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Nackt in Machu Picchu: Der neue Trend bei Touristen

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(c) b.vimeocdn.com

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Die Beamten in Machu Picchu haben es mit einem ungewöhnlichen Problem zu tun: Immer mehr Besucher lassen sich in Perus berühmter Inka-Stätte nackt ablichten, um die Fotos im Internet zu zeigen.

Gleich mehrere Male ließen sich unverschämte Urlauber vor der Inkazitadelle splitternackt ablichten. Anschließend posteten die Nudisten ihre Fotos auf ihre Seiten in den sozialen Netzwerken. Das peruanische Kulturministerium ist zutiefst schockiert über dieses Ereignis. Es sei eine respektlose Geste gegenüber dem Weltkulturerbe. Um weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden, soll die Überwachung in Machu Picchu künftig verdoppelt werden.

Fotofreudige Nudisten sind kein Einzelfall

Die Zahl der Touristen, die sich nackt in Machu Picchu fotografieren lassen wollen, nimmt nach einem Bericht des peruanischen Nachrichtenportals “LaRepublica.pe” und von “Latinapress.com” immer mehr zu. Auslöser dieser Bewegung sei Paul Marshall gewesen, der seine Nacktfotos im Internet unter dem Titel “Naked at Monuments” veröffentlicht.

Mangel an Repsekt für das kulturelle Erbe? Nackt vor der Inka-Stadt Machu Picchu. (c) latinapress.com

Mangel an Repsekt für das kulturelle Erbe? Nackt vor der Inka-Stadt Machu Picchu. (c) latinapress.com

 

Diesem Beispiel folgen offensichtlich immer mehr Touristen. Der jüngste Fall ereignete sich laut “LaRepublica.pe” am 27. Februar. Begleitet vom Applaus und dem Gelächter einer Reihe von Zuschauern, verfolgten die Sicherheitskräfte ein nacktes Pärchen, das mit seiner Kleidung im Arm flüchtete, über den zentralen Platz der Ruinenstadt in der Provinz Cusco. Einige Urlauber filmten die Flitzer und veröffentlichten das Video in den sozialen Netzwerken:

 

Nackt quer durch den Kontinent

Und die Inka-Stätte in Peru ist längst nicht das einzige historische Monument der Welt, das Besucher dazu verleitet, sich zu entblößen. Auch am Salar de Uyuni, der größten Salzpfanne der Erde in Bolivien, auf der Chinesischen Mauer und an den Pyramiden von Chichén Itzá in Mexiko – um nur einige Beispiele zu nennen – ließen sich Urlauber schon nackt ablichten.

Was aber treibt die Menschen dazu an? Wollen sie die Behörden ärgern? Geht es lediglich um ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei? Angeblich nicht nur. Laut dem Nachrichtenportal “terra” will zumindest Paul Marshall eine Botschaft der Nudistenbewegung verbreiten.

Ebenfalls volkommen nackt in Machu Picchu: Ein Lama

Ebenfalls volkommen nackt in Machu Picchu: Ein Lama

“Wir sind glücklich, wenn wir in Spielfilmen Enthauptungen sehen, aber wenn wir einen nackten Körper sehen, werden wir nervös. Wir möchten diese Barriere gegenüber dem menschlichen Körper einreißen, und zwar auf eine lustige Art und Weise”, wird eine Aussage auf seinem Blog zitiert.

Schuldgefühle oder Reue zeigt auch Amichay Rab nicht. “Ich machte das, als niemand anderes anwesend war und mit viel Respekt, da mir klar war, dass es sich hierbei um einen Ort handelt, der den Peruanern heilig ist”, zitiert ihn das Nachrichtenportal.

 

Quellen:

  • Latina Press: http://latina-press.com/news/176281-nacktfotos-am-machu-picchu-in-peru-vier-us-touristen-festgenommen/
  • The Guardian: http://www.theguardian.com/world/2014/mar/07/machu-picchu-streakers-peru-inca
  • Bild ganz oben:  (c) mynakedtrip.com

Was halten Sie von dieser Nudistenaktion: Mangel an Repsekt für das kulturelle Erbe der Inka oder witzige Promo für Nudismus? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

'12 Antworten auf “Nackt in Machu Picchu: Der neue Trend bei Touristen”'
  1. John Baum says:

    Die Inka haben sicherlich auch keine blue-Jeans und von Kindern in Bangladesh genähten Shirts von H&M, Zara und Co. getragen.

    • Das ist wohl wahr. Zynisch könnte man fragen: Vielleicht waren die Hemden der Inkas von unterworfenen Kriegsgefangenen oder deren Kinder genäht worden? :)

      Liebe Grüße,

      Benno

  2. friedrich wilhelm peter says:

    alo also meine persoenliche meinung ist folgende : es ist beschemend wenn ma so etws sieht.
    eine derartige respektlosigkeit gegenueber den heiligtuemern anderer voelker – da kann
    man nur noch sagen pfui, und nochmals pfui.
    eine hohe geldstrafe und gefaengnis waeren die dinge die ggf. abhilfe schaffen koennten.
    nur erwischt man diese ferkel wahrscheinlich nur zu selten. als alles besser bewachen oder
    als strafe fuer alle turisten schliessen. aber waere das eine endgueltige loesung der sache
    ich glaube leider nicht.

    • Hallo Friedrich Wilhelm Peter,

      danke für deinen Kommentar! Ich verstehe Ihre Verärgerung über diese Taten durchaus. Aber wäre Gefängnis nicht übertrieben für nur “Nacktsein”? Das sollte doch eigentlich eine der natürlichsten Sachen – im wahrsten Wortsinn – der Welt sein…
      Ein heikles Thema! :)

      Liebe Grüße,

      Benno

  3. Wilma Held says:

    … naja, man kann es treiben, oder auch übertreiben.
    Ich finde das nicht angepasst. Stelle man sich vor, am Niederwald- oder am Hermannsdenkmal lassen die ‘Herr’schaften die Hose runter !!

    • .. haben die garantiert sogar schon! Es gibt hier Aktivistengruppen, die sich vor allen möglichen Denkmälern und emblematischen Orten ablichten lassen.
      Ich verstehe den Ärger eines jeden – vor allem natürlich der peruanischen Kulturverwaltung.
      Auf der anderen Seite: Ist das nicht die großartigste Publicity? Also, die Tatsache, dass wir hier drüber reden, dass es durch alle möglichen Medienkanäle läuft? Eine bessere Werbung könnte sich die Verwaltung von Machu Picchu kaum wünschen!
      Was meinen Sie?

      Freundliche Grüße,

      Benno

  4. Kristina says:

    Ich finde das total daneben. Mir erschließt sich der Sinn solchen Tuns nicht. Die vorgebrachten Begründungen finde ich lächerlich. Ich frage mich wirklich. Was soll das?!

    • Ein Versuch einer Antwort auf Ihre letzte Frage: Aktiviisten wollen Aufmerksamkeit für eine Sache erzielen – in diesem Fall ein entspannteres Verhältnis zum Nackt-Sein.
      Die Aufmerksamkeit ist ihnen wohl schon gelungen!

  5. Kristina says:

    Also ich sag mal so. Machu Picchu hat wohl kaum Werbung nötig, wenn man so liest und hört, dass die UNESCO sogar schon den Welterbestatus aberkennen will wegen Überfüllung und Schädigung der Bauwerke.
    Und ein entspanntes Verhältnis zum Nacktsein kann ich auch zeigen, wenn ich am FKK bin. Ich finde, das ist dasselbe wie mit Oben-ohne-Baden in Ländern, wo man die Gefühle der Einheimischen verletzt. Das muss alles nicht sein. Oder halbnackt in die Kirche gehen. Man muss einfach angemessen handeln, finde ich.

    • Hi Kristina,

      da hast du vollkommen recht- Werbung braucht Machu PIcchu beileibe nicht mehr und das A und O einer vernünftigen Umgangs miteinander ist es, Regeln (geschrieben oder ungeschrieben) zu respektieren. Dazu gehört zweifeillos, die Würde solcher Orte zu respektieren.
      Vielleicht sind’s ja auch nur Adrenalin-Junkies die gerne den Kick eingehen von der Polizeit geschnappt zu werden….

      Liebe Grüße aus Berlin!

  6. Hartmut Riemann says:

    Es passiert immer wieder,daß geltungssüchtige Typen hirnlose Handlungen vorführen und sie als wichtige,politische,gesellschaftskritische,aufrüttelnde Botschaften verkaufen wollen.
    Einfach ignorieren. Der nächste Unsinn kommt schon am nächsten Tag.

    Gruß aus Berlin!

  7. K says:

    Ai Weiwei hat sich 1985 nackt vor dem World Trade Center ablichten lassen. Bei ihm nennt man sowas “Kunst” und die Welt applaudiert.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Der Autor:

Benno Schmidt

Benno
Als Marketeer bei viventura schreibe ich am liebsten über meine drei Lieblings-K aus Südameri-K: Kurioses, Kulturelles und Kulinarisches. Meine Liebe zu Lateinamerika habe ich auf einer ... weiterlesen

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