Reisetagebuch viExplorer Iguazu, Ruta 40 & Patagonien - 24.02.2010

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Unsere Reiseteilnehmer mit ihrem Tourguide starten ihr Abenteuer am 24.02.2010. In diesem Reisetagebuch schildern sie ihre Erfahrungen die sie während ihrer viExplorer Reise durch Argentinien gemacht haben. Möchten Sie Ihre eigenen Erfahrungen machen? Lernen Sie unsere Auswahl an Rundreisen kennen!

Reisebericht | Tour vom 24.02. - 19.03.2010

Reiseleiter dieser Tour: Kai
"Hallo Ihr Lieben! Vor wenigen Stunden seid Ihr in den Flieger gestiegen, der Euch zurück nach Hause bringt. Im Gepäck tragt Ihr hoffentlich jede Menge bleibende Erinnerungen an eine Reise, die Euch in gut drei Wochen an die schönsten Ecken Argentiniens geführt hat. Und das meist bei fantastischem Wetter!

Ob schneebedeckte Berggipfel in Patagonien, Pinguine auf Feuerland oder reißende Wasserfälle in Iguazu - ich hoffe, Ihr zehrt noch lange von den wuderschönen Eindrücken und Erlebnissen, die diese Reise geboten hat.

Euch zu begleiten, hat mir unheimlich viel Spaß bereitet. Alles Gute für Eure weiteren Wege! Ihr ward klasse!"
1
24.02.2010
Mittwoch | Europa - Buenos Aires
Herzlichen willkommen in Buenos Aires! In kompletter Stärke konnte Reiseleiter Kai seine ohnehin schon recht kleine Gruppe am Flughafen Ezeiza allerdings noch nicht in Empfang nehmen. Während Kati, Karsten und Claudia samt Gepäck durch die Kontrolle schoben, saß Robert noch in Madrid.

3,5h Verspätung in Berlin - Anschlussflug verpasst. Ohne Robert ging es ins Hotel im Zentrum der argentinischen Hauptstadt. Es war bereits 23:30 Uhr, als wir dort ankamen. Nach der langen Anreise freuten sich alle aufs Bett. Das Kennenlernen wurde auf morgen vertagt.
Spruch des Tages:
Spruch des Tages:Wo ist Robert?
Rundreise Südamerika
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- Flugtag
2
25.02.2010
Donnerstag | Buenos Aires - Salta
Nach dem Frühstück hieß es schon wieder die Koffer packen. Buenos Aires musste warten, denn zunächst schauten wir uns den Norden Argentiniens an. Erste Station: Salta.

Nach knapp 2h Flug kamen wir an. Immer noch ohne Robert. Der war zwar inzwischen in Buenos Aires gelandet, schaffte es aber nicht mehr rechtzeitig, um zum Stadtflughafen Aeroparque zu gelangen.

Salta, aufgrund ihrer prunkvollen Kolonialbauten auch "die Schöne" genannt, präsentierte sich bei unserer Ankunft von ihrer nicht ganz so charmanten Seite. Graue Wolken hingen tief über der 650.000-Einwohner-Stadt. Zum Glück regnete es nicht, als wir mit unserer lokalen Führerin Cristina zur City-Tour aufbrachen.

In perfektem Deutsch erklärt uns die Argentinierin, die früher eine deutsche Schule besucht hat, alles Wissenswerte über die Geschichte und Gegenwart Saltas. Auf den Cerro San Bernardo fuhren wir mit einer Seilbahn hinauf. Vom Gipfel hatte man einen wunderbaren Ausblick über die Stadt und die umliegende Umgebung.

Am Abend war es schließlich so weit: Die Gruppe war komplett! Roberts Odyssee hatte ein Ende. Eins fehlte aber immer noch: sein Gepäck! Fortsetzung folgt.
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- 1 h
- 3 h
3
26.02.2010
Freitag | Salta - Purmamarca
Der heutige Tag war nichts für Langschläfer. Bereits um 8 Uhr standen Lokalguide Cristina und Busfahrer Alejandro vor dem Hotel. Ziel war die Humahuaca-Schlucht.

Geformt durch den Rio Grande Fluss zählt die Gegend mit ihren bunten Gesteinsformationen seit einigen Jahren zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Besonders eindrucksvoll ist dies am "Cerro de los Siete Colores" ("Siebenfarbiger Berg") zu bewundern. Außerdem steuerten wir zahlreiche kleine Orte an, in denen reichlich Zeit war, auf den abwechslungsreichen Kunsthandwerksmärkten zu bummeln und erste Souvenirs zu kaufen.

Zum Mittagessen stand Lamafleisch in Blauschimmelkäse-Sauce auf dem Speiseplan. Ein Genuss! Mit dem Schlemmen machten wir am Abend weiter. Zurück in Salta besuchten wir eine Folklore-Show mit traditioneller Musik und Tanz aus der Provinz Salta. Dazu gab es erneut Fleisch, diesmal aber vom Rind.
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- Fahrtag
- 3 h
4
27.02.2010
Samstag | Salta - Corrientes
Der Tag begann mit einem Schock. Beim Frühstück lief der Fernseher und wir erfuhren von dem heftigen Erdbeben in Chile. Und auch in Salta wackelte am frühen Nachmittag die Erde.

Die Erschütterung erreichte einen Wert von 6,5 auf der Richterskala. Nach einer Sekunde war aber wieder alles vorbei - und zum Glück hinterließ das Erdbeben keine Schäden.

Vormittags teilt sich die Gruppe. Der eine Teil besuchte den Kunsthandwerksmarkt, während Robert mit Kai den Stadtrundgang nachholte, den er aufgrund seiner Anreiseprobleme verpasst hatte.

Mit Picknickpaketen im Gepäck bestiegen wir um 17 Uhr den öffentlichen Bus nach Corrientes. Von der Beinfreiheit im Flugzeug konnte man nur träumen.
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- 3 h
5
28.02.2010
Sonntag | Corrientes - Mercedes - Carlos Pellegrini
Und da sage noch einer, Argentinier stünden auf Kriegsfuß mit der Uhrzeit! Überpünktlich erreichte der Bus um 5:45 Uhr den Terminal von Corrientes, gut eine Dreiviertelstunde vor der planmäßigen Ankunft. Für die Gruppe hatte das den Nachteil, daß sie auf den Abholservice warten musste.

Als die lokalen Führer schließlich eintrafen, stärkten wir uns zunächst alle mit einem typisch argentinischem Frühstück: Milchcafé und "Medialunas", halbmondförmige, mit Zuckerguss überzogene Mini-Croissants. Anschließend brachen wir in zwei Jeeps in Richtung "Esteros del Iberá" auf, einem riesigen Sumpfgebiet.

Unterwegs galt es jedoch, ein weiteres Hindernis zu bewältigen: Ein Reifen musste gewechselt werden. An einem Sonntag gar nicht so einfach. Wieder flott, machte die kleine Gruppe am Grab von Gauchito Gil in Merecedes Halt. Dabei handelte es sich um einen Volksheiligen, der als Schutzpatron der Reisenden gilt.

In Carlos Pellegrini angekommen, brachen wir bei Einbruch der Dunkelheit mit einem kleinen Boot in die Sümpfe auf. Um uns zirpte und zischte es. Rund 300 Insekten-, Tier- und Vogelarten sind in dem 1,3 Millionen Hektar großen Areal zu Hause. Aus nächster Nähe ließen sich ohne Scheu Yacarés (eine Krokodilart) und Carpinchos (Wasserschweine) beobachten. Der krönende Abschluss eines langen, aber erlebnisreichen Tages.
Spruch des Tages:
Kati wird von einem Huhn verfolgt: "Komm' Du nur mit, zu Hause landest Du im Kochtopf."
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- 3 h
6
01.03.2010
Montag | Carlos Pellegrini
Freiluftzoo, Teil II. Wie bereits gestern, stieg die Gruppe heute abermals in ein kleines Motorboot und jagte auf die Lagune Iberá hinaus. Diesmal jedoch bei Tageslicht. Der kühle Fahrtwind machte die über 30°C erträglicher. An den Ufern der Schilfinseln lagen die Yacaré faul in der Sonne und tankten Energie für ihre nächtlichen Beutezüge.

Auch die Carpinchos waren wieder zu sehen. Dazu unzählige Arten von Wasservögeln und sogar ein Storchenpaar. Erhaben stolzierten die beiden rund 1,2m großen Tiere über den weichen Boden auf der Suche nach Nahrung.

Nach dem Mittagessen war Zeit für eine ausgedehnte Siesta. Während ein Teil der Gruppe nicht einmal daran dachte sich zu bewegen, machten sich Karsten und Kati mit zwei Fahrrädern trotz der sengenden Hitze auf, um das kleine Dorf zu erkunden.

Am späten Nachmittag brachen wieder alle gemeinsam auf, um die Gegend zu Fuß kennenzulernen. Einem Film über die Zusammenhänge im Ökosystem "Esteros del Iberá" folgte ein Besuch bei einer Affenfamilie. Hoch über den Köpfen der Reisenden hangelten sich die flinken Tiere von Baum zu Baum.
Spruch des Tages:
Claudia, gar nicht wählerisch:"Du bist zwar ein ganz häßlicher Vogel, aber ich mache trotzdem ein Foto von Dir."
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- 3 h
7
02.03.2010
Dienstag | Carlos Pellegrini - Obera
Erfahrung auf dem Pferderücken hatte keiner der Reisenden. Umso größer war die Skepsis: Sollen wir es wagen oder nicht? Am Ende wagten sich alle in den Sattel. Bereuen sollte es keiner. Und wer auf dem Vierbeiner noch nicht genug Spaß hatte, den unterhielt der Gaucho mit Talent zum Komiker.

Durch Schlamm und Sumpf, vorbei an Palmen und Kühen. Der Ritt durch die Natur bot volle Abwechslung - und erforderte von Robert erneut jede Menge Geduld. Sein Pferd hatte es alles andere als eilig. "Reitet schon mal vor, ich komme nach", rief er den Enteilten zu. "Solange es nicht wieder drei Tage dauert", schallte es zurück.

Nach 2h heißt es: Runter vom Pferd, rein in den Jeep. Über Schotterpiste hoppelte die Gruppe in Richtung Posadas und schließlich weiter nach Obera.

Als die beiden Fahrzeuge auf den von hohen Bäumen gesäumten Weg einbogen und vor dem Haus der Estancia "La Chacra" vorfuhren, warteten die drei guten Seelen des Ortes bereits auf der Veranda. Norma, Ramona und Ernesto ließen keinen Wunsch offen und verwöhnten die Gäste kulinarisch.
Spruch des Tages:
Es ist heiß, der Schweiß läuft. Kati fragt Karsten: "Schwitzt Du schon wieder?". Antwort: "Nein, immer noch."
8
03.03.2010
Mittwoch | Obera
Heute stand eigentlich nur eins auf dem Programm: Füße hochlegen! Das Anstrengendste war noch ein gut einstündiger Spaziergang über die Estancia, bei dem die Gruppe einen Einblick in die Möbelproduktion aus Pinienholz sowie den Mate-Anbau bekam.

Zurück auf der Terrasse des Haupthauses servierte Norma das Nationalgetränk der Argentinier aus einem wunderschönen, mit Silber verzierten, Gefäß. Der bittere Sud stieß jedoch auf skeptisches Echo. Auch ein bisschen Zucker ließ die Zweifel nicht verstummen. "Den Platz für den Mate im Koffer können wir jedenfalls anderweitig füllen", fällte Karsten ein vernichtendes Urteil. Und auch Robert wird sich auf der Suche nach Souvenirs wahrscheinlich anderweitig umschauen.

Der Nachmittag spielte sich dann zwischen Pool, Liege und Hängematte ab. Die männlichen Teilnehmer zogen sich außerdem für 90min zum Fußballgucken zurück. Freundschaftsspiel Deutschland gegen Argentinien. Die schwache Leistung der Löw-Elf beim 0:1 brachte Robert und Karsten auf die Palme. Später beim Asado, dem typisch argentnischen Grillen, war der Ärger aber schnell wieder verflogen.
Spruch des Tages:
Treffender Vergleich von Robert: "Mate und das Spiel der deutschen Nationalmannschaft haben eines gemeinsam: Beides ist ziemlich bitter."
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- 6 h
9
04.03.2010
Donnerstag | Obera - Iguazu
Nach einem leckeren Frühstück auf der Veranda hieß es um 11 Uhr Abschied nehmen von unserer "Oase der Ruhe" (lässt man das gelegentliche Heulen des Rasenmähers einmal außer Acht). In einem Kleinbus setzten wir die Reise in Richtung Iguazu fort.

Unterwegs machten wir bei den Ruinen der Jesuiten-Mission San Ignacio Miní Halt. Bei sengender Hitze liefen wir durch die Überreste eines sehr kurzen, aber gleichsam bewegten Kapitels lateinamerikanischer Geschichte.

Ein zweites Mal stoppt der Bus bei der Wanda-Mine, in der verschiedene Erze und Quarze abgebaut werden.

In Iguazu angekommen, liefen wir sogleich los zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man die Kreuzung der Flüsse Iguazu und Parana sehen konnte. Dort treffen zugleich die Grenzen von Argentinien, Brasilien und Paraguay aufeinander, das so genannte Dreiländereck.
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- 2 h
10
05.03.2010
Freitag | Iguazu
Die Regenkleidung ließ die Gruppe von vornherein zu Hause. Alle haben sich damit abgefunden bei der Fahrt an die Wasserfälle von Iguazu richtig nass zu werden. Bei erneuten Temperaturen von über 30°C und praller Sonne kein unsympathischer Gedanke.

Kaum im Park angekommen, konnte das "Große Abenteuer", "La Gran Aventura", auch schon beginnen. Auf einem Truck ging es zunächst querfeldein durch den Dschungel. Außer ein paar kleine Spinnen und diversen Vögeln ließen sich dort jedoch keine Tiere blicken.

Am Boot angekommen, warfen wir unsere Schwimmwesten über und walteten der Dinge. Es begann sehr ruhig. Fotografieren war noch möglich. Kurz darauf aber gab der Kapitän das Signal: Alle Kameras bitte in die wasserfesten Beutel verpacken! Dann legte er den Hebel um und jagte in vollem Tempo auf die Wassermassen zu, die sich über unseren Köpfen in die Tiefe stürzten.

Unter lautem Kreischen und Jolen blieb keine Faser am Körper trocken. Der Nervenkitzel war es dennoch allemal wert.

Wieder mit trockenem Boden unter den Füßen, liefen wir auf den Trassen mal auf Augenhöhe mit den Wasserfällen, mal über ihnen durch den Nationalpark.
Spruch des Tages:
Karsten vergisst ein paar Scheine in seiner Shorts: "So war das mit der Geldwäsche aber nicht gemeint, oder?"
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- 3 h
- 2 h
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06.03.2010
Samstag | Iguazú
Das „Wildwasser-Abenteuer“ Iguazú ging in die Verlängerung. Heute fuhren wir auf die brasilianische Seite, um von dort aus die herabstürzenden Fluten zu bewundern.

Die Grenzkontrolle war schnell absolviert, so dass die Gruppe bereits um kurz nach 9 Uhr den Nationalpark betrat. Flächenmäßig ist dieser zwar deutlich kleiner als sein argentinisches Pendant - dafür aber nicht weniger spektakulär.

Immer wenn man glaubt, die schönste Sicht auf die Wasserfälle gehabt zu haben und den Fotoapparat einpackte, tauchte hinter der nächsten Ecke ein weiteres, noch faszinierenderes Motiv auf. Immer untermalt mit einem farbenfrohen Regenbogen, da auch an diesem Tag die Sonne wieder in Höchstform war. Am frühen Nachmittag hieß es dann aber doch Abschied nehmen von den Iguazú-Fällen. Ein absoluter Höhepunkt der Reise, darüber sind sich die Reisenden bereits einig.

Kurz vor 17 Uhr bestiegen wir den Bus in Richtung Buenos Aires. Allerdings nicht ohne uns vorher mit ausreichend Wegproviant versorgt zu haben. Immerhin hatten wir insgesamt rund 17h vor uns. In den bequemen Sesseln, die sich 160°C zurückstellen ließen, verging die Zeit jedoch wie im Flug. Für Kurzweil sorgten außerdem drei Filme, die über die Bordmonitore flimmerten.
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- 4 h
12
07.03.2010
Sonntag | Iguazú - Buenos Aires
Mit leichter Verspätung trafen wir um 11 Uhr am zentralen Omnibus-Bahnhof von Buenos Aires ein. Im Hotel angekommen, genossen wir eine kalte Dusche und schüttelten den verbleibenden Schlaf aus den Gliedern.

Für Robert kam es zudem zum Wiedersehen mit seinem Koffer. Zwölf Tage hatte er sich bravurös mit seiner spartanischen, in Salta aus der Not zusammengestellten, Garderobe durchgeschlagen. Nun hat er wieder die volle Auswahl zur Verfügung und überraschte uns sogleich mit einem komplett neuen Outfit.

Zu Fuß erkundeten wir anschließend den nahegelegenen „Plaza Martin“ und machten einen ersten Abstecher auf die Haupteinkaufsstraße im Zentrum, die „Calle Florida“. Dann holte uns der Lokalguide im Hotel ab. Gemeinsam mit ihr setzten wir unseren Stadtspaziergang fort. Erste Station: Palermo. Das feine Viertel überraschte mit viel Grün und exklusiven Wohnhäusern.

Weiter führte uns der Weg auf den berühmten Friedhof von Recoleta. Unter anderem hat dort Evita, von vielen Argentiniern immer noch verehrte ehemalige First Lady, ihre letzte Ruhe gefunden. Noch schnell am Obelisken inmitten der breitesten Straße der Welt („Avenida 9 de Julio“) vorbei, bevor wir wieder unser Hotel erreichten.
Spruch des Tages:
Claudia fragt Reiseleiter Kai wiederholt: "Wann sind wir da?" 17 Stunden Busfahrt von Iguazú nach Buenos Aires können ganz schon lang sein...
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- 5 h
13
08.03.2010
Montag | Buenos Aires
Auf den ersten Blick schien Buenos Aires keine Stadt zu sein, die es sich lohnt, mit dem Fahrrad zu erkunden. Stoßstange an Stoßstange quälen sich wochentags die Autos im Schritttempo durch die engen Straßen. Dennoch schwangen wir uns auf einen Drahtesel und nahmen den Kampf mit den Blechlawinen auf.

Zunächst strampelten wir durch San Telmo, einem der ältesten Stadtteile und Wiege des Tangos. An kolonialen Gebäuden führte uns der Weg nach "La Boca", dem legendären Viertel an der Mündung des Flusses Riachuelo.

Dort fuhren wir erst an der Heimspielstätte der Boca Juniors, einem der größten und beliebtesten Fußballclubs Argentinien vorbei, ehe wir den "Caminito" erreichten. In dieser kleinen Gasse steht ein bunt angestrichenes Haus neben dem Nächsten. Früher haben die armen Bewohner, allesamt Einwanderer aus Europa, auf den im Hafen ankernden Schiffen nicht mehr benötigte Farbreste gesammelt und damit ihre Häuser verschönert. Auch tangotanzende Paare waren auf den Gehwegen zu bewundern. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns am Abend erwartete.

Zum Abschluss der etwas anderen Stadttour passierten wir Puerto Madero, dem modernen Hafenviertel mit seinen eleganten Restaurants in ehemaligen Speicherhäusern und den "Plaza de Mayo" mit dem Präsidentenpalast, der "Casa Rosada".

Als wir die Fahrräder abstellten, liefen wir zu Fuß weiter. Unseren Café nahmen wir im „Café Tortoni“ ein, dem ältesten Café der Stadt. An den Wänden hängen Bilder von berühmten Persönlichkeiten, die seit 1858 zu den Gästen gezählt haben.

Der Abend klang bei einer Tango-Show aus. Nach einem leckeren Essen lauschten wir der Melodie, nach der die argentinische Hauptstadt tanzt.
14
09.03.2010
Dienstag | Buenos Aires - Bariloche
Heute stiegen wir wieder in den Flieger. Nach zwei Tagen in der pulsierenden Millionen-Metropole Buenos Aires ging es in die Natur, in die scheinbar unendlichen Weiten Patagoniens. Erste Station: Bariloche. Schon beim Landeanflug bekamen wir einen guten Eindruck, warum die Gegend um den See Nahuel Huapi die "argentinische Schweiz" genannt wird. Tiefblaues Wasser umrahmt von bewaldeten Bergen mit schneebedeckten Gipfeln.

Auf den Cerro Campanario fuhren wir mit einem Sessellift hinauf. Aus luftiger Höhe genossen wir einen herrlichen Panorama-Blick. Auch das Wetter spielte wieder mit. Für Claudia mittlerweile schon selbstverständlich: "Das haben wir doch so gebucht", scherzte sie.

Noch einen kleinen Abstecher in den patagonischen Regenwald, wo Lokalguide Rodrigo eine Einführung in die Flora und Fauna der Region gab, ehe wir die letzte Etappe des Tages antraten. Über eine Schotterpiste schlängelten wir uns in den Nationalpark Nahuel Huapi. Um 21 Uhr kamen wir in der Unterkunft Pampa Linda an. Der gute Geist des Hauses namens Carmen wartete schon mit einem leckeren Abendessen.
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- 2 h
15
10.03.2010
Mittwoch | Nahuel Huapi
Die Wanderqualitäten der Gruppe wurden heute auf eine erste Probe gestellt. Mit vollem Elan marschierten wir nach dem Frühstück hinaus in die Natur. Angeführt von Bergführer Juan durchwanderten wir zunächst Wälder mit geringer Steigung.

Mit zunehmender Dauer wurde es allerdings steiler. Der letzte Anstieg hatte es in sich. Die Sonne trieb uns zudem den Schweiß ins Gesicht. Der Blick vom Gipfel auf den Gletscher Castano Overo am Fuße des schneebedeckten Tronadors entschädigte aber für alle Mühen.

Die mitgebrachten Brote schmeckten in dieser Umgebung doppelt so gut. Der Tag war endgültig gerettet, als über unseren Köpfen drei Kondore und eine, wie Robert bemerkte, "Kondöse" ihre Kreise zogen.
Spruch des Tages:
Robert führte laut fluchend einen Kampf, den er nicht gewinnen konnte: "Ihr Drecksfliegen, haut endlich ab!"
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- Fahrtag
16
11.03.2010
Donnerstag | Nahuel Huapi
Der Muskelkater hielt sich beim Aufstehen in Grenzen. Den Fitnesstest vom Vortag haben alle mit Bravour bestanden. Trotzdem ließen wir es heute langsam angehen. Statt Reiten entschieden sich die Reisenden für eine erneute Wanderung, jedoch stets zu ebener Erde. Eine Schotterpiste entlang, liefen wir 8km bis zum "Ventisquero Negro", dem "Schwarzen Gletscher".

Als wir davor standen, wurde schnell klar, warum er so heißt. Die Eismassen haben sich mit Erd- und Vulkanstaub zu einer grau-schwarzen Masse vermischt. Noch ein Stückchen weiter und wir erreichten einen Wasserfall mit dem furchteinflößenden Namen "Teufelsschlund".

Wieder am Hotel angekommen, genossen die Reisenden den restlichen Nachmittag auf der Sonnenliege auf dem Rasen. Postkartenschreiben und Seele baumeln lassen waren angesagt.
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- 6 h
17
12.03.2010
Freitag | Nahuel Huapi - El Calafate - El Chalten
Als der Wecker klingelte, war es draußen noch dunkel. Pünktlich um 7 Uhr stand Fahrer Augustin mit seinem Mini-Bus vor unserem Hotel. Die Fahrt in den Park nutzten einige, um noch einmal kurz die Augen zuzumachen. Am Ufer des Sees Mascardi waren aber alle wieder hellwach. Kaja-Fahren stand als Frühsport auf dem Programm.

Zuerst mussten wir uns in hautenge Neoprenanzüge und Schwimmwesten zwängen, ehe wir ins Boot durften. Das Wasser glitzerte, als wir die Paddel eintauchten. Immer am Ufer entlang glitten wir über den See. Selbst wer noch nie vorher in einem Kajak gesessen hatte, hatte den Bogen schnell raus. Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, fuhren wir weiter zum Flughafen. Die Reise führte weiter gen Süden nach El Calafate.

Die patagonische Steppe begrüßte uns mit einer steifen Brise. Dazu kam der Regen. Während der Fahrt nach El Chalten peitschten die Wassermassen zunehmend heftiger gegen den Mini-Bus.

Am Ziel angelangt schien es, als sollte die Welt heute untergehen. Angesichts des draußen tobenden Unwetters schwante uns nichts Gutes für unsere morgige Wanderung in den Nationalpark Los Glaciares. Dass wir den Fitz Roy zu sehen bekommen, glaubte beim einschlafen niemand.
Spruch des Tages:
Figurbetonte Neoprenanzüge - Kati fragt Robert: "Na, wie fühlt man sich so als Presswurst?"
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- Fahrtag
18
13.03.2010
Samstag | El Chalten
Der Blick aus dem Fenster stimmte uns zuversichtlich. Über Nacht schien der stürmische Wind alle Regenwolken davon getrieben zu haben. An vielen Stellen schimmerte blauer Himmel durch. Guten Mutes marschierten wir los. Mittlerweilen waren wir uns sicher: Den Fitz Roy werden wir zu Gesicht bekommen.

Gegen Mittag war es dann soweit. Während wir uns mit Broten und heißem Tee stärkten, zogen sich die Wolken um die Spitze des mächtigen Gipfels immer mehr zurück – bis wir schließlich freie Sicht hatten. Die Fotoapparate klickten ordentlich und die Speicherkarten füllten sich.

Immer wieder drehten wir uns um und genossen das fantastische Bergpanorama. Der 16km Fußmarsch verging angesichts der herrlichen Landschaft wie im Flug. Zurück in El Chalten genossen die Reisenden ein wohlverdientes Bier in einer kleinen Brauerei im Ort. Dazu probieren alle den typisch argentinischen Eintopf "Locro".
Spruch des Tages:
Wahlweise Robert, Kati, Karsten oder Claudia beim 374sten Foto vom Fitz Roy:"Jetzt ist er noch freier zu sehen."
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- 6 h
19
14.03.2010
Sonntag | El Chalten - El Calafate
Harte Zeiten für Langschläfer. Erneut mussten alle früh aus den Federn. Abfahrt in El Chalten war um 7 Uhr.

Unterwegs auf dem Weg nach El Calafate erlebten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang. Die Wolken über der patagonischen Steppe färbten sich in alle erdenklichen Rotschattierungen.

Im Hotel angekommen, brachten wir schnell die Koffer auf die Zimmer und schon ging es weiter zum Gletscher „Perito Moreno“. Als wir um die Kurve bogen, hinter der die Eismassen zum ersten Mal am Horizont auftauchen, legte Fahrer Marcelo eine CD mit klassischer Musik ein. Die passende Untermalung für ein atemberaubendes Naturschauspiel.

Zunächst näherten wir uns der Abbruchkante der Eiswüste per Schiff. Bis auf 300m näherte sich das Boot an die weiße Wand. Später liefen wir auf den Trassen entlang, die genau gegenüber des Gletschers sind, dessen Flächen größer sind, als die von Buenos Aires.

Abends stoppten wir auf einer Estancia und bekamen einen Einblick in das Leben der argentinischen Gauchos. Bei Wein und Lammbraten lauschten wir zudem verschiedenen Folkmusik-Stilen.
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- 5 h
20
15.03.2010
Montag | El Calafate - Ushuaia
Am frühen Mittag setzten wir in Ushuaia auf, der südlichsten Stadt der Welt. Schon beim Landeanflug wurde die raue Schönheit am Ende der Welt deutlich. Schneebedeckte Berggipfel wechselten sich mit Wäldern und glitzernden Wasserflächen ab. Ushuaia selbst liegt mit den Anden im Rücken geschützt am Beagle Kanal.

Schnell eingecheckt und schon machten wir uns auf in die Stadt. An der Touristen-Information ließen sich die Reisenden einen "Ende-der-Welt"-Stempel in den Reisepass drücken. Anschließend war Zeit zum Souvenir-Shoppen ehe um 15 Uhr der Mini-Bus am Hafen in Richtung Isla Martillo abfuhr.

Von der Estancia Haberton setzten wir mit einem kleinen Motorboot über auf die Pinguin-Insel mitten im Beagle Kanal. Die Tiere standen am Strand Spalier und ließen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als das Boot langsam anlegte und ein Passagier nach dem Anderen von Bord ging.

Eine Stunde lang erlebten wir die niedlichen Kreaturen aus nächster Nähe und konnten ihnen beim Nisten und Federputzen zuschauen. Karsten hätte am liebsten einige Exemplare mitgenommen, um im heimischen Garten eine kleine Pinguin-Kolonie zu gründen. Doch die Führerin schob dem Vorhaben von Beginn an einen Riegel vor: "Von der Insel darf nichts mitgenommen werden!"

Zum Abendessen gingen wir in ein uriges Fischrestaurant direkt am Beagle Kanal und probierten die riesigen Königskrabben, für die Ushuaia bekannt ist. Ein Genuss für jeden Liebhaber von Meerestieren!
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- 4 h
- 2 h
21
16.03.2010
Dienstag | Ushuaia
Der heutige Tag bot von allem etwas: Zu Fuß und zu Wasser erkundeten wir den Nationalpark Feuerland. Abends machten wir zudem einen Stopp in einer Biber-Kolonie vor den Toren Ushuaias. Aber der Reihe nach!

Los geht's am Ufer des Beagle-Kanals, genauer gesagt an der Bucht Lapataia. Das Wasser stets im Blick wanderten wir über Stock und Stein. Die schneebedeckten Gipfel der südlichen Andenausläufer waren ebenfalls ein ständiger Begleiter am Horizont.

Nach 3h Fußmarsch stärkten wir uns bei einem Picknick im Wald. Anschließend stiegen wir in die Kajaks, die am Strand des Sees Roca auf uns warteten. Die Lokalguides erklärten uns die Rudertechnik und wir schlüpften in Gummistiefel, wasserfeste Latzhosen und Schwimmwesten - dann stachen wir in See! Im leichten Zick-Zack-Kurs kämpfte sich die Gruppe voran.

Kurz vor Anbruch der Dunkelheit statteten wir einer Biber-Kolonie vor den Toren Ushuaias einen Besuch ab. Die bissfesten Nager zeigten sich aber von ihrer faulen Seite. Statt sich an die Arbeit in ihren kunstvoll aufgestauten Becken zu machen, harrten sie lieber in ihren Bauten aus. Als wir schon fast auf dem Rückweg waren, tauchte doch noch ein Biber auf und zog langsam seine Runden.
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- 3 h
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17.03.2010
Mittwoch | Ushuaia - Buenos Aires
Vom Ende der Welt reisten wir zurück in die pulsierende Millionen-Metropole Buenos Aires. Die argentinische Hauptstadt empfing uns mit grauen Wolken und etwas Nieselregen. Doch am Wetter störte sich keiner mehr. Die gesamte Reise über lachte meist die Sonne. Nach dem Einchecken im Hotel machten sich die Reisenden auf zum Shoppen. Tango-CDs, Fußball-Trikots oder Mate-Becher – für ein paar Souvenirs war noch Platz im Koffer.

Beim Abschiedsessen genossen alle ein letztes Mal ein saftiges argentinisches Steak. Die eine oder andere Flasche Rotwein durfte natürlich auch nicht fehlen, während die Erlebnisse der vergangenen gut drei Wochen noch einmal durchgegangen wurden.
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- 4 h
23
18.03.2010
Donnerstag | Buenos Aires - Europa
Nach gut drei Wochen kreuz und quer durch Argentinien hieß es Abschiednehmen von Lomos, Empanadas und Dulce de Leche. Ein letztes gemeinsames Frühstück, dann machte sich die Gruppe auf zum Flughafen Ezeiza. Unser Maskottchen, Plüschkuh "Evita", trat dabei die Rückreise in Roberts Rucksack an.

Zwar hatte sich Claudia am Vorabend beim Abschieds-Quiz knapp durchgesetzt, alle Teilnehmer waren sich aber einig, dass Robert sich insgesamt am rührendsten um das Stofftier gekümmert hat.

Macht's gut! Buen viaje! Es hat Spaß gemacht, euch Argentinien zeigen zu dürfen.
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Rundreise Südamerika 07.02.12
Franz

Mein persönlicher Höhepunkt war Südamerika, denn jeder Ort war schön für sich. Die Unterkünfte waren in Ordnung und die Betreuung durch unseren Reiseleiter fabelhaft....
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06.02.12 von Katja
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