken in den Räumen haben einigen der Gruppe Angst eingejagt und es war Grund genug, um ein bisschen Spaß untereinander zu machen.

Kurz vor Mittag verlassen wir Bolivien und fahren nach Puno. Diesmal haben wir während der ganzen Fahrt die Sicht auf die Westseite des Titicacasees.

In Puno angekommen fahren wir sofort zum Hafen und dann mit dem Schiff zu den Einwohnern der schwimmenden Urus-Insel. Lenny, unser lokaler Guide, erzählt uns von den Ursprüngen der Urus, ihrer Kultur und ihrer heutige Lebensweise. Es ist sehr lustig zuzusehen, wie eine Teilnehmerin unserer Gruppe, sich dann als Einheimische einkleiden lässt. Anschließend machen wir eine Spazierfahrt auf einem Schilfboot und dann fahren wir wieder zum Festland zurück.

Heute checken wir ziemlich früh im Hotel ein und gehen dann noch ein bisschen im Zentrum spazieren. Am Abend gibt es Alpaca-Spezialitäten und andere Leckereien zum Abendessen. Man darf nicht vergessen, dass Stefan bereits am Vorabend Meerschweinchen auf dem Tisch hatte.

09 Juni 2009 • Copacabana

Die Ruinen von Raqchi
Unser letzter Pass bevor wir die Anden verlassen

Intensive Sprachkurse auf Spanisch und Englisch

Sehr früh verlassen wir heute unser Hotel. Wir fahren Richtung Cusco und machen mehrere Stopps.

Bei dem ersten halten wir in Pucara. Hier erzählt uns unser Guide Hugo (Hugo Boss) einiges über die Vorinka-Kultur. A propos Hugo: Da wir in einem Touristenbus mit Fahrgästen verschiedener Nationalitäten zusammenfahren, erzählt er uns alles einmal auf Spanisch, dann nochmal auf Englisch, aber nicht nur zwei mal, sondern mehrmals!!! Denn er hat die Gewohnheit ,die Stichwörter mehrmals zu wiederholen. Was am Anfang ein Horror ist, wird langsam lustig und wir gewöhnen uns an ihn.

Zum Mittagessen machen wir eine Pause in einem Restaurant, wo es ein Buffet mit Spezialitäten der Region gibt.

Dann fahren wir bis Raqchi weiter, eine Anlage, wo früher in der Inkazeit Getreide gelagert wurde. Nachher sind wir in Andahuaylillas, in der Heiligen Petrus-Kirche, die aufgrund ihrer Gemälde eine gewisse Ähnlichkeit mit der Sixtinischen Kirche in Europa aufweist.

Abends, bereits in Cusco, gehen wir essen und bekommen von unseren schweizerisch sprechenden Kellnern Kräuterschnäpse, die wirklich teuflisch schmecken. Anschließend gehen wir dann feiern, Abschied feiern, denn leider trennen sich hier Manu und Stefan von der Gruppe. Ab Morgen haben sie ein anderes Programm. Aus einem kleinen Abschiedsdrink wird eine lange Nacht, mit Tanz inklusive.

10 Juni 2009 • Aguas Calientes - Puno

Die Guides auf dem Gipfel des Putucusis
Die schwere Besteigung des Putucusis

Inkatrail und Putucusi-Besteigung

Nach einer ziemlich kurzen Nacht steigen wir in den Zug ein und fahren in Richtung Aguas Calientes.

Nach ca 106 km, etwa 12 km vor Ankunft steigen vier der Gruppe aus und beginnen eine Wanderung entlang der alten Inkawege. Der Rest fährt bis zur Endstation.

In Aguas Calientes wartet Leny auf uns. Sie ist unser lokaler Guide und nach dem Einchecken im Hotel, machen wir uns sofort auf dem Weg Richtung Putucusi.

Dieser Berg hat von ganz unten bis zur Spitze etwa 600 Meter Höhenunterschied und die wollen wir überwinden. Bei der Besteigung erzählt uns Leny über die Flora des Ortes, unzählige wissenschaftliche Namen, die kaum von uns zu merken sind. Einige Strecken sind wirklich sehr steil und können nur mit Hilfe von Leitern erklommen werden. Nach etwa eineinhalb Stunden sind wir oben und die Sicht von Machu Picchu ist unsere beste Belohnung.

Währenddessen legt der andere Teil der Gruppe bei viel Sonne und unter der Führung von Mauro den Inkatrail zurück.

Nachdem alle in Aguas Calientes eingetroffen sind, gehen wir in die "Hütte des Inkas" (Inkahuasi) essen und sehr stolz stoßen wir auf den heutigen Tag an, denn jeder hat heute eine große Leistung erbracht.

11 Juni 2009 • Cuzco - Machu Picchu

Machu Picchu ohne Touristen
Blick auf das Urubambatal

Der sagenumwobene Machu Picchu

Zu nächtlicher Zeit klingelte für den Großteil der Gruppe der Wecker in Aguas Calientes. 4:30 h ist für einen Urlaub doch eher eine untypische Zeit, die sich aber für einen Besuch des sagenumwobenen Machu Picchus vollkommen lohnt.

Verschlafen frühstücken - verschlafen für den Bus anstehen und verschlafen den Erinnerungs-Stempel in den Pass drücken. Dann aber hellwach, als die Sonne gegen 7:15h über der auf 2.360 m gelegenen Inkastadt aufgeht. Der Reiseführer hat nicht zu viel versprochen - unglaublich und beeindruckend.

Unser lokaler Guide fasziniert mit einem unglaublichen Wissen und keine Sekunde der Besichtigung ist langweilig. Eine große Speicherkarte für den Fotoapparat macht sich bezahlt.

Gegen Mittag geht es für uns wieder mit der Bahn Richtung Cusco, wo beim Abschiedsessen endlich das sagenumwobene Meerschweinchen verspeist wird. Mit einem Pisco Sour stoßen wir nicht nur auf die tolle Reise, sondern auch auf unsere beiden Schützer an, die heldenhaft den viertägigen Inkatrail meistern werden. Respekt!

Leider ist das Ende des tollen Abenteuers bereits in Sicht… :-(

12 Juni 2009 • Cusco - Aguas Calientes

Demonstration auf dem Hauptplatz in Cusco
Mauro bei seinen Vorführungen

Unterwegs auf den Inkaruinen

Wir sind heute ziemlich früh aufgestanden, denn es könnte eine Demonstration im Zentrum der Stadt stattfinden. Diese Bewegungen sind zur Unterstützung des Indigenen-Anführers Pizango. Aus diesem Grund haben wir unsere Citytour um zwei Stunden vorgeschoben.

Mauro, unser lokaler Guide, bringt uns nach Sacsayhuaman, eine Anlage auswärts der Stadt, wo früher die Inkas ihre Rituale gefeiert haben. Als die Spanier kamen wurde diese zu einer Festung.

Mittags verabschiedete sich Sabine von der Gruppe, sie fliegt heute bereits nach Hause. Am Nachmittag gehen dann einige der Gruppe zum San Pedro-Markt, um dort die letzten Souvenirs zu ergattern. Da ein Tag vorher Frohleichnam war, sieht man auf diesem Markt noch einiges an Obst, Früchten und Gerichten, die aus Anlass dieser katholischen Feierlichkeit angeboten wurden.

Am Abend speisen wir zum letzten mal zusammen. Es ist unser Abschiedsessen und wir ziehen Bilanz. Alle in der Gruppe sind sehr zufrieden mit allem, was wir erlebt haben. Es war sehr schön.

13 Juni 2009 • Frankfurt

Interkulturelle Kommunikation
Jochen beim Größenvergleich an den Inkaruinen

Zeit Abschied zu nehmen

Es ist unser letzter Tag in Cusco, die meisten von uns haben lange geschlafen, denn gestern Abend sind wir noch weg gegangen und haben in einer Disco zu peruanischer Musik getanzt. Es war nett.

Mittags treffen wir uns alle und fahren dann zum Flughafen. Hier trennt sich die Gruppe von Carlos, der auch nach Hause -nach Bolivien- fahren wird. Ein paar dicke Umarmungen und es heißt dann Tschüß, bis zum nächsten mal hoffentlich!