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Pinguine in der Nähe des Äquators? Das erscheint fast unglaublich, bringt man diese Tiere doch hauptsächlich mit dem Südpol in Verbindung. Und obwohl in Peru fast tropisches Klima herrscht, findet man an der Küste einige tausend Humboldt-Pinguine. Die Pinguine fühlen sich im Pazifik sehr wohl, der aufgrund des Humboldt-Stroms das ganze Jahr über eine Temperatur von ca. 17°C hat. Doch leider sind die Vögel mittlerweile vom Aussterben bedroht. An der peruanischen Küste soll es nur noch ungefähr 4.400 Exemplare geben. Die größte Bevölkerung findet man im Departamento Ica, im Paracas-Nationalreservat, südlich von Lima.
Der größte Feind der Tiere ist nach wie vor der Mensch. Viele Tiere sterben z.B. in Fischernetzen, andere kommen um, wenn auf den vorgelagerten Inseln der Küste der Guano “geerntet” wird oder weil ihr Lebensraum immer kleiner wird. Daher schlugen das Institut INRENA und andere Umweltschützer vor, insgesamt 120.000 Hektar zum Guano-Schutzgebiet zu erklären. Das Gebiet soll aus 23 Inseln und 11 Buchten bestehen. Die Initiative steht glücklicherweise kurz vor der Genehmigung. In Chile konnte die Pinguin-Kolonie aufgrund eines Jagdverbots auf mittlerweile 11.000 Vögel anwachsen.
Guano war vor Jahren der Exportschlager Perus, spielt jedoch heutzutage aufgrund von chemischen Düngern keine Rolle mehr. Guano ist der wertvollste Dünger der Welt, da er sehr viel Calciumphosphat und Stickstoff enthält. Noch heute wird auf den vorgelagerten Inseln der Guano von Männern mit geruchsunempfindlichen Nasen eingesammelt und somit der Lebensraum der Humboldt-Pinguine bedroht.
Eine Geruchsprobe kann man z.B. auf den berühmten Ballestas Inseln bekommen. Tausende von Seevögeln, Seelöwen und auch Pinguine sind hier für die Produktion des Guano verantwortlich. Um die Tiere zu schützen, kann man sie nur von der Ferne vom Boot aus beobachten.






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