Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

31 Okt. 2009 • Frankfurt - Santiago de Chile

LAN Chile

Ab nach Südamerika

Nach einem langen Zwischenstopp in Madrid, der uns einen Stadtbesuch mit der Metro erlaubte, fliegen alle Gruppenteilnehmer noch unerkannt (suchende Blicke "Wer könnte zu uns gehören?") um 23.50 Uhr pünktlichst ab. Eine lange Nacht über dem Atlantik und über Südamerika erwartete uns, ehe wir in Santiago landeten. Das Abenteuer kann los gehen!!!

01 Nov. 2009 • Santiago - Buenos Aires

Blick auf Santiago
Fischmarkt in Santiago

Viva la presidenta!

Zeitig am Morgen fuhren wir zum Flughafen und der Zeitpunkt war gekommen, an dem wir uns von Omar verabschieden mussten. Wir flogen alleine weiter nach Santiago de Chile. Diana, unser Guide für diesen Tag, holte uns ab und nach einem kurzen Stopp im Hotel brachen wir auf zur Stadtführung.

Aufgrund des Nationalfeiertages hatte alles geschlossen und viele Strassen waren abgesperrt. Dafür fuhr Michelle Bachelet, die Präsidentin von Chile, im Mercedes Cabrio an uns vorbei! Es wurde ein großes Tamtam gemacht - Militär- und Polizeikapelle spielten auf, die Reitergarde ritt vorne weg und die Garde marschierte. Ganz Santiago feierte!

Ein spätes leckeres Mittagessen und ein toller Blick auf Santiago von San Cristóbal aus rundeten den Tag ab.

02 Nov. 2009 • Buenos Aires - Buenos Aires

Folgt der Kuh
Muede aber noch mehr erkundet...

Buenos Aires City Tour

Nach einer herzlichen Begrüßung am Flughafen und einer kurzen Fahrt zum Hotel ging unsere City Tour schon los. Wir folgten dem "Ruf der Kuh" und spazierten im Regen durch Puerto Madero um dort unsere ersten saftigen Steaks und gelungene Desserts zu verspeisen.

Gestärkt fuhren wir nach La Boca und lernten die bunten Häuser und den Hafen kennen. Der Wettergott erhörte unser Bitten und es klarte auf. Wir tranken genüsslich Bier und Wein auf San Telmos Plaza Dorrego und besuchten anschließend die geschichtsträchtige Plaza de Mayo. Wir erfreuten uns an der andersartigen Fauna in den Parks und bestaunten einen entrückt tanzenden Jüngling ;-)

Unser Rundgang wurde abgerundet durch die einladende Beleuchtung der Calle Corrientes und den Oblelisco mit der riesigen Avenida 9 de Julio. Wir lachten viel, sprachen über Kuriositäten und Eigenarten in Argentinien und kamen uns als Gruppe näher. Wir sind noch zu großen Steigerungen fähig, nachdem wir unsere müden Glieder erholt haben!

03 Nov. 2009 • Buenos Aires - Buenos Aires

Radeln ist schoen, vor allem durch B.A.!
El Rosedal

Buenos Aires entdecken!

Nach einem leckeren Frühstück brachen wir um 10.00 Uhr zum Torre los Ingleses und der Plaza San Martin auf um unsere orangenen Fahrräder in Empfang zu nehmen. Bei Sonnenschein radelten wir gut gelaunt los, um die nördlichen Stadtteile von Buenos Aires zu erkunden. Nach gewaltigen Avenidas und vielen Hochhäusern erreichten wir Recoleta, einen vornehmen Stadtteil, in dem das Museo de Bellas Artes und die pompöse Jura-Uni stehen.

Entlang der Av. Libertador, einer 35 km langen Straße (die wir natürlich nicht komplett abfuhren :-)) erreichten wir Palermo. Wir bestaunten unzählige Monumente, Skulpturen und wunderschöne Villen des ehemaligen Aristokratenviertels, in dem zahlreiche Botschaften untergebracht sind, ehe wir die Bosques de Palermo, die grüne Lunge von Buenos Aires, erkundeten. Die Parkanlage besteht aus dem japanischen Garten, einem Planetarium, dem Zoo und dem Rosedal, in dem 15.000 blühende Rosen auf uns warteten. Alle waren hin und weg von deren Schönheit und am liebsten hätten wir die flauschigen Babygänse mitgenommen, die sich im Gras und im See tummelten. Unter einem 200 Jahre alten Gummibaum stärkten wir uns mit einem leckeren "Alfajor" (Keks, Schoki & Milchkaramell) und probierten unseren ersten Matetee.

Danach besuchten wir den Friedhof Recoleta, auf dem auch "Evita" begraben liegt mit vielen anderen Persönlichkeiten. Eine Gruft ist schöner als die andere! In San Telmo angekommen, haben alle den Nachmittag "frei bekommen". Abends genossen wir in La Boca eine Tangoshow und ein Dinner mit viel Wein. Müde und zufrieden fielen wir um 1h in unsere Betten…

04 Nov. 2009 • Puerto Iguazu

endlose Strassen auf dem Weg nach Iguazu
der nette chauffeur

Reisetag

Den heutigen Morgen hatten alle zur freien Verfügung. Einige besichtigten das in Restauration befindliche Theater "Colon", andere gingen zur Kathedrale auf die Plaza de Mayo und einige nutzen die Zeit um auszuschlafen oder um herum zu spazieren.

Um 14h gings los zum Retiro, dem riesigen Busbahnhof in Buenos Aires. Wir warfen uns in die bequemen Sessel, sahen die Landschaft an uns vorbei ziehen, genossen das leckere Essen und den guten Service an Bord. Wir hatten viel Zeit um uns auszutauschen und um die letzten ereignisreichen Tage Revue passieren zu lassen ehe wir morgens um 7h in Iguazu ankamen.

05 Nov. 2009 • Puerto Iguazu

Somewhere over the rainbow...
Paeuschen im Park!

Ankunft in den Subtropen

Um 7.30 h morgens kamen wir in Iguazu an. Beim Aussteigen spürten wir die 38 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit. Unser Fahrer wartete schon auf uns und nach einem super Frühstück mit frischen Früchten bezogen wir unsere Zimmer. Gleich danach ging es los in den Nationalpark, auf der argentinischen Seite. Unser local guide Tatjane erklärte uns viel über die Flora und Fauna im Dschungel (bunte Schmetterlinge, Coatis, Eidechsen, Palmenarten usw.) und einige von uns entschieden sich gleich an der "gran aventura" teil zu nehmen und sich eine erfrischende Dusche im Schnellboot unter den beeindruckenden Wasserfällen zu genehmigen.

Danach erkundeten wir die verschiedenen Pfade im Park und staunten über die wunderbare Natur, ehe es zu unserem absoluten Highlight, dem Teufelsrachen ging. Ein kleiner Zug brachte uns dorthin. Staunend, mit offenem Mund genossen wir den Rundblick auf 270 Wasserfälle und tausende von Kubiklitern herunterstürzende Wassermassen.

Danach sanken wir zufrieden in die Stühle eines Cafes und stießen mit einem Bierchen auf den außergewöhnlichen Tag an. Abends trafen wir uns im Hotel und drehten eine kleine Runde im Ort, die mit einer "picada" aus Oliven, Käse und Salami und einigen Fläschchen Wein den Tag abrundete.

06 Nov. 2009 • Puerto Iguazu

Typische Lieder aus Misiones!
Heimo schneidet seine Geburtstagstorte an!

auf nach Brasilien

Heute durften wir etwas länger ausschlafen, ehe unser Fahrer Miguel uns nach Brasilien brachte. Der Grenzübergang klappte zügig und somit konnten einige von uns in den schön ausgebauten Vogelpark gehen und die über 800 verschiedenen Spezies bewundern. Danach trafen wir uns alle im Nationalpark.

Die brasilianische Seite der Cataratas bietet einen wunderschönen Panoramablick über die zahlreichen Wasserfälle. Alle waren begeistert. Der Höhepunkt ist die lange Brücke vor der Teufelsschlucht, bei der wir alle nass gespritzt wurden. Die hohen Temperaturen trockneten uns aber schnell.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, einige besuchten die Edelsteinminen Wanda und kauften sich funkelnde Amethysten ein. Abends wartete ein authentisches Asado auf uns, das uns der Einheimische Fahrer Oscar und seine Familie zubereiteten. In seinem Barrio sangen wir zu Gitarrenmusik, tranken Wein und feierten den 66. Geburtstag von Heimo mit einer Torte. Gunther überraschte uns mit seinen Zaubertricks. Ein rundum schöner Tag. Morgen gehts von den Subtropen nach Bariloche, Patagonien.

07 Nov. 2009 • NP Nahuel Huapi - Bariloche

in Iguazu am Flughafen
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Von den Subtropen ab nach Patagonien!

Nach dem Check out um 10 Uhr und einem leckeren Frühstück haben wir noch ein paar Stunden Zeit, ehe unser Flug nach Patagonien los geht. Es werden fleißig Postkarten geschrieben, einige drehten noch mutig ein Ründchen durch die Stadt bei Nieselregen. Heute werden wir ca. 3000 km zurücklegen und abends in Bariloche ankommen. Uns erwartet eine abgelegene romantische Lodge mitten im Nationalpark. Wir freuen uns alle auf stille, traumhafte Landschaften!

Um 22 Uhr kommen wir in Bariloche an, von 38 Grad auf 4 Grad. Carlos fährt uns durch den dunklen Nationalpark Nahuel Huapi bis zur "Pampa Linda" und wir werden zum Mitternachtsmahl empfangen. Der Tisch ist schoen gedeckt, das Essen super lecker, und Carmen - die "Perle" Argentiniens" liest uns jeden Wunsch von den Augen ab. Danach gehts in die kuschligen Betten. Dunja erinnert uns daran, dass wir um 9.15 Uhr in Bergausrüstung abmarschbereit sein müssen.

08 Nov. 2009 • NP Nahuel Huapi

Trekking
Gunther auf dem Gipfel!!!

Mitten im Nationalpark Nahuel Huapi

Um 8 Uhr beginnt der Tag. Alle staunen über die Bergkulisse, wenn sie aus dem Fenster schauen. Carmen serviert frisch gepressten Orangensaft, Hollundermarmelade etc. - und dann brechen wir zur 5 stündigen Wanderung auf. Wir stapfen bald durch Schnee bis zum Talschluss, wo wir die Lawinen herunter donnern hören. Das ist Patagonien: Wind, Schneeflocken, Sonnenstrahlen, uralter Waldbestand und ein paar Frühlingsboten in Form von orange rot blühenden Calafate Sträuchern (Berberitzen).

Unser Guide weiß viel zu erzählen. Der erste Berggipfel fällt schneebedingt klein aus. Um 20 Uhr gibt es wieder ein köstliches Abendessen und anschließend ein Dessert am Kamin und eine "Sitzung" mit Bier und Wein und Gunther als Zauberkünstler. Dunja hat wie immer alles bestens im Griff.

09 Nov. 2009 • NP Nahuel Huapi - Bariloche

Panoramablick vom cerro Campanario
Teepause bei frischer Brise

Circuito Chico - Cerro Campanario - San Martin

Nach dem letzten super Frühstück in Pampa Linda geht unsere Tour schon um 7.30 Uhr weiter. Wir fahren über den NP Nahuel Huapi zurück Richtung Bariloche und bestaunen während des "Circuito Chico" türkisfarbene Seen und uralten Bäume, das teure Hotel Llau Llau, süße Bernhardinerwelpen, die zum Fotoshooting bereit stehen, und fahren anschließend mit dem Sessellift hoch auf den Berg Campanario, um das Seenpanorama von oben zu betrachten. Danach machen wir einen Stop in Bariloche und alle genossen die leckere Schoki nach schweizer Art und ein heißes Getränk.

Auf Schotterpisten ging es weiter, wir erkundeten die 7 Seen Route. Die Fotospeicherkarten füllen sich schnell bei so vielen schönen Ausblicken!!! Am Abend erreichen wir das pittoreske San Martin de los Andes und freuen uns auf einen entspannten Abend.

Doch dann gab es noch eine unerwartete Schrecksekunde. Uns wurde mitgeteilt, dass ein Streik an der chilenischen Grenze begonnen hat. Der Fahrer Carlos und Dunja holten Infos ein, und zum guten Schluss konnte die Reise normal und ohne Änderungen fortgesetzt werden konnte. Ab nach Chile!!!

10 Nov. 2009 • San Martin de los Andes

Der maestaetische Vulkan Lanin
Die Vulkanampel steht auf gruen. Beste Aussichten

Über die grüne Grenze!

Nach einer heißen Dusche und Frühstück brachen wir alle mit unserem Fahrer Carlos auf Richtung chilenische Grenze auf. Der Himmel strahlte blau und die Sonne ließ den schneebedeckten Gipfel des Vulkans Lanin leuchtend erstrahlen. Araukarien und kleine Wasserfälle säumen den Weg. Die Landschaft ist einfach herrlich!

Der Grenzübergang klappte wunderbar. Jetzt sind wir in Chile! Vom NP Lanin geht es bergabwärts, die Aussichten ändern sich: saftig grüne Wiesen und Bäume, Kühe, Schafe und kleine romantische Holzhäuschen säumen die Straße. Wir machen einen Stopp und erkunden einen Tante Emma Laden, aus dem fremdartige Musik dröhnt und in dem es wieder völlig andere Speisen und Getränke gibt. Gestärkt kommen wir in Pucón an, ein schönes Städtchen am Fuße des aktiven Vulkans Villarica.

Bei dem frühlingshaften Wetter drehen alle ein Ründchen in der Stadt, danach planen wir die Ausflüge für den kommenden Tag: Vulkanbesteigung, Trekking etc. Elisabeth und Robert kommen zufrieden von ihrer Fahrradtour, die zu einem Mapuchedörfchen führte, zurück und berichten von den typischen Speisen und Spielen, die sie kennen lernen durften. Einige von uns haben sich noch ein leckeres Abendessen zubereitet. Danach ging es ab ins Bett, denn morgen früh um 6.30h gehen unsere Touren los.

11 Nov. 2009 • Pucón

Auf dem Vulkangipfel angelangt!!!
Fuesse abkuehlen (vom heissen schwarzen Vulkansand

Am Fuße des Vulkans Villarica

Für alle um 6.30 Uhr Frühstück (wie von Dunja angekündigt das Allerbeste, das wir bisher auf der Reise hatten). Leider haben wir - Gunther, Gerd, Heimo, Herta - nur ein paar Minuten Zeit, denn wir müssen um 7 Uhr zur Ausrüstungsausgabe (Steigeisen, Pickel, Helm, Gamaschen etc) ins Bergführerbuero. Der Vulkan Villarrica (2784 m) ruft! Der Rest der Gruppe hat eine große Trekkingtour durch den Nationalpark Huerquehue vor. Ein Traumtag - einfach unbeschreiblich schön!!

Nach 5,5 h Aufstieg durch Schnee und Eis stehen wir auf dem Krater des Vulkans, und aus dem Schlund steigen immer wieder große Gas-Dampfwolken auf. Wir sind uns einig (obwohl wir alle sehr erfahrene Bergsteiger sind): Paradiesisch schön!!! Der Abstieg ist großteils eine tolle Rutschfahrt auf unseren (geschützten) Hinterteilen. Auch bisher unvorstellbar für uns alle!

Um 16 Uhr zurück in Pucon trinken wir mit unseren chilenischen Bergführern mehrere "cerveza" (Bier). Wir sind heute die größten Glückspilze! Um 20h fahren wir alle 12 in ein uriges Thermalbad und entspannen unsere müden Muskeln im Thermalwasser unter chilenischem Sternenhimmel.

12 Nov. 2009 • Puerto Montt - Pucón

die türkisblauen Saltos Petrohue
Puerto Montt bei Sonnenuntergang

On the road again!

Nach dem super Frühstück bei German in Pucon wurden wir von unserem Fahrer abgeholt und 450 km Strecke warteten auf uns. Anfangs nutzte jeder die Fahrt, um ein Nickerchen zu halten, danach sahen alle neugierig die schöne frühlingshafte Umgebung an: uralte Eukalyptusbaeume, Ginster, saftige Wiesen, getäfelte Holzhäuschen etc.

Wir aßen in Frutillar, das wie ein belebtes Freilichtmuseum ist (wegen seiner pittoresken Häuschen), zu Mittag. Es gab leckeren Schweinebraten mit Reis und ein Eis. Danach setzten wir unsere Reise fort, um nachmittags die tuerkisblauen Wasserfälle im NP Petrohue zu bestaunen.

Der Wettergott meint es gut mit uns: während wir im Bus saßen, war es grau und trüb, sobald wir ausstiegen, riss der Himmel auf und die Sonne kam heraus!

Gegen 19 Uhr kamen wir in Puerto Montt an, bezogen schnell unsere Quartiere, um im Hafen frischeste Meeresfrüchte, Fisch und den Sonnenuntergang zu genießen. Heute ist unser letzter Tag mit festem Boden unter den Füßen. Morgen gehts an Bord der Navimag!!!

13 Nov. 2009 • Puerto Montt - Puerto Natales

schöne Fjorde!
Die Navimag Evangelista

Ab auf die Navimag!

Um 10 Uhr ist einchecken bei der Navimag. Wir sind unser großes Gepäck los und haben bis 14 Uhr Zeit für einen Stadtbummel und ein Lunch. Um 16 Uhr sind alle "KGs" (Kabinengemeinschaften zu viert) auf dem Frachtschiff Evangelistas (130 m lang) eingezogen und wir stechen pünktlichst in See.

Das Wetter ist zwar nicht strahlend schön, aber noch ist es warm am Tag durch die chilenischen Fjorde. Die See ist ruhig, und wir genießen das beschauliche Leben: Auf Deck spazieren gehen, pünktlich 3 gute Mahlzeiten, im Salon die Bar besuchen, lesen, schreiben, plaudern, stricken, Mittagsschläfchen etc. Kartenspielen und immer wieder "Deckrunden" mit vorbeiziehenden Fjordlandschaften.

14 Nov. 2009 • Puerto Natales - Patagonische Fjorde

Pisco Sour trinken in der Bar, lecker!!!
wilde See und schwankendes Schiff...

2. Tag Navimag

Der 2. Tag fängt schon stürmisch an und am Nachmittag wirds fast ungemütlich. Unsere echten Seebären, auch Bärinnen tut es nichts, aber die Hälfte der 150 Passagiere ist die Lust auf ein so schwingendes Abendessen vergangen. Für einige kommt die Pille gegen Seekrankheit zu spät und sie hängen über der Reling ;-)

Wir werden bis 4 Uhr auf der offenen, stürmischen See fahren und dann erst wieder in ruhiges Fjordgewässer gelangen. Aber schlafen tun wir trotzdem alle gut in unseren "Sardinenschachteln". Es gibt genug saubere WCs und heiße Duschen.

15 Nov. 2009 • Puerto Natales - Patagonische Fjorde

In the middle of nowhere: Puerto Eden
der gigantische Gletscher Pius XI

3. Tag Navimag

Am 3. Tag werden die Frühaufsteher von einer Gruppe Orkawale begrüßt. Der Fjord ist ruhig, und die Berge sind weiter oben mit Schnee bedeckt. Das Wetter ist okay (es könnte noch viel schlechter sein) und der Pius XI-Gletscher (der größte Lateinamerikas, Santiago de Chile passt locker in seine Flaeche rein!) an den die Evangelista ganz nah heranfährt, zeigt sich in wunderschönen Blautönen. Viele, viele Fotos werden geschossen.

Davor haben wir in Puerto Eden Fracht abgeliefert und einheimische Passagiere aufgenommen. Wie sie in dieser kargen Gegend leben können ist fuer uns Mitteleuropaer schwer vorstellbar! Wir bewundern immer mehr die frühen Seefahrer und Entdecker! Abschlussabend mit Musik und Bingo.

Am Morgen ab 6 Uhr erwarten wir die Durchfahrt durch die engste Stelle unserer Fjordreise. Es zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen! Schön ist es hier, es könnte ein wenig wärmer sein. Puerto Natales in Sicht - wie werden unsere Zeltnächte in Torres del Paine sein???

16 Nov. 2009 • Ushuaia - Patagonische Fjorde

fazinierende Kulisse!
Der Hafen in Puerto Natales

Eine neue Stadt erkunden!

Um 10 Uhr morgens legt die Evangelista im Hafen von Puerto Natales an. Wir warten auf unser Gepäck und wundern uns über die komplizierte Organisation der Crew ;-) Letztendlich hat jeder sein Gepäckstück wieder und alle brechen neugierig zur ersten Stadterkundung auf.

Heute haben wir auch noch das Hotel gewechselt und sind ein viel schöneres gezogen. Mittagsschläfchen wurden gehalten, ehe wir uns bei Nancy zum Briefing für die morgen startende Trekkingtour in Torres del Paine, trafen.

Danach wurde noch Wanderausruestung geliehen, wie Stöcke, Gamaschen und Regencapes. Wir beten zum Wettergott, dass er uns gnädig ist. Heute gehen wir alle früh schlafen, packen unsere sieben Sachen zusammen und starten dann frisch und wanderlustig ins Abenteuer.

17 Nov. 2009 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Auf dem Weg ins Valle Frances
Traumhafte türkise Seen und schöne Bäume

Ab zum Trekking!

Um 7 Uhr soll uns der Bus abholen, aber inzwischen wissen wir schon, dass "chilenische Zeit" nicht mit unserer deutsch-österreichischen Pünktlichkeit ident ist. Was solls! Das Wetter scheint besser zu werden. Um 9:30Uhr müssen wir den Katamaran am Lago Pehue erreichen, mit viel Gas und einem Schweinsgalopp der gesamten Truppe erwischen wir ihn außer Atem.

Aber dann wirds richtig traumhaft: Die Sonne scheint auf den türkisfarbenen windgepeitschten See und dahinter tauchen die schneebedeckten Torres auf. Himmlisch schön! Erster Trekkingabschnitt gemütlich bergauf, bergab bis zum Campamento Italiano 7,6 km. Die Bergsteiger haben gleich hoehere Ziele: Noch einmal 4km steil bergauf und wieder runter zum Valle Frances. Gletscherabbrueche blitzen blau und steile Gipfel ragen in den Himmel. Wieder runter und 5,5 km bis zum Refugio Los Cuernos.

Wir haben zwar alles am Vortag telefonisch reserviert, aber "chilenisch" ist alles anders, und unsere gute Dunja, die zur Bergsteigerin mutiert, ist fast am verzweifeln. Aber um 19:30Uhr haben alle ein Dach - sprich Zelt und Schlafsäcke und Isomatten, und es gibt sogar noch ein toll funktionierendes gutes Abendessen fuer alle. Wir verkriechen uns alle schnell und träumen von den Torres.

18 Nov. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Jause in der Huettn! (das ist oesterreichisch!)
Auf dem Weg zum Refugio Chileno

2. Tag

Schaut nicht gut aus das Wetter: Leichter Nieselregen. Wir sind aber bestens ausgerüstet und los gehts um 8 Uhr. Die Sonne kommt wieder, fast kein Wind und die wunderschöne patagonische Berglandschaft macht die 6 Stunden Wanderzeit kurzweilig.

Um 15 Uhr sind wir alle endlich auf dem Refugio chileno. Der Nebel fällt wieder über die Torres und wir verbringen den Rest des Tages in der gemütlich warmen Hütte, mit Duschen, Kaffee, Wein und exzellentem Abendessen.

Der Tag hat sich doch an unsere Beine und Rücken (jeder trägt doch ganz schön) angehängt und Nachtruhe ist wieder bald, da es um 6h schon wieder Tagwache heißt. Robert und Sissy müssen vorher in die 3. Etage des Stockbetts aufsteigen!

19 Nov. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Weidende Guanakoherden vor smaragdgrünem See
Wir bestaunen die erhabenen Torres im wechselnden

3. Tag

Wir sind einfach Glückspilze! In der Nacht hat es geregnet und geblasen. Jetzt schauen die Torres in der ersten Morgensonne zum Frühstück herein. Los gehts: alle gehen mit: Hinauf zum Mirador los Torres (880m) ein teilweise sehr steiler Pfad zum schönsten Ausblick auf Felsen und Gletschersee. Selbst wir "Hartgesottenen aus den Alpen" sind überglücklich oben angekommen zu sein. Hinunter gehts zur Hosteria Las Torres (Gehzeit insgesamt wieder 6 h, wo wir von einem Bus abgeholt werden. Wir essen ganz typisch in einer Estancia (Lamm am offenen Feuer) Herrlich!

Dann gibts noch eine Pferde-Rodeovorführung und wir können den Prozess des Schafscherens live miterleben! Durch die unendliche Weite Patagoniens mit Guanakos, Schafen, Pferden und Rindern fahren wir 70 km zurück nach Puerto Natales.

Ein schönes Hotel nach 2 Campingnächten in den Bergen lässt uns richtig entspannen! Danke an Dunja (Unseren Berg-Guide Angelo haben wir nicht gebraucht, die bisher nicht Bergsteiger sind von Gunther vorbildlich betreut worden)

20 Nov. 2009 • Puerto Natales

In El Calafate, ob das Haus auch der Präsidentin g
Der Lago Argentino, strahlend blau!

Der naechste Gletscher wartet, ab nach Argentinien

Heute Morgen, nach einer bequemen Nacht in einem warmen Bett und einem leckeren Fruehstueck, wurden wir vom Bus am Hotel abgeholt. 2 Grenzuebergaenge und dementsprechend langwierige "Prozeduren" warteten auf uns. An der argentinischen Grenze wurden einige von uns wegen "Apfelschmuggels" herausgezogen, aber es passierte nix Schlimmes, außer, dass sie uns teilweise abgenommen. Wir bekamen einen interessanten Einblick in das Büro der Grenzbeamten, in dem eine Tischtennisplatte für den Zeitvertreib steht. Ist halt nix los in den Tiefen Patagoniens ;-) Wir fuhren weiter und staunten über die unendliche Steppe und Weite auf der argentinischen Seite, in der Provinz Santa Cruz. Am Busbahnhof wurden wir schon von Jose Manuel, unserem Fahrer erwartet, und er brachte uns in eine schöne Hosteria im Zentrum El Calafates. Nach ein paar Tipps zur Nachmittagsgestaltung zogen alle los, um Naturreservate, Museen oder Estancias zu besuchen und um frische Luft zu schnappen. Der Wind ist eisig, aber nachmittags hat uns wieder die Sonne begruesst. Hoffentlich scheint sie auch so schön, wenn wir morgen am Perito Moreno Gletscher stehen!

21 Nov. 2009 • El Calafate

Sissi, Liesel und Robert vor dem Perito Moreno Gle
Observe the observer! Herta in der patagonischen S

Faszinierendes Patagonien!

Nach einem schönen Frühstück in der warmen Stube der Hosteria Austral wurden wir pünktlich von unserem Fahrer Juan Manuel und Viviana, der lokalen Reiseführerin, abgeholt. Wir legten gut 70 km bis zum Nationalpark zurück, machten einige Fotostopps und erreichten schließlich bei Nieselregen den ersten Aussichtspunkt auf den Perito Moreno Gletscher. Alle stiegen danach auf das Schiff, das uns 200 m nahe an dieses Wunderwerk der Natur annäherte. Nach weiteren 6 km im Bus kamen wir auf der anderen Seite des Gletschers an, und wir stärkten uns mit einem sehr gelungenen, leckeren Picknick - Käse, Oliven, Salami, Wein, Gancia etc - für die Stufen und Balkons, die uns ganz nahe an den Gletscher heranführten. Wir gerufen kam die Sonne heraus und der spektakuläre Blick auf das funkelnde Blau des Perito Moreno wurde noch einmal verstärkt. Sprachlos und staunend verharrten wir still, hörten das Kalben und donnern! Grüne Bäume, rote Feuerbüsche und zwischendrin der majestätische Gletscher - diese Schönheit der Natur ist schwer beschreibbar und muss einfach live erlebt werden!!!! Sehr zufrieden und gerührt von den Eindrücken kehrten wir nach El Calafate zurück, um gleich danach unsere Reise ins rund 200 km entfernte, nördliche Ende des NPs, nach El Chaten, anzutreten. Die Sonne ließ die unendliche Steppe Patagoniens goldgelb leuchten, der Lago Argentino strahlte blau und der Tag verabschiedete sich, als wir in unserer Hosteria, im Mitten von Nichts, ankamen. Fast alle gingen früh zu Bett, um frisch fuer den Fitz Roy zu sein.

22 Nov. 2009 • El Chalten

Wir haben den Fitz Roy im Blick!!!
Das strahlende Türkis der Laguna Sucia (dreckige L

Wir erwarten strahlende Gipfel

Um 8.30 h kam Sergio, ein fitter Bergsteiger, zu uns in die Hosteria, um die Wanderroute für den Tag zu besprechen. Daraufhin gingen wir gleich motiviert los.

Unser Trek war auf 8 h und 22 km veranschlagt. Durch Wälder und nette Pfade stiegen wir langsam immer höher, zunächst waren die gewaltigen Zacken der Gipfel im Wolkennebel verschleiert, aber je höher wir stiegen, desto blauer wurde der Himmel. Wir haben ein sagenhaftes Glueck mit dem Wetter, immer in den entscheidenden Momenten!

Die letzte Teilstrecke ging durch Schnee und Geröll steil bergauf und dann hatten wir ihn vor uns, den gigantischen Fitz Roy in strahlendem Sonnenschein, seine Nachbarberge, eine vereiste Lagune und die einmalige, türkisblaue Laguna sucia! Spektakulär!

Nach 3 weiteren Stunden Abstieg und weiteren Lagunen, kehrten wir in die Bierstube und in die Hosteria ein. Die Beine machten sich bemerkbar, aber für solche Ausblicke lohnt es sich etwas zu leiden. Das obligatorische Rotweinchen und die heiße Dusche rundeten den Tag gelungen ab und dann hieß es früh ins Bett gehen, denn um 4h ist wieder Tagwache *wie Herta immer sagt*…

23 Nov. 2009 • Ushuaia - El Chalten

Sonnenaufgang bei El Chaten!
Der Leuchtturm Escalaires im Beagle-Kanal bei Ushu

Ab zum Ende der Welt!!!!

Um 5h fahren wir von El Chaten ab. Es beginnt zu dämmern, alles ist noch dunkelblau, nur die Zacken der Berge leuchten weiß auf, die Kontraste sind einmalig, ein schöner Abschied von El Chaten! Wir gehen nach El Calafate zurück, um unseren Flug nach Ushuaia "die Bucht die sich nach Osten öffnet" zu nehmen.

Alles klappt reibungslos und wir kommen pünktlich in unserem sehr schönen Hotel an, gegen Mittag. Edith und Gunther treten ihre Tour zu den Insel Martillo und den Magallanpinguinen an, und die restliche Gruppe kehrt in einem antiquarischen, schönen Lokal mit selbstgebrautem Bier und leckerer Pasta und Burgern zum Mittagessen ein, bevor sie ihren Bootstrip zur Vogelinsel, den Seelöwen und dem Leuchtturm im Beagle Kanal antritt. Die entspannte Fahrt endet um 18h und alle erkunden das Innenstädtchen.

Endlich haben wir den Stempel vom Ende der Welt im Pass und auf den Postkarten! Hier ist man nicht häufig. Die Atmosphäre ist besonders hier, das letzte Stück Zivilisation, bevor nach vielen Kilometern, das ewige Eis der Antarktis beginnt. Im Hafen ist reger Schiffsbetrieb. Morgen geht es ab in den Nationalpark Tierra del Fuego!

24 Nov. 2009 • Ushuaia

Die Kajakfahrt bis zum Ende der Panamericana
Still beobachten wir das Biberparadies

NP Tierra del Fuego

Um 9.30h werden wir nach einem gemütlichen Frühstück von Franco "El Fiasco" und Leo abgeholt, um in den Nationalpark Tierra del Fuego zu gehen. Der Tag beginnt mit einer Kajakfahrt und alle amüsieren sich köstlich. Es wird gepaddelt was das Zeug hält.

Wir erreichen das Ende der Ruta Panamericana, die 13.000 km lang ist, in Alaska startet und bis Ushuaia reicht. Die Jungs fahren uns danach ein paar Kilometer weiter zum "Wigwam", in dem wir uns beim Mittagessen mit einer Picada, Wein und Hähncheneintopf stärken, ehe wir 3 h durch die verwunschene Märchenlandschaft im NP wandern.

Zwischendurch ist unser Robert abhanden gekommen. Wir wollten ihn aufsammeln beim Männerklo, aber er ist inzwischen zum Parkplatz zurück gelaufen. Wir haben alle Hasen erspäht, nur Robert nicht! Danach stellte sich heraus, dass er sich einer anderen Reisegruppe angeschlossen hat und sich in deren Bus gesetzt hat, da er dachte wir hätten ihn verlassen :-) Sehr amüsant!

Nach einem kurzen Stopp im Hotel werden wir wieder abgeholt, um Biber zu beobachten. Wir laufen durch sumpfige Stauseen, die Sonne spiegelt sich ruhig in auf dem Wasser der Biberresidenzen, wir verharren still und spähen. Ein paar Biber lassen sich blicken, aber Dunja schafft es sie mit einem lauten Platscher ins Wasser zu verscheuchen.

25 Nov. 2009 • Ushuaia - Buenos Aires

Vom Vortag ein nettes Gruppenfoto
Fast so selten wie ein Puma: Gerd auf einem Foto!

Zurück in der Metropole!

Wir hatten Zeit, um zu packen und um gemütlich zu frühstücken, ehe es um 10.45h zum Flughafen ging. Dort waren die Verhältnisse wie im Mittelalter, als das Computersystem ausfiel und alle Boardingtickets von Hand geschrieben werden mussten. Zum Glück sind wir immer rechtzeitig am Start!

Nach 3 h Flugzeit landeten wir im heißen, schwülen und regen Buenos Aires. Ein totaler Kontrast nach der stillen Naturlandschaft Patagoniens! Wir kamen gut im Hotel an, jeder hatte den Nachmittag zur freien Gestaltung.

Abends liefen wir gemeinsam zum letzten Abendessen zum Puerto Madero. Dort gab es so leckere Steaks, dass wir wieder der Kuh folgten und dort hin gingen. Ein sehr gemütlicher Abend, an dem wir alles nochmals gut gelaunt Revue passieren ließen, ein wenig melancholisch wurden, nette Portraitfotos knipsten und Adressen austauschten. Spät spazierten wir wieder zurück durch den beleuchteten Hafen und die letzte Nacht in Argentinien bricht an….