Hier können Sie sehen, was unsere Reisenden auf ihrer Reise erlebt haben.
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Vom Winter in den Sommer
Heute ging es für die Gruppe los ins Abenteuer. Mit LAN Chile flog sie von Frankfurt über Madrid weiter nach Santiago de Chile. Die chilenische Hauptstadt sollte planmäßig am nächsten Morgen erreicht werden. Guten Flug!
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Willkommen in Santiago de Chile!
Es grenzt fast an ein Wunder, nach all den abenteuerlichen Vorgeschichten, die wir inzwischen ausgetauscht haben, aber wir sind tatsächlich alle angekommen – samt Gepäck – nun kann es endlich losgehen.
Das Hotel ist einfach schön mit einer hinreißenden Dachterrasse und Santiago begrüßt uns mit herrlichem Sommerwetter. Nach einem Bummel durch die belebte Innenstadt können wir bei leichtem Wind und weitem Blick auf dem San Christobal entspannen.
Beim Begrüßungsfestessen lernen wir schon die ersten Höhepunkte der chilenischen Küche kennen und die Atmosphäre im Barrio Bellavista ist so nett, dass einige sich gleich entschließen, sich den Schlaf in dieser kurzen Nacht ganz zu sparen.
Abenteuer des Tages: Der erste Stromausfall mitten in der Nacht – also keine Klimaanlage - Packen und Duschen im Dunkeln und beinahe kein Kaffee – aber das Glück war uns hold und die gute Laune ist uns nicht abhanden gekommen! Fazit: Ein gelungener Start!
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Die größte Kupfermine der Welt
Trotz zeitweiser Stromsperre schaffen alle das Bustaxi, das uns um 5:15 Uhr zum Flughafen bringt. Ziel ist Calama. Hier ist das Zentrum der chilenischen Kupferindustrie. Wir haben Gelegenheit, Chuquicamata, die größte Mine der Welt, zu besichtigen. Mit einem Bus der Bergbaugesellschaft fahren wir durch die ehemalige Wohnstadt zu einem Aussichtspunkt im Minengelände und sehen die 1000 m tiefe Tagebaugrube, an deren Rändern das Kupfererz mittels riesiger Kipper nach oben gefahren wird. Das Ausmaß der Grube und die Größe der Kipper sind so beeindruckend, dass man begreift – hier wird die Hälfte des Weltkupferbedarfes erzeugt. Technische und wirtschaftliche Details und auch die sozialen Bedingungen der Mineure werden erklärt. Der Besuch dieser Mine war mir persönlich das wichtigste Reiseziel.
Nach einer 90 minütigen Busfahrt durch die Atacamawüste checken wir im Hotel Takha Takha im touristischen Zentrum der Wüstengegend in San Pedro de Atacama ein. Urige Bungalows mit guten sanitären Bedingungen sind unser zu Hause für die nächsten drei Tage. Von hier aus starten wir heute noch eine Fahrt in die bizarre Felsenlandschaft des Mondtales. Während der Wanderung im Tal des Todes wird uns fühlbar klar, wie der Wind sogar das Gestein abschleifen kann. Auf Sanddünen beobachten wir Surfer. Und nun wieder im Mondtal, steigen wir selbst auf eine der Sanddünen, um einen spektakulären Sonnenuntergang bei einem Glas Pisco Sour zu genießen. Ein so ereignisreicher Tag wird in gemeinsamer Runde im Restaurant Bendito Desierto zünftig beendet.
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Atacama Salzee und Hochlandlagunen
Heute konnten wir fast ausschlafen. Wir trafen uns erst halb acht zum Frühstück, waren alle pünktlich, doch das Frühstück dauerte…
Erstes Ziel Salar de Atacama, der Salzsee. Naturkräfte haben hier bizarre Salzformen hinterlassen. Wir lernten einiges über die Entstehung des Sees, der Flora und Fauna in dieser Gegend kennen. Beeindruckend waren die Flamingos. Ihr wunderschönes Gefieder spiegelte sich im Wasser und rief die Hobbyfotografen auf den Plan.
Und weiter ging es. Dionisio gab alles und jagte über die Schotterpisten. Zunächst hielten wir in einem kleinen Dorf, wo wir uns umschauten. Doch bald ging es weiter zu den beiden Lagunen Miscanti und Miniques in 4.350 Metern Höhe. Die beiden Lagunen faszinieren uns in ihrem leuchtenden Türkis und verführten uns dazu, die Speicherkarten noch mehr zu strapazieren.
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Im Schein der Milchstraße
Im Schein der Milchstraße und des Kreuz des Südens schüttelte uns unser Bus auf 4200 m Höhe zu den Tatio Geysiren. Das Schütteln hat sich gelohnt. Im Morgengrauen und bei klirrender Kälte tauchte vor uns das Tatio Geysierfeld mit unzähligen fauchender, sprudelnder und Wasser speiender Schlote auf. Eine atemberaubende Szenerie, die im späteren Sonnenschein durch ein köstliches Frühstück gekrönt wurde.
An den Ufern der umliegenden Gewässer machten wir Jagd auf Vicunas, Lamas, Vizcachas und allen möglichen Wasservögeln und wurden dafür in Machuca mit gegrillten Lamaspießen belohnt. Den Tagesstaub konnten wir in den Banos de Puritama abwaschen. Gestärkt mit einem Picknick vor Ort kehrten wir alle wohlbehalten nach San Pedro zurück.
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Von der Wüste an den Pazifik
Heute war erneut frühes Aufstehen angesagt. Morgens um fünf ging es los zum Flughafen von Calama. Das Flugziel war Santiago, wo unsere Fahrer wartete, um uns in die Küstenstadt Valparaiso zu bringen. Auf dem Weg haben wir eine Mittagpause in einem typisch chilenischen Restaurant gemacht, wo wir leckere Hausmannskost wie Pastel de Choclo, Cazuela und andere typische Gerichte probieren konnten.
Mit vollem Magen ging es weiter nach Vina del Mar und Valparaiso. In Valparaiso haben wir eine kleine Citytour gemacht und konnten "Ascensor" fahren. Am Abend startete dann die Fiesta mit einem Pisco Sour von Nelson ausgegeben, in einem Restaurant in Valpo.
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Auf den Spuren Pablo Nerudas
Heute durften wir nach der Party gestern etwas länger schlafen. Nach einem guten Frühstück brachen wir auf zur Isla Negra. Dort konnten wir das beeindruckende Haus von Pablo Neruda mit seinen verschiedenen Sammlungen besuchen. Gegen Mittag machten wir uns auf den Rückweg nach Santiago mit einem Zwischenstopp in Pomaire. Zum Mittag gab es dort für alle Pastel de Choclo. Gut gesättigt ging es weiter zum Weingut Undurraga, wo wir etwas über den Weinbau lernen und natürlich auch leckeren Wein probieren konnten.
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Cajon del Maipo
Frühmorgens um 8 Uhr starteten wir mit Francisco und seinen Jungs am 23 unsere Anden-Jeeptour. In drei Jeeps und den Kajaks auf dem Dach schlängelten wir uns durch den morgendlichen Verkehr von Santiago. Nach nur 1 Stunde waren wir umgeben von einer Traumkulisse, 6.000er Berge schneebedeckt, die Gipfel von Gletschern eingerahmt.
Auf 3.000 Meter legen wir bei Don Lucho einen Stopp ein um Ziegenkäse zu kaufen. Wir fühlten uns in eine andere Welt versetzt; Pferde, die auf endlos grünen Wiesen grasen, Don Lucho mit seinen 80 Jahren lebt in einer Welblechhütte und verkauft seinen eigens hergestellten Ziegenkäse. Wir fragen uns, ob er davon leben kann, ob er sich nicht auch mal einsam fühlt, in der endlosen Weite? Viel Zeit bleibt nicht um zu überlegen, die Landschaft hat uns wieder in ihren Bann gezogen .Weiter geht es auf schmalen Schotterpisten durch die endlose Landschaft.
Die Sonne strahlte auf das türkisgrüne Wasser des Yesosee. Der Marmolejo mit seinen fast 6.000 Höhenmeter erscheint am Horizont, wir fahren durch das Flussbett des Maipoflusses und halten inmitten des Flussbetts. Eine Thermalquelle nur für uns ganz alleine, auf 3.000 Meter Höhe, umrahmt von endloser Weite und einen unglaublichen Bergkulisse.
Wir genießen die überdimensionale Badewanne auf 3.000m und umrahmt von einer unglaublichen Bergkulisse. Francisco und seine Jungs bereiten für uns das Mittagessen vor. Als Vorspeise genießen wir Tomate-Avocado und Taccos zum dippen. Fisch, gegrilltes Lamm und natürlich den handmade Ziegenkäse von Don Lucho, Erdbeeren mit Honig, wer möchte noch einen Kaffee – das perfekte Picknick.
Dann machen wir uns gestärkt auf den Weg. Das erste Stück unserer Wanderung geht am Fluss entlang, laufen wir über grüne Wiesen, schnell wechselt die Landschaft, und wir treffen auf die ersten Schneefelder, die erste Schnellballschlacht ist gesichert. Nach 2 Stunden sind wir zurück und machen uns auf den Heimweg.
Abends in Santiago angekommen, heißt es schnell die Sachen zusammen packen und weiter geht es zum Busbahnhof, wo der Bus nach Pucon auf uns wartet. Um 23.45 Uhr starten wir unsere Nachtfahrt in bequemen First Class Sitzen, schnell wird es ruhig, der Tag war aufregend und lang.
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Vulkanhöhlen
Nach einer doch etwas unbequemen Nachtbusfahrt, zumindest für die etwas Kleineren unter uns, erreichten wir samt Hab und Gut gegen 9 Uhr Pucon.
German, unser Hausherr für die nächsten drei Tage, erwartete uns bereits am Busbahnhof. Das Gepäck wurde in den Kleinbus verstaut und wir waren froh, nach der fast neunstündigen Fahrt, zu Fuß in unser “Hostal donde German” zu laufen. Das super Frühstück, das uns dort erwartete, ließ uns die Strapazen der letzten Tage schnell vergessen.. Doch irgendwie war es ungewöhnlich ruhig an diesem Morgen – woran das nur gelegen haben konnte ;-)
Nachdem wir uns alle gestärkt hatten machten wir uns auf zum Fuße des Vulkans Villarica – auf dem Tagesordnungspunkt stand heute die Besichtigung der Vulkanhöhlen. Dort angekommen schauten wir etwas verdutzt … “cerrado”, tja man hatte wohl bei der Planung ganz vergessen, dass heute der 24. Dezember ist. Da wir aber in Chile und nicht in Deutschland sind haben es Nelson und German irgendwie hinbekommen, dass wir zumindest notdürftig nur mit ein paar Taschenlampen bewaffnet, in die jetzt leider unbeleuchteten Höhlen hinabsteigen konnten.
Anschließend ging es zurück in unsere Herberge … Freizeit (!), somit konnten wir es uns noch etwas im Garten gemütlich machen. Ab 19 Uhr startete unsere Weihnachtsfeier mit Grillen im Garten. Nachdem sich alle den Bauch vollgeschlagen hatten wurden die Wichtelgeschenke verteilt. Da die Nacht zuvor nicht sehr erholsam war gingen bis auf zwei, drei Ausnahmen alle bereits vor Mitternacht zu Bett.
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Nationalpark Huerquehue
Die Sonne strahlte über Pucon und wir hatten freien Blick auf den Villarrica, den wir uns für morgen vornehmen wollten. Zum Einlaufen brach der größere Teil unserer Gruppe auf zu einer Wanderung im Nationalpark Huerquehue. Dort führte uns German als Arriba-Guide in einem Wahnsinns- Tempo den Berg hinauf. Wir waren für jede botanische Sehenswürdigkeit, die uns eine kleine Pause verschaffte, dankbar. Wir haben Collihue (Bambusart, innen nicht hohl – gut geeignet als Wanderstock), viele andere Arboles und natürlich auch ganz viele wunderbare Araucarias gesehen.
Nach einer kurzen Mittagspause am Lago Verde ging es weiter – eigentlich nur noch „abajo y plano“, warum da so viel arriba dazwischen war, weiß kein Mensch. Als es dann wirklich nur noch abajo ging, entdeckte Nelson seine Qualitäten als Abajo-Guide und jagte uns wie eine Ziege den Berg hinunter. Wunderschöne, fantastische Landschaft bei wunderbarem Sonnenschein!
Abends war ein kleinere Teil der Gruppe noch lecker Fleisch essen, das wir uns heute ausnahmsweise auch mal wirklich erlaufen hatten. Die Nacht endete im Rotweinanbaugebiet bei Donde German in der Küche.
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Thermalanlage
Es ist kaum zu glauben, aber nach dem herrlichen Wetter vom Vortag regnet es während der ganzen Nacht und morgens auch noch. Der Ausflug zum Vulkan fällt somit aus. Wir frühstücken erst um 9°° Uhr. Dann vertreibt sich jeder die Zeit entsprechend seines Temperamentes bis wir gemeinsam um 17°° mit dem Kleinbus zur Thermalanlage „Los Pozones“ fahren. In der naturnahen Anlage warten mehrere Becken mit warmen Wasser auf uns. Wir entscheiden uns für ein gemeinsames Bad in einem oberen Becken, wegen der höheren Temperaturen (rund 37° C) und haben viel Spaß.
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Kunstmann-Brauerei
Nachdem der Villaricca gestern nicht da war, war er heute erstaunlicherweise wieder da – und richtig schön. Mit toller Sicht auf den Vulkan begaben wir uns in unser nahezu natürliches Lebensumfeld – den Tourbus. Nach 3-stündiger Fahrt kamen wir in Valdivia an. Dort hatten wir eine einzigartige Wasser-Stadtrundfahrt, geführt von einem integrierten Phonetiker-Geologen-Biologen und Braumeister en persona (Fachgbiet Mapuche Dialekte).
Weiterfahrt im Bus zur Kunstmann-Brauerei. Dort konnten wir feststellen, dass wir nun die Weinregion gegen die Bierregion gewechselt haben. Und die Spätzle und der Kassler waren so gut wie daheim.
Eine kurze Weiterfahrt brachte uns zur Festung La Niebla, die ihrem Namen alle Eher machte, weil es unterdessen recht feucht geworden war. Danach folgte ein längerer ungestörter Aufenthalt im Tourbus mit Tagesendziel Puerto Varas. In Skiort-am-Bodensee-Atmosphäre folgten die standardmäßigen Pisco Sours.
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PN. Viecente Perez Rosales
Verlängerter Aufenthalt im Tourbus machte uns alle froh, der dampfend zu den Saltos de Petrohue fuhr. Dort konnte man denken, man sei auf der Loreley. So gut besucht waren die Stromschnellen. Nass von oben, der Seite und auch unten fuhren wir mit dem Tourbus weiter und weiter bis Puerto Montt. Dort schüttete es noch mal soooo richtig als wir vom Tourbus zum Terminal rannten.
Wir landeten nach einem ruhigen Flug im sonnigen, kalten Patagonien. Dort begrüßte uns ein neuer Tourbus (wie gesagt mit dieser Lebensumgebung kommen wir gut klar) und fuhr uns (diesmal mit einem Jaime) nach Cerro Castillo an der Carretera Austral (Kilometer 275). Dort gab es ein patagonisches Asado. Ein ganzes Schaf wurde in einer Hütte gegrillt, in einer anderen Hütte haben wir es dann aufgegessen. Und dabei gelernt, dass in der Region Patagoniens etwa 90.000 Menschen leben und damit auf ein qkm 1 Mensch. Und gerade endet der Abend bei erlöschendem Feuer und Rotwein.
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Marmorhölen
Zur Abwechslung stiegen wir heute mal nicht in den Tourbus, sondern auf den Pferderücken. Obwohl einige von uns ziemlich schnell feststellten, dass sie im Tourbus eigentlich besser aufgehoben sind, wurden wir alle mit den wilden Pferden fertig und überstanden sogar einen Ausbruchversuch zweier besonders eifriger Gäule Richtung Heimat. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir (die meisten jedenfalls) die neue Perspektive und spektakuläre Ausblicke auf den Cerro Castillo. Der Austritt endete bei den Felsmalereien der Tehuelche – negativ und positive rote Handabdrücke. Über deren Alter und den Sinn dieser Malereien waren sich Nelson und der lokale Guide nicht ganz einig, so konnten wir auch selbst auch noch ein paar aufregende neue Theorien entwickeln – Raum für Fantasie!
Danach ging es weiter südlich auf der Carretera Austral, immer noch bei Sonne und durch die spektakuläre nordpatagonische Landschaft. Jaime umfuhr sooo viele Schlaglöcher sooo souverän, dass im Bus sogar einige von uns schlafen konnten. Gegen Abend erreichten wir schließlich Puerto Rio Tranquilo, wo Nelson ein kleines Unterkunftsproblem so souverän löste, dass manche von uns mit grandiosem Seeblick auf den General Carrera See schlafen durften. Weil die Sonne so wunderbar schien, endete der Tag mit dem Bootsausflug zu den Marmorhöhlen.
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General Carrera See
Für manche begann der Tag mit einem spektakulärem Sonnenaufgang über dem General Carrera See – und das beste daran war: vom Bett aus!!!
Danach fuhren wir noch etwas weiter in den Süden bis kurz vor Puerto Guadal zur Bahia Catalina. Unserem Silvesterdomizil an der Carretera Austral und traumhaft auf einer kleinen Halbinsel am General Carrera See gelegen. Den Nachmittag hatten wir frei und verteilten uns gleichmäßig über die Halbinsel und die Cabanas. Ana und Stefan versuchten sich an der Angel, Nelson im Einer-Kajak, viele an ihren Büchern und manche auch am See (ziemlich kalt).
Am Nachmittag wurde schon in allen Cabanas kräftig eingeheizt, dafür durfte Nelson auch noch Holz hacken. Ana fing einen Fisch, der als Silvester-Cebiche dienen durfte. Und am Abend kochte unsere Wirtin wunderbare Spaghetti für uns alle. Der Abend endete in einem Pisco-Bier-Wein-Gelage. Viele beschlossen, am nächsten Tag sortenrein und in Wechsel mit Wasser zu trinken. (Immerhin ein halbwegs realistisches Vorhaben.)
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Fossilien!!
Heute teilte sich die Gruppe: Ana, Stefan und Michael fuhren in abenteuerlicher Fahrt weiter gen Süden auf der Carrera Austral und besichtigten das Zypresssendorf. Wir waren froh als sie am Abend heil zurück kehrten. Der Rest der Gruppe unternahm eine kleine Wanderung auf einen nahe gelegenen Berg, auf dem wir oberhalb der Schneegrenze viele Fossilien betrachten und anfassen, aber nicht mitnehmen durften. Auf dem Gipfel im Nebel in einer Felsspalte gab es ein leckeres Picknick. Teilweise ging es schlittenmäßig auf dem Hosenboden über die Schneefelder wieder bergab.
Etwas durchgefroren kehrten wir zur Bahia Catalina zurück. Dort gab es leider kein Wasser – und erst der mit Ana, Stefan und Michael zurück kehrende Wundermechaniker konnte den Schaden an der Pumpe beheben, so dass es knapp vor dem ersten Silvestertermin doch noch für alle eine heiße Dusche gab. Pünktlich um 20.00 zählten wir uns zum Deutsch-Österreichischen Silvester runter, verlasen die Jahreshoroskope und speisten lecker. Zum chilenischen Silvester versammelten wir uns alle am Strand und konnten uns da auch pünktlich (dank der GPS-Wunderuhr von Michael) ins neue Jahr zählen. Die anschließenden Wunderkerzen erfreuten unsere chilenischen Gastgeber und die Nachbarn wie kleine Kinder – denn Feuerwerk ist in Chile eigentlich verboten. Danach gingen alle – einige später, einige früher das erste Mal 2010 zu Bette! Feliz año nuevo!!!
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Carretera Austral
Heute hieß es über die Carreta Austral wieder nordwärts fahren und Nordpatagonien verlassen. Eine ziemliche ruhige Meute bestieg um 10.00 den Tourbus. Und wurde von Jaime souverän um die größten Schlaglöcher und an den tiefsten Abgründen vorbei nach Coyhaique gefahren.
Die nordpatagonische Metropole empfing uns am 1. Januar mit ziemlicher Ruhe. Das einzig offene Kaffee-Restaurant war schnell gefunden und manche konnten auch schon wieder das lokale Bier Dolbeck kosten. Wirklich lecker. Dieser Tag endete dann wirklich mal für alle früh und ruhig.
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"Puerto Natales"
Am Vormittag war Zeit Coyhaique zu erkunden. Das war schnell erledigt und wir fanden uns alle wieder im selben Café-Restaurant ein und nahmen noch einen Completo oder Hamburgesa als Mittagessen ein. Danach machten wir uns auf den Weg nach Süd-Patagonien.
Dafür flogen wir aber zunächst wieder gen Norden nach Puerto Montt. Eigentlich etwas umständlich, aber der Cortado im Flughafen von Puerto Montt wars wert. Von dort dann südwärts nach Punta Arenas und wir trafen fast gleichzeitig mit dem Präsidentschaftskandidat Frei ein. Daher wurden wir auch von seinen jubelnden Anhängern mit begrüßt.
Ohne endgültig auf ihn zu warten ging es mit Manuels Bus nach Puerto Natales, wo wir bei schön tiefstehendem und eindrucksvoll orange leuchtendem Vollmond gegen 1 Uhr Nachts eintrafen.
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"Refugio Grey"
Um humanen 9 Uhr brachen wir in den Nationalpark Torres del Paine auf. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten alle drei Türme sehen und uns von einem Fotostopp zum Nächsten dem spektakulären Paine-Massiv annähern.
Während der Fahrt wurden wir von Kondoren begleitet. Der Katamaran brachte uns zum Refugio Pehoe. Von dort liefen wir im T-Shirt los zum Refugio Grey, rechts neben uns immer der Paine Grande. Schon bald kamen die ersten – blauen! - Eisberge in Sicht. Dann auch der Gletscher selbst. Wobei die 30m Höhe der Abbruchkante erstmal wahr zu sein schienen. Gegen 4:30 Uhr kamen wir im Refugio Grey an. Vom Mirador aus konnte man die Dimensionen des Gletschers schon etwas besser erahnen. Nach rustikalem Hüttenessen war um 23 Uhr Bettruhe angesagt.
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"Wanderung zum Campamento los Guardas"
Vormittags näherten wir uns dem Gletscher noch weiter zu Fuß. Jetzt glaubten wir langsam, daß die Abbruchkante 30 Meter hoch ist. Und genossen das Sonnen-Farbspiel der Blautöne auf dem Gletschereis. Gegen 11 Uhr waren wir zurück im Refugio und verkürzten uns die Wartezeit in Sonne und Wind mit einigen Runden PiscoSour.
Nachdem auch noch das Box-Lunch verdrückt war, kam dann das Schiff und brachte uns über den Lago Grey zurück. Im Rücken eine spektakuläre Sonnen- Aussicht auf das Paine Massiv fuhren wir nach Puerto Natales. Mit einem kurzen Zwischensopp bei der Milodon-Höhle. Ein Nationaldenkmal. Nach dem Besuch wussten wir dann auch alle, daß dieses Tier vor etwa 12.000 Jahren ausgestorben ist und uns nicht live begegnen würde.
Abends gingen die meisten noch die Seespinne (Centolla) probieren, die eine Spezialität in Puerto Natales ist. Außerdem war es der letzte Abend für Anna und Stefan, die die Gruppe morgen Richtung Calafate verlassen würden. Nach dem Essen mussten noch Rotweinvorräte mit Baum auf dem Etikett vernichtet werden. Nach dieser anstrengenden Holzfällertätigkeit fielen wir alle in die sauberen Nicht-Doppelstockbetten.
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"Pinguinkolonie"
In Punta Arenas teilte sich die Gruppe. Vier von uns fuhren über die Magellanstraße zur Isla Magdalena, um die Magellan Pinguine ganz aus der Nähe sehen zu können.
Das Schiff hatte schweren Seegang, aber wir kamen an. Und konnten eine Insel ganz voller Pinguinen besuchen – geschätzte 160.00 Pinguine leben von September bis März auf der Insel. Die anderen besuchten eine kleinere Pinguinkolonie und hatten auch die Gelegenheit, den eindrucksvollen Friedhof zu besuchen. Für die Schiffsgruppe ein Grund zurückzukommen. Um sicher zu gehen haben wir aber alle den Fuß von Magellan angefasst … Und das alles bei strahlendem Sonnenschein!
Der letzte Abend ging mit einem wunderbaren Essen – eröffnet mit einer Runde Pisco – spät zu Ende. Estamos todos enamorados de Chile! En gran parte Gracias a Nelson! El mejor guia de todo Chile – de verdad!
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Adios Chile
Heute morgen nach dem Frühstück ging es leider schon wieder in Richtung Flughafen. Die Reise endet langsam und wir fahren zum Flughafen von Punta Arenas. Dort geht der Flieger in Richtung Norden, nach Santiago. In Santiago steigen wir um in unseren Flieger zurück nach Deutschland.
Manche von uns haben das Glück noch ein paar Tage auf die Osterinseln fahren zu dürfen. Unser Guide Nelson bleibt in Santiago und hat sich seine Ferien wirklich verdient.
Es war eine sehr schöne Reise, wir haben wahnsinnig viel gesehen und erlebt und kommen gerne wieder!!