Reisebericht

Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.

26 Okt. 2009 • Frankfurt - Santiago de Chile

die Berge warten auf die neue Freunde!!!

Über den Wolken

Ich, Diana, eure Reiseleiterin auf dieser tollen XXL Tour, sitzte in Santiago und bereite mich auf eure Ankunft und unsere Tour vor. Ihr, ihr sitzt hoch oben über den Wolken im Flugzeug…

27 Okt. 2009 • Santiago de Chile

farbe in der Stadt
"Klein aber gut" (die Grupe)

Santiago Citytour

Es war ein schöner "Willkommenstag", nach ein paar Stunden im Zoll beim "Bananenhandeln" konnten wir mit unserem Tag in der Stadt anfangen. Santiago war nicht so kalt und nicht so warm. Nach einem leckeren Meeresmittagessen gemeinsam mit Katha, Ricardo, Dominik und Malena vom viventura Partnerbüro vor Ort haben wir das Regierungsgebäude besichtigt, die "Plaza de Armas", die Kathedrale und sind durch die Straßen des Zentrums gelaufen, wo tausende "Santiaguinos" alles laut gemacht haben.

"La Moneda" (Regierungshaus) erzählt eine lange Geschichte, die mit Politik und Menschen zu tun hat…

Dann fuhren wir durch verschiedene Stadtteile auf den San Cristobal Berg, wo man eine generelle Aussicht über die Stadt hat. Die großen Anden, noch mit Schnee bedeckt, haben uns begleitet.

Es gibt noch viel zu sehen, kennenzulernen, zu teilen, und wir sind alle neugierig "die kleine Gruppe ist bereit für die Abenteuer!!!"

28 Okt. 2009 • Santiago de Chile

"pedro kommt in der Wüste an"
Minen "Nichtarbeiter"

In die Wüste rein

Heute hieß es für uns um 4 Uhr aufzustehen, mitten in der Nacht, aber in Deutschland ist es ja 8 Uhr. Also fast wie ausschlafen.

Unser Flug ging über die Anden und wir wechselten uns auf dem einzigen Fensterplatz ab, um die Jagd auf das beste Foto weiter zu führen.

In Calama angekommen erfuhren wir viel über das Leben der Minenarbeiter und folgten der sehr interessanten Führung von Paula, der Reiseleiterin nur für die Kupfermine Chuquicamata. Sie wuchs in diesem Ort auf und zeigte uns stolz den verlassenen Ort mit all seinen öffentlichen total interessanten Gebäuden, den Wohnhäusern und der Geschäftsstraße. Der letzte Mensch hat diese Stadt erst im März 2009 verlassen. Irgendwie unheimlich! Die Stadt wurde umgesiedelt, da es billiger ist, den Abraum der Kupfermine dort weiter abzulagern, gleich neben der Mine.

Nun fuhren wir direkt auf die Mine hoch und waren total überwälltigt von den gigantischen Größen, die uns in allem begegneten (riesige Bagger, Lastwagen mit 3000 PS, und die Geschäftigkeit in der Mammut-Mine ---- Wahnsinn!!!).

Nach dem Essen ging es in die Atakamawüste: geniale Aussichtspunkte über die Berge und Täler der Wüste erwarteten uns, eine Wanderung durch das Tal des Todes, in dem Gerolds Schuh versuchte Krokodil zu spielen, und später durchstreiften wir das Valle de la Luna barfuß und lauschten einer Wüstensymphonie der interessant verrückten Salzberge.

Pünktlich schaffen wir es zum Sonnenuntergang auf die Bergkuppen rund um das Tal des Mondes und können einfach nur geniessen und alles in Fotos festhalten. Am Sprinter wieder angekommen, erwartet uns Diana mit einem kleinen romantischen Imbiss.

29 Okt. 2009 • Salar de Uyuni - San Pedro De Atacama

Rückkehr zur Blauen Lagune
Flamingo im Salar de Atacama

Flamingos und Vicuñas

Heute erlebten wir wieder Highlights ohne Ende und unsere Kameras glühten.

Begonnen haben wir am frühen Morgen mit dem Besuch der Flamingos auf dem Atakamasalzsee. Wir waren die ersten Neugierigen und die Flamingos ließen uns gewähren und unsere Fotos machen. Nach dem Frühstück zog es uns zu den Lagunen Miscanti und Miñique auf 4200m. Die ersten Vicuñas zeigten sich uns.

Die Stunden verflogen und wir haben es einfach nur genossen und Coca-Blätter gekaut.

Am Nachmittag führte uns Diana durch ihr Lieblingsdorf, die Oase Toconao, mit seinen wunderschönen Gärten.

30 Okt. 2009 • El Tatio Geysers - San Pedro De Atacama

Jumping Frog!!!
Wassergymnastik

Abenteuer Geysir

Um 5 Uhr ging es wieder los zu einem Wahnsinnstag! Christopher sagte am Abend nur: "Die Momente sind einfach zu schön, um sie in Worte zu fassen!" Na gut, ich erzähle ein wenig…

In noch sternenklarer Nacht sahen wir das Kreuz des Südens und die Milchstraße, dann hielten wir uns zum Sonnenaufgang pünktlich bei den Geysiren auf, dem El Tatio Gebiet, einfach geil!!! Jürgens Worte: "Jedes Aussteigen hat immer wieder irgendwas für sich!"

Am Nachmittag lagen wir faul und entspannt in den Pools der Termas de Puritama.

31 Okt. 2009 • Antofagasta - San Pedro De Atacama

Geisterstadtgeister
Die Wahrsagerin

Ein bisschen Geschichte, ein bisschen Natur

Heute ging unsere Fahrt von San Pedro nach Antofagasta. Auf dem Weg besuchten wir die Salpetermine Chacabuco. Maria, die aus Deutschland kommt und diese Anlage als Projekt betreut, führte uns durch dieses geschichtsträchtige Werk. Beeindruckend und erschütternd zugleich!

Am Nachmittag erlebten wir Kormorane, Pinguine und Seelöwen in ihrem natürlichen Lebensraum.

01 Nov. 2009 • Valparaíso - Antofagasta

Drei schräge Vögel
"Justitia"

Von Nord nach Süd und an die Küste!

Nach dem Frühstück fuhr uns Louis nochmals zum Wahrzeichen von Antofagasta: "La Portada", ein 100 Millionen Jahre altes Sedimenttor mitten im Pazifik, bevor wir wieder in den Flieger nach Santiago stiegen. Auf der Fahrt nach Valparaiso genossen wir ein typisches chilenisches Mittagessen.

Am Nachmittag erwartete uns der Anthropologe Gabriel aus Valparaiso und führte uns voller Begeisterung 4 Stunden durch seine wunderschön hässliche Stadt. Wir erfuhren viel über die Geschichte und Kultur der drittgrößten Stadt Chiles und den Humor der Einheimischen.

02 Nov. 2009 • Valparaíso

Die Waldelfe
Im Nebel von La Campana

Auf's Wandern eingestimmt

Der heutige Ozonwert liegt bei 7, seltsamerweise regnet es heute. Und das im November! Zum Frühstück kocht uns Jürgen Eier und Petra presst Orangen aus.

Wir machen uns trotzdem auf in den Nationalpark La Campana und erleben eine wunderschöne Wanderung durch die einheimische Flora und Fauna trotz, oder gerade wegen, ausgeprägten Nebels. Wir machten 800 Höhenmeter in überragender Zeit von 4 Stunden. Das war schon ein gutes Vorbereitungstraining für die nächsten Tage.

03 Nov. 2009 • Valparaíso - Santiago de Chile

Halle Berry de Chile
Die Landpiraten!!!!

Langsam Richtung Feuchtigkeit

Unter blauem Himmel am Meer in einer Bucht von Isla Negra begrüßen wir diesen Morgen. Eine ganz mutige Diana springt in die eiskalten Fluten und stieg aus diesen wieder empor. (Dagegen hätte Haile Barry alt ausgesehen!) Wir waren immerhin so mutig, diese Temperatur unseren Füßen anzutun. Puh! Aber ist ja gesund!

Dann folgten wir den Spuren von Pablo Neruda in seinem Wohnhaus am Meer, welches heute von einer Stiftung verwaltet wird. Wir wurden durch ein "Museum" von Gallionsfiguren und Seefahrtsutensilien geführt, vorbei am Schreibtisch von P.N., seinem nach dem Meer ausgerichteten Arbeits- und auch wunderschönen Schlafzimmer. Bunte Gläser, eine Vielfalt von Mitbringseln aus aller Welt, ein Reich von Fotomotiven rund um das Haus von P.N.

Unser Höhepunkt am Nachmittag war eine geführte Tour durch die Weinberge, das Gut und die romantischen Keller von Viña Undurraga, welches seit 1885 besteht. Bei der Weinprobe unter dem Motto "discover an explosion of colours, aromas and flavours" kamen die deutschen Gaumen auf ihren Genuss. (aber Pisco sour ist auch nicht schlecht) Am Aberd war wieder ein traditionelles Essen mit saftigen, zarten Rinder-Steaks angesagt.

04 Nov. 2009 • Frankfurt - Santiago de Chile

Jürgen Soziale
Origami-Gaby

Anden und Salsa

Heute war ein gemütliches Aufstehen in Santiago und Frühstücken auf dem Programm. Gerold machte sich auf zum Schuster, um seine Wanderschuhe richten zu lassen. Jeder konnte heute auf eigene Faust Santiago erfoschen.

Mittags trafen wir uns mit Diana auf dem Zentralplatz und wir machten einen Bummel ueber die Märkte mit versteckter Kamera. Am Nachmittag erwartete uns Dominik von viSocial, der uns mit U-Bahn und Bus zum viSozial-Projekt Casa de Los Pinos brachte, einer Tagesstätte für Kinder, die aus schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen kommen. Nachmittags nach der Schule oder dem Kindergarten werden sie dort betreut. Die Kinder fanden total viel Freude daran, mit unseren Kameras Fotos zu schießen. Luis, der Leiter der Einrichtung, erzählte uns viel von seiner Arbeit als Psychologe und Betreuer. Am Abend dinierten und lernten wir Salsa beim Peruaner.

Um 23:45 Uhr ging dann unser sehr bequemer Nachtbus nach Pucón. Fast 10 Stunden Fahrt bzw. Schlaf standen uns bevor.

05 Nov. 2009 • Pucón

"Push!!!"
Ein kühles Bier in heissen Quellen

Von Vulkanen und Mapuches

Mordgens halb 10 in Chile: 6 Reisende kommen aus dem Norden nach Mittelchile, es ist kalt und verregnet. Nach dem Einchecken ging es zur Vulkanhöhle. Auf dem Weg zum Mittelpunkt der Erde überraschte uns der Winter. Unser Auto blieb im Schnee stecken und ohne lange zu Zögern wurden wir von dem zufällig vorbeifahrenden, total freundlichen und redseligen Besitzer der Höhle, der Retter in der Not, aus dem Schnee gezogen. Unsere Reise zum Inneren des Vulkans konnte weiter gehen.

Nachmittags waren wir eingeladen bei einer Ureinwohnerin Chiles, der Mapuche Ñaña, die in ihrer Ruca uns traditionelles und einheimisches Essen, mit Liebe gemacht, servierte. Wir erfuhren viel über die Geschichte und über das Leben der Familie und der Gemeinde. Beim Dunkelwerden entspannten wir uns mit Cerveza in einer Therme, die 40 Grad und noch heißer war.

06 Nov. 2009 • Pucón

Der Berg ruft !
Trotz Nichtbesteigung des Berges, glücklich!!!

Versuch zum Vulkan!!! (leider nur Versuch…)

Germán, unser Hotelmanager, klopfte um 7 Uhr wie wild an unserer Zimmertür und weckte uns mit der Nachricht, dass wir zum Vulkan aufsteigen können. Der Regen hatte über Nacht aufgehört, die Berge waren relativ frei.

Nach einem kurzen Frühstück wurden wir mit Bergsteigerausrüstung versorgt und das Abenteuer im Schnee begann. Zunächst präsentierte sich uns der Villarica 2845 m bei besten Bedingungen mit Sonnenschein und blauem Himmel. Während des Aufstieges zeigte der Vulkan uns bald sein anderes Gesicht. Es wurde kalt, grau und eisig windig und die Sicht wurde immer schlechter, was uns letztendlich vor der 2000 m Marke zum Abstieg zwang. Auf den uns angelegten Rutschwindeln ging es sehr schnell zurück ins Tal auf vereister Schneefläche.

Das Abendessen kreierte diesmal Gerold, unser Chefkoch, mit seinen zahlreichen Helfern. Ein internationales Fünf-Gänge-Menü erwartete uns am nett gedeckten Tisch:
- Chilenischer Salat a la Diana und Christopher
- eine chinesisch- deutsche Version von Kürbissuppe a la Gerold
- französisches Baguette, selbst eingekauft von Gabi und Petra
- frische chilenische Riesen- Erdbeeren
- süsse kleine Schokoladenvulkane
- dazu leckeren chilenischen Wein
Unheimlich lecker!!!!!

Zum Ausklang dieses teilweise doch sehr anstrengenden Tages, entspannten wir unsere Körper wieder in der wundervollen 40 grad heißen Therme "Los Pozones".

07 Nov. 2009 • Puerto Varas - Pucón

Ein stehender und ein sitzender Leuchtturm!
Jürgen - der Beisser!

Farben vom Süden…

Von Pucón ging unsere Reise weiter gen Süden nach Valdivia.

Drei Seelöwen begrüßten uns am Rio Calle mit lustigen Posen. Auf dem traditionellen Fischmarkt von Valdivia kamen unsere Kameras wieder eifrig zum Einsatz. Hinter den Ständen warteten gierig Kormorane, Seelöwen, Möwen und Pelikane auf die Fischabfälle. Ein gelungenes Schauspiel für uns und auch für die Einheimischen.

Don Alberto lud uns auf seinem Boot zu einer Hafenrundfahrt ein mit vielen Blicken auf die Gebäude der Kolonialzeit von deutschen Siedlern. Am Nachmittag besuchten wir eine alte Festung, das Castillo de la Niebla, durch die uns ein fesch gekleideter Castilliero führte.

Nach einem romantischen Strandspaziergang fuhren wir in den Abend hinein und der untergehenden Sonne nach Puerto Varas entgegen. Im Hostal erwartete uns eine wahre Fundgrube von Antiquitäten und einer Musikbox.

08 Nov. 2009 • Ancud - Puerto Varas

Die Mauer!
 Nie Genug!

Südliche Spirituose!

Die heutige Tour begann früh am Morgen mit dem ersten Tagesziel im Nationalpark Vicente Perez Rosales, wo wir die beeindruckenden Stromschnellen, Wasserfälle und Vulkangesteine von Saltos Rio Petrohue bestaunten. Und das pünktlich, bevor der große Touristenstrom auf die Aussichtsplattformen schoss.

Später setzten wir mit der Autofähre über auf die Insel Chiloè, der zweitgrößten Insel des Landes. Hier trafen wir am Mittag auf unseren Localguide Renato, der uns einen Teil seiner Insel näher brachte. Er zeigte uns 4 alte Holzkirchen, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen und führte uns zum Haus von Doña Rosa, die uns mit ihrer Gastfreundlichkeit und vielen, wirklich vielen verschiedenen selbst gemachten Likören überraschte. Alle durften wir durchprobieren… super Stimmung!

09 Nov. 2009 • Ancud

Big Suicide!
Big brother is watching

Chiloé aus erster Hand

Der Tag und das Meer begrüßten uns mit einem wunderschönen Regenbogen.

Als erstes zeigte uns Renato eine alte Festung am Pazifik aus dem Jahre 1779, das Castillo San Miguel de Ahui. Wir erfuhren viel über die Geschichte Chiloés und die Mythologie für die Einheimischen, dem ewigen Spiel zwischen Glaube und Wahrheit.

Als Botaniker erklärte Renato uns die hiesige Pflanzenwelt und ließ uns so manchen Stengel, Frucht oder Blüte auch vom Geschmack her Kennenlernen.

Gegen Mittag kamen wir bei der Pinguininsel "Islotes de Puñihuil" an. Hier empfing uns Natalia aus Kempten, die uns während der Bootsfahrt um die Pinguininsel viel über das Leben dieser wunderschönen Tiere, der Humboldt-, Magelanpinguine, Kormorane, Dampfschiffenten und Seeotter erzählte. Mit tollem Blick aufs Meer und die Inseln genossen wir Empanadas, bevor uns Renato in eine scheinbar unwirkliche Welt entführte. Am Playa Aulen fühlten wir uns wie auf einer Mondlandschaft mit ihren Sandhügeln, den darüberstreichenden Winden, kleinen Gräsern und unbekannten Pflanzengruppen: im Sand liegen, die Seele baumeln lassen, die Sonne und den Wind spüren.

10 Nov. 2009 • Ancud - Villa Cerro Castillo

Gruppe in Patagonia
Asado Patagònico

Ab nach Nordpatagonien

Die Insel Chiloé mussten wir nun hinter uns lassen. Wir starteten mit dem Flugzeug nach Nordpatagonien. Balmaceda begrüßte uns mit Sonnenschein und starkem Wind. Die Natur mit ihren verschneiten Bergkuppen zeigte sich uns von ihrer schönsten Seite. Unser Busfahrer Cesar musste alle naselang einen Stopp einlegen, damit wir diese Eindrücke auch in Fotos festhalten konnten.

Diesmal war unsere Unterkunft in Mary's House in Villa Cerro Castillo umgeben von Alpacas, Kühen, Hühnern, Bergen und Löwenzahn übersäten Feldern. Gastfreundlichkeit ohne Ende mit Mate in einer warmen Küche.

Gegen Abend machten wir uns auf den Weg zu Loreto und ihren Freunden, wo wir ein typisches patagonisches Lammessen "Asado Patagónico" erlebten.

Vor dem Essen probierten wir die Pferden für den morgigen Tag aus, bekamen gezeigt, wie wir "lenken" und "bremsen" müssen.

Auf einem Schwertspieß aufgespannt, grillte das kleine Lämmchen, stehend vor dem Feuer, schon 3 Stunden, wurde feierlich zerlegt und uns mit verschiedenen Salaten und Rotwein serviert - einfach lecker! Wieder eine Möglichkeit uns mit den Einheimischen zu reden und einiges über ihr Leben zu erfahren.

Eine herrliche Landschaft, dieses Patagonien!

Abends saßen wir noch gemütlich mit Mary in ihrer Küche und tranken Mate in traditioneller Weise.

11 Nov. 2009 • Villa Cerro Castillo

Cowboys de Chile
Rote Hoehlenzwerge

Ein harter Ritt und eine stürmische Bootsfahrt

Mary servierte uns Frühstück in ihrer so gemütlichen und warmen Küche mit einem leckeren Kuchen. Den Vormittag verbrachten wir hoch zu Ross. Mit Paola und Christian, unseren patagonischen Guides, ging es 3 Stunden durch die Hügel und Felder um Villa Cerro Castillo. Den Abschluss dieses wunderschönen Vormittags auf dem Pferd machte unser Aufstieg zu den Felsmalereien (Paredon las manos) von den Ureinwohnern dieser Region.

Nach längerer Busfahrt auf der Carretera Austral Schotterpiste durch Nordpatagonien sahen wir einige wunderschöne Highlights. Mit dem Boot ging es auf dem türkisfarbenen General Carrera See, dem zweitgrößten See Südamerikas, bei Sonnenschein zu den einmalig schönen Marmorfelsen mit faszinierenden Höhlen und Marmorstrukturen, die über zehntausend Jahre alt sind. Ein gigantisches Erlebnis.

Am Abend kamen wir an der einsam gelegenen Lodge am See bei Puerto Guadal an und waren von ihrer Lage begeistert. Zusammen mit den Gastwirten Pascale und Evita wurde gekocht und gegessen. Ein schöner Abschluss für diesen ereignisreichen Tag.

12 Nov. 2009 • Puerto Guadal

Der Frische Franzose
Gnome im Wald

Ein Tag doch nicht zum Ausschlafen

Frühstück am Kamin mit selbst gebackenen Brötchen - das hat was!

Heute ging unsere Tagestour auf ein Hochplateau. Pascale, unser heutiger patagonischer Guide, wollte uns dort oben interessante Fossile zeigen. Zunächst durchwanderten wir einen märchenhaften Wald, indem die Bäume nur so von hellgrünen langen Flechten behangen waren - mystisch! Jedoch auf dem Plateau überraschte uns eine 50 cm hohe Schneedecke. Nach Fossilien hätten wir graben müssen.

So machten wir uns auf den Weg zu einem imposanten Wasserfall und zum mächtigsten Fluss Patagoniens, dem Rio Baker. An einer sehr interessanten Stelle, an der 2 Flüsse zusammenfließen, bestaunten wir die riesigen Wassermassen, hörten dem Getöse zu und machten uns Gedanken darüber, was der Mensch anrichten würde, wenn er diesen Fluss stauen würde und somit diese einmalige Natur vernichten würde.

Hände weg von profitgierigen Eingriffen in die Natur!

Am Abend saßen wir gemütlich vor dem Kamin und vernichteten so manche Flasche Wein zum Grillgut.

13 Nov. 2009 • Puerto Montt - Puerto Guadal

Red Gate Bridge
Vier nette Lamas

Zurück in die Zivilisation

Auch heute weckte uns die Sonne mit strahlend blauem Himmel. Leider mussten wir auch dieses Fleckchen Paradies wieder verlassen. Eine längere Fahrt auf der Schotterpiste war angesagt, die wir mit einigen Fotostopps mit herrlichen Motiven auflockern konnten.

Zu Mittag waren wir bei Mary in Villa Cerro Castillo eingeladen. Die Empanadas waren ein Gedicht. Am Nachmittag brachte uns der Flieger zurück nach Puerto Mont.

Nach dem Einchecken im Hotel besuchten wir den bekannten Fischmarkt und wurden von duzenden Lokalbesitzerinnen, die uns in ihrem Lokal verköstigten wollten, nahezu überfallen und genötigt. Letztendlich entschieden wir uns für ein kleines Lokal, mit nettem Ambiente, welches uns durch anregende Geruchsnote und zwei sympathischen Señoras überzeugte. Mit Pisco Sour als Aperitif, eine Fischsuppe und verschiedenen Köstlichkeiten aus Fisch, Meeresfrüchten, Huhn, Geräuchertem und Wurst zauberten sie uns mit viel Liebe und Wonne ein perfektes Dinner - einfach Klasse!

14 Nov. 2009 • Puerto Natales - Coyhaique

einfach mmmmm.....
An der Füsse des Entdeckers Magallanes, Punta Aren

Richtung Ende der Welt

In aller Frühe ging unsere Reise weiter in den Süden - vorerst mit dem Flugzeug nach Punta Arenas. Hier hatten wir noch einige Stunden Zeit zum Bummeln, bevor unser Linienbus nach Puerto Natales fuhr. Wir schauten uns einen einmalig interessanten Friedhof, Cementerio de Punta Arenas (von Sara Brawn gegründet), mit herrlichen Herrenhäusern, Engeln und kugelförmigen Zypressenbäumen an (Fotomotive ohne Ende) und kehrten danach bei "Limits" ein. Da ist man am anderen Ende der Welt und beißt genüsslich in wohlschmeckende Hamburger! Und wie gut die waren!!!

In Puerto Natales angekommen, haben wir noch letzte Vorbereitungen für unseren W-Trail getroffen und den Abend in einem gemütlichen afrikanischen Restaurant ausklingen lassen

15 Nov. 2009 • Puerto Natales

Soooo viel Ice und Wind!!!, wir bleiben aber immer
Und die längste Wanderung unserer Reise geht loss!

Wanderslust

Bei bestem Wetter starteten wir zum Lago Grey, um dort auf ein Boot zu steigen, das uns auf dem See Richtung Grey-Gletscher brachte. Bereits auf dem See begegneten wir ersten Gletscherschollen, die blau schimmerten und mehrfach fotografiert werden mussten!!!

Am Refugio Grey trennten sich unsere Wege. Während Gabi und Gerold sich noch weiter auf dem Schiff dem Grey-Gletscher näherten (beide starteten am Folgetag zum Perito Moreno Gletscher nach Argentinien), stiegen Diana, Christopher, Jürgen und Petra aus, um sich auf den W-Trail zu begeben.

Mit kleinen Päuschen (…foto…) von mehreren Minütchen schafften wir die erste Wegstrecke mit 2 Stunden Verzögerung zur angegebenen Zeit. Zur Belohnung erwarteten uns in unserem Camp am Lago Pehoé die Berge des Torres-Nationalparkes in fotogeeignetem Licht und ein 4-Gänge-Menü. Die Nacht verbrachten wir in kleinen und kalten Zelten, aber trocken.

16 Nov. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Der Wanderer auf dem Weg
Königin "Petrita"

Näher zum Ziel

Bei schönem Wetter machten wir uns auf zum Campamento Italiano, welches wir nach 3 Stunden erreichten.

Da in der Zwischenzeit mittelstarker Regen eingesetzt hatte, haben wir uns entschieden, nicht den Abstecher zum Campamento Britanico zu machen. Dank unserer hervorragenden Regenausrüstung erreichten wir nach weiteren 3 Stunden das Refugio Campamento Los Cuernos, wo wir von einer unglaublich warmen Hütte und Dusche empfangen wurden.

Da es immer noch regnete, verbrachten wir den Nachmittag mit Kartenspiel und warmen Getränken. Einmal aufgewärmt hatten wir uns entschieden, die Nacht nicht in kalten Zelten zu verbringen, sondern in einer trockenen warmen Hütte. So konnten wir gut schlafen, um fit zu sein für den nächsten und anstrengensten Tag.

17 Nov. 2009 • Nationalpark Torres del Paine

Früh Morgens Farbe!
Natur Farbe

Auf dem Weg zum Ziel

Bei blauen Himmel und Sonnenschein machten wir uns auf den 6 stündigen Weg zum Campamento Chileno. Trotz häufiger Fotostops und kleinen Päuschen schafften wir die Strecke dank einer Abkürzung in nur 5 Stunden. Auf den letzten Metern wehte uns ein etwas rauerer Wind entgegen, sodass wir uns am Ziel mit einem warmen Süppchen aufwärmen mussten.

Während die drei "Mädels " sich dem Kartenspiel hingaben, zog Jürgen los, um den Las Torres schon mal zu beschnuppern. Früh ging es ins Bett, da am nächsten Tag unsere Schritte sehr früh anfangen müssen

18 Nov. 2009 • Nationalpark Torres del Paine - Puerto Natales

Ziel geschaft!!!
Die Paine Pinguine!!!

und… geschafft!!!!!!!!!!!!

Pünktlich um 5 Uhr starteten wir nun endlich in der Dämmerung, um unser großes Ziel gemeinsam zu erreichen, die Las Torres. Während die erste Stunde noch relativ gemütlich war, forderte unser Torres uns dann aber alles ab, weil es nur noch steil bergauf ging und es zu schneien anfing.

Oben angekommen, zeigte sich dann die drei Torres-Spitzen nur schemenhaft, aber der Höhepunkt unseres Trails war geschafft und in Fotos festgehalten. Während unseres Abstieges erlebten wir nochmals alle vier Jahreszeiten des Nationalparks im Zeitraffer. Stolz es geschafft zu haben, konnten wir nun endlich zurück in der Chileno-Hütte unser Frühstück genießen.

Nun folgte noch der letzte Abstieg ins Tal, wo uns schon unser kleiner bequemer Bus erwartete, der uns wieder nach Puerto Natales brachte. Immer wieder konnten wir nochmals Halt machen, um die faszinierende Tierwelt des Nationalparkes mit den wild lebenden Guanako-Herden, Nandus und Kondoren zu beobachten, zu genießen und natürlich zu fotografieren.

In Puerto Natales wohnten wir wieder bei Nancy und konnten bei einem gemeinsamen Abendessen mit unseren Moreno-Gletscher-Reisenden Gabi und Gerold die vielen Eindrücke und Fotos austauschen und bestaunen.

19 Nov. 2009 • Puerto Natales

Letzter Ausichtspunkt, vor Feuerland und die Magel
Pingu wartet auf uns

Puerto Natales - Punta Arenas

Heute war unser letzter gemeinsamer Tag in Chile. Christopher musste sich schon früh am Morgen verabschieden, er reiste weiter zum Moreno-Gletscher. Der Rest der Gruppe stieg wieder in den Reise-Linien-Bus zurück nach Punta Arenas.

Am Nachmittag besuchten wir eine kleine Pinguin-Kolonie. Einfach herrlich anzuschauen, diese possierlichen Tiere! Lange hielten wir uns bei ihnen auf und beobachteten sie auf ihren Weg vom Meer zum Strand und letztendlich zu ihren selbst gebauten Höhlen, wo sie ihre Jungen ausbrüten.

Der Abend gehörte nochmals ganz dem Grüppchen. In einem chilenischen Restaurant genossen wir unser Abschiedsessen und stießen mit chilenischen Wein auf diese gelungene und wunderschöne Reise mit Diana, unserer einmalig tollen Reiseleiterin, an.

20 Nov. 2009 • Frankfurt - Punta Arenas

Abschied am Flughafen

na ja…, Heimflug kann auch schön sein…, oder?

Nach fast einem Monat beim Reisen, wo wir die Extreme eines Landes erlebt haben, alle mögliche Wetter und Landschäfte geschafft und gesehen, müssen wir uns verabschieden und unsere eigene Wege weiter nehmen. Es war eine schöne Erfahrung, mit so freundliche Teilnehmer, diese Reise zu teilen und ich wünsche es uns, dass alles, was wir erlebt haben, uns weiter begleitet, die Erinnerungen werden sicherlich uns weiter Freude machen… Alles gutes meine Freunde, und bis bald!!! Diana.