Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

18 Okt. 2009 • Frankfurt

Flug über die Anden

Auf nach Südamerika -über den grossen Teich!

Die Gruppe fliegt durch die Nacht und Mathias trifft letzte Vorbereitungen für den Empfang in Santiago de Chile. Bis gleich!

19 Okt. 2009 • Santiago - Santiago de Chile

Fischmarkt in Santiago
Santiago und wir

Erste Eindrücke

Pünktlich ist die Gruppe in Santiago angekommen. Vormittags sind wir durch Santiago geschlendert um unter anderem einen Cafés mit Beinen und das Stadtzentrum kennen zu lernen. Mittags gab es lecker Meeresgetier (mit und ohne Augen) und danach eine schöne Aussicht vom San-Cristobal Berg auf die Stadt und die Anden. Abends dann gegrilltes, dass wir zusammen mit den Jungs und Mädels vom viventura Partnerbüro in Santiago probierten.

20 Okt. 2009 • Santiago de Chile

fertig machen für die Outdoor-Toilette
4x4 Tour in die Anden

Allrad-Trip in die Berge

Heute morgen starteten wir alle zum Jeep-Tour-Modul in die Anden. Begleitet von diversen „Tacos“ und der morgendlichen Rushhour in Santiago näherten wir uns Kilometer für Kilometer dem Maipo-Tal und den schneebedeckten Gipfeln. Nach anfänglich guter Strasse ging es spaeter nur noch auf Schotterpisten hinauf in die Berge, aber Mathias und Francisco hatten trotz der grossen Staubwolke die Jeeps prima im Griff. Schließlich erreichten wir die Staumauer des Lago Negro auf ca. 2500m Höhe, von wo es aufgrund der doch reichlichen Schneereste nicht mehr weiter ging zu den heissen Quellen. Dennoch – das Panorama war gigantisch! Der Anden-Hauptkamm mit seinen Gipfeln über 6000m baute sich unmittelbar vor uns auf! So ein Anblick machte Hunger – und so zauberten uns Mathias und Francisco vor der Kulisse der Anden ein 5-Sterne-Barbecue! Am Grillfeuer genossen wir Lachshappen, Fleischspiesse und chilenischen Rotwein. Nach der staubigen Ralley hinab ins Tal machten wir in Puente Alto an das von viventura unterstützte Sozialprojekt Casa de los Pinos– einer Tagesstaette für Kinder – halt. Wir alle waren beeindruckt über die tägliche Arbeit, die der Leiter – Luis – mit seinem Team leistet! Sehr oft stammen die Kinder aus sehr schwierigen Familienverhältnissen – Luis und sein Team gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause, holt sie von der Strasse und betreut sie bei sämtlichen Fragen und Problemen. Oft reicht es auch, die Kleinen einfach nur mal in den Arm zu nehmen. Respekt von uns allen! Nach der Rückfahrt durch den Berufsverkehr liessen wir den Abend gemütlich in einem Restaurant ausklingen.

21 Okt. 2009 • Santiago de Chile

Sonnenuntergang im Valle de la Luna
Truck in der Mine Chuquicamata

In die Atacama Wüste

Bereits um 3 Uhr schellte uns der Wecker aus dem Schlaf – denn um 5.20 Uhr hob schon unser Flugzeug nach Calama am Rande der Atacama-Wüste ab. Nach ruhigem Flug landeten wir in der lebhaften Stadt – einer Oase inmitten einer Steinwüste. Mit unserem Minibus fuhren wir in die Lasana-Schlucht am Loa-Fluss und hatten stets die riesigen Abraum-Halden des Kupfertagebaus vor Augen. In Lasana genossen wir ein für die Region typisches Fruehstueck, bevor wir uns gestärkt die Atacameños-Ruinen der Pucará anschauten. Vor dem Mittagessen in Calama stoppten wir noch kurz im Wüsten-Oertchen Chiu-Chiu und bewunderten die schneeweiße Kathedrale. Am Nachmittag fuhren wir nach Chuquicamata – zum größten Kupfertagebau de Welt. Vor uns tat sich ein 5km langes und bis zu 1km tiefes Loch in der Erde auf und wir alle bestaunten bei einer fachkundigen Führung die riesigen Bagger und LKW! Auf der Rückfahrt füllten wir noch schnell in Calama unsere Vorräte auf und traten die Fahrt durch die Wüste nach San Pedro de Atacama an. Auf schnurgeraden Strassen fuhren wir durch eine wahre Mondlandschaft und bewunderten die Anden, über 6000m hohe Vulkane und die gigantische Landschaft! Unsere Cipstüte zeigte uns hierbei verlässlich die zunehmende Höhe an und stand auf der Pashöhe bei 3500m kurz vor dem Platzen. Schliesslich stoppten wir im Valle de la Luna, wo wir von unserer Sanddüne bei einem guten Glas Pisco (oder auch zwei :-)) einen tollen Sonnenuntergang in der Wüste bestaunten! Im Quartier in San Pedro de Atacama (im Länderdreieck zwischen Chile, Bolivien und Argentinien) angekommen fielen wir todmüde und begeistert von den Eindrücken des Tages in unser Bett.

22 Okt. 2009 • San Pedro De Atacama - Atacama Desert

die Gruppe, gut gesalzen...
Laguna Miñiques

Salz, Flamingos und Hochlandlagunen

Heute war mal wieder Ausschlafen angesagt :) Gegen 9:30 Uhr Uhr fuhren wir auf der "holprigen" Piste zum Salzsee und dem Reserva Nacional "Los Flamencos". Gut eingeschmiert mit Sonnencreme und mit Fotoapparat bewaffnet, genossen wir unsere geführte Tour bei den Flamingos. Beim Mittagessen gings weiter mit der "Kulinaritour". Andengemüse und Gelatine-Pudding standen auf dem Programm. Gestärkt durch diese regionalen Gerichte, bereiteten wir uns in einem naheliegenden Canyon auf unseren Ausflug über die 4000m Grenze vor. Alle wurden für Höhentauglich befunden und so ging es mit klopfendem Herzen und etwas außer Atem auf über 4300 m.ue.M., wo wir einen prächtigen Ausblick auf die Lagune werfen konnten. Allen gings mehr oder weniger gut und so musste doch diese Höhenpremiere gleich mit etwas Wein (nein, nicht mit Pisco Sour!!!) aus dem Becher oder der Tasse gefeiert werden. Die Rückfahrt war relativ lang und ein W.C.-Stopp (mit Schweizerdeutscher Betonung versteht sich --> mehr dazu am 24.10.!) war dringend notwendig. Zurück in San Pedro gingen wir gemeinsam Essen und lernten erneut, dass ein "Sandwich" con queso in Chile nicht unbedingt ohne Fleisch sein muss! ;)

23 Okt. 2009 • El Tatio Geysers - San Pedro De Atacama

Geysire bei El Tatio
Die Gruppe in den Naturtermen

Auf Fotosafari zu Geysiren und Naturtermen

Von Geysiren, Kampf-Vicuñas, Lama-Fleisch und Sternenbeobachtungen bei musikalischer Unterhaltung: As usual gings frühmorgens los zum El Tatio Park mit den Geysiren. Luis, unser Fahrer, gab wortwörtlich Vollgas und geschüttelt, nicht gerührt, erreichten wir die Geysire genau zum Sonnenaufgang und mussten somit nicht lange in der Kälte ausharren, obwohl jemand gut gewappnet im 6-Zwiebel-Schichten-System mitkam. Der heiße Kaffee tat jedoch allen gut und wir konnten unsere Tour mit Anpirschen an Vizcachas (da diese Hasen-Känguru-what-ever-Tiere) und Vicuña-Beobachtungen fortsetzen. Schon fast grenzwertig war dann der Genuss von Lama- Fleisch beim nächsten kulinarischen Halt :) . Wir fuhren weiter zu den warmen Thermen, welche bereits mit einem fast kühlen Pisco Sour an der Flussbar lockten. Nach dem Essen in der Schlucht, war eine kurze Wanderung den "Berg" hoch und danach zu den Kakteen angesagt. Die Hitze, welche sich frühmorgens bei den Geysiren noch keiner vorstellen konnte, machte uns ganz schön zu schaffen, so dass wir froh waren, frühzeitig wieder beim Hotel angekommen zu sein. Mal schnell etwas Zeit für uns selbst, ein paar kreative Postkarten nach Hause zu schreiben und schon fehlte uns die hohe "Ereignisfrequenz" des Trips :-) . Einige wollten schon das Lied: "Buenos dias, Mathias, wir sind wieder hier…" anstimmen, aber wir konnten uns dann bis 20.30 Uhr beschäftigen, als es zur Sternenbeobachtung in der Nähe von San Pedro ging. Mit musikalischer Unterhaltung und Erklärung der Gestirne, liessen wir den Abend ausklingen und hatten einmal mehr viel erlebt :-) .

24 Okt. 2009 • Valparaíso - San Pedro De Atacama

Valparaiso
Aufzüge in Valparaiso

Valparaiso zu Land und zu Wasser

Vorwort (das muss jetzt einfach mal gesagt sein ;): Als Schweizer-Minderheit hat man es ja nicht unbedingt leicht. Deutsch ist und bleibt nun mal nicht wirklich unsere Muttersprache und so führen bereits Wörter wie Rübli oder W.C.-stopp zu Diskussionen ohne Ende ;)….aber wir sind uns das ja gewohnt und nehmen es locker. Um 6.00 Uhr fuhren wir von San Pedro nach Calama, wo unser Flieger pünktlich nach Santiago startete. Mit dem Bus gings mit einem Empanada-Stopp nach Valparaiso. Wir bezogen das kunterbunte Hotel und freuten uns, ob dem sonnigen Wetter. Auf dem Stadtrundgang benutzten wir die traditionellen schrägen Aufzüge, machten eine Hafenrundfahrt auf dem schönen grünen Boot (obwohl auch das "Entenboot" total witzig gewesen wäre) und bekamen im Tausch für eine kroatische Münze einen "so-gut-wie-neu" Schal von Pfadfindern geschenkt. Aber was wäre schon ein Tag ohne P.S. (Name der Redaktion bekannt) in Chile?!? Genau……kein Tag ;) . So machten wir uns nach einem kurzen Zwischenstopp im Hostal auf ins italienische Restaurant gleich um die Ecke. Wir richteten uns fast häuslich ein, damit alle einen Platz am Tisch fanden und genossen die erste Runde P.S.! Pizza und Pasta wurden je nach Wahl auch mal ohne (man höre und staune) Fleisch serviert. Naja, jedenfalls war nach dem Essen natürlich eine zweite Runde angesagt und der Rückweg zum Hostal zum Glück nicht allzu weit! Die Lichter von Valparaiso, dieser wahrlich verrückten Stadt, wurden zum Abschluss dieses langen Tages, obwohl einige auch im Hostal noch weiter "blödelten" ;) .

25 Okt. 2009 • Valparaíso - Santiago de Chile

Weinverkostung im Valle de Casablanca
Ankunft im Not-Gefährt

Dichter, Wein und vieles mehr

Heute hat die Aussage "Erlebe Chile" eine neue Bedeutung erhalten: Zunächst ging es nach einem leckeren Frühstueck in Valparaiso - mit frisch gepressten Orangensaft und leckeren Brötchen - im Bus zum Haus des Dichters und Nobelpreis- Trägers Pablo Nerudas. Dieses Haus brachte die unheimliche Sammelleidenschaft und seinen Sinn fuer das Meer mit seinen sehr schoenen Ausblicken zu Tage. Anschliessend gab es leckere Empanadas und süsse Leckereien im kleinen Fischerdorf Isla Negra. Danach fuhren wir zum Strand, wo sich einige von uns als Felsenkletterer versuchten, und auch so mancher seine Füsse in den kalten Pazifik hielt. Zwei sonnenverwöhnte Stunden später ging es weiter zum Weingut. Doch auf dem Weg dort hin, machte unser Fahrzeug merkwürdige Geräusche, welche uns zu einem Notstopp auf der Autobahn veranlassten, noch rechtzeitig bevor das Kugellager explodierte. Doch kein Problem fuer unsere Reiseleitung: Celia stoppte kurzerhand einen öffentlichen Bus, welcher uns bis zum Eingang des Weinguts brachte. Doch damit nicht genug! Die restlichen ca. 500 m (bergauf!) mit dem Rucksack mussten wir nicht mal zu Fuss zurücklegen - nein ! - Matthias ging spontan in ein Haus, wo ein Jeep parkte und wir wurden somit alle auf der Ladefläche direkt bis vor das Weingut gefahren - was für ein Spass ;o) ! Anschliessend gab es ein Rundgang im Weingut, mit Verkostung, bevor wir von einem neuen Fahrzeug abgeholt wurden und den Abend stimmungsvoll in Santiago ausklingen liessen. Leider mussten wir uns hier von Celia verabschieden, die morgen (Montag) eine neue Gruppe übernehmen wird. Vielen Dank Celia, es war sehr schön mit Dir und viel Spass mit deiner ersten eigenen Gruppe.

26 Okt. 2009 • Punta Arenas - Santiago de Chile

Herr Otwaypinguin
Punta Arenas und die Magellanstrasse

Vom Winde verweht

“Vom Winde verweht oder die Facetten des patagonischen Sommers.” Heute ging es mal wieder ganz früh raus: um 4.45 Uhr trafen wir uns verschlafen in Santiago. Mathias hatte uns in guter Absicht für den Flug Plätze am Fenster gebucht, damit wir uns die das patagonische Inlandseis ansehen konnten. Leider wurde aufgrund hoher Wolken und Regen daraus leider nichts und so landeten wir ca. 5 Stunden später bei Schneeregen in Punta Arenas. Die Stadtbesichtigung wurde kurzerhand vom Bus aus erledigt und beim Anblick der mittlerweile dicken Schneeflocken dachten viele von uns an heimischen Glühwein und Spekulatius. Mittags kehrten wir in ein nettes Restaurant ein. Mathias Aussage, dass es hier die „besten Burgers Chile“ gibt, können wir alle nur bestätigen. Anschließend statteten wir dem Regionalmuseum einen Besuch ab, dessen lustige Schuhüberzieher, welche zum betreten der Räumlichkeiten notwendig waren, für viel Erheiterung sorgten. Nach einer kurzen Pause und der leichten Hoffnung auf gutes Wetter, machten wir uns auf den Weg zu den Pinguinen. Die Aussage „hier braucht ihr winddichte Kleidung“ war nicht übertrieben. Sturmböen in Orkanstärke trieben uns durch das Reservat, doch die Pinguine schien dies nicht im Geringsten zu beeindrucken. Sie lagen genüsslich am Strand oder nahmen vor unseren Augen ein Bad im Meer. Die dunklen Wolken am Horizont ließen schon nichts Gutes ahnen und so kam es wie es kommen musste: dicke Regen- und Hagelwolken peitschten heran und triebe uns so schnell es möglich war zurück zum Auto. Die Rückfahrt zum Hostel verbrachten wir dann teilweise in Unterhose, Schal und Mütze gemäß Omas gutem Rad „Kind, raus aus den Sachen, sonst erkältest du dich noch“. Den Abend ließen wir dann in einem besonders schönen Lokal bei unserem Lieblings-Nationalgetränk Pisco ausklingen.

27 Okt. 2009 • Puerto Natales - Punta Arenas

Ankunft in Puerto Natales
Straße durch Patagonien

Durch die Patagonische Steppe

Heute war ein eher ruhiger Tag. Schon morgens wurden wir mit den mittlerweile gewohnten Regenwolken begrüsst. Somit verregneten wir kurzerhand die Stadtbesichtigung in die Chocolateria, wo wir der Schokolade in einer heißen Milch beim Schmelzen zu sahen. Dann kam doch noch die Sonne raus, so dass wir noch einen kurzen Abstecher zum Strand machten und einen Ausblick auf Punta Arenas werfen konnten. Andere von uns besichtigten ein Museum und machten ein Foto von einer Gürteltier-Gitarre. Nach einer kurzen Stärkung ging es im Linienbus durch die Pampa nach Puerto Natales. Nach unserer Ankunft nach ca. 3 Stunden Fahrt wurden wir vom Minibus abgeholt und die extrem lange Strecke (150 m) bis zu m Hostel gefahren. Danach machten wir letzte Besorgungen – vor allem Schokolade und Wasser – für die morgige Wanderung im Torres Park. Vor dem Abendessen in einem netten Restaurant liessen wir uns noch die Spezialität der Region Königskrabbe schmecken. Den Abend verbrachte wir wie üblich in gemütlicher Runde bei einem Glas Pisco. Und fuer alle Daheimgebliebenen das Rezept des Pisco Sour: Limettensaft 1 Teil Psiou (35 %) 1 Teil Puderzucker (mind. 5 große Esslöffel) Eiswürfel 1 Suppenlöffel Eiweiss Alles zusammen mixen und ggf. mit Puderzucker abschmecken. Salud!

28 Okt. 2009 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Sicht zum Grey Gletscher
Wir feiern Corinnas Geburtstag mit Pisco und Glets

Geburtstagswandern in Torres del Paine

Ein ganz besonderer Tag: Es gab einen Geburtstag zu feiern und nicht nur ein Abenteuer wartete auf uns. Doch nach dem Aufwachen in Puerto Natales und dem zigsten Wetter-Check war uns doch ein wenig Angst und Bange. Es regnete in Strömen, dabei musste es doch einfach schön werden, denn der Torres del Paine Nationalpark stand auf dem Programm, und niemand von uns wollte sich durch Regen- oder Schneestürme quälen. Nach Torte und Geburtstagsgesang ging es dann mutig und voller Hoffnung los. Wie immer konnten wir uns auch heute ganz auf unseren Reiseleiter verlassen – das gute Wetter hatte er vorsorglich schon mal vorbereitet. Pünktlich bei Ankunft am Lago Pehoe, den wir mit einem Katamaran überqueren wollten, brachen die Wolken auf, und die schneebedeckten gewaltigen Spitzen des Paine-Massiv zeigten sich von ihrer besten Seite, um sich von uns fotografieren zu lassen. Da nahmen wir auch die frische Brise an Deck gerne auf uns und liessen unsere Kameras nicht zur Ruhe kommen. Auf der anderen Seite des Sees angekommen, hatte sich unsere Laune schon merklich verbessert. Nach einem kurzen Zwischenstop und einer kleinen Stärkung, konnte das grosse Abenteuer nun beginnen – unsere 4-stündige Wanderung zum Grey Gletscher. Würden wir es schaffen, trocken in der Berghütte anzukommen? Würden wir die beeindruckenden Ausblicke, die wir alle von Postkarten kennen, auch auf unsere Fotos bannen können? Fragen über Fragen, die wir nun freudestrahlend mit einem grossen „Ja“ beantworten können. Nach einem strammen Marsch, kamen wir an der rettenden Hütte an, wo wir uns nur kurz aufwärmten. Denn bis auf ein paar Ausnahmen, hielt es uns nicht auf der Bank: wir wollten mehr sehen, also über die Abenteuerroute weiter zum Gletscher, vorbei an Buntspechten und walähnlichen Eisschollen. Ein ereignisreicher Tag, der bei Pisco-Geburtstagstrunk und fantasievollem Mau-Mau (oder für unsere Schweizer Freunde: Tschau Sepp) leise ausklang …

29 Okt. 2009 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

auf der Grey II vor dem Gey Gletscher
Der Grey Gletscher

Bootsfahrt zum Gletscher

Die Nacht war kurz, der Morgen kalt, doch auch das konnte uns nicht wirklich aufhalten. Eigentlich sollte heute Eistrekking auf dem Plan stehen, doch schnell war klar, dass der Gletscher noch nicht bereit war für uns. Ihm fehlte eine Leiter, und jeder weiss: Ohne Leiter keine Gletscherbesteigung! Aber egal, kurzentschlossen schlichen wir uns von der Seite an ihn ran und genossen atemberaubende Ausblicke auf das Eis. Doch auch das sollte nicht der letzte Blick auf das kühle Blau sein. Gegen Mittag holte uns ein Schiff an der Hütte ab und brachte uns bis zur Abbruchkante des Grey Gletschers – auch die wagemutige Besteigung unseres schwimmenden Untersatzes meisterten wir mit Bravour. An Bord begrüssten wir den eisigen Riesen natürlich standesgemäss zuerst mit unserem Lieblingsgetränk – Pisco, diesmal gut gekühlt mit Gletschereis. Trotz stürmischer See und kalten Temperaturen, waren wir beeindruckt von den tiefblauen Eisspalten und den wunderschönen Ausblicken auf die Berge ringsherum. Mit dem Bus verliessen wir dann den Park, nicht ohne noch ein paar lustige Tiere gesehen zu haben: kämpfende Guanakos und den einen oder anderen herumstreunenden Strauss. Zurück in Puerto Natales stärkten wir uns mit Pizza, Bier und Pisco und fielen erschöpft aber glücklich in unsere warmen Betten und träumten von der nächsten Eiszeit…

30 Okt. 2009 • El Calafate - Puerto Natales

Der Perito Moreno
Maria freut sich aufs Sekt

Auf nach Argentinien!

Auf nach Argentinien! Das ist das Motto des heutigen Tages: also ab in den Bus und in die Pampa (so heisst die Landschaft hier tatsächlich). Mitten in der Pampa ging es dann über die Grenze und weiter in den kleinen Ort „El Calafate“ (benannt nach der hier typischen Beere „Berberitze“). Angeblich wird man wieder nach Patagonien zurückkehren, wenn man diese Beere isst, und das kann man in jeglicher Form tun, ob im Bier (von uns eindeutig bevorzugt) oder in der Marmelade. Kurz nach der Ankunft in El Calafate hatten wir vom Eis noch nicht genug, also ging es schnell in den Bus und zum nächsten Gletscher, dem Perito Moreno. Doch was uns dort erwartete, damit hätten wir nun nicht gerechnet: ein Schneesturm vom Feinsten! Tapfer bestiegen wir zuerst ein Boot, um uns dem 70m hohen Gletscher, vorsichtig vom Wasser zu nähern und tatsächlich konnten wir beobachten, wie ein grosses Stück Eis ins Wasser plumpste. Aber davon noch nicht genug, wir näherten uns weiter über Land und kraxelten über eigens angelegte Stege immer weiter zum Eis. Doch das grosse Kalben konnten wir nicht beobachten – Murphys Law, wie unser Reiseführer bemerkte. Immer wenn man sich umdreht, dann bricht garantiert etwas vom Eis ab. Damit hatten wir aber genug vom Schnee, und der Hunger trieb uns zum Fleisch: ein grosses argentinisches Steak stand auf dem Programm und natürlich unser Standard-Absacker: eigens eingeführter Pisco….

31 Okt. 2009 • El Calafate - Ushuaia

am Hafen von Ushuaia
Ushuaia, am Ende der Panamericana

Ans Ende der Welt

Heute morgen ging es wieder mal früh raus, um 7 Uhr wurden wir vom Bus zum Flughafen gebracht. Dort angekommen erwartete uns eine grosse Überraschung, ein kleiner Provinzflughafen, die Halle dunkel, weit und breit kein Mensch und alle Schalter unbesetzt. Natürlich sah sich Mathias umgehend unseren fragenden Blicke ausgesetzt, war aber selbst ebenfalls ratlos. Nach einer Viertelstunde kam schliesslich die erste Schalterbeamtin mit einer spannenden Erklärung: Die verschiedenen argentinischen Provinzen konnten sich nicht einheitlich auf eine Zeitumstellung einigen, d.h. die geplante Zeitumstellung wurde nicht umgesetzt. Nun waren wir also eine Stunde zu früh dran. Die Zeit wurde genutzt und das Tagebuch geschrieben, bevor es dann doch noch in den Flieger ging. Nach einem ruhigen Flug mit einem wackeligen Ende und einen wunderbaren Blick über Ushuaia empfing uns das Ende der Welt mit Sonne, was hier eher untypisch ist. Kurz das Hostal bezogen, ging es mit dem Taxi zum Aussichtspunkt, bevor wir weiter in die Stadt fuhren. Dort angekommen besorgten wir uns sämtliche Ende-der-Welt-Stempel für unsere Reisepässe. Leider schlug das Wetter um, und so flüchteten wir vor Wind und Regen ins Restaurant. Nach einem leckeren Mittagessen zog jeder los, Ushuaia auf eigene Faust zu entdecken - die einen bummelten durch die Stadt, anderen besuchten das Museum im ehemaligen Gefängnis, wieder andere zog es zum Hafen. Den verregneten Abend liessen wir gemütlich ausklingen.

01 Nov. 2009 • Ushuaia

auf Biber Suche
Kanu Fahrt in der Lapataia Bucht, Ushuaia

Von Kanus, Bibern und Eintöpfen

Der heutige Tag begann für uns mit einer seltenen Erfahrung: wir durften ausschlafen! Erst um 10.30 Uhr wurden wir von unseren Local Guides Claudio und Frederico („Freddy“) abgeholt. Freddy begrüßte uns in perfektem Deutsch – „Guten Morgen“, „Jürgen Klinsmann“ und „Oliver Kahn“ – bevorzugte danach jedoch das Spanische bzw. Englische. Eine spezielle Überraschung hatte auch das Wetter für uns parat – entgegen sämtlicher Vorhersagen strahlte die Sonne vom blauen Himmel. Gemeinsam starteten wir im Land Rover in den Nationalpark Feuerland, wo wir mit Schutzhosen, Schwimmwesten und Gummistiefeln professionell für unsere Tour im Paddelboot eingekleidet wurden. Kurz darauf paddelten wir durch die idyllische Lapataia-Bucht, vorbei an Dampfenten und Kormoranen. Im Gegensatz zu den übrigen Touristen kamen wir stilecht mit unserem Paddelboot am anderen Ende der Bucht an, wo die zahlreichen Pauschaltouristen mit ihren Reisebussen schon auf uns warteten. Natürlich durfte das Gruppenfoto hier am Ende der Panamericana nicht fehlen! Danach ging es kurz mit dem Jeep zum Mittagessen in einem der Zelte inmitten des Campingbereiches des Parks. Hier erwartete uns leckerer Ende-der-Welt-Eintopf. Gestärkt wanderten wir danach drei Stunden durch den Wald, immer entlang des Beagle-Kanals zum Ende der heutigen Etappe. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel wurden wir gegen 18:30 Uhr wieder von Freddy eingesammelt - diesmal mit Augustin an seiner Seite, dem nach eigener Aussage einzigen „Biberflüsterer“ Feuerlands. An der Schutzhütte angekommen zogen wir die Gummistiefel an und los ging es über Wiesen und viel Matsch Richtung Biberdamm. Bereits kurz nach unserem Eintreffen zeigten sich die ersten Biber. Wie gebannt standen wir am Ufer und verfolgten die dicken Nager mit unseren Blicken und Fotoapparaten. Ein tolles Erlebnis! Ein wenig durchgefroren kehrten wir schließlich zur Schuetzhütte zurück, in der Freddy bereits das Abendessen, leckeren Linseneintopf, für uns vorbereitet hatte. Natürlich durfte auch der Ende-der-Welt-Rotwein nicht fehlen. So liessen wir den Abend gemütlich ausklingen.

02 Nov. 2009 • Ushuaia - Buenos Aires

Buenos Aires
Ankunft in Buenos Aires

Ab nach Buenos Aires

Heute morgen hiess es Abschied nehmen vom Ende der Welt, um kurz nach 12 Uhr startete unser Flug nach Buenos Aires. Gestern abend hatten wir noch in einer einsamen Hütte gesessen und den Bibern zugeschaut, nun schlenderten wir schon kurz nach der Ankunft in Buenos Aires über die Avenida 9 de Julio, die breiteste Strasse der Welt und assen Empanadas inmitten des Grossstadtlärms. Dennoch der erste Eindruck von Buenos Aires war positiv und nachdem es wohl tagelang geregnet hatte begrüsste uns die Stadt mit Sonnenschein. Nach einem ersten Bummel durch die Haupt-Einkaufsstrassen liessen wir den Abend bei einem leckeren Abendessen ausklingen.

03 Nov. 2009 • Buenos Aires - Buenos Aires

Die Gruppe in Puerto Madero
Tango in der Plaza von San Telmo

Kleine Gruppe, grosse Stadt…

Heute morgen lernten wir Tábata kennen, unsere Lokalguide für die letzten beiden Tage. Gemeinsam mit ihr und Mathias starteten wir um zehn zum Stadtrundgang. Zuerst besuchten wir das Hafenviertel Puerto Madero, in dem sich sämtliche namhafte internationale Firmen angesiedelt haben. Die diversen Bürotürme, Hochhäuser und die umgebauten ehemaligen Hafengebäude ergeben ein beeindruckendes Gesamtbild! Danach ging es im Taxi in abendteuerlichem Fahrstil in den ältesten Stadtteil La Boca! Zunächst schauten wir uns die vielen bunten Häuser und Cafes an, bevor natürlich der Besuch im Stadion der Boca Juniors nicht fehlen durfte. Ein wenig konnten wir auch heute die unglaubliche Atmosphäre erahnen, die bei Heimspielen hier herrschen muss. Im Linienbus erreichten wir anschliessend das Viertel San Telmo, wo wir mitten auf der Plaza gemütlich zu Mittag assen. Nun kam der Moment, an den wir alle gar nicht denken wollten: der Abschied von Mathias, der uns aus privaten Gründen schon heute nachmittag verlassen musste. Mathias, vielen vielen Dank fuer die tolle Zeit mit Dir und all Deine Unterstützung! Du fehlst uns schon jetzt! Gemeinsam mit Tábata erkundeten wir das Regierungsviertel rund um den Plaza de Mayo, wo wir u.a. den Präsidentenpalast bewundern konnten. Natürlich durfte auch eine Fahrt mit der Metro im Anschluss nicht fehlen. Nach einem gemeinsamen Kaffee war der restliche Nachmittag zur freien Verfügung. Die letzten Souvenirs wurden besorgt, bevor wir um 20 Uhr zum Tango aufbrachen.

04 Nov. 2009 • Frankfurt - Santiago

Abflug...
LAN Airlines

Abschied von Südamerika

Der Morgen konnten wir noch um letzte Mitbringsel einzukaufen oder nochmal im Zentrum zu Bummeln. Nachmittags brach uns dann Täbata zum Internationalen Flughafen Ezeiza und es ging los via Santiago Richtung Europa. Eine Schöne Reise geht zu Ende, Danke an alle die mit dabei waren!