Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

21 Nov. 2009 • Buenos Aires

Die Gruppe beim Willkommensessen
Christian und Fäbu

"Herzlich Willkommen in Argentinien"

Von Santiago ging es heute früh mit dem Flieger nach Buenos Aires. Reiseleiter Fabian erwartete die Gruppe bereits. Nachdem man sich vor Ort mit argentinischen Pesos eingedeckt hatte, fuhren wir mit dem privaten Transfer und Fahrer Juan zum Hotel im Zentrum der argentinischen Hauptstadt.

Nach kurzem Aufenthalt dort ging es auch gleich direkt weiter. Mit Taxis fuhren wir ins Hafenviertel Puerto Madero, wo wir uns mit Renzo und Sebastián vom viventura Büro zum Willkommensessen trafen. Wir durften uns freuen über riesige Berge leckeren Fleisches, gute Salate und Saucen, köstliche Weine und süßem Nachtisch. Außerdem wurde das Gruppen-Maskottchen mit dem Namen "Fäbu" feierlich getauft (siehe Foto).

Gestärkt begannen wir anschließend unsere heutige City-Tour. Mit dem Stadtbus fuhren wir ins pittoreske Stadtviertel La Boca, bekannt für seine bunten Häuser, den Tango und den Fußballclub Boca Juniors. Bei leichtem Nieselregen drehten wir eine Runde über das Gelände des "Caminito". Weiter ging es nun mit dem Bus über San Telmo bis zur Plaza de Mayo, dem Herzen der Stadt. Hier befinden sich u.a. der Präsidentenpalast, die Kathedrale und das ehemalige Rathaus. Der geeignete Platz also um etwas über die Geschichte und Entwicklung von Buenos Aires zu berichten.

Der Abend war frei; auf dem Weg zum Hotel wollten einige noch das bekannte Café "Tortoni" besuchen. Ein Bierchen zum Tagesabschluss schien für andere auch eine nette Idee.

22 Nov. 2009 • Buenos Aires

Kanufahrt im Delta
Vorfreude bei Stefan und Uwe

Kanufahrt im Tigre-Delta

Heute ging es vom Zementdschungel in die subtropische Vegetation. Gut 30 km vom Zentrum der Hauptstadt liegt Tigre und das bekannte Delta. Und dieses wollten wir gerne kennenlernen. Beim Club Hispano warteten auch schon Lucas, Juan und Rodrigo, unsere lokalen Führer, mit ihren kanadischen Kanus auf uns. Auf einer zweistündigen Tour entlang der Kanäle und Wasserwege der ersten Sektion des "Tigre-Deltas" lernten wir einiges über das Leben "auf der Insel". Stärken konnten wir uns bei einem zwischenzeitlichen Stopp im Refugio mit selbstgemachten Kuchen und warmen Getränken. Das Wetter war heute ideal, es war nicht zu heiß und demnach auch nicht so viel los auf dem Wasser.

Der Tour endete auf der Insel "El Alcazar", wo wir kurz auf das Motorboottaxi warteten, welches uns zurück in den Hafen von Tigre bringen würde. Im Hafen angekommen konnten wir nicht wiederstehen den köstlichen frischgemachten Fruchtsäften von "Frutilandia". Fahrer Juan brachte die Gruppe dann wieder zum Hotel in Buenos Aires, wo der Nachmittag zur freien Verfügung stand.

Ein Teil der Gruppe besuchte den berühmten Floh- und Antiquitätenmarkt in San Telmo, ein besonderes Highlight an einem Sonntag in der argentinischen Hauptstadt. Außerdem wurde die Zeit genutzt um sich ein wenig auszuruhen, denn am Abend besuchten wir eine Tango-Show. Dort tauchten wir ein und ließen uns verzaubern vom Nationaltanz bei gutem Essen, schöner Live-Musik und super Tänzern.

23 Nov. 2009 • NP Nahuel Huapi - Bariloche

Die Gruppe auf dem Campanario-Berg
Wie zu Hause in der Schweiz - Brigitte und Martin

Nach Patagonien!

Nach dem Frühstück brachte uns der private Transfer zum nationalen Flughafen in Buenos Aires. Nach einer kleinen Verzögerung begann unser langersehnter Flug nach Patagonien. Ziel war die Hauptstadt des argentinischen Seengebietes San Carlos de Bariloche. Am lokalen Flughafen wurden wir empfangen vom lokalen Guide Federico und unserem Fahrer Carlin. Als Überraschung hatten sie leckere Schokolade für uns dabei - denn nicht nur der schneebedeckten Berge und Seen wegen hat die Region den Beinamen Argentinische Schweiz. Unsere vier Schweizer fühlten sich schon wieder ganz wie zu Hause ;-)

Als erstes machten wir einen Stopp im Zentrum Bariloches, wir nahmen uns die Zeit uns dort etwas umzusehen. Anschließend begaben wir auf die sogenannte "Kleine Rundfahrt" mit wunderbaren Aussichtspunkten. Das Highlight war die Sesselliftfahrt auf den Campanarioberg und der anschließende 360-Grad-Panoramablick auf schneebedeckte Berge und Seen der Region.

Nach einem Supermarktbesuch machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft im Nationalpark Nahuel Huapi und gelegen zu Füßen des mächtigen Tronadors (3478m). Spät und im Dunkeln erreichten wir das Ziel. Ausklingen ließen wir den Tag nach dem Essen in der kuscheligen Kaminecke.

24 Nov. 2009 • NP Nahuel Huapi

Zu Fuße des Gletschers Castaño Overa
Stefan - genoss die Wanderung bestens ausgerüstet

"Die erste Wanderung in Patagonien"

Heute stand unsere erste Wanderung in Patagonien auf dem Programm. Nach dem Frühstück um 8:30 Uhr (ausschlafen- juhuuu) trafen wir uns mit Colo, unserem lokalen rotharigen irisch-deutsch-patagonischen Wanderführer. Ziel des Ausfluges war der Gletscher Castaño Overa…

Der Aufstieg war wunderbar - nur Cathy (Carin) trat in den Matsch - beim Abstieg regnete es in Strömen. Egal, wir sind in Patagonien. Als Belohnung wartete am Abend das Kaminfeuer - das unsere Wanderschuhe zum schmelzen brachte - und Rotwein in Pampa Linda auf uns.

25 Nov. 2009 • NP Nahuel Huapi

Reitausflug auf Pampa Linda
Der schwarze Gletscher ders Tronadors

"Der berühmte Schwarze Gletscher"

Heute stand der erste freie Tag der Reise auf dem Programm. Keiner wollte jedoch nur ausruhen und die Füße hochlegen. Angesichts des guten Wetters wollte die Gruppe den sogenannten Schwarzen Gletscher erleben…

Die Kavallerie bestand aus Carin, Fabi, Martin, Brigitte, Chrissi und Andy (und Doris, aus dem konkurrierenden Regiment). Die Infanterie setzte sich aus Christian, Cornelia, Claudia, Evi, Stefan, Uwe und Seppi zusammen.

Am Abend trafen sich alle wieder zum Abendessen und dem Kampf ums Feuer. Nicht zu vergessen der lang ersehnte Blick auf das Kreuz des Südens…

26 Nov. 2009 • Puerto Varas

Kayakabenteuer in Patagonien
Der "Donnerberg" bei Sonnenaufgang

"Über die Anden nach Chile"

Ein langer Reisetag stand uns bevor. Der Tronador-Donnerberg verabschiedete sich von uns mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Um 7:30 Uhr brachen wir schließlich auf.

Rund zwei Stunden später erreichten wir den See Gutierrez, an dem wir Fede - unseren lokalen Guide - zum Kajaken erwarteten… Fäbu - unser Maskottchen - lernte an diesem Tag schwammen und tauchten und Stefan hätte "es" dabei fast erwürgt ;-)

Die Reise ging weiter nach Chile, die beiden Grenzübergänge ließen wir dabei ohne Probleme hinter uns. Kaum hatten wir den Pass der Anden überquert änderte sich schlagartig das Landschaftsbild - die Gruppe bekam den Eindruck einer deutschen Landschaft vor rund hundert Jahren. Highlight der Fahrt waren die vielen Vulkane (u.a. Osorno und Calbuco), welche wir zwar auf Entfernung aber bei toller Sicht bewundern konnten. Ziel war das am Ufer des Llanquihue-Sees gelegene Puerto Varas. Zum Abendessen wurden diverse lokale (explodierende) Biere probiert…

27 Nov. 2009 • Puerto Varas

Die Wasserschnellen von Petrohue
Königskrabben im Fischmarkt von Angelmo

"In den chilenischen Fjorden - Teil 1"

Am frühen Morgen verließen wir schon wieder Puerto Varas in Richtung Anden. Vorbei am schönen Llanquihue-See näherten wir uns dem wolkenverdeckten Vulkan Osorno. Zu dessen Füßen befinden sich die bekannten Saltos de Petrohue, beeindruckende Wasserschnellen (auch "Wasserdinger" genannt), welche wir auf Laufstegen bestaunen durften…(*Staun*)

Die Reise ging weiter nach Puerto Montt: Einchecken auf der Navimag, Einkaufen, Congrio (Seeaal) essen in Angelmo und Happy Hour mit Pisco Sour zur Einstimmung von unserem großzügigen "Guido".

Endlich ging es an Bord und alle gemütlichen und kuscheligen Kajüten wurden bezogen. Das Essen und der Pisco Sour schmeckten an diesem Tag noch hervorragend… Die einzigartige Schifffahrt durch die chilenischen Fjorde konnte beginnen.

28 Nov. 2009 • Patagonische Fjorde

Bei Traumwetter in den Fjorden - Claudia, Seppi, A
Fotobegeistert! - Uwe an Bord der Navimag

"In den chilenischen Fjorden - Teil 2"

Nach der ersten Nacht an Bord der Navimag traf sich die Gruppe zum leckeren und ausgiebigen Frühstück in der Kantine. Wie an jedem Tag folgte im Anschluss eine Informationsveranstaltung für den jeweiligen Tag mit Tipps und Hinweisen.

Für heute stand als Highlight die rund 12h Fahrt auf offener See auf dem Programm. Gegen 16 Uhr sollte es langsam unruhiger werden… Bis dahin wurde die Zeit genutzt zum lesen, Postkarten schreiben, Musik hören und Fotos machen etc. Vorsorglich nahmen einige Leute schon einmal die mitgebrachten Tabletten gegen Seekrankheit ein.

Die Situation war für die meisten neu und wurde demnach unterschiedlich empfunden. So gingen einige recht früh in ihre Kojen zum ausruhen, andere blieben bis spät in die Nacht auf…

29 Nov. 2009 • Punta Arenas - Patagonische Fjorde

Auf Puerto Eden inmitten der chilenischen Fjorde
Während der Fiesta - Claudia, Fäbu, Evi und Seppi

In den chilenischen Fjorden - Teil 3

Der Morgen danach… - viel gab es beim Frühstück zu berichten, schließlich war die letzte Nacht keine gewöhnliche. Zum Glück blieb es recht ruhig, uns wurde später berichtet, dass die Wellen "nur" 4 Meter hoch waren. So ging es uns allen gut und wir konnten das Essen genießen.

Für heute standen einige Highlights auf dem Programm. Zudem war das Wetter super, so dass wir den ganzen Tag die schroffe und wilde Landschaft der Fjorde bewundern durften. Zunächst passierten wir eines der vielen Schiffswracks und kurz darauf die Figur der Stella Maris, Patronin der Seefahrer. Zur Mittagszeit erreichten wir Puerto Eden, ein kleines Fischerdorf mitten in den Fjorden. Hier hatten wir die Gelegenheit für eine Stunde an Land zu gehen und hautnah zu erleben wir u.a. die letzten Kaweshkar-Ureinwohner leben.

Am Nachmittag machten wir einen Abstecher zum flächenmäßig grössten Gletscher Südamerikas, dem Pio XI, zugehörig dem Großen Patagonischen Eisfeld. In den kommenden Tagen sollten uns noch mehr Gletscher des Eisfeldes begegnen.

Nach dem Abendessen traf man sich im Pub des Schiffes. Zunächst Live-Musik von Cristobal, dann Bingo und im Anschluss Abschiedsparty mit DJ und Discokugel. Weit nach Mitternacht gingen dann auch die letzten Feierer ins Bett.

30 Nov. 2009 • Ushuaia - Puerto Natales

Ankunft in Puerto Natales
In den chilenischen Fjorden

In den chilenischen Fjorden - Teil 4

Der letzte Morgen an Bord der Navimag. Ein bisschen Wehmut kam auf beim ein oder anderen Gruppenmitglied. Gerne wäre man noch ein wenig weiter gefahren durch die einzigartige Landschaft der chilenischen Fjorde. Doch das nächste Highlight ließ nicht lange auf sich warten. Morgen würde nämlich unser Abenteuer Torres del Paine beginnen. Und dafür mussten wir noch einige Vorbereitungen treffen. So besorgten wir im Supermarkt alles notwendige zum Essen, bevor wir in der Unterkunft das Equipment (Kocher, Schlafsäcke, Zelte etc.) ausprobierten und unsere Rucksäcke packten. Aber es war natürlich auch Zeit in der lokalen Schoko-Fabrik die ein oder andere Spezialität zu probieren.

Zum Abendessen trafen wir uns später in einem netten Restaurant wo wir das leckere Essen, frisch gezapftes Bier und Pisco-Sour genossen und auf hoffentlich trockene Tage im Paine anschießen.

01 Dez. 2009 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Landschaft im Torres del Paine
Kochen à la Suisse auf dem Campingplatz

Torres del Paine - Teil 1

Sehr früh brachen wir heute auf in Richtung des schönsten Nationalparks Chiles - Torres del Paine. Die Landschaft des Parks ist gekennzeichnet durch Berge, Seen, Lagunen, Flüsse, Gletscher und wunderbare Flora und Fauna. Am See Pehoe bestiegen wir schließlich einen Katamaran, welcher uns über den See zum Canmpingplatz des Paine Grandes brachte. Hier begann endlich unsere Wanderung. Tagesziel war der Camping Los Cuernos, gelegen zu Füssen der beeindruckenden "Hörner" und am Ufer des schönen Sees Nordenskjöld.

Zum Glück blieb es heute trocken, einzig ein 15-minütiger Schneesturm!!! überraschte uns. Ansonsten genossen wir das Trekking durch die tolle Gegend. Nachdem wir am Tagesziel unsere Zelte aufgebaut und uns ein wenig ausgeruht hatten, trafen wir uns bei den Schweizern zum Abendessen. Leckere Teigwaren (manche würden auch Nudeln dazu sagen) mit Tomatensoße wurden serviert, echt super! Genau das Richtige nach dem heutigen Tag. Um 22 Uhr hatten wir es uns alle in unseren Schlafsäcken gemütlich gemacht. Gute Nacht!

02 Dez. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Fäbu, Fabi, Carin, Seppi, Claudia und Evi vor dem
Das Ascencio-Tal im Torres del Paine

Torres del Paine - Teil 2

Nach unserer ersten Nacht im Zelt trafen wir uns am Morgen zum Frühstück. Unsere Schweizer hatten bereits heißes Wasser gekocht. Nach der morgendlichen Stärkung wurden die Zelte abgebaut und los ging es. Heutiges Tagesziel war der Campingplatz Chileno im Ascencio-Tal. Die ersten paar Stunden der Wanderung führten entlang des riesigen Nordenskjöld-Sees. Direkt zu Beginn war uns klar es sollte ein sehr warmer Tag werden. Die Landschaft war anders als gestern aber alles andere als weniger beeindruckend. Wir nahmen uns alle Zeit um in Ruhe zu wandern und entsprechend genießen zu können.

Am Nachmittag erreichten wir den Camping Chileno. Es war ein super Tag, nahezu wolkenfrei. Deshalb nutzte ein Teil der Gruppe die seltene Gelegenheit die "Torres" (Türme) frei zu erleben und stieg bereits heute auf zu dem Aussichtspunkt. Die anderen Gruppenmitglieder genossen das tolle Wetter bei einem Bierchen von der Berghütte aus.

Nach dem Abendessen, diesmal gab es Spaghetti, ging man etwas früher zu Bett, um fit zu sein für den möglichen nächtlichen Aufstieg zu den Türmen.

03 Dez. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Uwe und Fäbu vor dem Paine-Massiv
Christian und die Guanacos

Torres del Paine - Teil 3

Bereits um 2:30 Uhr klingelte heute morgen der Wecker, doch leider gaben uns die Wolken am Himmel zu wenig Hoffnung auf einen späteren Sonnenaufgang bei den Torres…

Um 7:30 Uhr klingelte das zweite Mal der Wecker und nach einem ausgiebigen, leckeren Frühstück in freier Natur begaben wir uns zu dem Abstieg zur Hosteria Las Torres. Dort wurden wir pünktlich um 12 Uhr mit Bierchen empfangen und komfortabel zur Estancia Las Manantiales - mit vielen Fotostopps und weltbesten Aussichten - gebracht. Dort genossen wir ein köstliches Lamm auf patagonische Art und kamen in den Genuss einer Schafschur-Show.

Dann ging es weiter zum chilenisch-argentischen Grenzdorf Cerro Castillo und von dort zurück nach Puerto Natales. Ein letztes Abendessen auf chilenischen Boden im "Rincon del Tata" bereitete uns einen perfekten Abschluss zu einer traumhaft schönen und unvergesslichen Tour durch das Paine-Massiv.

04 Dez. 2009 • El Calafate - Puerto Natales

Heißer Tag und kühles Bier - Carin, Seppi, Claudia
Andy feiert Geburtstag!

Die Hauptstadt der Gletscher

Um 7:00 Uhr wurden wir komfortabel direkt vor Nancys Haustür vom öffentlichen Linienbus abgeholt und über die Grenze zurück nach Argentinien gebracht. Die Fahrt dauerte rund 3 Stunden durch die berühmt-berüchtigte patagonische Steppe und (einige waren der Meinung Hunderte) Kondore kreisten aasgeil über uns.

Nach der schikanösen chilenischen Touristen- Passkontrolle erreichten wir den Busterminal der Gletscherhauptstadt von El Calafate. Abgeholt wurden wir von Juan Manuel (stets in bequemer Jogginghose), unserem Fahrer für die kommenden 3 Tage. Nachdem wir unser Hotel bezogen hatten, genossen wir einen freien Tag bei schöner Musik, leckerem Bier und Essen (bis auf Seppi, der warten musste). Vor dem Abendessen trafen wir uns im Hotel, um anzustoßen mit und auf Andy, der heute Geburtstag hatte. Später ließen wir den Tag im "La Vaca Atada" wunderbar ausklingen…

05 Dez. 2009 • El Calafate - El Chalten

Der Perito Moreno bei schönstem Wetter
Gute Laune auf der Fahrt nach El Chaltén

Zu Besuch beim schönsten Gletscher der Welt

Ungewohnt spät, um 9 Uhr, sind wir Richtung Nationalpark "Los Glaciares" aufgebrochen, um den weltweit berühmten Moreno-Gletscher zu besuchen. Zuerst sind wir mit dem Schiff im sogenannten Einsschollen-Kanal gefahren, um den Gletscherabbruch mitzuerleben… und wie sollte es auch anders sein, wenn Engel auf Reisen sind, ein riesiges Stück Eis rutschte mit apokalyptischen Getöse in unmittelbarer Bootsnähe ins Wasser. Bei schönstem Sonnenschein genossen wir das einmalige Live-Erlebnis.

Auf der Fahrt nach El Chaltén wurde die Zeit mit Rotwein, Keksen und "Maná" versüßt. Tagesziel - nach vielen Fotostopps - war die Cerve, die lokale und inoffizielle Bierstube Patagoniens, wo wir bei tollem Essen und süffigem Bier wieder einen wunderbaren Tag auf perfekte Art und Weise ausklingen ließen…

06 Dez. 2009 • El Chalten

Gruppenfoto vor dem Massiv des Fitz Roy
Poincenot und Fitz Roy (3405m)

Wanderung zum berühmten Fitz Roy

Um 8:30 Uhr trafen wir uns mit local Guide Luis im Hotel. Mit einem Transfer verließen wir El Chaltén und fuhren entlang des Rio de las Vueltas in nördlicher Richtung zur Hosteria El Pilar. Dort begann unsere Wanderung zum berühmten Fitz Roy (3405m). Durch einen märchenhaften Wald á la Patagonia näherten wir uns dem Objekt unserer Begierde.

Auf dem Weg kamen wir vorbei am Gletscher Piedras Blanca, dem Campingplatz Poincenot und überquerten einen Fluss, wo wir uns mit herrlich frischem Bergwasser versorgten. Im Camping des Rio Blanco teilte sich schließlich die Gruppe. Ein Teil blieb hier zurück und genoss die Chance, um in aller Ruhe und ganz entspannt auf der Wiese in der Sonne zu baden.

Die anderen wollten noch mehr: 400 Höhenmeter waren noch zu bewältigen bis zur Laguna de los Tres. Näher konnten wir dem Massiv des Fitz Roys nicht kommen. Oben angekommen hatten wir zwar eine perfekte Sicht, doch leider hatte sich die Sonne hinter den Wolken versteckt. Neben der Laguna de los Tres befindet sich rund zweihundert Meter tiefer die Laguna Sucia, eine Esmeralda-farbene Gletscherlagune und einfach nur wunderbar! Und als hätten wir sie für diesen Moment bestellt… die Sonne zeigte sich wieder in ihrer vollen Pracht.

Nach dem Abstieg trafen wir uns alle wieder und machten uns auf den Weg nach El Chaltén. Diesmal machten wir einen Abstecher zur Laguna Capri, wo es sich einige nicht nehmen ließen, die Füße im erfrischenden Nass zu baden. Auf dem Weg erhielten wir außerdem noch traumhafte Blicke auf das Tal de Rio de las Vueltas. Um 18 Uhr waren wir zurück im Dorf. Der Abend war frei. Ein Teil der Gruppe ging lecker Fleisch essen, der andere wieder in die Bierstube. So wurde der einmalige Tag auf perfekte Weise abgeschlossen.

07 Dez. 2009 • Ushuaia - El Chalten

Gruppenfoto in Ushuaia
Steife Brise auf dem Beaglekanal

"Ans Ende der Welt"

Heute hieß es früh aufstehen. Um 5.45 Uhr wurden wir abgeholt von unserem Fahrer Juan Manuel. Wir durften einen wunderbaren rotleuchtenden Fitz Roy beim Sonnenaufgang erleben. Rund 2h dauerte nun die Fahrt durch die Steppe und vorbei an den Seen Viedma und Argentino zum Flughafen von El Calafate.

Endlich war es soweit, um 10 Uhr ging unser Flieger nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Diese befindet sich auf der großen Insel Feuerland zwischen dem Beaglekanal und den Anden. Dort angekommen bezogen wir die Hotels und hatten rund 2h Freizeit für erste Erkundungen, bevor auch schon das nächste Highlight auf uns wartete.

Mit dem Schiff "Barracuda" befuhren wir den berühmten Beaglekanal. Rund drei Stunden dauerte die Fahrt vorbei an den Bridges-Inseln mit Seelöwen und diversen Seevögeln (hauptsächlich Kormorane) sowie "Les Eclaireurs", dem "Leuchtturm am Ende der Welt". Die Sonne schien fast die ganze Tour über, doch leider machte uns der starke Seegang ein wenig zu schaffen. Nach der Fahrt waren wir alle froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben ;-) Eine heiße Dusche im Hotel hatten wir uns wahrlich verdient.

Am Abend trafen wir uns zum Essen im "Haus der Meeresfrüchte". Hier hatte die Gruppe die wunderbare Gelegenheit Königskrabbe am Ende der Welt zu probieren. Aber auch andere Spezialitäten des Hauses waren sehr empfehlenswert. Zum Tagesabschluss genehmigten wir uns noch das eine oder andere Beagle-Ende-der-Welt-Bier im südlichsten Irish-Pub der Welt.

08 Dez. 2009 • Ushuaia

Kanufahren in den Gewässern des Beaglekanals
Ein Biber auf Feuerland

Ein Tag im Nationalpark Feuerland

Nach dem Frühstück wurden wir abgeholt von Franco und Leo, den heutigen lokalen Guides. Ziel war der Nationalpark Tierra del Fuego, wo unser erstes Ziel die lokale Poststation in der Ensenada-Bucht war. Hier durfte man sich einen ganz besonderen Ende-der-Welt-Stempel abholen.

Weiter ging es dann zum Lago Roca, wo wir uns die Kanubekleidung (siehe Foto) anzogen. Von hier aus wollten wir eine entspannte Fahrt bis in Lapataia-Bucht machen. Die Fahrt in den Gewässern des Beaglekanals war nicht zuletzt wegen des sonnigen Wetters eine echte Wohltat, jedoch bemerkten wir kurz vor der Einfahrt in die Bucht wo die Tour enden sollte, dass sehr starker (Gegen-)Wind aufgekommen war. Dementsprechend mussten wir alles geben und dank unserer Teamfähigkeit schafften wir es, auch wenn wir dabei teilweise ordentlich nass wurden. Wir befanden uns nun am Ende der Ruta 3, dem südlichen Ende der Panamericana-Straße. Von hier aus ging es mit dem Bus zurück zum Campingplatz Lago Roca, das Mittagessen erwartete uns bereits.

Gestärkt und leichtfüssig (dank des köstlichen Rotweines) machten wir anschließend eine schöne Wanderung, bei der wir tolle Blicke auf den Beaglekanal und die Berge hatten. Danach wurden wir zurück ins Hotel gebracht, kurzer Aufenthalt und nach einer Stunde auch schon wieder abgeholt. Diesmal verließen wir die Stadt gen Nordosten. Wir wollten nämlich auf Biberbeobachtung gehen. Dank des tollen Wetters hatten wir sehr lange Sonnenlicht, was uns die Beobachtung erleichterte. Glück (wenn man das bei uns überhaupt noch so nennen kann) hatten wir und bekamen einige Biber zu Gesicht.

Später suchten wir das Refugio, die Hütte mitten im Wald, auf und machten es uns bei Kaminfeuer gemütlich. Zunächst wurden uns von Franco und Leo Wein und Snacks, dann Linseneintopf serviert. Und da es sich bei dem heutigen Essen um unser letztes gemeinsames und damit um das so genannte Abschiedsessen handelte, nutzte Fabi die Gelegenheit, um sich bei seiner Gruppe für die schöne Zeit zu bedanken.

Zurück in Ushuaia ging ein Teil der Gruppe noch auf ein letztes Bierchen ins Irish-Pub.

09 Dez. 2009 • Ushuaia - Buenos Aires

Seppi beim Abendessen in Recoleta
Landung in Buenos Aires

Rückkehr in die argentinische Hauptstadt

Für 12:30 Uhr wurden Taxis zum Flughafen bestellt. Die Zeit vorher wurde noch einmal dazu genutzt, Souvenirs und Weihnachtsgeschenke für die Daheimgebliebenen zu besorgen. Mit dem Flieger verließen wie schließlich das Ende der Welt und flogen zurück in die Hauptstadt Buenos Aires. Planmäßig kamen wir an und erreichten unser Hotel kurz vor 19 Uhr. Am Abend besuchten wir eine lokale Bierstube im Stadtteil Recoleta. Dort aßen wir zunächst lecker, tranken diverse Biere und erwarteten Mitternacht. Denn der morgige Tag war ein besonderer für Carin… sie hatte Geburtstag und wir wollten reinfeiern. So stießen wir an mit Champagner auf das Wohle unserer Carin. Feliz Cumpleaños!

10 Dez. 2009 • Buenos Aires - Buenos Aires

Im Stadtteil Retiro
Carin hat Geburtstag!

Fahrradtour durch die Straßen von Buenos Aires

Nach dem Frühstück marschierten wir über die Plaza San Martin zum Ex-Englischen Turm, wo unsere Fahrradtour in den Norden der Stadt beginnen würde. Silvina und Marcelo waren die lokalen Guides. Los ging es über die Hauptsverkehrsstraße Libertador im Statteil Retiro bis nach Recoleta. In Palermo besuchten wir den Park 3 de Febrero und machten ein kleines Picknick mit Mate und Alfajores. Zurück in Recoleta besuchte die Gruppe den bekannten Friedhof, wo sich u.a. das Grab von Evita befindet. Die Tour endete später in San Telmo.

Es war sehr heiß heute. Wir hatten Hunger und Durst und Martin morgen Geburtstag. So lud er die Gruppe auf ein Bierchen und leckere Empanadas in einem netten Straßencafé ein. Nach dem Essen hatte die Gruppe den Rest des Tages frei. Man verabredete sich jedoch auf ein abendliches Essen im Hafen Puerto Madero. Da Fabi leider nicht dabei sein konnte verabschiedete und bedankte er sich hier bereits von Cornelia, Christian, Brigitte und Martin. Die vier würden morgen bereits sehr früh nach Iguazu in den Norden des Landes aufbrechen, um dort die atemberaubenden Wasserfälle kennen zu lernen. Mit dabei war übrigens auch Fäbu, die Kuh. Was mit ihr geschehen würde wissen wohl nur die Schweizer… ;-)

11 Dez. 2009 • Frankfurt - Buenos Aires

Abschiedsfoto vor dem Weihnachtsbaum
Langsam wirds ernst... - Evi und Claudia beim Chec

Abschied aus Argentinien

Der letzte Morgen in Argentinien. Um 11 Uhr wurde die Gruppe abgeholt und von Fabi zum internationalen Flughafen in Ezeiza gebracht. Nach dem erfolgreichen Check-In hieß es leider endgültig Abschied nehmen. Fabi wünschte Evi, Claudia, Carin, Seppi, Chrissi, Andy, Uwe und Stefan einen guten Heimweg und alles Gute.

Über Santiago de Chile flog die Gruppe nach Madrid und von dort weiter nach Deutschland.