Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

11 Nov. 2009 • Frankfurt - Buenos Aires

**Auf nach Argentinien**
Endlich in Buenos Aires

Auf nach Argentinien

Nun ist es endlich soweit: die Gruppe ist auf dem Weg nach Buenos Aires und wird am Abend von ihrer schon aufgeregten Reiseleiterin am Flughafen Ezeiza in Empfang genommen. Nachdem wir Peter auch im Hotel angetroffen haben sind wir nun komplett: Jutta, Peter, Tanja, Christof, Heiko, Klaus, Rita, Jürgen, Bianca, Andrea, Wolfgang, Doris und Heike. Auf dass das Abenteuer Argentinien von Nord nach Süd losgehen kann!

Begießen taten wir das ganze - völlig übermüdet, nachdem wir geflogen und geflogen und geflogen sind, gleich mit Bier und Wein auf einen Willkommenstrunk in einer Kneipe ums Eck. Das war sehr nett, denn so konnten wir uns in entspannter Atmoshäre kennenlernen. Ganz lieb begrüßt wurden wir von Heike, unserer Reisebegleiterin sowie "Maradona", unserem Maskottchen. Hundemüde fielen wir schließlich ins Bett.

12 Nov. 2009 • Buenos Aires - Buenos Aires

Heiko mit Begleitung
Siga la vaca!!!!

Unser langer Weg nach Salta

So heute sollte es denn endlich losgehen, auf nach Salta. Frühstück gab es um 8.00 und der frische Obstsaft war auch sehr lecker. Vermisst haben wir eigentlich nur Heiko - der uns aber schon gestern mitteilte, dass er eigentlich ein viComfort ist, sich im Urlaub befindet und nicht auf der Flucht :-) Bevor wir ihm aber sein Frühstück auf das Zimmer liefern konnten - ganz comfort-like, wurde er dann aber doch noch gesichtet.

Nach einem kurzen Bummel durch die sonnige Stadt ging es nach einigen Informationen von Seiten von Heike zum nationalen Flughafen. Tja, und da saßen wir dann, denn es war spontan Streikzeit bei LAN und ohne Aussicht auf ein baldiges Ende. So wurden wir zum Mittagessen (Pizza gefällig?) geladen, und später dann auch zu einer weiteren Übernachtung in einem Hotel in Buenos Aires (das aber ist vom feinsten!). Das Fernsehen war übrigens auch dabei.

Über einen Schnupper-Stadtbummel über die Plaza de Mayo ging es dann am Hafen zu unserem Willkommensessen: sehr lecker und satt bis zum abwinken. Da ließ sich die Nachricht, dass wir es nun nicht bis Salta schaffen können noch ertragen. Dafür geht es morgen ins Tigre-Delta. Wir sind flexibel!

13 Nov. 2009 • Salta

Auf Kurs im Tigre-Delta
Unser Maskottchen immer mit dabei
Wir Mädels beim Frühstück ;-)

Auf Abwegen

Der Tag fing heute mit einem sehr komfortablen (Champagner-)Frühstück im Hotel Continental an. Danach ging es auch schon durch die Rush-Hour in unsere neue Unterkunft, Gepäck schnell abgegeben und auf geht's Richtung Tigre-Delta. Nachdem wir durch Schwatzen den Fahrer von der richtigen Abfahrt abgelenkt und dieser durch ca. hundertfaches Nachfragen den Weg zum Zielort gesucht hat, war es schon ein kleines Wunder, dass wir nur mit 10-minütiger Verspätung am vereinbarten Treffpunkt auf unsere Kanu-Guides trafen.

Dort trennte sich dann erstmal die Gruppe: Peter, Wolfgang und Rita bevorzugten das Wassertaxi, der Rest wollte es wissen und stieg unter praller Sonne in die beiden Boote. Beide jedoch konnten die Ruhe und Stille weit weg vom Lärm der Großstadt Buenos Aires genießen, bis wir uns auf einer kleinen Insel zum Essen (Asado, Empanadas, Almendrado) wiedertrafen und bei einem Gläschen Wein entspannten. Währenddessen begann es zu regnen, was uns aber noch nicht störte. Wir gingen zur Anlegestelle der Lancha und warteten und warteten… Was kommt, ist ein tropischer Regenguss. Da nutzt auch der Unterstand nichts mehr. Die Transportboote kommen und fahren an uns vorbei!!!

Leichte Zweifel kommen auf, gestern die Sache mit dem Flieger, heute hält keine Lancha. Aber nein, das lassen wir gar nicht erst aufkommen. Morgen wird alles ganz toll und der Flieger wird uns auch bestimmt mitnehmen und zwar pünktlich. Alles wird gut ;-)

Der Abend ist frei, aber ein Bierchen wird schon noch gehen… Heute ist übrigens Freitag, der 13. :-)

14 Nov. 2009 • Salta - Iberá Wetlands

Auf ins Sumpfgebiet
Im Sumpfgebiet

Jetzt geht's los!!

So. Nun wollten wir es aber doch wissen. Julio, unser Fahrer war pünklichst zur Stelle, um uns an den Flughafen zu bringen. Ziel war heute Posadas. Von dort sollte es dann weiter in Jeeps in die Sumpflandschaft der Esteros del Iberá gehen.

Kurz vor Posadas kündigte sich wieder Spannung an: ein Unwetter. Aber dennoch konnten wir nach einer Extra-Schleife landen. Wie nah wir eigentlich an einem Rückflug nach Richtung Buenos Aires waren, davon ahnten wir nicht einmal was. Wir wurden von Gaston und seinen drei Fahrern in Empfang genommen mit den Worten: da müssen wir jetzt mal sehen, wie wir nach Carlos Pellegrini kommen. Und das taten wir…

Wenn vorher alle Wege nach Buenos Aires zu führen schienen, so suchten wir nun nach dem einen Weg, der uns zu unserer Unterkunft nach Colonia Carlos Pellegrini bringen sollte. Es wurde ein langer Weg. Unwetter, durch einen Unfall abgesperrte Straßen und einsturzgefährdete Brücken konnten uns aber dennoch nicht daran hindern, gegen 1 Uhr nachts müde aber mit noch lebendigem Humor anzukommen.

Wer noch nicht im Jeep vorher eingeschlafen war, konnte schon einmal einen Einblick in die örtliche Tierwelt bekommen: Wasserschweine, Füchse, Frösche, Glühwürmchen, Reifenpannen… Am Ende hieß es nur noch Mahlzeit und Gute Nacht.

15 Nov. 2009 • Corrientes

Kaiman wo man nur schaut
Und noch ein Kaiman

Es geht aufwärts!!!!

Nach kurzer Nacht offenbarte sich uns heute der Wasserreichtum des Landes. Bereits gegen 5 Uhr morgens wurden der ein oder andere durch das "sanfte" Plätschern und Trommeln des tropischen Regens auf unsere Dächer geweckt.

Nach einem leckeren Frühstück von unserer Perle des Hauses Rosa mit integriertem Stromausfall stapften wir uns unverwüstlich und tapfer mit Regenponchos bewaffnet ins Freie, um uns in zwei Booten in die Sümpfe hinaus zu wagen. Wir folgten dabei einer Einladung von Kai, dem Kaiman, und einer entzückenden Wasserschweinfamilie. Und tatsächlich wir bekamen sie zu Gesicht und vor die Linsen und es wurde eine schöne Bootstour durch die Sümpfe, die wir zum Sonnenuntergang noch einmal wiederholen wollten. Dazwischen wurde erst einmal Powerrelaxing betrieben und gegessen.

Am Abend präsentierte sich uns ein wunderschöner Sonnenuntergang, Voegel, Kaimane, Hirsche und Myriaden von Glühwürmchen und Mücken. Nach einem regional typischen vegetarischen Kürbisgericht von unserer Rosa und dem ein oder anderen Bierchen und Weinchen ging es ab in die Falle, denn morgen wollen wir ja auch noch was erleben.

16 Nov. 2009 • Iberá Wetlands

Esteros zu Pferde
Ein Pferd für Christoph

In den Sümpfen

Heute wurde geritten!!! Wir stellten uns die Frage: Regenjacke, ja oder nein? Die entscheidende Frage aber wäre gewesen: wohin mit der Sonnenmilch?:-) Und so kam es, dass nach diesem wunderschönen Ausritt über Wiesen, durch Wasser, vorbei an Rindern… die Hälfte der Gruppe dezent "gluehte" :-))

Noch vor dem Mittagessen wurde der Sonnenbrand gepflegt, aber wir wurden immer roeter… Zum Spaziergang am Nachmittag durch die Esteros waren dann auch alle vollständig bedeckt unterwegs und schwitzten dementsprechend. Das hinderte aber keinen daran, viele wundervolle Fotos von noch mehr Kaimanen, Wasserschweinen, Flora, Brücken- und Strommasten und einem romantischen Sonnenuntergang zu machen.

Und obwohl wir morgen zeitig aufbrechen müssen, hat der Rotwein einige der Rothäute noch recht lange sehr interessante Gespräche beschert.

17 Nov. 2009 • Iberá Wetlands

"La chacra"
Rote Erde

"La Chacra"

Die Nacht war kurz. Nicht nur wegen der etwas längeren nächtlichen rotweingetränkten Sitzung des Vorabends, sondern auch wegen der für 8.30 Uhr angesetzten Abfahrt.

Nachdem wir uns von Mama Rosa und der Rancho Ibera verabschiedet hatten, startete unsere Tour in den 4 Jeeps Richtung Posadas. Die rasante Fahrt führte uns über rote Schlamm- und Buckelpisten und wurde durch einige Fotostopps unterbrochen bis wir eine Mittagspause in Alem einlegten zum Essen. Das war das Highlight der Truppe, das so manch einem wenn nicht Tränen so doch ein seliges Lächeln aufs Gesicht zauberte: endlich wieder Fleisch ;-) Und das vom Feinsten. Aber auch unsere Vegetarierin war entzückt. So fielen wir über das Buffet her als gäbe es kein morgen.

Nach kurzer Weiterfahrt erreichten wir schließlich unser Ziel: die Estancia "La Chacra". Dieser wunderschöne Ort sollte an diesem und dem nächsten Tag unsere Oase sein mit Power-Relaxing am Pool in Hängematten und einem "Sun-Downer" an der Bar. Kann das Leben schön sein.

18 Nov. 2009 • Posadas

Auf einer Estancia
Mate-Teeherstellung

"Entspannung pur"

Heute schnupperten wir Estancia-Luft und ließen uns von Ernesto nach einem süßen Frühstück mit hausgemachten Leckereien wie Quittenkuchen, Tomaten- und Kürbismarmelade, die Mateverarbeitung zeigen und erklären.

Außerdem bekamen wir einen Einblick in die Holzverarbeitung und Möbelherstellung. Am Nachmittag (nach einem reinigenden tropischen Regenguss) führte uns die Hausherrin Maria in die typische Mate-Zeremonie ein. Die dazu nötige Zeit und Geduld brachten wir alle auf. Dazu brieten Ramonita, Norma und Maria auf offenem Feuer "tortas fritas". Lecker.

Bevor wir am Abend mit einem Asado des Hauses verwöhnt werden sollten (und dies mit Wein und Bier und Tanz mit einer spanischen Reisegruppe ausgelassen feierten) wurde noch einmal heftigst in den Hängematten entspannt. Nur Klaus und Christof konnten unsere Ehre retten und gingen auf der Plantage joggen. Respekt, Respekt, meine Herren!

19 Nov. 2009 • Posadas - Puerto Iguazu

San Ignacio Miní
Jesuitenmission

Auf zu den großen Wässern

Wir verlassen heute unsere "heile Welt" und werden beinahe wie Freunde der Familie verabschiedet. Schade, es war sehr schön hier.

Aber jetzt wartet der Bus, in den wir uns 13 Personen samt Gepäck hineinfalten. Irgendwie geht es und selbst die langen Beine von Christof finden Platz. Nach wenigen Stunden erreichen wir die ehemalige Jesuitenmission in San Ignacio Miní und bekommen viele Informationen über diese ungewöhnliche Glaubensbruderschaft mit ihrem ebensolchen Wirken hier im 17. Jahrhundert. Und ungewöhnlich war schon ihre "menschliche" Behandlung der indígenas mit Schutz und Ausbildung und natürlich einer am Glauben orientierten Struktur. Aber genau das passte nicht in das Gesamtkonzept der spanischen Krone worauf sämtliche Jesuitenmissionen aufgelöst wurden. Und was das für die Indígenas bedeutete, wissen wir heute viel zu gut.

Mit gemischten Gefühlen fuhren wir weiter gen Puerto Iguazú - neuen Abenteuern entgegen!!!

20 Nov. 2009 • Puerto Iguazu

Die großen Wasser
Hungriger Waschbär

"Iguazú - argentinische Seite"

Heute machten wir uns schon früh auf, um uns auf das "große Abenteuer" zu begeben. Nach einem Zwischenstopp in einer für hier typischen Edelsteinmanufaktur erreichten wir den Nationalpark und begaben uns fast alle auf eine ca. 8km lange Busreise durch den subtropischen Regenwald, auf der wir viel über die Flora und Fauna in dieser Region erfuhren.

Als nächstes bestiegen wir ein Boot. Der Anfang war zunächst recht trocken, bis wir dann zum ersten mal die Wasserfälle zu sehen bekamen. Jetzt wurden erstmal die Kameras wasserdicht verpackt. Die nächste Viertelstunde wurde dann zu einem unvergesslichen feuchten Vergnügen. Die Fahrt führte direkt heran an die Wasserfälle, so dass man zeitweise nicht wusste wo oben und unten war. Nach der Fahrt ging es zu Fuß und mit Rita und Wolfgang wieder vollzählig weiter auf dem Rundgang.

Danach kam der absolute Höhepunkt des Tages (O-Ton Jürgen!!!!): eine Zugfahrt mit einer gasbetriebenen Diesellok! Die Lok schien direkt der Augsburger Puppenkiste entsprungen zu sein. Ziel war die Teufelsschlucht. Einfach gigantisch.

Auf der Rückfahrt zum Hotel gab es dann das schon gefürchtete Gewitter samt Stromausfall. Jedoch hinderte uns das nicht daran,den Abend bei Oskar (der Mann des Tages!) mit einem klassischen argentinisches Asado in bester Laune zu beenden.

21 Nov. 2009 • Puerto Iguazu

Wasser satt
Mariposa Nummer 88

"Iguazú - brasilianische Seite"

Heute standen die Wasserfälle von der brasilianischen Seite auf dem Programm. Dies hieß eine Grenze zu überschreiten, jedoch wurden unsere "Stempeljäger" enttäuscht. Brasilien verteilte keine Stempel…

Nachdem die Grenzüberquerung glücklich gelungen war, war es auch kein weiter Weg mehr zum Ziel. Der Ausblick war gigantisch und unsere Fotogruppe war in ihrem Element. Wir fuhren anschließend zügig zu unserem Hotel zurück, um nach einem "Speedduschen" mit unserem Gepäck zum Busbahnhof zu gehen.

Dort konnten wir überzeugen, dass wir auch wirklich von Iguazú nach Buenos Aires wollten, so dass wir in unseren Luxusbus gegen 14.20 Uhr einstiegen und dort auch die kommenden 18h verbringen sollten. Ein nächtliches Unwetter mit Wetterleuchten und Blitzen auf dem Weg wurden nur von ein paar Reisenden verschlafen ;-)

22 Nov. 2009 • Buenos Aires

La Boca
La Boca

"Stadttour zu Fuß"

Welch ein Tag! Wir hatten im Nachtbus durchaus überleben können und kamen ziemlich ausgeruht wieder in Buenos Aires an. Nach einem Gepäckmanöver erlebten wir den Stadtteil La Boca mit seinem wunderbaren Flair.

Und wieder machte unser "Kamerateam" Fotos über Fotos, so als sollte jedes dieser prächtig bemalten Häuser festgehalten werden. Farben übrigens, die damals vom Anstrich der Schiffe übrig geblieben war und so geradezu liebevolle Verwendung fand. La Boca ist aber auch Geburtsort des Tangos und überall in den Straßen gibt es Gruppen, die natürlich auch die Touristen auffordern, sich in entsprechenden Posen fotografieren zu lassen. So vergeht die Zeit mal wieder viel zu schnell.

La Boca hat auch eine berühmte Fußballmannschaft mit entsprechendem Stadion, das wir uns auch mal anschauen wollten. Und als sich herausstellte, dass sie an diesem Abend ein Spiel hatten gegen Gimnasia La Plata, ergatterten wir 4 Eintrittskarten für unsere Unverwegenen. Und sie erlebten auch ihr "Spielwunder": 4 zu 0 gewann La Boca. Das ganze in einer Atmosphäre, wie sie Bayern München nicht zu bieten vermag. Ein Bilderbucherlebnis und anschließend mit dem Taxi zurück und vor dem Schlafengehen noch ein Bier - stimmt nicht, es waren mehr als eines, aber wir hatten ja gewonnen.

Der Rest der Truppe traf sich im altehrwürdigen Café Tortoni zum Essen und verbrachte den Abend nicht minder angenehm.

23 Nov. 2009 • Buenos Aires

Jacaranda
eine Kuh auf Reisen

"Buenos Aires per Rad"

Heute erkundeten wir die Stadt mit dem Rad. Gut gestärkt spazierten wir nach dem Frühstück zur Plaza San Martin, einem der schönsten Parkanlagen im Herzen der Stadt. Hier gab es unsere blauen Lieblingsbäume (Jacarandá) zu bestaunen wie auch ausladende Riesen-Gummibäume. Ganze Meuten von Vierbeinern zogen mit ihren Hundeausführern durch den Park - was sehr lustig ausschaute.

Gegenüber dem Bahnhof "Retiro", an den "Torres ingleses" trafen wir Daniel, unseren Guide an diesem Tage, und unsere Räder: orangefarben und 11 an der Zahl. Inmitten des Großstadtverkehrs zwischen hupenden Taxen und alten Lastwagen radelten wir in einer langen Schlange Richtung Palermo. Der Park in Palermo umfasst riesige Grünflächen, Sportplätze, Teiche… Buenos Aires "grüne Lunge". Wir radelten um einen schön angelegten See und picknickten unter einem schattigen Baum. Daniel hatte für uns Alfajores dabei und bereitete uns einen Mate-Tee. Wir genossen die Gemütlichkeit dieser argentinischen Sitte. Bis auf Jürgen, der sprang plötzlich auf und jagte davon samt Kamera! Der Eisenbahnfan hat einen herannahenden Zug erspürt und den musste er unbedingt mit seiner Linse bannen.

Weiter ging es nach "Recoleta", mit dem Cementerio und den darin befindlichen rund 7000 Mausoleen u.a. von Evita Perón. Dieser schön-schaurige Ort beherbergt aber auch - wie es scheint - sämtliche Katzen der Stadt. Weiter ging es wieder bis San Telmo, wo wir uns von Daniel und den Rädern verabschiedeten. Ein paar von uns fuhren mit der Subte ins Hotel zurück, die Fotogruppe nutzte den blauen Himmel um noch ein paar Fotos an der "Tangobein-Brücke" zu schießen.

Am Abend wurde sich in Schale geschmissen, denn es ging zur Tangoshow samt Essen in einem stilvollen Theater. An diesem Abend sind wohl alle zufrieden eingeschlafen.

24 Nov. 2009 • Bariloche - Buenos Aires

Lago Mascardi
Fotostopp

Auf nach Patagonien

Nach dem Frühstück geht es mit Bus und Taxi auf zum Flughafen und nachdem wir auch Andrea mitnehmen durften (sie hatte man nicht mitnehmen wollen, da sie ja auch schon nicht nach Salta geflogen war :-)) landen wir nach 2,5 Stunden in Bariloche.

Carlos und Federico empfangen uns herzlich mit Schokolade und haben uns damit auch gleich gewonnen. Lecker! Bei Regen wird erst einmal durch Bariloche gebummelt, bevor es weitergeht in den Nationalpark Nahuel Huapi zu unserer Unterkunft Pampa Linda. Da das Wetter mit Regen nicht mitspielt, planen wir flexibel und spontan um und besuchen eine Brauerei mit anschließender Verköstigung in der urigen Kneipe nebenan statt auf den Berg Campanario zu fahren. Genau, wir trinken uns den Regen einfach schoen! Mit Tee und Gebäck im Bus und nach einigen Fotostopps gelangen wir gut gelaunt an unser Ziel und müssen uns leider von den Jungs verabschieden. Schade.

Nach einem 3-gängigen Abendmahl, serviert von unserer Perle Carmen, geht es erst mal in die Horizontale. Mal sehen was uns das Wetter morgen bringt.

25 Nov. 2009 • NP Nahuel Huapi

Trekking im NP Nahuel Huapi
Gruppenbild mit Juanita

Bienvenidos a Pampa Linda

Heute morgen zeigt sich der Himmel von seiner besseren Seite und wir beschließen, nach dem Frühstück zum "schwarzen Gletscher" und weiter zum Basislager des Monte Tronador zu wandern. Außer Doris, die möchte es wissen und nähert sich dem Berg zu Pferde.

Der Weg führt uns auf einer Naturstraße durch den Wald zum Gletscher, der seine dunkel-verschmutzte Farbe durch die Geröllbeimengungen erhält. Und weiter zum Basislager mit Cafe.

Als aber unsere beschauliche Stille durch ankommende Busse mit Touristen gefährdet wird, beschließen wir uns auf den Rückweg zu machen und bis zum Abendessen die Seele baumeln zu lassen. Es wurde geschlafen, geschrieben, gelesen. Nach dem Abendessen ließen wir den Abend mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingen.

26 Nov. 2009 • NP Nahuel Huapi

Pampa Linda bei Sonnenschein
Schneegrenze

Der perfekte Tag

Der heutige Tag begrüßte uns mit herrlichstem Wetter und einem völlig freiliegenden Cerro Tronador. Die besten Voraussetzungen, um auf unserem anstehenden Trekking mit Colo, unserem Guide des Tages, die schönsten Fotos zu schießen.

Nach einer kurzen Einführung geht es auch schon los durch ein schönes Tal, dann stetig steiler durch den Märchenwald den Berghang hinauf. So mancher Schweißtropfen wurde vergossen, bis wir die Schneegrenze erreichten. Dann legte uns Colo Spuren im Schnee und reichte so manch helfende Hand.

Auf dem Bergrücken erreichen wir den höchsten Punkt unserer Wanderung. Tanja baute noch einen gewaltigen Schneemann von 30 cm Höhe, bevor wir dann eine Vesperpause - wohlverdient - einlegten. Beäugt wurden wir dabei von zwei Kondoren, den Königen der Anden.

Den Abstieg überstanden wir dank der Führung Colos, so dass wir sicher in Pampa Linda ankamen und eine herrliche Wanderung ihr Ende nahm. Ein Ende fanden dann auch zahlreiche Cervezas, die von den erschöpften Wanderern weggelitert wurden. Eine Einführung in die Kunst der Rückenmassage rundete den Tag ab.

27 Nov. 2009 • Bariloche - El Chalten

Unterwegs zum Berg Fitz Roy
Im Flieger

Der Berg ruft

Und wieder ziehen wir weiter: wir werden in Pampa Linda am morgen abgeholt und nach einem (Einkaufs-)Bummel durch Bariloche geht es zum Flughafen und wir fliegen etwas verspätet nach Calafate (Jetzt wissen wir auch alle, wo der adäquate Ort für Taschenmesser ist!!!).

Schon vom Flugzeug aus präsentiert sich eine atemberaubende Sicht. Vom Flughafen aus war es noch eine gut zweistündige Fahrt nach El Chalten zu unserem Hostal. Bei wundervollem Licht, in der Abendsonne und umgeben von Wattewolken, begleitete uns der Fitz Roy auf unserem Weg.

Als wir unsere Unterkunft gegen 20.45 erreichten, war es immer noch hell. Für den kommenden Tag stärkten wir uns noch in der lokalen Pizzeria bevor wir hundemüde in die Betten fielen.

28 Nov. 2009 • El Chalten

Ist es nicht schön?
Fitz Roy

In der Trekking-Metropole

Hier treffen sich "Bergziegen" und "verzottelte Naturburschen" (O-Ton Peter Justus) aus aller Welt. Und wir! Am Morgen holt uns Campi, unser Berg-Guide des Tages, ab und zeigte uns den Streckenverlauf und riet einem übereifrigen Teil von uns von der Route zur Laguna de los Tres ab, da es wegen der Wetterlage zu riskant war.

Stattdessen nahmen wir alle gemeinsam den weniger anfälligen Weg zur Laguna Torre. Die insgesamt 22km lange Strecke führte uns auf und ab durch knorrige, windgeformte Wälder, blühende Wiesen und reißende Wasserfälle hin zu verschiedenen Aussichtspunkten, an denen wir rasteten und den Blick über die Landschaft genossen. Ziel unserer Wanderung war die sturmumtoste Lagune, in die der Gletscher Grande seine Zunge taucht. Unser mitgebrachtetes Mittagessen nehmen wir in einer windgeschützten Steinkuhle ein.

Auf dem Rückweg stellen wir fest, dass sich neben den bereits bekannten und etablierten Gruppen "Fotogruppe", "Bazillengruppe", "Säufergruppe", "Suchtgruppe" (mangels Bereitschaft der Betroffenen noch nicht konstituiert) und "Laufgruppe" eine weitere Formation gebildet hat: die " Zwei-Männer-um-eine-Frau-Gruppe"! ;-)

Bravourös meisterten alle Viventuraner den Trail. Doris - unsere Überraschung des Tages - konnte am Ende nur noch durch ein kaktusähnliches Gewächs gebremst werden ;-)

Den Abend verbrachten wir in gemütlicher Runde bei unserem "Stammitaliener". Besonderes Highlight und Abschluss dieses gelungenen Tages war der Besuch der von Tanja entdeckten "Chocolatería", wo auch die letzten Energiedefizite mit Kakao und Schokokuchen ausgeglichen wurden.

29 Nov. 2009 • El Chalten

Picknick bei Schnee
Erhabene Stille

Auf zu den Gletschern

Bereits um 6 Uhr waren wir mit Juan, unserem Fahrer, verabredet. Er traf auf einen ziemlich müden Haufen, was sich aber im Bus schnell änderte: zum einen wollten wir den Perito Moreno Gletscher sehen, zum anderen war das Wetter wieder toll mit strahlend blauem Himmel. Das lud zu dem ein oder anderen dankbar aufgenommenen Fotostopp ein.

In Calafate stellten wir nur schnell unsere Koffer ab, dann ging es auch schon weiter in den Nationalpark "Los Glaciares". Das Wetter wurde zunehmend düster auf der Fahrt, bis es zum ersten Anblick noch in ca. 12km Entfernung anfing zu schneien! Nichtsdestotrotz war der Anblick überwältigend und das feierten wir dann auch erst mal mit einem üppigen Picknicksbuffet vor dem Hauptaussichtspunkt mit Blick auf den Perito Moreno-Gletscher. Mit Wein und Bier und Saft stießen wir dann auch auf den Ersten Advent an, stilecht mit Schnee! Später am Tage ging es dann aufs Boot, um uns vom Lago Argentino aus dem Gletscher zu nähern.

Am Abend fuhren wir nach kurzer "Anhübsch-Pause" auf eine Estancia mit Besichtigung, Mate-Tee, Weinprobe, Asado und Folkloreshow. Gegen 23 Uhr verteilten wir uns wieder auf die diversen Hotel- und Krankenzimmer auf. Morgen sollte es ja ans Ende der Welt gehen…

30 Nov. 2009 • El Calafate

Beagle-Kanal
Leuchtturm am Ende der Welt

"Am Ende der Welt"

Nach einer Vitaminspritze von Klaus in Form eines von ihm selbst geschnippelten Obstsalates (für alle!!!!) ging es ab zum Flughafen.

Ein weiterer Inlandsflug, der Spannung ins Spiel brachte, denn… Andrea und Heike mussten draußen bleiben und die Anderen erst einmal alleine reisen lassen, nachdem für alle gesorgt war. Sie kamen dann ein paar Stunden später aber dennoch ans Ziel mit sämtlichen noch ausstehenden Koffern ;-) und wurden freudestrahlend vom Rest der Truppe empfangen.

Gerade noch rechtzeitig, um gemeinsam in Richtung Hafen von Ushuaia zu spazieren und auf einem Kutter einzuschecken. Der Beagle-Kanal wollte von uns befahren werden. Sogar von den eher see-schwachen, die vorher noch gedopt worden waren. Wir sahen Seelöwen, Möwen, Komorane, und den Leuchtturm am Ende der Welt. Das Wetter wurde etwas schlechter, es schneite, und der Wellengang etwas höher. So hoch, dass sogar der Motor was abbekam und erst mal verstummte…

Allerdings wären wir nicht in Argentinien, wenn sich nicht eine Lösung finden würde. Und die gab es auch in Form von Motorpflege auf hoher See. Nachdem wir - grün im Gesicht aber mit immer noch vorhandenem Humor - doch noch mal mit dem Leben davon gekommen waren, trieb es uns auf festem Boden zielstrebig zum nächsten empfohlenen Restaurant. Bei leckerstem Essen, Wein und Bier wurde beschlossen, uns nun jedes Jahr hier zu treffen als Überlebende der Kutterkatastrophe ;-))

01 Dez. 2009 • Ushuaia

Kayakgruppe
Ohne Worte

"Auf den Spuren des Bibers"

Heute war ausschlafen angesagt. Wir wurden erst um 9.30 Uhr von Franco und Leo, unseren Guides, abgeholt zum neuen Abenteurer Nationalpark Tierra del Fuego gebracht.

Nach einer kurzen Fahrt durch dichte Schneeflocken kamen wir in einer verschneiten Bucht an und kleideten uns erst mal ein mit Gummistiefeln, Rettungswesten und wasserdichten Hosen. Es ging wieder aufs Wasser!!! Diesmal im "Schlauchboot" mit Paddel. Es wurde ein wunderschöner Ausflug zu Wasser in Begleitung mindestens zweier verspielter Seelöwen vor imposanter Winterlandschaft (und das im argentinischen Frühsommer).

Die Mittagspause verbrachten wir bei leckerem Eintopf mit Huhn in einem Zelt. Dann sollte wieder gewandert werden. Dies stellte sich bei Schneematsch-Wetter als größere Herausforderung dar, v.a. für unsere Doris. Von Wein beflügelt, mit Gummistiefeln bewaffnet stapfte sie einfach mitten hindurch und mutig voran. Direkt in ein Schlammloch, in dem sie dann bis über die Knie feststeckte. Nur die Kraft der drei Männer konnte ihr noch helfen. Der letzte Stiefel allerdings bedurfte des todesmutigen Sturzes und diverser mathematischer Berechnungen des richtigen Ziehwinkels unseres wahren Helden des Tages: Klausi-Mausi. Ein Mann für alle Fälle und unbedingt zu empfehlen! ;-)

Nachdem wir auch dieses Abenteurer vollzählig überlebt hatten, ging es am Abend nach kurzer Verschnaufpause (und Stempel sammeln) wieder in den Wald. Dieses Mal ins Biberland. In der verschneiten Idylle abgestorbener Bäume hatten wir Glück: ein Biber präsentierte sich Stöckchen knabbernd sehr fotogen vor den Kameras. Durchgefroren und zufrieden ging es zum Feuer in unser Waldhüttchen und bei Wein, Ende-der-Welt-Eintopf und Picadas verfielen wir ins schon bekannte "Rudelmassieren" und ließen den Tag unter wohligem Schnurren ausklingen.

02 Dez. 2009 • Ushuaia - Buenos Aires

Panoramablick Ushuaia
Jacarandá Blüte in Buenos Aires

"Zurück in die Großstadt"

Heute hieß es Abschied nehmen vom Ende der Welt in Ushuaia und zurück ging es in die Großstadtmetropole Buenos Aires. Es sollte auch alles klappen. Alle durften mitfliegen, sämtliche Koffer waren da und pünktlich waren wir auch. Und im Hotel kannte man uns auch noch. Da blieben nun nur noch ein paar Stunden zum letzten bummeln und shoppen. Oder wie Jürgen es ausdrückte: 6.45 Uhr aufstehen 7.30 Uhr Frühstück 8.30 Uhr Taxifahrt zum Flughafen 9.30 Uhr einchecken 10.15 Passieren der Sicherheitskontrolle 10.15- 11.15 Warten 11.45 Uhr Abflug 14.50 Uhr Ankunft Buenos Aires 15.20 Transfer zum Hotel 15.45 - 20.00 Freizeit Dies war bis hierher ein sehr schwieriger aber mathematisch korrekter Einblick in die Welt der Prosa.

Zum Abschluss der Reise wird es noch einmal ein wenig besinnlich. Wir freuen uns noch ein letztes Mal auf einen schönen Abend mit "Heineken" (Heike), einem nächtlichen Spaziergang durch BsAs und einen Absacker in der Bar um die Ecke :-)

03 Dez. 2009 • Madrid - Buenos Aires

Adios Argentina
Calafate-Beere ;-)

Auf nach Europa

So, nun ist es also soweit, die Reise nimmt ein Ende und es heißt nun, Euch sicher durch den Check-In zu bringen ;-) und Abschied zu nehmen. Es war eine intensive, spannende, lustige, aufregende Zeit mit Euch, die ich immer in Erinnerung behalten werde. Habt einen guten Flug und kommt gut zu Hause an! Ihr seid eine tolle Truppe!

Auf ein Wiedersehen hier in Argentinien. Es ist da ja noch was offen, nicht wahr? :-)

Alles Liebe
Eure Heineken (Heike)