Reisetagebuch viActive Patagonien - 05.11.2009
Reisebericht | Tour vom 05.11. - 28.11.2009
"Ich habe mich sehr schwer von euch trennen können!!! Ihr wart meine Familie und Freunde während dieser Tage und werde Euch nie vergessen. Wir waren hungrig, müde, wollten nicht mehr laufen aber unser gruppen zusammenhalt hat uns kraft gegeben, habe selten so gelacht !!!!! Werde nie vergessen wie Beefy aus dem fenster gestürtzt ist und unsere pisco-sour im navimag. Alles flat oder was????? Angelo unser engel der uns über Torres del Paine geführt hat und Martin und Fede die uns bekocht haben in Tierra del Fuego... Ich war sehr gerne mit euch zusammen. Habe euch lieb.Isa"
Auf dem Weg zum Hotel können wir erste Eindrücke von Santiago an diesem herrlichen Frühlingsmorgen gewinnen. Doch dann erwartet uns die erste Überraschung. Im Glauben die Eingangshalle des Hotels betreten zu können, stehen wir plötzlich vor einer unglaublichen Treppe deren Ende nicht zu sehen ist...
Nachdem aber alle Hürden genommen sind, brechen wir auch gleich zu unserer Stadrundfahrt auf, Prásidentenpalast "La Moneda", über den Plaza de Armas bis wir schließlich etwas fußlahm in der Markthalle zur "Rast" einfahren. Von einem leckeren Fischessen gestärkt, bringt uns der Bus zum Aussichtspunkt Santiagos, den Berg San Cristobal, hoch mit der Bergbahn... Abends lassen wir bei einem gemütlichen Abendessen und Pisco Sour ausklingen
Wir haben unser neues Reisemitglied Beefy begrüßt, nach unserem schönen Mittagessen ging unsere Tour nach La Boca und San Telmo weiter, wir fuhren mit dem Bus. Beefy (unserer Kuh) ist aus dem Fenster geflogen und Daniela ausgestiegen, um sie zu retten, nach dem Schreck sind wir bis Plaza Dorrego Richtung Hotel, alle waren so erschöpft, dass wir den Abend mit ein kühles Bier beendet haben.
Morgen werden wir abgeholt um einen wunderbaren Tag im Delta del Tigre zu verbringen... Gute Nacht
Spruch des Tages:Markus meinte, er würde lieber Wein trinken als im Trekking ertrinken...
In einem Bootshaus haben wir eine Pause eingelegt und haben selbstgemachten Kuchen und Mate getrunken. Gestärkt sind wir die Kanäle weiter gepaddelt bis wir im Alcazar angekommen sind um Mittag zu essen und etwas zu entspannen, dann ging es wieder zurück mit einem Schnellboot zum Puerto Tigre, wo wir abgeholt wurden und zum Hotel zurück sind.
Heute Abend Tango-Show im Astor Piazolla... Morgen fliegen wir früh nach Bariloche.
Zurück im Bus wurden wir mit heißem Tee und frischem Gebäck zur Stärkung überrascht. Sahen wir wirklich so verfroren aus? 2°C und leichten Schneefall kannten wir doch von daheim! Haben wir bezweifelt, solche Temperaturen in Südamerika vorzufinden? Wo gibt es hier das angepriesene Speiseeis und ist es wirklich so hervorragend? Werden wir es probieren? Spruch des Tages:
Fede bei "frühlingshafter" Temperatur von 5°C: "Wenn ihr Eis essen wollt, ..." Antwort einer vermummten Gestalt (unschwer als Cliff zu erkennen: "Eis? I only have to lick my finger!"
Aufgeregt und voller Vorfreude weiht die Gruppe ihre Trekkingsausrüstung auf dem 6-Stunden-Marsch ein. Bei herrlichstem Frühlingswetter geht es durch Matsch und über Bäche, vorbei an Bambuspflanzen, die sich der rauhen Natur angepasst haben und stolz über den frisch gefallenen Schnee erheben. Angekommen am Aussichtspunkt, bietet sich ein wundervoller Blick auf den Gletscher Tronador, der hellblau und türkis schimmert. Während unserer Rast ist immer wieder das "Donnern" herabstürzender Eisblöcke zu hören. Viel zu zeitig, wegen der langsam in uns kriechenden Kälte, macht sich eine geschaffte und beeindruckte Gruppe auf den Rückweg.
Die Hosen und Schuhe haben erste Gebrauchsspuren, die Füße eine erste Vorahnung auf die vor uns liegenden Tage gewonnen. Wird das Wetter halten? Dürfen wir uns schon als Gipfelstürmer bezeichnen? Was machen wir ohne Colo, der uns "Brücken" in Sekundenschnelle errichtet hat? Unsere Devise: "Vamos ... a la playa!"
Spruch des Tages:Markus sitzt mit gequälten Gesicht vor einem halb vollen Topf mit Reis und Brühe. Isa will sein Bestes und zwingt ihn aufzuessen. "Ja, Mama." Isa: "Ich bin nicht deine Mama. Ich bin die Ersatzgestalt".
Ein weiteres Wunder der Natur dürfen wir nach ca. 1,5 Stunden Fußmarsch erleben. Am Ende der Gletscherzunge entdecken wir wundervolle Eisskulpturen umzingelt von kleinen smaragdgrünen Seen. Warum es der schwarze Gletscher ist, wird bei seinem Anblick klar. Kein funkelndes Eis, nur "falscher Marmor" - "Die Putzfrau ist im Urlaub".
Nach einem Picknick in der wunderbaren Frühlingssonne spielen wir Gauchos. Nachdem die Sprachbarrieren abgebaut sind, haben die wenigen Mutigen, welche sich zum Ausritt angemeldet hatten, die Pferde im Griff. Es geht ûber Stock und Stein und durch den Fluss. Das Wasser spritzt uns bis fast an die Ohren. Nach 2 Stunden sind wir wieder zu Hause. Haben die Pferde unser Herzklopfen gespürt. Wer wird sich nochmals aufs Pferd wagen? Tragen wir trotz gepolsterter Sättel blaue Flecken davon?
Spruch des Tages:10 Sekunden Stille genießen!
Der Mascardi liegt ruhig mit spiegelglatter Oberfläche vor uns. Ideal für den anstehenden Kajakausflug. Nach kurzer Einführung zum Gebrauch der Paddel, planschen wir alle damit im Wasser herum. Es dauert jedoch nicht lange bis die ersten Wettstreite entflammen und die Paddel im gleichen Takt schwungvoll ins Wasser tauchen.
Die Reise führt uns weiter über die chilenische Grenze bis nach Puerto Varas. An der Grenze erfahren wir ein seltsames Prozedere. Alles Gepäck muss raus, da ja beinahe keine Nahrungsmittel nach Chile eingeführt werden dürfen. Der Suchhund legt willkürlich (?) seine Pfote auf einen Rucksack, der dann durchsucht wird.
Nach 2 Stunden ist aber auch das vorbei und wir können weiterfahren und die sich verändernde Vegetation betrachten. Nach unendlichen 6 Stunden Busfahrt erreichen wir unser Ziel und können es kaum erwarten, die Umgebung zu erkunden und unsere steifen Glieder zu bewegen. Gleich nach dem Check-in machen wir uns auf zum aus den Wolken lugenden Vulkan Osorno.
Im beschaulichen und übersichtlichen Städtchen laufen wir noch etwas herum und stocken in der Apotheke unsere Medizinvorräte auf. Durch deutliche Handzeichen auf den Hals meinen wir verständlich ausgedrückt zu haben, dass wir etwas gegen die Schmerzen im selbigen brauchen. Später erfahren wir jedoch, dass wir ein Rheumamittel erstanden haben. Glücklicherweise können wir dieses mit etwas Hilfe gegen Halsschmerztabletten eintauschen.
Kurz vorm Verhungern treffen wir im "Las Buenas Brachas" ein und genießen gemeinsam das hervorragende Essen. Ist Zeichensprache mit Händen und Füßen doch nicht international verständlich? Gibt es überall in Südamerika dieses leckere Rindfleisch?
Spruch des Tages:"Hab ich rote Augen?"
"Nein, blaue!"
Wieviel gute Laune hält so ein Schiff aus? Kann die nicht genutzte Frachtfläche in einen Partyraum umgewandelt werden? Wann gibt es den ersten Pisco Sour? "Ist der gut - ey."
Spruch des Tages:Anweisung vom Schiffssteward: "Wasser ist trinkbar, nicht aber aus der Kloschüssel." Schade wir hatten extra einen Strohhalm dabei.
In kleinen Gruppen sitzen wir mal im Speisesaal, mal in der Bar. Das Deck ist wegen des andauernden Regens eher wenig begehrt. Doch ist man zur richtigen Zeit am richtigen Ort bekommt man Delphine zu sehen. Ca. 2 Meter lang springen sie in Dreierformation aus dem Wasser, um blitzschnell wieder darin zu verschwinden. Der wenig fachkundigen Meinung der Schreiberin nach könnte es sich um Burmeisterdelphine handeln.
Langsam erreichen wir das offene Meer und damit Wellen von 3 - 4 Metern. Uns geht es auf Grund der Pillen gegen Seekrankheit (mehr oder weniger) ganz gut. Werden Delphine auch seekrank? Wann lässt das Schwanken nach? Hilft die Zitrone im Pisco Sour tatsächlich gegen Seekrankheit?
Spruch des Tages:"Hoffentlich bleibt das Essen drin."
Es folgt ein Vortrag zur Entstehung von Gletschern. Von denen es in Patagonien nicht wenige gibt. Den Pio IX sollen wir am Nachmittag noch passieren. Es dauert nicht lange, bis die Eismassen in Sichtweite kommen. Wir stehen an Deck und betrachten den näher kommenden Gletscherausläufer, der sich vor uns in das Meer ergießt. Große und Kleine, weiße und türkise, flache und kantige Eisschollen schwimmen uns entgegen. Vor uns türmen sich blaue Säulen aus Eis und Schnee auf. Gigantisch. Woher kommt das Wort Gletscher? Und wie entstehen Sie?
Spruch des Tages:Hier macht der Yeti Urlaub?
Allgemein wirken die einzelnen Häuser eher klein und man fragt sich, ob sie ausreichend Zimmer für eine Touristengruppe bieten. In unserem besonderen Fall, gab es auch etwas Verwunderung über die fehlenden Fenster und den Schutthaufen vor unserer Unterkunft. Aber wir vertrauen unserer Reiseleiterin, ihrem spanischen Temperament und der südamerikanischen Lebensart, alles kurzfristig organisieren zu können.
Die Gruppe sorgt im Gegenzug für die Verpflegung auf der Trekkingtour, so dass letztendlich alle ein Zimmer haben sowie ausreichend Lebensmittel, Feuchttücher und "Warmmacher" eingekauft werden. Jetzt fehlen uns nur noch die Zelte, Schlafsäcke und Isomatten. Diese werden uns von Andrea, der Hausherrin der gebuchten Unterkunft, zur Verfügung gestellt.
Neben der Ausrüstung bringt sie gleich unseren Tourguide Angelo mit. Er gibt uns einige Tipps, worauf wir beim Packen achten müssen und keinesfalls vergessen sollten. Besonders wichtig, die "Secret Socks", für warme Füße im Schlafsack. Da der Tag langsam zu Ende geht und wir noch die Backpacks vorbereiten müssen, gibt es heute Abendessen vom Lieferservice.
Überrascht es, dass man sogar in Chile Pizza via Heimservice bestellen kann? Sehen die Secret Socks wirklich niemals das Tageslicht? Sind wir gut genug vorbereitet?
Spruch des Tages:Laut Ankündigung an Bord müssen wir 20 Minuten auf unser Gepäck warten, daraus wurden ca. 2 Stunden. Dazu Antje: "Die spanische Viertelstunde."
Der führte uns zu einem nahe gelegenen Wasserfall und zu einem tollen Fotospott für den Torres del Paine. Um 12 Uhr überfuhren wir bei schneidendem Wind an Deck des Katamarans den See und schulterten erstmals unsere Rucksäcke. Mit schätzungsweise 13 - 14kg machten wir uns auf den Weg. Ein kurzer Stopp an der Wettervorhersagetafel verhieß 3 Tage Regen. Wir waren auf alles vorbereitet. Auf unserem Weg trafen wir den Surviver, einen einzeln stehenden Baum, der aufgrund seines Standortes zwischen 2 Bächen das Feuer 2005 überstanden hat. Das Gepäck war ungewohnt und machte uns allen zu schaffen. Belohnt wurden wir jedoch mit herrlichen Ausblicken auf grüne Hügel und schneebedeckte Gipfel.
Nach ca. 6h unterbrochen von einzelnen Pausen erreichen wir das Camp Cuernos. Wir waren froh, die laut Angelo "flat" (=flach, eben) Strecke hinter uns gebracht zu haben. Ab heute gab es für uns 2 neue Maßeinheiten: Angelo - flat, vergleichbar mit der Anstrengung ein 6-stöckiges Hochhaus mit Gewichten hoch zu rennen und Isa - flat, vergleichbar mit ebenerdig. Im Eiltempo wurden die Zelte aufgebaut und das Essen vorbereitet. Für unglaubliche 20 Euro ersteht Isabel für alle Bier. Nie hatten wir so schmackhafte Spagetti und küren Cliff zum besten Koch des Camps. Langsam begaben wir uns alle in die Zelte, doch die Kälte und die ungewohnten Geräusche ließen uns nur schwer in den Schlaf finden.
Werden wir die Nacht ohne Toilettengang überstehen? Welche Tiere schleichen nachts wohl durch das Camp? Gibt es hier wirklich Pumas? Spruch des Tages:
Die Pinguine (Elisabeth, Markus und Yvonne):"Die Betten waren warm, Dusche auch, Essen war lecker und gegessen haben wir für 11."
Schritt für Schritt arbeiten (!) wir uns vorwärts. Eine ausgiebige Mittagspause verbringen wir mit belegten Broten und Schokolade in der Sonne sitzend bzw. liegend. Auf dem weiteren Weg kommen wir an riesigen Granitfelsen vorbei, die kreuz und quer in die Wildnis gestreut wirken. Erzählt wird uns dazu eine Story, an deren Glaubwürdigkeit wir etwas zweifeln. Die Felsbrocken stammen angeblich von der Spitze des Torres und sind beim Herunterfallen zum menschlichen Grab geworden.
Nach ca. 6 Stunden erreichen wir mit letzter Kraft und viel Motivation unseres Guides das Camp Chileno. Unser Meisterkoch bereitet mit seinem neuen Assistenten Angelo eine neue Variation von Spagetti mit Soße zu. Die Kohlenhydrate sollen Kraft für den nächsten Tag bringen.
Außerdem ist heute Zeit, sich bei Wein und Wodka als Warmmacher besser kennenzulernen. Über Angelo erfahren wir, dass er vom Stamm der Queue stammt, in Puerto Natales aufgewachsen ist und außer Mountainguide auch als Kajaklehrer, Arzt und Bergsteiger unterwegs ist. Torres del Paine kennt er wie seine Westentasche. Von uns erfährt er, dass Deutsche Wodka mögen. Angelo seit heute auch. Ob das der Auslöser dafür ist, dass er sich Schimpansen ähnlich auf einen Baum schwingt und uns zu ruft: "I am checking the weather!" - wir wissen es nicht, amüsieren uns aber köstlich über die Szene und hoffen, dass er uns am nächsten Morgen tatsächlich rechtzeitig für den Aufstieg weckt.
Warum gibt es hier im Gegensatz zum Vortag Wein für ca. 5 Euro die Flasche? Haben wir uns zu sehr gehen lassen?
Spruch des Tages:Ulla über Angelo als er sich zum "Birdwatching" zurückzieht: "Wenn er sie gelesen hat, kann er sie gleich benutzen." Gemeint ist die Zeitung, die wir auf dem geheimen Klo der Guides vermuten, da er erst nach einer gefühlten Ewigkeit zurückkehrt.
Plötzlich standen die drei Torres vor uns, der Höchste ca. 2.850m, davor ein unerwarterter Lagunensee. Leuchtend und von der Sonne angestrahlt stand er da. Wir sind beeindruckt gewesen und die Anstrengung des Aufstiegs war schon fast vergessen. Der mitgebrachte Mate-Tee wärmte von innen. An den Geschmack haben wir uns auch schon etwas gewöhnt. Nachdem aus allen möglichen Positionen Fotos geschossen wurden, machten wir uns auf den Rückweg.
Der Hunger und die Aussicht auf eine warme Suppe trieben uns schneller voran. Nach einem leckeren Frühstück im gut geheizten Refugio Chileno ging es nur noch bergab dem Ende der Trekkingtour entgegen. Aus der einheimischen Vogelwelt sahen wir ein paar schwarze Ibise und Kondore, dann streckten wir alle viere von uns und entspannten im Gras in der Mittagssonne. Wir kehrten in einer traditionellen Estancia ein, erfuhren dort etwas über das Leben der Gauchos, das Rodeoreiten und das Schafe-Scheren.
Zurück in Puerto Natales mussten wir uns von Angelo verabschieden, der für uns schon fast zur Familie gehörte. Wie viele Engel sind unter uns, daß wir solch ein Glück mit dem Wetter haben? mögen die Schafe ihren neuen Haarschnitt? werden wir Angelo tatsächlich im Frühjahr wiedertreffen??? Spruch des Tages:
Morgenmuffel Cliff steht auf und wird erst von Isa aufgefordert:"Torres oder Tee?" und gleich darauf von Sven mit " Na, gute Laune" begrüsst
Wie bereits in den Reiseunterlagen vorgeschlagen, nutzen wir die Zeit im Bus, Schlaf nachzuholen und machen das gebuchte Nickerchen. El Calafate ist ein kleiner Ort, der sich in den letzten Jahren zum Touristenmagneten entwickelt hat und nun jährlich ca. 60.000 Touristen beherbergt.
Isa geht mit uns ins La Pajea, genießen gutes Essen, leckeren Wein und probieren das berühmte Calafate-Eis und -Mousse. Es heisst, wer sie gegessen hat, würde wieder hierher zurückkehren. Wir besuchen die kleinen und großen Souvenirläden und laufen ein wenig durch das Städtchen, welches eine Mischung von Westernsaloons und Blockhäusern aufweißt.
Warum ist El Calafate so ein beliebter Ort??? Werden wir Andenken und Mitbringsel für die Daheimgeblienene finden? Wie lang wird uns die Ohren betäubende Musik im Nachbarhaus unseres Hotels wach halten?
Spruch des Tages:Markus über Beefy: "Die hat so ein fetten Arsch, die passt hier nicht rein!"
Am Ziel angekommen, staunen wir über die 5km Breite des Gletschers, dessen Eismassen 60m aus dem Lago Argentino herausragen. Wir warten, ob Eisbrocken abstürzen. Zumindest hören wir ab und zu enorme krachen, solcher Abbrüche.
Nach langer Besichtungstour müssen wir weiter, da noch eine 3-stündige Busfahrt nach El Chalten vor uns liegt. Das 50 Einwohner Dorf erreichen wir gegen 23 Uhr. Das lässt uns 1 Stunde Zeit zur Vorbereitung von Champagner und Überraschungen. 24 Uhr: HAPPY BIRTHDAY ISA.
Ist die Überraschung gelungen???? Woher bekommen wir das Eis für unsere Drinks??? Wie lange werden die Feier???
Spruch des Tages:Cliff: "Quatsch mir doch nicht die Zähne wackelig..."
Zuerst bemerken wir den Cerro Solo mit seiner großen, ebenen Oberfläche, die mit einem schneeweißen Gletscher bedeckt ist. Der Himmel ist bedeckt, nur schwer kann man den Cerro Torre und Fitz Roy erahnen.
Wir suchen uns vorerst einen windgeschützten Platz am steinigen Strand, stoßen mit dem von Leo mitgebrachten und gut gekülten Sekt auf Isas Geburtstag an und essen die vorbereiteten Sandwichs. Und plötzlich zeigt sich die Spitze des Torres. Mehr und mehr lugt er aus den Wolken. Steilherabfallende Wände mit einer ca. 40m hohen Eispitze auf dem Gipfel, wurde erstmals 1959 erklommen und gilt als einer der schwierigsten Berge.
Den Tag beschließen wir mit einem gemütlichen Abendessen mit Wein und Pisco-Sour. Wie oft können wir noch ein Pisko-Sour genießen??
Spruch des Tages:Pisco-Sour....sind die lecker, Mann!!!!!
Gegen 12 Uhr erreichen wir unser letztes Ziel in Patagonien und damit das "Ende der Welt". Feuerland, Ushuaia. Die ganze Gruppe entscheidet sich für einen Ausflug zur Isla Martillo. Im Schnellboot geht es über den Beagle Kanal. Einige Kollonien von Magallan- und Papua-Pinguinen scheinen auf uns zu warten. In aller Seelenruhe watscheln sie über den Strand, brühten auf ihren Nestern oder lugen aus ihren Erdhöhlen zu uns hinauf.
Wieviele Touristen haben sie heute schon gesehen? wird die Rückfahrt mit dem Schnellboot wieder so zügig und eiskalt??? Wie wärmen wir uns danach auf???
Spruch des Tages:Ulla zu den schönen wetter in Ushuaia: "Da schwitzen ja die Pinguine."
Zur Stärkung für die Wanderung am Nachmittag gibt es ein liebevoll zubereitetes Picknick im Partyzelt. Bäume, Bäume nichts als Bäume und dazwischen Zwischenräume. Fede erklärt uns die Gründe für die vielen entwurzelten Bäume. Neben den Gefahren von Parasiten, Pilzen und Bibern, die den Bäumen schaden zufügen, ist der Boden so flach, dass er nicht viel Halt für deren wurzeln bietet.
Nach 3 Stunden Wanderung fahren wir zum Frischmachen ins Hotel. Dann geht es weiter, die nachtaktiven Biber auflauern. Wir laufen durch die sumpfige Landschaft, um die Bauten und Dämme der Biber zu beobachten.
Anschließend kehren wir in eine Hütte in der Wildnis ein, um den berühmten Feuerland-Eintopf zu probieren. Wir sind beeindruckt von der Leidenschaft unseres Guides, uns Ihr Land und die Natur näher zu bringen. Wie heiß kann es in Feuerland werden? Wie weit sind wir noch von der Antarktis entfernt?? Ist es schlimm, mit nassen Haaren ins Bett zu gehen???
Spruch des Tages:Spruch des Tages über den von uns aufgenommenen und wieder ins Heimatlager verfrachtenen österreicher: "Ciao Rupert!"
In kleinen Gruppen erkunden wir die Stadt und ie Shoppingmalls. Für mehr fehlt uns heute die Energie. Abends genießen wir ein riesiges Menü mit - wie üblich - Wein und Pisco-Sour. Zum 2-monatigen Hochzeitsjubiläum spendiert Markus eine Flasche Champus. Prost!!!!!
Nach dem grünen Palermo gehts zum Friedhof, wo wir zwischen zahlreichen Mausoleen schließlich das Grabmal von Evita entdecken. Am Ende der Tour geht es durch San Telmo über Kopfsteinpflaster, zwischen hupenden Autos hindurch und staubenden Straßen vorbei - der ultimative Härtetest!!!!
Wir freuen uns, gesund und geduscht im Restaurant in Puerto Madero zu sitzen und nochmal das argentinische Rindfleisch zu genießen. Werden wir uns wiedersehen? Kehren wir nochmal nach Buenos Aires zurück????? Hasta luego!!!!
Nehmen wir jetzt ein flug nach Ushuaia???? Isaaaaaa, wir wollen nicht nach Hause!!
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Carolin